• Aquilus – „Griseus“Ein richtig schönes Album (sofern man das überhaupt bei dieser Art Musik so sagen darf), majestätisch, erhaben, schwermütig, aber auch bitter und... (Matthias)
  • Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
"Blues"

Kurz notiert #99

Heads. - "Collider"Heads. – "Collider"
Alternative Rock, Grunge, Noise Rock, Sludge (This Charming Man Records, 2018)

Dieses berliner Trio weiß, wie man es krachen lässt. Ihr Noise-geladener Alternative Rock, der in Richtung Post-Punk, Grunge und sogar etwas Sludge schielt, rödelt an allen Ecken. Mit fetzigen, wuchtigen Beats und Riffs, treffen die Jungs durchweg den Kern der Sache. Am Schlagzeug werden die Rhythmen oft mit einem scheppernden Becken gestützt, der Bass pumpt, die Gitarren säbeln ordentlich, es herrscht Alarmzustand. Der Gesang ist häufig fast schon im Shoegaze angesiedelt, hinterlässt wenig aussagekräftige Momente, passt aber trotzdem absolut stimmig ins Geschehen. Coole Scheibe von einer Band, die man im Auge/Ohr behalten sollte, wenn man auf krachigen Rock steht. ⇒ weiterlesen

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Santana – "Abraxas"

Lateinamerikanische Magie

Santana - "Abraxas"Wohl kaum ein anderes SANTANA-Werk ist bis heute so beliebt wie die zweite Albumveröffentlichung "Abraxas" aus dem Jahre 1970. Schon das bunte Flower-Power-Cover, welches ein Gemälde von Mati Klarwein zeigt (in der Vinyl-Version übrigens als wunderbares Klapp-Cover), erinnert an die Love-Peace-And-Harmony-Zeit der '60er und lässt die eigene Fantasie wahre Purzelbäume schlagen. Mit ihrem Mix aus Salsa, Blues, Jazz und etwas psychedelischem Rock haben Carlos Santana und seine Band den Zeitgeist der Woodstock-Generation einmal mehr absolut perfekt eingefangen beziehungsweise wiedergegeben. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #58

Jaws - "Simplicity"Jaws – "Simplicity"
Indie Rock, Shoegaze (JAWS / Eigenproduktion, 2017)

Das zweite Album der britischen Dream Rocker kann was. Immer noch alles im Alleingang machend, können die Birmingham-Jungs sogar noch eine Steigerung zu ihrem schon ziemlich gelungenen Debüt "Be Slowly" aus 2014 vorweisen. Ihr eingängiger Indie Rock wird mit Shoegaze- und Dream-Pop-Elementen bereichert und kann auch den einen oder anderen Ohrwurm vorweisen. Viele werden überrascht sein von der Band, die auf "Simplicity" fast schon jugendlich beginnt und mit zunehmender Spieldauer erwachsener und besser wird. Klasse! ⇒ weiterlesen

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Malia & Boris Blank – "Convergence"

7. Juli 2014 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Jazz und Elektronisches mit Soul

Malia & Boris Blank - "Convergence"MALIA ist in der Jazzszene keine Unbekannte mehr. Die Sängerin, die noch als Teenager nach London zog, und dort in die Welt des Jazz eintauchte, konnte 2012 mit ihrem Tribut an Nina Simone ("Black Orchid", Universal) einiges Aufsehen erregen. Über eine Bekannte traf sie 2010 auf Boris Blank, seines Zeichens ebenfalls kein Unbekannter, sondern Schweizer Elektronikpionier mit YELLO, die von einigen Schwergewichten der Szene für ebenso essentiell erachtet werden wie KRAFTWERK. Zwei Welten fand hier zusammen – eine Jazzsängerin, die sich neuen Ufern öffnen wollte und ein begnadeter Soundarchitekt und Komponist, der in den letzten Jahrzehnten immer wieder eindrucksvoll Stile und Genres vermischt hat, bei denen man eine Fusion kaum für möglich gehalten hätte. ⇒ weiterlesen

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Jeff Beck – "Emotion & Commotion"

27. April 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Virtuos und gefühlvoll

Jeff Beck – "Emotion & Commotion"Über den Gitarrenmeister JEFF BECK braucht man eigentlich nicht mehr viele Worte verlieren. Lediglich den jüngeren unter uns sei gesagt, dass dieser Mann einer der ersten war, die mit dem sogenannten 'electronic fuzz distortion' experimentierten. Ohnehin probierte er viele Varianten aus und tobte sich vornehmlich im Laufe der Zeit im Großraum Jazz ordentlich aus

Die legendären YARDBIRDS stehen in seiner Biografie, mit Rod Stewart und Ron Wood (THE ROLLING STONES) spielte er in den 60er Jahren in seiner eigenen Band JEFF BECK GROUP und er war sogar mal als Gitarrist von PINK FLOYD im Gespräch, musste jedoch gegen David Gilmour klein beigeben. ⇒ weiterlesen

