• valerie renayTake a look! http://www.youtube.com/watch?v =vViinMt156s
  • MEAuch hier gilt: die Version mit Bonus greifen! ‘Age Of Creation’ ist ein wunderbarer Achterbahn-Track,...
  • MEAuch für dieses Album gilt: die edle Digifassung mit Bonustrack ‘Tired Bones’ (lässig-schwerer...

Progressive Metal

Borknagar – “Urd”

27. März 2012 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Ode an Jotunheimen

Der Opener “Epochalyse” fuhrwerkt bereits mit allen Stilmitteln durchs nordisch-kahle Geäst, majestätisch, bombastisch, opulent. Die Norweger BORKNAGAR huldigen der ungezähmten Natur mit ihrer neuen Veröffentlichung “Urd” wieder einmal in Form dieser eigentümlichen Mixtur aus Psychedelic, Seventies Rock, Prog und Black Metal. Die diesmal aufgebotenen drei Vocalisten Simen “ICS Vortex” Hestnæs, Andreas “Vintersorg” Hedlund und Lars “Lazare” Nedland liefern sich von Anfang an packende Gesangsduelle. Auffallend ist der monumentale Touch, Klassik tönt im Hintergrund, man hat den Eindruck, direkt vor einen Lawinensteilhang auf die Nordseite eines Bergmassivs ungeheuren Ausmaßes versetzt zu werden.

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Barren Earth – “The Devil’s Resolve”

23. März 2012 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Blackwater Folk

Die ersten Takte von “Passing Off The Crimson Shadows”, der neuen BARREN EARTH-CD “The Devil’s Resolve”, erinnern schon an AMORPHIS in ihrer “Tuonela”-Phase. BARREN EARTH haben es sich nach ihrem sensationellen Debüt “Curse Of The Red River” (2010) mit dem Nachfolger nicht leicht gemacht, denn in der Folge mäandert der Eröffnungstrack verschlungen durchs musikalische Dickicht. Klargesänge (Mikko Kotamäkki ist da ganz wunderbar in seinem Element!), progressive Einschübe und Soli, vertrackte Drum-Beats und rockige ausufernde Passagen lassen den Song zu einem Gourmet-Monster mutieren, wenn ich das mal so unverblümt anachronistisch sagen darf. Natürlich bietet Mikko auch wieder seine düster verhallten, sehr tiefen Growls auf, kontrastiert die sanften Sequenzen damit trefflich.

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Mastodon – “The Hunter”

27. Oktober 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
1000 Teile Puzzle

Knapper, griffiger, kompakter, so die Devise auf MASTODONS neuem Album “The Hunter”. War das letzte Opus der US-Band noch ein wenig überproduziert und feierte diese Kombo sich noch in überlangen Songs selbst, so legt sie nun den Focus auf den Fünfminuten-Rocksong mit Groove, feinen Soli und dieser eigenwilligen Mischung aus Tradition und Innovation, welche alle Kompositionen der Band auszeichnet und welche sie so bekannt gemacht hat.

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ICS Vortex – “Storm Seeker”

23. Oktober 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Der den Sturm sucht

Ich muss es gleich zu Anfang sagen: ICS Vortex alias Simen Hestnæs ist mit seinem “Soloalbum” ein wirklich vortreffliches Kleinod gelungen! Der ehemalige BORKNAGAR- und DIMMU BORGIR-Mitstreiter mit der pathosgeschwängerten eigenwilligen Stimmlage hat, unterstützt von BORKNAGAR-Musikern, ein richtig gutes Album eingespielt. Dabei setzt er auf seinen sehr ausdrucksstarken, etwas nasalen Gesang, sehr melodische, jedoch immer neugierig und somit unerwartet ausschweifende Akkorde sowie eine druckvolle Produktion, welche schon an die Siebziger erinnert, als spaciger Pomp noch als “Instrument” Verwendung fand.

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Opeth – “Heritage”

15. Oktober 2011 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
September Songs

Es war nach den letzten Veröffentlichungen klar, dass sich OPETH von ihrer früheren Ausrichtung irgendwann ganz verabschieden würden. Die auf den letzten Alben noch spärlich eingesetzten Growls als Kontrast zu den sehr atmosphärischen, oft instrumental mäandernden Überlängetracks wurden erfolgswirksam an den Anfang der Alben gesetzt, um potentielle Käufer zunächst in Sicherheit zu wiegen. Nun, mit dem neuen Album “Heritage” sind Åkerfeldt und Co. Nun ganz im experimentellen Soundkosmos von Stephen Wilson (PORCUPINE TREE) gelandet, dessen komplexem Werk sich Bandleader Åkerfeldt ja immer sehr verbunden fühlte.

