• Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)
"Death Metal"

Malevolent Creation – "The Fine Art Of Murder"

20. April 2018 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Die Aggression kommt schnell und wütend

Malevolent Creation - "The Fine Art Of Murder"Es gibt Bands, die sind einfach fest mit ihren Stamm- bzw. Ur-Mitgliedern eng verwurzelt und haben trotz unzähliger Besetzungswechsel stets dann am besten funktioniert, wenn sie die wichtigen Leute mit an Bord hatten. Neben Bandkopf und Gitarrist Phil Fasciana war (und ist) dies Sänger Brett Hoffmann, der im Laufe der Jahre mehrfach ausgetauscht bzw. ersetzt wurde und doch niemals von einem seiner Nachfolger übertroffen wurde. Hoffmann ist einfach die Stimme schlechthin für MALEVOLENT CREATION. Ansichtssache? Ja, aber so ist es nun einmal für viele Die-Hard-Anhänger der Band. Wir sind da zickig. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #93 – Extrem hörbar

Hannes Grossmann - "The Crypts Of Sleep"Hannes Grossmann – "The Crypts Of Sleep"
Progressive Death Metal, Technical Death Metal (Eigenproduktion, 2016)

Die Handschrift ist unverkennbar! Der geneigte Hörer und Kenner von Grossmanns Vorgeschichte wird sofort merken, dass es hier sehr große Ähnlichkeiten zu OBSCURA zu hören gibt, bei denen der Drummer bis einschließlich deren Album "Omnivium" zugegen war. Besonders, dass sich Grossmann auch als Songwriter eingebracht hat, spiegelt sich auf seinem zweiten Soloalbum wieder. Es mag vielleicht vermessen klingen, aber "The Crypts Of Sleep" klingt wie die Essenz des OBSCURA-Sounds und dürfte somit für alle Jünger modernen Tech Deaths ein Vorzeigealbum sein, das, man möge verzeihen, in vielen Teilen einfach besser und homogener klingt, als die OBSCURA-Ergüsse. Stark! ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #90 – Extrem hörbar

Corrupt Moral Altar - "Eunoia"Corrupt Moral Altar – "Eunoia"
Grindcore, Sludge Metal (Eigenproduktion, 2017)

Yes! So wird's gemacht! Diese Briten verstehen, wie man Grindcore zeitgemäß prügelt und mit Sludge-Ideen veredelt. John Cooke, der seit dem Timeout von Mitch Harris bei NAPALM DEATH die Gitarre bedient, gibt bei CORRUPT MORAL ALTAR den Kreischmeier und Brüllwürfel und raspelt sich zudem an der Gitarre die Finger wund. War der Vorgänger "Mechanical Tides" schon eine geile Nummer, ist "Eunoia" noch einmal als Steigerung zu werten. Sludge-Grind der feinsten Sorte mit viel Wucht und ungezügelter Kraft. Hammer Teil; yes, yes, yeeesss!!! ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #88 – Extrem hörbar

A.M.S.G. - "Hostis Universi Generis"A.M.S.G. – "Hostis Universi Generis"
Black Metal (Profound Lore Records, 2016)

Die Kanadier aus Edmonton zelebrieren eine Form des Black Metals, welche aus atmosphärischen und eher klassischen Elementen besteht. Hervorstechend ist dabei die charakteristische Lead-Gitarre, deren Klang eher an eine Doom-Band erinnert. Aber mit dem fauchenden Gesang, ausreichend Hall, dem Sechstel-Drumming inklusive wiederkehrenden Doublebassparts sowie schnellen, aber niemals übertriebenen Blastbeat-Passagen, machen A.M.S.G. (was "Ad Majorem Dei Gloriam" heißt) ihre Sache ganz gut. Dadurch, dass die sechs Stücke zwischen acht Minuten und einer knappen Viertelstunde lang sind, erübrigt es sich, zu erklären, dass die Musik ihre Zeit und entsprechend mehrere Durchläufe braucht, um gut wirken zu können. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #87 – Extrem hörbar

Artificial Brain - "Labyrinth Constellation"Artificial Brain – "Labyrinth Constellation"
Technical Death Metal (Profound Lore Records, 2014)

Das, was die Amerikaner in rund 45 Minuten auf ihrem Albumdebüt veranstalten, dürfte jeden begeistern, der auf extrem heftigen Tech Death steht, welcher am Rande zum Brutal Death agiert, dabei jedoch dessen stumpfe Herangehensweise herausfiltert und gegen höchst komplexe Songstrukturen austauscht. Die brutale Intensität des Sub-Genres wird aufgegriffen und in ein äußerst anspruchsvolles Konzept verpackt, das mit (gutturalen) Growls, vielen schnellen Blastbeats, wahnwitzigen Gitarrenläufen und einem insgesamt extrem schweren, vollmundigen Sound alles wegpustet. Fans von GORGUTS werden hier definitiv Blut lecken. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #81 – Extrem hörbar

