• Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)
"Grindcore"

Kurz notiert #70 – Extrem hörbar

20. September 2017 | Kurz notiert » Musikrezensionen | Keine Kommentare

Order Ov Riven Cathedrals - "The Discontinuity's Interlude"Order Ov Riven Cathedrals – "The Discontinuity's Interlude"
Technical Death Metal (Eigenproduktion, 2017)

Heiliges Feuer, was für ein Geschoss! Nach einem kurzen Gefühl der Sicherheit (Intro) zeigen die Italiener schnell ihr wahres Gesicht. Schwindelerregend schnell und trotzdem nie stumpf rast das Duo um den Multiinstrumentalisten mit dem kryptischen Synonym 12 und seinem Mitstreiter und Sänger En Sabah Nur durch sein erstes Album. Die Lyrics behandeln Themen wie Aliens, Astronomie, Ägypten und Mesopotamische Geschichte, was sich auch in den Melodien spiegelt. Wer nun denkt, dass es wieder einen NILE-Abklatsch zu hören gibt, der irrt, denn ORDER OV RIVEN CATHEDRALS klingen nur im Ansatz vergleichbar. Sie bauen zudem spacige Keyboards ein, die keineswegs störend oder übertrieben künstlich wirken. Eine erstaunlich coole Scheibe, die einem schön die Schuppen aus den Haaren knüppelt. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #67 – Extrem hörbar

En Satan - "Nous Croyons"En Satan – "Nous Croyons"
Black Metal (Eigenproduktion, 2015)

Die kanadischen Black Metaller bewegen sich auf ihrem Debütalbum angenehm ausladend. Ihre Songs pendeln sich mit wenigen Ausnahmen zwischen fünf und sieben Minuten ein. Dabei wird nicht nur im donnernden Doublebass-Midtempo gepredigt, sondern auch langsame, mit Keyboards untermalte, atmosphärische Parts finden den Weg in den Vordergrund. Vorsichtig spärlich, aber keineswegs schlecht produziert, benutzen sie dabei die typische Herangehensweise des Genres. Allein der äußerst eintönige, heisere Krächzgesang ist auf Dauer regelrecht anstrengend bis extrem langweilig, was sehr schade ist, denn die Musik selbst hat absolut ihren Reiz. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #64 – Extrem hörbar

The Vomiting Dinosaurs - "Exoplanets"The Vomiting Dinosaurs – "Exoplanets" EP
Death Metal, Thrash Metal, Sludge Metal, Grindcore (Grimoire Records, 2017)

Was erbrechende Dinosaurier mit Exoplaneten zu tun haben, wissen wohl nur die aus aus Winchester/Virginia stammenden Musiker selbst. Soll uns aber auch nicht weiter stören, denn ihre Neun-Track-EP ist mit rund 15 Minuten Spielzeit ein herrlich altbackener Mix aus Rumpel-Death-Metal, etwas Thrash, Sludge und Grindcore. Roh und ungeschliffen und speedmäßig trotz allem stets überschaubar, rappeln sich die Jungs durch die Platte. Alles ist recht simpel gehalten und nichts davon musikalisch unbekannt, trotzdem besitzt die Musik bzw. versprüht die Band eine angenehme Sympathie, die es einfacher macht, sich dem Stoff zu nähern und ihn gut zu finden. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #52 – Extrem hörbar

Code Orange - "Forever"Code Orange – "Forever"
Hardcore Metal (Roadrunner Records, 2017)

Als 2014 aus CODE ORANGE KIDS nur noch CODE ORANGE wurde (man wird ja auch mal erwachsen) und mit "Forever", dem dritten Album der Truppe aus Pittsburgh, der Wechsel zu Roadrunner Records vollzogen wurde, fürchteten manche einen Ausverkauf. Aber weit gefehlt. CODE ORANGE hauen sich gnadenlos durch ihr Album und brüllen ihre ganze Wut raus. Es gibt feinen Hardcore-Metal auf die Lauscher, mit gelegentlichen Ausflügen in alternative Gefilde, wie zum Beispiel bei "Bleeding In The Blur", wo dann in Sachen Gesang doch auch nochmal die 'Kids' durchsickern. Ansonsten regieren harte Riffs und schwere, saftige Drumparts. Manchmal ist die Schose vielleicht etwas eintönig, aber auch dafür muss es wohl eine Nische geben. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #41 – Extrem hörbar

Rude - "Remnants..."Rude – "Remnants…"
(FDA Rekotz, 2017)

Das Rezept dieses Albums: Man erhitze einen Topf mit fauliger Brühe, die aus folgenden Zutaten besteht: 50% AUTOPSY, 20% (frühe) PESTILENCE, 20% ASPHYX sowie eine 10%ige Prise POSSESSED. Hinzu gibt man eine rohe, gammelige Produktion, die trotz aller Schlichtheit sehr brachial klingt und keine Details untergehen lässt. Die Stimme von Yusef Wallace ähnelt der von Ex-PESTILENCE-Recke Martin Van Drunen schon sehr stark, was irgendwie unheimlich ist. Ein wenig Chris Reifert (AUTOPSY) steckt auch drin, was anhand der oben aufgeführten Reminiszenzen nicht verwunderlich sein dürfte. RUDE spielen Old-School-Death-Metal vom Feinsten. Mal schleppend langsam, dann wieder im gehobenen Uptempo bis hin zu dreckigen Blast-Ausbrüchen werden sämtliche Ansprüche an das Metier bedient. Starke Platte. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #20 – Extrem hörbar

