• Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)
"Folk"

Kurz notiert #72

Drab Majesty - "The Demonstration"Drab Majesty – "The Demonstration"
Gothic, New Wave, Dark Wave (Dais Records, 2017)

Wir lassen die Fantasie spielen… Man stelle sich ganz alte DEPECHE MODE vor, mit ihren elektronisch-mechanischen Rhythmen, teils langsam und schwer, teils tanzbar und treibend; man mische dazu ein paar Gothic-Gitarren, die sich auf leicht verhalltes Picking beschränken oder eher einfache Riffs beisteuern. Kurzum: DRAB MAJESTY haben mit ihrem zweiten Album ein sehr cooles Teil abgeliefert, das einerseits im New- und Dark Wave stöbert, andererseits aber auch die nahe liegende Goth-Ecke bedient. Wer also mal wieder ein gelungenes Düsterwerk hören möchte, das nicht in blauer Langeweile untergeht, der sollte sich mit "The Demonstration" beschäftigen. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #69

16. September 2017 | Kurz notiert » Musikrezensionen | Keine Kommentare

Wren Kitz - "Dancing On Soda Lake"Wren Kitz – "Dancing On Soda Lake"
Experimental, Ambient, Psychedelic, Folk (NNA Tapes, 2017)

Wenn man sich Musik anhört und sehr schnell merkt, dass sie einen auf besondere Weise herausfordert, dann gibt es selten das Ergebnis, dass sich der 'Like-Faktor' im Mittelmaß einpendelt. Herausfordernde Musik polarisiert meistens. Entweder man geht in der Musik auf oder man hasst sie! Oder aber man hört WREN KITZ und weiß gar nicht so recht, was man damit anfangen soll. Echo- und Hallspiele mit Gitarrenpickings, ausgedehnte Ambient-Collagen, Traumspiele, Akustikgitarren, die Folk-Flair versprühen und ebensolcher Gesang, der mal einsam, mal mehrstimmig seine Runden zur oft -auf den ersten Blick- ziellos wirkenden Musik dreht. "Dancing On Soda Lake" ist ein Album, dem viele Review-Schreiber eine Note verweigern würden, weil sie nicht wissen, wie man so etwas (natürlich wie immer subjektiv) bewertet. Und tatsächlich ist das nicht so einfach… ⇒ weiterlesen

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Ryley Walker – "Golden Sings That Have Been Sung"

14. September 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Brücke in die Vergangenheit

Ryley Walker - "Golden Sings That Have Been Sung"Völlig aus der Zeit gerissen und deshalb umso herausragender ist die Musik des amerikanischen Singer-Songwriters RYLEY WALKER, denn er besitzt die Gabe, Stile unter einen Hut zu bringen, die man in der Regel eher separat kennt und hört. Er webt Indie Rock-, Jazz-, Folk- und Singer-songwriter-Ideen zu einem harmonisierenden Geflecht zusammen und klingt dabei nicht einfach nur in Ordnung, sondern außerordentlich gut. Das Resultat transportiert durchaus ein wenig Nostalgie, so als ob das Album ein Dachbodenfund ist, man es auflegt und plötzlich wieder den Geist längst vergangener Zeiten einatmet. WALKER stammt aus Chicago und genau so klingt das Album, zumindest aber so, wie man sich die Musik der Stadt in den 1960ern und -70ern vorstellen möchte. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #66 – Extrem hörbar

Acrimonious - "Eleven Dragons"Acrimonious – "Eleven Dragons"
Black Metal (World Terror Committee, 2017)

Bereits der über neunminütige Opener lässt erahnen, dass die Griechen ihren Songs Raum zur Entwicklung lassen möchten. Und selbst, wenn nicht jedes der elf Stücke so weitläufig arrangiert ist, besitzen sie alle die Ausstrahlung, dass sie nicht mal eben schnell gehört werden können und wollen. Man muss sich Zeit nehmen, um die elf Drachen zu verinnerlichen. ACRIMONIOUS setzen dabei keineswegs nur auf Raserei, ganz im Gegenteil. Sie variieren die Geschwindigkeit oft und wälzen sich gerne auch mal in atmosphärischen, traditionell anmutenden Midtempoparts. Ein Album, das zwar zu keiner Sekunde überrascht, trotzdem aber einen recht guten Eindruck hinterlässt. ⇒ weiterlesen

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Craig Finn – "We All Want The Same Things"

