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Rivers Of Nihil – "Where Owls Know My Name"

18. Juli 2018 | Matthias | Musikrezensionen | 269 mal gelesen

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Progressiver Todesstahl der Spitzenklasse

Rivers Of Nihil - "Where Owls Know My Name"Dass sie den Nackenbrecher im Gepäck haben, hat der Fünfer aus Reading/Pennsylvania bereits mit den beiden großartigen Vorgängern "The Conscious Seed Of Light" (2013) und "Monarchy" (2015) gezeigt und bewiesen. Man durfte also gespannt sein, was sie auf ihrem dritten Album präsentieren würden; ob sie sich an bewährte Muster halten, quasi auf Nummer Sicher gehen oder ob sie schon bereit sind, einen Schritt weiter zu gehen. Klare Frage, klare Antwort: RIVERS OF NIHIL sind mit "Where Owls Know My Name" einen großen Schritt weiter gegangen, ohne jedoch ihre Trademarks zu verlieren. Sie wahren ihr Gesicht nicht nur, sie lassen es in frischem Glanz erscheinen und zeigen der hiesigen Konkurrenz ganz nebenbei gleich mal, wie man extreme Kunst auf enorm hohem Niveau fabriziert und produziert, ohne an Energie und Durchschlagskraft einzubüßen.

RIVERS OF NIHIL gelingt es, wie nur wenigen Bands zuvor, nicht durchgehend im ICE-Tempo zu donnern und doch kein Bisschen zahmer zu klingen. In jedem Riff, in jeder Lead-Gitarre, in jedem Drumbeat steckt so enorm viel Power und Wucht, dass man nach intensivem Genuss des Albums erst einmal wieder akklimatisieren muss, bevor es mit etwas anderem weiter gehen kann. Stellenweise rangieren sie nahe an einer gewissen Art 'Wall Of Sound' und versprühen dabei eine regelrecht apokalyptische Stimmung; man beachte zum Beispiel nur die enorme Wucht, die in "Old Nothing" transportiert wird.

Darüber hinaus scheuen sich die Musiker nicht, zu experimentieren. So wird etwa zu Beginn und zum Ende des Albums ein Saxophon (!) benutzt, dessen Einsatz erstaunlich stimmig und absolut passend zur Atmosphäre des jeweiligen Parts bzw. Songs abgestimmt ist. Die Anteile an Klargesang wurden auch hochgeschraubt, was jedoch ebenfalls nicht bedeutet, dass sie (unangenehm) häufig sind. Die Verknüpfung sämtlicher Ideen wirkt sehr rund und alles greift lückenlos passend ineinander.
Man darf mittlerweile behaupten, dass RIVERS OF NIHIL nun zur Elite des Genres gehören. Ihre Musik war schon immer anspruchsvoll, aber der Sprung, den sie mit "Where Owls Know My Name" vollzogen haben, ist beeindruckend groß und das Resultat entsprechend hochwertig.

Glücklicherweise halten sie auch nach wie vor ihre Finger fern vom Deathcore und spielen sich mit viel Elan durch progressiven und anspruchsvollen Death Metal, verwenden ein paar äußerst gelungene New-Metal-Ideen ("Subtle Change") und bringen auflockernde, jazzige Elemente bis hin zu Industrial-artigen Ideen ("Terrestria III: Wither") ein. Der absolut gelungene Sound rundet die insgesamt perfekte Produktion ab und macht aus dem Album ein uneingeschränktes Jahres-Highlight des Genres.

Wer als Liebhaber vielseitigen Death Metals diese Platte nicht kennt oder wenigstens einmal gehört hat, hat definitiv etwas verpasst!

» Rivers Of Nihil

INFO-BOX
Künstler Rivers Of Nihil
Titel Where Owls Know My Name
Format Album
Länge 10 Tracks | 56:38
Label Metal Blade Records
16.03.2018

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