• Aquilus – „Griseus“Ein richtig schönes Album (sofern man das überhaupt bei dieser Art Musik so sagen darf), majestätisch, erhaben, schwermütig, aber auch bitter und... (Matthias)
  • Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
"Garage Rock"

Kurz notiert #85

Thee Oh Sees - "A Weird Exits"Thee Oh Sees – "A Weird Exits"
Garage Rock, Alternative Rock (Castle Face, 2016)

Einen wilden Fuß bieten die alten Hasen THEE OH SEES. Alte Hasen nicht nur, weil es die Band schon so lange gibt (seit 1997), sondern weil sie seit 2006 kontinuierlich mehrere Alben und EP's pro Jahr veröffentlicht. "A Weird Exits" reiht sich unter die besten Sachen der Band ein, auch wenn der Rest ganz bestimmt nicht schwach ist. Man hört der Musik Erfahrung, Vielseitigkeit, aber auch den Mut an, eben nicht in eingefahrene Spuren zu rutschen. Der Garage Rock der Band ist roh, auch mal dreckig, experimentell und zwischendurch sogar ein wenig post-psychedelic. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #84

Girls Who Care - "Light Sleeper"Girls Who Care – "Light Sleeper"
Indie Rock, Indie Pop (Eigenproduktion, 2017)

Lockeren Synthie Pop mit Indie-Einschlag, der durch begleitende Gitarren aufgefrischt wird, bieten GIRLS WHO CARE aus Ann Arbor in Michigan/U.S.A.. Der Gesang ist leicht verhallt und freundlich. Manchmal fühlt man sich an die seeligen '80er Jahre erinnert, obwohl es produktionstechnisch und auch musikalisch eigentlich kaum Gründe dafür gibt. Möglicherweise ist es die Stimmung, dieses leicht schwebende, verträumt entspannte Gefühl, Sonne und Wasser, vielleicht noch ein Cocktail und nette Begleitung, halt etwas Nostalgie, die dann doch mitschwebt. Who knows… ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #83

People Like You - "Verse"People Like You – "Verse"
Indie Rock, Math Rock, Jazz (Topshelf Records, 2017)

Selten haben sich eigentliche Gegensaätze so gut ergänzt wie auf "Verse", dem zweiten Album der Truppe aus Boston. Ihre Mischung aus geschmeidigem Indie Rock und Jazz ist so gut gelungen, dass man fast glauben mag, diese Art Musik gab es schon immer. Sängerin Michi Tassey singt lieblich, zurückhaltend und ohne großartig herausstechende Phrasen. Die Gitarre spielt weitestgehend klar und wenig bis gar nicht verzerrt, sie zockt fast unaufhörlich schnelle, kompliziert wirkende Picking-Muster, die sich dabei schnell ins Ohr schleichen. Der Bass zieht unaufhaltsam seine Runden und der Schlagzeuger achtet förmlich darauf, es nicht zu übertreiben; das hört man ganz eindeutig, denn das Potential ist definitiv da. Hinzu kommt eine wiederkehrende Trompete, die den vertrackten Rhythmen eine jazzige Note verleiht und die Musik letztendlich zu etwas eigenständigem macht. Klasse Platte, die man aufgrund ihrer musikalischen Komplexität auf jeden Fall mehrmals hören muss, damit sie richtig wirken kann. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #82

Lea Porcelain - "Hymns To The Night"Lea Porcelain – "Hymns To The Night"
Wave, Post-Punk (Lea Porcelain Recordings, 2017)

Dem (Wahl-)Berliner Duo Julien Bracht und Markus Nikolaus ist auf ihrem Debütalbum etwas gelungen, das nicht viele Künstlern schaffen, zumindest nicht in dieser hohen Qualität, wie auf "Hymns To The Night". Sie verweben den Spirit von JOY DIVISION und frühen NEW ORDER mit einem modernen Post-Punk-Gefühl und kleiden alles in elektronische Wave- und Shoegaze-Klänge. Dabei ist viel Weite und Melancholie spürbar, aber angenehm, nie erdrückend oder niederschmetternd. Die Beats sind stets präsent und treiben die Songs voran, oftmals auch mit pumpendem Bass, maschinellem Brodeln und stimmungsvollen Synthie-Flächen. Der Gesang ist nüchtern und schwermütig und trägt dadurch viel zur Gesamtwirkung bei. Ein tolles Album, das man fast schon als Pflichtstoff bezeichnen kann. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #73

Landing - "Complekt"Landing – "Complekt"
Shoegaze, Psychedelic Rock (These Are Not Records, 2016)

Kräftige und leicht bratzig verzerrte Klampfen ebnen den musikalischen Weg bei den aus Connecticut stammenden Shoegazern LANDING. Sie spielen dabei mit Ideen aus der Ambient-Ecke, was keineswegs verwunderlich ist, wirbt die Band selbst doch damit, dass sämtliche Mitglieder professionelle Ambient-Musiker seien. Aber auch wabernder Psychedelic kommt zum Zuge, was vor allem in den abgehoben wirkenden Passagen deutlich wird, in denen die Band mit experimenteller Electronic eine unwirkliche Atmosphäre erzeugt. Eine sehr stimmige und vor allem gelungene Platte. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #65

