• MattHätte man kaum besser ausdrücken können. Fantastisches Album. Hier stimmt alles.
  • MattNach häufigem Hören des Albums muss ich von einer klaren Enttäuschung sprechen. Aalglatte Kompositionen, die...
  • WraithWarum soll das Modell einer Populationskontrolle generell schlecht sein, nur weil es in unseren Gesellschaften...
"Folk Metal"

Draumar – “Gebirge”

Kleine Ode an die Berge

Sieht man ins kunstvoll gestaltete Booklet von “Gebirge” könnte man glatt meinen, “so hat man den Harz noch nicht gesehen”. Kompliment an den Fotografen, der hier wirklich schöne Landschafts- und Gebirgsmotive eingefangen hat. Und sicherlich ist das tatsächlich abgebildete Gebirge ein Stück höher als der Harz, der auf dieser EP besungen wird. Für die musikalische Umsetzung setzen die bayrischen DRAUMAR wie gehabt stark auf orchestrale Elemente und gemäßigten Black Metal mit deutlichem Hang zu Folk und Pagan.

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Borknagar – “Urd”

27. März 2012 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Ode an Jotunheimen

Der Opener “Epochalyse” fuhrwerkt bereits mit allen Stilmitteln durchs nordisch-kahle Geäst, majestätisch, bombastisch, opulent. Die Norweger BORKNAGAR huldigen der ungezähmten Natur mit ihrer neuen Veröffentlichung “Urd” wieder einmal in Form dieser eigentümlichen Mixtur aus Psychedelic, Seventies Rock, Prog und Black Metal. Die diesmal aufgebotenen drei Vocalisten Simen “ICS Vortex” Hestnæs, Andreas “Vintersorg” Hedlund und Lars “Lazare” Nedland liefern sich von Anfang an packende Gesangsduelle. Auffallend ist der monumentale Touch, Klassik tönt im Hintergrund, man hat den Eindruck, direkt vor einen Lawinensteilhang auf die Nordseite eines Bergmassivs ungeheuren Ausmaßes versetzt zu werden.

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Barren Earth – “The Devil’s Resolve”

23. März 2012 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Blackwater Folk

Die ersten Takte von “Passing Off The Crimson Shadows”, der neuen BARREN EARTH-CD “The Devil’s Resolve”, erinnern schon an AMORPHIS in ihrer “Tuonela”-Phase. BARREN EARTH haben es sich nach ihrem sensationellen Debüt “Curse Of The Red River” (2010) mit dem Nachfolger nicht leicht gemacht, denn in der Folge mäandert der Eröffnungstrack verschlungen durchs musikalische Dickicht. Klargesänge (Mikko Kotamäkki ist da ganz wunderbar in seinem Element!), progressive Einschübe und Soli, vertrackte Drum-Beats und rockige ausufernde Passagen lassen den Song zu einem Gourmet-Monster mutieren, wenn ich das mal so unverblümt anachronistisch sagen darf. Natürlich bietet Mikko auch wieder seine düster verhallten, sehr tiefen Growls auf, kontrastiert die sanften Sequenzen damit trefflich.

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Battlelore – “Doombound”

25. Februar 2011 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
CREMATORY-Bazillus

Keybords, eine bombastische Produktion und Zuckerwatte-Fräuleingesang schon nach wenigen Sekunden gefällig? Dann hört die Buben und Madeln von BATTLELORE, dem Lande der tausend Seen. Diese stets auf äußerst schmalem Kitschgrad balancierende Band, welche regelmäßig in die schwarze Schlucht stürzt, da der Inhalt einfach nicht über die Länge eines Albums trägt, lässt sich jedoch nicht entmutigen und dröhnt weiter wie zuvor, so auch auf dem neuen Longplayer “Doombound”. Das erinnert an die nimmermüden Deutschen von CREMATORY, die ja auch keine Songs zu schreiben imstande sind, es jedoch immer wieder tun, mit entsprechendem Ergebnis.

