• Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)
"Singer-songwriter"

Ryley Walker – "Golden Sings That Have Been Sung"

14. September 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Brücke in die Vergangenheit

Ryley Walker - "Golden Sings That Have Been Sung"Völlig aus der Zeit gerissen und deshalb umso herausragender ist die Musik des amerikanischen Singer-Songwriters RYLEY WALKER, denn er besitzt die Gabe, Stile unter einen Hut zu bringen, die man in der Regel eher separat kennt und hört. Er webt Indie Rock-, Jazz-, Folk- und Singer-songwriter-Ideen zu einem harmonisierenden Geflecht zusammen und klingt dabei nicht einfach nur in Ordnung, sondern außerordentlich gut. Das Resultat transportiert durchaus ein wenig Nostalgie, so als ob das Album ein Dachbodenfund ist, man es auflegt und plötzlich wieder den Geist längst vergangener Zeiten einatmet. WALKER stammt aus Chicago und genau so klingt das Album, zumindest aber so, wie man sich die Musik der Stadt in den 1960ern und -70ern vorstellen möchte. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #68

12. September 2017 | Kurz notiert » Musikrezensionen | Keine Kommentare

Thunder Dreamer - "Capture"Thunder Dreamer – "Capture"
Indie Rock (6131 Records, 2017)

THUNDER DREAMER aus Indiana vermischen Indie- und Post-Rock mit etwas Pop, gekleidet in ein vorsichtig schwermütiges Gewand aus Molltönen mit größtenteils eher zurückhaltendem Gesang. Sie halten ihre Musik leicht und unkompliziert und setzen vordergründig auf die Wirkung der Atmosphäre. Unverzerrtes Gitarrenpicking und locker-flockige Drumbeats, die sich niemals in den Vordergrund drängeln, bilden dabei das Haupterscheinungsbild. Am Rande zum Easy-Listening birgt "Capture" vielleicht nicht soviel an Tiefe, als dass man es unzählige Male genießen könnte, als gelegentliche Beschallung für entspannte Momente am frühen Abend aber durchaus geeignet. Wohlfühlen inklusive. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #65

Smidley - "Smidley"Smidley – "Smidley"
Indie Rock, Indie Pop (Triple Crown Records, 2017)

Das als Spielwiese ins Leben gerufene Projekt des FOXING-Sängers Conor Murphy hat er nach seinem Hund benannt. Gemeinsame Sache macht er dabei mit Leuten von SORORITY NOISE, DR DOG und TIGERS JAW. Die Mischung aus Indie Rock mit vielen poppigen Melodien und Ideen ist durchaus gelungen. Der Gesang ist allerdings stellenweise etwas gewöhnungsbedürftig, da Murphy gerne mal in Falsett singt, was leider nicht zu seinen Stärken zählt, da seine Stimme dabei nicht sonderlich einladend, sondern auf längere Dauer nervig klingt. Wer leichte Kost bevorzugt und Musik gerne hört, ohne sich großartig darum zu kümmern, was passiert und einfach nur die Stimmung aufsaugen möchte, dürfte mit SMIDLEY gut bedient werden. ⇒ weiterlesen

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Craig Finn – "We All Want The Same Things"

12. August 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Geschichten des Lebens

Craig Finn - "We All Want The Same Things"Musik bietet immer dann etwas besonderes, wenn sie eigen(willig), nicht austauschbar und gern auch ein wenig kauzig klingt. Wenn es dem Künstler bzw. den Künstlern dabei gelingt, gute Songs mit lyrischer und musikalischer Aussagekraft zu schreiben, die bei aller Eigenständigkeit nicht in avantgardistische Schrägheiten abdriften, ist das Ergebnis grundsätzlich als gelungen zu bezeichnen. Ob es dann gefällt oder nicht, ist dabei natürlich immer Geschmackssache; ebenso wie beim avantgardistischen Krach übrigens. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #60

Surf Curse - "Nothing Yet"Surf Curse – "Nothing Yet"
Indie Rock, Alternative Rock (Danger Collective Records, 2017)

Geht flotter Chill-out? Ja, geht! SURF CURSE kombinieren musikalische Energie mit entspannten Gitarrenparts (verträumtes Picking, lockeres Geschrabbel) und wave-artigen, zackigen Beats. Dabei wirken sie so herrlich echt und unverbraucht, dass es regelrecht Spaß bereitet, die Musik zu hören. Man könnte für die Produktion auch die aktuelle Bezeichnungsform Lo-Fi benutzen, obwohl diese bei manchen auf unterproduzierte Musik schließen lässt, was im Falle von "Nothing Yet" einfach nicht richtig wäre. Selbst, wenn sie fröhlich drauflos scheppern, simpel umher brummeln und gern auch mal schäbig rocken, besitzen SURF CURSE eine Art elegante, gehobene Einfachheit, die sie mit unterschwelliger Melancholie anreichern. Wir bleiben lebendig! SURF CURSE helfen dabei. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #57

