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Exxasens – “Eleven Miles” (10,00 / 10)
valerie renayTake a look! http://www.youtube.com/watch?v =vViinMt156s
MEAuch hier gilt: die Version mit Bonus greifen! ‘Age Of Creation’ ist ein wunderbarer Achterbahn-Track,...
MEAuch für dieses Album gilt: die edle Digifassung mit Bonustrack ‘Tired Bones’ (lässig-schwerer...
Post-Metal
Seven Nines And Tens – “Habitat 67″
Full spectrum dominance
Har-har, was für eine markige Überschrift, und aufgrund ihrer militärischen Bedeutung eigentlich völlig unpassend für Musik – aber hey, das ist Sprache, das ist Metaphorik, und in punkto ‘Spektrum’ kann man den Kanadiern von SEVEN NINES AND TENS wirklich nichts vormachen. An fast jeder Ecke wird man hier als Hörer eines Besseren belehrt, weil Erwartungen immer trügerisch sein können. Was erwartet man z. B. von Post-rockenden Bands? Und was von solchen, die gern noch eine große Schippe harte, metallische Riffs obendrauf packt? 
Elephant Hawk Moth – “Elephant Hawk Moth”
Rockende Nachtschwärmer
Die Würzburger ELEPHANT HAWK MOTH trommeln auch ganz gerne mal auf dem Lokus. Muss ein wunderbares Raumecho geben, vor allem wenn der Schlagzeuger noch SoundFX… aber lassen wir das. Das Video, was sie zu ihrem Debütalbum (fertig?)gedreht haben, scheint jedenfalls amüsant zu werden, inkl. Unterwasseraufnahmen! Mit Strom sollten sie im nassen Element allerdings vorsichtig sein, denn davon jagen sie eine ganze Menge durch ihre Gitarren. 
Toundra – “(II)”
Post-rockende Metalboten
Dem Hardcore entwachsen, dem Horizont entgegen. Die vier Musiker aus Spaniens Hauptstadt sind einen Weg gegangen, der ziemlich typisch für viele gleichartige Bands ist, die sich irgendwann in ihrem vormals beackerten Genre zu eingeengt gefühlt haben. Heftig und energisch war es, doch irgend etwas anderes musste doch noch möglich sein! Ein ebenso interessantes Phänomen ist es, wenn plötzlich der Gesang verstimmt und dafür die anderen Instrumente ihren zweiten Frühling erleben. 
Terra Tenebrosa – “The Tunnels”
Düstere Klangwelten
Hoppla! Zufallsfunde sind manchmal die Schönsten. Im Falle von TERRA TENEBROSA hat mich zunächst lediglich das Cover angesprochen, das einerseits düster wirkt, auch geheimnisvoll, aber unterschwellig irgendwie auch eine Art bittere Komödie vermuten lässt. Die Musik selbst bestätigt die ersten beiden Eindrücke auf jeden Fall; Humor gibt es allerdings keinen auf “The Tunnels” und das ist angesichts der wahrlich dunklen Klänge auch verdammt nochmal gut so, denn er wäre hier definitiv fehl am Platz. 
Iroha – “Iroha”
Wenn der Schwan mit dem Christenkind…
IROHA aus Birmingham/Großbritannien stammen aus dem Umfeld von GODFLESH und JESU, was man definitiv auch am musikalischen Ergebnis erkennt, bzw. die Herkunft davon ableiten kann. IROHA-Kopf Andy Swan hat bereits mit Justin Broadrick (JESU, GODFLESH, Ex-NAPALM DEATH) eine gemeinsame musikalische Vergangenheit hinter sich. Beide haben 1983 das experimentelle Elektronikprojekt FINAL ins Leben gerufen, das heutzutage zwar auch noch besteht, jedoch von Broadrick alleine geführt wird. 
