• Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)
"Melodic Black Metal"

Kurz notiert #67 – Extrem hörbar

En Satan - "Nous Croyons"En Satan – "Nous Croyons"
Black Metal (Eigenproduktion, 2015)

Die kanadischen Black Metaller bewegen sich auf ihrem Debütalbum angenehm ausladend. Ihre Songs pendeln sich mit wenigen Ausnahmen zwischen fünf und sieben Minuten ein. Dabei wird nicht nur im donnernden Doublebass-Midtempo gepredigt, sondern auch langsame, mit Keyboards untermalte, atmosphärische Parts finden den Weg in den Vordergrund. Vorsichtig spärlich, aber keineswegs schlecht produziert, benutzen sie dabei die typische Herangehensweise des Genres. Allein der äußerst eintönige, heisere Krächzgesang ist auf Dauer regelrecht anstrengend bis extrem langweilig, was sehr schade ist, denn die Musik selbst hat absolut ihren Reiz. ⇒ weiterlesen

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Zeugen der Leere – "Seelenwanderer"

10. Februar 2015 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Melodic Death trifft Melodic Black

Zeugen der Leere - "Seelenwanderer"Verrisse können oft genug auch Hörempfehlungen sein. So geschah's mir mit dem Koblenzer Trio, bei dem ich mich doch selbst von der angeblich mangelhaften Qualität überzeugen wollte. Die war dann auch nach mehrfachem Hören nicht zu spüren – eher das Gegenteil.

Bis 2014 hat die Band fünf Jahre unter dem Namen RUIN OF REMEMBRANCE gespielt (Album "Second World" erschien 2012), dann folgte der Flaggenwechsel. Nicht ganz so viele Änderungen gab es im Stil, denn da bleiben sie der gut ausbalancierten Mischung aus melodischem Death und Black Metal treu, wenn auch "Seelenwanderer" deutlich mehr Schlagseite Richtung schwarzer Töne hat. ⇒ weiterlesen

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Xaemora – "Kingdom Venom I"

8. Februar 2015 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Melodisch, bombastisch, wie von den Vätern

Xaemora - "Kingdom Venom I"Black Metal, aber bitte mit Sahne! XAEMORA aus St. Louis im US-Bundesstaat Missouri tragen ziemlich dick auf, und das sehr gekonnt. Zu ihren Einflüssen zählt die Band so ziemlich alle grand seigneurs der melodisch-symphonischen Schwarzklänge, vornehmlich aus Skandinavien, und das hört man auch. Ihre Debüt-EP "Kingdom Venom I" könnte glatt den späten 90ern entsprungen sein, vor allem was den Bombastcharakter ihrer Songs betrifft. Ihr musikalisches Pendel schwingt zwischen DARK FUNERAL, EMPEROR, CRADLE OF FILTH, OLD MANS CHILD und Brüdern im Geiste. ⇒ weiterlesen

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Asgaroth – "1995-2005 Collection"

Denkmal in limitierter Auflage

Asgaroth - "1995-2005 Collection""And passion and neurasthenia mean instability."
(A. Huxley, Brave New World)

Sie hatten endlich den Fuß in der Tür. ASGAROTH, eine von Spanien's Black-Metal-Bands der ersten Stunde, waren 2001 beim renommierten britischen Label Peaceville Records gelandet, nachdem sie ihr damals aktuelles Album "Red Shift" an mehrere Adressen in Europa verschickt hatten. Das Zweitwerk war eine epochale Steigerung ihres ohnehin schon großartigen Debüts "Trapped In The Depths Of Eve…" gewesen, drohte aber bei dem kleinen spanischen Label Abstract Emotions zu versauern.
Die Engländer kauften sich die Rechte am Album, legten es noch einmal international auf (mit Zugabe, denn die Erstauflage war schnell verkauft) und platzierten ASGAROTH damit auf der internationalen Metal-Landkarte. Zurecht wurden die Spanier für ihr Meisterwerk gelobt, zurecht tourten sie in aller Welt mit großen Bands wie TYPE O NEGATIVE und CRADLE OF FILTH. ⇒ weiterlesen

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White Empress – "White Empress"

