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Exxasens – “Eleven Miles” (10,00 / 10)
valerie renayTake a look! http://www.youtube.com/watch?v =vViinMt156s
MEAuch hier gilt: die Version mit Bonus greifen! ‘Age Of Creation’ ist ein wunderbarer Achterbahn-Track,...
MEAuch für dieses Album gilt: die edle Digifassung mit Bonustrack ‘Tired Bones’ (lässig-schwerer...
Indie Rock
The Search – “Staying Alive In A Country Industrialized”
Stark in der zweiten Halbzeit
Ob es wirklich nur an den bisher spärlichen Touraktivitäten der Schweden liegt, dass der Name THE SEARCH hierzulande noch nicht so stark bekannt ist? Auf meinem Radar sind sie bisher auch nicht aufgetaucht, dabei hat die seit gut zehn Jahren aktive Band schon eine ganze Latte an Veröffentlichungen vorzuweisen.
THE SEARCH, die u.a. JOY DIVISION und THE CURE zu ihren Inspirationsquellen zählen dürften, fühlen sich pudelwohl im losen Verbund von Indie Rock, Pop und New Wave. Kein Retro-Sound, keine Spur von altbackenen Huldigungsritualen, sondern recht zeitlos und doch zeitgeistig sind sie dabei unterwegs. 
Lockerbie – “Ólgusjór”
Isländisches Träumerkommando
Was für eine schöne Biographie: Da treffen sich vier mehr als begabte Musiker, doch erst der Zufall muss ihnen als Band auf die Sprünge helfen. Der wollte es, dass ihr Demo bei einem Radiowettbewerb den Hauptgewinn erzielte: Aufnahmen in einem professionellen Tonstudio. Die Musiker, die eigentlich in alle vier Himmelsrichtungen ihren eigenen Wegen nachgehen wollte, fanden also wieder zusammen und blieben es dieses Mal auch.
Die Herrschaften kommen übrigens aus Island, dem Land mit dem wohl größten Renommee und Sympathiebonus, was ihre musikalischen Botschafter betrifft. Es scheint im Prinzip gar keine schlechten Bands in diesem Land geben zu können, sei es Metal, Electronica – oder eben Indie Pop. 
Emerald Park – “Absolute Zero”
Ein paar Streicheleinheiten zuviel
Seichtwasserkapitäne aller Länder, aufgepasst, hier kommt der Soundtrack zur nächsten Kuschelfahrt! Die Schweden von EMERALD PARK bleiben auf ihrem neuen Album zwar ihrem Indie Rock Metier treu, doch alle Ecken und Kanten wurden abgehobelt und mit Stoffpolstern versehen. “Absolute Zero” ist eine dermaßen handzahme Indie Pop-Platte geworden, dass mir die Streicheleinheiten nach einiger Zeit bald zuviel werden – und ich bin beileibe kein rauher Seebär.
Um keine falschen Eindrücke zu wecken: Mit ihren teils balladesken und leichtherzigen Songs fahren die Schweden eine wirklich angenehme Tour, vor allem, wenn man als Hörer mal gerade keine Lust auf Action, Adrenalin oder Chaos hat. 
Francis – “This Must Be Blood”
Feines Indie Kleinod
Kennt ihr das, wenn Musik sich ganz locker zu euch auf’s Sofa legt, ganz unprätentiös, aber weder harmlos noch unschuldig? So ungefähr fühlt sich die neue EP von FRANCIS an. Die Schweden spielen unbeschwerten Indie-Pop-Rock mit Verve, und bohren sich mit unerhörter Leichtigkeit in die Gehörgänge. Schon die ersten beiden Stücke “Creek Of Lonesome Town” und v.a. “Traktor” mit seinem gelungenen Video sind schon cool genug für eigene Singles. Bestechende Gitarrenmotive, treibendes Schlagzeug und dazu die Stimme von Petra Mases, die mal wieder meine Theorie bekräftigt, dass vor allem skandinavische Bands ein ausgesprochen gutes Händchen für ihre Frontfrauen haben. 
