• Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)
"Grunge"

Kurz notiert #68

12. September 2017 | Kurz notiert » Musikrezensionen | Keine Kommentare

Thunder Dreamer - "Capture"Thunder Dreamer – "Capture"
Indie Rock (6131 Records, 2017)

THUNDER DREAMER aus Indiana vermischen Indie- und Post-Rock mit etwas Pop, gekleidet in ein vorsichtig schwermütiges Gewand aus Molltönen mit größtenteils eher zurückhaltendem Gesang. Sie halten ihre Musik leicht und unkompliziert und setzen vordergründig auf die Wirkung der Atmosphäre. Unverzerrtes Gitarrenpicking und locker-flockige Drumbeats, die sich niemals in den Vordergrund drängeln, bilden dabei das Haupterscheinungsbild. Am Rande zum Easy-Listening birgt "Capture" vielleicht nicht soviel an Tiefe, als dass man es unzählige Male genießen könnte, als gelegentliche Beschallung für entspannte Momente am frühen Abend aber durchaus geeignet. Wohlfühlen inklusive. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #53

Mock Orange - "Put The Kid On The Sleepy Horse"Mock Orange – "Put The Kid On The Sleepy Horse"
Indie Rock, Alternative Rock (Topshelf Records, 2016)

Geil, was die Amis von MOCK ORANGE auf ihrer sechsten Scheiblette fabrizieren. Staaten-geprägter Indie Rock trifft auf bratzigen Alternative der alten Schule und wird durch hippiemäßig erhöhten Gesang abgerundet. Stets mit einem Schwung gut gelaunter Melancholie (ha!) und wohlig wärmender Sonne im wallenden Haar, zelebriert die Band ein wahres Fest an schrabbeligem Gitarrenrock mit dezentem Collegeflair, nur in anspruchsvoll. "Put The Kid On The Sleepy Horse" ist die Platte, die man nicht umgehen oder gar übersehen sollte, wenn man auf gute Musik steht. ⇒ weiterlesen

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Soundgarden – "Down On The Upside"

Mehr als nur der Nachfolger von "Superunknown"

Soundgarden - "Down On The Upside"Es war für die Band wohl das Jahr 0 nach dem Megaerfolg von "Black Hole Sun" und dem dazugehörigen Album "Superunknown", denn der Erfolgsdruck dürfte immens gewesen sein. Erstaunlicherweise hat es dann doch "nur" zwei Jahre gebraucht, bis die Seattle-Grunger den Nachfolger parat hatten. "Down On The Upside" ist dabei nicht nur der im Schatten stehende Nachfolger geworden, sondern ein qualitativ ebenbürtiges Statement gegen den Hype und gegen Kommerzialisierung. SOUNDGARDEN sind nicht den bequemen Weg gegangen und haben einfach ihre Hit-Garanten Part 2 veröffentlicht, sondern ein eigenständiges, durch den Einsatz von ungeraden Takten zuweilen leicht sperriges Werk ins Rennen geschickt, das den bislang bekannten Stil der Band noch einmal erweitert hat. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #24

City Of Ships - "Ultraluminal"City Of Ships – "Ultraluminal"
(Golden Antenna Records, 2015)

Grunge ist immer noch nicht tot. Dieses Dreiergespann aus Brooklyn (New York) und Austin (Texas) hat sich der klassischen Variante in Bezug auf die Instrumentierung verschrieben. Gitarre, Bass, Schlagzeug und natürlich Gesang, fertig. Gerockt wird saftiger Alternative mit starker Grunge-Schlagseite inklusive fetten Riffs und krachigem Sound. Dabei klingen CITY OF SHIPS trotzdem nicht richtig verwaschen, denn die Songs sind gut strukturiert. Brav ist aber dennoch etwas anderes. Rotzig und ein wenig räudig haben sie genau die Mitte getroffen, die ihre Musik so schön echt klingen lässt. Der eine oder andere Refrain bleibt auch gern mal hängen, wobei es im Ganzen gesehen gern noch ein wenig mehr Ohrwurmpotential hätte sein dürfen. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #19

September Girls - "Age Of Indignation"September Girls – "Age Of Indignation"
(Fortuna Pop!, 2016)

Recht individuell klingt der weibliche Fünfer auf seinem zweiten Album. Feiner Indie Rock mit Hang zur leicht theatralischen Dynamik im Songwriting inklusive fließenden Arrangements, wie man sie vom Shoegaze her kennt, ohne jedoch gezielt in diese Kerbe zu schlagen. Das musikalische Bild ist im positiven Sinne "irgendwie typisch weiblich", auch wenn dies ein wenig nach Vorurteil oder Stereotype klingen sollte. Die Musik ist weich und eben fließend gestaltet, die Gitarren zwar mit leichter Härte versehen, aber dennoch mit einer bestimmten Feinfühligkeit ausgestattet, die ich bislang nur von Bands gehört habe, deren Musik von Frauenhand geschrieben wird. Gut so! Gerne mehr von diesem Stoff. Eigensinnigkeit zählt heutzutage mehr als Hits im Radio. Es sei denn man schielt aufs Portemonnaie, wovon ich im Falle der SEPTEMBER GIRLS mal nicht ausgehe. Gute Scheibe! ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #16

