• U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)
  • Amorphis – „Under The Red Cloud“Das Album geht vom ersten Hör an dermaßen geil rein, daß man befürchtet, daß es sich ebenso schnell wieder abnutzt. Aber das Gegenteil ist... (Ghosti)
"Experimental"

Kurz notiert #46

Moon Duo - "Occult Architecture Vol. 2"Moon Duo – "Occult Architecture Vol. 2"
Psychedelic, Indie Pop (Sacred Bones Records, 2017)

Das dynamische MOON DUO trumpft mit seinem zweiten Teil der okkulten Architektur auf. Natürlich geht es wieder psychedelisch zu und ebenfalls teilen sich elektronische Tasteninstrumente und Gitarren das Hauptaugenmerk. Im Gegensatz zum Vorgänger sind auf Teil 2 lediglich fünf Stücke enthalten, die jedoch durch Überlänge glänzen und dadurch den psychedelischen Aspekt wunderbar ausreizen. Insgesamt wirkt dieser Teil ein wenig geschmeidiger und fast schon lieblich. Man hat nicht selten das Gefühl, zurück in den 60ern zu sein, wäre da eben nicht der Einsatz der Synthesizer. Die perfekte Ergänzung zum ersten Teil und somit unbedingt im Doppelpack zu empfehlen! ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #42

Fleece - "Voyager"Fleece – "Voyager"
(Eigenproduktion, 2017)

Ein wunderbar eigenständiges Album hat dieses Trio aus Montreal kreiert. Die sehr gelungene Mischung aus Indie, Jazz, Alternative und Psychedelic hat es in sich. Gefühlvolle Passagen werden von verspielten Jazzy-Parts abgelöst, nur um in einen kurzzeitigen, psychedelischen Rausch zu verfallen, der wiederum von einem Alternative-Riff ins Klare zurückgelotst wird, bevor es erneut Raum für lockere Melodien gibt. Der Gesang hätte auch von einer Prog-Rock-Combo stammen können, denn seine Mischung aus '60s-Vibes mit Indie- und Jazz-Touch machen auch hier eine große Vielfalt deutlich, und das, obwohl das gesangliche Spektrum nicht sonderlich weit ist. Absolute Empfehlung für alle, die es gerne außerhalb der Norm mögen und dennoch auf Qualität großen Wert legen. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #33

No Sun - "If Only"No Sun – "If Only"
(The Native Sound, 2017)

Beim Hören von "If Only" fallen einem sofort Vergleiche zu Bands wie NOTHING oder SLOWDIVE ein, aber die Musik der Band aus Salt Lake City so einfach mit Namedropping abzuhandeln, würde ihren Qualitäten nicht gerecht werden. Die Mischung aus knackigem Alternative, inklusive harten Riffs und verträumtem Shoegaze ist gut ausgelotet und verfehlt seine Wirkung zu keiner Sekunde. Der relativ schmutzige Sound ist dabei der Kern, der die gelungene Stimmung des Albums ausmacht. Der Gesang ist meist verhallt und leicht zurückgstellt, was einen Depri-Effekt hervorruft und zum Träumen einlädt. Es ist schön zu hören, dass Musik, die eben nicht völlig glattpoliert ist, viel mehr Tiefensubstanz besitzt, als supermoderne High-Tech-Produktionen. ⇒ weiterlesen

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Swans – "The Gate"

16. Februar 2016 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Auftakt zum letzten Akt?

Swans - "The Gate"Mit "The Gate" erscheint der Auftakt zum finalen Werk der jetzigen personellen Formation der SWANS, welches für die Veröffentlichung im Mai 2016 angekündgt ist. Erneut soll vorliegendes Pre-Album, ebenso wie seinerzeit auch schon "I Am Not Insane" als Vorbote zu "My Father Will Guide Me Up A Rope To The Sky", "We Rose From Your Bed With The Sun In Our Head" als Stimmungsmacher für "The Seer" und "Not Here / Not Now" als Vorspiel zu "To Be Kind", Geschmack auf das kommende, noch unbetitelte Werk der New Yorker Avantgardisten um Michael Gira machen. Ob dies dann, wie eingangs angedeutet, tatsächlich das letzte offizielle Album sein wird, das die Band veröffentlicht, bleibt abzuwarten. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #10

MAЇAK - "A Very Pleasant Way To Die"Maïak – "A Very Pleasant Way To Die"
(Fluttery Records, 2015)

