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Exxasens – “Eleven Miles” (10,00 / 10)
valerie renayTake a look! http://www.youtube.com/watch?v =vViinMt156s
MEAuch hier gilt: die Version mit Bonus greifen! ‘Age Of Creation’ ist ein wunderbarer Achterbahn-Track,...
MEAuch für dieses Album gilt: die edle Digifassung mit Bonustrack ‘Tired Bones’ (lässig-schwerer...
Heavy Metal
Paradise Lost – “Tragic Idol”
Liebeserklärung an PARADISE LOST
PARADISE LOST gehörten von Anbeginn zu den tastenden Bands, zu denen welche sich nie festlegen lassen wollten. Einflüsse aus Death Metal, Gothic (obwohl sie dafür zu gut und zu heavy sind) und Elektrodinosauriern der Achtziger fanden sich ebenso wie eine Hinwendung zu beinahe tanzbaren Grufttempelklängen. Es erstaunt daher nicht, dass Bands wie METALLICA (“Icon”), SISTERS OF MERCY (“One Second”) und DEPECHE MODE (“Host”) zu festen Einflussgrößen mutierten. Was mich betrifft, ich mochte alle Phasen dieser Band.
Auf den letzten Alben wandte sich die Band wieder ihrer bewährten düsteren Schwere zu, ohne jedoch die Liebe zu Loops und Eldridge ganz aufzugeben. Das nunmehr 13. Album “Tragic Idol” führt den dunklen Weg fort, allerdings wären PARADISE LOST nicht LOST PARADISE wenn sich nicht auch kleine Änderungen eingeschlichen hätten, beinahe unmerkbar, aber dem aufmerksamen Zuhörer nicht ganz verborgen bleibend. 
Lou Reed & Metallica – “Lulu”
Lou and Lulu
Die haarsträubende Story von Wedekinds ‘Lulu’ ist sehr abenteuerlich und dem ein oder anderen Philosophen und Theaterwissenschaftler sicherlich bekannt. Die junge Lulu, auf den Straßen Berlins von einem Gönner aufgegriffen, der sich dabei auch gleich mal eine Menge gönnt, nämlich unsere junge Freundin, hat daraufhin im Laufe ihres bunten Lebens in der künstlerisch-intellektuellen Bohème von Berlin und Paris zahlreiche Verhältnisse, es kommt zu Irrungen und Wirrungen, zu Mord- und Totschlag, vorgetäuschter Krankheit, Gefängnis und zur Flucht aus Paris nach London, wo Jack The Ripper das Schlusswort spricht. Soweit, so gut. Oder auch nicht. 
Iced Earth – “Dystopia”
Keine Sturmreiter
“Dystopia” nennt sich nun also das neueste Album der alten Recken von ICED EARTH. Bandleader Jon Schaffer will seine Band nach einer reichlich schwachen Phase wieder in den Olymp führen: Sangesakrobat Barlow ist nach einem äußerst schlappen Opus schon wieder draußen, Stu Block von INTO ETERNITY drinnen, neue Songs stehen parat. Wenn wir ehrlich sind, war “Burnt Offerings” aus dem vergangenen Jahrtausend das letzte richtig feine, durchgehend gute Werk der US-Band, von daher bin ich von Anfang an ein wenig voreingenommen… 
Anvil – “Juggernaut Of Justice”
Stagnierend, infantil, regressiv = großartig
Es gibt Geschichten, die sind so durchwirkt von loserhaftem Geschick, dass sie schon wieder Kult sind. Die Tragik der kanadischen Rockband ANVIL, welche sich seit Dekaden den Arsch abspielt, ihrem musikalischen Schema stets treu bleibt und auch vor leersten Hallen für einige Unentwegte gut gelaunt Konzerte veranstaltet, sie wurde durch den Kultfilm “ANVIL – Die Geschichte einer Freundschaft ” auch über Szenegrenzen hinaus bekannt. 
Vreid – “V”
Pursuit Of The Vikings Part III: Dogfight over Sogndal
Wir lauschen gespannt, denn ganz kurz am Beginn des Openers “Arche” könnte es mit THE CULTs “The Phoenix” weitergehen. Ein Thrashriff und eine Stakkatomelodie hämmern in den Song hinein, welcher Sture Dingsøyrs garstige Vocals aufbietet, welche noch weit biestiger tönen als zuletzt. “The Sound Of Emptiness…” faucht Sture, dann setzt es ein Break, melancholisch-nordische Schnitterklangwelten entführen ins schwarze Schneetreiben. Dann ein Solo. SATAN zu Zeiten von “Who Dies Wins” stehen Pate für die Wahnsinns-Gitarrenorgie, welche vollkommen untypisch ist für Black Metal und welche sich entfaltet wie eine Zauberblume, auffächert wie ein Schwarm Spitfires kurz vor der “Pitch Black Attack“. 
