• Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)
"Indie Rock"

Kurz notiert #97

Tape Deck Mountain - "Echo Chamber Blues"Tape Deck Mountain – "Echo Chamber Blues"
Shoegaze, Psychedelic (Katuktu Collective, 2018)

Am Rande zu psychedelischen Klängen agieren diese vier U.S-Amerikaner. Viel Hall und Reverb im Sound sind da freilich Programm. Trotzdem vergessen die Musiker nicht, songdienlich zu wirken und haben ihren Stücken klare Strukturen verpasst, von denen einige Parts sogar imstande sind, hängen zu bleiben, selbst, wenn es nirgends einen Hitcharakter gibt. Viele Psych-Gaze-Bands verlieren sich ja in unendlichem Geschwurbel, nicht so TAPE DECK MOUNTAIN, die neben der Schuhstarrerei auch durchaus den Song an sich im Visier haben. Gut so. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #95

Sonic Jesus - "Dead Man"Sonic Jesus – "Dead Man" EP
Post Punk, New Wave, Shoegaze, Psychedelic (Fuzz Club Records, 2017)

Nach dem sehr guten letzten Album "Grace" (2017) schieben die Italiener zackig eine frische 7" hinterher mit zwei Stücken, die an das Album anknüpfen und doch mit einer etwas psychedelischeren Seite daherkommen. Vermutlich sind beide Stücke Überbleibsel der Album-Sessions, denn qualitativ können es "Dead Man" und "Transpose" mit keinem einzigen Lied von "Grace" aufnehmen. Und doch sind sie keineswegs zu missachten; sie zeigen SONIC JESUS halt mehr von einer nicht so eingängigen Seite. Lohnt sich für Komplettisten. ⇒ weiterlesen

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DMA's – "For Now"

Aus Down Under geht's vor allem down...

DMA's - "For Now"Nach ihrem gelungenen Debüt "Hills End" aus dem Jahre 2016, das klang, als wenn OASIS in Bestform wären oder sogar ihre Meister gefunden hätten, legen die australischen Indie Rocker nun ihr zweites Album nach. Oder muss man nun Indie-Popper sagen, denn "For Now" vollzieht einen Schritt, der sich nach dem erwähnt starken Debüt nur schwer nachvollziehen lässt; zumindest dann, wenn man auch nur geringsten Anspruch dahingehend stellt, dass die Band ihren einst eingeschlagenen Weg weitergeht und perfektioniert. Pustekuchen! ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #92

Luxury Stranger - "Darkness Falls Upon The Light"Luxury Stranger – "Darkness Falls Upon The Light"
Post-Punk, New Wave, Alternative Rock (Earth-Two Records, 2017)

Mit ihrer Mischung aus Stilen der alten Schule (Post-Punk und New Wave) und moderneren Ausrichtungen (Alternative, etwas Grunge) hat die Formation um Mastermind Simon York eine gute Basis gefunden. Dass ihr mittlerweile drittes Album ihr bisher reifstes Werk darstellt, dürfte somit eine Information sein, die man im Vorfeld bereits geahnt hat und somit lediglich zur Kenntnis nimmt. Selbst, wenn es an der einen oder anderen Stelle ruhig etwas direkter und griffiger hätte sein dürfen, haben die Engländer ein gutes Album vorgelegt, das man sich als Genreliebhaber mindestens einmal geben sollte, um zu checken, ob es die Band auf die persönliche Like-Liste schafft. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #91

Feral Ohms - "Feral Ohms"Feral Ohms – "Feral Ohms"
Punk Rock, Hard Rock (Silver Current Records, 2017)

Kräftig auf die Zwiebel gibt es vom Trio FERAL OHMS aus Oakland. Ihre fetzige Mischung aus Punk- und (Old School) Hard Rock haut ziemlich rein. Wer einen Vergleich braucht, darf sich etwas schmutzigere THE BRONX vorstellen, die gern mal mit dem Wah-Wah herumspielen. Auf jeden Fall machen die Jungs hier ganz schön "den Affen" (Blick auf's Cover). Die Mucke kommt gut rüber und sorgt für automatische Bewegungen in der Hüftgegend. Am Hitpotential müssen sie vielleicht noch ein klein wenig feilen, aber zum wilden Abspacken ist ihre Scheibe allerbestens geeignet. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #89

Bully - "Losing"Bully – "Losing"
Indie Rock, Alternative Rock (Sub Pop, 2017)

Wie eine etwas rotzigere und leichtere Version von VERUCA SALT klingen BULLY aus Nashville. Dabei bleiben sie stilistisch ganz in der Tradition ihres Labels Sub Pop zwischen Indie und Alternative fest im Sattel und lassen keine Abweichungen zu bzw. wagen diese nicht. Insgesamt kann man sagen, dass "Losing" als zweites Album des Trios um Frontfrau Alicia Bognanno ganz in Ordnung geht. Ein paar mehr fetzige und eingängige Nummern hätten vielleicht ganz gut getan, damit der Stoff richtig packt, aber das ist natürlich wie immer Geschmackssache. ⇒ weiterlesen