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Falkenbach – “Tiurida”

29. Januar 2011 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Tanz um die Donareiche

Falkenbach - "Tiurida"Eine neue FALKENBACH? Das bedeutet für den geneigten Hörer immer, das zu bekommen, was er erwartet, und zwar wirklich GENAU das. FALKENBACH spielen seit 21 Jahren immer mit dem gleichen bewährten Konzept. Pathos, Heldentum, Lagerfeuerfolklore, Epik, Kitsch, Natur, all diese Themen werden zu musikalischen Überlängetracks verwoben; heraus kommen immer hochmelodische Songs mit stets nur minimal variierenden Basisakkorden. Manchmal, wie auf dem neuen Album “Tiurida”, werden die Black-Wurzeln der Viking-Paganer noch offenbar: denn in zwei Songs, “Time Of Dog And Wolf” sowie “In Flames” setzt es zu hymnischen Klangwänden feine giftige Vocals, was mir natürlich zusagt; endlich mal wieder Ungarn am Horizont…

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Agalloch – “Marrow Of The Spirit”

25. November 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Harvester Of Sorrow, Pt. II: Projektor

Agalloch - "Marrow Of The Spirit"AGALLOCH aus den USA gehören eigenartigerweise seit Jahren zu den Kultbands innerhalb des Black Metal-Genre. Ob sie nun eher im Naturmusikalischen wildern, sich Klassikzitaten bedienen oder harscher Black Metal melancholische Urständ feiert, immer wurde kollektiv gejubelt seitens der sich gern philosophisch gerierenden Anhängerschar. Interessant war in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass AGALLOCH gern von Leuten gehört werden, welche auch NICK CAVE, CASH oder TOM WAITS zu ihren Favoriten zählen oder musikalische Mathematik der Sorte BJÖRK, PORTISHEAD oder NEUROSIS. Mir Philister gefielen die Alben von AGALLOCH auch, allerdings ganz konnte sich deren Magie mir nicht erschließen. “Marrow Of The Spirit” nun, das neue Album, eröffnet (erwartungsgemäß) mit Naturgeräuschen; Bachrauschen wird von Celloklängen kontrastiert (“They Escaped The Weight Of Darkness”).

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Galar – “Til Heimsens Endar”

Die Schneekönigin ist stärker

Galar - "Til Heimsens Endar"Die Bergener Jungs von GALAR melden sich nach Jahren zurück. Mit Quietschegitarren, Folkklargesängen, hymnischen Parts und nordischem Säbelrasseln schlittern sie durchs nächtliche Narvik, an sämtlichen Invasoren vorbei, ihre heimatlich-aufständische Botschaft unters versteckte Volk zu bringen. Nun ja, ganz so kriegerisch sind GALAR keineswegs: man ertappt sich eher dabei, dieser Band eine gewisse Nähe zu Sogndal bzw. WINDIR zu attestieren.

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Finntroll – “Nifelvind”

Die mit den Trollen tanzen

Finntroll - "Nifelvind"FINNTROLL aus dem Lande der tausend Seen müssen weit größere Erwartungen als andere Drachenbootverfechter erfüllen, wenn sie ein neues Album veröffentlichen. Denn zahlreiche Bands des Viking-Genres integrieren Folkpassagen in ein Korsett aus schwarzem Metall und rudern sozusagen in Trendgewässern. Wir erinnern uns, das Debüt von FINNTROLL war seinerzeit einer der Wegbereiter dieser Bewegung. Leider gelang es nur den Gründervätern der Bewegung, zu denen ich neben FINNTROLL bei aller Verschiedenheit auch EINHERJER, ENSIFERUM, MOONSORROW, MANEGARM, THYRFING und vielleicht noch KORPIKLAANI zählen möchte, Folkloreparts stimmig in härtere Musik zu integrieren. Inzwischen bedienen sich ja auch Mittelalterbands immer mehr dieser erfolgsträchtigen Mischung, zu der sowohl gefeiert wie gekämpft werden kann; und Pagan entstand im Grunde erst aus der Mixtur der Stile und mutierte zu einem der anspruchslosesten Segmente im Metalsektor.

