• Aquilus – „Griseus“Ein richtig schönes Album (sofern man das überhaupt bei dieser Art Musik so sagen darf), majestätisch, erhaben, schwermütig, aber auch bitter und... (Matthias)
  • Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
"Stoner Rock"

Jahrespoll 2017 – Alt und neu (Matthias)

Jahrespoll 2017

Sprüche wie "wie die Zeit rennt…" späre ich mir jetzt mal, obwohl ich's ja durch die Ankündigung, es nicht zu erwähnen, irgendwie grad doch gebracht hab. Was soll's…
Mit zunehmendem Alter erscheinen viele Dinge nicht mehr so starr und ich grenze mich weniger ab, man wird offener und auch genügsamer. Natürlich trifft dies auch auf das Musikhören zu und so kommt es verstärkt vor, dass mich Alben oder ganze Stile begeistern, denen ich vielleicht noch vor zehn Jahren kaum einen Funken Aufmerksamkeit geschenkt hätte. Das bedeutet natürlich auch, dass sich durch die Erweiterung des eigenen musikalischen Spektrums die Vielfalt der zu hörenden Bands und Künstler deutlich erhöht. Und so habe ich 2017 für mich, neben etlichen ganz neuen oder bislang noch nicht für mich entdeckten Bands, auch eine ganze Menge alten Stoff wiederbelebt. 2017 war für mich ein Musikjahr, in dem das Früher (alles bis 1990) und Heute (ab 2010) gleichermaßen behandelt wurde und beides gleichwertig stattgefunden hat. Natürlich habe ich auch Musik aus der Phase zwischen den genannten Zeitangaben gehört, aber mein Schwerpunkt lag eindeutig  (unabsichtlich übrigens) auf "alt" und "neu". ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #86

Death Bells - 2017 - Standing At The Edge Of The WorldDeath Bells – "Standing At The Edge Of The World"
Post-Punk (Funeral Party, 2017)

Diese Australier wissen, wie man Post-Punk mit Biss spielt. Mit (natürlich!) angedüstertem Ambiente, schrillen sowie verträumten Gitarrenmelodien, rollendem Bass, kantigen Drumbeats und leicht unterkühltem Gesang schlagen sie genau in die Kerbe, die man mit dem Begriff Post-Punk in Verbindung bringt. Dabei springen einem beim ersten und vielleicht auch beim zweiten Durchlauf nicht unbedingt Hits entgegen und doch besitzt die Musik der Debütanten etwas anziehendes, das man gerne noch einmal auflegt. Ob es die Erinnerungen an die kauzigen End-80er sind oder einfach nur der Umstand, dass DEATH BELLS gut sind, ohne dass man darüber nachdenken muss warum, spielt keine Rolle; Hauptsache es gefällt. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #69

16. September 2017 | Kurz notiert » Musikrezensionen | Keine Kommentare

Wren Kitz - "Dancing On Soda Lake"Wren Kitz – "Dancing On Soda Lake"
Experimental, Ambient, Psychedelic, Folk (NNA Tapes, 2017)

Wenn man sich Musik anhört und sehr schnell merkt, dass sie einen auf besondere Weise herausfordert, dann gibt es selten das Ergebnis, dass sich der 'Like-Faktor' im Mittelmaß einpendelt. Herausfordernde Musik polarisiert meistens. Entweder man geht in der Musik auf oder man hasst sie! Oder aber man hört WREN KITZ und weiß gar nicht so recht, was man damit anfangen soll. Echo- und Hallspiele mit Gitarrenpickings, ausgedehnte Ambient-Collagen, Traumspiele, Akustikgitarren, die Folk-Flair versprühen und ebensolcher Gesang, der mal einsam, mal mehrstimmig seine Runden zur oft -auf den ersten Blick- ziellos wirkenden Musik dreht. "Dancing On Soda Lake" ist ein Album, dem viele Review-Schreiber eine Note verweigern würden, weil sie nicht wissen, wie man so etwas (natürlich wie immer subjektiv) bewertet. Und tatsächlich ist das nicht so einfach… ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #65

