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Exxasens – “Eleven Miles” (10,00 / 10)
valerie renayTake a look! http://www.youtube.com/watch?v =vViinMt156s
MEAuch hier gilt: die Version mit Bonus greifen! ‘Age Of Creation’ ist ein wunderbarer Achterbahn-Track,...
MEAuch für dieses Album gilt: die edle Digifassung mit Bonustrack ‘Tired Bones’ (lässig-schwerer...
Industrial Metal
Iroha – “Iroha”
Wenn der Schwan mit dem Christenkind…
IROHA aus Birmingham/Großbritannien stammen aus dem Umfeld von GODFLESH und JESU, was man definitiv auch am musikalischen Ergebnis erkennt, bzw. die Herkunft davon ableiten kann. IROHA-Kopf Andy Swan hat bereits mit Justin Broadrick (JESU, GODFLESH, Ex-NAPALM DEATH) eine gemeinsame musikalische Vergangenheit hinter sich. Beide haben 1983 das experimentelle Elektronikprojekt FINAL ins Leben gerufen, das heutzutage zwar auch noch besteht, jedoch von Broadrick alleine geführt wird. 
Jesu – “Infinity”
Ein musikalisches Drama in mehreren Akten
Der kreative Kopf bei JESU ist einzig und allein Justin Broadrick, auch bekannt durch seine Vorgeschichte bei den legendären GODFLESH und NAPALM DEATH. Ted Parsons (Ex-SWANS, Ex-PRONG) an den Drums sowie Diarmuid Dalton an den vier Saiten, die ihm normalerweise bei JESU zur Seite stehen, sind an “Infinity” allerdings nicht beteiligt. Hier übernahm Broadrick kurzerhand alle Instrumente selbst und hat demnach im kompletten Alleingang ein Album erschaffen, das mit einem einzigen Track rund 50 Minuten Spielzeit ausfüllt und sämtliche Facetten des bislang bekannten JESU-Sounds bedient. 
Jesu – “Christmas”
Bittere Melancholie zum Fest
Als kleines, kritisch bedächtiges Schmankerl war die EP “Christmas” gedacht, die pünktlich zum Weihnachtsfest 2010 veröffentlicht wurde und einen bitteren Beigeschmack zur jährlichen Feierlichkeit darstellt. Bis dato gibt es die drei Tracks nur als Download zu erwerben, Vinyl- und CD-versionen sind jedoch geplant. Entgegen der Ankündigungen ist das Titelstück übrigens nicht auf dem folgenden Album “Ascension” (Mai 2011) zu hören. 
Fragment. – “Fragment.”
Vater, vergib Ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun
Hört man dieses Album ohne auf das Cover zu schauen und den Band-Namen zu lesen, könnte man fast meinen, es mit einem älteren Release von Justin Broadricks JESU zu tun zu haben, so verblüffend ähnlich ist die Musik. In der Regel müsste man diese Art des fast schon frechen Nachahmens mit einer saftigen Ohrfeige eiskalt abwatschen, denn wer braucht ein lupenreines Plagiat, wenn man gleich das Original einlegen kann? Im Falle FRAGMENT. muss man allerdings von der Vehemenz des Ablehnens solcher Trittbrettfahrer ein wenig abrücken, denn sie, bzw. er (FRAGMENT. ist das Einmannprojekt des Franzosen Thierry Arnal) macht seine Sache erstaunlich gut und bringt nicht einfach nur Zweite-Wahl-Musik, sondern wirklich gut und durchdacht arrangierte Songs. 
Jesu – “Heart Ache & Dethroned”
Neuer Herzschmerz
Mit “Heart Ache & Dethroned” erscheint die Neuauflage der vergriffenen ersten EP von JESU, wobei vergriffen in diesem Falle wohl eher bedeutet, dass die Scheibe nicht mehr hergestellt wird, denn mit ein paar wenigen Klicks im Internet (Warenhäuser, spezielle CD-Händler, Auktionshäuser, etc.) lassen sich durchaus noch gebrauchte oder nagelneue und natürlich originale Exemplare dieses Erstlings zum Normalpreis ergattern. Wie dem auch sei, Sinn macht diese Neuveröffentlichung dennoch, denn als Bonus beinhaltet der Doppelschlag vier Stücke der bisher nicht veröffentlichten EP “Dethroned” aus dem Jahre 2003. 
The Angelic Process – “Weighing Souls With Sand”
Der schwarze Monolith
Gothic hat, wie nahezu jedes Genre, viele Gesichter und die musikalische Ausrichtung kann in verschiedene Richtungen gewichtet werden. Gothic ist nicht in eine bestimmte Ecke zu drängen und es gibt viele Möglichkeiten, dunkle und emotional schwere Musik zu spielen. THE ANGELIC PROCESS hatten sich der depressiven Variante verschrieben, düster und in gewissem Sinne auch apokalyptisch anmutend. Dabei ging das Duo aus Jacksonville nie besonders technisch oder vielseitig zu Werke, sondern sie spiegelten in ihrer Musik eher einen Gemütszustand wieder, der kaum intensiver und auch kaum dunkler sein kann. 
