• Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)
"Industrial Rock"

The Young Gods – "T.V. Sky"

Es bewegt sich wie der Ozean...

The Young Gods - "T.V. Sky"Das dritte Album der Schweizer, blendet man "…Play Kurt Weill" von '91 aus, war der Beginn einer gravierenden, weil einschneidenden Veränderung im Sound der Industrial-Rocker. Nach dem fantastischen "L'eau Rouge" (1989) war es scheinbar Zeit für eine Erweiterung des musikalischen Spektrums. Synthetische Effekte wurden verstärkt verwendet und man bewegte sich zunehmend in eine experimentell elektronische Richtung, auch wenn das Drumming natürlich nach wie vor 'echt' war. Ohnehin galt und gilt dies als Markenzeichen der Band, dass das Schlagzeug stets real eingespielt wird. Daneben agieren Sampler (vornehmlich Gitarren-Samples), Bass und natürlich Gesang gleichwertig miteinander. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #40

Meat Wave - "The Incessant"Meat Wave – "The Incessant"
(SideOneDummy Records, 2017)

Drei Typen aus Chicago, eine musikalische Gemeinsamkeit: Post-Punk! Mit eckigen und teils zackigen Rhythmen sowie fast schon nervenaufreibenden Melodien, die manchmal gerade so an der Schrägheit vorbeikratzen, rotzen und holzen sie ihr drittes Album in die Runde. Die Stimme ist dabei ein wichtiger Aspekt. Oft nah am Sprechgesang, wird auch mal geschrien, ein wenig gesungen und gerne rumgestänkert. Rein musikalisch könnte man MEAT WAVE auch in die Noise-(Punk)-Rock-Ecke packen, wobei sie dort nur mit einem Fuß hineingehören. Eigenwillig und fordernd sind sie allemal, aber genau das ist die Musik, mit der man sich öfter auseinandersetzt, wenn man Gefallen daran findet. ⇒ weiterlesen

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Jahrespoll 2016 – Das Jahr der Entdeckungen (Matthias)

Jahrespoll 2016

Und schon wieder ist ein Jahr rum. Ein Jahr, das prall gefüllt war mit guter und vor allem mit neuer Musik. Ich glaube, dass ich noch nie zuvor in 12 Monaten so enorm viele neue und vor allem herausragende Bands gefunden, entdeckt und kennengelernt habe. Es versteht sich dabei von selbst, dass nicht alles, was ich mir erschlossen habe, tatsächlich nagelneu ist. Manche Bands gibt es schon länger, sind jedoch bislang entweder an mir vorbeigegangen oder ich konnte zuvor nichts mit ihnen anfangen. Aber es sind auch einige darunter, die frisch auf dem Markt sind und mit ihren Debüts begeistern konnten. ⇒ weiterlesen

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Jesu – "Everyday I Get Closer To The Light From Which I Came"

Hypnotische Melancholie

Jesu - "Everyday I Get Closer To The Light From Which I Came"Man konnte es im Grunde im Vorfeld der Veröffentlichung nicht wirklich ahnen, in welche Richtung dieses Album gehen würde. Der Vorgänger "Ascension" wirkte im Gegensatz zu früheren Veröffentlichungen bereits reduzierter, die Dichte der Produktion wurde ebenfalls heruntergeschraubt, alles klang ein wenig einfacher und echter, weg von der Elektronik, weg vom künstlich komprimierten Sound, hin zu mehr Weite und mehr Authentizität insgesamt. Ein Blick zurück zum Debütalbum oder zu "Infinity" machen die Unterschiede, die Wandlung des Sounds von JESU sehr deutlich. Eine persönliche Vermutung von mir ist, dass sich Justin Broadrick deshalb soundmäßig zurückgenommen hat, weil er seit einiger Zeit zusammen mit seinem Kumpel G.C. Green GODFLESH wieder zum Leben erweckt hat und er nun dort die druckvollen Produktionen fahren kann. JESU bedient somit die Aspekte der klanglichen Weite und melancholischen Träumereien. ⇒ weiterlesen

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Powerman 5000 – "Builders Of The Future"

Nicht mehr, aber auch nicht weniger als erwartet

Powerman 5000 - "Builders Of The Future"Auf Spider One aka Michael Cummings aka Bruder von Rob Zombie ist Verlass: Die Alben seiner Band POWERMAN 5000 sind für gewöhnlich wuchtig und kurzweilig – und immer für eine kleine Überraschung zu haben. Mit dem Vorgänger "Somewhere On The Other Side Of Nowhere" fiel die Überraschung 2009 allerdings mächtig groß aus. Damals gings stramm back to the roots, soll heißen: Saftig moderner Metal mit deutlicher Industrial-Schlagseite. Nach fünf Jahren sollte dieses Credo immer noch gelten, und tatsächlich legt "Builders Of The Future", das nunmehr siebte Album der US-Amerikaner, mächtig vor. ⇒ weiterlesen

