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Exxasens – “Eleven Miles” (10,00 / 10)
valerie renayTake a look! http://www.youtube.com/watch?v =vViinMt156s
MEAuch hier gilt: die Version mit Bonus greifen! ‘Age Of Creation’ ist ein wunderbarer Achterbahn-Track,...
MEAuch für dieses Album gilt: die edle Digifassung mit Bonustrack ‘Tired Bones’ (lässig-schwerer...
Death Metal
Swallow The Sun – “Emerald Forest And The Blackbird”
Frostmortem
“Swallow”, “Unhallow” und “Shallow” sind ihre lyrisch klingenden Lieblingswörter an Zeilenenden; das haben sie mit Kombos wie PARADISE LOST oder OPETH gemeinsam. Sie zelebrieren eine atmosphärische Mischung aus Doom, Death, Black, Gothic, Akustik und Rock, wobei sie immer die Balance zwischen Tradition und Moderne halten. Es setzt Flüstergesänge, Wispern, Growls, Gefauche und Klarstimmen, manchmal auch zweistimmige; auch sparsam akzentuierte Female-Vocals bereichern manch eine Komposition. Wir werden an PORCUPINE TREE ebenso erinnert wie an die bereits eingangs zitierten OPETH, PARADISE LOST oder KATATONIA. Auch IRON MAIDEN in ihrer frühesten Phase schwingen im ein- oder anderen Akkord mit. Nach diesem opulenten Intro kann es sich, der Leser hat es längst erraten, nur noch um die neueste Veröffentlichung der finnischen Trauerweiden SWALLOW THE SUN handeln, welche jüngst ihr neuestes Opus “Emerald Forest And The Blackbird” veröffentlichten. 
Amon Amarth – “Surtur Rising”
Too Old Too Cold (Part II) – Schwertkampf den ganzen Tag?
Auch AMON AMARTH haben mit “Surtur Rising” absolut NICHTS Neues zu bieten. Das Cover unterscheidet sich nicht von den letzten vier oder fünf Alben, sämtliche Songs nehmen nur in Refrainnähe Fahrt auf, versacken jedoch stets im Sumpf hinter dem eroberten Strand. Diese so charakteristische Art und Weise, minimalistischstes Riffing in einen gegrowlten weit ausholenden Chorus münden zu lassen, sie zieht und verfängt nicht mehr. 
Children Of Bodom – “Relentless Reckless Forever”
Pursuit Of The Vikings Part IV: Pussies on speed!
Die Finnen vom Lake Bodom haben es sich mit ihrer neuesten Veröffentlichung “Relentless Reckless Forever” nicht leicht gemacht. Denn statt auf Konsensattitüde zu setzen und erneut einen Rang in den Charts in Deutschland anzustreben (“Blooddrunk”, der Vorgänger, landete ja sensationell auf Platz 5) gehen Alexi und Co. einen dornigeren Weg.
Die barocken Spielereien mit fettem Tägtgren-Sound sind lange vorbei; damals und NICHT heute waren CHILDREN OF BODOM Mainstream. Denn damals konnten sich Black-, Death-, Dark und Powermetaller mit dem Stilmischmasch der Buben anfreunden. Nun, nach einer Dekade musikalischer Entwicklung sind sie kratzbürstiger, rockiger, punkiger geworden, bauen mehr und mehr Siebziger-Flair in ihre Songs ein. 
Owl – “Owl”
Rituelles Rohmetall
Ein bisschen sieht ja das Cover aus wie die Brücke zur Hornburg. Doch ginge man durch das mächtige Holztor, würde man nur noch auf die Skelette der Rohirrim treffen, und jeglicher Schimmer von Hoffnung in Mittelerde wäre verblasst. Und ein bisschen ist das, was OWL uns hier kredenzen, wie der Rohstahl, aus dem die Zeitgeister ihre Waffen schmieden. Klobig, korrosiv, ganz ohne Lack und Glanz, und dazu mit einer Attitüde, bei der die Kollegen im Vergleich geradezu versöhnlich wirken. 