LoneLady - "Hinterland"LoneLady – "Hinterland"
Post-Punk, Experimental, Indie Rock, Wave Rock (Warp Records, 2015)

Sehr eigenwillig und auch ein wenig schräg schreitet Julie Campbell alias LONELADY auf ihrem zweiten Album, fünf Jahre nach dem Debüt "Nerve Up", zur Tat und macht deutlich, dass es besonders mit minimalem Einsatz gelingt, Ohrwürmer zu platzieren. Ob beispielsweise "Bunkerpop" oder das Titelstück "Hinterland", die Stücke bleiben sitzen und man erwischt sich dabei, plötzlich mitzusummen oder man überrascht sich im Laufe des Tages selbst, indem die Melodien unaufgefordert wieder im Gedächtnis erscheinen. Ein verstohlener Blick nach links und rechts und man geht mit leicht penlich erröteten Wangen weiter einkaufen und hofft dabei, dass niemand das eigene Gesumme mitbekommen hat. Minimalismus pur, straighte Beats, Old School, Funky Feelings, experimentelle Gitarren, eine schöne Stimme und viel Hüftschwung. Coole Scheibe und zudem sehr verwunderlich, dass sie auf Warp erschienen ist, die ansonsten vordergründig für (experimentelle) Elektronik bekannt sind. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #14

HighLow - "Autospy"High/Low – "Autospy"
Alternative Rock, Grunge (Instereo Records, 2016)

Spritzigen Indie/Alternative mit Grunge-Einschlag geben HIGH/LOW aus Essex/UK auf ihrem Album zum besten und machen dabei eine erstaunlich gute Fgur. Wer denkt, dass "echter" Grunge-Rock nur den Amis vorbehalten ist, der sollte seine Meinung diesbezüglich wohl nochmal überdenken. HIGH/LOW machen vieles richtig und spielen schmutzigen Rock, allerdings mit nicht so schmutzigem Gesang, denn die Stimme klingt eher Indie-Rock-mäßig. Die Gitarrenschrabbeleien und die Harmonien erinnern manchmal ein wenig an SONIC YOUTH. Es gibt kleinere und größere Hits auf der Platte, jedoch keine Hits im radiokompatiblen Sinne. Wäre diese Band in den 1990ern mit "Autospy" auf den Markt gekommen, würden sie heute da oben mitmischen, wo die FOO FIGHTERS sich gerade befinden. Sehr starke Platte mit einem gehörigen Hauch Atmosphäre in den Songs. Sehr gut. ⇒ weiterlesen

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Soda Can – "Lust, Hunger & Thirst"

30. September 2014 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Argentinischer Grunge-Nachwuchs

Soda Can - "Lust, Hunger & Thirst"Auch Rockmusik spielt in Argentinien eine Rolle, was SODA CAN mit ihrem Album "Lust, Hunger & Thirst" beweisen. Mit ihrer Mischung aus Alternative-, Grunge- und Garage Rock haben sie sich einen Bereich rausgesucht, der in dieser Form nicht mehr so ganz aktuell ist aber immer noch viele Anhänger hat. Obwohl es ja genau das oftmals ist, was eine Band bzw. deren Musik interessant macht, nämlich eben nicht mit dem Strom zu schwimmen, sondern etwas zu bringen, was man nicht unbedingt erwartet und wonach es den Musikern gelüstet. Cobain und Iggy lassen grüßen, hier und da noch ein wenig frühe MUDHONEY und LOVE BATTERY im etwas besseren Proberaum-Sound und schon ist die Platte beschrieben. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #1

16. September 2014 | Kurz notiert » Musikrezensionen | Keine Kommentare

In der neuen Rubrik kurz notiert besprechen wir mit wenigen Zeilen Alben, die unserer Meinung nach auf gar keinen Fall untergehen dürfen, egal ob sie am Ende eine Spitzennote erhalten, gerade mal so im qualitativen Durchschnitt liegen oder doch eher zur Lachgasfraktion gehören.
Für Freunde der härteren Kost gibt es unter dem Zusatz "extrem hörbar" eine Subkategorie.

Den Start machen die Alternative Grunger EDDIE COMBS, die Southern Rocker BADWATER, die Gospel-Hard-Rocker KENTUCKY BRIDGEBURNERS, die Stoner-Psychedelic Rocker BASK, PONAMERO SUNDOWN und BIG RED PANDA sowie die Indie-/ Psychedelic Rocker FINAL FLASH. ⇒ weiterlesen

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Disagony – "Venom Dish"

Wild Generation Y

Disagony - "Venom Dish"Von wegen Generation Weichgespült! Die Genfer Band DISAGONY zeigt auf ihrem Debütalbum "Venom Dish", wo der Hammer hängt, und drückt dies auch in Songs wie "Wild Generation Y" entsprechend lautstark aus. Schon der erste Track macht klar, dass das Trio um Sängerin/Gitarristin Lynn Maring alles an die Front schmeißt, was sie an Verstärkerleistung auf Stufe 11 aufbieten kann. Ihr Sound: breitbeiniger, erdiger und vor allem angriffslustiger ROCK. Und zwar mit allem was dazu gehört, Elemente aus Stoner, Noise und Grunge finden sich hier ebenso wie Elemente von feinfühligen Indie-Tönen, die mit der rabiaten Machart von unpoliertem Alternative kollidieren. ⇒ weiterlesen

