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  • Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)
"Pop"

U2 – "Pop"

Pop-Kultur

U2 - "Pop""Pop" ist nicht nur das Album, auf dem U2 erstmals konsequent mit elektronischen Einflüssen experimentierten, sondern auch jenes, das innerhalb der Band am kontroversesten diskutiert wird. Es sorgte sogar für Spannungen unter den vier Musikern, da Schlagzeuger Larry Mullen Jr. einen Großteil der Studiozeit nicht anwesend sein konnte, da er mit Rückenproblemen zu kämpfen hatte und sich zudem um seine junge Familie kümmern wollte. Die restlichen Musiker nutzten diesen durchaus unglücklichen Zustand und probierten sich an synthetischen Beats, was ihnen im nachhinein betrachtet sehr gut gelungen ist, selbst wenn U2 ursprünglich eine Band ist bzw. war, die bis dato handgemachte Musik produzierte. ⇒ weiterlesen

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David Bowie – "Never Let Me Down"

14. Dezember 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Eigenwilliger Pop-Zirkus

David Bowie - "Never Let Me Down"Dass DAVID BOWIE unterschiedliche Schaffensphasen in seiner Karriere hatte, in denen er stilistisch ebenso unterschiedlich unterwegs war, dürfte allgemein bekannt sein. Und dass seine 1980er Jahre Pop-Phase, in deren Verlauf er die drei Alben "Let's Dance" ('83), "Tonight" ('84) und "Never Let Me Down" ('87) veröffentlichte, nicht unbedingt zu den Lieblingen der BOWIE-Anhänger zählt, ist ebenfalls kein Geheimnis.  Mal abgesehen von "Let's Dance", dessen Eindruck nachhaltig ist, besonders jedoch des gleichnamigen Stückes und dem ebenfalls auf dem Album enthaltenen Hit "China Girl", haben es die beiden Folgealben nicht geschafft, an den Erfolg anzuknüpfen. Dennoch gehört "Never Let Me Down" tatsächlich zu den besser verkauften Alben des (zuletzt) Wahl-New-Yorkers und ist somit alles andere als ein Reinfall. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #83

People Like You - "Verse"People Like You – "Verse"
Indie Rock, Math Rock, Jazz (Topshelf Records, 2017)

Selten haben sich eigentliche Gegensaätze so gut ergänzt wie auf "Verse", dem zweiten Album der Truppe aus Boston. Ihre Mischung aus geschmeidigem Indie Rock und Jazz ist so gut gelungen, dass man fast glauben mag, diese Art Musik gab es schon immer. Sängerin Michi Tassey singt lieblich, zurückhaltend und ohne großartig herausstechende Phrasen. Die Gitarre spielt weitestgehend klar und wenig bis gar nicht verzerrt, sie zockt fast unaufhörlich schnelle, kompliziert wirkende Picking-Muster, die sich dabei schnell ins Ohr schleichen. Der Bass zieht unaufhaltsam seine Runden und der Schlagzeuger achtet förmlich darauf, es nicht zu übertreiben; das hört man ganz eindeutig, denn das Potential ist definitiv da. Hinzu kommt eine wiederkehrende Trompete, die den vertrackten Rhythmen eine jazzige Note verleiht und die Musik letztendlich zu etwas eigenständigem macht. Klasse Platte, die man aufgrund ihrer musikalischen Komplexität auf jeden Fall mehrmals hören muss, damit sie richtig wirken kann. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #77

Amber Arcades - "Fading Lines"Amber Arcades – "Fading Lines"
Indie Rock, Indie Pop, New Wave (Heavenly, 2016)

Die Niederländerin Annelotte De Graaf kramt alte New-Wave- und Indie-Sounds raus und schreibt mal eben ein Album, das von Anfang bis zum Ende eben diesen roten Faden verfolgt; eng gestrickt und weitestgehend ohne Seitenblicke in andere Ecken. Sie streift dabei höchstens ab und an die Grenze zum Dream Pop, was vordergründig an ihrer vorsichtigen, etwas ungekonnten, aber lieblich verschlafenen Gesangsstimme, die keinem etwas Böses will, liegen dürfte. Die Musik selbst ist dabei klar gestaltet und besticht durch leichte, einfache Strukturen. Ob ihr beim Einfangen des Spirits für die Platte New York als Aufnahmeort geholfen hat, lässt sich nur vermuten; Fakt ist, dass ihr "Fading Lines" gut gelungen ist. ⇒ weiterlesen

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Mark Lanegan Band – "Phantom Radio"

24. Oktober 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
App-solut hörbar

Mark Lanegan Band - "Phantom Radio"Wenn der Bariton-König aus der Seattle-Grunge-Ära der '90er ansetzt und dem Schwermut in Stimme und Texten freien Lauf lässt, kann man sich nicht ernsthaft gegen die Wirkung dessen stemmen. MARK LANEGAN hat einfach dieses gewisse Etwas in seinem Gesang, seiner dunklen, leicht verrauchten Stimme und natürlich in seinen Texten. Er nimmt den Hörer mit in seine Welt, enführt ihn in einen Gefühlsschwall und begleitet ihn am Ende auch wieder sanft hinaus. ⇒ weiterlesen