12. August 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Geschichten des Lebens

Craig Finn - "We All Want The Same Things"Musik bietet immer dann etwas besonderes, wenn sie eigen(willig), nicht austauschbar und gern auch ein wenig kauzig klingt. Wenn es dem Künstler bzw. den Künstlern dabei gelingt, gute Songs mit lyrischer und musikalischer Aussagekraft zu schreiben, die bei aller Eigenständigkeit nicht in avantgardistische Schrägheiten abdriften, ist das Ergebnis grundsätzlich als gelungen zu bezeichnen. Ob es dann gefällt oder nicht, ist dabei natürlich immer Geschmackssache; ebenso wie beim avantgardistischen Krach übrigens. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #60

Surf Curse - "Nothing Yet"Surf Curse – "Nothing Yet"
Indie Rock, Alternative Rock (Danger Collective Records, 2017)

Geht flotter Chill-out? Ja, geht! SURF CURSE kombinieren musikalische Energie mit entspannten Gitarrenparts (verträumtes Picking, lockeres Geschrabbel) und wave-artigen, zackigen Beats. Dabei wirken sie so herrlich echt und unverbraucht, dass es regelrecht Spaß bereitet, die Musik zu hören. Man könnte für die Produktion auch die aktuelle Bezeichnungsform Lo-Fi benutzen, obwohl diese bei manchen auf unterproduzierte Musik schließen lässt, was im Falle von "Nothing Yet" einfach nicht richtig wäre. Selbst, wenn sie fröhlich drauflos scheppern, simpel umher brummeln und gern auch mal schäbig rocken, besitzen SURF CURSE eine Art elegante, gehobene Einfachheit, die sie mit unterschwelliger Melancholie anreichern. Wir bleiben lebendig! SURF CURSE helfen dabei. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #58

Jaws - "Simplicity"Jaws – "Simplicity"
Indie Rock, Shoegaze (JAWS / Eigenproduktion, 2017)

Das zweite Album der britischen Dream Rocker kann was. Immer noch alles im Alleingang machend, können die Birmingham-Jungs sogar noch eine Steigerung zu ihrem schon ziemlich gelungenen Debüt "Be Slowly" aus 2014 vorweisen. Ihr eingängiger Indie Rock wird mit Shoegaze- und Dream-Pop-Elementen bereichert und kann auch den einen oder anderen Ohrwurm vorweisen. Viele werden überrascht sein von der Band, die auf "Simplicity" fast schon jugendlich beginnt und mit zunehmender Spieldauer erwachsener und besser wird. Klasse! ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #50

Undo - "Undo"Undo – "Undo"
Indie Rock, Punk Rock (Eigenproduktion, 2017)

Eine flotte Mischung haben UNDO auf ihrem Debüt fabriziert. Deutlich beeinflusst von Bands der mittleren und frühen 1980er Jahre haben sie sich einem Stil verschrieben, den sie richtig gut beherrschen und entsprechend gekonnt rüberbringen. Zwischen dezentem Spät-Punk und gelösten Indie-Sounds der Marke frühe THE CURE oder ECHO & THE BUNNYMEN haben sie sich eingenistet und zelebrieren diese Welle auf ihre ganz eigene Art und Weise, ohne direkt zu kopieren. Sie greifen den Flair der vergangenen Zeiten auf und transportieren diesen gelungen in die heutige Zeit. ⇒ weiterlesen

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Emma Ruth Rundle – "Marked For Death"

Sehnsucht, Schmerz und Tod

Emma Ruth Rundle - "Marked For Death"Die amerikanische Sängerin und Gitarristin ist manchen eventuell von ihren Bands THE NOCTURNES oder besonders von MARRIAGES, die mit "Salome" (2015) ein sehr gutes Albumdebüt vorgelegt haben, her bekannt. Auch für ihr Mitwirken bei den Post-Rockern RED SPAROWES, bei denen unter anderem Ex-ISIS-Musiker beteiligt sind, dürfte sie einigen geläufig sein. "Marked For Death" ist nach ihrem eher simplen, experimentellen Einstand "Electric Guitar One" (2011) und dem gelungenen "Some Heavy Ocean" (2014) ihr drittes Soloalbum, mit dem sie, soviel darf vorweggenommen werden, ihr bisheriges Schaffen qualitativ um Längen übertroffen hat. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #11

Case Studies - "The World Is Just A Shape To Fill The Night"Case Studies – "The World Is Just A Shape To Fill The Night"
Folk, Indie Rock (Sacred Bones Records, 2011)

Eine schöne, entspannte Folk-Scheibe hat der Songwriter Jesse Lortz da mit seinem Baby CASE STUDIES vollbracht. Trotzdem die Musik äußerst einfach gehalten ist und vordergründig mit Akustikgitarre wirkt, werden auch dezente Streicher (bzw. eine Violine) und Background-Gesänge eingesetzt, welche dem Sound einen deutlichen Old-School- und sogar 60's-Charakter verpassen. Dennoch klingt der Stoff von CASE STUDIES nicht wie der der unzähligen anderen (mitunter großen) Liedermachern aus den Staaten. Lortz hat eine tolle, emotional ansprechende, etwas einsam wirkende Stimme, die einerseits beruhigt, anderseits aber auch so etwas wie Fernweh und Nachdenklichkeit wiedergibt. ⇒ weiterlesen