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Jahrespoll 2017 – Alt und neu (Matthias)

Jahrespoll 2017

Sprüche wie "wie die Zeit rennt…" späre ich mir jetzt mal, obwohl ich's ja durch die Ankündigung, es nicht zu erwähnen, irgendwie grad doch gebracht hab. Was soll's…
Mit zunehmendem Alter erscheinen viele Dinge nicht mehr so starr und ich grenze mich weniger ab, man wird offener und auch genügsamer. Natürlich trifft dies auch auf das Musikhören zu und so kommt es verstärkt vor, dass mich Alben oder ganze Stile begeistern, denen ich vielleicht noch vor zehn Jahren kaum einen Funken Aufmerksamkeit geschenkt hätte. Das bedeutet natürlich auch, dass sich durch die Erweiterung des eigenen musikalischen Spektrums die Vielfalt der zu hörenden Bands und Künstler deutlich erhöht. Und so habe ich 2017 für mich, neben etlichen ganz neuen oder bislang noch nicht für mich entdeckten Bands, auch eine ganze Menge alten Stoff wiederbelebt. 2017 war für mich ein Musikjahr, in dem das Früher (alles bis 1990) und Heute (ab 2010) gleichermaßen behandelt wurde und beides gleichwertig stattgefunden hat. Natürlich habe ich auch Musik aus der Phase zwischen den genannten Zeitangaben gehört, aber mein Schwerpunkt lag eindeutig  (unabsichtlich übrigens) auf "alt" und "neu". ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #86

Death Bells - 2017 - Standing At The Edge Of The WorldDeath Bells – "Standing At The Edge Of The World"
Post-Punk (Funeral Party, 2017)

Diese Australier wissen, wie man Post-Punk mit Biss spielt. Mit (natürlich!) angedüstertem Ambiente, schrillen sowie verträumten Gitarrenmelodien, rollendem Bass, kantigen Drumbeats und leicht unterkühltem Gesang schlagen sie genau in die Kerbe, die man mit dem Begriff Post-Punk in Verbindung bringt. Dabei springen einem beim ersten und vielleicht auch beim zweiten Durchlauf nicht unbedingt Hits entgegen und doch besitzt die Musik der Debütanten etwas anziehendes, das man gerne noch einmal auflegt. Ob es die Erinnerungen an die kauzigen End-80er sind oder einfach nur der Umstand, dass DEATH BELLS gut sind, ohne dass man darüber nachdenken muss warum, spielt keine Rolle; Hauptsache es gefällt. ⇒ weiterlesen

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U2 – "The Unforgettable Fire"

Politisches Feuer aus Irland

U2 – "The Unforgettable Fire"Rückblickend haben U2 mit diesem Album begonnen, richtig groß zu werden. Sound und Image der Band wandelten sich, man musste sie endgültig ernst nehmen. Aussagekraft, Weite und Weltoffenheit sind der Musik anzuhören und das einhergehende Gefühl, dass etwas ganz Großes in ihr schlummert. Zwar hatten die Iren bereits mit "Sunday Bloody Sunday" vom fantastischen Vorgänger "War" einen, wenn nicht sogar den Band-Hit ins Leben gerufen, aber man muss unterm Strich dennoch festhalten, dass "The Unforgettable Fire" einfach deutlich reifer und vor allem viel besseer klingt als "War" und die beiden Alben davor. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #85

Thee Oh Sees - "A Weird Exits"Thee Oh Sees – "A Weird Exits"
Garage Rock, Alternative Rock (Castle Face, 2016)

Einen wilden Fuß bieten die alten Hasen THEE OH SEES. Alte Hasen nicht nur, weil es die Band schon so lange gibt (seit 1997), sondern weil sie seit 2006 kontinuierlich mehrere Alben und EP's pro Jahr veröffentlicht. "A Weird Exits" reiht sich unter die besten Sachen der Band ein, auch wenn der Rest ganz bestimmt nicht schwach ist. Man hört der Musik Erfahrung, Vielseitigkeit, aber auch den Mut an, eben nicht in eingefahrene Spuren zu rutschen. Der Garage Rock der Band ist roh, auch mal dreckig, experimentell und zwischendurch sogar ein wenig post-psychedelic. ⇒ weiterlesen

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Sonic Youth – "Sonic Nurse"

