• N/A

  • Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)
"Sludge"

Kurz notiert #64 – Extrem hörbar

The Vomiting Dinosaurs - "Exoplanets"The Vomiting Dinosaurs – "Exoplanets" EP
Death Metal, Thrash Metal, Sludge Metal, Grindcore (Grimoire Records, 2017)

Was erbrechende Dinosaurier mit Exoplaneten zu tun haben, wissen wohl nur die aus aus Winchester/Virginia stammenden Musiker selbst. Soll uns aber auch nicht weiter stören, denn ihre Neun-Track-EP ist mit rund 15 Minuten Spielzeit ein herrlich altbackener Mix aus Rumpel-Death-Metal, etwas Thrash, Sludge und Grindcore. Roh und ungeschliffen und speedmäßig trotz allem stets überschaubar, rappeln sich die Jungs durch die Platte. Alles ist recht simpel gehalten und nichts davon musikalisch unbekannt, trotzdem besitzt die Musik bzw. versprüht die Band eine angenehme Sympathie, die es einfacher macht, sich dem Stoff zu nähern und ihn gut zu finden. ⇒ weiterlesen

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Emma Ruth Rundle – "Marked For Death"

Sehnsucht, Schmerz und Tod

Emma Ruth Rundle - "Marked For Death"Die amerikanische Sängerin und Gitarristin ist manchen eventuell von ihren Bands THE NOCTURNES oder besonders von MARRIAGES, die mit "Salome" (2015) ein sehr gutes Albumdebüt vorgelegt haben, her bekannt. Auch für ihr Mitwirken bei den Post-Rockern RED SPAROWES, bei denen unter anderem Ex-ISIS-Musiker beteiligt sind, dürfte sie einigen geläufig sein. "Marked For Death" ist nach ihrem eher simplen, experimentellen Einstand "Electric Guitar One" (2011) und dem gelungenen "Some Heavy Ocean" (2014) ihr drittes Soloalbum, mit dem sie, soviel darf vorweggenommen werden, ihr bisheriges Schaffen qualitativ um Längen übertroffen hat. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #31 – Extrem hörbar

Palehorse - "Looking Wet In Public"Palehorse – "Looking Wet In Public"
(Truthseeker Music, 2016)

Na sowas, kaum hatten die londoner Briten PALEHORSE im Juli 2016 ihr viertes Album an den Start gebracht, wurde auch schon die Auflösugs bekannt gegeben. Dabei birgt ihr schmutziger Sludge-Doom durchaus viel Potential und vermutlich hätte sich die Band perspektivisch äußerst positiv entwickelt, aber nun ja, wenn sie halt nicht wollen… "Looking Wet In Public" besitzt einen räudigen, dreckigen Sound mit viel Wumms und vor allem die beiden knarzenden Bass-Klampfen regeln alles. Der sehr fiese Kreisch- und Schreigesang bohrt sich regelrecht in die Gehörgänge und transportiert die verbale Apokalypse. Auch wenn sich der eine oder andere Part auf dem Album etwas zieht, ist das Teil unter Strich ganz gut gelungen. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #20 – Extrem hörbar

10. September 2016 | Kurz notiert » Musikrezensionen | Keine Kommentare

The Lion's Daughter - "Existence Is Horror"The Lion's Daughter – "Existence Is Horror"
(Season Of Mist, 2016)

Schwer einzuordnen sind diese Extrem-Metaller aus St. Louis/USA. Irgendwo zwischen Sludge, nur in flotter Variante, ein paar Black-Metal-Einflüssen, nur in schwerer Variante sowie etwas Post-Metal und Hardcore, nur in… OK, lassen wir das. Der Sänger klingt saumäßig angepisst. Es kratzt und kokelt im Mikro, so angefressen tönt es aus den Boxen. Immer wieder werden dabei kleine aber feine Melodien eingeflochten, die dem Ganzen die Schnittmenge zwischen Post- und -Metal ermöglichen. Erinnert manchmal an TOMBS, nur in garstig. Keine einfache Scheibe, aber dafür auch eine mit hohem Wiedererkennungswert. Öfter gehört, entfaltet diese Platte viele starke Momente, die man auch durch häufiges Hören nicht klein kriegt. ⇒ weiterlesen

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Jahrespoll 2015 – Ein Jahr voll guter Musik (Matthias)

Jahrespoll 2015

Das Jahr 2015 war für mich musikalisch ein außerordentlich starkes Jahr. Es gab viele viele gute, einige sehr gute und sogar ein paar außerordentlich starke Veröffentlichungen, die sich schnell in die Spitze meines Geschmacksolymps gespielt haben. Spannend ist für mich, dass ich den guten alten Indie Rock wiederentdeckt habe. Nachdem ich jahrelang vordergründig ältere Bands aus diesem Genre gehört habe,  war es nun an der Zeit, auch jüngeren Kapellen und Künstlern eine Chance zu geben. Dadurch habe ich viele neue Perlen entdeckt und mich mit Musik und Bands beschäftigt, die mir teilweise bislang nur vom Namen her bekannt waren. Dank Bandcamp und ähnlichen Seiten, hat man die Möglichkeit, vorher, also vor dem kompletten Anhören der Veröffentlichung, grob mit der Musik warm zu werden oder eben nicht. Dadurch kann man schonmal den ersten Aufwand filtern und unnötige und zeitverschwendende Komplettdurchläufe vermeiden. ⇒ weiterlesen

