• Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)
"Synthpop"

Ruelle – "Rival"

2. August 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Gefühlvolle Reduktion

Ruelle - "Rival"Gut ein halbes Jahr nach ihrer gelungenen EP "Madness" legt Maggie Eckford mit "Rival" eine weitere nach. Wir erinnern uns, dass der melancholische Bombast Pop der letzten EP durch das musikalische Volumen, durch die fantastisch ausgelotete Dynamik und natürlich an erster Stelle durch die tollen Songs eine große Ausnahme am ansonsten leichtfüßigen Pop-Himmel darstellte. Der erste Gedanke beim Hören von "Rival" ist also, ob die Musik mit "Madness" mithalten kann oder den Stil sogar noch verfeinert. Natürlich ist es oft unfair bis unangemessen, neue Veröffentlichungen von Künstlern mit ihren vorigen oder älteren Werken zu vergleichen, aber sie selbst hat in diesem Falle die Messlatte schließlich sehr hoch gelegt. Was also beschert uns der Rivale? ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #59

Pulled Apart By Horses - "The Haze"Pulled Apart By Horses – "The Haze"
Alternative Rock (Caroline International, 2017)

Ordentlich Stimmung verbreiten die Briten aus Leeds auf ihrem Album "The Haze". Das stilistische Spektrum rangiert um alles herum, was man als Alternative bezeichnen kann, inklusive einem Hauch Punk Rock und kleinen Ausflügen in den Hard- und sogar in den Stoner-Rock-Bereich. Die Laune sollte beim Hören der Platte jedenfalls schnell steigen, denn der flockig rockige Sound reißt einfach mit. Ab und an trauen sich die Jungs sogar, ein wenig psychedelisch zu klingen und sogar eigenwillig krautig zu sein; gut so! Ein erstaunlich frisches und spielfreudiges Werk, das man immer mal wieder durch die Anlage jagen kann. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #56

Post War Glamour Girls - "Swan Songs"Post War Glamour Girls – "Swan Songs"
Indie Rock, Post-Punk (Hide & Seek Records, 2017)

Die Engländer haben ihren Indie Rock bislang mit Post-Punk-Elementen verfeinert und auch auf "Swan Songs", das übrigens alles andere als ein Schwanengesang geworden ist, spielt dieser Umstand wieder eine wichtige, tragende Rolle, auch wenn das Verhältnis dieses Mal deutlich mehr in die Indie-Richtung tendiert. Die Stücke sind tiefgründig,  somit definitiv nicht oberflächlich gehalten und bleiben auch nach mehrmaligem Hören interessant. Der leicht düstere Aspekt ist erhalten geblieben und fesselt den geneigten Hörer. Wer sich nach dunkler Melancholie sehnt, die eher beiläufig erscheint, trotzdem aber das ganze Album über präsent ist und entsprechend wirkt, kommt an dieser tollen Band nicht vorbei. Und an alle Fans von PROTOMARTYR: Zuschlagen! ⇒ weiterlesen

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Ruelle – "Madness"

Ein Drama-Pop-Highlight

Ruelle - "Madness"Auf sieben Stücken hat RUELLE, alias Maggie Eckford aus Nashville, auf ihrer EP "Madness" ihre Version moderner Popmusik verewigt und man muss ihr ohne Abstriche bescheinigen, dass sie dabei eine verdammt gute musikalische und vor allem stimmliche Figur abgibt. Ihr Downtempo Orchestral Pop ist emotional leicht gedämpft bis melancholisch, aber trotzdem oftmals pompös in der instrumentalen Ausführung. Tragende Parts werden durch kraftgeladene, atmosphärische Arrangements aufgewertet und einem dramatisch angehauchten Gesangsstil, den man mit etwas Fantasie auch schon im Medieval Folk gehört haben könnte; hier jedoch ohne esoterischen Anstrich. Hinzu setzt RUELLE vorsichtige bis vollmundige Rhythmen und Beats ein, die das Ganze flüssiger sowie songdienlicher machen und vor allem die Musik insgesamt mehr erden. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #50

Undo - "Undo"Undo – "Undo"
Indie Rock, Punk Rock (Eigenproduktion, 2017)

Eine flotte Mischung haben UNDO auf ihrem Debüt fabriziert. Deutlich beeinflusst von Bands der mittleren und frühen 1980er Jahre haben sie sich einem Stil verschrieben, den sie richtig gut beherrschen und entsprechend gekonnt rüberbringen. Zwischen dezentem Spät-Punk und gelösten Indie-Sounds der Marke frühe THE CURE oder ECHO & THE BUNNYMEN haben sie sich eingenistet und zelebrieren diese Welle auf ihre ganz eigene Art und Weise, ohne direkt zu kopieren. Sie greifen den Flair der vergangenen Zeiten auf und transportieren diesen gelungen in die heutige Zeit. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #46

Moon Duo - "Occult Architecture Vol. 2"Moon Duo – "Occult Architecture Vol. 2"
Psychedelic, Indie Pop (Sacred Bones Records, 2017)