Smidley - "Smidley"Smidley – "Smidley"
Indie Rock, Indie Pop (Triple Crown Records, 2017)

Das als Spielwiese ins Leben gerufene Projekt des FOXING-Sängers Conor Murphy hat er nach seinem Hund benannt. Gemeinsame Sache macht er dabei mit Leuten von SORORITY NOISE, DR DOG und TIGERS JAW. Die Mischung aus Indie Rock mit vielen poppigen Melodien und Ideen ist durchaus gelungen. Der Gesang ist allerdings stellenweise etwas gewöhnungsbedürftig, da Murphy gerne mal in Falsett singt, was leider nicht zu seinen Stärken zählt, da seine Stimme dabei nicht sonderlich einladend, sondern auf längere Dauer nervig klingt. Wer leichte Kost bevorzugt und Musik gerne hört, ohne sich großartig darum zu kümmern, was passiert und einfach nur die Stimmung aufsaugen möchte, dürfte mit SMIDLEY gut bedient werden. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #62

The Babe Rainbow - "The Babe Rainbow"The Babe Rainbow – "The Babe Rainbow"
Psychedelic Rock, Pop, Garage Rock (Flightless Records, 2017)

Ein Blick auf das Cover, etwas Fantasie und bestenfalls eine eigene Hippie-Vergangenheit lassen schnell erkennen, worum es bei dieser Band aus Byron Bay in Australien geht. Flower Power und Hippie-Sounds stehen ganz oben auf der Agenda bei und, das muss ganz klar gesagt werden, sie machen ihre Sache so herzerfrischend gut, dass man aus dem Schmunzeln kaum noch heraus kommt. Manchmal ist man sich nicht sicher, ob die das wirklich leben und ernst meinen oder ob sie den Hippie-Style mit ihrer Musik einfach nur karikieren. Ist aber auch alles egal, denn Fakt ist, dass "The Babe Rainbow" nicht nur eine klasse Scheibe zum Blümchenpflücken ist, sondern auch die denkbar beste musikalische Untermalung für das Rollen einer würzigen, ähem, Tüte ist. Ya know… ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #60

Surf Curse - "Nothing Yet"Surf Curse – "Nothing Yet"
Indie Rock, Alternative Rock (Danger Collective Records, 2017)

Geht flotter Chill-out? Ja, geht! SURF CURSE kombinieren musikalische Energie mit entspannten Gitarrenparts (verträumtes Picking, lockeres Geschrabbel) und wave-artigen, zackigen Beats. Dabei wirken sie so herrlich echt und unverbraucht, dass es regelrecht Spaß bereitet, die Musik zu hören. Man könnte für die Produktion auch die aktuelle Bezeichnungsform Lo-Fi benutzen, obwohl diese bei manchen auf unterproduzierte Musik schließen lässt, was im Falle von "Nothing Yet" einfach nicht richtig wäre. Selbst, wenn sie fröhlich drauflos scheppern, simpel umher brummeln und gern auch mal schäbig rocken, besitzen SURF CURSE eine Art elegante, gehobene Einfachheit, die sie mit unterschwelliger Melancholie anreichern. Wir bleiben lebendig! SURF CURSE helfen dabei. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #53

Mock Orange - "Put The Kid On The Sleepy Horse"Mock Orange – "Put The Kid On The Sleepy Horse"
Indie Rock, Alternative Rock (Topshelf Records, 2016)

