• Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)
"Shoegaze"

Kurz notiert #77

Amber Arcades - "Fading Lines"Amber Arcades – "Fading Lines"
Indie Rock, Indie Pop, New Wave (Heavenly, 2016)

Die Niederländerin Annelotte De Graaf kramt alte New-Wave- und Indie-Sounds raus und schreibt mal eben ein Album, das von Anfang bis zum Ende eben diesen roten Faden verfolgt; eng gestrickt und weitestgehend ohne Seitenblicke in andere Ecken. Sie streift dabei höchstens ab und an die Grenze zum Dream Pop, was vordergründig an ihrer vorsichtigen, etwas ungekonnten, aber lieblich verschlafenen Gesangsstimme, die keinem etwas Böses will, liegen dürfte. Die Musik selbst ist dabei klar gestaltet und besticht durch leichte, einfache Strukturen. Ob ihr beim Einfangen des Spirits für die Platte New York als Aufnahmeort geholfen hat, lässt sich nur vermuten; Fakt ist, dass ihr "Fading Lines" gut gelungen ist. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #75

B Boys - "Dada"B Boys – "Dada"
Post-Punk, Indie Rock, Punk Rock  (Captured Tracks, 2017)

Direkt aus Brooklyn versenden die drei B BOYS ihre musikalische Message und diese lautet im freien Sinne Indie Post-Punk Rock oder so. Angenehm simpel gehalten, jedoch nicht, wie es der Titel verheißen mag, im Dadaismus untergehend, besitzen die BOYS eine beschwingende, unbekümmerte Leichtigkeit, die mehr mit Freiheit als mit überschwenglich guter Laune zu beschreiben ist. Dabei scheuen sie sich nicht, auch mal ordentlich Schwung zu geben und die Pnnk-Sau raus zu lassen. Eine nette, feine, unbestechliche Platte, die man immer wieder gerne auflegen kann. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #73

Landing - "Complekt"Landing – "Complekt"
Shoegaze, Psychedelic Rock (These Are Not Records, 2016)

Kräftige und leicht bratzig verzerrte Klampfen ebnen den musikalischen Weg bei den aus Connecticut stammenden Shoegazern LANDING. Sie spielen dabei mit Ideen aus der Ambient-Ecke, was keineswegs verwunderlich ist, wirbt die Band selbst doch damit, dass sämtliche Mitglieder professionelle Ambient-Musiker seien. Aber auch wabernder Psychedelic kommt zum Zuge, was vor allem in den abgehoben wirkenden Passagen deutlich wird, in denen die Band mit experimenteller Electronic eine unwirkliche Atmosphäre erzeugt. Eine sehr stimmige und vor allem gelungene Platte. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #72

Drab Majesty - "The Demonstration"Drab Majesty – "The Demonstration"
Gothic, New Wave, Dark Wave (Dais Records, 2017)

Wir lassen die Fantasie spielen… Man stelle sich ganz alte DEPECHE MODE vor, mit ihren elektronisch-mechanischen Rhythmen, teils langsam und schwer, teils tanzbar und treibend; man mische dazu ein paar Gothic-Gitarren, die sich auf leicht verhalltes Picking beschränken oder eher einfache Riffs beisteuern. Kurzum: DRAB MAJESTY haben mit ihrem zweiten Album ein sehr cooles Teil abgeliefert, das einerseits im New- und Dark Wave stöbert, andererseits aber auch die nahe liegende Goth-Ecke bedient. Wer also mal wieder ein gelungenes Düsterwerk hören möchte, das nicht in blauer Langeweile untergeht, der sollte sich mit "The Demonstration" beschäftigen. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #65

Smidley - "Smidley"Smidley – "Smidley"
Indie Rock, Indie Pop (Triple Crown Records, 2017)

Das als Spielwiese ins Leben gerufene Projekt des FOXING-Sängers Conor Murphy hat er nach seinem Hund benannt. Gemeinsame Sache macht er dabei mit Leuten von SORORITY NOISE, DR DOG und TIGERS JAW. Die Mischung aus Indie Rock mit vielen poppigen Melodien und Ideen ist durchaus gelungen. Der Gesang ist allerdings stellenweise etwas gewöhnungsbedürftig, da Murphy gerne mal in Falsett singt, was leider nicht zu seinen Stärken zählt, da seine Stimme dabei nicht sonderlich einladend, sondern auf längere Dauer nervig klingt. Wer leichte Kost bevorzugt und Musik gerne hört, ohne sich großartig darum zu kümmern, was passiert und einfach nur die Stimmung aufsaugen möchte, dürfte mit SMIDLEY gut bedient werden. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #62

The Babe Rainbow - "The Babe Rainbow"The Babe Rainbow – "The Babe Rainbow"
Psychedelic Rock, Pop, Garage Rock (Flightless Records, 2017)

