• Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)
"Post-Punk"

Protomartyr – "Relatives In Descent"

14. November 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Unverbesserliche Sturköpfe

Protomartyr - "Relatives In Descent"Diese Band aus Detroit will es einfach nicht machen! Was? Na, eingängige Songs schreiben, um sich auch ein Stück vom großen Kuchen zu sichern. Das Zeug dazu hätten sie sicher, aber sie schlängeln sich lieber weiter auf ihrer Schiene abseits der Massenkompatiblität. Auch ihr viertes Album ist weit weg von gängigen Normen und nicht nur eigenwillig, ziemlich kauzig, schräg sowie schnodderig geraten, sondern besitzt dabei auch noch eine gehörige Menge Charme und vor allem eine gelungene Atmosphäre. Der perfekte Stoff also, um dem Begriff Punk im Post etwas mehr Raum zu geben. Die unverblümten, sehr direkten Texte stellen dabei ein Spiegelbild der Gesellschaft dar und sind neben aller Ironie definitiv einen zweiten Gedankengang wert. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #77

Amber Arcades - "Fading Lines"Amber Arcades – "Fading Lines"
Indie Rock, Indie Pop, New Wave (Heavenly, 2016)

Die Niederländerin Annelotte De Graaf kramt alte New-Wave- und Indie-Sounds raus und schreibt mal eben ein Album, das von Anfang bis zum Ende eben diesen roten Faden verfolgt; eng gestrickt und weitestgehend ohne Seitenblicke in andere Ecken. Sie streift dabei höchstens ab und an die Grenze zum Dream Pop, was vordergründig an ihrer vorsichtigen, etwas ungekonnten, aber lieblich verschlafenen Gesangsstimme, die keinem etwas Böses will, liegen dürfte. Die Musik selbst ist dabei klar gestaltet und besticht durch leichte, einfache Strukturen. Ob ihr beim Einfangen des Spirits für die Platte New York als Aufnahmeort geholfen hat, lässt sich nur vermuten; Fakt ist, dass ihr "Fading Lines" gut gelungen ist. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #75

B Boys - "Dada"B Boys – "Dada"
Post-Punk, Indie Rock, Punk Rock  (Captured Tracks, 2017)

Direkt aus Brooklyn versenden die drei B BOYS ihre musikalische Message und diese lautet im freien Sinne Indie Post-Punk Rock oder so. Angenehm simpel gehalten, jedoch nicht, wie es der Titel verheißen mag, im Dadaismus untergehend, besitzen die BOYS eine beschwingende, unbekümmerte Leichtigkeit, die mehr mit Freiheit als mit überschwenglich guter Laune zu beschreiben ist. Dabei scheuen sie sich nicht, auch mal ordentlich Schwung zu geben und die Pnnk-Sau raus zu lassen. Eine nette, feine, unbestechliche Platte, die man immer wieder gerne auflegen kann. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #73

Landing - "Complekt"Landing – "Complekt"
Shoegaze, Psychedelic Rock (These Are Not Records, 2016)

Kräftige und leicht bratzig verzerrte Klampfen ebnen den musikalischen Weg bei den aus Connecticut stammenden Shoegazern LANDING. Sie spielen dabei mit Ideen aus der Ambient-Ecke, was keineswegs verwunderlich ist, wirbt die Band selbst doch damit, dass sämtliche Mitglieder professionelle Ambient-Musiker seien. Aber auch wabernder Psychedelic kommt zum Zuge, was vor allem in den abgehoben wirkenden Passagen deutlich wird, in denen die Band mit experimenteller Electronic eine unwirkliche Atmosphäre erzeugt. Eine sehr stimmige und vor allem gelungene Platte. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #72

Drab Majesty - "The Demonstration"Drab Majesty – "The Demonstration"
Gothic, New Wave, Dark Wave (Dais Records, 2017)

Wir lassen die Fantasie spielen… Man stelle sich ganz alte DEPECHE MODE vor, mit ihren elektronisch-mechanischen Rhythmen, teils langsam und schwer, teils tanzbar und treibend; man mische dazu ein paar Gothic-Gitarren, die sich auf leicht verhalltes Picking beschränken oder eher einfache Riffs beisteuern. Kurzum: DRAB MAJESTY haben mit ihrem zweiten Album ein sehr cooles Teil abgeliefert, das einerseits im New- und Dark Wave stöbert, andererseits aber auch die nahe liegende Goth-Ecke bedient. Wer also mal wieder ein gelungenes Düsterwerk hören möchte, das nicht in blauer Langeweile untergeht, der sollte sich mit "The Demonstration" beschäftigen. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #69

16. September 2017 | Kurz notiert » Musikrezensionen | Keine Kommentare

Wren Kitz - "Dancing On Soda Lake"Wren Kitz – "Dancing On Soda Lake"
Experimental, Ambient, Psychedelic, Folk (NNA Tapes, 2017)

