• valerie renayTake a look! http://www.youtube.com/watch?v =vViinMt156s
  • MEAuch hier gilt: die Version mit Bonus greifen! ‘Age Of Creation’ ist ein wunderbarer Achterbahn-Track,...
  • MEAuch für dieses Album gilt: die edle Digifassung mit Bonustrack ‘Tired Bones’ (lässig-schwerer...

Experimental

The Mount Fuji Doomjazz Corporation – “Егор (Egor)”

27. April 2012 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Jazz-Grüße aus Moskau

Der Teaser ist kein billiges Wortspiel – das neue (Live-)Album der MOUNT FUJI DOOMJAZZ CORPORATION entstand tatsächlich in einer Livesession im DOM-Theater. Und irgendwie dokumentiert es eine interessante Wellenbewegung im Schaffen des mittlerweile zum Ensemble gewachsenen Projekts von Gideon Kiers und Jason Kohnen. Wir erinnern uns: Das erste Album war noch eine äußerst experimentelle Live-Ambient-Drone Geschichte, die mit Jazz im Prinzip nichts zu tun hatte, auch wenn Projektname und Albumtitel natürlich unschlagbar cool sind.

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Max Bondi – “Convolution”

19. April 2012 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Minimalistisches Experimentalwerk

Schwierig, schwierig. MAX BONDI wirft uns mit seiner mathematikverliebten zweiten Platte einen ganz schön schwerverdaulichen Brocken vor die Füße. Statt Funktionsfaltung gibt es auf “Convolution” quasi Hirnfaltung. Das Album, welches in einer liebevoll hergerichteten und stark limitierten CD-Auflage erscheint, wird vor allem durch seinen Experimentalcharakter bestimmt.

Wer auf Drones, Feedbacks und Ambientschwingungen steht, kann hier vorsichtig ein Ohr riskieren.

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Goatpsalm – “Erset La Tari”

Pestrituale

Krankheit, Tod und Hölle. In diesem Bermudadreieck fischen GOATPSALM, und ihre Klänge sind alles andere als versöhnlich. Das illustre Kollektiv, dessen Musiker auch in zahlreichen anderen Projekten ihr Unwesen treiben (u.a. KARNA) hat sich selbst dem ‘death industrial’ verschrieben. Nimmt man noch die als Einflüsse zitierten Bands hinzu (In Slaughter Natives, Archon Satani, Karjallan Sissit), ahnt man, was damit gemeint sein könnte.

GOATPSALM entfachen auf ihrem Album “Erset La Tari” eine giftige Melange schwarzer Tonkunst, die man zuletzt u.a. auch auf ADERLATINGs aktuellem Album “Spear Of Gold And Seraphim Bone” hören kann.

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Povarovo – “Tchernovik”

15. März 2012 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Horror Jazz im Abgrund

Düstere Jazzklänge und klaustrophobische Kammermusik ist längst kein Phänomen mehr und scheint auch langsam seinen Exotenstatus abzuschütteln. Immer mehr Bands und Soloprojekte treten seit Jahren hervor um den Hörer auf die dunkle Seite der Straße zu ziehen, auf der einst nur Bohren & Der Club of Gore flaniert sind. Als bei denen nach Death Metal, Hardcore und einer aggressiven Jazzplatte die Lichter ausgingen, ging vielen Musikern verstreut über Europa offenbar ein Licht auf. Bohren zeigten, wie man Dunkelheit vertonte und fanden begeisterte Nachahmer.

Ziemlich obskure Vertreter dieser Klangkunst findet man in Form von POVAROVO, einem russischen Trio, die gerne mal mit Bergsteigerlampen vor dem Laptop abhängen, aber ansonsten ihre Personen in den Hintergrund stellen.

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Swans – “Soundtracks For The Blind”

Avantgardistische Klangkunst par excellence

Die New Yorker SWANS haben viele Episoden in ihrem Band-Dasein durchgemacht und auch die beteiligten Musiker, allen voran natürlich Sänger und Hauptsongwriter Michael Gira, hatten nicht nur einschlägige musikalische Erlebnisse und Begegnungen, sondern auch persönliche Abgründe erlebt, deren Reflexionen immer wieder in die Musik der Avantgarde-Künstler eingeflochten sind. Das Doppelalbum “Soundtracks For The Blind”, dessen Titel auf die Erblindung des Vaters von Michael Gira zurückzuführen ist, ist eines der besten Beispiele für die Vielseitigkeit der Band, vereint es doch sämtliche Facetten der bekannten und unbekannten SWANS-Episoden. Lyrisch und thematisch findet man hier ebenso hohen Wert wie musikalisch. Selbst entdecken heißt das Zauberwort.