The Last 3 Lines – “Visions From Oniria”
Indie Space Trip
Irgendwie hatte ich ja was ganz anderes erwartet. Der Bandname, der Albumtitel und dazu das kosmische Cover – alles an diesem Album sah irgendwie nach sphärischen, Weltraumverliebten Ambientklängen aus. Oder so ähnlich. Aber nix da. Keine Enttäuschung, das auf keinen Fall, sondern eine äußerst angenehme Überraschung! THE LAST 3 LINES, das sind sechs hungrige Spanier, die sämtliche Berührungsängste auf den Mond geschossen haben.
Nach einem behutsamen Intro stürmen sie nämlich erstmal ziemlich lässig Richtung 70er vor, aber trotz cooler Sonnenbrillen ohne Retrobedürfnisse, die hier gestillt werden müssten. Nein, irgendwie kriegen sie in “Your Bruising Charm” die Verschmelzung von analoger Rockwärme aus dem Plattenschrank der Eltern mit dem Indiecharm ihrer eigenen Jugend so gut hin, dass man fast meinen könnte, das Indie Rock schon in den 90ern Retro war. 
Sonores – “Elefanten”
Schwebende Schweden
Verschwende Sonntags deine Zeit. Bleib liegen oder sitzen, lass alles stehen. Hol dir barfuß die Natur ins Wohnzimmer und hör dir dieses Album an. Was das schwedische Trio hier bespielt und besingt, ist eigentlich nebensächlich. Irgendwo habe ich aufgeschnappt, dass ‘Elefanten’ ein altes, schwedisches Kriegsschiff war. Die Grauhäuter tragen übrigens den gleichen Namen. Die Wirkung ist weniger massiv und schwerfällig, sondern lädt zum Schwelgen ein, frei von Pflichten und Terminen.
“Elefanten” ist ein Sammelsurium akustischer Klänge und kleinen elektronischen Spielereien, die von Anfang an klassische Genregrenzen überschreiten. Ist es Rock? Ist es Ambient? Was die drei mit Piano, Harfe, Saxophon, Streichern und Gitarren hier auf Konserve gebannt haben, ist vor allem bezaubernd. 
September Malevolence – “Our Withers Unwrung”
Solide aber nicht herausragend
Tobias Netshagen, Martin Lundmark und Daniel Pettersson sind SEPTEMBER MALEVOLENCE, eine Post-Rock-/Indie-Band aus Schweden. Mit “Our Withers Unwrung” präsentieren sie ihr mittlerweile drittes Album und wie es ihr bisheriges Schaffen bestätigt, setzen sie auch dieses Mal nicht auf rein instrumentale Post-Kost, sondern fügen ihren atmosphärischen Stücken Gesang hinzu. Selbst, wenn dieser eher zurückhaltend ist und kaum mehr als einen zusätzlichen Aspekt darsteltl, denn einem tragenden Element. funktioniert es im Gesamtkontext und nur darum geht es. 
Principe Valiente – “Principe Valiente”
Post-Punk Retro Flash
Warum nur habe ich bei dieser Platte immer wieder Assoziationen mit Italien? Liegt’s am Namen der Band oder vom Sänger? Fakt ist: Das Trio kommt aus Schweden, spielt wie Briten (die EDITORS lassen grüßen) und Vokalist Fernando Honorato hat ein Timbre in seiner Stimme, wie das von Paul Banks (INTERPOL). Die beiden Eckpfeiler dürften Hinweis genug sein, was einem auf dem selbstbetitelten Album erwartet: Post-Punk mit Indie-Würze, passender Sound, Schlagzeug mit Hall und Stimme mit Dramatik. 
The Declining Winter – “Goodbye Minnesota”
Musikalische Postkartengrüße
Angefangen hatte es ja eigentlich mit Hip Hop aus der Zukunft. Oder wenigstens der Vision davon, wie man sie handelsüblich von Bands aus Leeds geliefert bekommt. Oder auch nicht. Es folgte eine sehr elektronisch dominierte EP, doch die eigentlich interessante Seite von THE DECLINING WINTER tritt zutage, wenn Bandkopf Richard Adams die Gitarre auspackt.