Halford – “Made Of Metal”
Heavy Christmas
Nach seinem entkräftenden Weihnachtsalbum legt unser liebster Teleprompter, Mr Metal God höchstpersönlich, bereits nach. Für kein Stereotyp zu schade, wählt der Altmeister den sinnvollen Titel “Made Of Metal” fürs neue Album, was ungute Erwartungen aufkommen lässt. Der Opener “Undisputed” bedient selbige auch sofort. Klar, Rob singt wie immer, der Chorus “Champion Of The World” ist dermaßen holzschnittartig, sowohl textlich als auch musikalisch, dass Erinnerungen an äußerst schwache MANOWAR-Songs der jüngsten Zeit sich nicht vermeiden lassen. 
Exciter – “Death Machine”
Heavy Metal Maniacs!
Das Albumcover sieht grauenhaft aus. Und zwar so daneben, dass man die Musik kaum besprechen möchte. Andererseits hatten die kanadischen Altrecken und Vorreiter des Speedthrashs EXCITER immer einen besonderen Sinn für das besonders geschmackvoll-ansprechende Cover, was das Ganze natürlich nicht besser macht. ABER es bleibt für immer die Erinnerung an die Textzeile “When Twilight Burns Across The Sky You’d Better Run And Hide, The Beast Will Roar From Deep Inside“ aus dem Starsong der Band „Cry Of The Banshee“ vom 1983‘er-Debüt mit dem einfallsreichen Titel „Heavy Metal Maniac“. Nun, mit dem neuen Gesangesakrobaten Kenny Winter, der ganz den Eindruck macht, so tönen zu wollen wie Halford zu “Painkiller”-Zeiten, was auch ganz passabel gelingt, stürmen EXCITER auch fast 30 Jahre später wie gehabt durch ihren Kosmos einfachster Speedriffs, blastender Drums und recht eingängigem Liedgut. 
Atlantean Kodex – “The Golden Bough”
Mit der Flachzange geschmiedet
Wenn die Clans der selbsternannten Metal-Community bestimmte sehr “trve” Metal-Veröffentlichungen bzw. Debüts sogleich als Jahrhundertalben überschwänglich abfeiern, begegne ich derartigen Entäußerungen zunächst gerne verhalten. So konnte ich nach Prüfung der Erstalben von HAMMERFALL (noch die besten der hier genannten), METAL INQUISITOR oder SABATON selbige keineswegs als wegweisend oder der Weisheit letzter Schluss im Heavy-Sektor bezeichnen.
Nun, ATLANTEAN KODEX geben sich nicht nur trve, sondern in Interviews gern auch elitär, denn sie wissen laut eigenen Aussagen, wie authentischer Metal zu tönen hat, unverfälscht, echt, natürlich antimodern, aber auch keineswegs von solchen Abarten wie Death oder Black beeinflusst. Diese unschöne Entwicklung, welche ja auch schon 20 Jahre auf dem Buckel hat, liegt für die deutsche Band noch in weiter Zukunft. 
Dimmu Borgir – “Abrahadabra”
Carmina Borgir
Wenn die dunkle Festung DIMMU BORGIR aus Norwegen ein neues Album veröffentlicht, gibt es im Szene-Vorfeld viele Vermutungen. Geht es nach Besetzungswechseln zurück zur orchestralen Opulenz von “Death Cult Armageddon” oder hält die modernere, mit fleißigem Riffgeschiebe versehene Ausrichtung des letzten Albums “In Sorte Diaboli” an? Nun, “Abrahadabra” bietet beides, ich nehme es mal vorweg.
Denn wie zuletzt bei “Death Cult Armageddon” bekommt der Anhänger bombastische Opulenz, keimfreie Cineastik, pompösen Größenwahn geboten. 
Warrel Dane – “Praises To The War Machine”
Der Ausnahmesänger auf eigenen Wegen

Es war angesichts des immensen Erfolges seiner Haupt-Band im Grunde nur eine Frage der Zeit, bis der NEVERMORE-Frontman Warrel Dane ein Soloalbum auf die Beine stellt, um zum einen seine eigenen kleinen Ideen in Taten, bzw. Töne umzusetzen und zum anderen natürlich, um ein paar Tantiemen extra abzugreifen. Die Frage war halt einfach nur, ob er im Fahrwasser seiner eigentlichen Band fahren würde, das Niveau aber natürlich mit anderer Instrumentalfraktion (was anderes macht eigentlich auch keinen wirklichen Sinn) nicht halten könne oder ob er etwas neues und frisches zu kreieren wagt. Ferner stand die Frage im Raum, wer ihn dabei untestützen könnte; welche Musiker könnten die Ideen und Visionen Danes umsetzen und vor allem: Sind diese Ideen auch Warrels Ideen? 
