• Aquilus – „Griseus“Ein richtig schönes Album (sofern man das überhaupt bei dieser Art Musik so sagen darf), majestätisch, erhaben, schwermütig, aber auch bitter und... (Matthias)
  • Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
"Experimental"

Kurz notiert #100

In Gowan Ring - "Visions Of Shadows That Shine"In Gowan Ring – "Visions Of Shadows That Shine"
Singer-songwriter (Eigenproduktion, 2015 / Lune Music, 2016)

Bobin Eirth ist IN GOWAN RING. Geboten wird ruhiger, folkiger Singer-songwriter mit wirklich schönen, einfühlsamen Texten. Ohne die Musik und deren Inhalt abwerten zu wollen, sind die Texte leider auch schon alles, was an der Musik wirklich fesselt. Musikalisch beläuft sich jeder Song auf regulärem, satt bekanntem Singer-songwriter-Stoff ohne Höhen und Tiefen. Auch der Gesang an sich ist recht unspektakulär gehalten und lässt höchstens Erinnerungen an die seelige Hippie-Zeit aufkeimen, in der Jeder Hans und Franz gesungen hat, egal ob gekonnt oder nicht. Nur Gesang und Gitarre braucht starke Ideen, da reichen gute Texte nicht aus. Oder doch?! ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #95

Sonic Jesus - "Dead Man"Sonic Jesus – "Dead Man" EP
Post Punk, New Wave, Shoegaze, Psychedelic (Fuzz Club Records, 2017)

Nach dem sehr guten letzten Album "Grace" (2017) schieben die Italiener zackig eine frische 7" hinterher mit zwei Stücken, die an das Album anknüpfen und doch mit einer etwas psychedelischeren Seite daherkommen. Vermutlich sind beide Stücke Überbleibsel der Album-Sessions, denn qualitativ können es "Dead Man" und "Transpose" mit keinem einzigen Lied von "Grace" aufnehmen. Und doch sind sie keineswegs zu missachten; sie zeigen SONIC JESUS halt mehr von einer nicht so eingängigen Seite. Lohnt sich für Komplettisten. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #84

Girls Who Care - "Light Sleeper"Girls Who Care – "Light Sleeper"
Indie Rock, Indie Pop (Eigenproduktion, 2017)

Lockeren Synthie Pop mit Indie-Einschlag, der durch begleitende Gitarren aufgefrischt wird, bieten GIRLS WHO CARE aus Ann Arbor in Michigan/U.S.A.. Der Gesang ist leicht verhallt und freundlich. Manchmal fühlt man sich an die seeligen '80er Jahre erinnert, obwohl es produktionstechnisch und auch musikalisch eigentlich kaum Gründe dafür gibt. Möglicherweise ist es die Stimmung, dieses leicht schwebende, verträumt entspannte Gefühl, Sonne und Wasser, vielleicht noch ein Cocktail und nette Begleitung, halt etwas Nostalgie, die dann doch mitschwebt. Who knows… ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #83

People Like You - "Verse"People Like You – "Verse"
Indie Rock, Math Rock, Jazz (Topshelf Records, 2017)

Selten haben sich eigentliche Gegensaätze so gut ergänzt wie auf "Verse", dem zweiten Album der Truppe aus Boston. Ihre Mischung aus geschmeidigem Indie Rock und Jazz ist so gut gelungen, dass man fast glauben mag, diese Art Musik gab es schon immer. Sängerin Michi Tassey singt lieblich, zurückhaltend und ohne großartig herausstechende Phrasen. Die Gitarre spielt weitestgehend klar und wenig bis gar nicht verzerrt, sie zockt fast unaufhörlich schnelle, kompliziert wirkende Picking-Muster, die sich dabei schnell ins Ohr schleichen. Der Bass zieht unaufhaltsam seine Runden und der Schlagzeuger achtet förmlich darauf, es nicht zu übertreiben; das hört man ganz eindeutig, denn das Potential ist definitiv da. Hinzu kommt eine wiederkehrende Trompete, die den vertrackten Rhythmen eine jazzige Note verleiht und die Musik letztendlich zu etwas eigenständigem macht. Klasse Platte, die man aufgrund ihrer musikalischen Komplexität auf jeden Fall mehrmals hören muss, damit sie richtig wirken kann. ⇒ weiterlesen

