• Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)
"Psychedelic"

Kurz notiert #69

16. September 2017 | Kurz notiert » Musikrezensionen | Keine Kommentare

Wren Kitz - "Dancing On Soda Lake"Wren Kitz – "Dancing On Soda Lake"
Experimental, Ambient, Psychedelic, Folk (NNA Tapes, 2017)

Wenn man sich Musik anhört und sehr schnell merkt, dass sie einen auf besondere Weise herausfordert, dann gibt es selten das Ergebnis, dass sich der 'Like-Faktor' im Mittelmaß einpendelt. Herausfordernde Musik polarisiert meistens. Entweder man geht in der Musik auf oder man hasst sie! Oder aber man hört WREN KITZ und weiß gar nicht so recht, was man damit anfangen soll. Echo- und Hallspiele mit Gitarrenpickings, ausgedehnte Ambient-Collagen, Traumspiele, Akustikgitarren, die Folk-Flair versprühen und ebensolcher Gesang, der mal einsam, mal mehrstimmig seine Runden zur oft -auf den ersten Blick- ziellos wirkenden Musik dreht. "Dancing On Soda Lake" ist ein Album, dem viele Review-Schreiber eine Note verweigern würden, weil sie nicht wissen, wie man so etwas (natürlich wie immer subjektiv) bewertet. Und tatsächlich ist das nicht so einfach… ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #62

The Babe Rainbow - "The Babe Rainbow"The Babe Rainbow – "The Babe Rainbow"
Psychedelic Rock, Pop, Garage Rock (Flightless Records, 2017)

Ein Blick auf das Cover, etwas Fantasie und bestenfalls eine eigene Hippie-Vergangenheit lassen schnell erkennen, worum es bei dieser Band aus Byron Bay in Australien geht. Flower Power und Hippie-Sounds stehen ganz oben auf der Agenda bei und, das muss ganz klar gesagt werden, sie machen ihre Sache so herzerfrischend gut, dass man aus dem Schmunzeln kaum noch heraus kommt. Manchmal ist man sich nicht sicher, ob die das wirklich leben und ernst meinen oder ob sie den Hippie-Style mit ihrer Musik einfach nur karikieren. Ist aber auch alles egal, denn Fakt ist, dass "The Babe Rainbow" nicht nur eine klasse Scheibe zum Blümchenpflücken ist, sondern auch die denkbar beste musikalische Untermalung für das Rollen einer würzigen, ähem, Tüte ist. Ya know… ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #58

Jaws - "Simplicity"Jaws – "Simplicity"
Indie Rock, Shoegaze (JAWS / Eigenproduktion, 2017)

Das zweite Album der britischen Dream Rocker kann was. Immer noch alles im Alleingang machend, können die Birmingham-Jungs sogar noch eine Steigerung zu ihrem schon ziemlich gelungenen Debüt "Be Slowly" aus 2014 vorweisen. Ihr eingängiger Indie Rock wird mit Shoegaze- und Dream-Pop-Elementen bereichert und kann auch den einen oder anderen Ohrwurm vorweisen. Viele werden überrascht sein von der Band, die auf "Simplicity" fast schon jugendlich beginnt und mit zunehmender Spieldauer erwachsener und besser wird. Klasse! ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #56

Post War Glamour Girls - "Swan Songs"Post War Glamour Girls – "Swan Songs"
Indie Rock, Post-Punk (Hide & Seek Records, 2017)

Die Engländer haben ihren Indie Rock bislang mit Post-Punk-Elementen verfeinert und auch auf "Swan Songs", das übrigens alles andere als ein Schwanengesang geworden ist, spielt dieser Umstand wieder eine wichtige, tragende Rolle, auch wenn das Verhältnis dieses Mal deutlich mehr in die Indie-Richtung tendiert. Die Stücke sind tiefgründig,  somit definitiv nicht oberflächlich gehalten und bleiben auch nach mehrmaligem Hören interessant. Der leicht düstere Aspekt ist erhalten geblieben und fesselt den geneigten Hörer. Wer sich nach dunkler Melancholie sehnt, die eher beiläufig erscheint, trotzdem aber das ganze Album über präsent ist und entsprechend wirkt, kommt an dieser tollen Band nicht vorbei. Und an alle Fans von PROTOMARTYR: Zuschlagen! ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #53

Mock Orange - "Put The Kid On The Sleepy Horse"Mock Orange – "Put The Kid On The Sleepy Horse"
Indie Rock, Alternative Rock (Topshelf Records, 2016)

Geil, was die Amis von MOCK ORANGE auf ihrer sechsten Scheiblette fabrizieren. Staaten-geprägter Indie Rock trifft auf bratzigen Alternative der alten Schule und wird durch hippiemäßig erhöhten Gesang abgerundet. Stets mit einem Schwung gut gelaunter Melancholie (ha!) und wohlig wärmender Sonne im wallenden Haar, zelebriert die Band ein wahres Fest an schrabbeligem Gitarrenrock mit dezentem Collegeflair, nur in anspruchsvoll. "Put The Kid On The Sleepy Horse" ist die Platte, die man nicht umgehen oder gar übersehen sollte, wenn man auf gute Musik steht. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #49