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Arch/Matheos – “Sympathetic Resonance”

13. Oktober 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Traveller In Time

Ich kann mich erinnern, welch Glücksgefühl es im Jahre des Herrn 1985 auslöste, zum ersten Male “The Spectre Within” der US-Band FATES WARNING zu hören. Unfassbar diese Songaufbauten, komplex, dunkel, verworren, dennoch mit beinhartem Riffing versehen. Es hagelte nur so Breaks, Akustikeinschübe und längere Instrumentalpassagen. Dazu dieser fortwährend sirenenhelle Gesang, welcher mich immer an die Atmosphäre des Buches “Die unendliche Geschichte” erinnerte. Und immer wohnte den Songs etwas orakelhaftes bei, stets querten Raben wie ein  schwarzer Fluch unsere Bahn, am Horizont blinkte verheißungsvoll der Glaspalast, doch zerzauste Wolken am Firmament ließen ahnen, es wird ein beschwerlicher Weg, voller Rätsel und falscher Fährten.

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Children Of Bodom – “Relentless Reckless Forever”

29. August 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Pursuit Of The Vikings Part IV: Pussies on speed!

Die Finnen vom Lake Bodom haben es sich mit ihrer neuesten Veröffentlichung “Relentless Reckless Forever” nicht leicht gemacht. Denn statt auf Konsensattitüde zu setzen und erneut einen Rang in den Charts in Deutschland anzustreben (“Blooddrunk”, der Vorgänger, landete ja sensationell auf Platz 5) gehen Alexi und Co. einen dornigeren Weg.

Die barocken Spielereien mit fettem Tägtgren-Sound sind lange vorbei; damals und NICHT heute waren CHILDREN OF BODOM Mainstream. Denn damals konnten sich Black-, Death-, Dark und Powermetaller mit dem Stilmischmasch der Buben anfreunden. Nun, nach einer Dekade musikalischer Entwicklung sind sie kratzbürstiger, rockiger, punkiger geworden, bauen mehr und mehr Siebziger-Flair in ihre Songs ein.

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Owl – “Owl”

8. August 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Rituelles Rohmetall

Ein bisschen sieht ja das Cover aus wie die Brücke zur Hornburg. Doch ginge man durch das mächtige Holztor, würde man nur noch auf die Skelette der Rohirrim treffen, und jeglicher Schimmer von Hoffnung in Mittelerde wäre verblasst. Und ein bisschen ist das, was OWL uns hier kredenzen, wie der Rohstahl, aus dem die Zeitgeister ihre Waffen schmieden. Klobig, korrosiv, ganz ohne Lack und Glanz, und dazu mit einer Attitüde, bei der die Kollegen im Vergleich geradezu versöhnlich wirken.

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O Graceful Musing’s Burden – “[st:am:pd:t:rail]“

Muse als Bürde?

Der Albumtitel ist schon irre. Könnte glatt eine Befehlszeile für einen Cronjob sein, oder das typisch kryptische Kauderwelsch, mit dem oft elektronische Alben geschmückt werden. Bei der deutschen Band mit dem klangvollen Namen O GRACEFUL MUSING’S BURDEN fließt der Strom vor allem durch die Gitarren und Effektgeräte. Und auch wenn ihr Name etwas paradox zu sein scheint – die Muse war offensichtlich ein gern gesehener Stammgast im Proberaum. Wenn Musiker zusammenkommen, die neben Death Metal, Post-Rock und Ambient noch andere Interessen haben, ist lebhafte Stimmung vorprogrammiert.

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Interview mit Louis Abramson von JOLLY

9. Mai 2011 | Interviews | 2 Kommentare

An Selbstbewusstsein mangelt es den vier Herren von JOLLY nicht. An Talent und Verve übrigens auch nicht. Mit dieser unschlagbaren Kombination haben die Amerikaner in den letzten drei Jahren sehr große Schritte machen können und mit ihrem neuen Album “The Audio Guide To Happiness” erneut ein deutliches Achtungszeichen in der Progressive-Szene hinterlassen. Hier die Originalfassung meines Interviews mit Schlagzeuger Louis Abramson*:

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In Mourning – “Monolith”