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Emma Ruth Rundle – "Electric Guitar One"

4. November 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Improvisierte Gitarrenatmosphäre

Emma Ruth Rundle - "Electric Guitar One"Wenn Künstler ihre ersten alleinigen Gehversuche starten, kann dabei durchaus etwas interessantes herauskommen oder aber es handelt sich um ein Kapitel, dass die Künstler im nachhinein selber und manchmal auch der Hörer gerne überschlagen möchten. "Electric Guitar One" liegt irgendwie in der Mitte dieser beiden Sichtweisen, denn es ist von beidem etwas. Dies liegt begründet im durch und durch experimentellen Charakter der Aufnahmen, denn von regulären Songs mit nachvollziehbaren Strukturen kann absolut keine Rede sein. Vielmehr versucht sich EMMA RUTH RUNDLE in atmosphärischen Klangspielen, die sie ganz allein und rein instrumental mit ihrer Gitarre zelebriert. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #77

Amber Arcades - "Fading Lines"Amber Arcades – "Fading Lines"
Indie Rock, Indie Pop, New Wave (Heavenly, 2016)

Die Niederländerin Annelotte De Graaf kramt alte New-Wave- und Indie-Sounds raus und schreibt mal eben ein Album, das von Anfang bis zum Ende eben diesen roten Faden verfolgt; eng gestrickt und weitestgehend ohne Seitenblicke in andere Ecken. Sie streift dabei höchstens ab und an die Grenze zum Dream Pop, was vordergründig an ihrer vorsichtigen, etwas ungekonnten, aber lieblich verschlafenen Gesangsstimme, die keinem etwas Böses will, liegen dürfte. Die Musik selbst ist dabei klar gestaltet und besticht durch leichte, einfache Strukturen. Ob ihr beim Einfangen des Spirits für die Platte New York als Aufnahmeort geholfen hat, lässt sich nur vermuten; Fakt ist, dass ihr "Fading Lines" gut gelungen ist. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #69

16. September 2017 | Kurz notiert » Musikrezensionen | Keine Kommentare

Wren Kitz - "Dancing On Soda Lake"Wren Kitz – "Dancing On Soda Lake"
Experimental, Ambient, Psychedelic, Folk (NNA Tapes, 2017)

Wenn man sich Musik anhört und sehr schnell merkt, dass sie einen auf besondere Weise herausfordert, dann gibt es selten das Ergebnis, dass sich der 'Like-Faktor' im Mittelmaß einpendelt. Herausfordernde Musik polarisiert meistens. Entweder man geht in der Musik auf oder man hasst sie! Oder aber man hört WREN KITZ und weiß gar nicht so recht, was man damit anfangen soll. Echo- und Hallspiele mit Gitarrenpickings, ausgedehnte Ambient-Collagen, Traumspiele, Akustikgitarren, die Folk-Flair versprühen und ebensolcher Gesang, der mal einsam, mal mehrstimmig seine Runden zur oft -auf den ersten Blick- ziellos wirkenden Musik dreht. "Dancing On Soda Lake" ist ein Album, dem viele Review-Schreiber eine Note verweigern würden, weil sie nicht wissen, wie man so etwas (natürlich wie immer subjektiv) bewertet. Und tatsächlich ist das nicht so einfach… ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #62

The Babe Rainbow - "The Babe Rainbow"The Babe Rainbow – "The Babe Rainbow"
Psychedelic Rock, Pop, Garage Rock (Flightless Records, 2017)

