• Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)
"Technical Death Metal"

Kurz notiert #71 – Extrem hörbar

28. September 2017 | Kurz notiert » Musikrezensionen | Keine Kommentare

Icon Of Phobos - "Icon Of Phobos"Icon Of Phobos – "Icon Of Phobos"
Black Metal (Baneful Genesis Records, 2011)

Tief in die Hasskiste greifen die aus Los Angeles stammenden ICON OF PHOBOS auf ihrem Debütalbum. Zumindest ihr Sänger, der mit einer wahrhaft fiesen Stimme glänzt. Musikalisch knüppeln sich die Jungs vorwiegend durch ihre Songs und nutzen Mid- und Downtempoparts eher zur Auflockerung bzw. als Ausgleich. Dabei besitzen sie besonders bei den langsameren Passagen eine Eigenart der Melodieführung, die heraussticht und die Sympathie versprüht, da diese Melodien aufzeigen, dass ICON OF PHOBOS gewillt sind, ihren Songs Seele zu verpassen und sie als Band nicht im Einheitsbrei untergehen möchten. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #70 – Extrem hörbar

20. September 2017 | Kurz notiert » Musikrezensionen | Keine Kommentare

Order Ov Riven Cathedrals - "The Discontinuity's Interlude"Order Ov Riven Cathedrals – "The Discontinuity's Interlude"
Technical Death Metal (Eigenproduktion, 2017)

Heiliges Feuer, was für ein Geschoss! Nach einem kurzen Gefühl der Sicherheit (Intro) zeigen die Italiener schnell ihr wahres Gesicht. Schwindelerregend schnell und trotzdem nie stumpf rast das Duo um den Multiinstrumentalisten mit dem kryptischen Synonym 12 und seinem Mitstreiter und Sänger En Sabah Nur durch sein erstes Album. Die Lyrics behandeln Themen wie Aliens, Astronomie, Ägypten und Mesopotamische Geschichte, was sich auch in den Melodien spiegelt. Wer nun denkt, dass es wieder einen NILE-Abklatsch zu hören gibt, der irrt, denn ORDER OV RIVEN CATHEDRALS klingen nur im Ansatz vergleichbar. Sie bauen zudem spacige Keyboards ein, die keineswegs störend oder übertrieben künstlich wirken. Eine erstaunlich coole Scheibe, die einem schön die Schuppen aus den Haaren knüppelt. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #67 – Extrem hörbar

En Satan - "Nous Croyons"En Satan – "Nous Croyons"
Black Metal (Eigenproduktion, 2015)

Die kanadischen Black Metaller bewegen sich auf ihrem Debütalbum angenehm ausladend. Ihre Songs pendeln sich mit wenigen Ausnahmen zwischen fünf und sieben Minuten ein. Dabei wird nicht nur im donnernden Doublebass-Midtempo gepredigt, sondern auch langsame, mit Keyboards untermalte, atmosphärische Parts finden den Weg in den Vordergrund. Vorsichtig spärlich, aber keineswegs schlecht produziert, benutzen sie dabei die typische Herangehensweise des Genres. Allein der äußerst eintönige, heisere Krächzgesang ist auf Dauer regelrecht anstrengend bis extrem langweilig, was sehr schade ist, denn die Musik selbst hat absolut ihren Reiz. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #64 – Extrem hörbar

The Vomiting Dinosaurs - "Exoplanets"The Vomiting Dinosaurs – "Exoplanets" EP
Death Metal, Thrash Metal, Sludge Metal, Grindcore (Grimoire Records, 2017)

Was erbrechende Dinosaurier mit Exoplaneten zu tun haben, wissen wohl nur die aus aus Winchester/Virginia stammenden Musiker selbst. Soll uns aber auch nicht weiter stören, denn ihre Neun-Track-EP ist mit rund 15 Minuten Spielzeit ein herrlich altbackener Mix aus Rumpel-Death-Metal, etwas Thrash, Sludge und Grindcore. Roh und ungeschliffen und speedmäßig trotz allem stets überschaubar, rappeln sich die Jungs durch die Platte. Alles ist recht simpel gehalten und nichts davon musikalisch unbekannt, trotzdem besitzt die Musik bzw. versprüht die Band eine angenehme Sympathie, die es einfacher macht, sich dem Stoff zu nähern und ihn gut zu finden. ⇒ weiterlesen