Ein Blick auf das Cover, etwas Fantasie und bestenfalls eine eigene Hippie-Vergangenheit lassen schnell erkennen, worum es bei dieser Band aus Byron Bay in Australien geht. Flower Power und Hippie-Sounds stehen ganz oben auf der Agenda bei und, das muss ganz klar gesagt werden, sie machen ihre Sache so herzerfrischend gut, dass man aus dem Schmunzeln kaum noch heraus kommt. Manchmal ist man sich nicht sicher, ob die das wirklich leben und ernst meinen oder ob sie den Hippie-Style mit ihrer Musik einfach nur karikieren. Ist aber auch alles egal, denn Fakt ist, dass "The Babe Rainbow" nicht nur eine klasse Scheibe zum Blümchenpflücken ist, sondern auch die denkbar beste musikalische Untermalung für das Rollen einer würzigen, ähem, Tüte ist. Ya know… ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #61

Parlor Walls - "Opposites"Parlor Walls – "Opposites"
Experimental, Psychedelic Rock, No Wave (Northern Spy Records, 2017)

Und da behaupte noch einmal jemand, es gäbe keine wirklich experimentelle Musik mehr, die man tatsächlich auch noch hören kann. Doch, gibt es! Das Trio aus Brooklyn reizt den Bereich zwischen Free Rock und Free-irgendwas komplett aus, ohne dabei jedoch den Faden für den Song an sich zu verlieren. In der Mitte nisten sie sich gern mal im No Wave ein (SONIC YOUTH winken herüber), wechseln dann aber sofort wieder in experimentelle Gefilde und kreieren Noise-Gitarren, welche die Boxen zum Bersten bringen. Die Girlie-Stimme von Sängerin Alyse Lamb wird stets non-konform gehalten und beinhaltet, wie die Musik, ein deutlich eigensinniges Element. Trotzdem aber ist sie greifbar und schreckt nicht ab. Im Grunde unglaublich, was PARLOR WALLS hier geschaffen haben. Avantgarde pur und doch absolut hörbar und angenehm fordernd. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #59

Pulled Apart By Horses - "The Haze"Pulled Apart By Horses – "The Haze"
Alternative Rock (Caroline International, 2017)

Ordentlich Stimmung verbreiten die Briten aus Leeds auf ihrem Album "The Haze". Das stilistische Spektrum rangiert um alles herum, was man als Alternative bezeichnen kann, inklusive einem Hauch Punk Rock und kleinen Ausflügen in den Hard- und sogar in den Stoner-Rock-Bereich. Die Laune sollte beim Hören der Platte jedenfalls schnell steigen, denn der flockig rockige Sound reißt einfach mit. Ab und an trauen sich die Jungs sogar, ein wenig psychedelisch zu klingen und sogar eigenwillig krautig zu sein; gut so! Ein erstaunlich frisches und spielfreudiges Werk, das man immer mal wieder durch die Anlage jagen kann. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #58

Jaws - "Simplicity"Jaws – "Simplicity"
Indie Rock, Shoegaze (JAWS / Eigenproduktion, 2017)

Das zweite Album der britischen Dream Rocker kann was. Immer noch alles im Alleingang machend, können die Birmingham-Jungs sogar noch eine Steigerung zu ihrem schon ziemlich gelungenen Debüt "Be Slowly" aus 2014 vorweisen. Ihr eingängiger Indie Rock wird mit Shoegaze- und Dream-Pop-Elementen bereichert und kann auch den einen oder anderen Ohrwurm vorweisen. Viele werden überrascht sein von der Band, die auf "Simplicity" fast schon jugendlich beginnt und mit zunehmender Spieldauer erwachsener und besser wird. Klasse! ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #57

Pillow Talk - "This Is All Pretend"Pillow Talk – "This Is All Pretend"
Indie Rock, Post-Punk (Animal Style Records, 2017)

Weinerlich melancholisch ist der Rock von Sänger Joshua Cannon und seiner Truppe aus Memphis. Dabei wird nahezu in jedem Lied der Gesang elektronisch akzentuiert, was man in der Regel von angesagten Pop- und sogenannten R'n'B-Künstlern her kennt. Dieser Vocal-Effekt kann manchmal nett wirken, in jedem Lied eingesetzt überstrapaziert er allerdings ein wenig den Kitschfaktor. Musikalisch ist die Indie-Seite schön ausgelotet und gerne streifen PILLOW TALK auch mal ein ganz klein wenig die Shoegaze-Ecke, ohne jedoch tatsächlich darin aufzugehen. ⇒ weiterlesen

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Jesu / Sun Kil Moon – "30 Seconds To The Decline Of Planet Earth"

