• Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)
"Jazz"

Level 42 – "A Physical Presence"

Stimmung, gute Laune und Spielfreude

Level 42 - "A Physical Presence"Es gibt einfach Bands, die man zu Unrecht in eine bestimmte Schublade steckt, ohne darüber nachzundeken, ob das auch wirklich so passt; meistens zudem nur deshalb, weil sie mal einen Radio-Hit hatten, der rauf- und runtergedudelt wurde. Dazu gehören vermutlich auch LEVEL 42, zumindest phasenweise, denn sie mach(t)en es nicht allen recht. Für die einen ist es 'typischer Pop-Scheiß', die anderen wissen über die tatsächlichen Qualitäten der Band Bescheid, nämlich dass sie vorzügliche Musiker sind und nicht einfach nur Popmusik mit funky Feeling spielen, sondern nicht selten atemberaubend geniale Parts einflechten und den Hörer manchmal regelrecht schwindelig spielen. Besonders eindrucksvoll wird dies auf ihrem phantastischen Live-Album "A Physical Presence" präsentiert, bei dem es sich sogar ausnahmsweise sehr lohnt, zu einer späteren Ausgabe zu greifen, aber dazu gleich mehr. ⇒ weiterlesen

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Ryley Walker – "Golden Sings That Have Been Sung"

14. September 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Brücke in die Vergangenheit

Ryley Walker - "Golden Sings That Have Been Sung"Völlig aus der Zeit gerissen und deshalb umso herausragender ist die Musik des amerikanischen Singer-Songwriters RYLEY WALKER, denn er besitzt die Gabe, Stile unter einen Hut zu bringen, die man in der Regel eher separat kennt und hört. Er webt Indie Rock-, Jazz-, Folk- und Singer-songwriter-Ideen zu einem harmonisierenden Geflecht zusammen und klingt dabei nicht einfach nur in Ordnung, sondern außerordentlich gut. Das Resultat transportiert durchaus ein wenig Nostalgie, so als ob das Album ein Dachbodenfund ist, man es auflegt und plötzlich wieder den Geist längst vergangener Zeiten einatmet. WALKER stammt aus Chicago und genau so klingt das Album, zumindest aber so, wie man sich die Musik der Stadt in den 1960ern und -70ern vorstellen möchte. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #58

Jaws - "Simplicity"Jaws – "Simplicity"
Indie Rock, Shoegaze (JAWS / Eigenproduktion, 2017)

Das zweite Album der britischen Dream Rocker kann was. Immer noch alles im Alleingang machend, können die Birmingham-Jungs sogar noch eine Steigerung zu ihrem schon ziemlich gelungenen Debüt "Be Slowly" aus 2014 vorweisen. Ihr eingängiger Indie Rock wird mit Shoegaze- und Dream-Pop-Elementen bereichert und kann auch den einen oder anderen Ohrwurm vorweisen. Viele werden überrascht sein von der Band, die auf "Simplicity" fast schon jugendlich beginnt und mit zunehmender Spieldauer erwachsener und besser wird. Klasse! ⇒ weiterlesen

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David Bowie – "★" (Blackstar)

30. Januar 2016 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
The Duke has left the building...

David Bowie - "Blackstar"Der Mann mit den 1000 Gesichtern. Major Tom, Ziggy Stardust, Harlekin, Starman und und und… Wir alle haben unweigerlich mitbekommen, dass einer der letzten großen, wenn nicht sogar der letzte große Pop-Künstler am 10. Januar 2016, wenige Tage nach Veröffentlichung seines letzten Albums, an den Folgen eines 18 Monate währenden Krebsleidens verstorben ist. "★" oder "Blackstar" ist sein Vermächtnis. Bowies Leben war von der Kunst umhüllt und selbst sein Tod hatte diese gewissen besonderen Umstände, die eben nicht üblich sind. Die Krankheit komplett verschwiegen (und das bei seiner Bekanntheit!), am 08. Januar, seinem 69. Geburtstag, erscheint "Blackstar", zwei Tage später geht der Thin White Duke von uns. ⇒ weiterlesen

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Fogh Depot – "Fogh Depot"

17. März 2015 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Moskauer Jazzperimente

Fogh Depot - "Fogh Depot"Die letzte russische Jazzcombo, mit denen ich zu tun hatte, waren POVAROVO. Denovali haben nun eine weitere Band aus dem größten Land der Erde unter ihre Fittiche genommen. Das Moskauer Trio FOGH DEPOT stellt mit seinem Debüt klar, dass sie mehr drauf haben, als nur mit Klischees zu hantieren.