Becomes Astral - "Paleblood Sky"Becomes Astral – "Paleblood Sky"
Progressive Death Metal (Eigenproduktion, 2017)

Selbst die kanadischen Death Metal Bands entwachsen langsam ihrem bisherigen Spektrum, was ein unaufhaltsames Voranschreiten der Szene bestätigt. Dabei lässt sich nicht einmal behaupten, dass die Szene aus dem Land des Ahornblattes stagniert. BECOMES ASTRAL bewegen sich auf "Paleblood Sky" für eine Band aus Ontario auf eher ungewohnten Pfaden. Prog-Death mit -Core gemischt und zudem mit einer gehörigen Prise Melo-Death-Thrash gewürzt. Klingt vielseitig, ist es auch. Dabei muss man allerdings schon ein Ohr für hochmelodische, schnelle Saitenflitzerei haben, denn was die Jungs da an ihren Instrumenten fabrizieren, ist einerseits eine feine Sache, andererseits könnte es dem einen oder anderen jedoch zuviel des Guten sein. ⇒ weiterlesen

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Rivers Of Nihil – "Monarchy"

22. November 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Ein Highlight modernen Todesstahls

Rivers Of Nihil - "Monarchy"Bereits ihr Debütalbum "The Conscious Seed Of Light" konnte überzeugen und präsentierte eine Band, die abwechslunsgreichen, modernen Death Metal mit einer enormen Wucht und entsprechender Durchschlagskraft zelebrierte. Dieses Rezept verfolgen die Amerikaner auch auf ihrem zweiten Album "Monarchy", nur noch besser und ausgefeilter. Ganz klar ist die Steigerung zu hören und zu fühlen. Die Aggression ist intensiver, die Geschwindigkeit wirkt noch fesselnder, der Gesang konsequenter und die Melodien einfach packender. Zudem wurden die Keyboards noch passender eingesetzt und verleihen dem einen oder anderen Part eine enorme Portion an nihilistischer Stimmung. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #78 – Extrem hörbar

Tehom - "The Merciless Light"Tehom – "The Merciless Light"
Death Metal (Blood Harvest, 2017)

TEHOM ist ein dynamisches Duo aus Schweden. Allerdings spielen sie keinen typischen Elchtod-Sterbestahl, wie man es vielleicht aufgrund ihrer Herunft erwartet. Ihre Musik ist düster, aber oft auch schnell und treibend. Der Sound, die Produktion, ist leicht rau und erinnert an amerikanische Death-Metal-Klassiker à la MORBID ANGEL oder auch AUTOPSY, wobei TEHOM etwas flotter zur Sache gehen als letztgenannte Rotzlöffel. Der röhrende Gitarrensound lässt die Musik natürlich und sympathisch erscheinen. Von Glanz und Gloria keine Spur, was in Zeiten von ultrasterilen Deathcore-Alben sehr erfrischend ist. Zum Abschädeln vorzüglich geeignet. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #76 – Extrem hörbar

Ion - "Ion"Ion – "Ion"
Black Metal (Eigenproduktion, 2014)

Schweres Geschütz wird von den U.S.-Schwarzmetallern aus San Francisco aufgefahren. Wenn das Trio richtig Fahrt aufnimmt, kommt der schwarze Geist der Musik so richtig schön zur Geltung. Zwischendurch wird das Szenario fast komplett runtergefahren und sehr vorsichtige Ambient-Klänge übernehmen das Zepter. Diese Passagen ("Transcendence") kann man fast schon als reine Klangcollagen bezeichnen, die dazu dienen, eine schwelende Atmosphäre zu erzeugen, die dann wiederum in rasendes Black-Metal-Geschehen gipfelt. ⇒ weiterlesen

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Enslaved – "E"

19. Oktober 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Of forests, hidden landscapes and memories of mystery

Enslaved - "E"Eine neue ENSLAVED ist wie Weihnachten und Geburtstag zusammen. Die norwegische Band hat zuletzt ja eigentlich nur grandiose Alben produziert. Ihr gelang spätestens seit "Isa" stets, was andere sich nicht trauten oder was sie gar nicht erst umsetzen konnten, Innovation, Komplexität und harte Klänge zu verschmelzen. Sie setzt archaischen Black Metal wuchtig und kontrastreich in Szene, flankiert von harmonischen, flächigen, pyschedelischen Keys und nebulösem Gitarrengewaber. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #74 – Extrem hörbar

Selbst - "Selbst"Selbst – "Selbst"
Black Metal (Sun & Moon Records, 2017)

