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Exxasens – “Eleven Miles” (10,00 / 10)
valerie renayTake a look! http://www.youtube.com/watch?v =vViinMt156s
MEAuch hier gilt: die Version mit Bonus greifen! ‘Age Of Creation’ ist ein wunderbarer Achterbahn-Track,...
MEAuch für dieses Album gilt: die edle Digifassung mit Bonustrack ‘Tired Bones’ (lässig-schwerer...
Drone
The Mount Fuji Doomjazz Corporation – “Егор (Egor)”
Jazz-Grüße aus Moskau
Der Teaser ist kein billiges Wortspiel – das neue (Live-)Album der MOUNT FUJI DOOMJAZZ CORPORATION entstand tatsächlich in einer Livesession im DOM-Theater. Und irgendwie dokumentiert es eine interessante Wellenbewegung im Schaffen des mittlerweile zum Ensemble gewachsenen Projekts von Gideon Kiers und Jason Kohnen. Wir erinnern uns: Das erste Album war noch eine äußerst experimentelle Live-Ambient-Drone Geschichte, die mit Jazz im Prinzip nichts zu tun hatte, auch wenn Projektname und Albumtitel natürlich unschlagbar cool sind. 
Syndrome – “Now And Forever”
Emotionaler Mammutsong
Es dröhnt und wabert schon eine Weile bei SYNDROME, aber mit ihrem neuesten Werk “Now And Forever” dürfte ihnen ein kleines Meisterwerk gelungen sein, wenn auch nur ein relativ kurzes. Genaugenommen ist es nur ein Monster von einem Song, aber der hat es in sich. Mathieu Vandekerkhove (Amenra, Kingdom, Sembler Deah, Caan) hat diese Platte seinem Sohn gewidmet, und genau das dürfte auch der Grund sein, warum “Now And Forever” zum Emotionalsten und Tiefgründigsten zählt, was seiner Feder bisher entsprungen ist. Zusammen mit seinem Kollegen Colin H. van Eeckhout und Josh Graham (Neurosis, A Storm Of Light, Battle Of Mice) und noch einigen anderen kleinen Gastbeiträgen arbeitet er sich hier durch eine relativ einfache aber detailreiche Klangwelt. 
Max Bondi – “Convolution”
Minimalistisches Experimentalwerk
Schwierig, schwierig. MAX BONDI wirft uns mit seiner mathematikverliebten zweiten Platte einen ganz schön schwerverdaulichen Brocken vor die Füße. Statt Funktionsfaltung gibt es auf “Convolution” quasi Hirnfaltung. Das Album, welches in einer liebevoll hergerichteten und stark limitierten CD-Auflage erscheint, wird vor allem durch seinen Experimentalcharakter bestimmt.
Wer auf Drones, Feedbacks und Ambientschwingungen steht, kann hier vorsichtig ein Ohr riskieren. 
Petrels – “Haeligewielle”
Drones, Noises und Glockenspiel
Drone mit Silberblick. Das war eine meiner ersten Assoziationen. Was PETRELS’ Oliver Barrett (BLEEDING HEART NARRATIVE) auf “Haeligewielle” fabriziert hat, erinnert mich an eine ganze Reihe von Dronekünstlern, die beim US-Label Silber Records beheimatet sind. Vor allem Namen wie AARKTICA, REMORA oder SMALL LIFE FORM kommen mir da in den Sinn, aber auch Fans von Aidan Baker oder STARS OF THE LID sollten mal kurz weiterlesen.
Das Album, bereits 2011 als limitierte Auflage beim britischen Label Tartaruga Records erschienen, kennzeichnet sich durch weitläufige Drones, experimentellen Noise und diffuse Klangflächen, die sich trotz einiger Frequenzstörungen wie eine warme Decke über den Hörer legen. 
