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Exxasens – “Eleven Miles” (10,00 / 10)
valerie renayTake a look! http://www.youtube.com/watch?v =vViinMt156s
MEAuch hier gilt: die Version mit Bonus greifen! ‘Age Of Creation’ ist ein wunderbarer Achterbahn-Track,...
MEAuch für dieses Album gilt: die edle Digifassung mit Bonustrack ‘Tired Bones’ (lässig-schwerer...
Stoner Rock
Electro Baby – “Evilution”
Staub in der Auslaufrille
Ich kann mir nicht helfen, aber wenn El Matador losröhrt, erinnert mich das irgendwie an ‘Marshl’ von den deutschen Brachialdoomstern UNBOUND. So richtig brachial geht es bei ELECTRO BABYs neuester Platte allerdings nicht zu, dafür eher mit einer Arschcoolness, die nur durch das passende Bandfoto im kultigen 70er BMW getoppt wird. “Speye” war schon ein deftiger Roadmovie-Soundtrack, aber für “Evilution” haben sich die fünf Rocker endlich mal die passende Karre ausgewählt.
Aus den Lautsprechern dampft es derweil in gewohnter Lautstärke. Auch wenn manchen Leuten bei ihnen der spezielle Kick fehlt, so schätze ich an ELECTRO BABY ihre Gesamtwirkung. 
Farflung – “A Wound In Eternity”
Raumschiffe im Wüstensand
Eine Wunde für die Ewigkeit. Mondkrater, Canyons auf dem Mars, stumme Zeugen von gewaltigen Explosionen auf Yucatan – all das mag verblassen, wenn die Seele tiefe Schrammen erhält. Wenn FARFLUNG aus dem sonnigen Los Angeles sich in unsere Hirnwindungen eingraben, dann klingt das in etwa so, als wären ELECTRIC MOON und HAWKWIND auf Raumpatrouille. Allerdings nicht in der Nähe von Orion, sondern eher unter dem kühlen Sternenhimmel vom Death Valley. Trips schmeißen, Gras rauchen, Gas geben und den Wüstensand ins Gesicht peitschen lassen – so ungefähr fühlt sich die Platte an. 
Been Obscene – “Night O’Mine”
Staub, Farben und klarer Nachthimmel
Mit BEEN OBSCENE hatte ich bisher andere Assoziationen als mit psychedelisch angehauchtem Rock. Liegt hauptsächlich daran, dass die Österreicher mit ihrem Debüt 2010 vollständig unter meinem Radar weggetaucht sind. Zwischenzeitlich konnte ich mich allerdings versichern, dass die vierköpfige Band aus Salzburg mit ihrem neuen Album “Night O’Mine” nochmal hörbar einen draufgelegt hat und sich spätestens ab jetzt jeder eindeutigen Kategorisierung entzieht.
Die unheimliche, mysteriöse Stärke, die nicht nur die Atmosphäre dieser Langrille auszeichnet, ist vor allem ihre Vielfalt. 
Sungrazer – “Sungrazer”
The dark side of the sun
Rock aus den Niederlanden? Da denke ich mit Freude an PESTILENCE und ASPHYX, die Götter des melodiösen Baumfällens. Nun, aus Oranje kommt weit mehr. Denn die Holländer SUNGRAZER haben es mit dem gleichnamigen Debüt zur Maxime gemacht, mit Wabersounds, fein psychedelischen Klangteppichen und Gesang, jawohl, Gesang!!! der Sorte PINK FLOYD, KYUSS oder auch den Grenzgängern von ELECTRIC MOON aufzuwarten. 
Yog-Sothoth – “Hypnotic Crushery”
Hypnotische Donnerschläge
“Hypnotic Crushery” ist das erste Album von YOG-SOTHOTH und der Titel könnte anbetrachts der gebotenen Kost kaum besser gewählt sein. Die Band selbst beschreibt ihre Musik nämlich so: “Die Formel lautet wie folgt: Schreibe ein Riff, vielleicht zwei, füge donnernde Drumbeats sowie mehrere Schichten mit fetten und schrägen Gitarrensoli hinzu, Effekt-Lärm, Theremin-Zauberei und wiederhole alles so lange, bis der gewünschte Effekt erreicht wird.” 