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Feuerschwanz – “Metvernichter”

Germany – One Point! (Part IV) – Schwanzgesteuerter Karneval

Feuerschwanz - "Metvernichter"FEUERSCHWANZ sind ein Phänomen. Es ist schon erstaunlich: selbst allerplatteste Texte und Musik so konsequent über Jahre auf solch bandtypisch-dilettantische Art und Weise dem reichlich irritierten Publikum anzubieten, das schaffen nicht viele Kombos. Und sie machen unbeirrt dort weiter, wo sie vor zwei oder drei Jahren aufhörten: das von eigentümlich intonierter Märchenstimme gesprochene Intro “Es War Einmal” eröffnet das neue FEUERSCHWANZ-Album dergestalt, dass sich allenfalls dreijährige zum Weiterhören entschließen werden.

Musikalisch minimalistisch mit oft wiederholtem “Met” und wenig erbaulichem Gesang, schiefer Instrumentierung und kolossal schlecht arrangierten Songs geht es durch ein imaginäres Mittelalter, das in etwa soviel mit Galgen, Zinnen, Pest, Markt, Schildbürgern, Wehrtürmen oder vermummten Fremdlingen zu tun hat wie Guido sein Westerwelle mit echter Arbeit.

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Saltatio Mortis – “Wer Wind sæt”

18. Januar 2010 | Garbage Day! » Musikrezensionen | 5 Kommentare
Germany – One Point! (Part III) – Geradewegs in die Sickergrube

Saltatio Mortis - "Wer Wind sæt"Ich habe nichts gegen die Leute hinter SALTATIO MORTIS, das vorweg. Wenn ich Reviews zu Mittelalter-Kombos oder Gothic-Spezialisten schreibe, wird mir regelmäßig vorgeworfen: “Hey, wenn du das Genre nicht leiden kannst, lass das einen rezensieren, der das mag!” Oder “Du hast keine Achtung vor der Arbeit anderer”. Oder “Du kannst die Band nicht leiden, also lass es”. Nun, in den Aussagen stecken durchaus Wahrheiten drin. Allerdings: auch solcherart Musik sollte von skeptisch-kritischen Personen besprochen werden und nicht von Fans (man denke an die lausigen Fan-Lobeshymnen auf die schrecklichen PUR); außerdem sind die Subgenres Pagan, Mittelalter oder Gothic per se stark limitiert; weder sind die Musiker sonderlich ausgebildet, inspiriert oder im geringsten kreativ zu nennen (dann wären sie nämlich in einem anderen Genre tätig), noch können die aus solch einem Dilettantentum entstandenen Leistungen einen Kritiker, welcher über den Tellerrand sieht (Sapere Aude!), überzeugen.

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Månegarm – “Nattväsen”

27. Dezember 2009 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Her mit Manne sein Arm! Und wo ist Manne sein Garn?

Månegarm - "Nattväsen"Auch die früher einmal sehr wilden und nun doch ein wenig domestizierten Wikinger-Schweden scheuen sich nicht ihr neues Opus “Nattväsen” mit einem beinahe Western-kompatiblen Intro (ähnliche Anspielungen mögen ja auch die Finnen von ENSIFERUM) anzureichern; sie bieten erstaunlich viel Groove und gehen hymnisch fein zur Sache, wählen wir “Bergagasten”, einen treibenden, einige Wut aus älteren Zeiten transportierenden Track. Auf Zierrat wird verzichtet; die Hooks und der heisere Gesang hypnotisieren. Klar, dass auch gern die melodischen Chöre heldischer Natur aufgefahren werden; hier befinden wir uns in Wikingerland. Die Fiedel begleitet; allerdings im Hintergrund, nicht ganz so auftrumpfend wie zuletzt. Da wirkte der Einsatz des Streichinstruments manchmal zu aufdringlich zu überzeichnet im Gesamthörbild.

