• Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)
"Folk Metal"

Enslaved – "E"

19. Oktober 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Of forests, hidden landscapes and memories of mystery

Enslaved - "E"Eine neue ENSLAVED ist wie Weihnachten und Geburtstag zusammen. Die norwegische Band hat zuletzt ja eigentlich nur grandiose Alben produziert. Ihr gelang spätestens seit "Isa" stets, was andere sich nicht trauten oder was sie gar nicht erst umsetzen konnten, Innovation, Komplexität und harte Klänge zu verschmelzen. Sie setzt archaischen Black Metal wuchtig und kontrastreich in Szene, flankiert von harmonischen, flächigen, pyschedelischen Keys und nebulösem Gitarrengewaber. ⇒ weiterlesen

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Ensiferum – "Two Paths"

17. September 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Tomorrow I'll Drink

Ensiferum - "Two Paths""Ajattomasta Unesta" führt atmosphärisch in die aktuelle CD "Two Paths" von ENSIFERUM. Ein Intro mit Elbenstimme und Fanfaren im Hintergrund. Das konnte man erwarten. "For Those About To Fight For Metal" eröffnet in AC/DC-Manier, Ennio Morricone gesellt sich dazu, dann faucht Petri. "Fire, Fiiire, Fiiiiiiire" und "Hardeeeer" schrauben sich die Finnen zum Höhepunkt, dem mächtigen, überkitschigen, typischen ENSIFERUM-Chorus. Es klackert, rumst und böllert. Und wie immer zuletzt, halten sie sich nicht ans Strophe-Chorus-Schema, zumindest nicht wirklich. Ein Break, kurze Silence, Trinkhörner kreisen, "Ooohoooo" und noch einmal Refrain. Finito. ⇒ weiterlesen

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Melechesh – "Enki"

Osiris, Anubis, The Underworld Is Yours

Melechesh - "Enki"Schräg tönt das Intro von "Tempest Temper Enlil Enraged", Gitarrenthrash schreddert durch Mesopotamien. Im Dunklen natürlich. Das ist selbst altgedienten Mumien zu heftig, die bleiben erstmal liegen. Das Riffing dann ist eines der Art, weswegen meine Wenigkeit beim Hören über Kopfhörer die CD sofort gekauft hätte, ohne weiter reinzuhören. Sind das Schreie von pyramidenbauenden Sklaven, welche eingemauert in der Kammer des Horus qualvoll auf das Ende warten, forever in darkness? ⇒ weiterlesen

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Ensiferum – "One Man Army"

22. Februar 2015 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Let The Feast Of Burden Begin

Ensiferum - "One Man Army"Pünktlich zum Frühling 2015 kommt die neue ENSIFERUM. Klingt nun "One Man Army" genauso verkopft und überambitioniert wie der Vorgänger? So überfrachtet und etwas verheddernd im zweiten Teil? Zunächst einmal muss man feststellen, dass ENSIFERUM sich wieder härter präsentieren. Es gibt wieder mehr Growls, mehr Speed und mehr Power. Damit nicht genug. Denn das Orchestrale wurde verfeinert. Steht nicht so sehr für sich. Frauenstimmen, akustische Breaks, heroische Zwischenspiele und erhabene Chöre gibt es immer noch, jedoch nicht mehr so überbordend und flächig hintereinander. Auch etwas Progressivität wurde wieder beigemengt, seltsamer Kontrast eigentlich zur bekannten Ennio Morricone-Western-Kitsch-Kämpfer-Attidüde. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #6.67 – Forstinferno

WINTERFYLLETH - "The Divination Of Antiquity"Winterfylleth – "The Divination Of Antiquity"
Black Metal (Candlelight Records, 2014)

Orchestral, opulent und mit reichlich Bombast kommen WINTERFYLLETH aus Great Britain mit "The Divination Of Antiquity" durch den Irrgarten gelichtert. Eher Frankenstein als karstiger Frost, Kamin statt Kälte, könnte man auch sagen. Okay, Melancholie wird großgeschrieben, es tönt nach Landschaft, Reise, Fernweh und Heimgang zugleich. Die Musik ist fein arrangiert, das Album enthält überlange Tracks, zumeist in Midtempo. Akustische Spielereien, welche in "Careworn Heart" stark an ihre Kollegen von HIMINGBJORG erinnern, lassen innehalten. Nicht schlecht, rauscht vorbei und hinterlässt herabgefallenes Laub. ⇒ weiterlesen

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Vintersorg – "Naturbål"

12. September 2014 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Autumn Storms

Vintersorg - "Naturbål"Folkloristisch-opulent eröffnet "Naturbål" standesgemäß, um sogleich in deftiges Black Metal-Inferno überzugehen. Doch das trügt, denn Opener "Ur Aska Och Sot" hat mehr zu bieten. VINTERSORG setzt Prog, Klarstimmen, sehr eingängige Melodien neben heftige Eruptionen. Das gerät kurzweilig. Und diesmal nicht so steril und verkopft wie zuletzt.

