• valerie renayTake a look! http://www.youtube.com/watch?v =vViinMt156s
  • MEAuch hier gilt: die Version mit Bonus greifen! ‘Age Of Creation’ ist ein wunderbarer Achterbahn-Track,...
  • MEAuch für dieses Album gilt: die edle Digifassung mit Bonustrack ‘Tired Bones’ (lässig-schwerer...

Rock

Paradise Lost – “Tragic Idol”

17. April 2012 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Liebeserklärung an PARADISE LOST

PARADISE LOST gehörten von Anbeginn zu den tastenden Bands, zu denen welche sich nie festlegen lassen wollten. Einflüsse aus Death Metal, Gothic (obwohl sie dafür zu gut und zu heavy sind) und Elektrodinosauriern der Achtziger fanden sich ebenso wie eine Hinwendung zu beinahe tanzbaren Grufttempelklängen. Es erstaunt daher nicht, dass Bands wie METALLICA (“Icon”), SISTERS OF MERCY (“One Second”) und DEPECHE MODE (“Host”) zu festen Einflussgrößen mutierten. Was mich betrifft, ich mochte alle Phasen dieser Band.

Auf den letzten Alben wandte sich die Band wieder ihrer bewährten düsteren Schwere zu, ohne jedoch die Liebe zu Loops und Eldridge ganz aufzugeben. Das nunmehr 13. Album “Tragic Idol” führt den dunklen Weg fort, allerdings wären PARADISE LOST nicht LOST PARADISE wenn sich nicht auch kleine Änderungen eingeschlichen hätten, beinahe unmerkbar, aber dem aufmerksamen Zuhörer nicht ganz verborgen bleibend.

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Danny Katz – “Japanese Satellites”

17. Januar 2012 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Nostalgia Pop Rock mit Herz

Danny Katz ist ein hoffnungsloser Romantiker. Das bezeugt er nicht nur selbst, das hört man auch, wenn man sich mit seinem Album “Japanese Satellites” beschäftigt. Der Multiinstrumentalist, der in New York und Tokyo weilt, frönt darauf seiner Vorliebe für verträumte Pop-Rock-Nostalgie mit modernem Touch. Wenn er nicht gerade R&B-Hits zu Folk-Songs umarrangiert, schreibt er eigene Stücke zwischen Chanson, Indie, Folk und Pop. Sowohl bei den rockigeren wie auch seichteren und immer eingängigen Stücken schwingt immer ein Stück vom Radiokanon der 80er Jahre mit. Nicht altbacken, und immer mit einem modernen Touch.

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Talk Talk – “The Colour Of Spring”

Ein Klassiker der 80er Jahre

Unter den Menschen, die aufmerksam Musik hören, sich (nicht nur) für die 80er Pop-Szene interessieren, dürfte, nein, sollte die prägnante Klaviermelodie von “Life’s What You Make It” bekannt sein; zumindest aber hat man sie schonmal irgendwie irgendwo wahrgenommen. Natürlich ist dies ein sehr starkes Lied, das nicht umsonst in den höheren Plätzen der Pop-Top-Ranglisten rangiert, aber man darf daneben auf gar keinen Fall den Rest vergessen, den TALK TALK mit ihrem fantastischen Album “The Colour Of Spring” geschaffen haben. Die synthie-poppigen Zeiten von “Such A Shame” waren vorbei und die Band um ihren eigentümlich wirkenden Frontman und Sänger Mark Hollis ist einen Schritt weiter gegangen.

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Ira – “These Are The Arms”

25. September 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Rockpoeten

Was für ein gelungener Einstieg: Verträumte Melodien und wehmütiger Gesang, der mich gedanklich sofort zu den großen SEIGMEN bringt. Das wird natürlich allen, die die Norweger nicht mehr erlebt haben, wenig helfen, außer meiner Versicherung, dass die Deutschen auf ihrem neuesten Mini-Album ein kleines großes Fass aufmachen.
IRA gehören zu den vielen Bands die aufgrund ihrer Anfangstage noch immer gern in die Post-Rock Schublade eingeordnet werden, auch wenn sie damit heutzutage herzlich wenig zu tun haben. Weder versuchen sie MOGWAI nachzueifern, noch geht es ihnen darum, Rock auf einer Metaebene zu erkunden. Ihnen geht es schlicht um Rock, um Poesie und sechs wunderbare Songs, die die am Anfang aufgebaute emotionale Spannung bis zum Ende halten.