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Fjoergyn – “Jahreszeiten”

11. November 2009 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Die Tragödie der Selbstverfallenheit

Fjoergyn - "Jahreszeiten"“Ernte Im Herbst” und “Sade Et Masoch” hatten diese eigentümlich faustische Mischung von kitschiger Verführung durch Romantik, herbstlich-opulente Atmosphäre und intelligente musikalische Arrangements. Ganz sicher war ich mir nie, sind FJOERGYN nun wirklich gut oder doch ein wenig dilettantisch, wie man es ja z.B.  auch solchen Bands wie EMPYRIUM oder FALKENBACH durchaus vorwerfen darf. “Jahreszeiten – Die Welt in vier Kapiteln” nennt sich nun das dritte Album dieser Folk-Metaller. “Auf Bald…” fährt wieder Flüstergesänge, wütendes Fauchen, Akustikparts, Black Metal und Atmosphärenpassagen auf, welche wir von FJOERGYN gewohnt sind. Allerdings sind die Pole auseinandergerückt, der sanfte Anteil wird noch zarter, die Ausbrüche noch harscher vorgetragen.

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Mistur – “Attende”

7. Oktober 2009 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Die Erben von WINDIR

Mistur - "Attende"“In den besten Momenten klingen MISTUR so herrlich majestätisch und erhaben, dass einem kalte Schauer über den Rücken laufen (wie im Opener “Slaget” und vor allem in “Armod”).” Das schrieb jüngst Meister Eckart von metal.de über “Attende”, das neue MISTUR-Album. Blicken wir kurz zurück und überprüfen wir dann dieses Statement.
“Skoddefjellet”, das verheißungsvolle Demo der Norweger, erschien vor nunmehr vier Jahren. Und wir erinnern uns: nach dem Tod von Valfar entstiegen der Asche von WINDIR diverse Nachfolgebands. Die bekannteste dürfte VREID sein. Auch COR SCORPII und SIGTYR kamen aus dem WINDIR-Umfeld und integrierten Einflüsse des Meisters. WINDIR inspirierten aber auch EMANCER und eben MISTUR.

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Ensiferum – “From Afar”

7. September 2009 | Musikrezensionen | 2 Kommentare
Auch Cowboys dürfen mitspielen!

Ensiferum - "From Afar"Der heißeste Tag des Jahres und ENSIFERUM im CD-Schacht? Im Grunde kein wirklicher Widerspruch. Denn das neue Album der finnischen Nordmänner glitzert, glänzt und funkelt, wie es nur in farbenfrohen Jahreszeiten möglich ist; die Sonne gehört hier zum Programm. Vielleicht passt der Frühling noch besser als der Spätsommer zu dieser offensiven Viking Metal-Ausrichtung? Oder doch nicht? Man denke an die melancholischen oft besungenen Aspekte von “Summers End”…

“Victory Songs” galoppierte ja schon durch den grüngoldenen Buchenhain und weil es ENSIFERUM nun mal gefällt, ständig herumzureiten, zu jagen, Leute zu Festen einzuladen, Schwerter gefällig in den vom Kampf stets verschonten Händen zu wiegen und ein Hoch nach dem anderen auf das beschwingte Leben (und nicht auf den Donnergott) zu erheben, so wird auch auf “From Afar” wieder reichlich genannten regressiven Jungmännerinstinkten gefrönt.

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Glittertind – “Landkjenning”

Von Augenklappen, Holzbeinen, Enterhaken

Glittertind - "Landkjenning"Eigenartige Klänge bescheren uns GLITTERTIND aus Norwegen. Mit viel Pathos und weiten Melodielinien, welche durchaus schräger Natur sein können, wird uns eine Mixtur aus Folk-Rock und beinahe punkartigen Eskapaden geboten. Das tönt so manches Mal mehr als seltsam.

Nehmen wir “Nordafjells”: klare Gesänge zu akustischr Begleitung führen mitten hinein ins Wikingerland. Metallische Gitarren sägen dazwischen. Die folkloristischen Elemente bilden Zierrat; die klassischen Instrumente die Brücke in die Vergangenheit. Der Tempowechsel, der Übergang zum Tanz ist nett platziert. Die Hörner sind mir zu schrill, aber gut, vielleicht waren die Wikinger ja in Panik, als sie zum ersten Male Indianer sahen.

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