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Chelsea Wolfe – "Abyss"

4. November 2015 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Tiefer in den Abgrund

Chelsea Wolfe - "Abyss"Zwei Jahre nach ihrem vorzüglichen Album "Pain Is Beauty" (2013) meldet sich die Amerikanerin Chelsea Wolfe mit einem weiteren Meisterwerk namens "Abyss" zurück. Meine anfängliche Skepsis, ob sie ihr letztes Werk toppen könnte, ist nach zwei bis drei Durchläufen verschwunden. "Abyss" braucht ein wenig um sich zu entfalten, da die aus Sacramento/Kalifornien stammende Musikerin erneut einen Haken geschlagen hat und ihrer experimentellen Ader freien Lauf ließ. Keines ihrer Albem klang bislang gleich, aber der Sprung von "Pain Is Beauty", mit seinem elektronischen Einschlag und experimentellen Goth-Folk-Art-Rock, hin zum experimentellen Sludge-Monster "Abyss" ist ein so enormer, dass sie fast Gefahr lief, alte Fans zu vergraulen. Aber ist es nicht genau das, was man an Künstlern so liebt? Der Mut zur Veränderung unter Beibehaltung seiner persönlichen musikalischen Markenzeichen. Chelsea Wolfe ist dieses Kunststück perfekt gelungen. ⇒ weiterlesen

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Tempel – "On The Steps Of The Temple"

24. März 2015 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Stilfreudiges Post-Metal-Duo

Tempel - "On The Steps Of The Temple"Das Duo aus Phoenix, Arizona hat eine ziemlich lange Entwicklungszeit hinter sich. Ursprünglich waren TEMPEL mal mehr als zwei, ursprünglich  standen auch die Buchstaben im Namen noch etwas anders, und ursprünglich war ihr musikalisches Spektrum wohl auch noch erheblich kleiner. Das hat sich im Verlauf von gut zehn Jahren mächtig erweitert, wie sie auf ihrem Debüt ziemlich klanggewaltig unter Beweis stellen.

Wo steht der Tempel? Während das Cover nach China zeigt, erinnert mich die schwarzmalerische Atmosphäre im ersten monumental-brachialen Track "Mountain" an die australischen RUINS. ⇒ weiterlesen

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Doom Division – "Train Rolls On"

17. Februar 2015 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Mit Groove und Blues

Doom Division - "Train Rolls On"Aus Stuttgart und Umgebung kommen irgendwie immer Bands mit Gravitationsbonus. Schwerlastigkeit wird hier mit dicken, fetten Bleilettern geschrieben. So auch bei DOOM DIVISION, die sich gut fünf Jahre nach ihrem ersten Demo zum ersten offiziellen Album aufgerafft haben. Die damaligen Vergleiche mit CROWBAR müssen wohl ein bißchen an ihnen genagt haben, mehr Eigenständigkeit war daher das Ziel. Dennoch ist man mit den Amis (ebenso PANTERA und DOWN) gar nicht mal so falsch gepolt, was die Inspirationen betrifft. ⇒ weiterlesen

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Mastodon – "Blood Mountain"

10. Dezember 2014 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Wirbelwinde auf dem Blutberg

Mastodon - "Blood Mountain"Erstaunlich stürmisch läuten die Dinosaurier MASTODON "Blood Mountain" ein und machen gleich zu Anfang eindringlich klar, dass sie sich weder limitieren noch in eine bestimmte Ecke drängen lassen. Der Opener "The Wolf Is Loose" ist eine Mischung aus Hardcore-Vibes und dem typisch, leicht progressiven MASTODON-Spiel. "Crystal Skull", mit NEUROSIS-Sänger Scott Kelly als Gast,  poltert ebenfalls relativ ungestüm aber weniger flott über den Äther und lässt geistige Verbindungen zu KING CRIMSON wach werden. "Sleeping Giant" erscheint ebenso wie der Folgetrack "Capillarian Crest" sehr verspielt, mit vielen Fills der Drums und etlichen Breaks. Eine sanfte Version von THE DILLINGER ESCAPE PLAN könnte man sagen, wobei der direkte Vergleich selbstverständlich hinkt. Die Gitarren spielen ein Hammering nach dem anderen und es dudelt und jault an allen Ecken. ⇒ weiterlesen

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Obscure Sphinx – "Void Mother"