Cradle of Paul

White Empress - "White Empress"Was macht eigentlich… Paul Allender? Als eine der kompositorischen Säulen von CRADLE OF FILTH hat er vor allem die letzten großartigen Offerten der britischen Black-Metal-Veteranen maßgeblich geprägt. Doch Allender ist nicht mehr bei CRADLE OF FILTH. Vor kurzem äußerte sich Bandleader Dani Filth zu der Situation, die offenbar vor allem räumlichen Distanzen geschuldet ist. Allender lebt zur Zeit einige tausend Kilometer entfernt in Minnesota, USA, und ist dort auch mit seinem neuen Projekt WHITE EMPRESS sehr gut beschäftigt. Offenbar so gut, dass er nach einer verpassten Tour mit COF seine Einzelgängerposition bei den Briten aufgegeben hat. Das klingt zwar nicht überzeugend nach einem versöhnlichen Ausstieg, aber wenigstens auch nicht nach einem endgültigen Zerwürfnis (immerhin hatte Allender schon mal eine Auszeit bei COF hinter sich). ⇒ weiterlesen

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Frozen Ocean – "The Dyson Swarm"

Atmosphärisch, aber dünn

Frozen Ocean - "The Dyson Swarm"Eins muss man FROZEN OCEAN lassen: Was Solokämpfer Vaarwel an Veröffentlichungswut an den Tag legt, ist schon enorm. Vier Alben allein im Jahr 2011, letztes Jahr waren es immerhin zwei plus zwei EPs. Dazu immer typisch für das Soloprojekt aus Moskau: Alles geht, alles muss. Anstatt für jedes Genre eine eigene Baustelle aufzumachen, veröffentlicht Vaarwel unter dem gleichen Banner teils sehr unterschiedliches Material. Roher bis atmosphärischer Black Metal, Drone, Dark Ambient, sogar post-rockende Gefilde werden gestreift, und das manchmal alles auf einem Album. Bei dieser Vielseitigkeit bleibt's interessant. ⇒ weiterlesen

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Astronoid – "Stargazer"

12. Februar 2014 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Kosmische Metalreiter

Astronoid - "Stargazer"Manche Bands brauchen eben nur zwei Songs. Oder wie im Falle von ASTRONOID eine EP im Kleinstformat, zwei Songs mit zwei instrumentalen Ambient-Intermezzi. Wäre "Stargazer" eine Single, hätte sie auf jeden Fall AA-Status verdient, denn was hier unter dem Banner von 'shoegaze metal' fabriziert wird, kann sich wirklich hören lassen. Und lässt man das shoegaze-Attribut mal weg – denn wirklich still und stoisch kann man zu dieser Musik einfach nicht auf der Bühne oder im Pit stehen – überrascht die Band mit einer postmodernen Auslegung dessen, was vor 20 Jahren mal Black Metal war. ⇒ weiterlesen

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Naglfar – "Téras"

24. März 2012 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Damoklesschwert

Die sensend-sichelnden, sägend-schnitternden Black Metaller NAGLFAR aus Umeå in Sverige melden sich nach fünf langen Jahren mit "Téras" zurück. Und wie gehabt setzt es atmosphärisch-melodischen Schwarzmetall mit orgelnden Gitarren in Soli und hinter Chorussen. Klar dass DISSECTION weiterhin Pate stehen was diese eigenartige Verschmelzung von Black- und Death Metal der Spätneunziger angeht, welcher in dieser Art ja nur diesen beiden Bands und UNANIMATED, in Anflügen noch WATAIN, BLOT MINE und SETHERIAL gelang. ⇒ weiterlesen

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Dimmu Borgir – "Abrahadabra"

24. September 2010 | Musikrezensionen | 2 Comments
Carmina Borgir

Dimmu Borgir - "Abrahadabra"Wenn die dunkle Festung DIMMU BORGIR aus Norwegen ein neues Album veröffentlicht, gibt es im Szene-Vorfeld viele Vermutungen. Geht es nach Besetzungswechseln zurück zur orchestralen Opulenz von "Death Cult Armageddon" oder hält die modernere, mit fleißigem Riffgeschiebe versehene Ausrichtung des letzten Albums "In Sorte Diaboli" an? Nun, "Abrahadabra" bietet beides, ich nehme es mal vorweg.

Denn wie zuletzt bei "Death Cult Armageddon" bekommt der Anhänger bombastische Opulenz, keimfreie Cineastik, pompösen Größenwahn geboten. ⇒ weiterlesen

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Winterhorde – "Underwatermoon"

7. September 2010 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Paella, Falafel, Döner und Currywurst mit Pommes-Schranke, kann das gut gehen?