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Middle Class Rut – "Pick Up Your Head"

4. März 2014 | Musikrezensionen | 3 Comments
Alternative Kopf ab

Middle Class Rut - "Pick Up Your Head"Was tun, wenn dich ein Album so richtig packt? Na, ist doch ganz klaro: Abfeiern und so oft anhören und genießen wie es nur geht! So im Alltagstrott als Mittelklasse-Bürger kommt es mir sehr gelegen, ein frisches und gleichermaßen unverblümtes Album wie "Pick Up Your Head" von MIDDLE CLASS RUT auf den Schreibtisch zu bekommen. Der erste Durchlauf endete mit einem "ah, cool, nochmal". Jede weitere Rotation machte Bock auf mehr und forderte ein nochmaliges Anhören. Dass es sich hier also um eine geile Scheibe handelt, braucht wohl nicht extra ausformuliert zu werden. "Pick Up Your Head" rockt einfach die Bude, und zwar sowas von! ⇒ weiterlesen

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Alice In Chains – "The Devil Put Dinosaurs Here"

Dinosaurier-Metal

4 Ohren 2 Meinungen

Die Ikonen der Grunge-Bewegung sind zurück. Mit "The Devil Put Dinosaurs Here" treten sie erneut ins Rampenlicht und präsentieren Musik, die nach Verarbeitung des Todes ihres Ex-Sängers Layne Staley entstanden ist. War das letzte Album "Black Gives Way To Blue" musikalisch wie lyrisch stark geprägt vom Schock des Drogentodes Staleys, kann die Band nun wieder nach vorne blicken. Ob man diesen neuen Mut heraushören kann oder ob Schwermut und nachdenkliche Themen nach wie vor ein großer (und fester) Bestandteil der Musik ALICE IN CHAINS' ist, erläutern euch unsere Redakteure ME und Matt. ⇒ weiterlesen

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Neil Young – "Mirror Ball"

Der Altmeister und seine Kumpels

Er wird als der 'Godfather des Grunge' bezeichnet und mit einem kleinen Verweis darauf, dass NEIL YOUNG bereits lange Zeit Musik machte, bevor der Begriff Grunge überhaupt in Verbindung mit einem Musikstil gebracht wurde, kann man das mit Abstrichen so gelten lassen. Seine Musik ist einfach, gut nachvollziehbar, ehrlich und ohne Hit-Attitüde. Einfache Rocksongs frei von der Leber weg. Das ist halt das, was die Musik von NEIL YOUNG stets ausmachte, ohne doppelten Boden, ohne Kalkül, ohne auf den Hit zu schielen. Natürlich sind es auch die kritischen Texte, die als mindestens ebenbürtig zur musikalischen Leistung zu sehen sind und vielleicht sogar gewichtiger erscheinen als die Musik selbst. ⇒ weiterlesen

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Pearl Jam – "Lost Dogs"

PEARL JAM pur

Über die Seattle-Ikonen braucht man weder großartig Worte verlieren, noch ihren langen Weg an die Spitze der Alternative-Rock-Szene erklären, denn jeder, der Musik hört und stilübergreifend interessiert ist, muss mit dem Namen PEARL JAM schon einmal konfrontiert worden sein, irgendwie, irgendwo, irgendwann. Vorzeigesongs wie "Alive", "Even Flow", "Dissident" oder "Rearviewmirror" sind jedem von uns sicherlich hier oder da schon einmal über den Weg gedudelt. Ihre Alben "Ten", "Vs." und und und erhielten haufenweise Auszeichnungen und sinnbildliche Verneigungen in Funk, Fernsehen,  Printmedien und Internet. PEARL JAM waren und sind an der Spitze. Sie halten sich dort schon über viele Jahre und das mit einer erstaunlichen Sicherheit und Loyalität der Fans, obwohl sie schon lange vom großen Stadionsound abgerückt sind. ⇒ weiterlesen

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Pearl Jam – "Vs."

Meilenstein des Grunge Rock

Ihr Debüt "Ten" war, bzw. ist definitiv eines der wichtigsten Alben der Grunge-Ära und überhaupt ein einschneidender Moment in der modernen, alternativen Rockmusik. Der direkte Nachfolger "Vs." ist keineswegs weniger großartig, selbst wenn die stilistische Auslegung und die Umsetzung des gespielten Stils ein wenig anders gelagert ist. Das Album ist sozusagen als das Juwel in der Krone zu bezeichnen. "Ten" war der Sprung in die Öffentlichkeit, der Griff nach den Sternen, die erhabene Glanztat und "Vs." sozusagen die gekonnte Erweiterung, das logische Folgestück, der Beweis, dass PEARL JAM keine Eintagsfliege waren und sind. ⇒ weiterlesen

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