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Gary Numan – "Splinter (Songs From A Broken Mind)"

26. Februar 2014 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Gary is back!

Gary Numan - "Splinter (Songs From A Broken Mind)"Gary Numans 20. Album, und ich muss zu meiner Schande gestehen, bei diesem Künstler noch eine mächtige Bildungslücke zu haben. Die Klassiker seiner Karrierehochzeit Anfang der 80er kenne ich, doch der Rest ist bisher nicht auf meinem Radar aufgetaucht. Das aktuelle Album "Splinter (Songs From A Broken Mind)" tauchte allerdings umso deutlicher auf dem Radar der Musikwelt auf. Passend zum Jubiläum knackte Numan als erste Amtshandlung die Top20 in seinem Heimatland Großbritannien, was ihm seit 1983 nicht mehr gelungen war. ⇒ weiterlesen

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Sinnergod – "The Seven Deadly Sinphonies"

25. Februar 2014 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Industrial Gothic Rockers und ein bißchen Sabbath

Sinnergod - "The Seven Deadly Sinphonies"In Finnland gab's mal CHARON, und in Deutschland gab's mal THE BONNY SITUATION. Die einen spielten hervorragenden, HIM-freien Gothic Metal, die anderen exquisiten Alternative Rock. Beide hatten erstklassige Sänger. Und irgendwo in der imaginären Schnittmenge dieser Bands, die sich nie begegnet sind, bewegen sich die Briten SINNERGOD, die es mit besonders viel Anlauf (4 EPs seit 2001) nun endlich zu einem Debüt geschafft haben. ⇒ weiterlesen

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Gatherer – "So Be It"

19. September 2012 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Experimente mit Rock

Einen experimentell modernen Mix aus Core, Noise Rock, Prog- und Alternative Rock bieten die Neuseeländer GATHERER auf ihrem Album "So Be It". Sie scheuen sich nicht davor, mutige Sprengsel von Jazz- oder anderen nicht-rockigen Elementen einzuflechten, übrigens ohne sich dabei zu verzetteln. Erstaunlicherweise funktioniert diese stilistische Vielfalt nämlich ganz gut und so wirr und gekünstelt das alles auf den ersten Eindruck wirkt, so natürlich, offen und versiert kommen die Musiker mit ihrer Musik tatsächlich rüber. ⇒ weiterlesen

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Jesu – "Ascension"

24. September 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
December Now

Eigentlich sind JESU-Reviews die Sache meines Kollegen Matt. Insofern ist es eine Ausnahme, dass meine Wenigkeit das neueste Opus des Ausnahmekönners aus England, Justin Broadrick, bespricht. Ausnahme? Nur in editorischer Hinsicht, denn in Matts Jubel über diese außergewöhnliche Musik stimme ich voll mit ein und hoffe sehr, mit meinem Review diese tolle Band bzw. diesen unvergleichlichen Künstler (und das ist er wirklich) der geneigten Leserschaft näher zu bringen. Doch nun genug der Vorrede, hin zur Musik. ⇒ weiterlesen

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The Young Gods – "Everybody Knows"

6. Dezember 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Der freie musikalische Geist

The Young Gods - "Everybody Knows"Drei Jahre Zeit gelassen haben sich THE YOUNG GODS um den Nachfolger ihres vorzüglichen letzten Albums "Super Ready / Fragmenté" zu komponieren und aufzunehmen. Nachdem die Schweizer mit diesem Album alles richtig gemacht und die perfekte Symbiose aus Industrial Rock mit elektronischen Elementen kreiert haben, durfte man nun gespannt sein, was die Herren auf ihrem neuen Album zum Besten geben würden. Würden sie versuchen, das eigene Album zu übertreffen? Die Antwort darauf ist so einfach, wie den freien musikalischen Geist, den THE YOUNG GODS seit jeher verfolgen. "Everybody Knows" klingt keineswegs so wie der Vorgänger und das ist auch gut so. Die stets innovative Truppe hat sich keinerlei Zwänge aufgebürdet und zeigt sich wieder einmal von einer leicht anderen Seite. ⇒ weiterlesen

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White Moth – "White Moth"