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Anilah – "Warrior"

7. Februar 2015 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Spirituelles aus dem hohen Westen Kanadas

Anilah - "Warrior"Dréa Drury arbeitet mit Klängen. Was so trivial klingt, beschreibt aber die nahezu universelle Bedeutung von Klängen für ihr Leben und ihre Arbeit – ob als Musiktherapeutin, Komponistin, Klangdesignerin oder anderen Beschäftigungen, die man damit verbinden kann. In den Selkirk-Bergen im Westen Kanadas praktiziert sie die naturverbundene Liebe zu Klängen, die ihre Wurzeln vor allem in traditioneller, schamanischer Musik hat, sowie dem indischem Nāda yoga. Für das Elektronik-Projekt KALPATARU TREE hatte sie in der Vergangenheit bereits einige Male ihre Stimme geliehen, ANILAH ist nun ihr ganz eigenes Baby. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #9

Heat - "Labyrinth"Heat – "Labyrinth"
Hard Rock, Classic Rock, Stoner Rock (This Charming Man Records / Cargo, 2014)

Die Retro-Welle hebt grad so ziemlich ab und so haben sich auch HEAT diesem Trend verschrieben. Eine Mischung aus Old-School-Hard-Rock bzw. Retro Rock, wie man heute oft sagt und Classic Rock, von mir aus auch ein wenig Stoner, halt all der Rock, den man nennen kann, wenn es um Sounds im alt(bekannt)en Gewand geht. Ganz gut gemacht haben HEAT ihr Album sicher, auch wenn man den oder die Überflieger unter den Stücken vergebens sucht. Kann man hören, wenn man in diesem Genre ein Alleshörer ist. ⇒ weiterlesen

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Port Mone – "Thou"

13. Oktober 2014 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Über Grenzen und Traditionen hinweg

Port Mone - "Thou"Man kann im Studio alle technischen Raffinessen bemühen, um ein ganz bestimmtes, natürliches Klangbild zu erreichen – oder man macht es wie das weißrussische Instrumentaltrio PORT MONE, die mal eben ihr ganzes Equipment in den Wald geschleppt haben. So geht's natürlich auch.

Die Band aus Minsk hat sich auf eindringliche, melancholische Töne spezialisiert, die vor allem mit Akkordeon, Bassgitarre und prägnanten Perkussionsinstrumenten erzeugt werden. Gerade das Akkordeon dient hier als Geschichtenerzähler zwischen moderner Folklore, Neoklassik und einem leichten Hang zur Avantgarde. ⇒ weiterlesen

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Empyrium – "The Turn Of The Tides"

11. August 2014 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Manchmal klingelt's im Wald

Empyrium - "The Turn Of The Tides"EMPYRIUM? Erinnert sich da noch einer? Ja, diese Band um Schwadorf stand immer etwas zwischen Stühlen. Oder Bäumen. Black Metal, Akustikgezirpe, klassische Anspielungen und Ausflüge in romantisches Liedgut ergaben stets eine seltsame Melange. Dilettantismus und tolle Momente? Dafür waren sie bekannt. "The Turn Of The Tides" ist nun das erste Lebenszeichen dieser Band seit Jahren. Natürlich haben 12 Jahre Auszeit die Band verändert. Wir vernehmen schwüle Romantik, klingelnden Bombast und beinahe sakral anmutentes Ambiente mit märchenhaften Zwischenspielen. ⇒ weiterlesen

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Clara Engel – "Looking-Glass Fire"

Facettenreiche (Solo-)künstlerin

Clara Engel - "Looking-Glass Fire"Diese Kombination aus menschlichen Augen und Vogelgefieder sah schon immer faszinierend aus. Hinter dem sehenswerten Cover verbirgt sich die neueste Offerte der kanadischen Musikerin Clara Engel. "Looking-Glass Fire" müsste schon ungefähr das zehnte Album der vielbeschäftigten Künstlerin sein. Engel hat in ihrer Schaffenszeit schon mit einigen bekannten Namen zusammengearbeitet, darunter Aidan Baker, Larkin Grimm und Bruno Capinan – alles Musiker, die sich wie sie weder nur an einem Platz der Welt, noch an einem festen Ort im musikalischen Universum wirklich zuhause fühlen. ⇒ weiterlesen

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