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Gratis Post-Rock Sampler von NBHAP.com (10,00)
Kampfar – “Mare” (9,00)
MattHätte man kaum besser ausdrücken können. Fantastisches Album. Hier stimmt alles.
MattNach häufigem Hören des Albums muss ich von einer klaren Enttäuschung sprechen. Aalglatte Kompositionen, die...
WraithWarum soll das Modell einer Populationskontrolle generell schlecht sein, nur weil es in unseren Gesellschaften...
Voivod – “Target Earth”
Das Cover ist schöner als die Musik
Ich will nichts gegen die Diskografie von VOIVOD sagen, denn die frühen Veröffentlichungen der Band besitzen teilweise einen Kultstatus, auf den die Musiker auch heute noch, für neue Releases, zurückgreifen können. Anders jedenfalls kann ich mir die ungebrochenen Lobeshymnen um diese Band jedenfalls nicht erklären. Klar, wie immer geht’s hier um die reine Geschmacksfrage und man kann auch sagen, dass sich so viele Fans und Anhänger nicht täuschen können, allerdings wurde dieser Satz in der Geschichte der Menschheit schon häufiger verwendet und am Ende kam doch nur geballte Gülle raus. Beispiele spare ich mir… Und an dieser Stelle gebe ich meine Meinung zu “Target Earth” und gerne auch zu den letzten paar Alben der Band preis: Absoluter Scheiß! 
Goats Rising – “Rise Of The Monkeygoat”
Bananen-Thrash und Ziegenmilch
Wer bei ‘ambient goat metal’ nicht neugierig wird, dem fehlt offenbar das nötige Quentchen Humor, den man für die Braunschweiger Band mitbringen muss. Dazu noch das Cover, das so aussieht wie ein ausrastender Schamane aus World of Warcraft, komplettiert durch den Titel, der zusätzlich noch Affen ins Spiel bringt. Ja, seid’s ihr närrisch?
Aber was die fünf Musiker hier abziehen, klingt genau nach dem, was sie sich für die vorliegende EP vorgenommen haben: ein Fundament für die weitere Entwicklung der Band zu setzen. 
Soldierfield – “Bury The Ones We Love”
Amtlich fetter Appetizer
Während ich immer noch auf ein neues Album von ORDER OF VOICES warte, hat mir Sänger Leigh Oates kürzlich seine neueste Band vorgestellt: SOLDIERFIELD. Hört sich markig an, und so klingt es auch. Oates war ja schon zu seinen Zeiten mit RISE TO ADDICTION ein Freund der härteren Gangart, aber auf der vorliegenden EP scheint er nochmal eine Schippe draufgepackt zu haben. Mit von der Partie sind übrigens Gitarrist Steve Wray und Schlagzeuger Jeff Singer – man kennt sich jeweils von BLAZE und RISE TO ADDICTION – sowie Andy Trott und Bassist Simon Priestland. 
Manowar – “The Lord Of Steel”
Ein Witz, oder?
Eigentlich haben uns ManOwaR, sehen wir von den Anfangstagen einmal ab, doch eigentlich immer auf den Arm genommen, oder etwa nicht? Ich meine, wer erwartet von solch dilettantischen Musikern, welche einzig und allein auf Show und Riesenklamauk bei Live-Auftritten aus sind, wirklich etwas weltbewegend Neues auf Vinyl, äh, CD, natürlich? Bei Auftritten muss es immer Größenwahn sein; keiner der aufgebotenen Protagonisten kann wirklich gut schlagwerken, aber es müssen natürlich gleich drei Drummer aufgeboten werden, welche effektheischend Bombast um seiner selbst willen betreiben. Sicher, dass kann bei “Battle Hymns” durchaus unterhaltsam sein, aber mal ehrlich, musikalisch ist dieses Konzept eine einzige Bankrotterklärung. 
Paradise Lost – “Tragic Idol”
Liebeserklärung an PARADISE LOST
PARADISE LOST gehörten von Anbeginn zu den tastenden Bands, zu denen welche sich nie festlegen lassen wollten. Einflüsse aus Death Metal, Gothic (obwohl sie dafür zu gut und zu heavy sind) und Elektrodinosauriern der Achtziger fanden sich ebenso wie eine Hinwendung zu beinahe tanzbaren Grufttempelklängen. Es erstaunt daher nicht, dass Bands wie METALLICA (“Icon”), SISTERS OF MERCY (“One Second”) und DEPECHE MODE (“Host”) zu festen Einflussgrößen mutierten. Was mich betrifft, ich mochte alle Phasen dieser Band.