Smidley - "Smidley"Smidley – "Smidley"
Indie Rock, Indie Pop (Triple Crown Records, 2017)

Das als Spielwiese ins Leben gerufene Projekt des FOXING-Sängers Conor Murphy hat er nach seinem Hund benannt. Gemeinsame Sache macht er dabei mit Leuten von SORORITY NOISE, DR DOG und TIGERS JAW. Die Mischung aus Indie Rock mit vielen poppigen Melodien und Ideen ist durchaus gelungen. Der Gesang ist allerdings stellenweise etwas gewöhnungsbedürftig, da Murphy gerne mal in Falsett singt, was leider nicht zu seinen Stärken zählt, da seine Stimme dabei nicht sonderlich einladend, sondern auf längere Dauer nervig klingt. Wer leichte Kost bevorzugt und Musik gerne hört, ohne sich großartig darum zu kümmern, was passiert und einfach nur die Stimmung aufsaugen möchte, dürfte mit SMIDLEY gut bedient werden. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #62

The Babe Rainbow - "The Babe Rainbow"The Babe Rainbow – "The Babe Rainbow"
Psychedelic Rock, Pop, Garage Rock (Flightless Records, 2017)

Ein Blick auf das Cover, etwas Fantasie und bestenfalls eine eigene Hippie-Vergangenheit lassen schnell erkennen, worum es bei dieser Band aus Byron Bay in Australien geht. Flower Power und Hippie-Sounds stehen ganz oben auf der Agenda bei und, das muss ganz klar gesagt werden, sie machen ihre Sache so herzerfrischend gut, dass man aus dem Schmunzeln kaum noch heraus kommt. Manchmal ist man sich nicht sicher, ob die das wirklich leben und ernst meinen oder ob sie den Hippie-Style mit ihrer Musik einfach nur karikieren. Ist aber auch alles egal, denn Fakt ist, dass "The Babe Rainbow" nicht nur eine klasse Scheibe zum Blümchenpflücken ist, sondern auch die denkbar beste musikalische Untermalung für das Rollen einer würzigen, ähem, Tüte ist. Ya know… ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #50

Undo - "Undo"Undo – "Undo"
Indie Rock, Punk Rock (Eigenproduktion, 2017)

Eine flotte Mischung haben UNDO auf ihrem Debüt fabriziert. Deutlich beeinflusst von Bands der mittleren und frühen 1980er Jahre haben sie sich einem Stil verschrieben, den sie richtig gut beherrschen und entsprechend gekonnt rüberbringen. Zwischen dezentem Spät-Punk und gelösten Indie-Sounds der Marke frühe THE CURE oder ECHO & THE BUNNYMEN haben sie sich eingenistet und zelebrieren diese Welle auf ihre ganz eigene Art und Weise, ohne direkt zu kopieren. Sie greifen den Flair der vergangenen Zeiten auf und transportieren diesen gelungen in die heutige Zeit. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #46

Moon Duo - "Occult Architecture Vol. 2"Moon Duo – "Occult Architecture Vol. 2"
Psychedelic, Indie Pop (Sacred Bones Records, 2017)

Das dynamische MOON DUO trumpft mit seinem zweiten Teil der okkulten Architektur auf. Natürlich geht es wieder psychedelisch zu und ebenfalls teilen sich elektronische Tasteninstrumente und Gitarren das Hauptaugenmerk. Im Gegensatz zum Vorgänger sind auf Teil 2 lediglich fünf Stücke enthalten, die jedoch durch Überlänge glänzen und dadurch den psychedelischen Aspekt wunderbar ausreizen. Insgesamt wirkt dieser Teil ein wenig geschmeidiger und fast schon lieblich. Man hat nicht selten das Gefühl, zurück in den 60ern zu sein, wäre da eben nicht der Einsatz der Synthesizer. Die perfekte Ergänzung zum ersten Teil und somit unbedingt im Doppelpack zu empfehlen! ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #40

Meat Wave - "The Incessant"Meat Wave – "The Incessant"
(SideOneDummy Records, 2017)

Drei Typen aus Chicago, eine musikalische Gemeinsamkeit: Post-Punk! Mit eckigen und teils zackigen Rhythmen sowie fast schon nervenaufreibenden Melodien, die manchmal gerade so an der Schrägheit vorbeikratzen, rotzen und holzen sie ihr drittes Album in die Runde. Die Stimme ist dabei ein wichtiger Aspekt. Oft nah am Sprechgesang, wird auch mal geschrien, ein wenig gesungen und gerne rumgestänkert. Rein musikalisch könnte man MEAT WAVE auch in die Noise-(Punk)-Rock-Ecke packen, wobei sie dort nur mit einem Fuß hineingehören. Eigenwillig und fordernd sind sie allemal, aber genau das ist die Musik, mit der man sich öfter auseinandersetzt, wenn man Gefallen daran findet. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #39

