• N/A

  • Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)
"Post-Metal"

Kurz notiert #76 – Extrem hörbar

Ion - "Ion"Ion – "Ion"
Black Metal (Eigenproduktion, 2014)

Schweres Geschütz wird von den U.S.-Schwarzmetallern aus San Francisco aufgefahren. Wenn das Trio richtig Fahrt aufnimmt, kommt der schwarze Geist der Musik so richtig schön zur Geltung. Zwischendurch wird das Szenario fast komplett runtergefahren und sehr vorsichtige Ambient-Klänge übernehmen das Zepter. Diese Passagen ("Transcendence") kann man fast schon als reine Klangcollagen bezeichnen, die dazu dienen, eine schwelende Atmosphäre zu erzeugen, die dann wiederum in rasendes Black-Metal-Geschehen gipfelt. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #31 – Extrem hörbar

Palehorse - "Looking Wet In Public"Palehorse – "Looking Wet In Public"
(Truthseeker Music, 2016)

Na sowas, kaum hatten die londoner Briten PALEHORSE im Juli 2016 ihr viertes Album an den Start gebracht, wurde auch schon die Auflösugs bekannt gegeben. Dabei birgt ihr schmutziger Sludge-Doom durchaus viel Potential und vermutlich hätte sich die Band perspektivisch äußerst positiv entwickelt, aber nun ja, wenn sie halt nicht wollen… "Looking Wet In Public" besitzt einen räudigen, dreckigen Sound mit viel Wumms und vor allem die beiden knarzenden Bass-Klampfen regeln alles. Der sehr fiese Kreisch- und Schreigesang bohrt sich regelrecht in die Gehörgänge und transportiert die verbale Apokalypse. Auch wenn sich der eine oder andere Part auf dem Album etwas zieht, ist das Teil unter Strich ganz gut gelungen. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #20 – Extrem hörbar

10. September 2016 | Kurz notiert » Musikrezensionen | Keine Kommentare

The Lion's Daughter - "Existence Is Horror"The Lion's Daughter – "Existence Is Horror"
(Season Of Mist, 2016)

Schwer einzuordnen sind diese Extrem-Metaller aus St. Louis/USA. Irgendwo zwischen Sludge, nur in flotter Variante, ein paar Black-Metal-Einflüssen, nur in schwerer Variante sowie etwas Post-Metal und Hardcore, nur in… OK, lassen wir das. Der Sänger klingt saumäßig angepisst. Es kratzt und kokelt im Mikro, so angefressen tönt es aus den Boxen. Immer wieder werden dabei kleine aber feine Melodien eingeflochten, die dem Ganzen die Schnittmenge zwischen Post- und -Metal ermöglichen. Erinnert manchmal an TOMBS, nur in garstig. Keine einfache Scheibe, aber dafür auch eine mit hohem Wiedererkennungswert. Öfter gehört, entfaltet diese Platte viele starke Momente, die man auch durch häufiges Hören nicht klein kriegt. ⇒ weiterlesen

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O Graceful Musing's Burden – "Im Draußen bricht sich das Drinnen"

Wuchtige Überraschung

O Graceful Musing's Burden - "Im Draußen bricht sich das Drinnen"Seit ihrem letzten Album "Two" sind drei Jahre vergangen, und aus dem Leipziger Duo ist wieder ein Trio geworden. Das sind allerdings nur nebensächliche Details im Vergleich zu den musikalischen Veränderungen, die sich im neuen Album manifestieren. Auf den Vorgängern wandelten sie vorzugsweise auf den Pfaden des Post-Rocks und experimentellen, instrumentalen Klängen. Entsprechende Erwartungen erfüllen dann auch die ersten Momente – bis die Band ihre volle, aurale Wucht über dem Zuhörer entlädt. ⇒ weiterlesen

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Krakow – "Amaran"

14. April 2015 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Experimenteller und tiefgründiger als zuvor

Krakow - "Amaran"Licht und Dunkelheit, Leichtigkeit und Schwere, KRAKOW. Die Band aus Bergen hatte schon mit "Diin" eindrucksvoll gezeigt, wie man ohne Beachtung von Genrebarrieren äußerst facettenreich musikalisch agieren kann. Auf ihrem dritten Album "Amaran" tun sie das weiterhin in der großen Spanne zwischen Post-Metal und (Post-)Rock, jedoch nicht ohne hörbare Weiterentwicklungen in ihrem Sound.