Nicht nur das Cover der CD erinnert stark an VINTERSORGs Hauptband BORKNAGAR ("Epic"), auch geht VINTERSORG dieses Mal songdienlicher, soll heißen nachvollziehbarer zu Werke. Und irgendwie setzt VINTERSORG seine giftigen Vocals wieder häufiger ein, was die Kontraste verschärft, die Klingen schnittiger gleiten lässt. Großes Pathos kommt zumeist in den Klargesängen zum Ausdruck. So überrollt einen "Överallt Och Ingenstans" regelrecht. ⇒ weiterlesen

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Draumar – "Gebirge"

Kleine Ode an die Berge

Sieht man ins kunstvoll gestaltete Booklet von "Gebirge" könnte man glatt meinen, "so hat man den Harz noch nicht gesehen". Kompliment an den Fotografen, der hier wirklich schöne Landschafts- und Gebirgsmotive eingefangen hat. Und sicherlich ist das tatsächlich abgebildete Gebirge ein Stück höher als der Harz, der auf dieser EP besungen wird. Für die musikalische Umsetzung setzen die bayrischen DRAUMAR wie gehabt stark auf orchestrale Elemente und gemäßigten Black Metal mit deutlichem Hang zu Folk und Pagan. ⇒ weiterlesen

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Borknagar – "Urd"

27. März 2012 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Ode an Jotunheimen

Der Opener "Epochalyse" fuhrwerkt bereits mit allen Stilmitteln durchs nordisch-kahle Geäst, majestätisch, bombastisch, opulent. Die Norweger BORKNAGAR huldigen der ungezähmten Natur mit ihrer neuen Veröffentlichung "Urd" wieder einmal in Form dieser eigentümlichen Mixtur aus Psychedelic, Seventies Rock, Prog und Black Metal. Die diesmal aufgebotenen drei Vocalisten Simen "ICS Vortex" Hestnæs, Andreas "Vintersorg" Hedlund und Lars "Lazare" Nedland liefern sich von Anfang an packende Gesangsduelle. Auffallend ist der monumentale Touch, Klassik tönt im Hintergrund, man hat den Eindruck, direkt vor einen Lawinensteilhang auf die Nordseite eines Bergmassivs ungeheuren Ausmaßes versetzt zu werden. ⇒ weiterlesen

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Barren Earth – "The Devil's Resolve"

23. März 2012 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Blackwater Folk

Die ersten Takte von "Passing Off The Crimson Shadows", der neuen BARREN EARTH-CD "The Devil's Resolve", erinnern schon an AMORPHIS in ihrer "Tuonela"-Phase. BARREN EARTH haben es sich nach ihrem sensationellen Debüt "Curse Of The Red River" (2010) mit dem Nachfolger nicht leicht gemacht, denn in der Folge mäandert der Eröffnungstrack verschlungen durchs musikalische Dickicht. Klargesänge (Mikko Kotamäkki ist da ganz wunderbar in seinem Element!), progressive Einschübe und Soli, vertrackte Drum-Beats und rockige ausufernde Passagen lassen den Song zu einem Gourmet-Monster mutieren, wenn ich das mal so unverblümt anachronistisch sagen darf. Natürlich bietet Mikko auch wieder seine düster verhallten, sehr tiefen Growls auf, kontrastiert die sanften Sequenzen damit trefflich. ⇒ weiterlesen

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Battlelore – "Doombound"

25. Februar 2011 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
CREMATORY-Bazillus

Keybords, eine bombastische Produktion und Zuckerwatte-Fräuleingesang schon nach wenigen Sekunden gefällig? Dann hört die Buben und Madeln von BATTLELORE, dem Lande der tausend Seen. Diese stets auf äußerst schmalem Kitschgrad balancierende Band, welche regelmäßig in die schwarze Schlucht stürzt, da der Inhalt einfach nicht über die Länge eines Albums trägt, lässt sich jedoch nicht entmutigen und dröhnt weiter wie zuvor, so auch auf dem neuen Longplayer "Doombound". Das erinnert an die nimmermüden Deutschen von CREMATORY, die ja auch keine Songs zu schreiben imstande sind, es jedoch immer wieder tun, mit entsprechendem Ergebnis. ⇒ weiterlesen

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Falkenbach – "Tiurida"

29. Januar 2011 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Tanz um die Donareiche

Falkenbach - "Tiurida"Eine neue FALKENBACH? Das bedeutet für den geneigten Hörer immer, das zu bekommen, was er erwartet, und zwar wirklich GENAU das. FALKENBACH spielen seit 21 Jahren immer mit dem gleichen bewährten Konzept. Pathos, Heldentum, Lagerfeuerfolklore, Epik, Kitsch, Natur, all diese Themen werden zu musikalischen Überlängetracks verwoben; heraus kommen immer hochmelodische Songs mit stets nur minimal variierenden Basisakkorden. Manchmal, wie auf dem neuen Album "Tiurida", werden die Black-Wurzeln der Viking-Paganer noch offenbar: denn in zwei Songs, "Time Of Dog And Wolf" sowie "In Flames" setzt es zu hymnischen Klangwänden feine giftige Vocals, was mir natürlich zusagt; endlich mal wieder Ungarn am Horizont… ⇒ weiterlesen