Geil, was die Amis von MOCK ORANGE auf ihrer sechsten Scheiblette fabrizieren. Staaten-geprägter Indie Rock trifft auf bratzigen Alternative der alten Schule und wird durch hippiemäßig erhöhten Gesang abgerundet. Stets mit einem Schwung gut gelaunter Melancholie (ha!) und wohlig wärmender Sonne im wallenden Haar, zelebriert die Band ein wahres Fest an schrabbeligem Gitarrenrock mit dezentem Collegeflair, nur in anspruchsvoll. "Put The Kid On The Sleepy Horse" ist die Platte, die man nicht umgehen oder gar übersehen sollte, wenn man auf gute Musik steht. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #20 – Extrem hörbar

10. September 2016 | Kurz notiert » Musikrezensionen | Keine Kommentare

The Lion's Daughter - "Existence Is Horror"The Lion's Daughter – "Existence Is Horror"
Sludge Metal, Post-Metal, Black Metal (Season Of Mist, 2016)

Schwer einzuordnen sind diese Extrem-Metaller aus St. Louis/USA. Irgendwo zwischen Sludge, nur in flotter Variante, ein paar Black-Metal-Einflüssen, nur in schwerer Variante sowie etwas Post-Metal und Hardcore, nur in… OK, lassen wir das. Der Sänger klingt saumäßig angepisst. Es kratzt und kokelt im Mikro, so angefressen tönt es aus den Boxen. Immer wieder werden dabei kleine aber feine Melodien eingeflochten, die dem Ganzen die Schnittmenge zwischen Post- und -Metal ermöglichen. Erinnert manchmal an TOMBS, nur in garstig. Keine einfache Scheibe, aber dafür auch eine mit hohem Wiedererkennungswert. Öfter gehört, entfaltet diese Platte viele starke Momente, die man auch durch häufiges Hören nicht klein kriegt. ⇒ weiterlesen

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Les Lekin – "All Black Rainbow Moon"

8. Juli 2015 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Wüste, Mond und Sterne

Les Lekin - "All Black Rainbow Moon""Inspiriert von der Wüste, dem Mond, dem Sand und dem Raum." Und genau so klingen sie auch, die Salzburger. Unter diesem Motto vereinigt das Trio, bestehend aus Peter G. (Gitarre), Stefan W. (Bass) und Kerstin W. (Schlagzeug), alles was heavy und stoned macht. Ihr Album passt zur Hitze dieser Tage, unter der Asphalt und Schienen gebraten werden und sich gleichzeitig eine Weltraumsonde vor der Haustür von Pluto befindet. LES LEKIN richten ihren Blick zu den Sternen, doch am wohlsten fühlen sie sich immer noch auf staubigem Boden. ⇒ weiterlesen

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Bantoriak – "Weedooism"

Kurzweiliger Stoner-Doom-Psychedelic-Trip

Bantoriak - "Weedooism"Aus dem Tempel in die Wüste, unter den leuchtenden Sternenhimmel, spült uns der Gitarrenstrom von BANTORIAK. Der Italiener Izio Orsini debütiert hier mit einer kurzweiligen Platte, auf der Musik fast schon wie ein Ritual zelebriert wird. Stoner, Doom und Psychedelic Rock fusionieren hier zu einem harmonischen, abwechslungsreichen Trip mit Vintage-Flair. Kein Wunder, werden hier doch ausschließlich altes, analoges Equipment und sogar selbstgebaute Instrumente genutzt.

Nachdem wir den Tempel betreten haben, geht es mit "Lysergic Tantra" schon ziemlich deutlich Richtung staubige Steppenlandschaften. ⇒ weiterlesen

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Kayleth – "Space Muffin"

20. März 2015 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Stoned in Space

Kayleth - "Space Muffin"Die Cyborg-Dame wartet am Strand, die Weiten des Universums erstrahlen über ihr, spiegeln sich im Glanz der Pyramiden, und gleich öffnet sich das kosmische Tor… nein wirklich, ein todschickes Cover haben sich die Italiener da besorgt. Während auf ihrer "Survivor" EP noch Wüstensurfing angesagt war, geht die Reise auf ihrem neuen Album eindeutig zu den Sternen. Und dabei backen wir "Space Muffins", für die sich im intergalaktischen Burnout Wüstensand mit Sternenstaub vermischen. ⇒ weiterlesen