Accept – “Blood For The Nations”
Neuer Stoff ist immer auch alter Stoff
“Beat The Bastards”, was für ein sägendes Eingangsriff! Der Opener vom neuen ACCEPT-Opus “Blood For Nations” ist in der Tat ein guter Kracher, flott, heavy, mit den typischen ACCEPT-Trademarks im Chorus. ACCEPT ohne Udo? Nun, Mark Tornillo vertritt ihn ganz gut. Ein wenig an die Shouter von METAL CHURCH und OVERKILL angelehnt, strengt er seine Stimmbänder unablässig an, läuft immer hochtourig, kurz vor dem Abkippen. 
Danzig – “Deth Red Sabaoth”
Glenn kann es auch noch
Sechs Jahre nach seinem letzten Werk “Circle Of Snakes”, welches wie seine Vorgänger nicht recht überzeugen konnte, will es der alte Mann des Düsterrocks noch einmal wissen. Er hat eine illustre Runde um sich geschart: Gitarrist Tommy Victor (PRONG), Bassmann Steve Zing (Ex-SAMHAIN) und Johnny Kelly (Ex-Type O NEGATIVE) sollen DANZIG wieder Leben einhauchen. Der Opener “Hammer Of The Gods” marschiert metallisch, der gute Glen setzt seine Stimme wieder so ein, dass man nicht andauernd zusammenzuckt, weil man meint, er hätte die rostschartige Dose gleich mitinhaliert; auch die eigenwillig-schrägen Gitarrenpassagen oder Samples sind verschwunden. Eher knüpft die Band an die ersten drei Alben an, was fein stimmt. 
Iron Maiden – “The Final Frontier”
Coming home – Back to the village again…
Mit einem gänzlich untypischen, aber phantastisch atmosphärischen Intro eröffnen IRON MAIDEN ihr neues Album “The Final Frontier”. Düster, mit fein quer schießenden Schlagzeugfiguren, Industrialsequenzen und schrägen Leads spielen sich die Engländer warm, um nach Minuten endlich mit dem hell-markanten Gesang von Bruce aufzuwarten. Technoid, schizophren, dunkel sägt der äußerst mutige Opener “Satellite 15… The Final Frontier”, sehr facettenreich Moderne mit Tradition mischend sich in unsere Gehörgänge. Das Break um 4:40, welches zurück zu den Wurzeln führt und ein tolles Riffing auffährt, wird formidabel in den Track integriert. Diese Eröffnung gefällt mir viel besser als die Songs der letzten Alben, welche mir oft zu lang und zuwenig spannungsreich komponiert waren. Außerdem fällt auf, dass die Gitarren viel fetter produziert sind und mit mehr Schmackes einher kommen. Das Solo ist dermaßen filigran enthusiastisch eingespielt, dass Erinnerungen an “Piece Of Mind” aufkommen. 
Blind Guardian – “At The Edge Of Time”
Mittig angelegt
Früher, in den Neunzigern, haben BLIND GUARDIAN zusammen mit RUNNING WILD den trven Spirit aufrechterhalten inmitten des Hypes um New Metal, Alternative oder Grunge etc. “Imaginations From The Other Side” und “Nightfall In Middle Earth” waren feine CDs, welche allerdings die Schraube des Möglichen bereits überdreht hatten. Auf den nächsten Alben wurde dennoch weiter gefräst, das Gewinde krängte aus und alles lief in Leere. Kolossal überladene Songs ohne Sinn und Verstand wurden überproduziert und zeigten deutlich, dass BLIND GUARDIAN, wenn sie weiterhin zu den Guten gerechnet werden wollten, den Focus wieder auf den Song und nicht auf das opulente Arrangement legen mussten, da die Band im Prog eben NICHT zu Hause war. Und eine plastische Produktion hat noch nie organische, handgemachte Songs ersetzen oder mangelnde technische Fertigkeiten wirklich überdecken können.
“At The Edge Of Time” nun, wie ist dieses neue Werk einzuordnen? 
Grand Magus – “Hammer Of The North”

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Judas Priest, Langeweile oder Spielzeughämmerchen? Bei einem Bandnamen vom Schlage GRAND MAGUS und dann noch einem Titel in Form von “Hammer Of The North” denkt man doch an nichts anderes als an ein kolossales Schlachtschiff von einem Album, was da über uns als Hörer hereinbrechen muss. Ob die Schweden nun tatsächlich eine Hammerplatte abgeliefert haben, diskutieren ME und Matt Sick. 