Die teils aggressive Natur des Vorgängers ist einer nachdenklicheren aber auch experimentelleren Herangehensweise gewichen. ⇒ weiterlesen

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Apoa – "Enūma Eliš"

29. März 2015 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Von Nixen, Propheten, Lichtern und Chimären

Apoa - "Enūma Eliš"Wenn Sänger schweigen, müssen Songtitel sprechen. Und natürlich die Instrumente. Das Instrumentaltrio aus Dresden verlässt sich allerdings nicht wie viele andere Bands darauf, dass die Klänge ohne Gesang schon irgendwelche Bilder im Kopf entstehen lassen, sondern packen ein ganzes Bücherregal voller Themen auf ihr Album. Das fängt schon beim Titel an, der sich auf den babylonischen Schöpfungsmythos bezieht. Es begegnen uns in Folge biblische Propheten ("Amos"), Nixen ("Näcken"), amerikanische Luftfahrtpioniere und Polarforscher ("Admiral Byrd"), die Chimaira aus der griechischen Mythologie, die von Bellerophon erlegt wurde, sowie die Hessdalen-Lichter, die man ab und zu in Norwegen beobachten kann. ⇒ weiterlesen

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Tempel – "On The Steps Of The Temple"

24. März 2015 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Stilfreudiges Post-Metal-Duo

Tempel - "On The Steps Of The Temple"Das Duo aus Phoenix, Arizona hat eine ziemlich lange Entwicklungszeit hinter sich. Ursprünglich waren TEMPEL mal mehr als zwei, ursprünglich  standen auch die Buchstaben im Namen noch etwas anders, und ursprünglich war ihr musikalisches Spektrum wohl auch noch erheblich kleiner. Das hat sich im Verlauf von gut zehn Jahren mächtig erweitert, wie sie auf ihrem Debüt ziemlich klanggewaltig unter Beweis stellen.

Wo steht der Tempel? Während das Cover nach China zeigt, erinnert mich die schwarzmalerische Atmosphäre im ersten monumental-brachialen Track "Mountain" an die australischen RUINS. ⇒ weiterlesen

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A Swarm Of The Sun – "The Rifts"

Ein imposanter Koloss der Melancholie

A Swarm Of The Sun - "The Rifts""Bleibt nur noch die Frage: Was kommt nach dem Zenit?", fragte ich mich damals im Schwung der Begeisterung über das Debüt von A SWARM OF THE SUN. Keine Frage, die Schweden hatten damit ein Meisterwerk vorgelegt, gleichzeitig aber die Messlatte für das künftige Schaffen gewaltig angehoben. "Zenith" zu toppen würde schwer werden, wenn man sich an dieser Aufgabe versucht. Die Band hat sich der kreativen Herausforderung gestellt – und das wirklich überzeugend.

Grundsätzlich kann man sagen: Der Weg, den die Schwerlast-Melancholiker eingeschlagen haben, wird konsequent fortgeführt. Ebenso wie "Zenith" wird "The Rifts" vor allem durch seine konzeptionelle Dichte geprägt, ⇒ weiterlesen

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SOJUS3000 – "Atlas"

19. Februar 2015 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Raketen, Reaktoren, Rockfusion

SOJUS3000 - "Atlas"Hier sind eindeutig technikbegeisterte Musiker am Werk. Nicht, weil sie sich ihre Finger auf den Saiten wundfrickeln, sondern aufgrund der Themen, die sie lyrisch anschneiden. Ein deutlicher Fingerzeig ist ja schon der Name der Band aus Ilmenau. Auf dem Cover ihrer Debüt-EP sah man einen Kosmonauten, und mit Rotverschiebung und Kernfusionsreaktoren dehnt sich das Spektrum auf dem Album aus. Als starke musikalische Einflüsse benennen sie mit Bands wie MOGWAI, ISIS und UFOMAMMUT die Crème de la Crème postrockender und postmetallischer Kost. Und SOJUS3000 schlagen sich im Lichte dieser geistigen Überväter ziemlich gut. ⇒ weiterlesen

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Obscure Sphinx – "Void Mother"

8. Dezember 2014 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Schlammige Gipfelstürmer

Obscure Sphinx - "Void Mother"Die aus Polen stammende Formation OBSCURE SPHINX konnte bereits in Band Contests überzeugen, gewann auf Festivals (angeblich) die Hörerschaft für sich und hat mit "Anaesthetic Inhalation Ritual" (2011) und dem vorliegenden "Void Mother" zwei Alben veröffentlicht, die in der breiten Print- und Online-Presse fast durchweg überzeugen konnten. Hochgelobt in den höchsten Tönen sind OBSCURE SPHINX der neue Stern am Sludge-Himmel, heißt es, die Nachwuchs-Combo schlechthin, die neue Perle der Szene und so weiter und so weiter… Warum die Band ihre Sache gut aber nicht genial macht und warum "Void Mother" nicht die Überbombe ist, wie vielerorts nachzulesen ist, steht in den folgenden Zeilen, die im Übrigen kein Verriss darstellen, sondern den Szene-Hype um die Band etwas relativieren sollen. ⇒ weiterlesen

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Matthias' Alben des Monats: November 2014

6. Dezember 2014 | Alben des Monats » Polls | Keine Kommentare

Ghost Brigade - "IV-One With The Storm"

GHOST BRIGADE – IV: One With The Storm
Season Of Mist, 2014

Anfangs war ich etwas skeptisch, ob die Finnen GHOST BRIGADE mit dem Nachfolger zu "Until Fear No Longer Defines Us" ein ähnlich starkes Album abliefern können, hatte besagter Vorgänger doch einige herausragende Sternstunden an Bord. Spätestens ab dem dritten Durchlauf konnte mich "IV – One With The Storm" dann auch vollends überzeugen und orgelt hier seitdem schön regelmäßig durch die Anlage. Ein klasse Album, das sauber zwischen eingängigen Melodien, musikalischer härte und Schwere angesiedelt ist. Irgendwo zwischen Post-Metal und… tja, einfach selbst rausfinden.

