• N/A

  • Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)
"Indie Rock"

Kurz notiert #83

People Like You - "Verse"People Like You – "Verse"
Indie Rock, Math Rock, Jazz (Topshelf Records, 2017)

Selten haben sich eigentliche Gegensaätze so gut ergänzt wie auf "Verse", dem zweiten Album der Truppe aus Boston. Ihre Mischung aus geschmeidigem Indie Rock und Jazz ist so gut gelungen, dass man fast glauben mag, diese Art Musik gab es schon immer. Sängerin Michi Tassey singt lieblich, zurückhaltend und ohne großartig herausstechende Phrasen. Die Gitarre spielt weitestgehend klar und wenig bis gar nicht verzerrt, sie zockt fast unaufhörlich schnelle, kompliziert wirkende Picking-Muster, die sich dabei schnell ins Ohr schleichen. Der Bass zieht unaufhaltsam seine Runden und der Schlagzeuger achtet förmlich darauf, es nicht zu übertreiben; das hört man ganz eindeutig, denn das Potential ist definitiv da. Hinzu kommt eine wiederkehrende Trompete, die den vertrackten Rhythmen eine jazzige Note verleiht und die Musik letztendlich zu etwas eigenständigem macht. Klasse Platte, die man aufgrund ihrer musikalischen Komplexität auf jeden Fall mehrmals hören muss, damit sie richtig wirken kann. ⇒ weiterlesen

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The Cure – "4:13 Dream"

6. Dezember 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Die Hälfte einer Hälfte

The Cure - "4:13 Dream"Auf ihrem 13ten Album schlagen THE CURE erstaunlich positive Töne an. Sollte Sänger, Bandleader und Kreativkopf Robert Smith auf seine erfahrenen Tage doch noch den Weg aus der Melancholie gefunden haben und der Musik die positiven Nuancen abgewinnen können? Tja, es scheint tatsächlich so, auch wenn dies nicht zu 100% gilt, denn zwischen den Zeilen bleibt die schleichende Schwermut. Smith kann sich noch soviel Mühe geben, fröhlich zu klingen, durch seine charismatische, weinerliche Stimme schwingt einfach immer etwas Dunkelheit mit, vermutlich sogar dann, wenn er laut lachen würde. Aber genau das ist es ja, was die Anhänger von THE CURE an deren Musik so sehr mögen. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #82

Lea Porcelain - "Hymns To The Night"Lea Porcelain – "Hymns To The Night"
Wave, Post-Punk (Lea Porcelain Recordings, 2017)

Dem (Wahl-)Berliner Duo Julien Bracht und Markus Nikolaus ist auf ihrem Debütalbum etwas gelungen, das nicht viele Künstlern schaffen, zumindest nicht in dieser hohen Qualität, wie auf "Hymns To The Night". Sie verweben den Spirit von JOY DIVISION und frühen NEW ORDER mit einem modernen Post-Punk-Gefühl und kleiden alles in elektronische Wave- und Shoegaze-Klänge. Dabei ist viel Weite und Melancholie spürbar, aber angenehm, nie erdrückend oder niederschmetternd. Die Beats sind stets präsent und treiben die Songs voran, oftmals auch mit pumpendem Bass, maschinellem Brodeln und stimmungsvollen Synthie-Flächen. Der Gesang ist nüchtern und schwermütig und trägt dadurch viel zur Gesamtwirkung bei. Ein tolles Album, das man fast schon als Pflichtstoff bezeichnen kann. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #77

Amber Arcades - "Fading Lines"Amber Arcades – "Fading Lines"
Indie Rock, Indie Pop, New Wave (Heavenly, 2016)