Niggas With Guitars – “Ethnic Frenzy”
Klangcollage als Prinzip
Obskurer Humor für obskure Musik. Liest man NIGGAS WITH GUITARS, wirkt das erstmal wie ein mentaler Stolperstein. Dazu kursieren verballhornende Fotocollagen im Netz, und einige Coverartworks lassen erkennen, dass es sich bei den ominösen Gitarren auch gern mal um schußgewaltige Bordkanonen handelt, mit denen man den Dschungel umpflügen kann. Einen echten Zusammenhang aber scheint es nicht zu geben, weder vom Namen zur Musik, noch zum Artwork oder den einzelnen Titeln. Die Collage ist also nicht nur visuell, sondern das Prinzip. 
Thisquietarmy – “Resurgence”
Ein blubbernder, musikalischer Kreativ-Vulkan
Wer schon schlechte Erfahrungen mit Post-Rock gemacht hat, und dabei eher an Würfelmusik mit Plätschercharakter denken muss, der darf jetzt die Lauscher aufspannen. Zwar ist Eric Quach alias THISQUIETARMY aus Montréal kein selbsterklärter postmoderner Gitarrero, aber er streift die Gefilde, die in den letzten Jahren immer inflationärere Ausmaße angenommen haben. Quach widerstrebt es allerdings, szenekonforme Klanggebilde mit dem Charme eines Endlosreims zu entwerfen, sondern experimentiert an den Seiten mit einer Spielfreude und Verve, der ausgesprochen erfrischend ist. 
Aun – “Phantom Ghost”
Willkommen im neuen Universum
WOW. Das war mein erster Eindruck, aber nicht etwa nach Hören dieser Platte, sondern bereits nach den ersten Sekunden. Sekundenbruchteile fragte ich mich noch, ob dies wirklich das neue Album von AUN ist, doch dieser Gedanke war sinnfrei wie überflüssig: Da lag sie vor mir, die edel gestaltete Digihülle, auf der unmißverständlich der Name des kanadischen Duos steht. AUN konnten mich zuletzt vor einem Jahr mit ihrem cinematischen Konzeptalbum “Black Pyramid” begeistern – jetzt, ein Jahr später sind sie wirklich ganz woanders. Weg aus New York 2095, ohne Raumschiffe und außerirdische Gottheiten. 
Jesu – “Ascension”
December Now
Eigentlich sind JESU-Reviews die Sache meines Kollegen Matt. Insofern ist es eine Ausnahme, dass meine Wenigkeit das neueste Opus des Ausnahmekönners aus England, Justin Broadrick, bespricht. Ausnahme? Nur in editorischer Hinsicht, denn in Matts Jubel über diese außergewöhnliche Musik stimme ich voll mit ein und hoffe sehr, mit meinem Review diese tolle Band bzw. diesen unvergleichlichen Künstler (und das ist er wirklich) der geneigten Leserschaft näher zu bringen. Doch nun genug der Vorrede, hin zur Musik. 
Earth – “Angels Of Darkness, Demons Of Light I”
Im Schleichgang durch die Grenzwelt
Und wieder einmal gibt es gewohnt langsame, regelrecht schleifende aber stets entspannte Kriechkost der Doom-Droner EARTH zu hören. Ihr aktuelles Album, anregend betitelt mit “Angels Of Darkness, Demons Of Light I”, zeigt einmal mehr die herausragenden Qualitäten der Genre-Pioniere auf. Spannend ist mit anzuhören, wie sich EARTH im Laufe der Jahre weiterentwickelt haben. Klang ihre Musik einst wie reiner Dröhn-Doom, versehen mit einem bemerkenswerten Minimalismus, spielen sie nun fast schon am Rande des Post-Rock herum. Nein, EARTH sind kein Post-Rock, aber sie kokettieren mit dem Genre und benutzen die Atmosphäre des Stils. 
Jesu – “Infinity”
Ein musikalisches Drama in mehreren Akten
Der kreative Kopf bei JESU ist einzig und allein Justin Broadrick, auch bekannt durch seine Vorgeschichte bei den legendären GODFLESH und NAPALM DEATH. Ted Parsons (Ex-SWANS, Ex-PRONG) an den Drums sowie Diarmuid Dalton an den vier Saiten, die ihm normalerweise bei JESU zur Seite stehen, sind an “Infinity” allerdings nicht beteiligt. Hier übernahm Broadrick kurzerhand alle Instrumente selbst und hat demnach im kompletten Alleingang ein Album erschaffen, das mit einem einzigen Track rund 50 Minuten Spielzeit ausfüllt und sämtliche Facetten des bislang bekannten JESU-Sounds bedient. 