Godflesh – “Slavestate”
Dreifach geteiltes Fleisch
Zwei Jahre nachdem GODFLESH ihr unter Fans wohl beliebtestes Album “Streetcleaner” veröffentlichten, brachten sie die 4 Song EP “Slavestate auf den Markt. Das gute Stück wurde in drei verschiedenen Formaten vertrieben. Einmal als normale 4 Song EP, als 3 Song Remix EP und als 9 Song Mini LP, auf der die regulären Tracks und die Remixe enthalten sind, sowie als Zusatz noch die 2 Song EP “Slateman”. Die CD-Version sollte nach Wunsch der Band auf zwei verschiedenen Disks veröffentlicht werden, um die Remixe separat anzubieten, aber ihr damaliges Label Earache Records war damit nicht einverstanden und entschied sich für die kompakte Version. Für den Konsumenten war diese Entscheidung vermutlich richtig, denn so braucht man nur einen Tonträger erwerben, um in den Genuss der Musik beider, bzw. der drei EPs zu kommen. 
Cable Regime – “Life In The House Of The Enemy”
Mechanisch und hart, aber trotzdem lebendig
Um 1990 herum blühte im härteren und extravaganten Musikbereich nicht nur Death- und Black Metal auf, sondern auch Industrial Metal hielt Einzug und vermehrte sich zunehmend. Während GODFLESH als einer der Pioniere bereits Ende der 80er Jahre ihre exklusive Variante des harten Industrials präsentierten, wuchsen besonders nach deren Album “Streetcleaner” weitere Bands ähnlichen Schlages wie Pilze aus dem Boden. CABLE REGIME kann man in gewisser Weise auch noch zu dieser ersten Welle hinzuzählen, auch wenn ihr Debüt “Life In The House Of The Enemy” erst 1992 veröffentlicht wurde und somit ein paar Jahre nach der ‘Kernexplosion’ erschien. 
Ultraspank – “Ultraspank”
Forgotten Nu Stuff – Teil II
Man soll nicht glauben, dass ein halbes Dutzend Streetteams, Online-Portale und möglichst viele Myspace-Freunde allein zum Erfolg verhelfen. In einer Zeit, in der man noch ohne den sozialen Overkill auskommen musste, waren die wichtigsten Faktoren die gleichen wie heute: Gute Musik, gute Livequalitäten und über allem eine loyale Fanbasis. Und wenn die nicht groß genug ist, dann ist nachhaltiger Erfolg entweder kurzlebig oder schlicht unmöglich, auch wenn man als Band sämtliche Kriterien erfüllt.
So auch im Fall der 1996 in Santa Barbara, Kalifornien gegründeten ULTRASPANK. Hervorgegangen waren sie aus der Speed-Metal-Band INDICA, die 1992 von MTV sogar zur besten College Rock Band gekürt wurde. Durch rechtliche Nickeligkeiten und dank eines spontanen Einfalls von Rob Zombie wurde aus “Spank” dann ULTRASPANK. 
Strapping Young Lad – “The New Black”
Erfüllt nicht ganz die Erwartungen
Meine Güte, was war ich damals gespannt auf diese Scheibe von Devin Townsend, bzw. STRAPPING YOUNG LAD. “Alien” und sowieso alles davor gefiel mir richtig gut. Das eine Album etwas mehr als das Andere, aber Durchhänger waren keine dabei. Auch “The New Black” ist alles andere als schwach, auch wenn man Abstriche machen muss, aber dazu gleich mehr.
Mr. Townsend hatte wie üblich seine (laut eigener Aussage angeblich) gleichberechtigten Mitstreiter Gene Hoglan, Jed Simon und Byron Stroud um sich gescharrt, um der Metal-Welt einen weiteren wuchtigen Schlag ins Gesicht zu verpassen. Gelungen? Nun ja, im Groben schon, in den Feinheiten jedoch erscheinen mir beim Hören dieses extremsten (?) Projektes von Devin Townsend die ersten Verschleißerscheinungen, um nicht sogar zu sagen die ersten Schwächen. 
October File – “Our Souls To You”

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“There’s not a problem I can’t fix, cause I can do it in the mix” – oder: OCTOBER FILE im Doppelpack!