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Strange Attractor – “Everything Is Closer” / “Mettle”

25. Januar 2012 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Niederländische Jazz-Soundtracks

Als Fan der deutschen Industriallegende (ich erhebe sie einfach mal in diesen Status) PHALLUS DEI war ich vor vielen Jahren natürlich daran interessiert, was die Herren sonst noch treiben, wenn sie schon keine neuen Alben unter diesem Namen aufnehmen. Und wie der Zufall es so wollte, stieß ich wenig später auf ein Projekt, welches meine Durststrecke nach dem Verschwinden von Matt Coopers OUTSIDE beendete: STRANGE ATTRACTOR.

Der Name liebäugelt mit Mathematik und Chaostheorie, die Songtitel bisweilen mit Psychologie. Von kalten, maschinellen Klängen ist hier unter den Händen von Richard Van Kruysdijk und Niels van Hoorn jedoch nichts zu spüren, aber die Synthesizer sind quicklebendig.

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Niggas With Guitars – “Ethnic Frenzy”

21. Januar 2012 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Klangcollage als Prinzip

Obskurer Humor für obskure Musik. Liest man NIGGAS WITH GUITARS, wirkt das erstmal wie ein mentaler Stolperstein. Dazu kursieren verballhornende Fotocollagen im Netz, und einige Coverartworks lassen erkennen, dass es sich bei den ominösen Gitarren auch gern mal um schußgewaltige Bordkanonen handelt, mit denen man den Dschungel umpflügen kann. Einen echten Zusammenhang aber scheint es nicht zu geben, weder vom Namen zur Musik, noch zum Artwork oder den einzelnen Titeln. Die Collage ist also nicht nur visuell, sondern das Prinzip.

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Dale Cooper Quartet and The Dictaphones – “Métamanoir”

13. Dezember 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Licht ins Dunkel

Vor einem Jahr haben uns Denovali bereits zum Vorglühen gebracht, nun ist fünf Jahre nach “Parole De Navarre” endlich das zweite Album vom DALE COOPER QUARTET erschienen. Dark Jazz und Ambient lautete einst die Losung, der die Franzosen auch heute noch treu sind. Doch das Leben ist nicht ohne Veränderungen, und so ist es auch die Musik. Schon die ersten Töne von “Métamanoir” lassen erkennen, dass sich das Kollektiv vom düster zelebrierten Cool Jazz entfernt hat und nun auf gewisse Weise wesentlich aufgeschlossener klingt.

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White Darkness – “Tokage”

13. November 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Doomjazz abandoned

Mundharmonika, verzweifeltes Piano, vibrierendes Schlagwerk in Doom-Geschwindigkeit und verirrte, dissonante Klänge – dazu kryptische Songtitel, die mehr von der sterilen Kälte einer Programmiersprache denn einfühlsamer Poetik in sich tragen. Darkjazzer Jason Köhnens neues Projekt WHITE DARKNESS ist eine Herausforderung, eine experimentelle und seltsam subtile tour de force, auf der Metalfragmente an elektronischen Noisekulissen entlangschrammen.

“Tokage” ist voll von Déjà-vu-Momenten. Mal erinnern die zarten, verhallten Klänge an LYCIAs frühe Tage, ein anderes Mal driftet der kratzbürstige Flüstergesange in schwarze Gefilde, genau wie man es von Rachael Kozak alias Hekate in TREACHERY kennt.

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Olekranon – “Bilal”

Klanggewalt in Aquarellfarben

Ein Projekt, von dem es keine Webpräsenz zu finden gibt, und dessen Label ebensowenig in der digitalen Sphäre vorhanden. Das ist auch mal konsequent. Die analog-zu-digital Propaganda scheint dennoch ganz gut zu funktionieren, denn über OLEKRANON, das Projekt des US Amerikaners Ryan Huber, wurde schon so einiges geschrieben. Huber ist u.a. auch als BOBCRANE, VOLPAT und GRATTON aktiv. Wenn ich nicht ganz daneben liege, müsste “Bilal” sein bisher viertes Album als Olekranon sein.