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Suffocation – "…Of The Dark Light"

20. August 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Brutales Gefummel

Suffocation - "...Of The Dark Light"Wenn das alte Schlachtross SUFFOCATION mit einem neuen Album an der Tür klingelt, weiß man im Grunde bereits im Vorfeld, was einen erwartet, denn großartige bzw. mindestens erwähnungswürdige stilistische Veränderungen gab es bei den Brutalo-Tech-Deathern eigentlich noch nie. Die einen wird es freuen und ihre Handflächen vor Aufregung feucht werden lassen, wenn die New Yorker Bastion neue Musik am Start hat, die anderen werden sich, wie auch in den (mittlerweile tatsächlich schon) 27 Jahren zuvor, aus Anerkennung bestenfalls ein freundliches Lächeln rausdrücken und innerlich wohl mit den Schultern zucken. SUFFOCATION halt, immer dasselbe, Gebrülle ohne Ende und haufenweise Riffs, deren Zusammenhang kaum noch nachvollziehbar ist. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #52 – Extrem hörbar

Code Orange - "Forever"Code Orange – "Forever"
Hardcore Metal (Roadrunner Records, 2017)

Als 2014 aus CODE ORANGE KIDS nur noch CODE ORANGE wurde (man wird ja auch mal erwachsen) und mit "Forever", dem dritten Album der Truppe aus Pittsburgh, der Wechsel zu Roadrunner Records vollzogen wurde, fürchteten manche einen Ausverkauf. Aber weit gefehlt. CODE ORANGE hauen sich gnadenlos durch ihr Album und brüllen ihre ganze Wut raus. Es gibt feinen Hardcore-Metal auf die Lauscher, mit gelegentlichen Ausflügen in alternative Gefilde, wie zum Beispiel bei "Bleeding In The Blur", wo dann in Sachen Gesang doch auch nochmal die 'Kids' durchsickern. Ansonsten regieren harte Riffs und schwere, saftige Drumparts. Manchmal ist die Schose vielleicht etwas eintönig, aber auch dafür muss es wohl eine Nische geben. ⇒ weiterlesen

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Rivers Of Nihil – "The Conscious Seed Of Light"

Perfekt zelebrierter Todesstahl

Rivers Of Nihil - "The Conscious Seed Of Light"Man darf ohne Übertreibung behaupten, dass man eine der besten jüngeren Bands (2009 gegründet) der aktuellen Death-Metal-Szene verpennt hat, wenn man die aus Reading, Pennsylvania, stammenden U.S.-Amerikaner RIVERS OF NIHIL (noch) nicht kennt. Ihr Albumdebüt von 2013 dürfte nämlich so ziemlich alles beinhalten, was der geneigte Hörer vom gebotenen Stil erwarten darf. Und trotzdem besitzt die Musik des Fünfers dieses spezielle Etwas, das eine Band aus dem mittlerweile kaum noch überschaubaren Wust an Veröffentlichungen herausragen lässt. Es gibt also nicht einfach nur Death Metal sondern außerordentlich guten Death Metal! ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #51- Extrem hörbar

Fleshless - "Dethroned In Shadows"Fleshless – "Dethroned In Shadows" EP
Death Metal (Metal Age Productions, 2017)