Wenn man sich Musik anhört und sehr schnell merkt, dass sie einen auf besondere Weise herausfordert, dann gibt es selten das Ergebnis, dass sich der 'Like-Faktor' im Mittelmaß einpendelt. Herausfordernde Musik polarisiert meistens. Entweder man geht in der Musik auf oder man hasst sie! Oder aber man hört WREN KITZ und weiß gar nicht so recht, was man damit anfangen soll. Echo- und Hallspiele mit Gitarrenpickings, ausgedehnte Ambient-Collagen, Traumspiele, Akustikgitarren, die Folk-Flair versprühen und ebensolcher Gesang, der mal einsam, mal mehrstimmig seine Runden zur oft -auf den ersten Blick- ziellos wirkenden Musik dreht. "Dancing On Soda Lake" ist ein Album, dem viele Review-Schreiber eine Note verweigern würden, weil sie nicht wissen, wie man so etwas (natürlich wie immer subjektiv) bewertet. Und tatsächlich ist das nicht so einfach… ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #68

12. September 2017 | Kurz notiert » Musikrezensionen | Keine Kommentare

Thunder Dreamer - "Capture"Thunder Dreamer – "Capture"
Indie Rock (6131 Records, 2017)

THUNDER DREAMER aus Indiana vermischen Indie- und Post-Rock mit etwas Pop, gekleidet in ein vorsichtig schwermütiges Gewand aus Molltönen mit größtenteils eher zurückhaltendem Gesang. Sie halten ihre Musik leicht und unkompliziert und setzen vordergründig auf die Wirkung der Atmosphäre. Unverzerrtes Gitarrenpicking und locker-flockige Drumbeats, die sich niemals in den Vordergrund drängeln, bilden dabei das Haupterscheinungsbild. Am Rande zum Easy-Listening birgt "Capture" vielleicht nicht soviel an Tiefe, als dass man es unzählige Male genießen könnte, als gelegentliche Beschallung für entspannte Momente am frühen Abend aber durchaus geeignet. Wohlfühlen inklusive. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #61

Parlor Walls - "Opposites"Parlor Walls – "Opposites"
Experimental, Psychedelic Rock, No Wave (Northern Spy Records, 2017)

Und da behaupte noch einmal jemand, es gäbe keine wirklich experimentelle Musik mehr, die man tatsächlich auch noch hören kann. Doch, gibt es! Das Trio aus Brooklyn reizt den Bereich zwischen Free Rock und Free-irgendwas komplett aus, ohne dabei jedoch den Faden für den Song an sich zu verlieren. In der Mitte nisten sie sich gern mal im No Wave ein (SONIC YOUTH winken herüber), wechseln dann aber sofort wieder in experimentelle Gefilde und kreieren Noise-Gitarren, welche die Boxen zum Bersten bringen. Die Girlie-Stimme von Sängerin Alyse Lamb wird stets non-konform gehalten und beinhaltet, wie die Musik, ein deutlich eigensinniges Element. Trotzdem aber ist sie greifbar und schreckt nicht ab. Im Grunde unglaublich, was PARLOR WALLS hier geschaffen haben. Avantgarde pur und doch absolut hörbar und angenehm fordernd. ⇒ weiterlesen

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Joy Division – "Closer"

Depressiver Schwung und schwarze Epilepsie

Joy Division - "Closer"Der die Musik begleitende Tragikwert dieses Albums ist betrübend hoch. Sänger Ian Curtis beging am 18. Mai 1980 bekanntlich Selbstmord und erlebte die Veröffentlichung von "Closer", das am 18. Juli selbigen Jahres erschien, nicht mehr mit. Was er wohl heute dazu sagen würde, wenn er wüsste, dass sich um seine ehemalige Band und besonders um ihn als Person solch ein Kult aufgebaut hat? Dass diese posthume Verehrung Curtis' manchmal vielleicht zu sehr von nostalgischen Träumereien und einer unrealistischen Idealisierung angetrieben ist, sollte dabei keineswegs außer Acht gelassen werden. Nichtsdestotrotz haben JOY DIVISION mit "Closer" ein vorzügliches Dokument des Zeitgeistes der frühen 1980er Jahre abgeliefert. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #60

Surf Curse - "Nothing Yet"Surf Curse – "Nothing Yet"
Indie Rock, Alternative Rock (Danger Collective Records, 2017)

Geht flotter Chill-out? Ja, geht! SURF CURSE kombinieren musikalische Energie mit entspannten Gitarrenparts (verträumtes Picking, lockeres Geschrabbel) und wave-artigen, zackigen Beats. Dabei wirken sie so herrlich echt und unverbraucht, dass es regelrecht Spaß bereitet, die Musik zu hören. Man könnte für die Produktion auch die aktuelle Bezeichnungsform Lo-Fi benutzen, obwohl diese bei manchen auf unterproduzierte Musik schließen lässt, was im Falle von "Nothing Yet" einfach nicht richtig wäre. Selbst, wenn sie fröhlich drauflos scheppern, simpel umher brummeln und gern auch mal schäbig rocken, besitzen SURF CURSE eine Art elegante, gehobene Einfachheit, die sie mit unterschwelliger Melancholie anreichern. Wir bleiben lebendig! SURF CURSE helfen dabei. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #59