Valborg – “Barbarian”
Von Frostlandschaften zu Engelsmusik
Wenn ich’s mir recht überlege, sind VALBORG doch eine ziemlich unbequeme Band. Man kann sich an ihr reiben, sie ertragen und erleiden, in ihrer Musik aufgehen oder sie zum Teufel wünschen – doch irgendwie möchte man nicht darüber reden. VALBORG, die Antipille gegen Easy-Listening-Mentalität, ist eine der ganz wenigen Bands, denen es bereits mit einem Song gelungen ist, ihre eigene Identität zu definieren, in der großen Metalwelt ein kleines Achtungszeichen zu setzen. Nicht verwunderlich also, wenn auch ihr neues Werk “Barbarian” in dieser geheimnisvollen Aura schimmert, die sich klugen Reflektionen widersetzt. Nein, das muss man wirklich erleben. 
Malevolent Creation – “Eternal”
Der ewig rasende Killer
Die U.S.-Death-Metaller MALEVOLENT CREATION sind seit jeher bekannt für ihre kompromisslose, schnelle und technisch perfekte Musik, für ihre harten und gnadenlosen Texte, die manchmal auch sehr kritisch beäugelt wurden in der Szene und natürlich für ihre häufigen Besetzungswechsel. Nimmt man alle Musiker zusammen, kommt man locker auf über 20 (!) Personen, die bereits in der Band aktiv waren. Somit ist die ‘böswillige’ Familie eine recht große. Auf “Eternal” bedient Jason Blachowicz den Bass und Gesang, Phil Fasciana und Jon Rubin bedienen die Gitarren und Dave Culross, einer der wahnsinnigsten Fellgerber schlechthin, entsprechend das Schlagzeug. 
Hail Of Bullets – “On Divine Winds”
Raining Kamikazes
Das episch-dramatischen Intro, auslaufend in pazifikrauschende Wellen und der metallische Einbruch hernieder hackender Zero Zens in einen gewöhnlichen Sonntag zeigen den Teil der Weltgeschichte, der HAIL OF BULLETS besonders interessiert: war das letzte Opus dem Zweiten Weltkrieg in Russland gewidmet, so dröhnen wir nun auf die andere Seite des Globus’: Salomonen, Guadalcanal, Pearl Harbour, Seekrieg im Pazifik sind die Stichworte. Martialisch, kämpferisch, archaisch, brutal, so war der Konflikt zwischen Japan und den USA von Anfang an. Im Kosmos der Death Metal Band bildet der Zweite Weltkrieg die Kulisse, das Alibi für das Wüten sirrender Gitarren, brachiale Growls und eine ratternde Rhythmusfraktion. Klar, die Faszination für den Krieg dringt schon in den ersten Takten des aggressiv knüppelnden Openers “Operation Z” durch jede Ritze der Jalousien der Quartiere von Pearl Harbour, welche die arg- und sorglosen Marinesoldaten vor den frühen Sonnenstrahlen schützen sollen. 
Mar De Grises – “Streams Inwards”
Harvester Of Sorrow, Pt. IV: Cordillera De La Costa
Ein weiteres Klassealbum von Season Of Mist möchte ich hier besprechen. Die Chilenen von MAR DE GRISES haben sich enorm weiterentwickelt; gefielen mir schon die Vorgängeralben, so muss ich nun sagen, dass diese Band mit “Streams Inwards” ein sehr hohes kompositorisches Level erreicht hat. Die stringente Mischung aus Doom, lavaartigem Death Metal und Postrock gelingt spielerisch leicht. Denn MAR DE GRISES haben neben den metallischen Leads immer auch einige hintergründig folkloristische Motive in der Backhand, welche den Songs eine elegische Note verleihen. 
The Algorithm – “The Doppler Effect”
Schwindelerregender Stilmix
Wahnsinnige gibt es viele da draußen, keine Frage, und einige davon sind Künstler, Musiker, um es genau zu sagen, die dem Konsumenten ihre eigenwillige Idee von guter Musik nicht vorenthalten wollen. Klar, von solchen Typen gibt es genug; spannend wird es natürlich erst richtig, wenn diese wahnsinnige Kunst auch noch interessant und bestenfalls mitreißend ist. Wie dem auch sei, THE ALGORITHM ist jedenfalls solch ein Projekt, dessen Ergüsse von ‘durchgeknallt’ über ‘hey, das klingt ja richtig cool’ und bis hin zu ‘äääh, ja’ eine große Spannbreite abdecken. 