Pillow Talk - "This Is All Pretend"Pillow Talk – "This Is All Pretend"
Indie Rock, Post-Punk (Animal Style Records, 2017)

Weinerlich melancholisch ist der Rock von Sänger Joshua Cannon und seiner Truppe aus Memphis. Dabei wird nahezu in jedem Lied der Gesang elektronisch akzentuiert, was man in der Regel von angesagten Pop- und sogenannten R'n'B-Künstlern her kennt. Dieser Vocal-Effekt kann manchmal nett wirken, in jedem Lied eingesetzt überstrapaziert er allerdings ein wenig den Kitschfaktor. Musikalisch ist die Indie-Seite schön ausgelotet und gerne streifen PILLOW TALK auch mal ein ganz klein wenig die Shoegaze-Ecke, ohne jedoch tatsächlich darin aufzugehen. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #53

Mock Orange - "Put The Kid On The Sleepy Horse"Mock Orange – "Put The Kid On The Sleepy Horse"
Indie Rock, Alternative Rock (Topshelf Records, 2016)

Geil, was die Amis von MOCK ORANGE auf ihrer sechsten Scheiblette fabrizieren. Staaten-geprägter Indie Rock trifft auf bratzigen Alternative der alten Schule und wird durch hippiemäßig erhöhten Gesang abgerundet. Stets mit einem Schwung gut gelaunter Melancholie (ha!) und wohlig wärmender Sonne im wallenden Haar, zelebriert die Band ein wahres Fest an schrabbeligem Gitarrenrock mit dezentem Collegeflair, nur in anspruchsvoll. "Put The Kid On The Sleepy Horse" ist die Platte, die man nicht umgehen oder gar übersehen sollte, wenn man auf gute Musik steht. ⇒ weiterlesen

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Emma Ruth Rundle – "Marked For Death"

Sehnsucht, Schmerz und Tod

Emma Ruth Rundle - "Marked For Death"Die amerikanische Sängerin und Gitarristin ist manchen eventuell von ihren Bands THE NOCTURNES oder besonders von MARRIAGES, die mit "Salome" (2015) ein sehr gutes Albumdebüt vorgelegt haben, her bekannt. Auch für ihr Mitwirken bei den Post-Rockern RED SPAROWES, bei denen unter anderem Ex-ISIS-Musiker beteiligt sind, dürfte sie einigen geläufig sein. "Marked For Death" ist nach ihrem eher simplen, experimentellen Einstand "Electric Guitar One" (2011) und dem gelungenen "Some Heavy Ocean" (2014) ihr drittes Soloalbum, mit dem sie, soviel darf vorweggenommen werden, ihr bisheriges Schaffen qualitativ um Längen übertroffen hat. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #43

Surfer Blood - "Snowdonia"Surfer Blood – "Snowdonia"
Indie Rock (Joyful Noise Recordings, 2017)

Die locker flockige, positive Stimmung, die das vierte Album von SURFER BLOOD wiedergibt, ist regelrecht erstaunlich, bedenkt man, dass Gitarrist Thomas Fekete nur wenige Monate zuvor verstorben ist und einige der Songs vermutlich bereits in diesem Zeitraum entstanden sind. Aber irgendwie auch gut, sich von der Endgültigkeit eines Ablebens nicht runterziehen zu lassen. Die Jungs aus Florida machen genau die Musik, die man sich vorstellt, wenn man die Strände und sonnigen Plätze ihres Herkunftsortes West Palm Beach vor Augen hat. Lieder, die Wärme, gute Laune und viel positive Energie enthalten und diese an den Hörer weitergeben. Selbst, wenn man diese gebündelte Feierlichkeit nicht in jedem Moment vertragen kann, wird sich immer wieder ein Augenblick finden, in dem genau diese Art Musik die richtige ist. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #39

Genau - "Genau"Genau – "Genau"
(Eigenproduktion, 2017)

Leicht macht es einem das Duo, bestehend aus Christopher Belkofer und Erik Gosnell aus Milwaukee, Wisconsin, U.S.A., absolut nicht. Im Februar 2016 bringen sie eine selbstbetitelte EP heraus, ziemlich genau ein Jahr später ein selbstbetiteltes Album. Schonmal versucht den Begriff "Genau" zu googeln? Genau… Man kommt überall hin, aber garantiert nicht auf die Website der Band, die sich soundmäßig in den Goth-Welten der 198er Jahre aufhält. Simpel aber stimmig gestrickt, mit etwas düsterem Ambiente belegt und mit einer Produktion ausgestattet, die kaum noch in die heutige Zeit passt, gelingt es der Band, längst vergangene Zeiten wieder aufleben zu lassen. ⇒ weiterlesen

