• Aquilus – „Griseus“Ein richtig schönes Album (sofern man das überhaupt bei dieser Art Musik so sagen darf), majestätisch, erhaben, schwermütig, aber auch bitter und... (Matthias)
  • Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
"Progressive Metal"

Kurz notiert #88 – Extrem hörbar

A.M.S.G. - "Hostis Universi Generis"A.M.S.G. – "Hostis Universi Generis"
Black Metal (Profound Lore Records, 2016)

Die Kanadier aus Edmonton zelebrieren eine Form des Black Metals, welche aus atmosphärischen und eher klassischen Elementen besteht. Hervorstechend ist dabei die charakteristische Lead-Gitarre, deren Klang eher an eine Doom-Band erinnert. Aber mit dem fauchenden Gesang, ausreichend Hall, dem Sechstel-Drumming inklusive wiederkehrenden Doublebassparts sowie schnellen, aber niemals übertriebenen Blastbeat-Passagen, machen A.M.S.G. (was "Ad Majorem Dei Gloriam" heißt) ihre Sache ganz gut. Dadurch, dass die sechs Stücke zwischen acht Minuten und einer knappen Viertelstunde lang sind, erübrigt es sich, zu erklären, dass die Musik ihre Zeit und entsprechend mehrere Durchläufe braucht, um gut wirken zu können. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #80 – Extrem hörbar

Erebus Enthroned - "Temple Under Hell"Erebus Enthroned – "Temple Under Hell"
Black Metal (Seance Records, 2014)

Es ist ein Kreuz mit den guten Bands. EREBUS ENTHRONED aus Australien lösten sich im Jahre 2015 auf, nicht aber ohne zuvor noch ein verdammt gutes Album auf den Markt zu bringen. Auch wenn bekannte Formen des Black Metal stets erkennbar sind, haben die meisten Bands aus Down Under etwas ganz eigenes an sich. Man nehme zum Beispiel RUINS oder NAZXUL, die ebenfalls hervorstechen mit ihrer Art, diesen Stil zu zelebrieren. So auch EREBUS ENHRONED, die mit guter, an RUINS erinnernder Produktion glänzen und musikalisch kräftig Druck machen. Der Stoff springt dir direkt ins Gesicht. Es wird viel im High Speed geblastet, es gibt aber auch ebenso viele atmosphärische Midtempoparts, die manchmal mit beschwörenden Vocals untermalt werden. Ein starkes Album und ein Trauerspiel, dass es die Band nicht mehr geben soll. ⇒ weiterlesen

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TesseracT – "Polaris"

30. Oktober 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Progressiver Pioniergeist

Tesseract - "Polaris"Zum dritten Mal erarbeiten sich die Briten gehörigen Respekt von der progressiven Konkurrenz. Was Bands wie beispielsweise DREAM THEATER mit enormer Virtuosität erreichen, die für viele manchmal deutlich zu Lasten der Songwirksamkeit geht, drehen TESSERACT das Prinzip um. Sie verbinden eine wohl dosierte Form der Eingängigkeit, besonders in den klaren Gesangslinien, mit satten, harten Grooves und einem spieltechnischen Anspruch, der nie überzogen wirkt, trotzdem jedoch regelmäßig mindestens für ein anerkennendes und überzeugtes Nicken sorgt. ⇒ weiterlesen

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Amorphis – "Under The Red Cloud"

21. September 2015 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Scheherazade ist Finnin

Amorphis - "Under The Red Cloud"Als AMORPHIS auf dem Summer Breeze ihr Debüt komplett spielten, konnte der geneigte Fan ja schon ahnen, dass das neue Album mehr Growls enthalten würde. Und diese Hoffnung wird mit "Under The Red Cloud" eindrucksvoll bestätigt. Denn die Band liefert mit ihrem neuen Album die Abwechslung und Dynamik, welche auf den letzten Alben nicht zu finden war. Gerade der variable Gesang von Joutsen kann nämlich diesen Finnen-Hymnen den entscheidenden Touch ins Knallharte, Dunkle oder Pathetische verpassen und wirkungsvolle Kontraste setzen. Lediglich in "Sacrifice" setzt es keine Grunts, in allen anderen Songs holt der Vocalist immer auch seine düstere Gesangeskunst aus den Tiefen seiner 1000 Seelen. ⇒ weiterlesen

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Soul Secret – "4"

Progressive Metal Opus

Soul Secret - "4"Die Italiener von SOUL SECRET haben eine mehr oder weniger turbulente Zeit hinter sich, geprägt von vielen Besetzungswechseln. Ausgerechnet die Position am Mikro erwies sich offenbar als Schwachstelle, doch das scheint mit dem neuen Sänger Lino Di Pietrantonio nun Geschichte zu sein. Das dritte Album der Band aus Neapel heißt "4" – und das ist durch und durch symbolisch zu verstehen.

