• Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)
"Post-Rock"

Jesu / Sun Kil Moon – "30 Seconds To The Decline Of Planet Earth"

Tagebuchvorträge mit musikalischer Begleitung

Jesu / Sun Kil Moon - "30 Seconds To The Decline Of Planet Earth"Da ist sie, die zweite Kollaboration von Justin Broadrick (JESU) und Mark Kozelek (SUN KIL MOON). Hat das Debüt der 'Gebrüder Seltsam' bereits einige Fragen aufgeworfen, die übrigens immer noch nicht restlos beantwortet bzw. entschlüsselt werden konnten, durfte man sich im Vorfeld des Zweitlings ebenfalls wundern, was einen denn da nun wohl erwarten wird. Nun, das muss man den beiden lassen, sie haben keine Blaupause durchgeführt, sondern ihre Musik auf ein weiteres Level getragen. Wohlgemerkt ihre Musik, denn Kozelek ist nach wie vor ein verdammt sturer und offensichtlich unverbesserlicher Mistbock am Mikro. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #53

Mock Orange - "Put The Kid On The Sleepy Horse"Mock Orange – "Put The Kid On The Sleepy Horse"
Indie Rock, Alternative Rock (Topshelf Records, 2016)

Geil, was die Amis von MOCK ORANGE auf ihrer sechsten Scheiblette fabrizieren. Staaten-geprägter Indie Rock trifft auf bratzigen Alternative der alten Schule und wird durch hippiemäßig erhöhten Gesang abgerundet. Stets mit einem Schwung gut gelaunter Melancholie (ha!) und wohlig wärmender Sonne im wallenden Haar, zelebriert die Band ein wahres Fest an schrabbeligem Gitarrenrock mit dezentem Collegeflair, nur in anspruchsvoll. "Put The Kid On The Sleepy Horse" ist die Platte, die man nicht umgehen oder gar übersehen sollte, wenn man auf gute Musik steht. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #27

Drowners - "On Desire"Drowners – "On Desire"
(Frenchkiss Records, 2016)

Eine Band aus New York benennt sich nach einer SUEDE-Single, spielt selbst aber in einer etwas anderen Kategorie des Indie-Bereichs. Melancholisch sehnsüchtige Töne wie auf dem SUEDE-Debüt oder deren letztem Album werden auf DROWNERS' Zweitling "On Desire" nicht angeschlagen. Vielmehr bedienen die U.S.-Amerikaner eine Menge Hüftschwung und gute Laune. Flotten Indie mit 1980er-Einschlag (zumindest was die Beats angeht) sowie eine Prise Pop in den Melodien gelten als Aushängeschild und zeugen von Lebenslust und -durst. Diese Platte sollte man sicher nicht auflegen, wenn man gearde in Grabesstimmungen schwelgt, denn dann könnten Keyboarddüdeleien, wie bei "Pick Up The Pace", zu Gesichtsverzerrungen führen. Ansonsten gerne anmachen und das gute Wetter genießen. ⇒ weiterlesen

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Jahrespoll 2016 – Das Jahr der Entdeckungen (Matthias)

Jahrespoll 2016

Und schon wieder ist ein Jahr rum. Ein Jahr, das prall gefüllt war mit guter und vor allem mit neuer Musik. Ich glaube, dass ich noch nie zuvor in 12 Monaten so enorm viele neue und vor allem herausragende Bands gefunden, entdeckt und kennengelernt habe. Es versteht sich dabei von selbst, dass nicht alles, was ich mir erschlossen habe, tatsächlich nagelneu ist. Manche Bands gibt es schon länger, sind jedoch bislang entweder an mir vorbeigegangen oder ich konnte zuvor nichts mit ihnen anfangen. Aber es sind auch einige darunter, die frisch auf dem Markt sind und mit ihren Debüts begeistern konnten. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #20 – Extrem hörbar

10. September 2016 | Kurz notiert » Musikrezensionen | Keine Kommentare

The Lion's Daughter - "Existence Is Horror"The Lion's Daughter – "Existence Is Horror"
(Season Of Mist, 2016)

Schwer einzuordnen sind diese Extrem-Metaller aus St. Louis/USA. Irgendwo zwischen Sludge, nur in flotter Variante, ein paar Black-Metal-Einflüssen, nur in schwerer Variante sowie etwas Post-Metal und Hardcore, nur in… OK, lassen wir das. Der Sänger klingt saumäßig angepisst. Es kratzt und kokelt im Mikro, so angefressen tönt es aus den Boxen. Immer wieder werden dabei kleine aber feine Melodien eingeflochten, die dem Ganzen die Schnittmenge zwischen Post- und -Metal ermöglichen. Erinnert manchmal an TOMBS, nur in garstig. Keine einfache Scheibe, aber dafür auch eine mit hohem Wiedererkennungswert. Öfter gehört, entfaltet diese Platte viele starke Momente, die man auch durch häufiges Hören nicht klein kriegt. ⇒ weiterlesen

