• MattKommt ganz gut das Ding. Hätt ich von den alten Daddies nicht erwartet…
  • MattHätte man kaum besser ausdrücken können. Fantastisches Album. Hier stimmt alles.
  • MattNach häufigem Hören des Albums muss ich von einer klaren Enttäuschung sprechen. Aalglatte Kompositionen, die...
"Post-Punk"

Uni_Form – “1984″

10. Dezember 2012 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Bereit für die erste Liga

Big brother is watching you. An Orwells düstere Zukunft denkt auch für mindestens zwei Wochen keiner mehr, weil alle Welt damit beschäftigt ist, auf den Kalender der Maya zu gucken und zu warten was passiert… wenn nix passiert. Bei den Portugiesen UNI_FORM ist seit ihrem letzten Album “Mirrors” einiges passiert, was auch dafür gesorgt hat, dass sich ihr Zweitwerk “1984″ nicht halb so düster anhört, wie es der Titel vermuten ließe.

Natürlich lehnen sich immer noch deutlich an ihren leuchtenden Vorbildern der alten und jüngeren, britischen Post-Punk-Geschichte an (man höre nur das gelungene “Room 101″, auch INTERPOL sind hier wieder mit dabei), aber über die gesamte Distanz des Albums kann man der Band nun eine eigene Note attestieren.

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Uni_Form – “Mirrors”

29. November 2012 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Editors? Interpol? Portugal!

Ausgepackt aus der großen Plattenkiste namens Internet: “Mirrors”. Das ist nicht etwa das aktuelle Album der Portugisen, aber dafür das neu aufgelegte. Denn ganz ehrlich, wer kennt schon das Label Polvo Sonoro? Ich habe auch schon in der Vergangenheit die seltsame Erfahrung gemacht, dass gerade Labels von der iberischen Halbinsel sich schwer tun, ihre Platten auch unters internationale Volk zu bringen. Gut, in diesem Fall fällt es auf die Band selbst zurück. Sei’s drum, Afmusic haben das Debütalbum von UNI_FORM nun auch nach ins Herz von Europa geholt, und das Teil lohnt sich wirklich.

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Johann van der Smut – “Berg”

24. November 2012 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Goldverdächtige Indie-Rock-Agenten

Fans von Austin Powers wissen natürlich sofort, worauf der Bandname anspielt, ich wusste es erst nach ein paar Sekunden Googeln (habe nämlich eine Michael-Myers-Allergie). Nennt man sich so, wenn man aus einem Sauerländer Kaff kommt und bei einem Label namens “Unter Schafen” landet? Passenderweise heißt gleich der erste Song auch noch “Gold”. Fehlt nur noch, dass die jungen Musiker nachts mit Pinsel und Farbe auf Pirsch gehen, um… aber lassen wir das.

Fest steht:  Nach ‘Rock aus’m Kaff’ hört sich das vorliegende Debüt ganz und gar nicht an, eher schon nach internationalem Flair, was der schillernde Bandname versprüht.

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Die! Die! Die! – “Harmony”

19. November 2012 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Minimalistische Punk-Pop-Noise-Rocker

Kaum einer wird sich noch an die Schweden von PLAY DOUGH erinnern. Deren einziges Album haben vermutlich nur solche musikalischen Irren wie ich im Regal stehen. Egal, mich erinnern DIE! DIE! DIE! streckenweise an diesen verschrobenen Charme aus Indie Rock und rotzfrecher Punk-Attitüde, gerade bei solchen Songs wie “Trinity” und “Seasons Revenge”. Doch Album Nr. 4 der Neuseeländer beginnt zunächst ganz anders, eher post-punkig-poppig mit einem perfekt platzierten kleinen Albumhit namens “Oblivious, Oblivion”.

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Talking Heads – “Remain In Light”

Letting the days go by…

Das vierte Album der New Yorker Amerikaner TALKING HEADS war seinerzeit nicht nur in seiner ganz eigenen Form bahnbrechernd, weil sich die Band auf neuen Pfaden bewegte und deutlich experimenteller zur Sache ging, sondern es stellte auch so etwas wie den Durchbruch für Sänger und Gitarrist David Byrne, Keyboarder und Gitarrist Jerry Harrison, Bassistin Tina Weymouth und ihren Mann, Schlagzeuger Chris Frantz dar. Auch wenn die Singles des Albums, “Once In A Lifetime” und “Houses In Motion”, damals eher bescheidene Anstandserfolge erzielten (Platz 14 und 50 in den U.K.-Charts) sollte “Remain In Light” später als Gesamtwerk einen sehr wichtigen Angelpunkt in der Geschichte TALKING HEADs einnehmen. Nicht umsonst wird das Album heute noch von vielen Liebhabern als das beste und zugleich auch mutigste Werk der Band bezeichnet.