Seit 1993 bedienen die Tschechen bereits den Genrepool und fügen mit "Dethroned In Shadows" die erste EP in ihre Diskographie ein. Natürlich gibt es wieder klassischen Death Metal um die Lauschlappen gewuppt, inklusive deftiger Blastbeats, Midtempo-Doublebass-Gedonner, tiefem Gesang und sogar erstaunlich vielen Melodien. Letzteres steht dem Geballer gut zu Gesicht, selbst wenn sich FLESHLESS sowieso um ein relatives Maß an Abwechslung bemühen. Unterm Strich ist es trotzdem Todesstahl der alten Schule, allerdings auch ohne besondere Ausschläge nach oben, aber auch ohne großartige Mangelerscheinungen. Nach nicht ganz 12 Minuten, darunter zwei Lieder und zwei Intros, ist die Freude auch schon wieder vorbei. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #48 – Extrem hörbar

Ascended Dead - "Abhorrent Manifestation"Ascended Dead – "Abhorrent Manifestation"
Death Metal (Dark Descent Records, 2017)

Ordentlich auf die Glocke gibt's von den Kalifornien-Amerikanern aus San Diego. Schnellen Death Metal mit der Handschrift der alten Schule wird einem um die Ohren gepfeffert. Mit räudigem Sound und wenig Kompromissen knallt es zehn mal ganz heftig aus den Rillen. Nach einer guten EP ("Arcane Malevolence", 2014) und zwei Compilations bringt das Albumdebüt noch einmal alles unter den Hut, was die Band ausmacht. Für Hörer mit dem Anspruch an viel Abwechslung ist dies hier sicherlich die ungeeignetste Platte. Wer es trotzdem braucht, dass eine unbarmherzige Abrissbirne durch sein Zimmer pflügt und bei gehobener Lautstärke selbst die Nachbarn auf der anderen Straßenseite genervt aus dem Fenster schauen, der muss diese Scheibe checken. Natürlich möglichst laut. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #45 – Extrem hörbar

Effrontery - "Seven Years Of Agony"Effrontery – "Seven Years Of Agony"
Death Metal (EIgenproduktion, 2017)

Aus Ungarn kommt nicht nur Black Metal! Die fünf Musiker, die sich unter dem Banner EFFRONTERY vereinigt haben, huldigen einer relativ reinen Form des Death Metals, der hörbar von der alten Schule geprägt ist. Sie reichern ihre Musik mit vielen kleinen Melodien an, was allerdings nicht bedeutet, dass hier das Melodic-Death-Genre bedient wird. Es wird gerne und oft im Uptemo und sogar im Blastbeat geballert, aber auch donnernde Doublebassparts und fast schon progressive Rhythmen kommen ausreichend zum Zug. Vermischt mit einem stimmigen Maß an Brutalität ist der Band ein rundes Album gelungen, das vielleicht keine Besonderheiten aufweisen kann, dafür allerdings mit Charme und hörbar tiefrotem Herzblut geschrieben wurde. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #41 – Extrem hörbar

Rude - "Remnants..."Rude – "Remnants…"
(FDA Rekotz, 2017)

Das Rezept dieses Albums: Man erhitze einen Topf mit fauliger Brühe, die aus folgenden Zutaten besteht: 50% AUTOPSY, 20% (frühe) PESTILENCE, 20% ASPHYX sowie eine 10%ige Prise POSSESSED. Hinzu gibt man eine rohe, gammelige Produktion, die trotz aller Schlichtheit sehr brachial klingt und keine Details untergehen lässt. Die Stimme von Yusef Wallace ähnelt der von Ex-PESTILENCE-Recke Martin Van Drunen schon sehr stark, was irgendwie unheimlich ist. Ein wenig Chris Reifert (AUTOPSY) steckt auch drin, was anhand der oben aufgeführten Reminiszenzen nicht verwunderlich sein dürfte. RUDE spielen Old-School-Death-Metal vom Feinsten. Mal schleppend langsam, dann wieder im gehobenen Uptempo bis hin zu dreckigen Blast-Ausbrüchen werden sämtliche Ansprüche an das Metier bedient. Starke Platte. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #35 – Extrem hörbar

Heresy Denied - "Innerception"Heresy Denied – "Innerception"
(Eigenproduktion, 2016)