22. Dezember 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Intensiv, nachdenklich, melancholisch

Sonic Youth - "Sonic Nurse"Darüber, dass diese Band als wichtigster und wohl bekannteste Vertreter des No Wave galt, braucht nicht weiter erwähnt, geschweige denn diskutiert zu werden; das ist ohne Wenn und Aber Fakt! Aber auch SONIC YOUTH hatten sich im Laufe ihrer Karriere hörbar entwickelt und von den anfänglichen Kracheskapaden ist in den letzten Jahren ihres Bestehens nicht mehr ganz soviel übrig geblieben. Zum Glück, muss man angesichts solch toller Alben wie "Sonic Nurse" aus dem Jahre 2004 anmerken. Nein, nein, die Band hatte ihre Roots nicht verlassen, aber sie haben sie erweitert, ergänzt und geschickt modifiziert, sozusagen Essenzen gefiltert. Man hört, dass sie reifer und erfahrener geworden waren, musikalisch wie persönlich und nicht mehr ausschließlich auf Krawall und 'direkt ins Gesicht' setzten. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #84

Girls Who Care - "Light Sleeper"Girls Who Care – "Light Sleeper"
Indie Rock, Indie Pop (Eigenproduktion, 2017)

Lockeren Synthie Pop mit Indie-Einschlag, der durch begleitende Gitarren aufgefrischt wird, bieten GIRLS WHO CARE aus Ann Arbor in Michigan/U.S.A.. Der Gesang ist leicht verhallt und freundlich. Manchmal fühlt man sich an die seeligen '80er Jahre erinnert, obwohl es produktionstechnisch und auch musikalisch eigentlich kaum Gründe dafür gibt. Möglicherweise ist es die Stimmung, dieses leicht schwebende, verträumt entspannte Gefühl, Sonne und Wasser, vielleicht noch ein Cocktail und nette Begleitung, halt etwas Nostalgie, die dann doch mitschwebt. Who knows… ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #83

People Like You - "Verse"People Like You – "Verse"
Indie Rock, Math Rock, Jazz (Topshelf Records, 2017)

Selten haben sich eigentliche Gegensaätze so gut ergänzt wie auf "Verse", dem zweiten Album der Truppe aus Boston. Ihre Mischung aus geschmeidigem Indie Rock und Jazz ist so gut gelungen, dass man fast glauben mag, diese Art Musik gab es schon immer. Sängerin Michi Tassey singt lieblich, zurückhaltend und ohne großartig herausstechende Phrasen. Die Gitarre spielt weitestgehend klar und wenig bis gar nicht verzerrt, sie zockt fast unaufhörlich schnelle, kompliziert wirkende Picking-Muster, die sich dabei schnell ins Ohr schleichen. Der Bass zieht unaufhaltsam seine Runden und der Schlagzeuger achtet förmlich darauf, es nicht zu übertreiben; das hört man ganz eindeutig, denn das Potential ist definitiv da. Hinzu kommt eine wiederkehrende Trompete, die den vertrackten Rhythmen eine jazzige Note verleiht und die Musik letztendlich zu etwas eigenständigem macht. Klasse Platte, die man aufgrund ihrer musikalischen Komplexität auf jeden Fall mehrmals hören muss, damit sie richtig wirken kann. ⇒ weiterlesen

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The Cure – "4:13 Dream"

6. Dezember 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Die Hälfte einer Hälfte

The Cure - "4:13 Dream"Auf ihrem 13ten Album schlagen THE CURE erstaunlich positive Töne an. Sollte Sänger, Bandleader und Kreativkopf Robert Smith auf seine erfahrenen Tage doch noch den Weg aus der Melancholie gefunden haben und der Musik die positiven Nuancen abgewinnen können? Tja, es scheint tatsächlich so, auch wenn dies nicht zu 100% gilt, denn zwischen den Zeilen bleibt die schleichende Schwermut. Smith kann sich noch soviel Mühe geben, fröhlich zu klingen, durch seine charismatische, weinerliche Stimme schwingt einfach immer etwas Dunkelheit mit, vermutlich sogar dann, wenn er laut lachen würde. Aber genau das ist es ja, was die Anhänger von THE CURE an deren Musik so sehr mögen. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #82

Lea Porcelain - "Hymns To The Night"Lea Porcelain – "Hymns To The Night"
Wave, Post-Punk (Lea Porcelain Recordings, 2017)

Dem (Wahl-)Berliner Duo Julien Bracht und Markus Nikolaus ist auf ihrem Debütalbum etwas gelungen, das nicht viele Künstlern schaffen, zumindest nicht in dieser hohen Qualität, wie auf "Hymns To The Night". Sie verweben den Spirit von JOY DIVISION und frühen NEW ORDER mit einem modernen Post-Punk-Gefühl und kleiden alles in elektronische Wave- und Shoegaze-Klänge. Dabei ist viel Weite und Melancholie spürbar, aber angenehm, nie erdrückend oder niederschmetternd. Die Beats sind stets präsent und treiben die Songs voran, oftmals auch mit pumpendem Bass, maschinellem Brodeln und stimmungsvollen Synthie-Flächen. Der Gesang ist nüchtern und schwermütig und trägt dadurch viel zur Gesamtwirkung bei. Ein tolles Album, das man fast schon als Pflichtstoff bezeichnen kann. ⇒ weiterlesen

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