Winterhorde - "Underwatermoon"Die Israelis von WINTERHORDE sind uns mit ihrem "Nebula"-Album als netter DIMMU BORGIR-Klon in Erinnerung. Nun jedoch veröffentlicht die Horde mit "Underwatermoon" einen Bastard aus Black-, Death-, Power Metal und Indieversatzstücken mit Prog- und Jazzeinschüben. Nun, das klingt abenteuerlich und ist es auch. Die Keyboards werden oftmals als "überladender" Faktor eingesetzt und eine Portion "Frau-in-Weiß"-Kitsch durch akustisch verlockende Intros an den Beginn der umtriebigen Songs gesetzt. ⇒ weiterlesen

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Limbonic Art – "Phantasmagoria"

19. Juli 2010 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
When Abigail comes

Limbonic Art - "Phantasmagoria"Nach einem Düsterintro mit verzerrter Fieslingsstimme eröffnet "Phantasmagoria" mit dem gleichnamigen Titel in Punkmanier: Speed, ein GBH-Riff, der hasserfüllten Stimme von Daemon, dem letzten Mohikaner der Band LIMBONIC ART, denn Kumpel Morfeus hat sich ja auf und davon gemacht, sodass nun von einem Einmannprojekt gesprochen werden muss. Wir hören Tasten, Hall, eine seltsam gepresste Produktion und einen entfesselten Damiano Sasso: er ist der Bruder von Angelo, nicht gewusst? ⇒ weiterlesen

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Rotting Christ – "Aealo"

Schreckschraubengesang

Rotting Christ - "Aealo"Die Griechen von ROTTING CHRIST reicherten Black Metal immer mit sonderbaren orientalischen Zwischentönen an und scheuten sich auch nicht, seltsame Klangexperimente zu vollführen. Das findet mit "Aealo" auch im Jahre 2010 seine akurate Fortführung. Okkultes Liedgut wird gern mit vertrackter Rhythmik und zahlreichen Breaks  durchsetzt, aber, mal ehrlich, funktioniert das auch?

Denn mit Schaudern des Entsetzens denke ich an NILE, welche sich ja mit ihren Pharaonenhymnen mehr und mehr ihr staubiges Grab geschaufelt haben. Als richtig gut verorte ich die Integration von orientalischer Musik in düstere Thrash-/Black Metalklänge nur bei den Kosmopoliten MELECHESH. ⇒ weiterlesen

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Negură Bunget – "Vîrstele Pămîntului"

Negura Bunget - "Virstele Pamintului"4 Ohren 2 Meinungen

Die Rumänen bringen mit "Vîrstele Pămîntului" ihr mittlerweile sechstes Studioalbum heraus, zählt man "Maiestrit" als Re-Interpretation von "Măiastru Sfetnic" mit. Sie präsentieren der Musikwelt ihre Vorstellung von atmosphärischer Musik, die sie mit folkloristischen Elementen anreichern. Ob ihre musikalische Idee allerdings auch den Geschmack unserer Redakteure ME und Matt Sick trifft, ist in den folgenden Zeilen nachzulesen. ⇒ weiterlesen

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Catamenia – "Cavalcade"

18. März 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Unentschieden (Finnischer Zucker IV)

Catamenia - "Cavalcade"Im Prinzip gilt für die Finnen CATAMENIA das Gleiche wie für ihre Landsleute KALMAH, welche hier in Kürze ebenfalls besprochen werden. CATAMENIA produzieren allerdings noch schneller Album für Album, das Neunte inzwischen. Mit der Zeit sind die Black Metal Aspekte melodischem Death Metal gewichen. Dazu mengen CATAMENIA noch seltsamste Klargesänge und beinahe Power Metal-artige Vibes sowie etwas Moderne in Form hektischen Riffgeschiebes.

Das neue Album "Cavalcade" ist kantig produziert, rasselt, fuhrwerkt durch sämtliche Stilmittel, welche wir bereits genauso von der Band gewohnt sind. ⇒ weiterlesen

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Hecate Enthroned – "Redimus"

8. Februar 2010 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Britische Teufel

Hecate Enthroned - "Redimus"HECATE ENTHRONED wurden irgendwie immer nachgesagt, sie wären ein Klon von CRADLE OF FILTH, was ich bis heute absolut nicht nachvollziehen kann. Der Sound der Engländer hat, wenn überhaupt, nur relativ geringe Parallelen zu Dani Filth und seiner Quietscheentchen-Combo. Aber scheinbar brauchen die Kritiker stets etwas, womit sie die Bands vergleichen oder "beflecken" können. Ich nutze diese Art des Vergleichs ja auch, bemühe mich jedoch darum, ehrlich und bei aller Subjektivität trotzdem fair zu bleiben. Rundum objektive Reviews gibt es nämlich nicht. ⇒ weiterlesen

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