Endlich erscheint das Album des schwarzen Duos, das bereits seit 2010 aktiv ist, jetzt aber erst ihr Debüt veröffentlicht hat. Die Formation, die in Venezuela gestartet ist und mittlerweile in Chile beheimatet ist, bietet uns auf sechs Liedern ausladend arrangierten Black Metal mit viel Stimmung und melancholisch-düsteren Melodien. Neben feinen Gitarrenlinien, die eindeutig in der alten Schule verwurzelt sind, gibt es schwere Midtempogrooves und wilde Raserei, die von einem Sänger ergänzt werden, der irgendwo in der Mitte zwischen Growls und Schwarzmannkreischerei anzusiedeln ist. DIe Stücke sind interessant gestaltet und bieten einige dynamische Wendungen, an denen man sich wunderbar satthören kann. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #71 – Extrem hörbar

28. September 2017 | Kurz notiert » Musikrezensionen | Keine Kommentare

Icon Of Phobos - "Icon Of Phobos"Icon Of Phobos – "Icon Of Phobos"
Black Metal (Baneful Genesis Records, 2011)

Tief in die Hasskiste greifen die aus Los Angeles stammenden ICON OF PHOBOS auf ihrem Debütalbum. Zumindest ihr Sänger, der mit einer wahrhaft fiesen Stimme glänzt. Musikalisch knüppeln sich die Jungs vorwiegend durch ihre Songs und nutzen Mid- und Downtempoparts eher zur Auflockerung bzw. als Ausgleich. Dabei besitzen sie besonders bei den langsameren Passagen eine Eigenart der Melodieführung, die heraussticht und die Sympathie versprüht, da diese Melodien aufzeigen, dass ICON OF PHOBOS gewillt sind, ihren Songs Seele zu verpassen und sie als Band nicht im Einheitsbrei untergehen möchten. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #70 – Extrem hörbar

20. September 2017 | Kurz notiert » Musikrezensionen | Keine Kommentare

Order Ov Riven Cathedrals - "The Discontinuity's Interlude"Order Ov Riven Cathedrals – "The Discontinuity's Interlude"
Technical Death Metal (Eigenproduktion, 2017)

Heiliges Feuer, was für ein Geschoss! Nach einem kurzen Gefühl der Sicherheit (Intro) zeigen die Italiener schnell ihr wahres Gesicht. Schwindelerregend schnell und trotzdem nie stumpf rast das Duo um den Multiinstrumentalisten mit dem kryptischen Synonym 12 und seinem Mitstreiter und Sänger En Sabah Nur durch sein erstes Album. Die Lyrics behandeln Themen wie Aliens, Astronomie, Ägypten und Mesopotamische Geschichte, was sich auch in den Melodien spiegelt. Wer nun denkt, dass es wieder einen NILE-Abklatsch zu hören gibt, der irrt, denn ORDER OV RIVEN CATHEDRALS klingen nur im Ansatz vergleichbar. Sie bauen zudem spacige Keyboards ein, die keineswegs störend oder übertrieben künstlich wirken. Eine erstaunlich coole Scheibe, die einem schön die Schuppen aus den Haaren knüppelt. ⇒ weiterlesen

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Ensiferum – "Two Paths"

17. September 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Tomorrow I'll Drink

Ensiferum - "Two Paths""Ajattomasta Unesta" führt atmosphärisch in die aktuelle CD "Two Paths" von ENSIFERUM. Ein Intro mit Elbenstimme und Fanfaren im Hintergrund. Das konnte man erwarten. "For Those About To Fight For Metal" eröffnet in AC/DC-Manier, Ennio Morricone gesellt sich dazu, dann faucht Petri. "Fire, Fiiire, Fiiiiiiire" und "Hardeeeer" schrauben sich die Finnen zum Höhepunkt, dem mächtigen, überkitschigen, typischen ENSIFERUM-Chorus. Es klackert, rumst und böllert. Und wie immer zuletzt, halten sie sich nicht ans Strophe-Chorus-Schema, zumindest nicht wirklich. Ein Break, kurze Silence, Trinkhörner kreisen, "Ooohoooo" und noch einmal Refrain. Finito. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #67 – Extrem hörbar

En Satan - "Nous Croyons"En Satan – "Nous Croyons"
Black Metal (Eigenproduktion, 2015)

Die kanadischen Black Metaller bewegen sich auf ihrem Debütalbum angenehm ausladend. Ihre Songs pendeln sich mit wenigen Ausnahmen zwischen fünf und sieben Minuten ein. Dabei wird nicht nur im donnernden Doublebass-Midtempo gepredigt, sondern auch langsame, mit Keyboards untermalte, atmosphärische Parts finden den Weg in den Vordergrund. Vorsichtig spärlich, aber keineswegs schlecht produziert, benutzen sie dabei die typische Herangehensweise des Genres. Allein der äußerst eintönige, heisere Krächzgesang ist auf Dauer regelrecht anstrengend bis extrem langweilig, was sehr schade ist, denn die Musik selbst hat absolut ihren Reiz. ⇒ weiterlesen

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