Die Zahl im Titel ist nämlich als Bildmetapher gemeint, sie illustriert den Kern des Konzeptes, an das sich die Band erstmals herangewagt hat, und damit gleichzeitig ihr bisher längstes Werk präsentiert. ⇒ weiterlesen

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O Graceful Musing's Burden – "Im Draußen bricht sich das Drinnen"

Wuchtige Überraschung

O Graceful Musing's Burden - "Im Draußen bricht sich das Drinnen"Seit ihrem letzten Album "Two" sind drei Jahre vergangen, und aus dem Leipziger Duo ist wieder ein Trio geworden. Das sind allerdings nur nebensächliche Details im Vergleich zu den musikalischen Veränderungen, die sich im neuen Album manifestieren. Auf den Vorgängern wandelten sie vorzugsweise auf den Pfaden des Post-Rocks und experimentellen, instrumentalen Klängen. Entsprechende Erwartungen erfüllen dann auch die ersten Momente – bis die Band ihre volle, aurale Wucht über dem Zuhörer entlädt. ⇒ weiterlesen

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Arcade Messiah – "Arcade Messiah"

16. Februar 2015 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Reichhaltiger Instrumental-Prog

Arcade Messiah - "Arcade Messiah"Der Brite John Bassett ist schon seit Jahren mit seiner Band KINGBATHMAT aktiv. Nach sieben Alben sowie der akustischen Soloplatte "Unearth" hat er sich einen langgehegten Wunsch erfüllt und nun unter neuem Namen eine reine Instrumentalplatte vorgelegt. Wer mit seiner Musik bereits vertraut ist, darf sich auch bei ARCADE MESSIAH auf reichhaltige Kost einstellen.

Auf dem Album fließen eine ganze Menge Ströme zusammen, die Bassett's ganz eigenes Konglomerat progressiven Metals darstellen. ⇒ weiterlesen

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Anilah – "Warrior"

7. Februar 2015 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Spirituelles aus dem hohen Westen Kanadas

Anilah - "Warrior"Dréa Drury arbeitet mit Klängen. Was so trivial klingt, beschreibt aber die nahezu universelle Bedeutung von Klängen für ihr Leben und ihre Arbeit – ob als Musiktherapeutin, Komponistin, Klangdesignerin oder anderen Beschäftigungen, die man damit verbinden kann. In den Selkirk-Bergen im Westen Kanadas praktiziert sie die naturverbundene Liebe zu Klängen, die ihre Wurzeln vor allem in traditioneller, schamanischer Musik hat, sowie dem indischem Nāda yoga. Für das Elektronik-Projekt KALPATARU TREE hatte sie in der Vergangenheit bereits einige Male ihre Stimme geliehen, ANILAH ist nun ihr ganz eigenes Baby. ⇒ weiterlesen

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Mastodon – "Blood Mountain"

10. Dezember 2014 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Wirbelwinde auf dem Blutberg

Mastodon - "Blood Mountain"Erstaunlich stürmisch läuten die Dinosaurier MASTODON "Blood Mountain" ein und machen gleich zu Anfang eindringlich klar, dass sie sich weder limitieren noch in eine bestimmte Ecke drängen lassen. Der Opener "The Wolf Is Loose" ist eine Mischung aus Hardcore-Vibes und dem typisch, leicht progressiven MASTODON-Spiel. "Crystal Skull", mit NEUROSIS-Sänger Scott Kelly als Gast,  poltert ebenfalls relativ ungestüm aber weniger flott über den Äther und lässt geistige Verbindungen zu KING CRIMSON wach werden. "Sleeping Giant" erscheint ebenso wie der Folgetrack "Capillarian Crest" sehr verspielt, mit vielen Fills der Drums und etlichen Breaks. Eine sanfte Version von THE DILLINGER ESCAPE PLAN könnte man sagen, wobei der direkte Vergleich selbstverständlich hinkt. Die Gitarren spielen ein Hammering nach dem anderen und es dudelt und jault an allen Ecken. ⇒ weiterlesen

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Summon The Octopi – "Nonversations"

23. November 2014 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Kein Standard Post-Rock

Summon The Octopi - "Nonversations"Manche entfesseln die Oktopoden, Marc Vogler beschwört sie – und das passenderweise in den Kraken Farm Studios. Der Berliner Solist hat auf seiner Debüt-EP fast alles im Alleingang erledigt, und stellt in sechs Songs sein beeindruckendes Gitarrenarsenal zur Schau. Vogler hat sich vor allem dem Post-Rock verschrieben, und man hört die klassischen Vorbilder wie EXPLOSIONS IN THE SKY auch zum Teil recht deutlich heraus. Die sehnsuchtsvollen, melodischen Arrangements, die facettenreichen Saitenklänge mit akustischen Noten und Echos, aber auch die unangestrengte Verspieltheit und Experimentierfreude in den Songs stehen da Pate. ⇒ weiterlesen

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Philm – "Fire From The Evening Sun"