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Jesu / Sun Kil Moon – "Jesu / Sun Kil Moon"

30. August 2016 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Ein musikalisch untermaltes Hörbuch

Jesu / Sun Kil Moon - "Jesu / Sun Kil Moon"Man kann ja von den musikalischen und lyrischen Ergüssen des Exzentrikers (darf man doch so sagen oder?) Mark Kozelek halten, was man will, unbestritten dürfte jedoch sein, dass er sich in Szenekreisen einer eigenartig großen Beliebtheit erfreut. Warum und wieso wissen vermutlich nur seine Anhänger selbst, denn Kozelek pflegt mittlerweile eine übergreifende Fuck-You-Haltung, die sich auch auf seine Kunst entsprechend auswirkt. Wenn dann dieser Querkopf auf einen feinfühligen Sound-Tüftler wie Justin Broadrick (JESU, GODFLESH, uvm.) trifft und beide beschließen, gemeinsame Sache zu machen, muss man sich ernsthaft am Kopf kratzen und die berechtigte Frage stellen, ob das wirklich funktionieren kann. ⇒ weiterlesen

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Jahrespoll 2015 – Ein Jahr voll guter Musik (Matthias)

Jahrespoll 2015

Das Jahr 2015 war für mich musikalisch ein außerordentlich starkes Jahr. Es gab viele viele gute, einige sehr gute und sogar ein paar außerordentlich starke Veröffentlichungen, die sich schnell in die Spitze meines Geschmacksolymps gespielt haben. Spannend ist für mich, dass ich den guten alten Indie Rock wiederentdeckt habe. Nachdem ich jahrelang vordergründig ältere Bands aus diesem Genre gehört habe,  war es nun an der Zeit, auch jüngeren Kapellen und Künstlern eine Chance zu geben. Dadurch habe ich viele neue Perlen entdeckt und mich mit Musik und Bands beschäftigt, die mir teilweise bislang nur vom Namen her bekannt waren. Dank Bandcamp und ähnlichen Seiten, hat man die Möglichkeit, vorher, also vor dem kompletten Anhören der Veröffentlichung, grob mit der Musik warm zu werden oder eben nicht. Dadurch kann man schonmal den ersten Aufwand filtern und unnötige und zeitverschwendende Komplettdurchläufe vermeiden. ⇒ weiterlesen

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Flood Of Red – "Throw"

16. Januar 2016 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Ein intensives Album, das seine Zeit braucht.

Flood Of Red - "Throw"Jungen Bands gelingt es heutzutage nicht allzu oft, frischen Wind in die Musik zu bringen, geschweige denn, etwas eigenes zu fabrizieren. Musik, die Charakter besitzt und die man anhand einiger Mekrmale schnell einer bestimmten Band zuordnen kann, weil eben nur diese so klingt, ist heutzutage leider eher selten geworden. Es fehlen meistens die außergewöhnlichen Ideen und Zutaten oder auch schlicht und einfach die Originalität. Man muss natürlich nichts gänzlich neues erfinden, es reicht schon, nach sich selbst zu klingen, um herauszustechen. Man kann sich auch in bekannten Gefilden bewähren, wenn man gute, starke und vor allem Songs mit Wiedererkennungswert schreibt. ⇒ weiterlesen

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Maserati – "Rehumanizer"

2. November 2015 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Im alten Schlitten unterwegs auf neuen Straßen

Maserati - “Rehumanizer”Nach den letzten beiden, sehr gelungenen und spritzigen Alben "Pyramid Of The Sun" (2010) und "Maserati VII" (2012), die übrigens von ihrer musikalischen Ausrichtung her dicht beeinander stehen, lag es fast schon auf der Hand, dass sich die Moroder-Rocker mit ihrem nächsten Werk etwas verändern würden. Noch einmal komplett dasselbe Konzept zu fahren, hätte die Truppe nämlich in eine Sackgasse geführt und ihre Kreativität zu sehr in Frage gestellt. Oder doch nicht? Wer sich den Namen eines schnittigen Flitzers gibt, wird sicher nicht stehenbleiben, sondern zügig vorankommen wollen. ⇒ weiterlesen

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Nordic Giants – "A Séance Of Dark Delusions"

Betörende Musik zu verstörenden Alpträumen

Nordic Giants - "A Séance Of Dark Delusions"Nordische Giganten. Für manche sind das Komponisten wie Sibelius und Grieg, für andere sind es die Herrschaften aus Jötunheim. Seit 2010 musiziert ein britisches Duo unter diesem Namen – sie selbst nennen sich Loki und Rôka Skulld und produzieren gemeinsam 'claustrophobic cinema clatter'. Auf eine ganze Hand voll selbstveröffentlichter EPs und der zusammenfassenden Compilation "Build Seas, Dismantle Suns" letztes Jahr auf Kscope ist dort nun ihr Debüt erschienen. ⇒ weiterlesen

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Alice In The Cities – "Of The Lines"

Instrumentales Roadmovie

Alice In The Cities - "Of The Lines"Ein wahrhaft europäisches Trio: Die Musiker von ALICE IN THE CITIES kommen aus Italien, Belgien und Frankreich; vereint sind sie allerdings in Berlin. Warum die Art und Weise, wie sie Post-Rock interpretieren, dann doch nicht so "minimal" ist, wie sie selbst angeben, will ich kurz erklären, denn ihr Debütalbum "Of The Lines" ist ein wirklich hörenswertes Kleinod instrumentaler Musik geworden.