Place Of Skulls – “As A Dog Returns”
Dröhnende Schwere des Südens
Seit dem letzten Lebenszeichen “The Black Is Never Far” sind vier Jahre in den Süden gezogen. Nun melden sich die Südstaatler PLACE OF SKULLS mit “As A Dog Returns” zurück. Die Mischung ist erdig, kernig, auch brachial zum Teil. Im Opener “The Maker” regiert Doom, und zwar der der besten Sorte. Die Gitarren sind tief gelegt, sensen langsam, aber effektiv. “Breath Of Life” eröffnet akustisch, atmosphärisch; immer hallt dumpfes Gebrumme hinter den stählernen Akkorden. Der Gesang gefällt mir sehr, denn weder haben wir es mit einem Kastrat noch einem Messiah Marcolin-Epigon zu tun. 
Seventh Void – “Heaven Is Gone”
Die neue SOUNDGARDEN?
Kenny Hickey? Jhonny Kelly? Da war doch was? Richtig, die beiden US-Buben waren Gitarrist und Schlagzeuger bei den verblichenen TYPE O NEGATIVE. SEVENTH VOID nennt sich ihre neue Kombo und selbige ist mitnichten als Nachfolger der Kultband zu verstehen. Denn im Gegensatz zu Petes (R.I.P.!) Flüster-, Hauch und charismatisch dunklen Vocals setzen SEVENTH VOID auf ausdrucksstark nölende Gesänge der Sorte Chris Cornell oder Robert Plant, darüber und darum herum türmen die Musiker felsiges Riffing nach Art von Toni Iommi und erinnern somit durchaus bisweilen an BLACK SABBATH in deren Dio-Phase. 
Tracker – “How I Became An Alien”
Oszillierender Psychowüstencocktail
Sulatron-Dave hat schon ein feines Händchen. Hätte ich raten müssen, wo er TRACKER ausgegraben hat, hätte ich womöglich instinktiv auf die Insel getippt. Allerdings klingen sie gar nicht mal so britisch, es könnten auch die staubigen Great Plains in den Staaten sein. Auch nicht? Was sagt der Telefonjoker? “Kein Anschluß unter….” – na prima. Ich gebe mich geschlagen und lese: Österreich. Sie sind vielleicht nicht die erste Band mit diesem Namen, aber wohl die erste in ihrem Heimatland, die einen derart schrägen Sound zusammenschraubt. 
Kylesa – “Spiral Shadow”
Die Wüste bebt
Am schönsten ist es doch, wenn man ein Album einlegt, nicht so wirklich weiß oder ahnt, was einen erwartet und man dann auch noch begeistert von dem ist, was man zu hören bekommt. Selbst, wenn es erst nach dem zweiten oder dritten Male richtig funkt, es wird dann einen Grund gegeben haben, warum man das Album doch nochmal und nochmal auflegen musste, bis die Lunte eben Feuer gefangen hat. Mit mir und KYLESA verhielt es sich ähnlich. Die Band war mir bis dato als Name zwar geläufig, jedoch habe ich mich zuvor nicht mit ihrer Musik beschäftigt, geschweige denn mich überhaupt dafür interessiert. 
Clouds – “We Are Above You”
Zwischen den Stühlen
CLOUDS aus Boston verschreiben sich einer Mischung aus Alternative Rock, etwas Stoner Rock, bissel Punk-Feeling und einem Schuss klassischem Rock. Das Ganze verweben sie zu einem funktionierenden Geflecht, das ineinander greift und jedem der genannten Stile für sich den Raum gibt, sich zu entfalten. Andersherum fabrizieren sie auch eine spannende Aneinanderreihung aus genannten Zutaten und wechseln fröhlich von Part zu Part unter den Stilen hin und her. Dabei gehen CLOUDS allerdings überhaupt nicht so wolkig vor, wie es ihr Name vielleicht suggerieren mag, sondern mitunter laut und ungestüm, ab und an etwas ruhiger aber nicht leise und oftmals kernig und vollmundig. 
Electro Baby – “Speye”
Stoner, Baby!