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Cat Power – "Jukebox"

23. März 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Jukebox Heroes

Cat Power - "Jukebox"Als Kind mochte ich die schon damals selten gewordene Gattung der Jukebox. Man warf ein paar Pfennige in den Zauberkasten, suchte sich einen Singletitel aus ("Juke Box Hero") und alle Besucher der Lokalität kamen in den Genuss des gewählten Songs. Man konnte auch mehrere anwählen; ich erinnere mich an BACHMANN TURNER OVERDRIVE und THE ANIMALS. Chan Marshall alias CAT POWER hat den Titel "Jukebox" für ihr vor zwei Jahren erschienenes Album nicht umsonst gewählt.

Denn Chan hat sich ein hohes Ziel gesetzt: unverwechselbare Songs, welche wir für immer mit Hank Williams, Frankieboy Sinatra, James Brown, Billie Holiday, Janis Joplin und Joni Mitchell verbinden, werden von CAT POWER neu interpretiert. ⇒ weiterlesen

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Roine Stolt – "Wall Street Voodoo"

16. Februar 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Ein Blumenkönig im Alleingang

Roine Stolt - "Wall Street Voodoo"Dass ROINE STOLT, hauptamtlich Sechssaiter bei THE FLOWER KINGS, ein Meister seines Fachs ist, sollte unbestritten sein. Ebenfalls unbestritten ist allerdings auch, dass der Gitarrist mit seinem teilweise recht eigenwilligen Spiel bisher nicht überall auf Gegenliebe traf und es vermutlich auch in Zukunft nur schwer schaffen wird, die weite Hörerschaft für sich zu begeistern. Eigentlich unbegründet, ist doch Eigenständigkeit oftmals ein Garant für gute, eben nicht auswechselbare Musik aber letztendlich entscheidet ja zum Glück jeder für sich selbst was er mag und was er hören möchte. ⇒ weiterlesen

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Backyard Tire Fire – "The Places We Lived"

7. Februar 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Handgemachter Blues

Backyard Tire Fire - "The Places We Lived"Das vierte Album "The Places We Lived" der US-Band BACKYARD TIRE FIRE beginnt unspektakulär. Groove, Swing und einfache Akkorde handgemachter Art teilen sich uns lässig, unaufdringlich mit. Von der Wärme, der Gemütlichkeit und träumerischen Schwelgereien lassen wir uns gerne einlullen. Das sehr kurze Lied "Everybody's Down" erinnert sehr an die Bands der Endachtziger/Frühneunziger, welche nach den Phasen von Disco, Elektro und Deutscher Welle echtes Bandfeeling zurück auf die Bühne und in den Player zauberten.

Ein effektives Riff hält dann mit "Welcome To The Factory" Einzug. Solche Songs stehen BACKYARD TIRE FIRE besonders gut; dieser ölige Straßenblues, Staub, die Tanke als einziger Anhaltspunkt am Horizont. Das Solo erinnert uns an BLACKFOOT, LYNYRD SKYNYRD und MOLLY HATCHET. Überhaupt, diese Musik funktioniert am besten im Truck, im Straßenkreuzer oder dem Cabrio aus den Fünfzigern, und zwar nicht in Wanne-Eickel, sondern auf der Route 66. ⇒ weiterlesen

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Melissa-Bel – "Brave"

11. November 2009 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
She's got the blues

Melissa-Bel - "Brave"Jung und erfolgreich – das eine ist sie schon und das andere könnte sie mit so einem Album ziemlich schnell werden. Die Rede ist von Melissa-Bel, einer aufstrebenden Sängerin aus Burlington in Kanada, die mit ihrem Debütalbum "Brave" ihren ersten großen Schritt gegangen ist. In einer Zeit, in der die meisten ihrer Altersgenossen den schnellen Popstars-Ruhm suchen, setzt die 20jährige auf bodenständige Musik mit Klasse. Kein publikumswirksames Heischen nach Aufmerksamkeit um jeden Zweck, sondern echtes Talent und Hingabe. ⇒ weiterlesen

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Tito & Tarantula – "Back Into The Darkness"

Back at Titty Twister

Tito & Tarantula - "Back Into The Darkness""Back Into The Darkness" führt uns zurück an den Ursprung: wir erinnern uns gern, es war die Titty Twister Bar in Tarantinos Kult-Movie "From Dusk Till Dawn", wo der Meister höchst selbst Selma Hayeks Vampirinstinkte weckte und dem Fortlauf der Ereignisse eine unverhoffte Wendung gab. Zu all dem entstehenden Chaos spielten TITO & TARANTULA unbeindruckt den inzwischen legendären Song "After Dark." Daran nun erinnert wahrscheinlich nicht ganz unabsichtlich der Titel des neuen Albums von TITO & TARANTULA.

