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Gratis Post-Rock Sampler von NBHAP.com (10,00)
Kampfar – “Mare” (9,00)
MattHätte man kaum besser ausdrücken können. Fantastisches Album. Hier stimmt alles.
MattNach häufigem Hören des Albums muss ich von einer klaren Enttäuschung sprechen. Aalglatte Kompositionen, die...
WraithWarum soll das Modell einer Populationskontrolle generell schlecht sein, nur weil es in unseren Gesellschaften...
Light Bearer – “Silver Tongue”
Evil livE
Das Intro? Unendliche Traurigkeit, wie zumindest meine Wenigkeit sie kaum aushält, führt minutenlang in den musikalischen Kosmos von LIGHT BEARER. Da war doch was? Mit diesen Takten hatten sie ihr letztes Album “Lapsus” beendet, weches so großartige Massive, aus sich turmhoch schichtendem Post Metal und -Rock bot, dass wir immer wieder eintauchen wollten in diese packende, ganz eigenwillige Atmosphäre pendelnd zwischen Verdammnis und Hoffnung. 
Kruger – “333″
Macht satt!
Qualität geht vor Quantität, sagen sich die Schweizer KRUGER, und hauen nach vier Alben ausnahmsweise mal eine edle 10″-EP mit zwei neuen Songs raus. Ich habe sie noch mit dem etwas düster eingefärbten “For Death, Glory And The End Of The World” in Erinnerung. Diese Eintönung haben sie auf einer Seite beibehalten, denn “Herbivores” geht über die Länge von knapp sieben Minuten richtig in die Vollen, und stimmungsmäßig richtig in den Keller. Also im positiven Sinne. Was sie hier mit ihrem Sludge-Post-irgendwasmitMetal-Konglomerat verbraten, ist schon amtlich. 
Fragment. – “Temporary Enlightenment”
Gibt es Jesu nur einmal?
Der französische Musiker Thierry Arnal hatte 2008 mit “Monolith”, dem Debütalbum von FRAGMENT., erstes Aufsehen erregt. Es folgten weitere Alben, Splits mit METHADRONE und IROHA sowie Compilations und ein paar Singles. Nun hat er mit “Temporary Enlightenment” sein neues Werk fertig gestellt und knüpft exakt dort an wo, bzw. wie er zuletzt mit FRAGMENT. musiziert hat. In der Vergangenheit hat er sich nicht selten und dabei stets zu Recht gefallen lassen müssen, als Klon von JESU zu gelten, da die Musik an sich, die gesamte Konzeption, die Melodien, das Songwriting und das dazugehörige Feeling exakt so rüberkommen wie bei Justin Broadricks genannter Band. Aber heutzutage gilt dies ja kaum noch als abwertendes Urteil, sondern eher als Aufforderung, doch mal reinzuhören… 
Ortega – “A Flame Never Rises On Its Own”
Nicht essentiell, aber gut
ORTEGA haben sich Zeit gelassen. Das vor zwei Jahren erschienene Debütalbum wurde in der Zwischenzeit nochmal neu aufgelegt. Nun aber war es endlich soweit für den nächsten Streich: Eine EP, oder je nachdem wie man es betrachtet, eine Art Minialbum. Drei Songs, davon zwei mit monumentaler Länge von mehr als zehn Minuten. Als kleiner Appetithappen für zwischendurch eignet sich dieses Kleinod schon deshalb nicht, vor allem aber wegen der Musik – da sind sich ORTEGA treu geblieben. 
Lento – “Anxiety Despair Languish”
Schwerlastorgien
Die Brachial-Haudegen von LENTO kennt man vor allem als lautstarke Livemacht. Ihr letztes Album, live aufgenommen, fand ich deshalb noch einen Zacken besser als die eigentlichen Vorgänger, wie z.B. “Icon”. Das Teil war ziemlich gut ausbalanciert, was Härte und meditative (Un)ruhe betrifft. Dies haben die Italiener nun geändert. Nach einem fast schon gothicschwangeren Einstieg – nur in der Melodie! – drehen sie schnell zu einer morbiden-schizophrenen Fahrt durch die Gewässer, in denen sie bereits ihr Panzerschiff erprobt haben: Sludge, Post-Metal, Doom mit Hardcore-Aggression, und das alles nach wie vor ohne beschönigende Worte. 
Ortega – “1634″
Mehr als nur Schwerlast-Geriffe
1634 ist einiges passiert. Wallenstein wurde ermordet, die Paulaner Brauerei gegründet, und die Mitglieder der zukünftigen Académie française trafen das erste Mal zusammen. Hat aber irgendwie alles nichts mit ORTEGAs neu aufgelegtem Album von 2010 zu tun. Die Niederländer besingen weder den Dreißigjährigen Krieg noch deutsches Bier, und auch französische Texte bekommt man hier nicht geboten. Dafür sludge-angehauchten Post-Metal mit genügend eigener Identität, dass man die üblichen Verdächtigen für’s fröhliche Vergleichen nur am Rande erwähnen kann. 
Echoes Of Yul – “Cold Ground”
Gelobt sei, was monumental macht!
Dass wir hier auf GODFLESH, JESU und KHANATE stehen, dürfte kein Geheimnis mehr sein. Dass auch die Polen von ECHOES OF YUL etwas für die Werke von Justin K. Broadrick und James Plotkin übrig haben, daraus machen sie keinen Hehl. Ersterer dürfte eine der Hauptinspirationsquellen für sie sein, und letzterer hat sogar ihre aktuelle Platte gemastert. Da kommt zusammen, was zusammen gehört.
ECHOES OF YUL stehen nämlich für alles, was hart und monumental macht. Ein bisschen Drone, ein wenig Noise, deutliches Doom-Sludge-Feeling, und irgendwie hängt auch Post-Metal mit drin. 
