• Aquilus – „Griseus“Ein richtig schönes Album (sofern man das überhaupt bei dieser Art Musik so sagen darf), majestätisch, erhaben, schwermütig, aber auch bitter und... (Matthias)
  • Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
Kurz notiert

Kurz notiert #101 – Extrem hörbar

Foehammer - "Second Sight"Foehammer – "Second Sight"
Funeral Doom Metal, Sludge Metal (Australopithecus Records, 2018)

Drei Typen aus Virginia mit ganz offensichtlich einer gemeinsamen Vision von schwerer Musik. "Second Sight" ist nach der selbstbetitelten EP aus dem Jahre 2005 das erste Album der Band und lustigerweise kaum 15 Minuten länger als die EP. Das Trio bietet schleppenden, zermürbenden Doom bis hin zum Funeral Doom; tief, grunzig, laaangsam und bratzig. Letzteres kommt durch den Sound, der bei genauem Hinhören mehr nach Sludge als nach einer klassischen (Doom-)Metal-Produktion klingt. Vermutlich ist es genau das, was die Scheibe so ansprechend macht, denn selbst, wenn sich die vier Stücke, von denen drei jenseits der Zehnminutengrenze angesiedelt sind, in Bezug auf Abwechslung eher im verneinbaren Bereich bewegen, besitzt sie Charme und eine dunkle Ausstrahlung. Ein paar Lead-Gitarren und verhallte Soli hätten aus dem Album eine unbedingte Empfehlung gemacht. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #100

In Gowan Ring - "Visions Of Shadows That Shine"In Gowan Ring – "Visions Of Shadows That Shine"
Singer-songwriter (Eigenproduktion, 2015 / Lune Music, 2016)

Bobin Eirth ist IN GOWAN RING. Geboten wird ruhiger, folkiger Singer-songwriter mit wirklich schönen, einfühlsamen Texten. Ohne die Musik und deren Inhalt abwerten zu wollen, sind die Texte leider auch schon alles, was an der Musik wirklich fesselt. Musikalisch beläuft sich jeder Song auf regulärem, satt bekanntem Singer-songwriter-Stoff ohne Höhen und Tiefen. Auch der Gesang an sich ist recht unspektakulär gehalten und lässt höchstens Erinnerungen an die seelige Hippie-Zeit aufkeimen, in der Jeder Hans und Franz gesungen hat, egal ob gekonnt oder nicht. Nur Gesang und Gitarre braucht starke Ideen, da reichen gute Texte nicht aus. Oder doch?! ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #99

Heads. - "Collider"Heads. – "Collider"
Alternative Rock, Grunge, Noise Rock, Sludge (This Charming Man Records, 2018)

Dieses berliner Trio weiß, wie man es krachen lässt. Ihr Noise-geladener Alternative Rock, der in Richtung Post-Punk, Grunge und sogar etwas Sludge schielt, rödelt an allen Ecken. Mit fetzigen, wuchtigen Beats und Riffs, treffen die Jungs durchweg den Kern der Sache. Am Schlagzeug werden die Rhythmen oft mit einem scheppernden Becken gestützt, der Bass pumpt, die Gitarren säbeln ordentlich, es herrscht Alarmzustand. Der Gesang ist häufig fast schon im Shoegaze angesiedelt, hinterlässt wenig aussagekräftige Momente, passt aber trotzdem absolut stimmig ins Geschehen. Coole Scheibe von einer Band, die man im Auge/Ohr behalten sollte, wenn man auf krachigen Rock steht. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #98 – Extrem hörbar

Slumlord - "Preview Of Hell"Slumlord – "Preview Of Hell"
Grindcore, Hardcore (Eigenproduktion, 2018)

Diese aus Alberta stammende Formation zelebriert alles, was man mit dem Begriff Hardcore in Verbindung bringt. Sie donnern wuchtige D-Beats raus, ebenso wie Metalcore-Grooves, Oldschool Uptempo-Speed und Grindblasts in verschiedenen Geschwindigkeiten; dazu nutzen sie einen vollen, leicht metallischen Sound und fertig ist das kräftige Gebräu. Am Mikro werden abwechselnd angeätzte Screams ausgespuckt und kehlig Gebrüllt. Klingt vielseitig und ist es bei genauerem Hinhören auch. Dadurch passiert es zwar so gut wie nie, dass die Musiker eines der oben genannten Stilelemente einen kompletten Song lang durch ziehen, aber das muss es ja auch nicht; dafür sind andere Bands da. Krasses Teil, das mit zunehmenden Durchläufen Sympathie und Qualitäten entfaltet. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #97

Tape Deck Mountain - "Echo Chamber Blues"Tape Deck Mountain – "Echo Chamber Blues"
Shoegaze, Psychedelic (Katuktu Collective, 2018)