Ein Blick auf das Cover, etwas Fantasie und bestenfalls eine eigene Hippie-Vergangenheit lassen schnell erkennen, worum es bei dieser Band aus Byron Bay in Australien geht. Flower Power und Hippie-Sounds stehen ganz oben auf der Agenda bei und, das muss ganz klar gesagt werden, sie machen ihre Sache so herzerfrischend gut, dass man aus dem Schmunzeln kaum noch heraus kommt. Manchmal ist man sich nicht sicher, ob die das wirklich leben und ernst meinen oder ob sie den Hippie-Style mit ihrer Musik einfach nur karikieren. Ist aber auch alles egal, denn Fakt ist, dass "The Babe Rainbow" nicht nur eine klasse Scheibe zum Blümchenpflücken ist, sondern auch die denkbar beste musikalische Untermalung für das Rollen einer würzigen, ähem, Tüte ist. Ya know… ⇒ weiterlesen

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Cairobi – "Cairobi"

Experimenteller Pop deluxe

Cairobi - "Cairobi"Es ist immer wieder schön, wenn man völlig nichtsahnend und ohne jegliche Erwartungen ein Album auflegt und ganz schnell nicht nur positiv überrascht, sondern regelrecht eingelullt wird und Begeisterung verspürt. Das hauptsächlich in Berlin lebende Quartett mit Mitgliedern mexikanischer, französischer und italienischer Abstammung kredenzt uns eine sehr ansprechende Version aufgeschlossenen Pop-Rocks mit viel Groove, 70's-Feeling, fast schon romantischen Melodielinien, manchmal sogar mit einer leicht psychedelischen Note und vor allem mit hörbar viel Hingabe und Mut, die Dinge auch mal etwas anders anzugehen. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #46

Moon Duo - "Occult Architecture Vol. 2"Moon Duo – "Occult Architecture Vol. 2"
Psychedelic, Indie Pop (Sacred Bones Records, 2017)

Das dynamische MOON DUO trumpft mit seinem zweiten Teil der okkulten Architektur auf. Natürlich geht es wieder psychedelisch zu und ebenfalls teilen sich elektronische Tasteninstrumente und Gitarren das Hauptaugenmerk. Im Gegensatz zum Vorgänger sind auf Teil 2 lediglich fünf Stücke enthalten, die jedoch durch Überlänge glänzen und dadurch den psychedelischen Aspekt wunderbar ausreizen. Insgesamt wirkt dieser Teil ein wenig geschmeidiger und fast schon lieblich. Man hat nicht selten das Gefühl, zurück in den 60ern zu sein, wäre da eben nicht der Einsatz der Synthesizer. Die perfekte Ergänzung zum ersten Teil und somit unbedingt im Doppelpack zu empfehlen! ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #42

Fleece - "Voyager"Fleece – "Voyager"
Indie Rock, Jazz Rock, Alternative Rock, Psychedelic (Eigenproduktion, 2017)

Ein wunderbar eigenständiges Album hat dieses Trio aus Montreal kreiert. Die sehr gelungene Mischung aus Indie, Jazz, Alternative und Psychedelic hat es in sich. Gefühlvolle Passagen werden von verspielten Jazzy-Parts abgelöst, nur um in einen kurzzeitigen, psychedelischen Rausch zu verfallen, der wiederum von einem Alternative-Riff ins Klare zurückgelotst wird, bevor es erneut Raum für lockere Melodien gibt. Der Gesang hätte auch von einer Prog-Rock-Combo stammen können, denn seine Mischung aus '60s-Vibes mit Indie- und Jazz-Touch machen auch hier eine große Vielfalt deutlich, und das, obwohl das gesangliche Spektrum nicht sonderlich weit ist. Absolute Empfehlung für alle, die es gerne außerhalb der Norm mögen und dennoch auf Qualität großen Wert legen. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #33

No Sun - "If Only"No Sun – "If Only"
Alternative Rock, Shoegaze (The Native Sound, 2017)

