• Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)
"Downtempo"

Monophona – "Black On Black"

Musik für den urbanen, seelischen Roadtrip

Monophona - "Black On Black"Schwarzer Rauch, Staub, aufgewirbelt durch die Flügelschläge einer Biene. So sieht es auf dem Cover von MONOPHONAs neuer Platte aus. "Black On Black" gibt sich nicht nur optisch düster, das ganze Album lebt vom Spiel der Kontraste. Das fängt schon in der Besetzung an, denn bei MONOPHONA trafen die Luxemburger Philippe Schirrer alias 'Chook' und Claudine Muno vor einigen Jahren zusammen. Ein DJ, Producer und Labelbetreiber (Full Force Recordings) und eine Autorin und Songschreiberin, als Band mit den LUNA BOOTS unterwegs. Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an, vor allem in der Musik, wo Polarisierung immer gut tut. ⇒ weiterlesen

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Mungo Nation – "Mechanics"

25. Oktober 2014 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Vielseitiges Elektronikwerk

Mungo Nation - "Mechanics"MUNGO NATION ist das Projekt vom Briten Alex Walker-Ingham, der mit "Mechanics" sein mittlerweile fünftes Album veröffentlicht. Nach "Atomic Vomit" und "Rainbow Tripping" präsentiert sich das Album gewohnt vielseitig, aber auch wesentlich ausbalancierter. MUNGO NATION beackert eine ganze Reihe von Feldern der elektronischen Musik. Da sind z.B. die wirklich hörenswerten Tracks "Clockwork" und "Midnight", in denen deutliche Einflüsse aus IDM bzw. Braindance zu Tage treten – 90er Electronica zwischen Downtempo und Lo-Fi-Charme. Sehr schön auch das E-Piano in "All The Way Out Here", bei dem ebenfalls eine Portion Aphex und dem Rest der Warp-Crew durchschimmert. ⇒ weiterlesen

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Talvihorros – "And It Was So"

Weit mehr als nur Ambient und Experimente

Gibt es vielleicht eine neue Strömung von spiritueller Experimentalmusik? Nach John 3:16 gibt es nun mit TALVIHORROS' "And It Was So" ein neues Werk, welches sich auf biblische Pfade begibt. Während john 3.16 die drei welten nach dem Tod vertonte, ist auf "And It Was So" die göttliche Schöpfungsgeschichte das Thema. Nichts, Chaos, Leben – wenn nicht biblisch ist das Album auf jeden Fall eine starke Metapher dafür. ⇒ weiterlesen

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Beyond Sensory Experience – "Modern Day Diabolists"

22. August 2012 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Harmonie mit Noise und experimentellen Klängen

Die Schweden beschwören den Teufel herauf. BEYOND SENSORY EXPERIENCE waren mir bislang noch kein Begriff, mit ihrem aktuellen, siebten Album hat sich das allerdings geändert. Irgendwo im Dark Ambient seien sie verortet, nicht weit entfernt experimentell angehauchten Klängen. Wie ihr neues Schaffen im Vergleich zu ihrem bisherigen Werk ausfällt, kann ich nicht sagen, aber selbst ganz ohne Vergleiche ist "Modern Day Diabolists" vor allem eins: vielseitig. ⇒ weiterlesen

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SaffronKeira – "A New Life"

Klangforschung auf italienisch

Klangforschung. Da bläst einem das Experimentelle, Ungreifbare schon die Nüstern, bevor man überhaupt mit dem betreffenden Werk in Berührung kommt. Doch zwischen Feldstudien in einer lärmenden wie schweigenden Umwelt und technologischen Hauptseminaren ist eine ganze Menge Raum für wesentlich differenzierte Ansätze, dem Mysterium von Klängen auf den Grund zu gehen. Greift man sich nun das heraus, was einem qua natura schon vor der Nase schwebt, oder sucht man eher in der unwirtlichen Welt von Transistoren, Leiterbahnen und digitalen Prozessen? Eugenio Caria macht als SAFFRONKEIRA irgendwie ein bisschen von allem. ⇒ weiterlesen

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Bersarin Quartett – "II"

Elektronenorchester für Solisten

Ich weiß nicht, wie Thomas Bücker an seine Kompositionen herangeht, wie er schreibt. Aber wenn in einem jahrelangen Prozess ein Meisterwerk heranwächst (das war der Spoiler), kann ich mir vorstellen, wie spannend sich dieser Prozess gestalten kann – wenn man in der eigenen Fundgrube, oder sagen wir eher Schatzkiste der Klänge, nach den Juwelen gräbt, die sich plötzlich so zusammenfügen, als hätten sie schon immer zusammengehört. Gut möglich, dass ich mit dieser romantischen Vorstellung auch komplett danebenliege; dagegen könnte zumindest sprechen, dass das zweite Werk von Bückers Projekt BERSARIN QUARTETT noch geschlossener wirkt, als zuvor das Debüt. ⇒ weiterlesen