Und in der Tat, "Come Out Clean" führt zurück in diese ölige, verschwitzte, staubig-schmutzige Lokalität, welche von seltsam anmutenden Wesen aufgesucht wird. Die Orgelsequenz am Ende des Tracks erinnert allerdings auch an einen anderen Film: "Sie gestatten, Morten Slumber, Slumber Incorporated" flötet dienstbeflissen der Besitzer eines Krematoriums in irgendeiner US-Wüste, kurz bevor 007 unliebsame Bekanntschaft mit dem Verbrennungsofen macht (James Bond, "Diamantenfieber"). ⇒ weiterlesen

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Marilyn Manson – "The High End Of Low"

Marilyn Manson - "The High End Of Low"4 Ohren 2 Meinungen

Für MARILYN MANSON alias Brian Warner ist jedes Album ein Stück Selbsttherapie, das ist bei "The High End Of Low" nicht anders und wird sogar explizit hervorgehoben. Ob Mr. Manson nun aktuell mehr auf den Bühnen hin und her wankt, und der von Trent Reznor als "dope clown" bezeichnete nur mit Sauerstoffmasken halbgare Performances übersteht, ändert nichts an der Tatsache, dass er nach wie vor gute Alben produzieren kann. Da sind sich ME und Bastian einig. ⇒ weiterlesen

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Backyard Tire Fire – "Vagabonds And Hooligans"

An der Tanke und Tarantino ist weit weg...

Backyard Tire Fire - "Vagabonds And Hooligans""Vagabonds And Hooligans" nannte sich die dritte Veröffentlichung von BACKYARD TIRE FIRE, einer US-Band, die es in den Staaten schon zu einiger Reputation gebracht hat. Inzwischen gibt es Album Nummer vier: „The Places We Lived“, eine Besprechung der gelungenen neuen CD folgt, versprochen!

Nun, um es vorweg zu nehmen: Dieses dritte Werk, welches ja oft als wegweisend für eine Band bezeichnet wird, ist endlich mal eine Oase der Ruhe und Stille inmitten all der dröhnenden Veröffentlichungen der letzten Zeit. Denn hier wird nicht mit Fanfaren um sich geworfen, produktionstechnisch aufgebläht oder irgendwelche 0815-Licks nachgespielt. Vielmehr steht die Musik der Band im Zeichen solcher Acts wie NEIL YOUNG, CREEDENCE CLEARWATER REVIVAL oder MARCY PLAYGROUND. Blues, Alternative-Country, Southern Rock, Folk, Indie reichen sich aufs angenehmste die sonnenbeschienene Klinke in die Hand. ⇒ weiterlesen

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Mark Keller – "Film Noir – Music From The Motion Picture"

11. März 2009 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Soundtrack Noir

Mark Keller - "Film Noir - Music From The Motion Picture"Nachdem hier bereits der sehenswerte Film "Film Noir" besprochen wurde, soll an dieser Stelle noch in Kürze der Soundtrack von Mark Keller erwähnt werden. Der Vollblutkünstler und -musiker hat nämlich nicht nur als Stimme von Sam im Film hervorragende Arbeit geleistet, sondern auch den perfekten Score für das moderne Noir-Werk und seine düster-verwegene Atmosphäre geschaffen.

Erwartungsgemäß dominieren Jazz und Blues die Kompositionen, in denen sich die grauen Straßenzüge einer Stadt voller Abgründe, Neonlichter in der Nacht, die Stripclubs und Bars und die lichtscheuen Gestalten, die sich dort herumtreiben, widerspiegeln. ⇒ weiterlesen

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Motörhead – "Motörizer"

7. September 2008 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Lemmy plays the Blues

Eine neue MOTÖRHEAD ist immer auch eine alte MOTÖRHEAD. Sonst wäre es ja nicht Lemmy. Wenn die ersten Takte von "Runaround Man" ertönen, meint man in der Zeitmaschine ins Jahr 1980 zurückzureisen, oder war es 1982? Oder 1996? Egal. Und dennoch… Es gibt Unterschiede. MOTÖRHEAD spielen in der Gegenwart gerne mit mehr Bluesanteilen und dazu wie gehabt Rock, Metal und Rock'n' Roll gleichzeitig. Dabei schiebt die Band, was das Zeug hält. Der Opener ist dafür ein gutes Beispiel. "(Teach You How To) Sing The Blues" ebenso. Campbell soliert klar, professionell, dennoch mit Inspiration. Dee böllert sich durch das Schlagwerk, wie es wenige besser können. Sie spielen insgesamt weicher mit mehr Nähe zu ZZ TOP als zu "The Hammer"-Zeiten, dennoch ist auch Fast Eddy nie allzuweit entfernt. ⇒ weiterlesen

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