Pictures - "Promise"Pictures – "Promise"
Indie Rock (Virgin / Universal, 2017)

Bedenkt man, dass "Promise" das Debüt dieser Formation ist, muss man schon dicke Backen machen, denn Ohrwurmmelodien gibt es zu Hauf und entsprechend viele Refrains bleiben entweder gleich nach dem ersten, spätestens aber nach dem zweiten oder dritten Durchlauf hängen. Das Kernduo des Quartetts, Sänger Maze Exler und Schlagzeuger Michael Borwitzky, kennt sich bereits von seiner früheren Band UNION YOUTH. Mit PICTURES haben sie wieder zueinander gefunden und spielen besser denn je auf. Tolle Platte mit lockeren, leicht melancholisch getränkten Indie-Songs, die einem so schnell nicht wieder aus dem Ohr huschen wollen. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #46

Moon Duo - "Occult Architecture Vol. 2"Moon Duo – "Occult Architecture Vol. 2"
Psychedelic, Indie Pop (Sacred Bones Records, 2017)

Das dynamische MOON DUO trumpft mit seinem zweiten Teil der okkulten Architektur auf. Natürlich geht es wieder psychedelisch zu und ebenfalls teilen sich elektronische Tasteninstrumente und Gitarren das Hauptaugenmerk. Im Gegensatz zum Vorgänger sind auf Teil 2 lediglich fünf Stücke enthalten, die jedoch durch Überlänge glänzen und dadurch den psychedelischen Aspekt wunderbar ausreizen. Insgesamt wirkt dieser Teil ein wenig geschmeidiger und fast schon lieblich. Man hat nicht selten das Gefühl, zurück in den 60ern zu sein, wäre da eben nicht der Einsatz der Synthesizer. Die perfekte Ergänzung zum ersten Teil und somit unbedingt im Doppelpack zu empfehlen! ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #37

Fufanu - "Sports"Fufanu – "Sports"
Indie Rock, New Wave, Post-Punk (One Little Indian, 2017)

Das ehemalige Techno-Duo CAPTAIN FUFANU hat sich modifiziert. Nun als Band praktizierend, den Namen etwas verkürzt sowie mit leichter Korrektur der stilistischen Ausrichtung. Die Isländer verschreiben sich einem Sound, der an späte JOY DIVISION und frühe NEW ORDER in Kombi mit den Klangexperimenten von KRAFTWERK erinnert. Der Klang der '80er ist offensichtlich wieder schwer im Trend, denn nicht wenige Künstler haben die alten Vibes erneut aufgegriffen; im Rock sowie in der elektronischen Musik. New Wave ist wieder in, besonders aber die Bezeichnung Post-Punk für alles, was man nicht einwandfrei in die Indie-Ecke stecken kann. FUFANU rangeln dabei mit um die Spitzenplätze. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #33

No Sun - "If Only"No Sun – "If Only"
(The Native Sound, 2017)

Beim Hören von "If Only" fallen einem sofort Vergleiche zu Bands wie NOTHING oder SLOWDIVE ein, aber die Musik der Band aus Salt Lake City so einfach mit Namedropping abzuhandeln, würde ihren Qualitäten nicht gerecht werden. Die Mischung aus knackigem Alternative, inklusive harten Riffs und verträumtem Shoegaze ist gut ausgelotet und verfehlt seine Wirkung zu keiner Sekunde. Der relativ schmutzige Sound ist dabei der Kern, der die gelungene Stimmung des Albums ausmacht. Der Gesang ist meist verhallt und leicht zurückgstellt, was einen Depri-Effekt hervorruft und zum Träumen einlädt. Es ist schön zu hören, dass Musik, die eben nicht völlig glattpoliert ist, viel mehr Tiefensubstanz besitzt, als supermoderne High-Tech-Produktionen. ⇒ weiterlesen

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The Underground Youth – "What Kind Of Dystopian Hellhole Is This?"

