• valerie renayTake a look! http://www.youtube.com/watch?v =vViinMt156s
  • MEAuch hier gilt: die Version mit Bonus greifen! ‘Age Of Creation’ ist ein wunderbarer Achterbahn-Track,...
  • MEAuch für dieses Album gilt: die edle Digifassung mit Bonustrack ‘Tired Bones’ (lässig-schwerer...

Shoegaze

Seven Nines And Tens – “Habitat 67″

Full spectrum dominance

Har-har, was für eine markige Überschrift, und aufgrund ihrer militärischen Bedeutung eigentlich völlig unpassend für Musik – aber hey, das ist Sprache, das ist Metaphorik, und in punkto ‘Spektrum’ kann man den Kanadiern von SEVEN NINES AND TENS wirklich nichts vormachen. An fast jeder Ecke wird man hier als Hörer eines Besseren belehrt, weil Erwartungen immer trügerisch sein können. Was erwartet man z. B. von Post-rockenden Bands? Und was von solchen, die gern noch eine große Schippe harte, metallische Riffs obendrauf packt?

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Pacific UV – “Weekends”

18. April 2012 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Medizin für die Seele

PACIFIC UV aus der hellenischen Stadt Athens im US-Staat Georgia lassen sich gern Zeit. Ganze vier Jahre dauert es im Schnitt, bis die Band einen neuen Langspieler zusammengezimmert hat. Aber anstatt sich in Diskussionen über Richtungs- und Stilfragen hoffnungslos zu verkrachen, scheint die Band am Ende immer zu einem Konsens zu gelangen, der sie dann zu höchsten Weihen der international anerkannten Musikpresse führt. Gut Ding will eben Weile haben.

Mit “Weekends” steht nun Album Nummer Drei auf der Matte. Zunächst fällt das originelle Design ins Auge, doch nach erstem Genuss muss man feststellen, dass die Platte nicht nur optisch wie Medizin daherkommt.

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Brother Sun, Sister Moon – “Brother Sun, Sister Moon”

13. April 2012 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Alicia Merz meets advanced electronics

Mal abgesehen vom renommierten Label, welches diesen Ruf schon lange genießt – der Name Alicia Merz scheint sich allmählich als Qualitätsgarant zu erweisen. Mit ihrem eigenen Projekt BIRDS OF PASSAGE hat sie bereits äußerst hörenswerte Arbeiten abgeliefert, und wenn sie mit anderen Musikern zusammenarbeitet, läuft das ziemlich fruchtbar und vielversprechend. BROTHER SUN, SISTER MOON ist nun die neueste Kollaboration, inspiriert vom Film über Franz von Assisi, dieses Mal mit Gareth Munday (ROOF LIGHT), der vor allem für Trip-hop, erwachsen gewordenen Dubstep und Garagesounds bekannt ist. Wer jetzt denkt, “Merz’ verträumte Klanglandschaften und Mundays Elektronik?” – richtig, das könnte nicht nur interessant werden, das ist es auch.

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The Declining Winter – “Goodbye Minnesota”

20. November 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Musikalische Postkartengrüße

Angefangen hatte es ja eigentlich mit Hip Hop aus der Zukunft. Oder wenigstens der Vision davon, wie man sie handelsüblich von Bands aus Leeds geliefert bekommt. Oder auch nicht. Es folgte eine sehr elektronisch dominierte EP, doch die eigentlich interessante Seite von THE DECLINING WINTER tritt zutage, wenn Bandkopf Richard Adams die Gitarre auspackt.

Auf dem Debütalbum “Goodbye Minnesota” serviert er größtenteils instrumentalen Indie Rock mit Singer-Songwriter-Qualitäten

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International Karate – “More Of What We’ve Heard Before Than We’ve Ever Heard Before”

14. November 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Es gibt ein Leben nach dem Post-Rock

Sie mussten sich verändern. Nicht weil sie es nötig gehabt hätten, sondern weil sie es wollten. Den Australiern hat es nach einigen rein instrumentalen Alben im Standard Post-rock-Format so sehr in den Händen und Füßen gekribbelt, dass fortan neue Wege beschritten werden sollten. Wege, die dabei viel tiefer in die Materie und viel stärker in die Menschen an den Instrumenten eindringt. Das Ergebnis kann sich absolut hören lassen, denn “More of What We’ve Heard Before Than We’ve Ever Heard Before” ist ein gelungener Ausbruch aus dem steifen Korsett von Post-Rock Klischees und instrumentalem Singsang.