Yog-Sothoth – “Hypnotic Crushery”
Hypnotische Donnerschläge
“Hypnotic Crushery” ist das erste Album von YOG-SOTHOTH und der Titel könnte anbetrachts der gebotenen Kost kaum besser gewählt sein. Die Band selbst beschreibt ihre Musik nämlich so: “Die Formel lautet wie folgt: Schreibe ein Riff, vielleicht zwei, füge donnernde Drumbeats sowie mehrere Schichten mit fetten und schrägen Gitarrensoli hinzu, Effekt-Lärm, Theremin-Zauberei und wiederhole alles so lange, bis der gewünschte Effekt erreicht wird.” 
Nadja – “Sky Burial”
Anstrengend und fesselnd zugleich
Aidan Baker und Leah Buckareff sind wohl unbestritten als Meister des Drone (-Metal und -Rock) zu bezeichnen. Nicht so simpel wie SUNN O))) aber dennoch keineswegs weniger intensiv. bezeichnend ist bei NADJA, dass es hier vordergründig um die Vermittlung von Atmosphäre und eben Feeling geht. Spieltechnische Finessen darf und sollte man nicht erwarten, denn diese sieht dieser Stil nicht vor, sondern eher, dass mit den genutzten Instrumenten eine kleine oder auch große Klangwelt erschaffen wird, die alleine für sich wirken und den Hörer eben in ihren atmosphärischen Bann ziehen soll. 
Parallel Lines – “38:22″
Hypnotisch konzipierte Musik
Aus Montreal in Quebec/Kanada kommen die Musiker Eric Quach, Ryan Ferguson und Pascal Asselin, die sich unter dem Banner PARALLEL LINES zusammengetan haben, um ihre Leidenschaft für intensive instumentale Sounds ausgiebig ausleben zu können. Bereits in anderen Projekten und Bands konnten die drei Erfahrungen sammeln, die sie nun in einer gemeinsamen Vision auf ihrem ersten Album, schlicht und bescheiden betitelt mit “38:22″, zusammengetragen haben und in Liebhaberform der Öffentlichkeit präsentieren.

Fragment. – “Fragment.”
Vater, vergib Ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun
Hört man dieses Album ohne auf das Cover zu schauen und den Band-Namen zu lesen, könnte man fast meinen, es mit einem älteren Release von Justin Broadricks JESU zu tun zu haben, so verblüffend ähnlich ist die Musik. In der Regel müsste man diese Art des fast schon frechen Nachahmens mit einer saftigen Ohrfeige eiskalt abwatschen, denn wer braucht ein lupenreines Plagiat, wenn man gleich das Original einlegen kann? Im Falle FRAGMENT. muss man allerdings von der Vehemenz des Ablehnens solcher Trittbrettfahrer ein wenig abrücken, denn sie, bzw. er (FRAGMENT. ist das Einmannprojekt des Franzosen Thierry Arnal) macht seine Sache erstaunlich gut und bringt nicht einfach nur Zweite-Wahl-Musik, sondern wirklich gut und durchdacht arrangierte Songs. 
Her Name Is Calla – “The Quiet Lamb”
Seelisches Roadmovie
Manche Bands erzählen mit ihren Alben kleine Geschichten – “The Quiet Lamb” scheint selbst eine zu sein. Wenn HER NAME IS CALLA ihr Album mit behutsamen, verträumten Pianoklängen einleiten, wähnt man sich in einem neuen Film, den Thomas Newman vertont hat. Verhallte Ambientflächen und dazu die zart angespielten Noten, fast so wie zu Beginn von “Road To Perdition”. Es sind nicht nur diese Töne, die für das angenehme déjà-vu sorgen, es ist der ganze Charakter der Musik der Briten, der schon in diesen ersten Minuten spürbar wird. Nein, “The Quiet Lamb” will nicht einfach nur Geschichten erzählen. Es will mehr. 