Eine Band klingt nicht nur so gut wie ihre Riffs, sondern auch wie ihre Aufnahme und deren Produktion. Ein Schlagzeug kann nach Kartoffelkisten klingen, eine Gitarre nach Grillenzirpen, und es ist völlig egal, ob am Kit ein neuer Gene Hoglan sitzt oder an der Gitarre ein neuer Vai frickelt. Der Sound einer Produktion ist letztendlich das Gesicht einer Band, die ihren Ist-Zustand auf einem Album dokumentiert, und er ist gleichzeitig auch eine Handschrift. In den 90er Jahren konnte man z.B. blind hören, ob ein Album in den Händen von Scott Burns oder Jim Morris war, ob es aus dem schwedischen Abyss-Studio von Peter Tägtgren kam, oder ob Pytten im Grieghallen mal wieder feinsten “Blech-Metal”-Scheppersound gezaubert hatte. Ohne dass ein Produzent als Mentor und Ratgeber tätig werden muss, bringt er seine ganz eigen Herangehensweise mit, die oft zu seinem Markenzeichen gehört, wie z.B. der Breitwandsound von Devin Townsend. Und hier steht eine Band vor der Frage, welcher Weg, welcher Ansatz für sie der Richtige ist. 
Grey Machine – “Disconnected”
Wall of distortion
Es rumorte lange Zeit bevor die hier beteiligten Musiker endlich Nägel mit Köpfen machten und eine angestrebte, gemeinsame Veröffentlichung endlich verwirklicht wurde. Ex-GODFLESH- und JESU-Mastermind Justin Broadrick, sein Band-Kollege Diarmuid Dalton (FINAL, CABLE REGIME), Aaron Turner von ISIS und Dave Cochrane (HEAD OF DAVID, GOD) hoben GREY MACHINE aus der Asche und verfolgten die gemeinsame Idee eines Albums, auf dem es ordentlich hageln sollte. Herausgekommen ist ein Bastard aus musikalischer Unbarmherzigkeit, beherrschtem Krach und künstlerischer Vielfalt, Sound-Erkundung und -Versuchung. 
Two – “Voyeurs”
Halford goes Reznor
Rob Halford kann machen was er will, aber er wird in den Annalen der Musikgeschichte immer als der Frontmann der britischen Heavy Metal Dinosaurier JUDAS PRIEST eingeschrieben sein. Trotzdem hat der Mann einige interessante Ausflüge in andere Gefilde unternommen, das schillerndste Projekt dabei war wohl TWO. 1992 hatte Halford offiziell JUDAS PRIEST verlassen und werkelte dann ein paar Jahre mit FIGHT herum. 1997 schlug dann die Stunde für etwas ganz anderes. Zusammen mit John Lowery (der damals mit MARILYN MANSON unterwegs war) nahm er einen ganzen Packen Demos auf und wurde damit bei Trent Reznor vorstellig. Dem gefiel, was da unter dem Namen “Gimp” das Licht der Welt erblicken sollte, und erklärte sich kurzerhand bereit, das Album auf seinem Label Nothing Records herauszubringen. Da der Name aber bereits belegt war, entschied man sich für “Two” und nahm das Album “Voyeurs” auf. 
Mnemic – “Sons Of The System”
Teil des Systems
“Modern Metal” ist eine furchtbare Genrebezeichnung. Sie suggeriert Moderne, wo keine ist. Sie bezeichnet sich als Metal und ist dennoch nichts weniger als das; vielmehr handelt es sich um holzschnittartigen Pop mit harschem Riffgeschiebe. Wie wäre es mit den Bezeichnungen “Marketing-”, “Ear Catching-” oder “Performed Metal”? Denn immerhin geben die Dänen MNEMIC ja im Titel “Sons Of The System” zu, Teil des Establishments zu sein. Und Nuclear Blast ist ja, wie wir wissen, ein Meister in der Produktion von derartigem Zeitgeist-Mainstream: stereotyp und am Fließband werden klinisch-sterile Klänge für den Schnellverbrauch, quasi musikalische Fast Food, auf den unersättlichen Markt geworfen, welche dann von entsprechenden Magazinen der Szene schon im Vorfeld als herausragend modern, innovativ, wegweisend bejubelt werden. 
City Of Fire – “City Of Fire”
Die Nebenschauplätze sind immer interessanter

Fast hätte man sie übersehen, fast hätte sie der mediale Zug überrollt, der sich in den letzten Monaten ausgiebig mit FEAR FACTORY beschäftigt hatte (und es immer noch tut). Während in den USA der Kindergarten Hochbetrieb hatte, traten aus Vancouver in Kanada ganz unbemerkt CITY OF FIRE auf den Plan – die einem nichts sagen müssen, solange man nicht weiß, dass diese Band eine weitere, gemeinsame Baustelle von Burton C. Bell und Byron Stroud ist. Wo diese beiden Herren schon überall ihre Finger im Spiel hatten, sollte zum metallischen Allgemeinwissen gehören. Zusammen mit Terry “Sho” Murray, Bob Wagner und Ian White, ebenfalls langjährig erfahrene Musiker, beschreiten sie neue Pfade, die dennoch sehr vertraut klingen. 