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Amorphis – “The Beginning Of Times”

15. September 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Too Old Too Cold (Part I) – Naschwerk den ganzen Tag?

Spätestens der Vorgänger “Skyforger” zeigte die Hinwendung der finnischen Band AMORPHIS zum Pop. “The Beginning Of Times” nun setzt diesen Trend fort, auch wenn sich erneut Growls in so manchen Track eingeschlichen haben. Für mich jedoch ist diese Ausrichtung der Band zu stark der Mainstreamecke verpflichtet, soviel gleich vorweg. Tomi Joutsen singt immer etwas an der Sülzgrenze, instrumentale Experimente wie zu Zeiten von “Elegy”, “Tuonela”, “AM Universum” oder “Far From The Sun” sucht man vergebens.

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Sungrazer – “Sungrazer”

13. September 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
The dark side of the sun

Rock aus den Niederlanden? Da denke ich mit Freude an PESTILENCE und ASPHYX, die Götter des melodiösen Baumfällens. Nun, aus Oranje kommt weit mehr. Denn die Holländer SUNGRAZER haben es mit dem gleichnamigen Debüt zur Maxime gemacht, mit Wabersounds, fein psychedelischen Klangteppichen und Gesang, jawohl, Gesang!!! der Sorte PINK FLOYD, KYUSS oder auch den Grenzgängern von ELECTRIC MOON aufzuwarten.

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Dredg – “Chuckles And Mr. Squeezy”

16. August 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Die Wendeltreppe führt nach unten…

DREDG waren immer eine Band, die sich nie hat einengen lassen, geschweige denn auf der Stelle stand. Besonders ihre früheren Alben, “Leitmotif”, “El Cielo” und besonders “Catch Without Arms” fanden großen Anklang bei der hiesigen Fangemeinde. Selbst wenn bei Letztgenanntem das Lager bereits anfing zu mosern, waren die meisten Stimmen äußerst positiv. Dann kam “The Pariah, The Parrot, The Delusion” und die ersten Fans wandten sich von der Band ab. DREDG begannen nach den Sternen zu greifen, wollten ein größeres Publikum ansprechen und dennnoch ihren Anspruch halten.

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King’s X – “Live All Over The Place”

Live und ehrlich

“Live All Over The Place” ist das erste Live-Album des Dreiergespanns um Doug Pinnick, Ty Tabor und Jerry Gaskill. Drei ehrliche Musiker, die sich einst in der Standardbesetzung Gitarre, Bass, Schlagzeug aufgemacht haben, um die Groove-Rock-Gefilde zu erobern, präsentieren uns einen vorzüglichen Querschnitt durch ihre Schaffensperioden und vor allem durch ihr sehr vielseitiges Songwriting. Auch wenn bei jedem Track Sonnenklar ist, wer ihn geschrieben hat, sind die Einflüsse durchaus verschieden. Es werden im Zusammenhang mit KING’S X immer wieder THE BEATLES genannt, was sicherlich auch bedingt stimmen mag.

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Heinz Rudolf Kunze – “Die Gunst der Stunde”

21. Februar 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Einladung an alle

Heinz Rudolf Kunze feiert in diesen Tagen bereits sein 30-jähriges Jubiläum als Profimusiker. 30 (!) Alben, denen seine Plattenfirma anfangs einen Strick und eine Pistole hätte beilegen können, hat der einstige “Niedermacher” in dieser Zeit veröffentlicht, und schon bald könnte er wieder Erfolg haben wie lange nicht mehr. In der Startwoche seines neuen Albums “Die Gunst der Stunde” scheint ein Einstieg gleich in die Top 10 der Albumcharts dank professioneller Promotion und cleverer Single-Strategie mit “Dein ist mein ganzes Herz”-Zitaten wahrscheinlich, wenn nicht gar unumgänglich. Das hat er sich gewünscht, und es sei ihm ehrlich gegönnt.

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Little Steven – “Freedom – No Compromise”

10. Dezember 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Kämpfer für Gerechtigkeit

Little Steven - "Freedom No Compromise"Steven Van Zandt war (und ist aktuell wieder) der Gitarrist der E-Street Band von Bruce Springsteen und zudem ein ambitionierter Kämpfer gegen die Apartheid in Südafrika. Viele Jahre hat er sich bereits für die Menschenrechte dort eingesetzt und aktiv Projekte unterstützt und entwickelt, um den Menschen auf dem schwarzen Kontinent zu helfen, die Rassenkonflikte zu kritisieren und (zumindest im kleinen, ihm möglichen Rahmen) zu minimieren. Zudem war er Initiator des Musikprojektes ARTISTS UNITED AGAINST APARTHEID, an dem Künstler wie Bob Geldof, Pete Townsend, Pat Benatar, U2, Peter Gabriel, AFRIKA BAMBAATAA und viele mehr teilnahmen.