24. Februar 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Einlullende Melancholie

The Underground Youth - "What Kind Of Dystopian Hellhole Is This?"Einen sehr fantasievollen Titel haben sich Craig Dyer und seine beiden Mitmusiker für dieses Album einfallen lassen. Wir wollen uns jetzt aber nicht damit aufhalten, was denn das Höllenloch sein mag, von dem die Rede ist und auch nicht, was daran dystopisch ist oder vielleicht sein könnte. Wir schauen bzw. hören auf die Musik, die sich offensichtlich entwickelt hat, denn früher war das, was die Band ausgespuckt hat, nicht immer gleich zündend oder überzeugend (z.B. "Beatiful & Damned"), auch, wenn es bereits erste Lichtblicke gab. Wobei Lichtblicke angesichts der Musik von THE UNDERGROUND YOUTH nun auch wieder das falsche Wort ist. Sie machen es einam aber auch nicht leicht, diese Manchester-Briten, deren Wahlheimat mittlerweile Berlin ist! ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #28

Slothrust - "Of Course You Do"Slothrust – "Of Course You Do"
(Ba Da Bing!, 2014)

Grunge ist nicht tot. Unsinn, wer sagt sowas? Und er wird sogar in Brooklyn gespielt. Unter anderem vom Trio SLOTHRUST, deren Frontfrau, Sängerin und Gitarristin Leah Wellbaum hier das Zepter in der Hand hält und sich in bester Manier der alten Alternative-Schule in Szene setzt. Leicht schnoddriger Gesang, gerne mal etwas schief, aber nie krumm, in Kombination mit rauhem Rock, irgendwo zwischen Alternative mit poppigen Melodien, aber mit Grunge-Produktion. Hört sich  komisch an? Ist es nicht! "Of Course You Do" klingt dabei wunderbar unangepasst und losgelöst von derzeitigen musikalischen Trends. Auch wenn Klassen wie die von MUDHONEY oder frühen PIXIES nicht erreicht werden, stehen SLOTHRUST ganz eindeutig in den Startlöchern, wenn es um die Aufmerksamkeit von Liebhabern schlabbrigen Rocks geht. ⇒ weiterlesen

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Swans – "The Glowing Man"

20. Oktober 2016 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Das grandiose Ende einer Ära

Swans - "The Glowing Man"Als Bandkopf Michael Gira Ende 2015 ein letztes Album und danach das Ende der SWANS ankündigte, war diese Nachricht scheinbar entweder etwas missverständlich ausgedrückt oder noch nicht richtig ausgereift, denn im Frühjahr 2016 verkündete Gira wiederum, dass er die Band weiterführen wird, nur mit geändertem Line-up und einer etwas anderen musikalischen Ausrichtung. Was genau dann kommen mag, weiß zum jetzigen Zeitpunkt vermutlich nicht einmal er selbst, aber das soll uns auch noch nicht interessieren, denn die Schwäne haben uns ja noch etwas großes und aufregendes hinterlassen. "The Glowing Man" stellt also das Ende einer Ära dar, in musikalischer sowie personeller Hinsicht. ⇒ weiterlesen

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Swans – "The Gate"

16. Februar 2016 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Auftakt zum letzten Akt?

Swans - "The Gate"Mit "The Gate" erscheint der Auftakt zum finalen Werk der jetzigen personellen Formation der SWANS, welches für die Veröffentlichung im Mai 2016 angekündgt ist. Erneut soll vorliegendes Pre-Album, ebenso wie seinerzeit auch schon "I Am Not Insane" als Vorbote zu "My Father Will Guide Me Up A Rope To The Sky", "We Rose From Your Bed With The Sun In Our Head" als Stimmungsmacher für "The Seer" und "Not Here / Not Now" als Vorspiel zu "To Be Kind", Geschmack auf das kommende, noch unbetitelte Werk der New Yorker Avantgardisten um Michael Gira machen. Ob dies dann, wie eingangs angedeutet, tatsächlich das letzte offizielle Album sein wird, das die Band veröffentlicht, bleibt abzuwarten. ⇒ weiterlesen

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Sounds Of New Soma – "Beyond The Acid Dream"

9. November 2014 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Ambient Space Kraut

Sounds Of New Soma - "Beyond The Acid Dream"Diese Band passt einfach hierher, nicht nur, weil wir ein Faible für Psychedelisches haben. Wer "Im Rausch des Alkaloids" meskaline Bewusstseinserweiterungen beschwört, muss ja irgendwann in einem Magazin wie unserem landen. SOUNDS OF NEW SOMA sind ein Duo, bestehend aus Alexander Djelassi und Dirk Raupach, zeitweilig unterstützt vom Saxophonisten Andreas Lessenich.

Das Cover deutet an, dass es die Band in den Weltraum verschlägt, aber dann kommt es doch ein bißchen anders. ⇒ weiterlesen

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Sungrazer – "Sungrazer"

13. September 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
The dark side of the sun

Rock aus den Niederlanden? Da denke ich mit Freude an PESTILENCE und ASPHYX, die Götter des melodiösen Baumfällens. Nun, aus Oranje kommt weit mehr. Denn die Holländer SUNGRAZER haben es mit dem gleichnamigen Debüt zur Maxime gemacht, mit Wabersounds, fein psychedelischen Klangteppichen und Gesang, jawohl, Gesang!!! der Sorte PINK FLOYD, KYUSS oder auch den Grenzgängern von ELECTRIC MOON aufzuwarten. ⇒ weiterlesen

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