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Aun – “Phantom Ghost”

26. Oktober 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Willkommen im neuen Universum

WOW. Das war mein erster Eindruck, aber nicht etwa nach Hören dieser Platte, sondern bereits nach den ersten Sekunden. Sekundenbruchteile fragte ich mich noch, ob dies wirklich das neue Album von AUN ist, doch dieser Gedanke war sinnfrei wie überflüssig: Da lag sie vor mir, die edel gestaltete Digihülle, auf der unmißverständlich der Name des kanadischen Duos steht. AUN konnten mich zuletzt vor einem Jahr mit ihrem cinematischen Konzeptalbum “Black Pyramid” begeistern – jetzt, ein Jahr später sind sie wirklich ganz woanders. Weg aus New York 2095, ohne Raumschiffe und außerirdische Gottheiten.

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Birds Of Passage and Leonardo Rosado – “Dear And Unfamiliar”

20. Oktober 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Träume im Äther

Kennt noch jemand die großartigen TRANSIENT WAVES? Mehr als zehn Jahre lang habe ich mich gefragt, ob es jemals eine Band schaffen könnte – wenn es schon das Trio aus Dearborn nicht mehr tut – noch einmal so bezaubernd schöne, regelrecht himmlische Musik voll engelsgleicher Anmut auf einem Tonträger festzuhalten. Wer das letzte, im Nachhinein betrachtet viel zu kurz geratene Werk “Sonic Narcotic” noch in guter Erinnerung hat, weiß, dass derlei spirituell angehauchte Superlative kein bisschen übertrieben sind. Mehr als zehn Jahre lang – und dann kommt ein Album wie “Dear And Unfamiliar” um die Ecke.

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Jesu – “Ascension”

24. September 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
December Now

Eigentlich sind JESU-Reviews die Sache meines Kollegen Matt. Insofern ist es eine Ausnahme, dass meine Wenigkeit das neueste Opus des Ausnahmekönners aus England, Justin Broadrick, bespricht. Ausnahme? Nur in editorischer Hinsicht, denn in Matts Jubel über diese außergewöhnliche Musik stimme ich voll mit ein und hoffe sehr, mit meinem Review diese tolle Band bzw. diesen unvergleichlichen Künstler (und das ist er wirklich) der geneigten Leserschaft näher zu bringen. Doch nun genug der Vorrede, hin zur Musik.

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Hypomanie – “A City In Mono”

Auf der Suche…

Aus Holland kommt das Ein-Mann-Projekt HYPOMANIE und der alleinige Herrscher hat sich eigenen Angaben nach einer melancholischen Form des Black Metals verschrieben, bzw. einer modernen Form, mittlerweile auch Post-Black-Metal getauft. Meiner bescheidenen Meinung nach ist das kompletter Unsinn, denn von Black Metal gibt es hier genausoviel zu hören wie Napalm-Riffs bei Jürgen Drews. Nur, weil mal 6/8 gespielt werden, bedeutet das noch lange nicht, dass der Spirit Black Metal bedient. Vielmehr geht es hier um einfachen, auf Atmosphäre angelegten, angedunkelten Post-Rock mit leichten Metal-Einflüssen, die aber weniger nennenswert sind.

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Iroha – “Iroha”

Wenn der Schwan mit dem Christenkind…

IROHA aus Birmingham/Großbritannien stammen aus dem Umfeld von GODFLESH und JESU, was man definitiv auch am musikalischen Ergebnis erkennt, bzw. die Herkunft davon ableiten kann. IROHA-Kopf Andy Swan hat bereits mit Justin Broadrick (JESU, GODFLESH, Ex-NAPALM DEATH) eine gemeinsame musikalische Vergangenheit hinter sich. Beide haben 1983 das experimentelle Elektronikprojekt FINAL ins Leben gerufen, das heutzutage zwar auch noch besteht, jedoch von Broadrick alleine geführt wird.