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Tiny Boys – “Tiny Boys”

Post-Punk, laut und poppig

Alle Achtung! Es passiert ja höchst selten, dass ich meine Anlage auch mal leiser stellen muss, da ich für gewöhnlich einen großen Bogen um Platten mit loudness-war-Etikett mache. Erwartet man von einer Post-Punk-Platte maximalen Schalldruck? Eins ist sicher: Die Schweden haben beim Mastering ihres Albums so gut aufgepasst, dass die filigrane Gestalt ihrer Songs und die Klangdynamik erhalten bleiben, und das Teil trotzdem mit einer Wucht durch die Boxen drückt, die man aus diesem Genre kaum gewohnt ist.

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DeStijl – “The White Stripes”

Französische Coldwave-Geometrie

Lustig. 2000 veröffentlichten THE WHITE STRIPES ihr Album “De Stijl” – und nun kommen die Franzosen DESTIJL mit ihrem neuen Album “The White Stripes” um die Ecke. Kein Zufall, sondern tatsächlich ein Fingerzeig auf das ehemalige Rockduo aus Detroit und auf das wirklich schicke Artwork des Digipaks.
Genaugenommen handelt es sich aber nicht um gänzlich neues Material sondern eine aktualisierte Zusammenstellung von Songs, die DESTIJL teilweise bereits auf “Knock On Wood” oder ihrer “From Ashes To Lust” EP veröffentlicht haben, und die bislang nur in limitierter Auflage in Frankreich erhältlich war.

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We Came From Waters – “Unfamous Quotes”

29. März 2012 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Farbloser Post-Punk Verschnitt

Ich kann nicht genau sagen, wie lange der Zug schon fährt, aber er nimmt deutlich an Fahrt auf. Post-Punk und Gothic Rock der alten Bauart ist jedenfalls seit einiger Zeit so schwer im Kommen, dass die ersten Bands bereits arge Probleme bekommen, überhaupt noch auf den Zug aufzuspringen. Und das auch nicht unbedingt, weil er schon ein zu hohes Tempo draufhätte, sondern weil man nur noch mit Originalität einen Sitzplatz bekommt.

Bei den Griechen von WE CAME FROM WATERS sieht es diesbezüglich nicht so spektakulär aus.

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Scofferlane – “Veto”

10. Februar 2012 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Post-Punk mit Exotenbonus

Post-Punk aus Russland. Ich habe ja schon viele Dinge aus Russland gehört, aber bei Post-Punk habe ich gänzlich andere regionale Assoziationen. Natürlich wäre es vermessen anzunehmen, es gäbe nicht ähnliche Szenen wie im westlichen Europa, doch es dauert im Osten erfahrungsgemäß immer etwas länger, bis etwas von dort hier rüberschwappt. Eine von diesen Bands, gekommen um zu bleiben, ist SCOFFERLANE.

Das Quartett begnügt sich längst nicht mit der Post-Punk’schen Schattenkopie, die mit den Originalwurzeln kaum etwas zu tun hat. Auf “Veto” zitiert man einerseits BAUHAUS und Peter Murphy, geht weit zu den Ursprüngen zurück, sondern entgeht auch elegant dem Zwang, sich auf eine stilistische Schiene festfahren zu müssen.

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The Eternal Fall – “Emptiness Vol. 1 & 2″

23. Januar 2012 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Neuauflage im Doppelpack

Ein Doppelalbum für Hartgesottene oder Die-Hard-Fans. Oder solche, die es werden wollen. Mit der Neuauflage der beiden “Emptiness”-Alben, die wie ihre Vorgänger komplett in Eigenregie auf CDr veröffentlicht worden sind, können die Spanier THE ETERNAL FALL nun endlich auch ein größeres Publikum, über die Landesgrenzen hinaus, ansprechen. Wer sich wie die Band eher in der Vergangenheit wohlfühlt, könnte schnell Gefallen an der Band finden. Wenn Darkwave, Post-Punk und gothic-rockende Melancholie sich harmonisch vereinen, dann ist man hier an der richtigen Adresse.