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Palms – "Palms"

2. Dezember 2014 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
ISIS plus mehr Gänsehaut minus Aggression

Palms - "Palms"Grundsätzlich bin ich kritsch, wenn Musiker unterschiedlicher, etablierter Bands ein gemeinsames Projekt starten. Entweder geht es da um blanke Vetternwirtschaft ("lass ma' noch zusammen bissel Kohle abgreifen"), die Verwirklichung unausgereifter Ideen experimenteller Natur, die dann auch ebenso kaum bis unhörbar sind oder aber um einen spröden Abklatsch der Hauptbands. Spontan fallen mir nur wenige Kollaborationen ein, denen es gelungen ist, mindestens den qualitativen Standard ihrer Stammbands zu erhalten. Im Falle von PALMS sieht die Sache so aus, dass ich fast geneigt bin, das Resultat höher zu bewerten als das, was man von den Herren Musikern bereits kennt. Sänger Chino Moreno von den DEFTONES hat sich hier mit den ehemaligen ISIS-Musikern Jeff Caxide, Aaron Harris und Bryant Clifford Meyer zusammengetan, nachdem Harris, der als Schlagzeugtechniker für die DEFTONES arbeitete, Moreno ein Demo zugesteckt hatte und dieser davon schnell begeistert war. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #4

Clinton Affair - "Passions / Passions II"Clinton Affair – "Passions / Passions II"
Pop (Eigenproduktion, 2014)

Ein Spanier auf dem Nostalgie-Trip. CLINTON AFFAIR aus Madrid fährt mit dem DeLorean zurück in die 80er und 90er, und steckt das beste aus Pop, R&B, Softporno-Soundtracks und Miami Vice in den Mixer. Heraus kommt eine Mischung aus Remix, Collage, Loops – "Passions" ist sozusagen feinstes Pop-Sampling. Gesangsfragmente treffen auf neu arrangierte Beats, und zwischendurch werden eigene sehnsuchtsvolle Melodien eingewebt. Hier reiht sich ein déjà-vu an das Nächste, ständig ertappt man sich beim Wühlen in der eigenen, mentalen Erinnerungskiste, wo man denn diese eine Melodie, diesen einen Songfetzen schon mal gehört hat. ⇒ weiterlesen

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Thaw / Echoes Of Yul – "Split"

19. Oktober 2014 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Zwei Mal Schwergewicht

Thaw / Echoes Of Yul - "Split"Diese zwei Bands passen wie die Faust auf's Auge. Da hätten wir THAW, die auf ihrem Debütalbum letztes Jahr einen ziemlich coolen Bastard aus (Post-)Black Metal, Doom und Drones kreiert haben. Und dann natürlich ECHOES OF YUL, die hier schon einige Male Thema waren. Zwei Schwergewichte aus Polen, die schon in Form von Remixes gegenseitig Fühlung aufgenommen hatten. Nun sind sie auf einer Split-EP vereint, die wenig überraschend auf Albumlänge kommt. ⇒ weiterlesen

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The Old Wind – "Feast On Your Gone"

Post-Hardcore, wie man ihn kennt und mag

The Old Wind - "Feast On Your Gone"Mittlerweile, nachdem sich die ersten Begeisterungsstürme für relativ junge Genres wie Post-Rock, Post-Metal, Post-Irgendwas-Core und all das Zeugs gelegt haben dürften, beginnt die Phase der endlosen Wiederholungen durch nachrückende Bands. Zudem kommt die scheinbare Endlosschleife von neuen, natürlich aus Sicht der Musiker hochambitionierten (Side-)Projekten, die das Genre, selbstverständlich ebenfalls "natürlich", um ein wichtiges Muss erweitern. Wie wichtig und unumgänglich dieses Muss ist, darf jeder zum Glück für sich selbst entscheiden. Im Falle THE OLD WIND verhält es sich so, dass der ehemalige Schreihals von BREACH, Tomas Liljedahl, ein neues Ding am Start hat und einen weiteren, natürlich wichtigen Beitrag zum Genre leistet. Einreihen tut er sich mit dem Stoff auf "Feast On Your Gone" allerdings maximal im leicht gehobenen Mittelfeld. ⇒ weiterlesen

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