Das dynamische MOON DUO trumpft mit seinem zweiten Teil der okkulten Architektur auf. Natürlich geht es wieder psychedelisch zu und ebenfalls teilen sich elektronische Tasteninstrumente und Gitarren das Hauptaugenmerk. Im Gegensatz zum Vorgänger sind auf Teil 2 lediglich fünf Stücke enthalten, die jedoch durch Überlänge glänzen und dadurch den psychedelischen Aspekt wunderbar ausreizen. Insgesamt wirkt dieser Teil ein wenig geschmeidiger und fast schon lieblich. Man hat nicht selten das Gefühl, zurück in den 60ern zu sein, wäre da eben nicht der Einsatz der Synthesizer. Die perfekte Ergänzung zum ersten Teil und somit unbedingt im Doppelpack zu empfehlen! ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #36

Cloud Nothings - "Life Without Sound"Cloud Nothings – "Life Without Sound"
(Wichita Recordings Ltd., 2017)

Fetzigen Indie Rock schmettert die Truppe aus Cleveland in die Runde und weiß dabei zu gefallen. Beginnt die Platte zunächst etwas üblich und fast schon gewöhnlich, entpuppt sie sich nach und nach und zeigt somit erst mit zunehmender Spieldauer ihre Stärken. Abwechslungsreich konzipiert bedienen CLOUD NOTHINGS sämtliche Facetten des Indie Rocks und behalten dabei stets den roten Faden im Visier. Der energische, stellenweise fast schon rausgerotzte Gesang bringt dabei zusätzlichen Schwung ins Spiel. Am Ende des Albums wagt sich die Band mit "Realize My Fate" sogar in experimentelle Gefilde und entwirft eine Art Indie-Noise. Ein sehr stimmiges Album, das mit zunehmenden Durchläufen seine Feinheiten preisgibt. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #25

Cat's Eyes - "Treasure House"Cat's Eyes – "Treasure House"
(Raf Records, 2015)

Ein paar freche Mädels in Cordschlaghosen, fluffige Frisuren, herzerfrischende, kurze Rollis, die den Bauchnabel blitzen lassen und dazugehörige Jungs in engen Jeans (natürlich auch mit Schlag), langen Haaren und buschigen Koteletten; das alles passiert auf einer Blumenwiese, tanzend natürlich. Wir sind also wieder in den wilden 60's, dank CAT'S EYES zumindest, die uns mit ihrem dritten Album ein Revival des damals angesagten Radio-Sounds bieten. Heute heißt sowas mittlerweile Indie Pop. Der Wechselgesang der Geschlechter passt wunderbar zur auf alt getrimmten Musik, die mitunter auch in enem Tarantino-Film hätte Verwendung finden können. Besonders, wenn die Stücke reduziert daherkommen und die Atmosphäre das tragende Element bildet, wie bei "Everything Moves Towards The Sun", erreicht "Treasure House" seine Höhepunkte. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #17

Human Eye - "4: Into Unknown"Human Eye – "4: Into Unknown"
Post-Punk (Goner Records, 2013)

Eigenwillig schräge Post-Punk-Nummern liefern HUMAN EYE mit ihrem Album ab. Gesang wie aus dem Blechkasten; erinnert an die 1970er Jahre, als Punks das Mikrofon als Spielzeug entdeckt haben. Rockabilly-Hall lässt grüßen. Die Gitarren freaken sich herrlich quietschig durch die Songs und lassen deutlich erkennen, dass diese Platte ein ganz eigenes Gebräu ist. Stellenweise könnte man sogar die Begriffe Space Rock oder Pschedelic verwenden, wäre da nicht diese punkige Rotzigkeit im Sound. Geil auf alt getrimmt, pfeifen HUMAN EYE mit und durch ihre Musik auf alles, was derzeit angesagt ist. Sie rocken sich auf ihre ganz eigene Art und Weise durch ihr Album und gelten als Zeugen dafür, dass es da draußen noch ganz viel Musik gibt, die nicht angepasst ist und dass es Bands gibt, die sich um nichts anderes scheren, als um die Umsetzung ihrer ganz eigenen musikalischen Visionen. Gut so! ⇒ weiterlesen

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Jahrespoll 2015 – Ein Jahr voll guter Musik (Matthias)

Jahrespoll 2015

Das Jahr 2015 war für mich musikalisch ein außerordentlich starkes Jahr. Es gab viele viele gute, einige sehr gute und sogar ein paar außerordentlich starke Veröffentlichungen, die sich schnell in die Spitze meines Geschmacksolymps gespielt haben. Spannend ist für mich, dass ich den guten alten Indie Rock wiederentdeckt habe. Nachdem ich jahrelang vordergründig ältere Bands aus diesem Genre gehört habe,  war es nun an der Zeit, auch jüngeren Kapellen und Künstlern eine Chance zu geben. Dadurch habe ich viele neue Perlen entdeckt und mich mit Musik und Bands beschäftigt, die mir teilweise bislang nur vom Namen her bekannt waren. Dank Bandcamp und ähnlichen Seiten, hat man die Möglichkeit, vorher, also vor dem kompletten Anhören der Veröffentlichung, grob mit der Musik warm zu werden oder eben nicht. Dadurch kann man schonmal den ersten Aufwand filtern und unnötige und zeitverschwendende Komplettdurchläufe vermeiden. ⇒ weiterlesen