Kraków – “Diin”
Mehr als nur Post-Metal
Was macht eine Band namens KRAKÓW in Norwegen? Brücken bauen. Brücken zwischen den Stilen, Brücken zwischen Bands wie ENSLAVED und NEUROSIS. Die Band aus Bergen hat sich einen Sound geschaffen, der mit ‘aufregend’ wohl treffend umschrieben ist. Schwermetallische Härte paart sich auf “Diin” mit rockenden Melodien und hypnotisierenden, elektrisierenden Passagen musikalischer Schwärmerei.
Auf ihrem zweiten Album zeigen sich KRAKOW als eine Band, die sich von den vermeintlichen Zwängen der Post-Moderne befreit hat. Musikalische Selbstreflexion? Dem Quartett liegt es nicht daran, einen neuen Genreentwurf mit ihren Songs zu zeichnen, noch wollen sie formgerecht in die Schubladen passen, die in den vergangenen Jahren mit dem Attribut ‘post’ zurechtgezimmert wurden. 
NEUROSIS bringen neues Album im Oktober raus
Die Sludge-/Post-Meister NEUROSIS veröffentlichen am 31. Oktober 2012 ihr neues Album “Honor Found In Decay”. Die aus Oakland stammende Band um Scott Kelly und Steve Von Till hat zusammen mit Steve Albini ihr, nach eigener Aussage, ästhetischstes Werk eingespielt.
Tracklist:
1. We All Rage In Gold
2. At The Well
3. My Heart For Deliverance
4. Bleeding The Pigs
5. Casting Of The Ages
6. All Is Found… In Time
7. Raise The Dawn

Seven Nines And Tens – “Habitat 67″
Full spectrum dominance
Har-har, was für eine markige Überschrift, und aufgrund ihrer militärischen Bedeutung eigentlich völlig unpassend für Musik – aber hey, das ist Sprache, das ist Metaphorik, und in punkto ‘Spektrum’ kann man den Kanadiern von SEVEN NINES AND TENS wirklich nichts vormachen. An fast jeder Ecke wird man hier als Hörer eines Besseren belehrt, weil Erwartungen immer trügerisch sein können. Was erwartet man z. B. von Post-rockenden Bands? Und was von solchen, die gern noch eine große Schippe harte, metallische Riffs obendrauf packt? 
Elephant Hawk Moth – “Elephant Hawk Moth”
Rockende Nachtschwärmer
Die Würzburger ELEPHANT HAWK MOTH trommeln auch ganz gerne mal auf dem Lokus. Muss ein wunderbares Raumecho geben, vor allem wenn der Schlagzeuger noch SoundFX… aber lassen wir das. Das Video, was sie zu ihrem Debütalbum (fertig?)gedreht haben, scheint jedenfalls amüsant zu werden, inkl. Unterwasseraufnahmen! Mit Strom sollten sie im nassen Element allerdings vorsichtig sein, denn davon jagen sie eine ganze Menge durch ihre Gitarren. 
Toundra – “(II)”
Post-rockende Metalboten
Dem Hardcore entwachsen, dem Horizont entgegen. Die vier Musiker aus Spaniens Hauptstadt sind einen Weg gegangen, der ziemlich typisch für viele gleichartige Bands ist, die sich irgendwann in ihrem vormals beackerten Genre zu eingeengt gefühlt haben. Heftig und energisch war es, doch irgend etwas anderes musste doch noch möglich sein! Ein ebenso interessantes Phänomen ist es, wenn plötzlich der Gesang verstimmt und dafür die anderen Instrumente ihren zweiten Frühling erleben. 
Terra Tenebrosa – “The Tunnels”
Düstere Klangwelten
Hoppla! Zufallsfunde sind manchmal die Schönsten. Im Falle von TERRA TENEBROSA hat mich zunächst lediglich das Cover angesprochen, das einerseits düster wirkt, auch geheimnisvoll, aber unterschwellig irgendwie auch eine Art bittere Komödie vermuten lässt. Die Musik selbst bestätigt die ersten beiden Eindrücke auf jeden Fall; Humor gibt es allerdings keinen auf “The Tunnels” und das ist angesichts der wahrlich dunklen Klänge auch verdammt nochmal gut so, denn er wäre hier definitiv fehl am Platz. 
Iroha – “Iroha”
Wenn der Schwan mit dem Christenkind…
IROHA aus Birmingham/Großbritannien stammen aus dem Umfeld von GODFLESH und JESU, was man definitiv auch am musikalischen Ergebnis erkennt, bzw. die Herkunft davon ableiten kann. IROHA-Kopf Andy Swan hat bereits mit Justin Broadrick (JESU, GODFLESH, Ex-NAPALM DEATH) eine gemeinsame musikalische Vergangenheit hinter sich. Beide haben 1983 das experimentelle Elektronikprojekt FINAL ins Leben gerufen, das heutzutage zwar auch noch besteht, jedoch von Broadrick alleine geführt wird. 
Jesu – “Infinity”
Ein musikalisches Drama in mehreren Akten
Der kreative Kopf bei JESU ist einzig und allein Justin Broadrick, auch bekannt durch seine Vorgeschichte bei den legendären GODFLESH und NAPALM DEATH. Ted Parsons (Ex-SWANS, Ex-PRONG) an den Drums sowie Diarmuid Dalton an den vier Saiten, die ihm normalerweise bei JESU zur Seite stehen, sind an “Infinity” allerdings nicht beteiligt. Hier übernahm Broadrick kurzerhand alle Instrumente selbst und hat demnach im kompletten Alleingang ein Album erschaffen, das mit einem einzigen Track rund 50 Minuten Spielzeit ausfüllt und sämtliche Facetten des bislang bekannten JESU-Sounds bedient. 