Pulled Apart By Horses - "The Haze"Pulled Apart By Horses – "The Haze"
Alternative Rock (Caroline International, 2017)

Ordentlich Stimmung verbreiten die Briten aus Leeds auf ihrem Album "The Haze". Das stilistische Spektrum rangiert um alles herum, was man als Alternative bezeichnen kann, inklusive einem Hauch Punk Rock und kleinen Ausflügen in den Hard- und sogar in den Stoner-Rock-Bereich. Die Laune sollte beim Hören der Platte jedenfalls schnell steigen, denn der flockig rockige Sound reißt einfach mit. Ab und an trauen sich die Jungs sogar, ein wenig psychedelisch zu klingen und sogar eigenwillig krautig zu sein; gut so! Ein erstaunlich frisches und spielfreudiges Werk, das man immer mal wieder durch die Anlage jagen kann. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #56

Post War Glamour Girls - "Swan Songs"Post War Glamour Girls – "Swan Songs"
Indie Rock, Post-Punk (Hide & Seek Records, 2017)

Die Engländer haben ihren Indie Rock bislang mit Post-Punk-Elementen verfeinert und auch auf "Swan Songs", das übrigens alles andere als ein Schwanengesang geworden ist, spielt dieser Umstand wieder eine wichtige, tragende Rolle, auch wenn das Verhältnis dieses Mal deutlich mehr in die Indie-Richtung tendiert. Die Stücke sind tiefgründig,  somit definitiv nicht oberflächlich gehalten und bleiben auch nach mehrmaligem Hören interessant. Der leicht düstere Aspekt ist erhalten geblieben und fesselt den geneigten Hörer. Wer sich nach dunkler Melancholie sehnt, die eher beiläufig erscheint, trotzdem aber das ganze Album über präsent ist und entsprechend wirkt, kommt an dieser tollen Band nicht vorbei. Und an alle Fans von PROTOMARTYR: Zuschlagen! ⇒ weiterlesen

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Echo & The Bunnymen – "Porcupine"

New-Wave- und Post-Punk-Helden der 80er

Echo & The Bunnymen - "Porcupine"Das dritte Album der Indie-Post-Punks aus Liverpool war in vielerlei Hinsicht eine große Herausforderung an Sänger und Gitarrist Ian Mc Culloch, Gitarrist Will Sergeant, Schlagzeuger Pete De Freitas und Bassist Les Pattinson. Die Stimmung in der Band war nicht die beste. Die Plattenfirma lehnte die erste Aufnahme des Albums ab, sodass alles noch einmal komplett neu eingespielt werden musste, was nicht nur eine enorme Verzögerung darstellte, sondern auch einen zusätzlichen finanziellen und vor allem nervlichen Aufwand bedeutete. Die finale Fassung von "Porcupine" wurde dann letztendlich in den Amazon Studios in Liverpool, den Trident Studios in London und in den Rockfield Studios in South Wales aufgenommen. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #55

Venn - "Runes"Venn – "Runes"
Indie Rock, Post-Punk (Full Time Hobby, 2017)

Eine flüssige Mischung aus Indie, etwas New Wave und gelassenem Post-Punk gibt die Truppe aus Berlin und London zum Besten. Dass dabei das Licht der Stimmung etwas abgedunkelt wird, dürfte sich anhand der stilistischen Beschreibung von selbst erklären. Aber wir haben es nicht mit generellen Düstermännern zu tun, sondern mit einer Band, die sich eher im Halbschatten aufhält. Keine Schwarzmaler. Es gibt ein Bisschen frühe NEW ORDER, vermischt mit atmosphärischen Synthie-Pads, Hall-Gitarren und gerne auch mal kurzen, rein instrumentalen Anteilen. Hit-Potential ist nicht zu verspüren, aber das muss auch nicht, denn die Kompositionen sind auch so dicht genug, um gut wirken zu können. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #54

Memoryhouse - "Soft Hate"Memoryhouse – "Soft Hate"
Dream Pop (Beko, 2016)

Von sanftem Hass keine Spur! Das kanadische Duo um Sängerin Denise Nouvion und Instrumentalist Evan Abeele hat mit seinem zweiten Album alles richtig gemacht. Es gibt teils entspannte, teils verträumte, teils dezent schwungvolle Musik zu hören, die stets ein angenehmes Maß an seichter Melancholie beinhaltet, was nicht zuletzt am nachdenklichen Gesang liegt. Rein musikalisch bewegt sich das Duo im (Dream) poppigen Bereich, entwickelt durch die intensiven Kompositionen aber gleichzeitig deutlich mehr Inhalt als so manche 08/15-Kapelle. "Soft Hate" ist ein in sich stimmiges, schönes Album geworden, das mit seinen weichen Sounds besticht und manchmal sogar einen, auf den ersten Eindruck kaum merkbaren, kleinen Abstecher in die 1980er Jahre wagt. ⇒ weiterlesen

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