Auf dem Debütalbum “Goodbye Minnesota” serviert er größtenteils instrumentalen Indie Rock mit Singer-Songwriter-Qualitäten 
Gavin Friday – “catholic”
Irisches Pop-Requiem
Gavin Friday, irischer Vollblutkünstler. Befreundet mit Bono, einst Maler in einer Galerie mit Charlie Whisker, Mitbegründer der VIRGIN PRUNES, musikalisch für viele Jahre mit Maurice Seezer “verheiratet”. In den letzten Jahren waren es vor allem Theaterbühnen und Filmmusik, mit denen sich Friday beschäftigt hat, darunter sogar 50CENTs autobiographischer Film “Get Rich Or Die Tryin’”, aber eben auch klassisches Material wie “Peter & Der Wolf”.
“catholic”, bewusst mit kleinem ‘c’ geschrieben, ist das erste echte Solo-Studioalbum seit “Shag Tobacco” (1995). 
International Karate – “More Of What We’ve Heard Before Than We’ve Ever Heard Before”
Es gibt ein Leben nach dem Post-Rock
Sie mussten sich verändern. Nicht weil sie es nötig gehabt hätten, sondern weil sie es wollten. Den Australiern hat es nach einigen rein instrumentalen Alben im Standard Post-rock-Format so sehr in den Händen und Füßen gekribbelt, dass fortan neue Wege beschritten werden sollten. Wege, die dabei viel tiefer in die Materie und viel stärker in die Menschen an den Instrumenten eindringt. Das Ergebnis kann sich absolut hören lassen, denn “More of What We’ve Heard Before Than We’ve Ever Heard Before” ist ein gelungener Ausbruch aus dem steifen Korsett von Post-Rock Klischees und instrumentalem Singsang. 
Jesu – “Ascension”
December Now
Eigentlich sind JESU-Reviews die Sache meines Kollegen Matt. Insofern ist es eine Ausnahme, dass meine Wenigkeit das neueste Opus des Ausnahmekönners aus England, Justin Broadrick, bespricht. Ausnahme? Nur in editorischer Hinsicht, denn in Matts Jubel über diese außergewöhnliche Musik stimme ich voll mit ein und hoffe sehr, mit meinem Review diese tolle Band bzw. diesen unvergleichlichen Künstler (und das ist er wirklich) der geneigten Leserschaft näher zu bringen. Doch nun genug der Vorrede, hin zur Musik. 
Beta Satan – “Girls”
Pony Rock vom Todesstern
Saufen beim Reiten?? Mädels, so geht das aber nicht! Alk und Pferdestärken, das endet meist in schlimmen Kopfverletzungen – oder in solchen Alben wie “Girls”. Keine Ahnung, was sich die Dänen dabei gedacht haben, aber was andere darüber denken, ist ihnen in jedem Fall egal. Schön ist, was gefällt, und der Rest der Welt geht ihnen am bunten Ponyhof vorbei. 
Groombridge – “Customers From Hell”
Schweizer Indie-Alleskönner
Wenn sich eine Band den Arsch abtourt, dann gibt es zwei Möglichkeiten: totale Erschöpfung und Auflösung… oder gebündelte Kräfte, die in einem reifen, neuen Album kanalisiert werden. Die Schweizer Band GROOMBRIDGE hat genau das geschafft und präsentiert mit “Customers From Hell” eine deftige Rockplatte, die genau das Richtige für all jene Hörer ist, die selbst nicht genau wissen, wo sie gerade stehen und was sie gerade wollen. Nicht, weil sie rat- und ahnungslos sind, sondern weil sie sich höchst ungern festnageln lassen. 
Sophia – “People Are Like Seasons”
Werk der Tränen
Es ist wahrhaft nicht leicht, unter den Alben von SOPHIA zu definieren, welches am melancholischsten klingt, welches die düsterste, traurigste Stimmung innehat, welches am intensivsten ist. Sänger, Gitarrist und Produzent Robin Proper-Sheppard hat seine Band stets unter dem dunklen Banner der Schwermut geführt und mit jedem Werk auch ein neues, beeindruckend intensives Klagelied vorgetragen. Jedes Album ist eine andauernde Talfahrt, angefangen bei seichter, fast schon süßer Melancholie bis hinein zu schwersten Depressionsschüben, die zwischendurch, wie es bei Depressionen üblich ist, von Hochgefühlen aufgelockert werden. Die Anzeichen sind klassisch und eindeutig. 