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Autechre – “Move Of Ten”

Mehr als nur eine EP

Parallel zu ihrem sehr gelungenen Album “Oversteps” haben die britischen Klangkünstler Rob Brown und Sean Booth alias AUTECHRE gleich noch eine EP ins Rennen geschickt. “Move Of Ten” betitelt ergibt sich das Duo auf eine kleine Reise zurück in ihre Vergangenheit. Nein, die Stücke sind nicht alt, sie sind sogar Überschüsse aus den “Oversteps”-Sessions, aber sie beinhalten teilweise mehr den Spirit früher Tage als der reguläre Albumstoff. Hier werden verkantete, abstrakte Beats, bzw. Rhythmen noch größer geschrieben und ausgiebig und intensiv zelebriert. Heute könnte man AUTECHRE als die ultimativen Sound-Dekonstrukteure bezeichnen, denn sie lassen auf ihren Releases stets kein Stein, will sagen kein Ton auf dem anderen. Alles vom Beat bis zur kleinsten Melodie wird kräftig durch den Reißwolf gedreht, bis am Ende eine völlig neuartige Konsistenz herauskommt, mit der man sich erst einmal anfreunden muss; jedesmal aufs Neue und so auch auf “Move Of Ten”.

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Grails – “Redlight”

Die große Kunst der perfekten Atmosphäre

GRAILS gehören meiner Meinung nach zu den ganz Großen der weiten Post-Rock-Szene, denn sie sind eine der (leider) recht wenigen Bands, die sich im Laufe der Jahre eigene Charaktermerkmale erspielt haben und diese von Album zu Album stets verfeinern. GRAILS agieren zudem grenzüberschreitend und es wäre vermessen zu behaupten, dass sie nur einem Genre zugehörig sind. Nur die Schublade Post-Rock wäre eine schlichtweg inkorrekte Bezeichnung. GRAILS wildern im Jazz, in der Prog-Ecke, im Alternative Rock, überall dort, wo sie meinen, etwas für sich herausziehen zu können. Sie bauen avantgardistische Elemente ein, agieren experimentell und dabei stets aufgeschlossen.

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Nadja – “Sky Burial”

Anstrengend und fesselnd zugleich

Aidan Baker und Leah Buckareff sind wohl unbestritten als Meister des Drone (-Metal und -Rock) zu bezeichnen. Nicht so simpel wie SUNN O))) aber dennoch keineswegs weniger intensiv. bezeichnend ist bei NADJA, dass es hier vordergründig um die Vermittlung von Atmosphäre und eben Feeling geht. Spieltechnische Finessen darf und sollte man nicht erwarten, denn diese sieht dieser Stil nicht vor, sondern eher, dass mit den genutzten Instrumenten eine kleine oder auch große Klangwelt erschaffen wird, die alleine für sich wirken und den Hörer eben in ihren atmosphärischen Bann ziehen soll.

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Grails – “Deep Politics”

16. März 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Große musikalische Kunst

Es ist immer wieder spannend, wenn die aus Portland stammenden Experimental-, bzw. Instrumental-Rocker GRAILS mit neuer Musik um die Ecke kommen. Das Anhören eines neuen Albums dieser Band ist wie das Öffnen eines Überraschungspakets, und die Frage dabei ist eigentlich nicht, ob das neue Album gut ist, denn das ist sie mit Sicherheit, wie es die Geschichte von GRAILS bislang gelehrt hat, sondern was sich die Musiker haben einfallen lassen um erneut zu überzeugen.

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Pyramids – “Pyramids”

22. Februar 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Befremdliche Kunstwelten

Himmel, PYRAMIDS aus Denton/U.S.A. machen es einem wahrlich nicht leicht. Die Band verschreibt sich experimentellen Klängen, die irgendwo am weiten Rande der sogenannten Post-Genres entstehen. Es lässt sich eindeutig nicht definieren, ob es überhaupt angebracht ist, das Vorwort “Post-” zu benutzen, denn PYRAMIDS agieren tatsächlich noch einmal jenseits dieses Begriffes. Die Musik ist nach herkömmlichen Maßstäben kaum kategorisierbar, was allerdings nicht unbedingt ein Garant für außerordenltiche Qualität ist, sondern nicht nur oberflächlich etliche Fragen und Fragezeichen aufwirft.

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