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Siiiii – “Ancient”

20. Januar 2012 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Debüt mit zwei Generationen Verspätung

Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen – wenn dir nichts anderes dazwischenkommt. Bei SIIIII verhinderte das vorzeitige Ableben der Band ein bleibendes Zeugnis ihrer Arbeit, welches nun dank einiger glücklicher Fügungen mehr als 20 Jahre später doch noch erscheint. SIIIII sind Paul Devine und Angie und Mark Holmes, die in den frühen 80ern in Sheffield aktiv waren. 1986 zerbrach das Trio, erst 2006 sollten erste Aufnahmen das Licht der Welt erblicken.

Auf dem Weg zur Wiedererweckungen waren vor allem der Autor Mick Mercer und Oliver ‘DJ Cyberpagan’ vom Death Rock Magazin behilflich, unter seiner Ägide entstand dann auch die Zusammenstellung archivierter Aufnahmen mit dem passenden Titel “Ancient”.

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The Exploding Boy – “The Black Album”

16. Januar 2012 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Vertraute Post-Punk Klänge

Mit den schwedischen THE EXPLODING BOY hatte ich bisher noch keine Erfahrungen gemacht, dabei ist “The Black Album” bereits das dritte Album des Quartetts aus Stockholm. Ihre Single “Human” ist jedenfalls in die hiesigen Alternative Charts “explodiert” und man hört auch schnell, warum, setzt der überaus eingängige Song doch vertraute Segel Richtung “Love My Way” von den PSYCHEDELIC FURS. Nicht nur ihnen, sondern auch bekannten Größen wie THE CURE oder HUMAN LEAGUE wird auf der Platte gehuldigt, die im gleichen Moment auch fest in der Moderne steht, in der Namen wie INTERPOL als erstes fallen.

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Adrian H and The Wounds – “Dog Solitude”

14. Dezember 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Post-Punk trifft auf Nick Cave

Saxophon, Piano und dazu Balladen mit Mord, Schmerz und morbidem Charme. Unsere Erzähler sind ADRIAN H AND THE WOUNDS, die auf ihrem zweiten Album “Dog Solitude” einen faszinierenden Spagat wagen. Adrian besingt gebrochene Charakter aus Fleisch und Blut, menschliche Tragödien, in denen wir alle letztendlich nur auf ein happy ending warten dürfen (und Adrian gönnt es in seinen Texten kaum jemandem). Sein Erzählstil, seine heisere, sonore Stimme erinneren bisweilen sehr an NICK CAVE. Und wenn die Wounds ihn begleiten, dann fusioniert Cave’scher schwarzer Humor mit Post-Punk á la BAUHAUS und LOVE AND ROCKETS.

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Principe Valiente – “Principe Valiente”

24. November 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Post-Punk Retro Flash

Warum nur habe ich bei dieser Platte immer wieder Assoziationen mit Italien? Liegt’s am Namen der Band oder vom Sänger? Fakt ist: Das Trio kommt aus Schweden, spielt wie Briten (die EDITORS lassen grüßen) und Vokalist Fernando Honorato hat ein Timbre in seiner Stimme, wie das von Paul Banks (INTERPOL). Die beiden Eckpfeiler dürften Hinweis genug sein, was einem auf dem selbstbetitelten Album erwartet: Post-Punk mit Indie-Würze, passender Sound, Schlagzeug mit Hall und Stimme mit Dramatik.

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International Karate – “More Of What We’ve Heard Before Than We’ve Ever Heard Before”

14. November 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Es gibt ein Leben nach dem Post-Rock

Sie mussten sich verändern. Nicht weil sie es nötig gehabt hätten, sondern weil sie es wollten. Den Australiern hat es nach einigen rein instrumentalen Alben im Standard Post-rock-Format so sehr in den Händen und Füßen gekribbelt, dass fortan neue Wege beschritten werden sollten. Wege, die dabei viel tiefer in die Materie und viel stärker in die Menschen an den Instrumenten eindringt. Das Ergebnis kann sich absolut hören lassen, denn “More of What We’ve Heard Before Than We’ve Ever Heard Before” ist ein gelungener Ausbruch aus dem steifen Korsett von Post-Rock Klischees und instrumentalem Singsang.

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