Fukushima. Tschernobyl. Das dürften wohl die ersten Assoziationen sein, die die meisten Menschen zum Thema Atomunfälle herstellen. Weniger bekannt, dank jahrzehntelanger sowjetischer Geheimhaltung, ist die Atomanlage Majak, in der sich vor nunmehr fast 60 Jahren der sog. 'Kyschtym-Unfall' ereignet hat. Laut INES-Skala der drittschwerste, aber wenn man noch an die Problematik des Karatschai-"Beton"-Sees denkt, dann kann einem sehr unwohl werden. Die Schweizer Postrocker haben sich diesen symbolträchtigen Namen verpasst, der zusammen mit dem Albumtitel mehr als ironisch wirkt. Ironie beherrscht auch die Titel der fünf Instrumentalstücke, wie z.B. "We All Live In A Yellow Kursk". Das Quartett spielt astreinen, atmosphärischen Post-Rock, der alle Kontraste von fast kammermusikartigen Sequenzen über elegische Ambientpassagen bis hin zu aggressiven Powerchord-Attacken ausleuchtet – bisweilen ungestüm und roh. Unkontrollierte Ausbrüche – da wären wir auch wieder beim passenden Namen. ⇒ weiterlesen

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Merry Onette – "In Concrète Minor"

Genreübergreifend im wahrsten Sinne

Merry Onette - "In Concrète Minor"Onette du Joyeux aus Pittsburgh ist zwar schon seit einigen Jahren mit ihrem Projekt MERRY ONETTE aktiv, doch die Debüt-EP erschien erst im letzten Dezember. Ein aufgeschlossenes Werk für aufgeschlossene Hörer, soviel ist sicher. Unter den zahlreichen Einflüssen und Genrekategorien, die Onette auflistet (und die vermutlich längst nicht ausreichen), trifft es wohl die Bezeichnung "Cross-Genre" am besten. Schranken gibt es bei ihr keine. ⇒ weiterlesen

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Sielwolf & Nam-khar – "Atavist Craft"

Maschinenrituale

Sielwolf & Nam-khar - "Atavist Craft"Die Rückkehr von SIELWOLF. Das war sicherlich nicht nur für mich eine Überraschung, die ich hier schon ehrlich bekundet habe. Vor mehr als 20 Jahren bin ich zum ersten Mal mit ihnen in Kontakt gekommen. Die Zeit obskurer Industrial-Sampler, die man mit etwas Glück finden musste. Allerdings auch die Zeit, in der Stadtmagazine noch über solche Projekte berichtet haben. So einen Namen liest man, und vergisst ihn nie wieder. Zur Jahrtausendwende war die Sammlung im Regal dann komplett – zu dem Zeitpunkt waren SIELWOLF aber längst Geschichte.

Bis dahin hatte sie die Reise zu Labels wie Parade Amoureuse und Cashbeat geführt – auch längst verblichen. Die Reise selbst: Eine Tour de force des Industrial (Metal), mechanischer Avantgarde, experimenteller Elektronik, Techno, House, Dark Ambient. Nichts, was sich in drei Sätzen angemessen erklären lässt. ⇒ weiterlesen

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Biosphere + Deathprod – "Stator"

14. März 2015 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Experimentelle Zusammenkunft

Biosphere + Deathprod - "Stator"Vor knapp einem Jahr angekündigt, in Kürze erhältlich: "Stator", das neue Split-Album der norwegischen Ambient-Veteranen BIOSPHERE und DEATHPROD. Es ist das zweite Zusammentreffen der beiden auf einem Album nach "Nordheim Transformed" (1998, Rune Grammofon). Gleichzeitig markiert es auch die "Rückkehr" von Helge Sten alias DEATHPROD, liegt doch sein letztes reguläres Album unter diesem Namen bereits über zehn Jahre zurück. Er ist auf "Stator" mit vier Tracks vertreten, Geir Jenssen alias BIOSPHERE mit dreien. ⇒ weiterlesen

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Sound Awakener – "September Traveler"

12. März 2015 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Experimenteller Foto-Soundtrack

Sound Awakener - "September Traveler"Erweckung von Klängen, Klänge für unbewegte Bilder. Auch das Stilleben eines Fotos kann durch Musik auf ganz eigene Art in Bewegung geraten, wenn visuelle und akustische Reize sich überlagern. Bei "September Traveler" geht es genau darum. Es ist eine Zusammenstellung von experimentellen Stücken, größtenteils aus den Jahren 2011 bis 2012. Zu hören waren sie vor kurzem auf der Fotoaustellung "What dreams are made of" von Irene Cruz in 'The Ballery', Berlin.