In den sieben Songs unternimmt das Trio, benannt nach dem Schicksals-Roadmovie von Wim Wenders, ausgerüstet mit Schlagzeug, Saiteninstrumenten und Synthesizer, eine Städtereise durch ganz Europa. ⇒ weiterlesen

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The Aqualung – "We Bare All"

Starke Songwriter, starke Instrumentalisten

The Aqualung - "We Bare All"Bei 'Aqualung' musste ich zuerst an den Bestseller von JETHRO TULL denken. Dass die britischen Prog-Rocker zu den fernen Einflüssen der deutschen Band zählen könnten, ist sicherlich nicht nur wegen des Bandnamens nicht ganz abwegig. Die vier Musiker, die quer über Deutschland verteilt sind und sich zu aufregenden Livesessions im Studio treffen (sofern sie nicht gerade auf Tour sind), ordnen sich selbst im Bereich Alternative und Post-Rock ein, die progressiven Elemente ziehen sich allerdings auf ihrem neuen Album wie ein roter Faden durch alle Songs. ⇒ weiterlesen

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O Graceful Musing's Burden – "Im Draußen bricht sich das Drinnen"

Wuchtige Überraschung

O Graceful Musing's Burden - "Im Draußen bricht sich das Drinnen"Seit ihrem letzten Album "Two" sind drei Jahre vergangen, und aus dem Leipziger Duo ist wieder ein Trio geworden. Das sind allerdings nur nebensächliche Details im Vergleich zu den musikalischen Veränderungen, die sich im neuen Album manifestieren. Auf den Vorgängern wandelten sie vorzugsweise auf den Pfaden des Post-Rocks und experimentellen, instrumentalen Klängen. Entsprechende Erwartungen erfüllen dann auch die ersten Momente – bis die Band ihre volle, aurale Wucht über dem Zuhörer entlädt. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #10

MAЇAK - "A Very Pleasant Way To Die"Maïak – "A Very Pleasant Way To Die"
Post-Rock (Fluttery Records, 2015)

Fukushima. Tschernobyl. Das dürften wohl die ersten Assoziationen sein, die die meisten Menschen zum Thema Atomunfälle herstellen. Weniger bekannt, dank jahrzehntelanger sowjetischer Geheimhaltung, ist die Atomanlage Majak, in der sich vor nunmehr fast 60 Jahren der sog. 'Kyschtym-Unfall' ereignet hat. Laut INES-Skala der drittschwerste, aber wenn man noch an die Problematik des Karatschai-"Beton"-Sees denkt, dann kann einem sehr unwohl werden. Die Schweizer Postrocker haben sich diesen symbolträchtigen Namen verpasst, der zusammen mit dem Albumtitel mehr als ironisch wirkt. Ironie beherrscht auch die Titel der fünf Instrumentalstücke, wie z.B. "We All Live In A Yellow Kursk". Das Quartett spielt astreinen, atmosphärischen Post-Rock, der alle Kontraste von fast kammermusikartigen Sequenzen über elegische Ambientpassagen bis hin zu aggressiven Powerchord-Attacken ausleuchtet – bisweilen ungestüm und roh. Unkontrollierte Ausbrüche – da wären wir auch wieder beim passenden Namen. ⇒ weiterlesen

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We Deserve This – "Code White" / "0010001" / "The heklAa Session"

21. April 2015 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Drei neue, facettenreiche Offerten

We Deserve This - "Code White"Gleich drei neue Veröffentlichungen von WE DESERVE THIS im April, die wollen wir hier nicht unerwähnt lassen. Seit mit Michael Bufe das Soloprojekt von Jan-Dirk Platek zur Band geworden ist, scheint das kreative Feuer noch freudiger zu flackern.

Den Anfang macht die EP "Code White", die unter dem passenden Banner "Everything Is Allowed" steht. Drei Songs zwischen Post-Rock und Alternative, zwischen sphärischer Weite und Kammermusik. Was besonders im Ohr hängenbleibt: der Gesangsausflug bei "Critical Mess", die Gitarrenperkussion, und vor allem die melodische Arbeit beim letzten Stück "Fragile Is Me". ⇒ weiterlesen

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