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Brother Sun, Sister Moon – "Brother Sun, Sister Moon"

13. April 2012 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Alicia Merz meets advanced electronics

Mal abgesehen vom renommierten Label, welches diesen Ruf schon lange genießt – der Name Alicia Merz scheint sich allmählich als Qualitätsgarant zu erweisen. Mit ihrem eigenen Projekt BIRDS OF PASSAGE hat sie bereits äußerst hörenswerte Arbeiten abgeliefert, und wenn sie mit anderen Musikern zusammenarbeitet, läuft das ziemlich fruchtbar und vielversprechend. BROTHER SUN, SISTER MOON ist nun die neueste Kollaboration, inspiriert vom Film über Franz von Assisi, dieses Mal mit Gareth Munday (ROOF LIGHT), der vor allem für Trip-hop, erwachsen gewordenen Dubstep und Garagesounds bekannt ist. Wer jetzt denkt, "Merz' verträumte Klanglandschaften und Mundays Elektronik?" – richtig, das könnte nicht nur interessant werden, das ist es auch. ⇒ weiterlesen

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Sonar Lodge – "Sound Effects & Side Effects"

26. Januar 2012 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Lässig und cool wie John Barry im Aston Martin

STRANGE ATTRACTOR sind nicht komplett ohne SONAR LODGE, dem Duo-Projekt von Richard und Marie. Die Rezeptur und Einflüsse sind ähnlich, machte doch "Sound Effects" ursprünglich den Anfang, bevor es mit STRANGE ATTRACTOR dann erstmal richtig jazzig wurde.

Bei SONAR LODGE dagegen regieren vor allem die Beats. Trip-Hop, Scratches, Downtempo und dazu Richards Sammlung bewährter Synthesizer aus dem Hause Korg und Moog ergeben zusammen mit dem Soul von Marie eine beeindruckende Mischung. "No Words" oder "L.O.V.E." sind da nur zwei spontane Anspieltipps einer äußerst vielseitigen Platte, die so gut ist, dass sie selbst MASSIVE ATTACKs Klassiker "Blue Lines" locker in die Tasche stecken könnte. ⇒ weiterlesen

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Strange Attractor – "Everything Is Closer" / "Mettle"

25. Januar 2012 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Niederländische Jazz-Soundtracks

Als Fan der deutschen Industriallegende (ich erhebe sie einfach mal in diesen Status) PHALLUS DEI war ich vor vielen Jahren natürlich daran interessiert, was die Herren sonst noch treiben, wenn sie schon keine neuen Alben unter diesem Namen aufnehmen. Und wie der Zufall es so wollte, stieß ich wenig später auf ein Projekt, welches meine Durststrecke nach dem Verschwinden von Matt Coopers OUTSIDE beendete: STRANGE ATTRACTOR.

Der Name liebäugelt mit Mathematik und Chaostheorie, die Songtitel bisweilen mit Psychologie. Von kalten, maschinellen Klängen ist hier unter den Händen von Richard Van Kruysdijk und Niels van Hoorn jedoch nichts zu spüren, aber die Synthesizer sind quicklebendig. ⇒ weiterlesen

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Blackfilm – "Blackfilm"

Filmreife Vorstellung

Hebt man Musik auf die Stufe eines Soundtracks, scheint das Erlebnis gleich ein ganz anderes, besseres zu sein. Kopfkino, cinematische Musik, bewegte Bilder im Geiste, hervorgerufen kraft der Klänge durch freie Assoziationen. Nicht alles, was damit gelabelt wird, taugt wirklich zur akustischen Illustration von Bildergeschichten, aber im Fall des ungarischen Künstlers BLACKFILM, der sich keinen passenderen Namen hätte auswählen können, kann man dieses Attribut zweifelsfrei verwenden. ⇒ weiterlesen

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Bersarin Quartett – "Bersarin Quartett"