Jesu – “Infinity”
Ein musikalisches Drama in mehreren Akten
Der kreative Kopf bei JESU ist einzig und allein Justin Broadrick, auch bekannt durch seine Vorgeschichte bei den legendären GODFLESH und NAPALM DEATH. Ted Parsons (Ex-SWANS, Ex-PRONG) an den Drums sowie Diarmuid Dalton an den vier Saiten, die ihm normalerweise bei JESU zur Seite stehen, sind an “Infinity” allerdings nicht beteiligt. Hier übernahm Broadrick kurzerhand alle Instrumente selbst und hat demnach im kompletten Alleingang ein Album erschaffen, das mit einem einzigen Track rund 50 Minuten Spielzeit ausfüllt und sämtliche Facetten des bislang bekannten JESU-Sounds bedient. 
Isis – “Oceanic”
Ritt über den wilden Ozean der Emotionen
ISIS sind, oder besser waren eine der bedeutendsten und innovativsten Bands im Bereich der Post-Sounds. Man kann nun darüber streiten und sinnieren, ob es Post-Metal, Post-Rock, Post-Core oder Post-irgendwas ist, was ISIS mit ihrer Musik zuletzt fabriziert haben. Fakt ist, dass es die Truppe geschafft hat, sich von lauten, Hardcore-lastigen Sounds der frühen Tage hin zu musikalisch vielseitigen und sehr feinfühligen, regelrecht innovativen (Post-)Klängen zu entwickeln. Diese Aufgabe haben sie mit jedem weiteren Album stets mit Bravur erfüllt haben. Besonders für Liebhaber moderner Klänge dürften besonders ihre letzten Alben “Wavering Radiant”, “In The Absence Of Truth”, die Göttergabe “Panopticon” und natürlich “Oceanic” genannt sein. 
Neurosis – “Given To The Rising”
Zerbrechlich, verstörend und elegisch
Die musikalische Kost von NEUROSIS war noch nie leicht zu konsumieren und besonders, seitdem sie sich vom Hardcore der ersten Alben verabschiedet haben und mehr dynamische Elemente einflechten, ist diese Band fast nur durch ein offenes Musikverständnis und einem Hang zu leidenschaftlich schwerer Musik zu akzeptieren. Diesen Umstand spiegelt definitiv auch das komplexe Meisterwerk “Given To The Rising” aus dem Jahre 2007 wieder, das nach “The Eye Of Every Storm” einen weiteren Höhepunkt in der Geschichte NEUROSIS’ darstellt. Dieses Album vereint all das zu einem homogenen Ganzen, wofür NEUROSIS in den zehn Jahren vor diesem Release standen und sie beweisen hier einmal mehr eindrucksvoll, wie sehr Musik den eigenen Gemütszustand verändern kann. 
Neurosis – “Live At Roadburn 2007″
Höllenqualen live erleben
NEUROSIS sind mittlerweile nicht mehr wegzudenken in der psychedelisch avantgardistischen Ecke extremer Musik. Ihr Ansehen ist ensprechend sehr hoch und das zu Recht, denn bislang waren alle Veröffentlichungen dieser Band etwas besonderes und entsprechend erhaben. Somit dürfte es auf der Hand liegen, dass ein Livealbum nicht nur ein zweitrangiges Tondokument darstellt, das einfach nur Studiosongs in schlechterer Qualität wiedergibt, sondern ein Hörerlebnis der Extraklasse ist. Wer diese einmalige Truppe bereits live erleben durfte weiß wovon ich hier rede, nämlich einem Klang- und Gefühlserlebnis erster Güteklasse. 
Pet Slimmers Of The Year – “…And The Sky Fell”
Symbiose aus PELICAN und ISIS
Aus Peterborough/Großbritannien kommt diese relativ junge Post-Rock-Combo und bringt mit “…And The Sky Fell” ihre zweite EP über das Netlabel Lost Children raus, die im Grunde schon als richtiges Album durchgeht, denn die Spielzeit beläuft sich auf fast 40 Minuten. Das erfüllen andere Bands oftmals nicht einmal mit einem Longplayer.
Musikalisch bewegt sich die Truppe im Bereich des Post-Rock, angereichert mit Metal-Schwere und einem kleinen Hang zu ausschweifenden Arrangements. 