Auf den letzten Alben wandte sich die Band wieder ihrer bewährten düsteren Schwere zu, ohne jedoch die Liebe zu Loops und Eldridge ganz aufzugeben. Das nunmehr 13. Album “Tragic Idol” führt den dunklen Weg fort, allerdings wären PARADISE LOST nicht LOST PARADISE wenn sich nicht auch kleine Änderungen eingeschlichen hätten, beinahe unmerkbar, aber dem aufmerksamen Zuhörer nicht ganz verborgen bleibend. 
Lou Reed & Metallica – “Lulu”
Lou and Lulu
Die haarsträubende Story von Wedekinds ‘Lulu’ ist sehr abenteuerlich und dem ein oder anderen Philosophen und Theaterwissenschaftler sicherlich bekannt. Die junge Lulu, auf den Straßen Berlins von einem Gönner aufgegriffen, der sich dabei auch gleich mal eine Menge gönnt, nämlich unsere junge Freundin, hat daraufhin im Laufe ihres bunten Lebens in der künstlerisch-intellektuellen Bohème von Berlin und Paris zahlreiche Verhältnisse, es kommt zu Irrungen und Wirrungen, zu Mord- und Totschlag, vorgetäuschter Krankheit, Gefängnis und zur Flucht aus Paris nach London, wo Jack The Ripper das Schlusswort spricht. Soweit, so gut. Oder auch nicht. 
Iced Earth – “Dystopia”
Keine Sturmreiter
“Dystopia” nennt sich nun also das neueste Album der alten Recken von ICED EARTH. Bandleader Jon Schaffer will seine Band nach einer reichlich schwachen Phase wieder in den Olymp führen: Sangesakrobat Barlow ist nach einem äußerst schlappen Opus schon wieder draußen, Stu Block von INTO ETERNITY drinnen, neue Songs stehen parat. Wenn wir ehrlich sind, war “Burnt Offerings” aus dem vergangenen Jahrtausend das letzte richtig feine, durchgehend gute Werk der US-Band, von daher bin ich von Anfang an ein wenig voreingenommen… 
Anvil – “Juggernaut Of Justice”
Stagnierend, infantil, regressiv = großartig
Es gibt Geschichten, die sind so durchwirkt von loserhaftem Geschick, dass sie schon wieder Kult sind. Die Tragik der kanadischen Rockband ANVIL, welche sich seit Dekaden den Arsch abspielt, ihrem musikalischen Schema stets treu bleibt und auch vor leersten Hallen für einige Unentwegte gut gelaunt Konzerte veranstaltet, sie wurde durch den Kultfilm “ANVIL – Die Geschichte einer Freundschaft ” auch über Szenegrenzen hinaus bekannt. 
Vreid – “V”
Pursuit Of The Vikings Part III: Dogfight over Sogndal
Wir lauschen gespannt, denn ganz kurz am Beginn des Openers “Arche” könnte es mit THE CULTs “The Phoenix” weitergehen. Ein Thrashriff und eine Stakkatomelodie hämmern in den Song hinein, welcher Sture Dingsøyrs garstige Vocals aufbietet, welche noch weit biestiger tönen als zuletzt. “The Sound Of Emptiness…” faucht Sture, dann setzt es ein Break, melancholisch-nordische Schnitterklangwelten entführen ins schwarze Schneetreiben. Dann ein Solo. SATAN zu Zeiten von “Who Dies Wins” stehen Pate für die Wahnsinns-Gitarrenorgie, welche vollkommen untypisch ist für Black Metal und welche sich entfaltet wie eine Zauberblume, auffächert wie ein Schwarm Spitfires kurz vor der “Pitch Black Attack“. 
Halford – “Made Of Metal”
Heavy Christmas
Nach seinem entkräftenden Weihnachtsalbum legt unser liebster Teleprompter, Mr Metal God höchstpersönlich, bereits nach. Für kein Stereotyp zu schade, wählt der Altmeister den sinnvollen Titel “Made Of Metal” fürs neue Album, was ungute Erwartungen aufkommen lässt. Der Opener “Undisputed” bedient selbige auch sofort. Klar, Rob singt wie immer, der Chorus “Champion Of The World” ist dermaßen holzschnittartig, sowohl textlich als auch musikalisch, dass Erinnerungen an äußerst schwache MANOWAR-Songs der jüngsten Zeit sich nicht vermeiden lassen. 
Exciter – “Death Machine”
Heavy Metal Maniacs!