Am Rande zu psychedelischen Klängen agieren diese vier U.S-Amerikaner. Viel Hall und Reverb im Sound sind da freilich Programm. Trotzdem vergessen die Musiker nicht, songdienlich zu wirken und haben ihren Stücken klare Strukturen verpasst, von denen einige Parts sogar imstande sind, hängen zu bleiben, selbst, wenn es nirgends einen Hitcharakter gibt. Viele Psych-Gaze-Bands verlieren sich ja in unendlichem Geschwurbel, nicht so TAPE DECK MOUNTAIN, die neben der Schuhstarrerei auch durchaus den Song an sich im Visier haben. Gut so. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #96 – Extrem hörbar

Henker - "Slave Of My Art"Henker – "Slave Of My Art"
Technical Death Metal (Eigenproduktion, 2010, Frozen Archives, 2015))

In Sachen (Tech) Death Metal kommt aus Frankreich größtenteils Qualitätsware, diese Truppe hier verweist allerdings einen Großteil aller ihrer Genrekollegen auf die Plätze. Als eine der ersten Bands, die den Gravity Blast als völlig normal ins Spiel gebracht hat, nutzen sie dieses und andere Elemente, wie z.B. ebenso schnelles Doublebass-Spiel, wofür ein extra angefertigtes Quad-Drum-Pedal benutzt wird. Es gibt sehr schnelles und anspruchsvolles Riffing, enorm versiertes Schlagzeugspiel, Aggro-Growls feinster Couleur und ein äußerst druckvoller, klarer Sound, welcher der Musik den Boden zum Vorzeigematerial ebnet. Diese Scheibe ist der Wahnsinn! ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #95

Sonic Jesus - "Dead Man"Sonic Jesus – "Dead Man" EP
Post Punk, New Wave, Shoegaze, Psychedelic (Fuzz Club Records, 2017)

Nach dem sehr guten letzten Album "Grace" (2017) schieben die Italiener zackig eine frische 7" hinterher mit zwei Stücken, die an das Album anknüpfen und doch mit einer etwas psychedelischeren Seite daherkommen. Vermutlich sind beide Stücke Überbleibsel der Album-Sessions, denn qualitativ können es "Dead Man" und "Transpose" mit keinem einzigen Lied von "Grace" aufnehmen. Und doch sind sie keineswegs zu missachten; sie zeigen SONIC JESUS halt mehr von einer nicht so eingängigen Seite. Lohnt sich für Komplettisten. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #94 – Extrem hörbar

Horizon Ablaze - "The Weight Of A Thousand Suns"Horizon Ablaze – "The Weight Of A Thousand Suns"
Death Metal, Black Metal, Progressive Death Metal (Leviathan Records, 2018)

Na hoppla, das dritte Album der Norweger kann was, und wie! Ihre Mischung aus Death- und Black Metal, angereichert mit Elementen aus der progressiven Ecke, ist so gut gelungen, dass man von einem ersten echten Highlight des (Metal-) Jahres 2018 sprechen darf. Dabei bedienen die Musiker ein weites Spektrum, das Growls, Screams und vorzüglichen Klargesang (kein operettenhaftes Geträller!) umfasst. Die Jungs wechseln von kernigem, stets anspruchsvollen Death Metal zu schwarzen Eruptionen, hinüber zu feinfühligen, fast schon post-lastigen Parts, um dann wiederum einen Bogen zurück in deftigere Gefilde zu spannen. Ein tolles Album, dessen Umschreibungen im Grunde nur schief gehen können, da hier viel mehr passiert, als auf den ersten Höreindruck vermutlich hängen bleibt. Anhören ist Pflicht! ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #93 – Extrem hörbar

Hannes Grossmann - "The Crypts Of Sleep"Hannes Grossmann – "The Crypts Of Sleep"
Progressive Death Metal, Technical Death Metal (Eigenproduktion, 2016)

Die Handschrift ist unverkennbar! Der geneigte Hörer und Kenner von Grossmanns Vorgeschichte wird sofort merken, dass es hier sehr große Ähnlichkeiten zu OBSCURA zu hören gibt, bei denen der Drummer bis einschließlich deren Album "Omnivium" zugegen war. Besonders, dass sich Grossmann auch als Songwriter eingebracht hat, spiegelt sich auf seinem zweiten Soloalbum wieder. Es mag vielleicht vermessen klingen, aber "The Crypts Of Sleep" klingt wie die Essenz des OBSCURA-Sounds und dürfte somit für alle Jünger modernen Tech Deaths ein Vorzeigealbum sein, das, man möge verzeihen, in vielen Teilen einfach besser und homogener klingt, als die OBSCURA-Ergüsse. Stark! ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #92

Luxury Stranger - "Darkness Falls Upon The Light"Luxury Stranger – "Darkness Falls Upon The Light"
Post-Punk, New Wave, Alternative Rock (Earth-Two Records, 2017)