21. Oktober 2014 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Besserer Sound, aber...

Philm - "Fire From The Evening Sun"Das wohl größte Ereignis seit dem Debütalbum von PHILM vor zwei Jahren: Dave Lombardos Ausstieg bei SLAYER. Trotzdem werden die Leute immer nur die Thrashikonen im Hinterkopf haben, wenn Lombardo irgend ein neues Eisen anfasst – und dementsprechend enttäuscht sein, wenn da nix von SLAYER zu hören ist. Genau wie man sich bei Gerry Nestler wünscht, er würde irgendwas machen, das so genial ist wie einst CIVIL DEFIANCE. All diese Erwartungen hat das PHILM-Debüt nicht erfüllen können, dabei hatten Insider ziemlich genaue Vorstellungen, hatten Nestler und Lombardo doch mit KKLEQ MUZZIL schon einmal vorgemacht, wie das gelingen kann. ⇒ weiterlesen

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Manes – "Be All End All"

19. Oktober 2014 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Auferstanden

Manes - "Be All End All"Es ist wohl eins der Alben mit dem längsten Vorlauf, nicht nur für MANES allein. Und gleichzeitig hat man die Genese eines Albums sowie die persönliche und musikalische Entwicklung einer Band so umfangreich über die Jahre verfolgen können, wie im Fall von "Be All End All". Das vierte Werk hätte schon viel früher erscheinen sollen, doch MANES waren schon immer eine Band, die sich nicht nach Erwartungen richteten, sondern konsequent ihr eigenes Ding durchzogen – selbst wenn das am Ende bedeutete, dass sich MANES zeitweise (mehrfach) auflösten und das Projekt "Be All End All" komplett begruben. ⇒ weiterlesen

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Meshuggah – "Chaosphere"

4 Ohren 2 Meinungen

Meshuggah - "Chaosphere"Manche beschreiben den Stil von MESHUGGAH als eine Art Progressive Metal, weil sie viel mit komplexen Beats, mit Polyrhythmik und Tempowechseln arbeiten, andere halten einzig und allein den Begriff Djent für passend, wieder andere schieben sie grob in die Thrash-Metal-Ecke. Wir möchten diese unsinnige Diskussion nicht großartig ausbreiten und vielmehr darauf plädieren, dass MESHUGGAH einfach in allen dieser Kategorien in irgendeiner Art und Weise zuhause sind. Mit ihrem dritten Album haben sie diesen eigenen Stil definiert und wir sollten festhalten, dass nur MESHUGGAH so klingen wie sie eben klingen. "Chaosphere" bildet dabei einen derart wichtigen Eckpunkt in ihrer nunmehr 25jährigen Karriere, dass wir unsere Redakteure Bastian und Matt darauf angesetzt haben, die musikalischen Formeln des Albums zu entschlüsseln. ⇒ weiterlesen

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Vintersorg – "Naturbål"

12. September 2014 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Autumn Storms

Vintersorg - "Naturbål"Folkloristisch-opulent eröffnet "Naturbål" standesgemäß, um sogleich in deftiges Black Metal-Inferno überzugehen. Doch das trügt, denn Opener "Ur Aska Och Sot" hat mehr zu bieten. VINTERSORG setzt Prog, Klarstimmen, sehr eingängige Melodien neben heftige Eruptionen. Das gerät kurzweilig. Und diesmal nicht so steril und verkopft wie zuletzt.

Nicht nur das Cover der CD erinnert stark an VINTERSORGs Hauptband BORKNAGAR ("Epic"), auch geht VINTERSORG dieses Mal songdienlicher, soll heißen nachvollziehbarer zu Werke. Und irgendwie setzt VINTERSORG seine giftigen Vocals wieder häufiger ein, was die Kontraste verschärft, die Klingen schnittiger gleiten lässt. Großes Pathos kommt zumeist in den Klargesängen zum Ausdruck. So überrollt einen "Överallt Och Ingenstans" regelrecht. ⇒ weiterlesen

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Sólstafir – "Ótta"

3. September 2014 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Ewiges Eis

Sólstafir - "Ótta"Sind die Eingangsklänge von BJÖRK? RADIOHEAD? SIGUR RÓS? Nein, der Pfeil ging daneben, denn hier kommen SÓLSTAFIR. Die Kultband aus Island, you know. Und wie. "Ótta" nennt sich deren neues Album. Ein Klavier träumt, sanfte Vocals entführen über die Wolken und dann gibt es da diese spektakulären postrockigen Eruptionen. "Lágnætti", das bedeutet Eisschollen, die sich verschieben, zentimeterweise, jedoch mit monumentaler Wirkung. Die Männer aus dem Eis zaubern hier einmal mehr Musik voller Zerbrechlichkeit, Melancholie, Einsamkeit. Klassik trifft Rock. Und sie haben vielleicht großartige Einfälle, diese Buben. ⇒ weiterlesen

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