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Beck – "Colors"

Beck-wards in die Tonne

Beck - "Colors"Reviews sollen ja in der Regel nicht (zu) persönlich geschrieben sein, um dem Leser das Gefühl zu geben, dass man möglichst objektiv an die Sache herangeht. Ist natürlich völliger Unsinn, denn es gibt keine Objektivität, schon gar nicht in Artikeln, in denen etwas beschrieben und sogar bewertet wird. Jede Äußerung, jeder Ausdruck einer Sichtweise ist immer subjektiv, denn es ist die individuelle Meinung eines einzelnen. Aber lassen wir das. Damit sollte nur gesagt werden, dass im Verlauf der untenstehenden Zeien ein paar sehr persönliche Noten zu "Colors" herausgesprudelt kommen. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #73

Landing - "Complekt"Landing – "Complekt"
Shoegaze, Psychedelic Rock (These Are Not Records, 2016)

Kräftige und leicht bratzig verzerrte Klampfen ebnen den musikalischen Weg bei den aus Connecticut stammenden Shoegazern LANDING. Sie spielen dabei mit Ideen aus der Ambient-Ecke, was keineswegs verwunderlich ist, wirbt die Band selbst doch damit, dass sämtliche Mitglieder professionelle Ambient-Musiker seien. Aber auch wabernder Psychedelic kommt zum Zuge, was vor allem in den abgehoben wirkenden Passagen deutlich wird, in denen die Band mit experimenteller Electronic eine unwirkliche Atmosphäre erzeugt. Eine sehr stimmige und vor allem gelungene Platte. ⇒ weiterlesen

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Simple Minds – "Sparkle In The Rain"

Auf dem Weg in den Pop-Olymp

Simple Minds - "Sparkle In The Rain"Sänger Jim Kerr bezeichnet "Sparkle In The Rain" heute als eine Art Übergang zwischen den 'alten' und den 'neuen' SIMPLE MINDS. Wie auch immer man diese Aussage deuten, annehmen, bestätigen oder vielleicht sogar ablehnen sollte, Fakt ist, dass dieses Album etwas ganz großes ist. Selbst heute noch, zum Zeitpunkt dieser Rezension, unfassbare 32 bzw. 33 Jahre (!) nach Veröffentlichung (in Irland wurde das Album bereits 1983 auf Vinyl veröffentlicht), stellt die Scheibe mit seinen atemberaubenden Stücken ein wahres Glanzlicht in der Rock- und Pophistorie dar. ⇒ weiterlesen

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Adna – "Closure"

2. Oktober 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Die junge Weise

Adna - "Closure"Erstaunlicherweise spricht die junge Schwedin auch mit ihrem dritten Album die (Indie-) Pop-Hörerschaft sehr an. Erstaunlich deshalb, weil ihre Musik über weite Strecken eher glatt und auf massenkompatible Radiotauglichkeit zugeschnitten ist, was in der Indie-Szene ja eher unbeliebt ist. Auch, wenn folgendes völlig subjektiv und persönlich ist, möchte ich an dieser Stelle gar das Wort unspektakulär benutzen, wenn es rein um den musikalischen Wert des Albums geht. Zwar schreibt die 23jährige durchaus hörbare Texte, deren Inhalt man allerdings nicht überbewerten sollte, da die Lebenserfahrung nur bedingt vorhanden ist, was übrigens nicht negativ gemeint sondern Tatsache ist, aber das allein reicht einfach nicht, um rundum zu punkten. An dieser Stelle nichts für ungut. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #62

The Babe Rainbow - "The Babe Rainbow"The Babe Rainbow – "The Babe Rainbow"
Psychedelic Rock, Pop, Garage Rock (Flightless Records, 2017)

Ein Blick auf das Cover, etwas Fantasie und bestenfalls eine eigene Hippie-Vergangenheit lassen schnell erkennen, worum es bei dieser Band aus Byron Bay in Australien geht. Flower Power und Hippie-Sounds stehen ganz oben auf der Agenda bei und, das muss ganz klar gesagt werden, sie machen ihre Sache so herzerfrischend gut, dass man aus dem Schmunzeln kaum noch heraus kommt. Manchmal ist man sich nicht sicher, ob die das wirklich leben und ernst meinen oder ob sie den Hippie-Style mit ihrer Musik einfach nur karikieren. Ist aber auch alles egal, denn Fakt ist, dass "The Babe Rainbow" nicht nur eine klasse Scheibe zum Blümchenpflücken ist, sondern auch die denkbar beste musikalische Untermalung für das Rollen einer würzigen, ähem, Tüte ist. Ya know… ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #61