8. Dezember 2014 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Schlammige Gipfelstürmer

Obscure Sphinx - "Void Mother"Die aus Polen stammende Formation OBSCURE SPHINX konnte bereits in Band Contests überzeugen, gewann auf Festivals (angeblich) die Hörerschaft für sich und hat mit "Anaesthetic Inhalation Ritual" (2011) und dem vorliegenden "Void Mother" zwei Alben veröffentlicht, die in der breiten Print- und Online-Presse fast durchweg überzeugen konnten. Hochgelobt in den höchsten Tönen sind OBSCURE SPHINX der neue Stern am Sludge-Himmel, heißt es, die Nachwuchs-Combo schlechthin, die neue Perle der Szene und so weiter und so weiter… Warum die Band ihre Sache gut aber nicht genial macht und warum "Void Mother" nicht die Überbombe ist, wie vielerorts nachzulesen ist, steht in den folgenden Zeilen, die im Übrigen kein Verriss darstellen, sondern den Szene-Hype um die Band etwas relativieren sollen. ⇒ weiterlesen

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Matthias' Alben des Monats: November 2014

6. Dezember 2014 | Alben des Monats » Polls | Keine Kommentare

Ghost Brigade - "IV-One With The Storm"

GHOST BRIGADE – IV: One With The Storm
Season Of Mist, 2014

Anfangs war ich etwas skeptisch, ob die Finnen GHOST BRIGADE mit dem Nachfolger zu "Until Fear No Longer Defines Us" ein ähnlich starkes Album abliefern können, hatte besagter Vorgänger doch einige herausragende Sternstunden an Bord. Spätestens ab dem dritten Durchlauf konnte mich "IV – One With The Storm" dann auch vollends überzeugen und orgelt hier seitdem schön regelmäßig durch die Anlage. Ein klasse Album, das sauber zwischen eingängigen Melodien, musikalischer härte und Schwere angesiedelt ist. Irgendwo zwischen Post-Metal und… tja, einfach selbst rausfinden.

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The Ocean – "Aeolian"

20. November 2014 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Brachiales Riffmonster

The Ocean - "Aeolian"Vorweg muss ganz klar gesagt werden, dass "Aeolian" in der Diskographie von THE OCEAN ein klein wenig mit Vorsicht gesehen werden muss, beinhaltet es doch nicht die Aspekte der Musik, die man von der Band bzw. von Kreativkopf und Gitarrist Robin Staps erwartet. Überraschend harsch und aggressiv erscheint die Scheibe und prügelt sich weitestgehend gnadenlos durch die volle Spiellänge ohne auch nur einmal sanft mit der Wimper zu zucken. "Aeolian" ist Gewalt pur und wenn man als Vergleich den Vorgänger und kleinen Bruder  "Fluxion" oder auch spätere Alben wie "Heliocentric" oder "Pelagial" vor Ohren führt, ist das schon ein ziemlicher Unterschied zu dem was hier passiert. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #4

Clinton Affair - "Passions / Passions II"Clinton Affair – "Passions / Passions II"
Pop (Eigenproduktion, 2014)

Ein Spanier auf dem Nostalgie-Trip. CLINTON AFFAIR aus Madrid fährt mit dem DeLorean zurück in die 80er und 90er, und steckt das beste aus Pop, R&B, Softporno-Soundtracks und Miami Vice in den Mixer. Heraus kommt eine Mischung aus Remix, Collage, Loops – "Passions" ist sozusagen feinstes Pop-Sampling. Gesangsfragmente treffen auf neu arrangierte Beats, und zwischendurch werden eigene sehnsuchtsvolle Melodien eingewebt. Hier reiht sich ein déjà-vu an das Nächste, ständig ertappt man sich beim Wühlen in der eigenen, mentalen Erinnerungskiste, wo man denn diese eine Melodie, diesen einen Songfetzen schon mal gehört hat. ⇒ weiterlesen

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Thaw / Echoes Of Yul – "Split"

19. Oktober 2014 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Zwei Mal Schwergewicht

Thaw / Echoes Of Yul - "Split"Diese zwei Bands passen wie die Faust auf's Auge. Da hätten wir THAW, die auf ihrem Debütalbum letztes Jahr einen ziemlich coolen Bastard aus (Post-)Black Metal, Doom und Drones kreiert haben. Und dann natürlich ECHOES OF YUL, die hier schon einige Male Thema waren. Zwei Schwergewichte aus Polen, die schon in Form von Remixes gegenseitig Fühlung aufgenommen hatten. Nun sind sie auf einer Split-EP vereint, die wenig überraschend auf Albumlänge kommt. ⇒ weiterlesen

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Herder – "Gods"

30. August 2014 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Die Groninger Scheißhaus-Walze

Herder - "Gods"Auf ihrer Facebook-Seite beschreiben die niederländischen Sludge-Metaller HERDER ihren Heimatort abfällig mit 'Groningen Shithole'. Ob diese Bezeichnung tatsächlich treffend formuliert ist, vermag ich nicht zu beurteilen, durchaus aber, dass sich das intensive, harsche Gefühl hinter dieser Äußerung auch in der Musik auf ihrem zweiten Album "Gods" wiederfindet. Die Musiker schenken sich demnach nichts und zerfetzen die Ohren des Hörers mit wuchtigen Doom-, Stoner- und Sludge-Salven, die sich gewaschen haben. Definitiv haben HERDER im direkten Vergleich zu ihrem gleichnamigen Debüt von 2011 noch eine Schippe drauf gelegt und klingen reifer, feiner aber auch wuchtiger und insgesamt vollmundiger. ⇒ weiterlesen

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