Plaguewater Park

Was sehr modern beginnt, mit schepperndem MetalCore, dann zu OPETH-artigen Sounds mutiert, um im Chorus sogar in BARREN EARTH-Gefilde einzutauchen, ist das Werk der noch recht unbekannten, doch sehr cleveren Schweden IN MOURNING, welche mit “Monolith” 2010 ein ziemlich lässiges Stelldichein ablieferten. Auch wenn das Album ein Jahr alt ist, lohnt die Vorstellung der CD an diesem Orte noch immer. Denn IN MOURNING verbinden Härte und Akustisches, Prog mit Death Metal sehr geschickt; der MetalCore-Anteil ist auf die Eröffnungssekunden beschränkt, dann setzt es Growls und Black Metal-Gefauche, welche sich mit unprätentiösem Klargesang abwechseln.

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Indukti – “Idmen”

27. Februar 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Who’s The God Now?

Die verspielten INDUKTI aus Polen auf dem Beipackzettelchen mit so unterschiedlichen Bands wie ENSIFERUM, DIMMU BORGIR, WINTERSUN, MESHUGGAH, NEUROSIS, VOIVOD, TOOL und KING CRIMSON vergleichen zu wollen, hat schon etwas eigenwillig Selbstbewußtes. Doch, Moment: wir müssen innehalten. Denn INDUKTI machen zwar Prog, Heavy Rock, spielen lange Instrumentalpassagen, aber sie wildern durchaus im melodischen Metal der Kreuzritterfraktion, während sie gleichzeitig wissen, wie man urbanen Stahl biegt, Folklore oder Jazz effektiv einsetzt, um Gänsehaut zu erzeugen.

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Code – “Resplendent Grotesque”

25. Dezember 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Harvester Of Sorrow, Pt. VII: A view in sham mirrors

Code - "Resplendent Grotesque"Und noch einen Stil-Bastard aus dem Jahre 2009 möchte ich hier kurz vorstellen, weil er so gut in die “Harvester”-Serie passt. CODEs musikalische Herangehensweise auf “Resplendent Grotesque” erinnert mich an eine Mischung aus EMPEROR und ARCTURUS, disharmonische Gitarrenpassagen kontrastieren mit weiten, nordischen Melodiebögen und gemeines Gefauche wird immer wieder von erhabenen Klargesängen ergänzt. Im Gegensatz zu VULTURE INDUSTRIES überdrehen CODE die Schraube nicht, bleiben Atmosphäre und Song treu.

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Agalloch – “Marrow Of The Spirit”

25. November 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Harvester Of Sorrow, Pt. II: Projektor

Agalloch - "Marrow Of The Spirit"AGALLOCH aus den USA gehören eigenartigerweise seit Jahren zu den Kultbands innerhalb des Black Metal-Genre. Ob sie nun eher im Naturmusikalischen wildern, sich Klassikzitaten bedienen oder harscher Black Metal melancholische Urständ feiert, immer wurde kollektiv gejubelt seitens der sich gern philosophisch gerierenden Anhängerschar. Interessant war in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass AGALLOCH gern von Leuten gehört werden, welche auch NICK CAVE, CASH oder TOM WAITS zu ihren Favoriten zählen oder musikalische Mathematik der Sorte BJÖRK, PORTISHEAD oder NEUROSIS. Mir Philister gefielen die Alben von AGALLOCH auch, allerdings ganz konnte sich deren Magie mir nicht erschließen. “Marrow Of The Spirit” nun, das neue Album, eröffnet (erwartungsgemäß) mit Naturgeräuschen; Bachrauschen wird von Celloklängen kontrastiert (“They Escaped The Weight Of Darkness”).

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Vulture Industries – “The Malefactor’s Bloody Register”

13. November 2010 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Im inneren der überdrehten Orgel

Vulture Industries - "The Malefactor's Bloody Register"Bjørnar E. Nilsen ist der Sänger der Norweger VULTURE INDUSTRIES. Manchmal erinnert er an seine Landsmänner Simen, uns u.a. als Ex-Sänger bei DIMMU BORGIR bekannt, dann wieder an Vintersorg von BORKNAGAR und vor allem natürlich an den ULVER-Fronter Garm. Alle genannten Vocalisten verfügen über interessante, aber stark gewöhnungsbedürftige Stimmen. Bjørnar E. Nilsen nun bedient sich munter der Vorlagen und dominiert mit seinem etwas ins Pathetisch-Überspannte spielenden Gesang sämtliche Songs des neuen Albums “The Malefactor’s Bloody Register”.

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