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Marissa Nadler – "Strangers"

Leidenschaft und Seele

Marissa Nadler - "Strangers"Ob man als ehemalige Studentin der visuellen Kunst die dabei erworbenen Fähigkeiten sowie den erweiterten Blick auf das eigene Schaffen auch auf die Musik übertragen kann, ist wohl eine offene Frage. Fakt ist, hört man die Alben der amerikanischen Sängerin und Song-Schreiberin, dass in ihnen eine Menge Herzblut und enorm viel Tiefe steckt. Natürlich wird diese Intensität auch durch ihr liebliche, manchmal säuselnde, engelsgleiche Stimme begünstigt, aber trotzdem ist dies nicht alles, was ihre musikalische Kost zu etwas besonderem macht. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #28

Slothrust - "Of Course You Do"Slothrust – "Of Course You Do"
(Ba Da Bing!, 2014)

Grunge ist nicht tot. Unsinn, wer sagt sowas? Und er wird sogar in Brooklyn gespielt. Unter anderem vom Trio SLOTHRUST, deren Frontfrau, Sängerin und Gitarristin Leah Wellbaum hier das Zepter in der Hand hält und sich in bester Manier der alten Alternative-Schule in Szene setzt. Leicht schnoddriger Gesang, gerne mal etwas schief, aber nie krumm, in Kombination mit rauhem Rock, irgendwo zwischen Alternative mit poppigen Melodien, aber mit Grunge-Produktion. Hört sich  komisch an? Ist es nicht! "Of Course You Do" klingt dabei wunderbar unangepasst und losgelöst von derzeitigen musikalischen Trends. Auch wenn Klassen wie die von MUDHONEY oder frühen PIXIES nicht erreicht werden, stehen SLOTHRUST ganz eindeutig in den Startlöchern, wenn es um die Aufmerksamkeit von Liebhabern schlabbrigen Rocks geht. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #23

Fews - "Means"Fews – "Means"
(PIAS, 2016)

Verkauft werden sie erstaunlicherweise unter dem Banner Post-Punk, tatsächlich aber gibt es auf dem Debüt von FEWS psychedelischen Indie Rock zu hören. Ich habe keinen blassen Schimmer, warum hier so unnötig mit der angesagten Formel Post-Punk geworben wird, in der Musik auf "Means" findet man ihn höchstens ansatz- bzw. auszugsweise. Vielversprechender sind allerdings die Psychedelic-Elemente, die ganz extrem im achtminütigen Abschluss-Track zur Geltung kommen. Gitarrengeräuschorgien und eine angenehme Monotonie im flotten Tempo lassen einen völlig dahintreiben. Man findet diese Idee, Psychedelic und Indie zu mischen, über das gesamte Album verstreut, jedoch nie so exessiv, wie beim Rauswerfer. Insgesamt ein rundes, richtig gutes Album. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #21

Wolf Alice - "My Love Is Cool"Wolf Alice – "My Love Is Cool"
(Dirty Hit, 2015)

Es gibt noch frische Musik am Indie-Himmel. Die Londoner Formation WOLF ALICE hat nach einigen EPs mit "My Love Is Cool" ein Debütalbum veröffentlicht, das einerseits freundlich gesinnte, fast schon niedliche Töne mit (sich ein)schleichender Melancholie ("Swallowtail") verbindet. Zwischen fenfühligem Indie Rock und leicht poppgen Melodien haben Sängerin Ellie Rowsell und ihre Jungs einen richtig guten Mittelweg gefunden. Sie zeigen, dass gute, tiefer gehende Musik auch leicht sein kann und keine musikalische Schwere benötigt. Spannend an dem Album ist, dass es mit zunehmender Spieldauer immer intensiver und dichter wird. Von der freundlichen Begegnung bis zum emotionalen Fallenlassen.  ⇒ weiterlesen

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Swans – "The Gate"

16. Februar 2016 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Auftakt zum letzten Akt?

Swans - "The Gate"Mit "The Gate" erscheint der Auftakt zum finalen Werk der jetzigen personellen Formation der SWANS, welches für die Veröffentlichung im Mai 2016 angekündgt ist. Erneut soll vorliegendes Pre-Album, ebenso wie seinerzeit auch schon "I Am Not Insane" als Vorbote zu "My Father Will Guide Me Up A Rope To The Sky", "We Rose From Your Bed With The Sun In Our Head" als Stimmungsmacher für "The Seer" und "Not Here / Not Now" als Vorspiel zu "To Be Kind", Geschmack auf das kommende, noch unbetitelte Werk der New Yorker Avantgardisten um Michael Gira machen. Ob dies dann, wie eingangs angedeutet, tatsächlich das letzte offizielle Album sein wird, das die Band veröffentlicht, bleibt abzuwarten. ⇒ weiterlesen

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