Genau - "Genau"Genau – "Genau"
Gothic, Darkwave (Eigenproduktion, 2017)

Leicht macht es einem das Duo, bestehend aus Christopher Belkofer und Erik Gosnell aus Milwaukee, Wisconsin, U.S.A., absolut nicht. Im Februar 2016 bringen sie eine selbstbetitelte EP heraus, ziemlich genau ein Jahr später ein selbstbetiteltes Album. Schonmal versucht den Begriff "Genau" zu googeln? Genau… Man kommt überall hin, aber garantiert nicht auf die Website der Band, die sich soundmäßig in den Goth-Welten der 198er Jahre aufhält. Simpel aber stimmig gestrickt, mit etwas düsterem Ambiente belegt und mit einer Produktion ausgestattet, die kaum noch in die heutige Zeit passt, gelingt es der Band, längst vergangene Zeiten wieder aufleben zu lassen. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #28

Slothrust - "Of Course You Do"Slothrust – "Of Course You Do"
(Ba Da Bing!, 2014)

Grunge ist nicht tot. Unsinn, wer sagt sowas? Und er wird sogar in Brooklyn gespielt. Unter anderem vom Trio SLOTHRUST, deren Frontfrau, Sängerin und Gitarristin Leah Wellbaum hier das Zepter in der Hand hält und sich in bester Manier der alten Alternative-Schule in Szene setzt. Leicht schnoddriger Gesang, gerne mal etwas schief, aber nie krumm, in Kombination mit rauhem Rock, irgendwo zwischen Alternative mit poppigen Melodien, aber mit Grunge-Produktion. Hört sich  komisch an? Ist es nicht! "Of Course You Do" klingt dabei wunderbar unangepasst und losgelöst von derzeitigen musikalischen Trends. Auch wenn Klassen wie die von MUDHONEY oder frühen PIXIES nicht erreicht werden, stehen SLOTHRUST ganz eindeutig in den Startlöchern, wenn es um die Aufmerksamkeit von Liebhabern schlabbrigen Rocks geht. ⇒ weiterlesen

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Iggy Pop – "Post Pop Depression"

30. April 2016 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Wenn die Punk-Ikone mit dem Wüstensohne

Iggy Pop - "Post Pop Depression"Was passiert, wenn der Punk in der Wüste herumspaziert, um Neuland zu finden? Nicht viel, außer, dass er erkennt, dass die Welt halt dieselbe ist, nur mit anderen Facetten, anderem Aussehen, anderen Möglichkeiten. IGGY POP hat sich mit Joshua Homme und Dean Fertita zwei namhafte Musiker der QUEENS OF THE STONE AGE geangelt sowie mit Matt Helders den Drummer der ARCTIC MONKEYS rekrutiert, um sein Album zu veredeln. Große Namen sind zwar nicht grundsätzlich ein Garant für gute Musik, in diesem Fall ist die Rechnung des Godfathers Of Punk jedoch zweifelsohne aufgegangen. "Post Pop Depression" ist nichts anderes als verdammt gut geworden und gehörr zum besten, was Iggy bislang gebracht hat. ⇒ weiterlesen

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Plastic Man – "Don't Look At The Moon"

15. April 2015 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Psychedelische Garagenrocker

Plastic Man - "Don't Look At The Moon""3 guys, garage psych, fuzz, reverbs, tremolo and sixties effects. This is Plastic Man. More or less." Naja, eigentlich sinds ja nur zwei Kerle und eine Bassistin, aber ansonsten passt die Selbstbeschreibung des Trios aus dem italienischen Firenze. Vor allem die 60er-Effekte haben es der Band angetan. PLASTIC MAN schwelgen auf ihrem Debütalbum für eine halbe Stunde im lockerflockigen Charme der Zeit, als Rock noch den Hippies gehörte. Zwischendurch mogeln sie aber dann doch ganz gern noch ein paar neuere Elemente mit in ihre Songs. ⇒ weiterlesen

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Babylon K – "Babylon K EP"

Indie-Garage-Rock aus Italien

Babylon K - "Babylon K EP"Kurz und knackig, diese EP. Das Quintett aus dem italienischen Firenze hat sich mit seiner Gründung vor ein paar Jahren dem Indie Rock verschrieben, und zwar die Sorte, die vor allem auf den britischen Inseln zuhause ist. Im Laufe der Zeit haben sie ihrer Musik aber dann eine deutlich eigenere Färbung zukommen lassen. Auf ihrer Debüt EP hört man das in vier ziemlich energischen Rockern, die nicht nur typisches Indie-Flair mit erdigem Garage-Sound verbreiten, sondern hier und da auch ein paar Elemente aus dem Psychedelic Rock übernehmen. ⇒ weiterlesen

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