Beim Hören von "If Only" fallen einem sofort Vergleiche zu Bands wie NOTHING oder SLOWDIVE ein, aber die Musik der Band aus Salt Lake City so einfach mit Namedropping abzuhandeln, würde ihren Qualitäten nicht gerecht werden. Die Mischung aus knackigem Alternative, inklusive harten Riffs und verträumtem Shoegaze ist gut ausgelotet und verfehlt seine Wirkung zu keiner Sekunde. Der relativ schmutzige Sound ist dabei der Kern, der die gelungene Stimmung des Albums ausmacht. Der Gesang ist meist verhallt und leicht zurückgstellt, was einen Depri-Effekt hervorruft und zum Träumen einlädt. Es ist schön zu hören, dass Musik, die eben nicht völlig glattpoliert ist, viel mehr Tiefensubstanz besitzt, als supermoderne High-Tech-Produktionen. ⇒ weiterlesen

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Swans – "The Gate"

16. Februar 2016 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Auftakt zum letzten Akt?

Swans - "The Gate"Mit "The Gate" erscheint der Auftakt zum finalen Werk der jetzigen personellen Formation der SWANS, welches für die Veröffentlichung im Mai 2016 angekündgt ist. Erneut soll vorliegendes Pre-Album, ebenso wie seinerzeit auch schon "I Am Not Insane" als Vorbote zu "My Father Will Guide Me Up A Rope To The Sky", "We Rose From Your Bed With The Sun In Our Head" als Stimmungsmacher für "The Seer" und "Not Here / Not Now" als Vorspiel zu "To Be Kind", Geschmack auf das kommende, noch unbetitelte Werk der New Yorker Avantgardisten um Michael Gira machen. Ob dies dann, wie eingangs angedeutet, tatsächlich das letzte offizielle Album sein wird, das die Band veröffentlicht, bleibt abzuwarten. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #10

MAЇAK - "A Very Pleasant Way To Die"Maïak – "A Very Pleasant Way To Die"
Post-Rock (Fluttery Records, 2015)

Fukushima. Tschernobyl. Das dürften wohl die ersten Assoziationen sein, die die meisten Menschen zum Thema Atomunfälle herstellen. Weniger bekannt, dank jahrzehntelanger sowjetischer Geheimhaltung, ist die Atomanlage Majak, in der sich vor nunmehr fast 60 Jahren der sog. 'Kyschtym-Unfall' ereignet hat. Laut INES-Skala der drittschwerste, aber wenn man noch an die Problematik des Karatschai-"Beton"-Sees denkt, dann kann einem sehr unwohl werden. Die Schweizer Postrocker haben sich diesen symbolträchtigen Namen verpasst, der zusammen mit dem Albumtitel mehr als ironisch wirkt. Ironie beherrscht auch die Titel der fünf Instrumentalstücke, wie z.B. "We All Live In A Yellow Kursk". Das Quartett spielt astreinen, atmosphärischen Post-Rock, der alle Kontraste von fast kammermusikartigen Sequenzen über elegische Ambientpassagen bis hin zu aggressiven Powerchord-Attacken ausleuchtet – bisweilen ungestüm und roh. Unkontrollierte Ausbrüche – da wären wir auch wieder beim passenden Namen. ⇒ weiterlesen

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Merry Onette – "In Concrète Minor"

Genreübergreifend im wahrsten Sinne

Merry Onette - "In Concrète Minor"Onette du Joyeux aus Pittsburgh ist zwar schon seit einigen Jahren mit ihrem Projekt MERRY ONETTE aktiv, doch die Debüt-EP erschien erst im letzten Dezember. Ein aufgeschlossenes Werk für aufgeschlossene Hörer, soviel ist sicher. Unter den zahlreichen Einflüssen und Genrekategorien, die Onette auflistet (und die vermutlich längst nicht ausreichen), trifft es wohl die Bezeichnung "Cross-Genre" am besten. Schranken gibt es bei ihr keine. ⇒ weiterlesen

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