• valerie renayTake a look! http://www.youtube.com/watch?v =vViinMt156s
  • MEAuch hier gilt: die Version mit Bonus greifen! ‘Age Of Creation’ ist ein wunderbarer Achterbahn-Track,...
  • MEAuch für dieses Album gilt: die edle Digifassung mit Bonustrack ‘Tired Bones’ (lässig-schwerer...

Black Metal

Goatpsalm – “Erset La Tari”

Pestrituale

Krankheit, Tod und Hölle. In diesem Bermudadreieck fischen GOATPSALM, und ihre Klänge sind alles andere als versöhnlich. Das illustre Kollektiv, dessen Musiker auch in zahlreichen anderen Projekten ihr Unwesen treiben (u.a. KARNA) hat sich selbst dem ‘death industrial’ verschrieben. Nimmt man noch die als Einflüsse zitierten Bands hinzu (In Slaughter Natives, Archon Satani, Karjallan Sissit), ahnt man, was damit gemeint sein könnte.

GOATPSALM entfachen auf ihrem Album “Erset La Tari” eine giftige Melange schwarzer Tonkunst, die man zuletzt u.a. auch auf ADERLATINGs aktuellem Album “Spear Of Gold And Seraphim Bone” hören kann.

Tags: , , , ,

Borknagar – “Urd”

27. März 2012 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Ode an Jotunheimen

Der Opener “Epochalyse” fuhrwerkt bereits mit allen Stilmitteln durchs nordisch-kahle Geäst, majestätisch, bombastisch, opulent. Die Norweger BORKNAGAR huldigen der ungezähmten Natur mit ihrer neuen Veröffentlichung “Urd” wieder einmal in Form dieser eigentümlichen Mixtur aus Psychedelic, Seventies Rock, Prog und Black Metal. Die diesmal aufgebotenen drei Vocalisten Simen “ICS Vortex” Hestnæs, Andreas “Vintersorg” Hedlund und Lars “Lazare” Nedland liefern sich von Anfang an packende Gesangsduelle. Auffallend ist der monumentale Touch, Klassik tönt im Hintergrund, man hat den Eindruck, direkt vor einen Lawinensteilhang auf die Nordseite eines Bergmassivs ungeheuren Ausmaßes versetzt zu werden.

Tags: , , ,

Germ – “Wish”

21. März 2012 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Atmosphärischer Black-Metal-Synth-Rock

Ich habe “Wish” erstmal eingeworfen, bevor ich mich überhaupt damit beschäftigt habe, wer GERM eigentlich sein soll. Äußerst vertraute Klänge leiteten dann meine Vermutung aber auf die todsichere Fährte: Wenn jemand mit atmosphärischen Klängen Black Metal Kälte und analoge Rockwärme so charakteristisch verbinden kann, dann nur jemand aus dem australischen Kollektiv, in dem auch AUSTERE und GREY WATERS unterwegs sind. “Wish” klingt wie die aurale Vermählung dieser Acts, und so verwundert es nicht mehr, dass hinter GERM kein geringerer (und auch kein anderer) als Tim Yatras steht.

Tags: , , , ,

Swallow The Sun – “Emerald Forest And The Blackbird”

6. Februar 2012 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Frostmortem

“Swallow”, “Unhallow” und “Shallow” sind ihre lyrisch klingenden Lieblingswörter an Zeilenenden; das haben sie mit Kombos wie PARADISE LOST oder OPETH gemeinsam. Sie zelebrieren eine atmosphärische Mischung aus Doom, Death, Black, Gothic, Akustik und Rock, wobei sie immer die Balance zwischen Tradition und Moderne halten. Es setzt Flüstergesänge, Wispern, Growls, Gefauche und Klarstimmen, manchmal auch zweistimmige; auch sparsam akzentuierte Female-Vocals bereichern manch eine Komposition. Wir werden an PORCUPINE TREE ebenso erinnert wie an die bereits eingangs zitierten OPETH, PARADISE LOST oder KATATONIA. Auch IRON MAIDEN in ihrer frühesten Phase schwingen im ein- oder anderen Akkord mit. Nach diesem opulenten Intro kann es sich, der Leser hat es längst erraten, nur noch um die neueste Veröffentlichung der finnischen Trauerweiden SWALLOW THE SUN handeln, welche jüngst ihr neuestes Opus “Emerald Forest And The Blackbird” veröffentlichten.