Tagebuchvorträge mit musikalischer Begleitung

Jesu / Sun Kil Moon - "30 Seconds To The Decline Of Planet Earth"Da ist sie, die zweite Kollaboration von Justin Broadrick (JESU) und Mark Kozelek (SUN KIL MOON). Hat das Debüt der 'Gebrüder Seltsam' bereits einige Fragen aufgeworfen, die übrigens immer noch nicht restlos beantwortet bzw. entschlüsselt werden konnten, durfte man sich im Vorfeld des Zweitlings ebenfalls wundern, was einen denn da nun wohl erwarten wird. Nun, das muss man den beiden lassen, sie haben keine Blaupause durchgeführt, sondern ihre Musik auf ein weiteres Level getragen. Wohlgemerkt ihre Musik, denn Kozelek ist nach wie vor ein verdammt sturer und offensichtlich unverbesserlicher Mistbock am Mikro. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #56

Post War Glamour Girls - "Swan Songs"Post War Glamour Girls – "Swan Songs"
Indie Rock, Post-Punk (Hide & Seek Records, 2017)

Die Engländer haben ihren Indie Rock bislang mit Post-Punk-Elementen verfeinert und auch auf "Swan Songs", das übrigens alles andere als ein Schwanengesang geworden ist, spielt dieser Umstand wieder eine wichtige, tragende Rolle, auch wenn das Verhältnis dieses Mal deutlich mehr in die Indie-Richtung tendiert. Die Stücke sind tiefgründig,  somit definitiv nicht oberflächlich gehalten und bleiben auch nach mehrmaligem Hören interessant. Der leicht düstere Aspekt ist erhalten geblieben und fesselt den geneigten Hörer. Wer sich nach dunkler Melancholie sehnt, die eher beiläufig erscheint, trotzdem aber das ganze Album über präsent ist und entsprechend wirkt, kommt an dieser tollen Band nicht vorbei. Und an alle Fans von PROTOMARTYR: Zuschlagen! ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #55

Venn - "Runes"Venn – "Runes"
Indie Rock, Post-Punk (Full Time Hobby, 2017)

Eine flüssige Mischung aus Indie, etwas New Wave und gelassenem Post-Punk gibt die Truppe aus Berlin und London zum Besten. Dass dabei das Licht der Stimmung etwas abgedunkelt wird, dürfte sich anhand der stilistischen Beschreibung von selbst erklären. Aber wir haben es nicht mit generellen Düstermännern zu tun, sondern mit einer Band, die sich eher im Halbschatten aufhält. Keine Schwarzmaler. Es gibt ein Bisschen frühe NEW ORDER, vermischt mit atmosphärischen Synthie-Pads, Hall-Gitarren und gerne auch mal kurzen, rein instrumentalen Anteilen. Hit-Potential ist nicht zu verspüren, aber das muss auch nicht, denn die Kompositionen sind auch so dicht genug, um gut wirken zu können. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #54

Memoryhouse - "Soft Hate"Memoryhouse – "Soft Hate"
Dream Pop (Beko, 2016)

Von sanftem Hass keine Spur! Das kanadische Duo um Sängerin Denise Nouvion und Instrumentalist Evan Abeele hat mit seinem zweiten Album alles richtig gemacht. Es gibt teils entspannte, teils verträumte, teils dezent schwungvolle Musik zu hören, die stets ein angenehmes Maß an seichter Melancholie beinhaltet, was nicht zuletzt am nachdenklichen Gesang liegt. Rein musikalisch bewegt sich das Duo im (Dream) poppigen Bereich, entwickelt durch die intensiven Kompositionen aber gleichzeitig deutlich mehr Inhalt als so manche 08/15-Kapelle. "Soft Hate" ist ein in sich stimmiges, schönes Album geworden, das mit seinen weichen Sounds besticht und manchmal sogar einen, auf den ersten Eindruck kaum merkbaren, kleinen Abstecher in die 1980er Jahre wagt. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #49

Pictures - "Promise"Pictures – "Promise"
Indie Rock (Virgin / Universal, 2017)

Bedenkt man, dass "Promise" das Debüt dieser Formation ist, muss man schon dicke Backen machen, denn Ohrwurmmelodien gibt es zu Hauf und entsprechend viele Refrains bleiben entweder gleich nach dem ersten, spätestens aber nach dem zweiten oder dritten Durchlauf hängen. Das Kernduo des Quartetts, Sänger Maze Exler und Schlagzeuger Michael Borwitzky, kennt sich bereits von seiner früheren Band UNION YOUTH. Mit PICTURES haben sie wieder zueinander gefunden und spielen besser denn je auf. Tolle Platte mit lockeren, leicht melancholisch getränkten Indie-Songs, die einem so schnell nicht wieder aus dem Ohr huschen wollen. ⇒ weiterlesen

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