Die Niederländerin Annelotte De Graaf kramt alte New-Wave- und Indie-Sounds raus und schreibt mal eben ein Album, das von Anfang bis zum Ende eben diesen roten Faden verfolgt; eng gestrickt und weitestgehend ohne Seitenblicke in andere Ecken. Sie streift dabei höchstens ab und an die Grenze zum Dream Pop, was vordergründig an ihrer vorsichtigen, etwas ungekonnten, aber lieblich verschlafenen Gesangsstimme, die keinem etwas Böses will, liegen dürfte. Die Musik selbst ist dabei klar gestaltet und besticht durch leichte, einfache Strukturen. Ob ihr beim Einfangen des Spirits für die Platte New York als Aufnahmeort geholfen hat, lässt sich nur vermuten; Fakt ist, dass ihr "Fading Lines" gut gelungen ist. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #75

B Boys - "Dada"B Boys – "Dada"
Post-Punk, Indie Rock, Punk Rock  (Captured Tracks, 2017)

Direkt aus Brooklyn versenden die drei B BOYS ihre musikalische Message und diese lautet im freien Sinne Indie Post-Punk Rock oder so. Angenehm simpel gehalten, jedoch nicht, wie es der Titel verheißen mag, im Dadaismus untergehend, besitzen die BOYS eine beschwingende, unbekümmerte Leichtigkeit, die mehr mit Freiheit als mit überschwenglich guter Laune zu beschreiben ist. Dabei scheuen sie sich nicht, auch mal ordentlich Schwung zu geben und die Pnnk-Sau raus zu lassen. Eine nette, feine, unbestechliche Platte, die man immer wieder gerne auflegen kann. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #73

Landing - "Complekt"Landing – "Complekt"
Shoegaze, Psychedelic Rock (These Are Not Records, 2016)

Kräftige und leicht bratzig verzerrte Klampfen ebnen den musikalischen Weg bei den aus Connecticut stammenden Shoegazern LANDING. Sie spielen dabei mit Ideen aus der Ambient-Ecke, was keineswegs verwunderlich ist, wirbt die Band selbst doch damit, dass sämtliche Mitglieder professionelle Ambient-Musiker seien. Aber auch wabernder Psychedelic kommt zum Zuge, was vor allem in den abgehoben wirkenden Passagen deutlich wird, in denen die Band mit experimenteller Electronic eine unwirkliche Atmosphäre erzeugt. Eine sehr stimmige und vor allem gelungene Platte. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #72

Drab Majesty - "The Demonstration"Drab Majesty – "The Demonstration"
Gothic, New Wave, Dark Wave (Dais Records, 2017)

Wir lassen die Fantasie spielen… Man stelle sich ganz alte DEPECHE MODE vor, mit ihren elektronisch-mechanischen Rhythmen, teils langsam und schwer, teils tanzbar und treibend; man mische dazu ein paar Gothic-Gitarren, die sich auf leicht verhalltes Picking beschränken oder eher einfache Riffs beisteuern. Kurzum: DRAB MAJESTY haben mit ihrem zweiten Album ein sehr cooles Teil abgeliefert, das einerseits im New- und Dark Wave stöbert, andererseits aber auch die nahe liegende Goth-Ecke bedient. Wer also mal wieder ein gelungenes Düsterwerk hören möchte, das nicht in blauer Langeweile untergeht, der sollte sich mit "The Demonstration" beschäftigen. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #69

16. September 2017 | Kurz notiert » Musikrezensionen | Keine Kommentare

Wren Kitz - "Dancing On Soda Lake"Wren Kitz – "Dancing On Soda Lake"
Experimental, Ambient, Psychedelic, Folk (NNA Tapes, 2017)