10. September 2016 | Kurz notiert » Musikrezensionen | Keine Kommentare

The Lion's Daughter - "Existence Is Horror"The Lion's Daughter – "Existence Is Horror"
(Season Of Mist, 2016)

Schwer einzuordnen sind diese Extrem-Metaller aus St. Louis/USA. Irgendwo zwischen Sludge, nur in flotter Variante, ein paar Black-Metal-Einflüssen, nur in schwerer Variante sowie etwas Post-Metal und Hardcore, nur in… OK, lassen wir das. Der Sänger klingt saumäßig angepisst. Es kratzt und kokelt im Mikro, so angefressen tönt es aus den Boxen. Immer wieder werden dabei kleine aber feine Melodien eingeflochten, die dem Ganzen die Schnittmenge zwischen Post- und -Metal ermöglichen. Erinnert manchmal an TOMBS, nur in garstig. Keine einfache Scheibe, aber dafür auch eine mit hohem Wiedererkennungswert. Öfter gehört, entfaltet diese Platte viele starke Momente, die man auch durch häufiges Hören nicht klein kriegt. ⇒ weiterlesen

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Heresy – "Face Up To It!"

28. November 2015 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
It's not shit! It's f***in' good ol' Hardcore Punk from the UK

Heresy - "Face Up To It"Ende der 80er Jahre wurde der Grindcore, bzw. Hardcore vollkommen anders definiert als heutzutage. HERESY waren seinerzeit eine der führenden Bands in diesem Genre und haben neben NAPALM DEATH, RIPCORD, DISCHARGE, EXTREME NOISE TERROR, CONCRETE SOX, STUPIDS und einigen anderen die Fahnenstange des Hardcore Punk am höchsten gehalten. "Face Up To It!" erschien 1988 und gehört sicherlich zu den besten Hardcore-Alben dieser Epoche, obwohl die Band selbst es erstaunlicherweise nie wirklich mochte. "Face Up To It – It's Shit" war ihre Aussage hinterher dazu. Es hatte, der Zeit entsprechend, auch einen recht guten modernen (!) Sound. Man darf hier natürlich keine fetten Sound-Granaten erwarten und Plastik-Triggerdrums, aber es geht in diese Richtung. Das Schlagzeug wurde definitiv im Studio überarbeitet, denn vollkommen natürlich klingt es nicht, aber dafür rödeln die Gitarren gut dazu und der Sänger röchelt und schreit mit klarer aber aggressiver Stimme zu jedem Song, bis die Adern am Hals austreten. ⇒ weiterlesen

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Fallout – "Spit On The Innocent"

12. September 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Frau Mahlzahns alte Schule

Fallout - "Spit On The Innocent"Heutzutage hat selbst das Genre Grindcore, ebenso wie die meisten anderen Kategorien harter Musik, viele Gesichter. Der klassische Grindcore, der vor vielen Jahren aus den Wurzeln des Punk, bzw. Hardcore geboren wurde, ist in seiner ursprünglichen Form nur noch sehr selten anzutreffen. Man muss mittlerweile schon einige Jahre zurückblättern, um die letzten Ausläufer in Sachen 'Grindcore mit Ursprungsqualitäten' zu finden. 1998 haben FALLOUT aus Australien ein Album veröffentlicht, welches stilistisch zu dieser frühen Grind-Generation gehört und sich damit weitestgehend der alten Schule verschrieben. Sicherlich merkt man auch ihnen an, dass sie nicht in den 80er Jahren musizieren, aber das räudige und ungestüme Feeling der alten Zeiten ist in ihrer Musik allgegenwärtig. ⇒ weiterlesen

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Nasum – "Shift"

Besser kann man Grindcore kaum spielen

Nasum - "Shift"Ich denke, es ist nicht übertrieben zu behaupten, dass NASUM die absoluten Grindkings aus Schweden waren. Kaum eine andere Band hat dermaßen enorme Power hervorgebracht und die Stilmittel des Genres Grindcore so speziell ausgereizt. Reiner als NASUM es bieten kann man diesen Stil im Grunde kaum zelebrieren.