Das Albumcover sieht grauenhaft aus. Und zwar so daneben, dass man die Musik kaum besprechen möchte. Andererseits hatten die kanadischen Altrecken und Vorreiter des Speedthrashs EXCITER immer einen besonderen Sinn für das besonders geschmackvoll-ansprechende Cover, was das Ganze natürlich nicht besser macht. ABER es bleibt für immer die Erinnerung an die Textzeile “When Twilight Burns Across The Sky You’d Better Run And Hide, The Beast Will Roar From Deep Inside“ aus dem Starsong der Band „Cry Of The Banshee“ vom 1983‘er-Debüt mit dem einfallsreichen Titel „Heavy Metal Maniac“. Nun, mit dem neuen Gesangesakrobaten Kenny Winter, der ganz den Eindruck macht, so tönen zu wollen wie Halford zu “Painkiller”-Zeiten, was auch ganz passabel gelingt, stürmen EXCITER auch fast 30 Jahre später wie gehabt durch ihren Kosmos einfachster Speedriffs, blastender Drums und recht eingängigem Liedgut. 
Atlantean Kodex – “The Golden Bough”
Mit der Flachzange geschmiedet
Wenn die Clans der selbsternannten Metal-Community bestimmte sehr “trve” Metal-Veröffentlichungen bzw. Debüts sogleich als Jahrhundertalben überschwänglich abfeiern, begegne ich derartigen Entäußerungen zunächst gerne verhalten. So konnte ich nach Prüfung der Erstalben von HAMMERFALL (noch die besten der hier genannten), METAL INQUISITOR oder SABATON selbige keineswegs als wegweisend oder der Weisheit letzter Schluss im Heavy-Sektor bezeichnen.
Nun, ATLANTEAN KODEX geben sich nicht nur trve, sondern in Interviews gern auch elitär, denn sie wissen laut eigenen Aussagen, wie authentischer Metal zu tönen hat, unverfälscht, echt, natürlich antimodern, aber auch keineswegs von solchen Abarten wie Death oder Black beeinflusst. Diese unschöne Entwicklung, welche ja auch schon 20 Jahre auf dem Buckel hat, liegt für die deutsche Band noch in weiter Zukunft. 
Dimmu Borgir – “Abrahadabra”
Carmina Borgir
Wenn die dunkle Festung DIMMU BORGIR aus Norwegen ein neues Album veröffentlicht, gibt es im Szene-Vorfeld viele Vermutungen. Geht es nach Besetzungswechseln zurück zur orchestralen Opulenz von “Death Cult Armageddon” oder hält die modernere, mit fleißigem Riffgeschiebe versehene Ausrichtung des letzten Albums “In Sorte Diaboli” an? Nun, “Abrahadabra” bietet beides, ich nehme es mal vorweg.
Denn wie zuletzt bei “Death Cult Armageddon” bekommt der Anhänger bombastische Opulenz, keimfreie Cineastik, pompösen Größenwahn geboten. 
Warrel Dane – “Praises To The War Machine”
Der Ausnahmesänger auf eigenen Wegen

Es war angesichts des immensen Erfolges seiner Haupt-Band im Grunde nur eine Frage der Zeit, bis der NEVERMORE-Frontman Warrel Dane ein Soloalbum auf die Beine stellt, um zum einen seine eigenen kleinen Ideen in Taten, bzw. Töne umzusetzen und zum anderen natürlich, um ein paar Tantiemen extra abzugreifen. Die Frage war halt einfach nur, ob er im Fahrwasser seiner eigentlichen Band fahren würde, das Niveau aber natürlich mit anderer Instrumentalfraktion (was anderes macht eigentlich auch keinen wirklichen Sinn) nicht halten könne oder ob er etwas neues und frisches zu kreieren wagt. Ferner stand die Frage im Raum, wer ihn dabei untestützen könnte; welche Musiker könnten die Ideen und Visionen Danes umsetzen und vor allem: Sind diese Ideen auch Warrels Ideen? 
Accept – “Blood For The Nations”
Neuer Stoff ist immer auch alter Stoff
“Beat The Bastards”, was für ein sägendes Eingangsriff! Der Opener vom neuen ACCEPT-Opus “Blood For Nations” ist in der Tat ein guter Kracher, flott, heavy, mit den typischen ACCEPT-Trademarks im Chorus. ACCEPT ohne Udo? Nun, Mark Tornillo vertritt ihn ganz gut. Ein wenig an die Shouter von METAL CHURCH und OVERKILL angelehnt, strengt er seine Stimmbänder unablässig an, läuft immer hochtourig, kurz vor dem Abkippen. 