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The Black League – “Man’s Ruin Revisited”

10. November 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Schwerer Rock

The Black League - "Man's Ruin Revisited"“Man’s Ruin Revisted” ist ein zünftiges, ehrliches und vor allem gutes Old School Rock-Album. Alles was man hier zu hören bekommt klingt absolut überzeuend und vor allem Arsch-Cool. Die Stimme rotzt sich durch die komplette Scheibe, die Gitarren braten und sägen wie aus dem Bilderbuch um sich, fabrizieren sagenhafte Riffs und eine klasse Melodie nach der anderen. Ich glaube, so manch größere Formation aus den 70ern oder 80ern hätte beim hören dieses Albums neidisch geglotzt. Und selbst nach mehreren Durchläufen stelle ich keinen wirklichen Ausschuss unter den Songs fest.

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Doris Brendel – “The Last Adventure”

25. Oktober 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Facettenreicher Blick zurück

Doris Brendel - "The Last Adventure"Musikwissenschaftler kennen sie als Tochter des Pianisten Alfred Brendel, für Sammler musikalischer Schätze ist sie die Stimme von THE VIOLET HOUR: Doris Brendel. Vor gut einem Jahr ist “The Fire Sermon” neu aufgelegt worden, nachdem die viel zu früh eingestampfte Auflage jahrelang hoffnungslos vergriffen war. Wer sich in der Alternative-Szene der frühen 90er gut auskennt, weiß, dass die Briten damals wohl schlicht und ergreifend dem Zeitgeist vorausgeeilt sind. Das überaus facettenreiche Album war für die meisten Hörer schwer zu greifen, ist aber unbestritten ein kleines Juwel. Anno 2010 schickt sich nun Doris Brendel an, ein bisschen vom Geist dieser faszinierenden Band wiederzubeleben.

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Methods Of Mayhem – “A Public Disservice Announcement”

28. September 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Satz mit X

Methods Of Mayhem - "A Public Disservice Announcement"Als Mötley-Tommy Anfang letzten Jahres verkündete, METHODS OF MAYHEM zu reformieren und ein neues Album aufzunehmen, war ich gewissermaßen Feuer und Flamme. Das Debüt von 1999 war seinerzeit ein nettes One-Off-Projekt gewesen, nur leider viel zu kurz. Nu Metal, Crossover, Hip Hop und Techno fanden in einer sich beißenden Mischung zusammen, obwohl sie eigentlich gar nicht wollten. Doch das Ding hatte was, und vor allem hatten die Songs was (mehr als nur die Silikonmöpse von Pamela Anderson in “Get Naked”). Platin hat das Teil damals eingefahren – ein Erfolg, der dem nie erwarteten Nachfolger wohl kaum beschieden sein wird.

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Danzig – “Deth Red Sabaoth”

21. August 2010 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Glenn kann es auch noch

Danzig - "Deth Red Sabaoth"Sechs Jahre nach seinem letzten Werk “Circle Of Snakes”, welches wie seine Vorgänger nicht recht überzeugen konnte, will es der alte Mann des Düsterrocks noch einmal wissen. Er hat eine illustre Runde um sich geschart: Gitarrist Tommy Victor (PRONG), Bassmann Steve Zing (Ex-SAMHAIN) und Johnny Kelly (Ex-Type O NEGATIVE) sollen DANZIG wieder Leben einhauchen. Der Opener “Hammer Of The Gods” marschiert metallisch, der gute Glen setzt seine Stimme wieder so ein, dass man nicht andauernd zusammenzuckt, weil man meint, er hätte die rostschartige Dose gleich mitinhaliert; auch die eigenwillig-schrägen Gitarrenpassagen oder Samples sind verschwunden. Eher knüpft die Band an die ersten drei Alben an, was fein stimmt.

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Jerry Cantrell – “Boggy Depot”

20. August 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Kein Depot für Kettenmusik

Jerry Cantrell - "Boggy Depot"Das 1998er Soloalbum des ALICE-IN-CHAINS-Gitarristen und Co-Sängers JERRY CANTRELL wird unter Fans oft als eigentliches ALICE-IN-CHAINS-Album gehandelt, denn es erschien in einer Periode, in der Sänger Layne Staley († 2002) aufgrund seiner nicht zu beherrschenden Drogensucht nicht in der Lage war, an neuer Musik zu arbeiten, geschweige denn überhaupt aufzunehmen. Zudem spielten seine verbliebenen beiden Band-Kollegen auf “Boggy Depot” eine nicht unwesentliche Rolle. Drummer Sean Kinney trommelte das komplette Album ein, während Mike Inez immerhin auf drei Stücken den Bass bediente. Auf den anderen Liedern halfen Rex Brown (PANTERA) und Les Claypool (PRIMUS) an den vier Saiten aus. JERRY CANTRELL selbst übernahm natürlich die Gitarren und den kompletten Gesang.

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