Doom Jazz, Dark Jazz – ja, das trifft es irgendwie, ist aber nur ein Teil des Repertoires. In acht äußerst variationsreichen Instrumentalstücken bedienen sie bevorzugt düstere Stimmungen, die an einen Großstadtmoloch erinnern, aus dem Licht und Leben weichen. ⇒ weiterlesen

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Eyebrow – "Garden City"

13. März 2015 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Jazz Soundtracks

Eyebrow - "Garden City"Ein Schlagzeuger, ein Trompeter – es kann so einfach sein. Wer bei einer so überschaubaren Besetzung an Minimalismus denkt, unterschätzt die Qualitäten und vor allem das nahezu unerschöpfliche Potential der Instrumente und Musiker. EYEBROW demonstrieren das auf ihrem vierten Album "Garden City" nur zu gut.

Das Duo aus dem britischen Bristol besteht aus zwei erfahrenen Musikern: Pete Judge an der Trompete, der u.a. mit den ausgezeichneten GET THE BLESSING aktiv ist, und auch schon mit bekannten Namen wie Noel Gallagher zu tun hatte; am Schlagzeug Paul Wigens, der u.a. bei BLURT gespielt hat und ebenfalls mit einigen namhaften Musikern wie Natacha Atlas oder Damo Suzuki (CAN) gearbeitet hat. ⇒ weiterlesen

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Dale Cooper Quartet & The Dictaphones / Witxes – "Split"

12. Februar 2015 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Zweifache Jazz-Drone-Ambient Fusion

Dale Cooper Quartet & The Dictaphones / Witxes - "Split"Eine Split-LP aus dem Hause Denovali, eine, bei der die Trennung nur in den unterschiedlichen Seiten der Platte besteht. Was das DALE COOPER QUARTET & THE DICTAPHONS und WITXES hier fabrizieren, könnte man als Remix/Rework-Split bezeichnen. Beide Künstler haben sich jeweils einen Track des anderen vorgenommen und sich komplett zu eigen gemacht.

Für das DALE COOPER QUARTET war es Witxes Track "The Apparel" (vom aktuellen Album "A Fabric of Beliefs"), der sich in vielen Aufnahmesessions zum Stück "Le Strategie Saint-Frusquin" verwandelt hat. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #3

Holy Barbarians - "Cream"Holy Barbarians – "Cream"
Alternative Rock (Beggars Banquet, 1996)

Auf nur ein einziges Album kam die Musikervereinigung HOLY BARBARIANS, eine Band, die vom britischen THE-CULT-Frontman Ian Astbury sowie den U.S.-Amerikanern Patrick Sugg an der Gitarre und den Brüdern Matt und Scott Garrett gegründet wurde. Der Sound geht entgegen der Hauptband Astbury's stärker in die alternative Richtung. Wäre nicht der etablierte Hintergrund Astbury's, könnte man vermuten, es hier mit einer jungen, noch unbescholtenen Band, bzw. mit unbeschrifteten Musikern zu tun zu haben, aber die Realität besagt anderes. Ist man als Hörer in der Lage, diesen Aspekt beiseite zu schieben, bleibt ein gutes Album, das man im wahrsten Sinne als Alternative zu THE CULT durchaus von Zeit zu Zeit in den Player schieben kann. ⇒ weiterlesen

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Black Lady Soul – "Black Lady Soul"

5. Oktober 2014 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Urban Funk & Jazz

Black Lady Soul - "Black Lady Soul"Wie beschreibt man eine Band, die ungefähr – ungefähr – so klingt, als hätten sich Bands wie NONPOINT oder RAGE AGAINST THE MACHINE sämtlicher Rockhärte entledigt und alle Nebeneinflüsse zum Blühen gebracht? BLACK LADY SOUL aus dem kanadischen Toronto sind mal eine echte Erfrischung auf diesen Seiten, weil sie für so vieles gleichzeitig stehen.

Sie sind Rock, ja, irgendwie alternative-mäßig angehaucht, aber ohne auch nur ein einziges Klischee zu rezitieren. Sie sind funky, mindestens zweite Generation, sehr modern, aber immer noch mit den Klassikern in den Fingern. ⇒ weiterlesen

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Gadi Caplan – "Look Back Step Forward"

Vom Jazz zum Prog-Rock der 70er

Gadi Caplan - "Look Back Step Forward"GADI CAPLAN nimmt den Titel seines zweiten Albums wörtlich: Zurückschauen und nach vorne treten. Sein jazzverliebtes, anspruchsvolles Debüt habe ich noch im Ohr, und bin angenehm überrascht, wie sanftmütig und eingängig das Album dann beginnt. Rhodes, Saxophon, dann setzt der funkige Beat ein. Danach gibt es "Charlotte" einen kleinen akustischen Ausflug auf der Gitarre. Hatte ich gleich die komplette Prog-Bedienung erwartet? GADI CAPLAN hat für sein neues Album den Fokus deutlich verschoben. ⇒ weiterlesen

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Malia & Boris Blank – "Convergence"