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Karma To Burn / Sons Of Alpha Centauri – "Six/66 Split"

Split zum Dritten

Karma To Burn / Sons Of Alpha Centauri - "Six/66 Split"Bereits zum dritten Mal treffen sich die Instrumentalrocker auf einer 7"-Split. Auf der einen Seite die Band aus den Appalachen, auf der anderen die Südengländer. 2010 gab's für Kitchen Dweller mit "Fourteen / Sixty Five" das Stelldichein, und das funktionierte offenbar so gut, dass man sich letztes Jahr auf der Tour-Split "53 / 71" erneut begegnete. Nun die unheilige Allianz zum Dritten mit "Six / 66", zwei erwartungsgemäß staubigen Rockern aus der Wüste. ⇒ weiterlesen

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Matthias' Alben des Monats: Dezember 2014

1. Januar 2015 | Alben des Monats » Polls | Keine Kommentare

Fallujah - "The Flesh Prevails"

FALLUJAH – The Flesh Prevails
Unique Leader Records, 2014

Technical Progressive Future Deathcore Metal? Klingt bescheuert, ich weiß, aber es trifft auf die Musik auf "The Flesh Prevails" durchaus zu. Die Kalifornien-Amerikaner FALLUJAH besitzen das vorzügliche Können, diverse Spielarten des extremen Metals so einwandfrei miteinander zu verweben, dass sie im Begriff sind, eine eigene kleine Nische zu erschaffen. Elemente aus dem Technical Death Metal (die spielerische Finesse) werden mit minimalen Anflügen von Deathcore (vordergründig der Sound) und Progressive Metal (der stilistische Blick über den Tellerrand, besonders in den Instrumentalpassagen) verwoben. Wenn dazu noch die Endzeit-futuristisch klingenden Keyboard-Flächen und -Melodien den Liedern ihre Atmosphäre einhauchen, ist der Gesamteindruck perfekt. Herausragendes Album. ⇒ weiterlesen

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Brant Bjork – "Gods & Goddesses"

30. Dezember 2014 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Bläulich entspannter Highway-Trip

Brant Bjork - "Gods & Goddesses"BRANT BJORK war bekanntlich der Kesseldrescher bei KYUSS bzw. ist es noch bei VISTA CHINO, der Nachfolgetruppe zu genannten Wüstengöttern. Wie es sich für einen gestandenen Musiker gehört, ist der Herr natürlich auch solo unterwegs und hat seit 1999 unter seinem eigenen Namen bereits etliche Alben veröffentlicht. Sein bis dato letzter Alleingang ist "Gods & Goddesses", mit dem er einmal mehr den bekannten Wüstenrock erweitert und durchaus eigene Klangnoten setzen kann. Wer jedenfalls denkt, dass der Mann nur zu KYUSS-Blaupausen fähig ist, der irrt ganz gewaltig. ⇒ weiterlesen

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Electro Baby – "Flies Are Happy About Coyote Shit"

14. Dezember 2014 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Southern Staubigness

Electro Baby - "Flies Are Happy About Coyote Shit"Mit 13 Jahren Bandaktivität kann man sich ruhigen Gewissens das Veteranen-Patch auf die Kutte nähen. ELECTRO BABY aus Karlsruhe machen ziemlich schnell deutlich, dass sie auch mit ihrem mittlerweile fünften Album das Rocken nicht verlernt haben. Nach einem kurzen aber stimmungsvollen Akustikintro geht es mit "The Old Fighting Juice" wie von ihnen gewohnt in die Vollen. Aber trotzdem ist etwas anders. ELECTRO BABY haben mehr denn je den Blues getankt und begeben sich mit "Flies Are Happy About Coyote Shit" auf eine ausgedehnte Reise durch die Wüste. ⇒ weiterlesen

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