18. November 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Hybrid aus Elektronik und Gitarren

White Moth - "White Moth"Ein wenig geheimnisvoll hüllt sich Mastermind R. Loren in seinen Namenskürzel und gibt damit irgendwie auch das Feeling seiner Musik wieder, die er unter dem Banner WHITE MOTH produziert. Das aus Texas stammende Projekt verschreibt sich einer weitläufigen, offenen Form des Digital Hardcores. Elektronische, zumeist düstere und unterschwellige Melodien werden mit Gitarren verwoben, die teilweise nach Industrial Rock klingen, manchmal aber sogar auch von einer Black-Metal-Band stammen könnten. Hinzu kommt Gesang, der rein soundtechnisch in zweiter Reihe steht und eher unterstützend eingesetzt ist. Das heißt er dominiert nicht, sondern dient offensichtlich lediglich als Zusatz für das dichte Klangkonstrukt dieses selbstbetitelten Albums. ⇒ weiterlesen

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Mortiis – "Perfectly Defected"

17. November 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Lange Ohren machen noch keinen Maestro

Mortiis - "Perfectly Defected"Einem geschenkten Gaul… das kennen wir. Wenn der Norweger und bekennende Nasen- und Ohrenmann Håvard Ellefsen alias MORTIIS seine neueste Veröffentlichung über seine Webseite der interessierten Öffentlichkeit zugänglich macht, können wir dennoch nicht anders als das Ganze einer äußerst kritischen Würdigung zu unterziehen. Denn die Songs, welche seit einiger Zeit ja zugänglicher ausfallen und nicht mehr ganz so zerfasert sind wie ehedem, wildern nun im Revier von MARILYN MANSON, düsterem Elektropop, Ambient mit Groove und rauschigem Industrial. ⇒ weiterlesen

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Killing Joke – "Absolute Dissent"

1. November 2010 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Echoes from the Past

Killing Joke - "Absolute Dissent"Ein Album in Originalbesetzung also. Nach dem Tode des Bassisten Paul Raven haben sich die Urväter des Punk KILLING JOKE um Legende Jaz Coleman einiges vorgenommen. Und eins gleich mal vorweg: der Band ist mit "Absolute Dissent" erneut ein großartiges Album gelungen. Jaz singt wie ein leidender Gott, mal beinahe lässig-positiv gestimmt, dann wieder kehlig, brüllend, wie wir es von ihm lieben, und das seit Dekaden.

Schon immer spielten KILLING JOKE mit monotonem Beat, wiederholten Passagen endlos, doch hinter der Wall Of Sound spielte sich das Leben des kleinen Erdenmenschen ab, Routine ja, doch mit Höhen und Tiefen reichlich versehen. Immer waren KILLING JOKE politisch, an der Seite der Unterdrückten; das sind sie auch heute noch. Und das ist selten heutzutage im Musikbusiness und gibt fein Pluspunkte. ⇒ weiterlesen

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The Young Gods – "L'eau Rouge"

Mit allen Wassern gewaschen

Die aus The Young Gods - "L’eau Rouge"der französischen Schweiz stammenden Industrial-Rocker THE YOUNG GODS haben auf ihren Alben stets ein breites Spektrum an Stilen geboten. Sie haben sich nie von kommerziellen Vorgaben einengen lassen und ihre Albumprojekte dennoch regelmäßig mit Erfolg abgeschlossen. Egal ob Rock, Industrial, Electronic oder diverse französische, klassische Einwürfe, alles was sie anfassen hat Hand und Fuß und greift stimmig ineinander. Stile und Genres harmonieren miteinander, die sich in der Regel beißen und normalerweise nicht einmal in einem Satz genannt werden wollen. ⇒ weiterlesen

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The Young Gods – "Only Heaven"

10. September 2010 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Die Industrie des Himmels

The Young Gods - "Only Heaven"Industrial hat viele Seiten. Es gibt ihn mit experimenteller Ausrichtung, stilunabhängig, wie ihn zum Beispiel EINSTÜRZENDE NEUBAUTEN praktizieren oder aber es gibt ihn im Mix mit großen Genres wie Rock und Metal. THE YOUNG GODS agieren irgendwie zwischen allem was möglich ist. Sie nutzen Rock-Strukturen und auch die Gitarrenarbeit erinnert oftmals an Noise Rock oder auch auszugsweise an alternative Spielarten des Metals. Hinzu kommt, dass die Götter ihren Sound mit elektronischen Spielereien anreichern und auch gerne mal eigene, natürliche Klänge verfremden und durch den Sampler jagen. Dadurch entsteht ein sehr vielseitiges Klangbild, spannend und energiegeladen, aber auch ruhig und bedacht, zum Träumen und wechselweise zum Pushen geeignet. ⇒ weiterlesen

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