Wenn man sich Musik anhört und sehr schnell merkt, dass sie einen auf besondere Weise herausfordert, dann gibt es selten das Ergebnis, dass sich der 'Like-Faktor' im Mittelmaß einpendelt. Herausfordernde Musik polarisiert meistens. Entweder man geht in der Musik auf oder man hasst sie! Oder aber man hört WREN KITZ und weiß gar nicht so recht, was man damit anfangen soll. Echo- und Hallspiele mit Gitarrenpickings, ausgedehnte Ambient-Collagen, Traumspiele, Akustikgitarren, die Folk-Flair versprühen und ebensolcher Gesang, der mal einsam, mal mehrstimmig seine Runden zur oft -auf den ersten Blick- ziellos wirkenden Musik dreht. "Dancing On Soda Lake" ist ein Album, dem viele Review-Schreiber eine Note verweigern würden, weil sie nicht wissen, wie man so etwas (natürlich wie immer subjektiv) bewertet. Und tatsächlich ist das nicht so einfach… ⇒ weiterlesen

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Ryley Walker – "Golden Sings That Have Been Sung"

14. September 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Brücke in die Vergangenheit

Ryley Walker - "Golden Sings That Have Been Sung"Völlig aus der Zeit gerissen und deshalb umso herausragender ist die Musik des amerikanischen Singer-Songwriters RYLEY WALKER, denn er besitzt die Gabe, Stile unter einen Hut zu bringen, die man in der Regel eher separat kennt und hört. Er webt Indie Rock-, Jazz-, Folk- und Singer-songwriter-Ideen zu einem harmonisierenden Geflecht zusammen und klingt dabei nicht einfach nur in Ordnung, sondern außerordentlich gut. Das Resultat transportiert durchaus ein wenig Nostalgie, so als ob das Album ein Dachbodenfund ist, man es auflegt und plötzlich wieder den Geist längst vergangener Zeiten einatmet. WALKER stammt aus Chicago und genau so klingt das Album, zumindest aber so, wie man sich die Musik der Stadt in den 1960ern und -70ern vorstellen möchte. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #68

12. September 2017 | Kurz notiert » Musikrezensionen | Keine Kommentare

Thunder Dreamer - "Capture"Thunder Dreamer – "Capture"
Indie Rock (6131 Records, 2017)

THUNDER DREAMER aus Indiana vermischen Indie- und Post-Rock mit etwas Pop, gekleidet in ein vorsichtig schwermütiges Gewand aus Molltönen mit größtenteils eher zurückhaltendem Gesang. Sie halten ihre Musik leicht und unkompliziert und setzen vordergründig auf die Wirkung der Atmosphäre. Unverzerrtes Gitarrenpicking und locker-flockige Drumbeats, die sich niemals in den Vordergrund drängeln, bilden dabei das Haupterscheinungsbild. Am Rande zum Easy-Listening birgt "Capture" vielleicht nicht soviel an Tiefe, als dass man es unzählige Male genießen könnte, als gelegentliche Beschallung für entspannte Momente am frühen Abend aber durchaus geeignet. Wohlfühlen inklusive. ⇒ weiterlesen

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New Order – "Waiting For The Sirens' Call"

10. September 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Hooks letzte Zuckungen

New Order - "Waiting For The Sirens' Call"Das achte Studioalbum der Briten überraschte mit einer Besonderheit. Es ist bis dato das einzige von NEW ORDER, das ein Titelstück enthält, also ein Lied, das den Albumtitel trägt. Auch der musikalische Schwerpunkt überrascht ein klein wenig, denn es wird schnell deutlich, dass der elektronische Anteil erheblich zurückgeschraubt wurde, zugunsten einer verstärkten Gitarrenlastigkeit. Man fühlt sich an "Brotherhood"-Zeiten erinnert, beziehungsweise an die Gitarrenstücke aus dieser Ära. Ur-Mitglied Gilian Gilbert ist im Vorfeld der Veröffentlichung ausgestiegen, um sich um ihre (und Drummer Stephen Morris') Kinder zu kümmern. Für sie stieß Phil Cunningham an den Tasten zur Band. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #65

Smidley - "Smidley"Smidley – "Smidley"
Indie Rock, Indie Pop (Triple Crown Records, 2017)