Mit ihrer Mischung aus Stilen der alten Schule (Post-Punk und New Wave) und moderneren Ausrichtungen (Alternative, etwas Grunge) hat die Formation um Mastermind Simon York eine gute Basis gefunden. Dass ihr mittlerweile drittes Album ihr bisher reifstes Werk darstellt, dürfte somit eine Information sein, die man im Vorfeld bereits geahnt hat und somit lediglich zur Kenntnis nimmt. Selbst, wenn es an der einen oder anderen Stelle ruhig etwas direkter und griffiger hätte sein dürfen, haben die Engländer ein gutes Album vorgelegt, das man sich als Genreliebhaber mindestens einmal geben sollte, um zu checken, ob es die Band auf die persönliche Like-Liste schafft. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #91

Feral Ohms - "Feral Ohms"Feral Ohms – "Feral Ohms"
Punk Rock, Hard Rock (Silver Current Records, 2017)

Kräftig auf die Zwiebel gibt es vom Trio FERAL OHMS aus Oakland. Ihre fetzige Mischung aus Punk- und (Old School) Hard Rock haut ziemlich rein. Wer einen Vergleich braucht, darf sich etwas schmutzigere THE BRONX vorstellen, die gern mal mit dem Wah-Wah herumspielen. Auf jeden Fall machen die Jungs hier ganz schön "den Affen" (Blick auf's Cover). Die Mucke kommt gut rüber und sorgt für automatische Bewegungen in der Hüftgegend. Am Hitpotential müssen sie vielleicht noch ein klein wenig feilen, aber zum wilden Abspacken ist ihre Scheibe allerbestens geeignet. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #90 – Extrem hörbar

Corrupt Moral Altar - "Eunoia"Corrupt Moral Altar – "Eunoia"
Grindcore, Sludge Metal (Eigenproduktion, 2017)

Yes! So wird's gemacht! Diese Briten verstehen, wie man Grindcore zeitgemäß prügelt und mit Sludge-Ideen veredelt. John Cooke, der seit dem Timeout von Mitch Harris bei NAPALM DEATH die Gitarre bedient, gibt bei CORRUPT MORAL ALTAR den Kreischmeier und Brüllwürfel und raspelt sich zudem an der Gitarre die Finger wund. War der Vorgänger "Mechanical Tides" schon eine geile Nummer, ist "Eunoia" noch einmal als Steigerung zu werten. Sludge-Grind der feinsten Sorte mit viel Wucht und ungezügelter Kraft. Hammer Teil; yes, yes, yeeesss!!! ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #89

Bully - "Losing"Bully – "Losing"
Indie Rock, Alternative Rock (Sub Pop, 2017)

Wie eine etwas rotzigere und leichtere Version von VERUCA SALT klingen BULLY aus Nashville. Dabei bleiben sie stilistisch ganz in der Tradition ihres Labels Sub Pop zwischen Indie und Alternative fest im Sattel und lassen keine Abweichungen zu bzw. wagen diese nicht. Insgesamt kann man sagen, dass "Losing" als zweites Album des Trios um Frontfrau Alicia Bognanno ganz in Ordnung geht. Ein paar mehr fetzige und eingängige Nummern hätten vielleicht ganz gut getan, damit der Stoff richtig packt, aber das ist natürlich wie immer Geschmackssache. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #88 – Extrem hörbar

A.M.S.G. - "Hostis Universi Generis"A.M.S.G. – "Hostis Universi Generis"
Black Metal (Profound Lore Records, 2016)

Die Kanadier aus Edmonton zelebrieren eine Form des Black Metals, welche aus atmosphärischen und eher klassischen Elementen besteht. Hervorstechend ist dabei die charakteristische Lead-Gitarre, deren Klang eher an eine Doom-Band erinnert. Aber mit dem fauchenden Gesang, ausreichend Hall, dem Sechstel-Drumming inklusive wiederkehrenden Doublebassparts sowie schnellen, aber niemals übertriebenen Blastbeat-Passagen, machen A.M.S.G. (was "Ad Majorem Dei Gloriam" heißt) ihre Sache ganz gut. Dadurch, dass die sechs Stücke zwischen acht Minuten und einer knappen Viertelstunde lang sind, erübrigt es sich, zu erklären, dass die Musik ihre Zeit und entsprechend mehrere Durchläufe braucht, um gut wirken zu können. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #87 – Extrem hörbar

Artificial Brain - "Labyrinth Constellation"Artificial Brain – "Labyrinth Constellation"
Technical Death Metal (Profound Lore Records, 2014)

Das, was die Amerikaner in rund 45 Minuten auf ihrem Albumdebüt veranstalten, dürfte jeden begeistern, der auf extrem heftigen Tech Death steht, welcher am Rande zum Brutal Death agiert, dabei jedoch dessen stumpfe Herangehensweise herausfiltert und gegen höchst komplexe Songstrukturen austauscht. Die brutale Intensität des Sub-Genres wird aufgegriffen und in ein äußerst anspruchsvolles Konzept verpackt, das mit (gutturalen) Growls, vielen schnellen Blastbeats, wahnwitzigen Gitarrenläufen und einem insgesamt extrem schweren, vollmundigen Sound alles wegpustet. Fans von GORGUTS werden hier definitiv Blut lecken. ⇒ weiterlesen

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