Solefald – “Norrøn Livskunst”
Schräger Humor
Dass nicht nur Finnen, sondern auch Norweger ziemlich verrückt sein können, beweisen wieder einmal SOLEFALD. Wie soll man nun dieses Gebräu bezeichnen, dass wir hier in die Lauscher bekommen? Gemischt wird, was gefällt. Folk, Jazz, Black Metal, Trollish Metal, Siebziger Rock, Rock ’n’ Roll, Orientalik, Pop, Elektro, was weiß ich noch alles…
Das neue Album der Nordmänner “Norrøn Livskunst” rauscht beim ersten Hören vorbei und hinterlässt ungläubiges Staunen. Ist das jetzt wirklich gut, kreativ, farbenreich oder aneinander gereihter Nonsens? 
Minsk – “With Echoes In The Movement Of Stone”
Atmosphärisch anspruchsvolle Zerreißprobe
Nach dem großartigen Vorgänger “The Ritual Fires Of Abandonment” ist “With Echoes In The Movement Of Stone” ein weiterer Höhepunkt und man könnte ohne Bedenken schon sagen der nächste Geniestreich. Von Album zu Album steigert sich diese Band immer mehr und es ist schlichtweg eine wahre Freude zu hören, wie sich diese Band entwickelt hat und weiterhin dabei ist, ihren eigenen Sound zu definieren.
Bislang haben sich MINSK keiner Kategorie konkret zuordnen lassen und daran ändert sich auch auf vorliegendem Album absolut nichts. Irgendwo zwischen Post-Rock, Sludge und einer Prise Metal mit Doom-Einschlägen agieren die Jungs spielerisch vielseitig und kompositorisch variabel und stets sehr kreativ. 
Isis – “In The Absence Of Truth”
Intensiv, vielseitig und emotional
Zwei Jahre hatten sich die Herren nach “Panopticon” Zeit gelassen mit einem neuen Album und nicht nur Anhänger der Band waren gespannt darauf, was auf sie zukommen würde, da “Panopticon” bis dato schlichtweg das beste Album von ISIS war. Aber ISIS waren immer für eine (wenn auch manchmal nur kleine) Überraschung gut und so klang “In The Absence Of Truth” nicht einfach wie ein Abklatsch, sondern erweiterte den Sound von ISIS um ein wichtiges Maß. 
Omega Massif – “Geisterstadt”
Tonnenschwere Breitwand-Sounds
OMEGA MASSIF kommen aus Würzburg und sorgen für tonnenschwere Lava-Riffs und instrumentale Breitwand-Sounds, die sich gewaschen haben. Auf jeden Fall ist “Geisterstadt” der beste Beweis dafür, dass es die gebotene Art Musik auch aus Deutschland in gehobener Qualität gibt. Egal ob man nun das Etikett Sludge, Post-Metal, Post-Rock oder Post-irgendwas anbringt, Fakt ist, dass sich OMEGA MASSIF keinesfalls vor großen Namen wie NEUROSIS oder ISIS, um einfach mal Beispiele für die grobe Schnittmenge der gebotenen Musik zu nennen, verstecken müssen. 
Isis – “Wavering Radiant”
Auch in Amerika baut man atemberaubende Brücken
Das permanente Touren mit TOOL hat seine Spuren hinterlassen bei den US-Post-Rockern von ISIS. Die Songs wurden länger, komplexer, Growls und Klarvocals wurden variabler gestreut. Kult sind sie spätestens seit “Oceanic”, ihrem Zweitwerk von 2002. “Wavering Radiant” haben sie ihre neue, fünfte CD genannt. Der Opener “Hall Of The Dead” mischt die unzugängliche monolithische Härte von Felsgestein des Monument Valley mit der Atmosphäre von knarrenden Stahltauen im Hafen von New York (oder Rotterdam). Akustische Einschübe und klare Stimmen führen uns gerne aufs Glatteis oder sollte man sagen auf stählerne Geländer der George Washington Bridge. Da geht es uns ähnlich mit ihren Genrekollegen von TRANSMISSION0 oder CULT OF LUNA. Weit schweifen ISIS in die sie umgebende Landschaft; den Song behalten sie jedoch immer im Auge. Die dezent angedeuteten Hammond-Vibes und Sludge machen aus dem Einführungstrack ein zackig aufgebautes und dennoch fließendes Songungeheuer von spartanischer, nicht authentischer Schönheit. 