Das als Spielwiese ins Leben gerufene Projekt des FOXING-Sängers Conor Murphy hat er nach seinem Hund benannt. Gemeinsame Sache macht er dabei mit Leuten von SORORITY NOISE, DR DOG und TIGERS JAW. Die Mischung aus Indie Rock mit vielen poppigen Melodien und Ideen ist durchaus gelungen. Der Gesang ist allerdings stellenweise etwas gewöhnungsbedürftig, da Murphy gerne mal in Falsett singt, was leider nicht zu seinen Stärken zählt, da seine Stimme dabei nicht sonderlich einladend, sondern auf längere Dauer nervig klingt. Wer leichte Kost bevorzugt und Musik gerne hört, ohne sich großartig darum zu kümmern, was passiert und einfach nur die Stimmung aufsaugen möchte, dürfte mit SMIDLEY gut bedient werden. ⇒ weiterlesen

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Ian McCulloch – "Candleland"

16. August 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Ohne Echo ins Kerzenland

Ian McCulloch - "Candleland"1989, ECHO & THE BUNNYMEN schienen zu zerbrechen und Indie-Träume gingen den Bach hinunter. Zumindest gab der eigenwillige wie charismatische Sänger und Frontmann IAN MCCULLOCH seinen Abschieb bekannt und versuchte sich fortan als Solokünstler. Sein erster Erguss war "Candleland", auf dem er eine deutlich gemäßigtere und poppigere Version der musikalischen Ansätze seiner früheren Band aufgriff. Immer noch im Indie Rock verwurzelt, probierte er sich an sehr eingängigen Refrains, simpleren Arrangements und einer (nicht unangenehmen) gewissen Art neu entdeckter Leichtigkeit bis hin zur Schmusigkeit. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #62

The Babe Rainbow - "The Babe Rainbow"The Babe Rainbow – "The Babe Rainbow"
Psychedelic Rock, Pop, Garage Rock (Flightless Records, 2017)

Ein Blick auf das Cover, etwas Fantasie und bestenfalls eine eigene Hippie-Vergangenheit lassen schnell erkennen, worum es bei dieser Band aus Byron Bay in Australien geht. Flower Power und Hippie-Sounds stehen ganz oben auf der Agenda bei und, das muss ganz klar gesagt werden, sie machen ihre Sache so herzerfrischend gut, dass man aus dem Schmunzeln kaum noch heraus kommt. Manchmal ist man sich nicht sicher, ob die das wirklich leben und ernst meinen oder ob sie den Hippie-Style mit ihrer Musik einfach nur karikieren. Ist aber auch alles egal, denn Fakt ist, dass "The Babe Rainbow" nicht nur eine klasse Scheibe zum Blümchenpflücken ist, sondern auch die denkbar beste musikalische Untermalung für das Rollen einer würzigen, ähem, Tüte ist. Ya know… ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #61

Parlor Walls - "Opposites"Parlor Walls – "Opposites"
Experimental, Psychedelic Rock, No Wave (Northern Spy Records, 2017)

Und da behaupte noch einmal jemand, es gäbe keine wirklich experimentelle Musik mehr, die man tatsächlich auch noch hören kann. Doch, gibt es! Das Trio aus Brooklyn reizt den Bereich zwischen Free Rock und Free-irgendwas komplett aus, ohne dabei jedoch den Faden für den Song an sich zu verlieren. In der Mitte nisten sie sich gern mal im No Wave ein (SONIC YOUTH winken herüber), wechseln dann aber sofort wieder in experimentelle Gefilde und kreieren Noise-Gitarren, welche die Boxen zum Bersten bringen. Die Girlie-Stimme von Sängerin Alyse Lamb wird stets non-konform gehalten und beinhaltet, wie die Musik, ein deutlich eigensinniges Element. Trotzdem aber ist sie greifbar und schreckt nicht ab. Im Grunde unglaublich, was PARLOR WALLS hier geschaffen haben. Avantgarde pur und doch absolut hörbar und angenehm fordernd. ⇒ weiterlesen

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