Die deutschen Rocker ELECTRO BABY sind bisher an mir vorbeigegangen, und das wo sie doch schon seit Jahren unterwegs sind. “Speye” ist jedenfalls schon Album Nummer Vier. Auf den ersten Blick dachte ich, dass mich etwas in der Art von Horror Punk erwartet, und auch wenn im ersten Song “The Arrival” sogar ein zarter Hauch von diesem Flair mitschwingt, werden hier ganz andere Saiten geölt. ELECTRO BABY stehen für energiegeladene Mischung aus Hard und Stoner Rock und einer Prise ursprünglichen Heavy Metals, und “Speye” ist wie ein wilder Trip durch ausgedörrte Landschaften, über zerbröselnde Highways, hinein in blutrote Sonnenuntergänge. 
Cathedral – “The Guessing Game”
Der Fremde im Zug, letzte Passage
Ein düsteres Intro mit Babygeschrei führt in das sperrige, mutig als Opener eingesetzte “Funeral Of Dreams”. Sowas können sich nur die Buben von CATHEDRAL einfallen lassen. Dorian setzt Akzente mit seiner stoisch monoton agierenden Klarstimme; es hagelt Breaks, seltsame Wendungen, Jazz, Zirkus, Doom, immer wird an der Wahnsinnsschraube gedreht. Zugänglich klingt anders. Lee Dorian und Co. schert das nicht. Die Hammonds erinnern kurz an DEEP PURPLES “Child In Time”, hört gut hin und ihr versteht, wetten? Haben wir die Verrücktheit des Openers hinter uns, erscheint das “Painting In The Dark”. Nun legen die Briten los, Bass, Drums, Gesang, heavy, stoned, griffig, geil! Der Chorus bremst ein, sehr gewöhnungsbedürftig. Aber gut! 
These Monsters – “Call Me Dragon”
(Un)Geordnetes Wirrwarr der Stile
Man nehme einen großen Topf, werfe ein wenig Punk hinein, würzt dominant mit saftigem Stoner Rock nach, garniert mit einem Hauch Jazz (Saxophon und Düdelei) und veredelt mit Post- und Progressive-Rock-Elementen, schon hat man eine wunderbar bunte Suppe voller exotischer Überraschungen, die trotzdem stimmig wirken. Das Beste daran ist jedoch, dass die Zutaten frisch gepflückt worden und nicht einfach nur ein alter Aufguss kalten Kaffees sind. THESE MONSTERS vermischen ihre Stilmittel homogen und anspruchsvoll, verzetteln sich dabei auch nicht in unkontrollierten Genreübergängen oder Halbherzigkeiten, sondern sie wissen genau, was sie machen; und sie machen es mit Schwung und Elan. 
Baroness – “Blue Record”
Das nächste Mal bitte “Black Release”!
BARONESS reichern Siebziger-Hardrock gerne mit Sludge und Stoner-Elementen an, wie wir bereits auf dem “Red Album” erfahren durften. Gleiches gilt auch für die neueste Veröffentlichung der Band “Blue Record”. Nun, DEEP PURPLE, THE DOORS oder LED ZEPPELIN wurden mit Sicherheit früher ausgiebig gehört. Und BLACK SABBATH zu Ozzy-Zeiten natürlich. Ausgiebiges Quälen der überdehnten Saiten wird mit ordentlich Groove gemischt; den Originalitätspreis für kompositorische Spitzenleistungen werden BARONESS so allerdings kaum erwerben können, klar. 
Asteroid – “II”
Peace!
Schlaghosen wie umgedrehte Trompetenpflanzen, verknotete Hemden in türkis, Haare bis zum Rücken und Sonnenbrillen Sorte US-Jagdpilot, bunt bemalte Kleinbusse mit Peace-Zeichen, Mandalas, freie Liebe auf dem Dach desselben, der Duft nach Marihuana und dazu Musik von JEFFERSON AIRPLANE, CREAM, VELVET UNDERGROUND und WISHBONE ASH… Woodstock? Nein, weit gefehlt. Doch das ist die Stimmung, in die uns ASTEROID auf ihrem Zweitalbum, simpel “II” betitelt, versetzen wollen. Denn diese Schweden (was sonst?) sind der Inbegriff des Wortes ‘Retro’. Man kann kaum glauben, diese Musik auf das Jahr 2010 zu datieren. 