Parlor Walls - "Opposites"Parlor Walls – "Opposites"
Experimental, Psychedelic Rock, No Wave (Northern Spy Records, 2017)

Und da behaupte noch einmal jemand, es gäbe keine wirklich experimentelle Musik mehr, die man tatsächlich auch noch hören kann. Doch, gibt es! Das Trio aus Brooklyn reizt den Bereich zwischen Free Rock und Free-irgendwas komplett aus, ohne dabei jedoch den Faden für den Song an sich zu verlieren. In der Mitte nisten sie sich gern mal im No Wave ein (SONIC YOUTH winken herüber), wechseln dann aber sofort wieder in experimentelle Gefilde und kreieren Noise-Gitarren, welche die Boxen zum Bersten bringen. Die Girlie-Stimme von Sängerin Alyse Lamb wird stets non-konform gehalten und beinhaltet, wie die Musik, ein deutlich eigensinniges Element. Trotzdem aber ist sie greifbar und schreckt nicht ab. Im Grunde unglaublich, was PARLOR WALLS hier geschaffen haben. Avantgarde pur und doch absolut hörbar und angenehm fordernd. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #60

Surf Curse - "Nothing Yet"Surf Curse – "Nothing Yet"
Indie Rock, Alternative Rock (Danger Collective Records, 2017)

Geht flotter Chill-out? Ja, geht! SURF CURSE kombinieren musikalische Energie mit entspannten Gitarrenparts (verträumtes Picking, lockeres Geschrabbel) und wave-artigen, zackigen Beats. Dabei wirken sie so herrlich echt und unverbraucht, dass es regelrecht Spaß bereitet, die Musik zu hören. Man könnte für die Produktion auch die aktuelle Bezeichnungsform Lo-Fi benutzen, obwohl diese bei manchen auf unterproduzierte Musik schließen lässt, was im Falle von "Nothing Yet" einfach nicht richtig wäre. Selbst, wenn sie fröhlich drauflos scheppern, simpel umher brummeln und gern auch mal schäbig rocken, besitzen SURF CURSE eine Art elegante, gehobene Einfachheit, die sie mit unterschwelliger Melancholie anreichern. Wir bleiben lebendig! SURF CURSE helfen dabei. ⇒ weiterlesen

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Ruelle – "Rival"

2. August 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Gefühlvolle Reduktion

Ruelle - "Rival"Gut ein halbes Jahr nach ihrer gelungenen EP "Madness" legt Maggie Eckford mit "Rival" eine weitere nach. Wir erinnern uns, dass der melancholische Bombast Pop der letzten EP durch das musikalische Volumen, durch die fantastisch ausgelotete Dynamik und natürlich an erster Stelle durch die tollen Songs eine große Ausnahme am ansonsten leichtfüßigen Pop-Himmel darstellte. Der erste Gedanke beim Hören von "Rival" ist also, ob die Musik mit "Madness" mithalten kann oder den Stil sogar noch verfeinert. Natürlich ist es oft unfair bis unangemessen, neue Veröffentlichungen von Künstlern mit ihren vorigen oder älteren Werken zu vergleichen, aber sie selbst hat in diesem Falle die Messlatte schließlich sehr hoch gelegt. Was also beschert uns der Rivale? ⇒ weiterlesen

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U2 – "The Joshua Tree"

Mit Leib und Seele

U2 - "The Joshua Tree"Dass die Iren U2 sowie Kreativpilot Brian Eno und Daniel Lanois fantastisch gut zusammenpassen, hatte sich bereits auf dem Vorgänger "The Unforgettable Fire" gezeigt, welches Eno gemeinsam mit Lanois produziert hat. Auch für "The Joshua Tree" hat das Dream Team wieder zusammengearbeitet und, das dürfte mittlerweile lediglich eine Feststellung sein, mit dem Album ein Jahrhundertwerk geschaffen. Es sind verschiedene Komponenten, die hier so enorm stimmig ineinander greifen und dadurch der Musik und ihrer Wirkung etwas besonderes verleihen. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #57

Pillow Talk - "This Is All Pretend"Pillow Talk – "This Is All Pretend"
Indie Rock, Post-Punk (Animal Style Records, 2017)

Weinerlich melancholisch ist der Rock von Sänger Joshua Cannon und seiner Truppe aus Memphis. Dabei wird nahezu in jedem Lied der Gesang elektronisch akzentuiert, was man in der Regel von angesagten Pop- und sogenannten R'n'B-Künstlern her kennt. Dieser Vocal-Effekt kann manchmal nett wirken, in jedem Lied eingesetzt überstrapaziert er allerdings ein wenig den Kitschfaktor. Musikalisch ist die Indie-Seite schön ausgelotet und gerne streifen PILLOW TALK auch mal ein ganz klein wenig die Shoegaze-Ecke, ohne jedoch tatsächlich darin aufzugehen. ⇒ weiterlesen

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