Die Musikerin hinter dem Namen SOUND AWAKENER ist Nguyễn Hồng Nhung aus Hanoi, Vietnam. ⇒ weiterlesen

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Lerin / Hystad – "Amaterasu"

Skandinavier in Japan

Lerin / Hystad - "Amaterasu"Zwei Nordlichter im fernen Osten: Der Schwede Simon Torssell Lerin und die Norwegerin Bettina Hvidevold Hystad sind seit 2010 ein musikalisches Duo. Auf dem ersten Album ging es Richtung China ("Mount Buzhou"), das zweite zeigt sich deutlich inspiriert durch die japanische Kultur. Das fängt beim Albumtitel an, der eine japanische Sonnengöttin bezeichnet, während die Titel der Songs von Stadtteilen und Straßen Tokios abgeleitet sind.
Die Verbindung ist für die beiden nicht neu, haben sie doch im Dezember 2013 ein aufwändig gestaltetes Vinyl-Boxset mit Damo Suzuki (genau der von CAN) veröffentlicht, inklusive eines Buches über ihn, verfasst von Lerin und Hystad. ⇒ weiterlesen

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Ariadne – "Ex Tempore"

17. Februar 2015 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Faszinierende Kontraste

Ariadne - "Ex Tempore"ARIADNE sind Christine Lanx und Benjamin Forest aus Brooklyn, New York. Ihre aktuelle EP entfaltet eine geradezu magische Wirkung, denn hier treffen musikalische Elemente zusammen, wie man es wohl selten hört. Fast schon engelsgleicher Gesang mit sakraler Tiefe, untermalt von experimenteller, minimaler Elektronik zwischen IDM, Glitch und Noise.

Es sind drei Stücke von fesselnder Schönheit, von einer musikalischen Ästhetik, bei der traditionelle, anglikanische Choräle mit technisch erzeugten Klängen zusammenfinden. ⇒ weiterlesen

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Dale Cooper Quartet & The Dictaphones / Witxes – "Split"

12. Februar 2015 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Zweifache Jazz-Drone-Ambient Fusion

Dale Cooper Quartet & The Dictaphones / Witxes - "Split"Eine Split-LP aus dem Hause Denovali, eine, bei der die Trennung nur in den unterschiedlichen Seiten der Platte besteht. Was das DALE COOPER QUARTET & THE DICTAPHONS und WITXES hier fabrizieren, könnte man als Remix/Rework-Split bezeichnen. Beide Künstler haben sich jeweils einen Track des anderen vorgenommen und sich komplett zu eigen gemacht.

Für das DALE COOPER QUARTET war es Witxes Track "The Apparel" (vom aktuellen Album "A Fabric of Beliefs"), der sich in vielen Aufnahmesessions zum Stück "Le Strategie Saint-Frusquin" verwandelt hat. ⇒ weiterlesen

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Ana Bogner – "Multiple Proportions"

11. Februar 2015 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Poetisches Kleinod

Ana Bogner - "Multiple Proportions"Hauchzarter Gesang, ein hauchzarter Beat, dazu diffuses Ambient-Wabern – so stellt sich ANA BOGNER im ersten Song ihrer EP vor. "I Can Hear The Wind" ist der Auftakt zu einer lyrischen Reise, die man nur schwer einordnen kann. Minimale, experimentelle Töne sind es, die hier auf Tasten oder Saiten angeschlagen werden, aber sie sind immer harmonisch. Es ist ein Kammerstück der Kontraste, ein Strom von Wärme wie in "In Circles" oder der angespannten Atmosphäre von "Monsters". In den vier Songs steckt etwas Ungreifbares, Poetisches, Geisterhaftes, Unscheinbares. Ein Hauch Magie. ⇒ weiterlesen

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Ima Robot – "Another Man's Treasure"

18. Dezember 2014 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
An der Erwartungshaltung gescheitert

Ima Robot - "Another Man's Treasure"Nachdem die bislang recht unbekannte Truppe aus Los Angeles mit "Greenback Boogie" (nicht auf diesem Album) das Titellied zur vorzüglichen Anwalts-Serie Suits beitragen durfte, musste man sich als Alternative-Hörer plötzlich auch mit dem Namen IMA ROBOT auseinandersetzen. Ihr bislang letztes Album "Another Man's Treasure" rückte in den näheren Interessenbereich und so lag es auf der Hand, das Teil einmal näher anzutesten und abzuchecken, ob die Band tatsächlich so stark klingt wie auf besagtem Serientitel. ⇒ weiterlesen

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Svarta Stugan – "EP3: Aspects Of Our Future Lives"

23. November 2014 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Twin Peaks, Blade Runner und Twee Noise

Svarta Stugan - "EP3: Aspects Of Our Future Lives"Twin Peaks und Blade Runner, das war es. Zwar haben David Lynchs Kultserie und Ridley Scotts Kult-Science-fiction Film keine offensichtlichen Gemeinsamkeiten, aber für die Schweden waren beide Einflußgeber für ihre Veröffentlichungen. Ihre 2012 gestartete EP-Trilogie findet nun mit "Aspects Of Our Future Lives" ihren Abschluß.

Schon mit dem ersten Stück "Neo-Futuristic" wird klar, was die Band mit der eigenen Beschreibung 'twee noise' zu meinen scheint: süßer Lärm, eine höchst eigenwillige Mixtur von Elementen aus Post-, Noise und Alternative Rock ⇒ weiterlesen

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