Mal abgesehen von der persönlichen und menschlichen Tragödie war der Tod des NASUM-Gitarristen und -Sängers Mieszko Talarczyk, der während der Tsunamikatastrophe in Südostasien im Jahre 2004 ums Leben kam, ein herber Schlag in die Magengrube der Grind-Szene. Bis heute hat es jedenfalls keine Nachwuchs-Combo geschafft, qualitativ und vom Ansehen her in die Fußstapfen NASUMs zu treten. ⇒ weiterlesen

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Napalm Death – "Leaders Not Followers: Part 2"

30. April 2010 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Rappelkiste Teil 2

Napalm Death - "Leaders Not Followers: Part 2"Birminghams unumstrittener Grindcore-Exportschlager Nummer Eins hat mit "Leaders Not Followers: Part 2" im Jahre 2004 ein weiteres, sehr feines Cover-Album in die Runde geschmettert. War ich seinerzeit im Vorfeld zuerst etwas kritisch in Hinsicht darauf, dass die Jungs noch eine Cover-Scheibe ins Rennen schicken wollen, war mir gleich beim Hören des ersten Songs, dem CRYPTIC-SLAUGHTER-Hammer "Lowlife", klar, dass meine Skepsis absolut unbegründeter Natur ist und es auf diesem Release mal wieder saftig was hinter die Löffel gibt. ⇒ weiterlesen

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Napalm Death – "Time Waits For No Slave"

16. Januar 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Weniger Speed aber genauso intensiv wie immer

Napalm Death - "Time Waits For No Slave""Time Waits For No Slave" müsste das 13te Album der Grindcore-Kings NAPALM DEATH sein und weicht erneut kein Bisschen von dem ab, wofür die Band steht: Politische Texte, bissig, kritisch, aufreibend, wütend und zynisch. Harte, schnelle und laute Musik, irgendwo zwischen Hardcore, Grindcore und einer Prise Death Metal. Die britisch amerikanische Truppe ist auch mit diesem Album keinen Deut leiser geworden, sondern sie prügeln, schreien und grinden sich von Song zu Song durch das gesamte Album, bis die Kehlen kratzen und die Ohren bluten. ⇒ weiterlesen

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Nasum – "Human 2.0"

27. November 2009 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Spezialisten des Grindcore

Nasum - Human 2.0Auch wenn die Schweden NASUM nicht zu den Pionieren des Grindcore zählen, haben sie  definitiv zur Etablierung dieses Genres ein großes Stück beigetragen. Selten lieferte eine Grindcore-Combo konstant so guten Stoff ab wie NASUM; lassen wir die alten Helden NAPALM DEATH, CARCASS und Konsorten mal außen vor.

Zu NASUM selbst braucht man sicherlich nicht mehr viel zu sagen, denn eingefleischte Grindcore-Recken wissen eh Bescheid. Dem Unwissenden sei gesagt, dass wir es hier mit einer der qualitativ besten Truppen des Genres zu tun haben. Leider endete die Geschichte der Band mit dem Tod ihres Sängers und Gitarristen Mieszko Talarczyk, der bei der ostasiatischen Tsunamikatastrophe im Jahre 2005 ums Leben kam. ⇒ weiterlesen

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Fuck The Facts – "Stigmata High Five"

25. November 2009 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Hau Ruck und druff

Fuck The Facts - "Stigmata High Five"Unglaublich komplex und aggressiv spielen FUCK THE FACTS ihren rasanten Mischmasch aus Grindcore, Hardcore und minimalen Mathcore-Elementen vermischt mit dem Grundsatz Metal. Total abgefahren und vielseitig prügeln sich die Burschen und das Mädel durch ihren 7-Tracker und hobeln dabei alles blank, was noch irgendwie im Weg liegen könnte.

Keine Gefangenen, keine Gnade, kein Erbamen, keine Kompromisse und keine dummen Sprüche. Nur Verbrannte Erde wohin man schauen kann. ⇒ weiterlesen

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Phobia – "Cruel"

27. Oktober 2009 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Time to grind

Phobia - Cruel"Grindcore" steht im Booklet des PHOBIA-Albums "Cruel" geschrieben und dem ist eigentlich nicht mehr viel hinzuzufügen.

Äußerst extrem und wuchtig knattern sich die Burschen durch ihr Album und zermetzeln ein Lied nach dem anderen. Präzise und zielsicher zwischen die Augen trifft fast jedes Stück ins Schwarze und lässt gepflegten Knüppelliebhabern nicht viel Spielraum für negative Kritik. ⇒ weiterlesen

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Intense Degree – "War In My Head"

25. Oktober 2009 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Hardcore Punks auf Speed

Intense Degree - "War In My Head"Jaja, der gute alte U.K.-Hardcore!!! 1988 haben die Briten INTENSE DEGREE mit ihrer ersten und einzigen Vinyl-LP "War In My Head" eine absolut wahnwitzige Speed-Granate vor dem Herrn abgefeuert.

Passend eingestuft unter den Begriffen Grindcore, Hardcore und/oder Speedcore holzt sich der Fünfer (mit einer Frau am Bass) durch 24 Tracks, die es aber sowas von saftig in sich haben, dass einem Hören und Sehen vergeht.

Weitestgehend kompromisslos wüten die Grind-Punks alles in Grund und Boden, agieren vornehmlich im Überschallbereich und feuern einen Blastbeat nach dem anderen über den Äther. Um es nochmal klar zu machen: Das Ganze malträtierte bereits 1988 die Ohren der geneigten Hörer und seinerzeit gab es außer NAPALM DEATH, EXTREME NOISE TERROR und ein paar weitere Versprengte kaum Bands, die solch extreme Musik gespielt haben. ⇒ weiterlesen

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