Tags: , , , ,

Oranssi Pazuzu – “Kosmonument”

31. Oktober 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
The Ace Of Space

Nach zahlreichen durchschnittlichen Black Metal-Veröffentlichungen der letzten Wochen und Monate, nehmen wir als Beispiel TSJUDER, TAAKE oder FORGOTTEN TOMB, welche an Althergebrachtem festhalten und kaum über den schwarzen Tellerrand lugen, gibt es genau zur richtigen Zeit, wenn der Herbst-Blues den Hörer unaufhaltsam einholt, glücklicherweise auch Alben aus dem Düster-Genre, welche an Hörgewohnheiten, Toleranz und Neugier seitens des Rezensenten einige Ansprüche stellen. Die spleenigen finnischen Kosmonauten ORANSSI PAZUZU melden sich nämlich zwei Jahre nach ihrem starken Debüt “Muukalainen Puhuu” mit einem weiteren dunklen Opus zurück.

Tags: , ,

ICS Vortex – “Storm Seeker”

23. Oktober 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Der den Sturm sucht

Ich muss es gleich zu Anfang sagen: ICS Vortex alias Simen Hestnæs ist mit seinem “Soloalbum” ein wirklich vortreffliches Kleinod gelungen! Der ehemalige BORKNAGAR- und DIMMU BORGIR-Mitstreiter mit der pathosgeschwängerten eigenwilligen Stimmlage hat, unterstützt von BORKNAGAR-Musikern, ein richtig gutes Album eingespielt. Dabei setzt er auf seinen sehr ausdrucksstarken, etwas nasalen Gesang, sehr melodische, jedoch immer neugierig und somit unerwartet ausschweifende Akkorde sowie eine druckvolle Produktion, welche schon an die Siebziger erinnert, als spaciger Pomp noch als “Instrument” Verwendung fand.

Tags: , ,

Einherjer – “Norrøn”

19. September 2011 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Pursuit Of The Vikings Part VI: Bifrost-Balladen

Eine neue EINHERJER nach dem Überalbum “Blot” aus dem Jahre 2004? Das würde schwer werden, vermutete ich mal frech. Und die unpeinlichste Viking-Band aller Zeiten schafft es doch, mich zu überraschen. Denn “Norrøn” ist wirklich gut geworden! Der 12-Minuten-Opener  “Norrøn Kraft” bietet alles, was diese Band auszeichnet: Düstere Epik, orchestrale Opulenz, Lagerfeueratmosphäre,  gemeinen Krächzgesang, Heavyness, heroischen Viking, hymnische Akustik und einen unglaublich guten Mittelteil mit phantastischer Folkpassage. Selbige ist so gut, dass ich sie immer wieder antippe, ab Minute 9:32 geht es los…

Tags: , ,

Moonsorrow – “Varjoina Kuljemme Kuolleiden Maassa”

5. September 2011 | Musikrezensionen | 2 Kommentare
Pursuit Of The Vikings Part V: Ruf der Altvorderen

Das letzte “echte” Album (es gab ja noch die Überlänge-EP “Tulimyrsky”) der finnischen Götter von MOONSORROW “Viides Luku – Hävitetty” liegt vier lange Jahre zurück. Im Gegensatz zu damals haben die Männer aus dem Lande der tausend Seen auf dem neuen Opus “Varjoina Kuljemme Kuolleiden Maassa” diesmal wieder mehr Songs aufgenommen; deren vier nämlich, dazu gesellen sich drei kurze instrumentale Zwischenspiele. Klar, dass es sich ausnahmslos um Überlängetracks handelt, inzwischen ein Markenzeichen dieser außergewöhnlichen Band. MOONSORROW bleiben sich treu, verbinden auch heute wieder diese melancholisch subtile Folklore mit schwarzmetallischer Raserei. Chöre, Fauchgesänge (welche klar in der Überzahl sind) und manchmal kurze Erholungsphasen am Lagerfeuer bestimmen das Hörbild.

Tags: , , ,

Vreid – “V”

23. August 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Pursuit Of The Vikings Part III: Dogfight over Sogndal

Wir lauschen gespannt, denn ganz kurz am Beginn des Openers “Arche” könnte es mit THE CULTs “The Phoenix” weitergehen. Ein Thrashriff und eine Stakkatomelodie hämmern in den Song hinein, welcher Sture Dingsøyrs garstige Vocals aufbietet, welche noch weit biestiger tönen als zuletzt. “The Sound Of Emptiness…” faucht Sture, dann setzt es ein Break, melancholisch-nordische Schnitterklangwelten entführen ins schwarze Schneetreiben. Dann ein Solo. SATAN zu Zeiten von “Who Dies Wins” stehen Pate für die Wahnsinns-Gitarrenorgie, welche vollkommen untypisch ist für Black Metal und welche sich entfaltet wie eine Zauberblume, auffächert wie ein Schwarm Spitfires kurz vor der “Pitch Black Attack“.