7. Juli 2014 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Jazz und Elektronisches mit Soul

Malia & Boris Blank - "Convergence"MALIA ist in der Jazzszene keine Unbekannte mehr. Die Sängerin, die noch als Teenager nach London zog, und dort in die Welt des Jazz eintauchte, konnte 2012 mit ihrem Tribut an Nina Simone ("Black Orchid", Universal) einiges Aufsehen erregen. Über eine Bekannte traf sie 2010 auf Boris Blank, seines Zeichens ebenfalls kein Unbekannter, sondern Schweizer Elektronikpionier mit YELLO, die von einigen Schwergewichten der Szene für ebenso essentiell erachtet werden wie KRAFTWERK. Zwei Welten fand hier zusammen – eine Jazzsängerin, die sich neuen Ufern öffnen wollte und ein begnadeter Soundarchitekt und Komponist, der in den letzten Jahrzehnten immer wieder eindrucksvoll Stile und Genres vermischt hat, bei denen man eine Fusion kaum für möglich gehalten hätte. ⇒ weiterlesen

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The Police – "Ghost In The Machine"

Schwächelnde Polizeipräsenz

The Police - "Ghost In The Machine"Es dürfte allseits bekannt sein, dass "Ghost In The Machine" das vorletzte reguläre Album der Kulttruppe THE POLICE ist, die durch Sting, Andy Summers und Stewart Copeland mit drei hochkarätigen und fähigen Musikern besetzt war. Nun, bevor das gute Abschlussalbum "Synchronicity" veröffentlicht wurde, fuhr die Polizei eine zeitlang gefühlt ohne Blaulicht, denn "Ghost In The Machine" ist nicht nur streckenweise erschreckend einfach und auf Catchyness gestrickt, sondern die Songs selbst sind größtenteils lauwarme Düdelbrühe, die durch ihre Pop-Anleihen teilweise fast schon peinlich und, das schlimmste was man einer Band wie THE OLICE vorwerfen kann, gewöhnlich klingen. ⇒ weiterlesen

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Santana – "Caravanserai"

Lateinamerikanischer Hüftschwung

Santana - "Caravanserai"Die Musik des aus Mexiko stammenden Carlos Santana war nicht immer so einfach gestrickt wie auf seinen späten Alben (z.B. dem Kommerzknaller "Supernatural" von 1999), deren Songs sich regelmäßig in den Charts tummelten und die vom Aufbau her eher als Easy Listening zu bezeichnen sind. Es gab gerade zu Beginn seiner Karriere trotz ewig gespielter Hits wie "Black Magic Woman" oder "Samba Pa Ti" (beide auf "Abraxas") die für ihn als Musiker wichtige Zeit, in der er kategorisch gemacht hat, was er wollte und sich auch schon mal über den Wunsch seines Labels, das eingängigere Radiomusik forderte, hinweggesetzt hat. Einer dieser Ich-will-das-jetzt-so-Trips ist "Caravanserai", das vierte Album der SANTANA-Band, deren Mitglieder das erste Mal gravierend wechselten. Die Scheibe glänzt mit herausragendem Fusion-Latin-Rock und stellt eines der stimmigsten und dichtesten Werke SANTANAs dar; und das ganz ohne Hits. ⇒ weiterlesen

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The Nest – "Music For Drivers"

Don't jazz and drive!

Wenn Jazz, Dubstep und Avantgarde-Elektronik aufeinandertreffen, könnte das wirklich interessant werden. So auf den ersten Blick. Auf den ersten Hör klingt das Ganze dann doch etwas anders. Aber zunächst ein kleiner Assoziationsschub, denn bei THE NEST spielen so einige bekannte Namen mit. Wenn mit Christoph Clöser unverweigerlich BOHREN & DER CLUB OF GORE ins Spiel kommt, steckt man schon im mentalen Frame-Dilemma. Tycho Schottelius von DESMOND DENKER, Thomas Mahmoud und Gerald Mandl von TANNHÄUSER STERBEN & DAS TOD sind auch dabei. Das Line-Up schreit nach Improvisation, und sie tun es auch. ⇒ weiterlesen

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The Mount Fuji Doomjazz Corporation – "Егор (Egor)"

27. April 2012 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Jazz-Grüße aus Moskau

Der Teaser ist kein billiges Wortspiel – das neue (Live-)Album der MOUNT FUJI DOOMJAZZ CORPORATION entstand tatsächlich in einer Livesession im DOM-Theater. Und irgendwie dokumentiert es eine interessante Wellenbewegung im Schaffen des mittlerweile zum Ensemble gewachsenen Projekts von Gideon Kiers und Jason Kohnen. Wir erinnern uns: Das erste Album war noch eine äußerst experimentelle Live-Ambient-Drone Geschichte, die mit Jazz im Prinzip nichts zu tun hatte, auch wenn Projektname und Albumtitel natürlich unschlagbar cool sind. ⇒ weiterlesen

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