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The Cure – "Disintegration"

Elegischer Wall of Sound

The Cure - "Disintegration"THE CURE ist eine Band mit vielen Gesichtern. Sie hatten Phasen, in denen sie Indie, Wave und (Post-)Punk vermischten oder nur New Wave mit ein paar elektronischen Spielereien. Gothic, Alternative, Shoegaze und auch eine Prise Pop gehören ebenfalls zu ihrem Repertoire und trotzdem hören sich THE CURE immer nach THE CURE an, egal, was sie nun als Hauptelement auf ihrem jeweiligen Album verwenden. "Disintegration" ist dabei etwas besonderes, spezielles, etwas außerordentlich intensives. Für viele Fans wurde das Album in der Hochphase der Band veröffentlicht, die von "Kiss Me Kiss Me Kiss Me" (1987) und "Wish" (1992) umrahmt wurde und deren Mittelpunkt "Disintegration" darstellt. Mit dem Folgealbum "Wild Mood Swings" (1996) ging es danach etwas bergab, bis sich THE CURE erst vier Jahre später mit "Bloodflowers" wieder freischaufelten. ⇒ weiterlesen

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Orax – "Until The End"

Bewährte Qualitäten

Orax - "Until The End"Kontinuität im Sound wird beim Italiener ORAX groß geschrieben. Gut ein Jahr und zwei Singles nach seiner letzten EP "After Death" hat er erneut dieses handliche Format gewählt, um sieben neue Tracks in gewohnter ORAX-Qualität vorzustellen. Ohne große Veränderungen im Sound, was in seinem Fall genau richtig ist, denn den hat er bereits sehr früh gefunden.

Mit dem ersten Track "Rising" geht buchstäblich die Sonne auf. Mehr als nur für ein bloßes Intro serviert er hier lebhafte Ambientklänge, die mich persönlich an µ-Ziq erinnern. ⇒ weiterlesen

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Future – "Horizons"

Album vs. EPs

Future - "Horizons"Ausgerechnet auf der "Reverb Conspiracy" Compilation hatten sie sich verirrt. Eine Coldwave-Überraschung aus Paris inmitten all der Psychedelic-Acts. Vom Fleck weg begeistert beschäftigte ich mich umgehend mit ihren EPs ("Stay Behind", "Abyss", "Side Effects"), die meinen mehr als positiven Eindruck umso mehr festigten. Mit Spannung erwartete ich daher das Langdebüt "Horizons" – und ich muss ehrlich zugeben, es hat mich etwas kalt erwischt.

Zunächst einmal zur Einordnung: FUTURE werden völlig zurecht mit Vorschußlorbeeren bedacht, zurecht als hoffnungsvolle, aufstrebende Band angesehen. Sie vermengen den kühlen, teils sterilen Charme von End-80er Coldwave mit Weltschmerz-Melancholie, mechanischem Synthpop und Noise ⇒ weiterlesen

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Neon Droid – "Ordinary Neon"

1. Mai 2015 | Musikrezensionen | 2 Comments
Alles andere als 'ordinary'

Neon Droid - "Ordinary Neon"Zoltan Gabor, der English-man from Budapest, war bis vor einiger Zeit als BLASTA aktiv, nun agiert der Londoner Producer stilecht mit Sonnenbrille und Neonbart, ohne sich dabei als ausschließlicher Retrokünstler zu verstehen. Für ihn ist elektronische Musik ein konstanter Strom, in dem er Vergangenheit und Gegenwart zusammenbringen will, während er sich gleichzeitig in dem Kreislauf befindet, bei dem sich beide Seiten gegenseitig beeinflussen. Das zeigt sich an seinen Inspirationen, zu denen auch ziemlich angesagte Acts aus dem Hier und Jetzt wie KAVINSKY gehören. Alben wie "Ordinary Neon" verkörpern die musikalische DNA, die unsterblichen Gene, die sich durch alle Generationen ziehen. ⇒ weiterlesen

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Torul – "The Measure"

30. April 2015 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Synthpop aus Slowenien

Torul - "The Measure"Das fleißige Trio aus der slowenischen Hauptstadt stellt mit "The Measure" sein viertes Album vor – mit einem ziemlich schrägen Cover. Dass TORUL sich aber nicht zu farbenfrohen, psychedelischen Höhenflügen aufschwingen, zeigen sie gleich im ersten Track "Lonely Night". Schön düster, elektronisch, das Neonlicht beginnt im Dunkel der Nacht zu flackern. Damit ist der Boden für die Reise bereitet, die mit "The Balance" hörbar in die 80er driftet. ⇒ weiterlesen

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