Tags: , ,

Kampfar – “Mare”

13. August 2011 | Musikrezensionen | 2 Kommentare
Pursuit Of The Vikings Part II: Blitzeis

Kontinuität gefällig? Ihr habt es so gewollt: Die formidablen Norweger von KAMPFAR ackern sich seit 15 Jahren unermüdlich durchs dornige Gestrüpp, immer im Untergrund, immer gut. Und immer blieben sie sich treu. Denn die eiskalten Hymnen, welche sie darboten, nie waren sie anbiedernd, im Gegenteil, sie sägten sich durchs Unterholz, boten Atmosphäre, klirrend, schwirrend, Unheil verkündend. Mit “Mare” nun hat diese Band ein weiteres kleines Kristall-Juwel geschaffen.

Tags: , ,

Ekpyrosis – “Ein Ewiges Bild”

5. August 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Neun Finger ergeben eine Faust

Neun namenlose Titel, neun Kapitel ohne Überschrift. Also das Gleiche wie bei “Mensch aus Gold”, nur das der monolithische Block jetzt in diese neun Stücke zertrümmert wurde? Mitnichten. Aber das obskure Black Metal Projekt EKPYROSIS aus dem Kreis der Zeitgeister lässt den Hammer gewaltig kreisen.  Ihr Credo des Black Metal Thrash, skandiert auf dem Debüt, treibt nun auf dem zweiten Album zu neuer Blüte.

Tags: , ,

Helrunar – “Sól”

1. März 2011 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Nebelspinne

HELRUNAR wurden bisher immer von mir abgewatscht. Zu kratzig und mit zu wenig wirklichen Einfällen war das Liedgut beseelt; daher war “The Big Sleep” stets näher als das schwarze Unheil aus der Büchse der Pandora. Nun, nach entscheidendem Besetzungswechsel an der Streitaxt haben die Buben aus Münster auf ihrem neuesten (Doppel-)Album “Sól” glatt Gitarren für sich entdeckt. Auch tönen die sehr atmosphärischen Songs klarer, man merkt es den Gläsern an, auch sie kommen aus der Tiefkühltruhe, ganz zu schweigen vom bitteren Inhalt.

Tags: ,

Iskald – “The Sun I Carried Alone”

23. Februar 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Pursuit Of The Vikings Part I: Ist kalt – Nordwand, auf unbekannten Wegen

Eine nicht um Konsensattitüde bemühte Black Metal-CD mit Anspruch, d.h. wirklich originellen Ideen zu entwerfen, ist sehr schwer in heutiger Zeit. Nun, den zwei frostigen Buben Simon Larsen und Aage Krekling aus Bodø in Norwegen, welchen wirklich immer kalt ist, weshalb sie sich auch so nannten, nämlich ISKALD, ist genau das gelungen. Eiskalt tönen die Songs, klirrend ist die Atmosphäre der neuen Tracks des dritten Albums. “The Sun I Carried Alone” ist dabei beileibe kein Opus, das getragen-pathetisch die Melodramatik im Sonnenlicht liegender Schneegipfel einfängt, oh nein.

Tags: ,

Code – “Resplendent Grotesque”

25. Dezember 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Harvester Of Sorrow, Pt. VII: A view in sham mirrors

Code - "Resplendent Grotesque"Und noch einen Stil-Bastard aus dem Jahre 2009 möchte ich hier kurz vorstellen, weil er so gut in die “Harvester”-Serie passt. CODEs musikalische Herangehensweise auf “Resplendent Grotesque” erinnert mich an eine Mischung aus EMPEROR und ARCTURUS, disharmonische Gitarrenpassagen kontrastieren mit weiten, nordischen Melodiebögen und gemeines Gefauche wird immer wieder von erhabenen Klargesängen ergänzt. Im Gegensatz zu VULTURE INDUSTRIES überdrehen CODE die Schraube nicht, bleiben Atmosphäre und Song treu.

Tags: , , ,

Fen – “The Malediction Fields”

21. Dezember 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Harvester Of Sorrow, Pt. VI: Feuer und Eis

Fen - "The Malediction Fields"Einen Bastard aus eruptiven Schwarzmetallausbrüchen, weichen Ambientklangteppichen und experimentierfreudigem Postrock präsentieren die Engländer von FEN mit ihrem Debüt “The Malediction Fields”. Stets agiert die Band mit Blick auf den Song, d.h. sie verzettelt sich nicht und kombiniert die Stilelemente auf integrierende Weise. Harscher Fauchgesang wird immer wieder von Klargesängen kontrastiert. Dabei, und das ist bemerkenswert, erinnert mich die Band insgesamt vom Sound und den Arrangements her an keine andere mir bekannte Kombo; Mangel an Eigenständigkeit kann man den Buben also nicht vorwerfen.

Tags: , ,