Black Breath – “Heavy Breathing”
New Wave Of US-Sunlight-Crustcore
Dass Seattle musikalisch nicht vor sich hin dämmert, beweisen die US-Boys von BLACK BREATH. Meine Güte, was stürmen diese räudigen Buben durch das heimatliche Wohnzimmer, um eine Spur der Verwüstung zu hinterlassen. Mit filigraner Sunlight-Revival-Produktion von Kurt Ballon (CONVERGE) ausgestattet, sägen sich die Jünger des Old-School-Schweden-Tods durch ein Soundgebräu, welches appetitlich durch Crust, Hardcore und New Wave Of British Heavy Metal-Licks angereichert wird. Könnte so eine Mischung aus CONVERGE, ENTOMBED, CARCASS und NAPALM DEATH klingen? Vielleicht. 
Grave – “Burial Ground”
Grave mit Groove
Liegt es nun an Drummer Ronnie Bergerståhl, dass das Ungetüm GRAVE wieder zu alter Stärke aufläuft? Fast könnte man es denken. Denn “Burial Ground” geht wieder mehr in Richtung alte Schule, streift BOLT THROWERs Halbkettenfahrzeuge und schafft es tatsächlich, während des Wendens, Ausweichens und Vorpreschens, einige Beulen bei unserem britischen Vorzeigetank zu hinterlassen. BOLT THROWER haben ein Einsehen; daher geht es nun gemeinsam weiter, quer zur Fahrtrichtung anderer Verkehrsteilnehmer. 
Witchery – “Witchkrieg”
Lieber eine neue MERCYFUL FATE!
Auch das Alle-Fünf-Jahre-Projekt WITCHERY lässt eine neue CD vom Ablagestapel. Gästeklampfer wie u.a. Kerry King (SLAYER), Andy LaRocque (KING DIAMOND) oder Hank Sherman (MERCYFUL FATE) sollen dem Sound der Band zu mehr Variabilität und Konsequenz verhelfen. Der neue Sänger, Ex-MARDUK-Fronter Legion, bringt zudem neue Aspekte in die Musik. Er orientiert sich eher am Death Metal als am Black Metal (wie es in der Vergangenheit bei Vorgänger Toxine der Fall war). Außerdem wurde die traditionell-dunkle Heavy Metal-Schlagseite durch Thrash ersetzt, sodass die Band nun ganz anders tönt als in der Vergangenheit. 
Whourkr – “Naät”
Wahnwitzige Symbiose aus Synthetik und Metall
Was die Franzosen Igorrr, -I Snor und Öxxö Xööx mit ihrem Projekt WHOURKR hier veranstalten ist kurz gesagt weit weg von Gut und Böse. Mit ihrer Mischung aus Death Metal, Hardcore Electronics und einer gehörigen experimentellen Kraft, dürften die Tonakrobaten völlig polarisieren und im Grunde weder die Metal- noch die Electronikfraktion vollends für sich gewinnen. Lediglich aufgeschlossene Hörer experimenteller Klänge und mutiger Stilsymbiosen sind gefragt, die sich nicht vor nervenaufreibenden Sample-Experimenten scheuen und sich mit überdrehten Sounds anfreunden können. 
Amoral – “Wound Creations”
Zu gleichförmig
Mit “The Verge”, welches man mit seinen 1:47 Minuten Spielzeit als Intro bezeichnen könnte, gibt es zum Einstand erst einmal ordentlich was auf die Glocke. Dann wandelt sich der Track zum einem technisch ausgereiftem Riffwerk, welches als Spiegel des gesamten Albums gilt. Hochgeschwindigkeitsattacken werden auf “Wound Creations” weitestgehend vermieden, nur vereinzelt sind Anhebungen der Geschwindigkeit erkennbar aber nicht weiter erwähnenswert. AMORAL legen vordergründig Wert auf wohl strukturiertes Riffing mit leichten Melodieeinschüben. Doppelstimmige Gitarren kommen ebenso zum Einsatz wie unterschwellige Melodylines und gut erkennbare Abstufungen zwischen den Parts. 
Thulcandra – “Fallen Angel’s Dominion”
Epigon ohne Seele
Die Bayern von THULCANDRA hatten den Selbstmord ihres Gitarristen zu verkraften. Dazu die Vorliebe für Jon und seine DISSECTION, das muss ein unheiliges Gebräu geben. Und jedes Motiv der Veröffentlichung “Fallen Angel’s Dominion” atmet “Nights Blood”, “Soulreaper” oder “Where Dead Angels Lie”. Nun, das könnte fein stimmen.
Tut es aber nicht. Zwar machen die Buben das schon ganz nett, DISSECTION zu covern, aber die ganz großen Kompositionen haben sie nicht am Start. 