10. März 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Der Soundtrack für die längsten Tagträume

Bersarin Quartett - "Bersarin Quartett"Nikolai Bersarin ist seit einigen Jahren wieder Ehrenbürger Berlins, weil der einstige russische Generaloberst dafür sorgte, dass aus dem Trümmerhaufen wieder so etwas wie eine Stadt wurde. Das vermutlich nach ihm benannte BERSARIN QUARTETT ist allerdings kein Musikerensemble sondern ein Alter Ego des Münsteraner Thomas Bücker, der schon seit Jahren als "Jean Michel" experimentelle Beats und Breaks produziert, die Plattenteller drehen lässt und auch schon BJÖRK remixt hat. Mit tanzbaren Rhythmen hat das selbst-betitelte Debüt indes wenig zu tun, denn hier gibt es Musik für's Kopfkino. Der Ansatz ist zwar nicht neu, aber inwieweit die Vorstellungskraft des Hörers angeregt wird, hängt eben stark von der Klangkulisse ab, die ihm geboten wird. Viele Werke mit diesem Anspruch sind eher Freifahrtscheine ohne genauen Fokus. Das Faszinierende an Soundtracks und Scores ist natürlich die immense Freiheit, das Losgelöstsein von Verbindlichkeiten wie Songs oder Tracks, festen Schemen und Strukturen. Und doch folgen sie einer Linie, einem Erzählstrang, und genau hier offenbaren sich die hohen Qualitäten von "Bersarin Quartett". ⇒ weiterlesen

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North Pacific Drift – "Coldstorage"

28. Februar 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Musik zum Träumen und Wohlfühlen

North Pacific Drift - "Coldstorage"Erinnert sich noch jemand an das geniale Projekt BLACK STATE CHOIR? Die Köpfe P.G. Raheen und Savage bestimmen auch das Geschehen bei NORTH PACIFIC DRIFT und sie bewegen ihre weit gefächerten Eletrconic-Sounds in neue Ebenen. Die leicht chilligen Zutaten von BLACK STATE CHOIR werden weiterhin verwendet, jedoch ins Moderne übertragen und nicht mehr ganz so vernebelt vorgetragen. NORTH PACIFIC DRIFT klingen intelligent, verspielt und äußerst kreativ. So tönt Musik, die aus dem Herzen kommt und absolut null kommerzielles Kalkül inne hat.  Hier werden reine musikalische Ideale und Vorstellungen verfolgt, ohne Seiten- oder Hintergedanken. ⇒ weiterlesen

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Custom Blue – "All Follow Everyone"

11. Februar 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Jason Statham chillt zu CUSTOM BLUE

Custom Blue - "All Follow Everyone"Nerd-stories, Teil 571: Wie ich zu CUSTOM BLUE kam. Wie kam ich also zu CUSTOM BLUE? Nun, eines Nachts erwischte ich beim Zappen zufällig den Actionreißer "Transporter" mit Jason Statham. Um den Film soll es hier nicht gehen, aber ausgerechnet das einzige Musikstück in der Soundtrackbeschallung, welches ein deutliches Aufhorchen bei mir veranlasste, war weder auf dem offiziellen Soundtrack vorhanden, noch in den Credits erwähnt. Schlimmer noch: Es war im Film weniger als 10 Sekunden zu hören. Und trotzdem interessierte es mich auf einmal brennend, wer zum Geier hinter diesem stimmungsvollen Downtempo-Track steckt. Nach einer nicht ganz so einfachen Recherche im Netz und Forenanfragen gelangte ich endlich ans Ziel meiner Suche. Es war "So Low" von CUSTOM BLUE. ⇒ weiterlesen

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The Freight Elevator Quartet – "Becoming Transparent"

13. Januar 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Einflußreich / An Einflüssen reich

The Freight Elevator Quartet - "Becoming Transparent"Als die berühmten 'warehouse parties' noch kein Relikt vergangener House-Zeiten waren, fanden sich vier New Yorker in einem Aufzug zusammen. Nun, jedenfalls absolvierten sie in einem solchen einen ihrer ersten Auftritte. Paul Feuer, Stephen Krieger, R. Luke DuBois und Rachael Finn mauserten sich in den folgenden Jahren zu Multiinstrumentalisten (sofern sie es nicht schon waren), die ein weites Spektrum bedienten: Analoge Synthesizer, Drummachines, Sampler, Cello, Didgeridoo, Saxophon, Keyboards, Laptops… Keine Frage, dass auch in stilistischer Hinsicht keine vorgegebenen Pfade beschritten wurden. ⇒ weiterlesen

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The Future Sound Of London – "Dead Cities"

20. Oktober 2009 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Explosive Fiepmucke

The Future Sound Of London - Dead CitiesDeutlich abgehobener präsentieren sich THE FUTURE SOUND OF LONDON mit "Dead Cities" als auf den Vorgängerwerken "Accelerator", "ISDN" und "Lifeforms". Die Sounds pendeln zwischen Ambient, entspannt verträumten Arrangements, harten Beats und spacigem Gefiepe und Getöse. Auf "Dead Cities" wird sozusagen all das vereint, was man von dem Bereich der elektronischen Musik, den THE FUTURE SOUND OF LONDON bedienen, erwartet und entsprechend hören möchte. Insgesamt kann man auf jeden Fall behaupten, dass "Dead Cities" ein weiteres kleines Meisterwerk der beiden britischen Ton- und Soundkünstler ist. ⇒ weiterlesen

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