Richtig wuchtigen Death Metal mit etlichen Deathcore-Einheiten holzen diese Polen in die Runde. Sie streuen dabei ein paar progressive Feinheiten ein, die dem Ganzen etwas Abwechslung bescheren. Da das Genre mittlerweile mit seinen Varianten an Break- und Beatdowns sowie Stop-And-Go-Parts nahezu ausgereizt ist, darf man natürlich auch von HERESY DENIED keine großen Innovationen erwarten. Dennoch bringen sie ihren Sound ansprechend rüber und können, neben interessantem, gutem Songwriting, mit extremem Gesang und vor allem mit viel Kraft im Gepäck punkten. Die volle Breitseite! ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #32 – Extrem hörbar

Hannes Grossmann - "The Radial Covenant"Hannes Grossmann – "The Radial Covenant"
(Eigenproduktion, 2014)

Der ehemalige OBSCURA-Drummer hat sich mit "The Radial Covenant" erstmals auf Solopfade begeben und eine erstaunlich gute Arbeit abgeliefert. Spannend ist, dass man seiner Musik sofort anhört, wer bei OBSCURA maßgeblich seine Finger im Songwriting hatte. Er kann seine Wurzeln nicht verleugnen und vermutlich will er das auch gar nicht. Selbst, wenn man sich neben all dem Gefrickel und den vertrackten Parts gerne mal den einen oder anderen Killer-Refrain wünscht (den man im Übrigen bis heute auch auf jedem OBSCURA-Release vermisst), ist seine Scheibe ein absoluter Hinhörer in Sachen Technical- und Progressive Death Metal. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #29 – Extrem hörbar

Tau Volantis - "Tau Volantis" EPTau Volantis – "Tau Volantis" EP
(Eigenproduktion, 2016)

So klingt also der neumodische Death Metal, der, wenn man ganz genau ist und vor allem noch eine Prise Old-School-Flair in der Hose trägt, eigentlich nur noch am Rande Death Metal ist. Oder ist es einfach das, was man heutzutage als Deathcore bezeichnet? Ist Deathcore nicht auch Death Metal? Nun, Fragen über Fragen, Fakt ist, dass TAU VOLANTIS das Thema Deathcore in Kombi mit Death-Metal-Zitaten gut ausreizen. Sie nutzen dabei technische Spielereien ebenso wie abgehackte Parts und schräges Gitarrenspiel. Klar ist das Ganze ultrabrutal, aber das individuelle Song-Gefühl bleibt irgendwie auf der Strecke. Alles klingt, wie willkürlich aneinandergereiht. Hätte man einzelne Parts unter den  Songs einfach ausgetauscht, wäre vermutlich trotzdem ein ähnliches Ergebnis herauskommen. Fragmentcore wäre ein leicht überspitzer Begriff für die Musik, aber nun ja, der Death-Metal-Nachwuchs will es ja so. Nette EP, der leider der Wiedererkennungswert fehlt.
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Kurz notiert #26 – Extrem hörbar

Aversions Crown - "Tyrant"Aversions Crown – "Tyrant"
(Nuclear Blast, 2014)

Einmal alles aus den Angeln hebeln? Aber gern, AVERSIONS CROWN besorgen das! Die Australier gehören zu den Deathcore-Bands, die sich aus dem Gros des Sub-Genres abheben, auch wenn sie weitestgehend bekannte Trademarks bedienen; sie machen es nur einfach viel besser als die meisten anderen. Begonnen mit der Brutalität, die einfach nur enorm und vor allem in den langsameren Parts außerordentlich wuchtig ist, über den sehr extremen Grunz-/Kreisch-Wechselgesang, hin zu den bedrohlich tönenden Lead-Gitarren, die fast schon im Hintergrund lauernd Melodien beisteuern. Das Riff-Werk ist sehr extrem und knallhart. Es wird alles aus dem Weg geballert, was nicht Niet- und Nagelfest ist. Sehr krasses Teil und durchaus als Genre-Highlight handelbar! ⇒ weiterlesen

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