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Agalloch – "Marrow Of The Spirit"

25. November 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Harvester Of Sorrow, Pt. II: Projektor

Agalloch - "Marrow Of The Spirit"AGALLOCH aus den USA gehören eigenartigerweise seit Jahren zu den Kultbands innerhalb des Black Metal-Genre. Ob sie nun eher im Naturmusikalischen wildern, sich Klassikzitaten bedienen oder harscher Black Metal melancholische Urständ feiert, immer wurde kollektiv gejubelt seitens der sich gern philosophisch gerierenden Anhängerschar. Interessant war in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass AGALLOCH gern von Leuten gehört werden, welche auch NICK CAVE, CASH oder TOM WAITS zu ihren Favoriten zählen oder musikalische Mathematik der Sorte BJÖRK, PORTISHEAD oder NEUROSIS. Mir Philister gefielen die Alben von AGALLOCH auch, allerdings ganz konnte sich deren Magie mir nicht erschließen. "Marrow Of The Spirit" nun, das neue Album, eröffnet (erwartungsgemäß) mit Naturgeräuschen; Bachrauschen wird von Celloklängen kontrastiert ("They Escaped The Weight Of Darkness"). ⇒ weiterlesen

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Galar – "Til Heimsens Endar"

Die Schneekönigin ist stärker

Galar - "Til Heimsens Endar"Die Bergener Jungs von GALAR melden sich nach Jahren zurück. Mit Quietschegitarren, Folkklargesängen, hymnischen Parts und nordischem Säbelrasseln schlittern sie durchs nächtliche Narvik, an sämtlichen Invasoren vorbei, ihre heimatlich-aufständische Botschaft unters versteckte Volk zu bringen. Nun ja, ganz so kriegerisch sind GALAR keineswegs: man ertappt sich eher dabei, dieser Band eine gewisse Nähe zu Sogndal bzw. WINDIR zu attestieren. ⇒ weiterlesen

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Finntroll – "Nifelvind"

Die mit den Trollen tanzen

Finntroll - "Nifelvind"FINNTROLL aus dem Lande der tausend Seen müssen weit größere Erwartungen als andere Drachenbootverfechter erfüllen, wenn sie ein neues Album veröffentlichen. Denn zahlreiche Bands des Viking-Genres integrieren Folkpassagen in ein Korsett aus schwarzem Metall und rudern sozusagen in Trendgewässern. Wir erinnern uns, das Debüt von FINNTROLL war seinerzeit einer der Wegbereiter dieser Bewegung. Leider gelang es nur den Gründervätern der Bewegung, zu denen ich neben FINNTROLL bei aller Verschiedenheit auch EINHERJER, ENSIFERUM, MOONSORROW, MANEGARM, THYRFING und vielleicht noch KORPIKLAANI zählen möchte, Folkloreparts stimmig in härtere Musik zu integrieren. Inzwischen bedienen sich ja auch Mittelalterbands immer mehr dieser erfolgsträchtigen Mischung, zu der sowohl gefeiert wie gekämpft werden kann; und Pagan entstand im Grunde erst aus der Mixtur der Stile und mutierte zu einem der anspruchslosesten Segmente im Metalsektor. ⇒ weiterlesen

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Feuerschwanz – "Metvernichter"

Germany - One Point! (Part IV) - Schwanzgesteuerter Karneval

Feuerschwanz - "Metvernichter"FEUERSCHWANZ sind ein Phänomen. Es ist schon erstaunlich: selbst allerplatteste Texte und Musik so konsequent über Jahre auf solch bandtypisch-dilettantische Art und Weise dem reichlich irritierten Publikum anzubieten, das schaffen nicht viele Kombos. Und sie machen unbeirrt dort weiter, wo sie vor zwei oder drei Jahren aufhörten: das von eigentümlich intonierter Märchenstimme gesprochene Intro "Es War Einmal" eröffnet das neue FEUERSCHWANZ-Album dergestalt, dass sich allenfalls dreijährige zum Weiterhören entschließen werden.

Musikalisch minimalistisch mit oft wiederholtem "Met" und wenig erbaulichem Gesang, schiefer Instrumentierung und kolossal schlecht arrangierten Songs geht es durch ein imaginäres Mittelalter, das in etwa soviel mit Galgen, Zinnen, Pest, Markt, Schildbürgern, Wehrtürmen oder vermummten Fremdlingen zu tun hat wie Guido sein Westerwelle mit echter Arbeit. ⇒ weiterlesen

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