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Explosions In The Sky – “Those Who Tell The Truth Shall Die, Those Who Tell The Truth Shall Live Forever”

28. April 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Musik zum Träumen

Diese Band gehört unumstritten zu den Favoriten der Post-Rock-Szene. EXPLOSIONS IN THE SKY haben bislang mit jedem Album punkten können und aufgezeigt, wie intensiv und eindringlich schön diese Art Musik sein kann. Besonders ihr zweites Album “Those Who Tell The Truth Shall Die, Those Who Tell The Truth Shall Live Forever” stellt dabei eine herausragende Leistung dar. Vordergründig im Bereich der Laut-/Leise-Dynamik entwickeln die Musiker hier eine beeindruckende Intensität, die sich so manch andere Genre-Band wünschen würde. Nicht umsonst wird die Musik der Band allzu oft kopiert oder mindestens als Einfluss genannt.

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Our Ceasing Voice – “When The Headline Hit Home”

16. April 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Symbiotische Traumreise

Es ist immer wieder schön anzuhören, wenn Bands die Grenzen eines Genres überschreiten und eigentlich Stilfremde Elemente miteinander verweben und ein funktionierendes Ganzes erschaffen, das vielleicht nicht unbedingt neu, dafür aber in sich stimmig und wohlklingend ist. OUR CEASING VOICE aus Österreich beherrschen diese Gabe überraschend gut und können mit ihrer Musik auf “When The Headline Hit Home” schnell und unkompliziert begeistern. Obwohl begeistern eventuell nicht das richtige Wort ist, sondern vielmehr ist ihre Musik aufgrund der transportierten emotionalen Tiefe eher einlullend und verzaubernd. Eine vertonte, himmlische Reise durch schöne Sounds und warme Melodien.

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Nadja – “Sky Burial”

Anstrengend und fesselnd zugleich

Aidan Baker und Leah Buckareff sind wohl unbestritten als Meister des Drone (-Metal und -Rock) zu bezeichnen. Nicht so simpel wie SUNN O))) aber dennoch keineswegs weniger intensiv. bezeichnend ist bei NADJA, dass es hier vordergründig um die Vermittlung von Atmosphäre und eben Feeling geht. Spieltechnische Finessen darf und sollte man nicht erwarten, denn diese sieht dieser Stil nicht vor, sondern eher, dass mit den genutzten Instrumenten eine kleine oder auch große Klangwelt erschaffen wird, die alleine für sich wirken und den Hörer eben in ihren atmosphärischen Bann ziehen soll.

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Muir – “Lay Down In The Light”

Sanfte Töne zum Entspannen

Es gibt im Bereich Post-Rock mittlerweile verschiedene Ausrichtungen und auch gewisse etablierte Standards. Selbst, wenn letzteres Wort etwas lieblos klingt, muss man eingestehen, dass es gewisse stiltypische Erscheinungen gibt, die sich einfach immer wieder wiederholen. So gibt es die Art Post-Rock, die verspielt ist, aufgeschlossen, weniger melancholisch und offen in alle Richtungen, aber auch eben den sogenannten Shoegaze-Style, wenn man vor Schwermut kaum noch den Boden unter den Füßen findet. Manches davon wird mit Beats und voll instrumentiert vorgetragen, andere Bands beschränken sich dabei auf Bass und Gitarre oder eben nur Gitarren, was dann schon wieder ein wenig in Richtung Ambient tendiert.

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Fragment. – “Fragment.”

10. März 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Vater, vergib Ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun

Fragment. - "Fragment."Hört man dieses Album ohne auf das Cover zu schauen und den Band-Namen zu lesen, könnte man fast meinen, es mit einem älteren Release von Justin Broadricks JESU zu tun zu haben, so verblüffend ähnlich ist die Musik. In der Regel müsste man diese Art des fast schon frechen Nachahmens mit einer saftigen Ohrfeige eiskalt abwatschen, denn wer braucht ein lupenreines Plagiat, wenn man gleich das Original einlegen kann? Im Falle FRAGMENT. muss man allerdings von der Vehemenz des Ablehnens solcher Trittbrettfahrer ein wenig abrücken, denn sie, bzw. er (FRAGMENT. ist das Einmannprojekt des Franzosen Thierry Arnal) macht seine Sache erstaunlich gut und bringt nicht einfach nur Zweite-Wahl-Musik, sondern wirklich gut und durchdacht arrangierte Songs.

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