• MattHätte man kaum besser ausdrücken können. Fantastisches Album. Hier stimmt alles.
  • MattNach häufigem Hören des Albums muss ich von einer klaren Enttäuschung sprechen. Aalglatte Kompositionen, die...
  • WraithWarum soll das Modell einer Populationskontrolle generell schlecht sein, nur weil es in unseren Gesellschaften...
"Black Metal"

Koldbrann – “Vertigo”

24. Februar 2013 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Black Corridors

Es gibt Musik, die können nur Norweger machen. Die Schwarzheimer KOLDBRANN sind insofern typisch für diesen rauen Landstrich. Schon “Moribund” setzte entsprechende Black Metal-Akzente. Und der Nachfolger “Vertigo” setzt nun einige Jahre später kräftig einen drauf. Denn die dornigen Buben sind auf jeden fall experimenteller geworden. Der Opener “Introvertigo” könnte hohepriesterhaft eine düstere Prozession untermalen. Monoton und atmosphärisch, verhallt und garstig tönt der Song, ohne natürlich die melodischen Aspekte des Nordens zu vernachlässigen.

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Vreid – “Welcome Farewell”

22. Februar 2013 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Kingdom Cold

Im Gegensatz zum Vorgänger “V” donnern VREID mit “Welcome Farewell” wieder konsequent über den Hörer hinweg. Sperrige Passagen werden vermieden. Stattdessen hält unter anderem Metal und Rock der mittleren DARKTHRONE-Phase Einzug. Erdiges Riffing, das für die Norweger so typische Fahrt aufnehmen auf kantigem Grund, flirrende Soli mit Verweisen auf Thrash und die erste IRON MAIDEN sowie rauer Black Metal der Frühzeit ergeben eine Melange, welche sofort mitreißt.

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Enslaved – “Riitiir”

20. Februar 2013 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Die Magie kommt von allein

ENSLAVED hatten ja vor zwei Jahren mit “Axioma Ethica Odini” ein wahres Meisterwerk veröffentlicht, ein weiteres neben “Isa”. Nun gehen sie mit “Riitiir” noch weiter, agieren sperriger, verschrobener, komplexer. Und sie bleiben ihrer Tradition treu, auf ein eher glatteres ein verschachtelteres Album folgen zu lassen.

“Thoughts Like Hammers” eröffnet den düsteren Kosmos mit der Mischung aus Black Metal und Indie-Rock, welche wir ja zu schätzen wissen. Growls (welche sehr gemein tönen) und Herbrands progressive Gesänge liefern sich ein tapferes Scharmützel. Gut ist, dass Grutle nicht locker lässt; seine harschen Gesangsbeiträge bilden einen trefflichen Kontrast zum eher optimistischen Herbrand.

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Helheim – “Heiðindómr ok Mótgangr”

17. November 2012 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Black Arrows

Nach den halbgaren, komplex-wirren letzten Alben der Norweger HELHEIM veröffentlichte die Band im letzten Jahr “Heiðindómr Ok Mótgangr”. Niemals hätte ich gedacht, dass es dieser Band gelingen würde, noch einmal so ein geiles, durchgängig hochwertiges Black Metal-Album aufzunehmen. Denn das ist es geworden, eines der besten Werke des Genres der letzten Zeit. “Viten og mot (Sindighet)” startet episch, sehr melancholisch, dennoch klirrend und düster und sagen wir es vorweg, diese dunkle Schiene behält die Band über mehr als fünfzig Minuten bei. Tolle Soli, völlig ungewohnt für diese Musikrichtung, ein beinahe an eine Tuba erinnernder Effekt und atmosphärischer Hall begleiten den staunenden Hörer. Das sollen HELHEIM sein, die Band, welche einen mit ihren wirren Songstrukturen zuletzt beinahe aus dem Fenster springen ließ? Aus dem Erdgeschoss natürlich…

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Planks – “Funeral Mouth”

28. Oktober 2012 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Deutsche Gräber

Ich habe mir mit dem zwei-wörtigen Teaser wirklich Mühe gegeben. Aber um das metaphorische Rätsel gleich aufzulösen: PLANKS sind quasi das deutsche Gegenstück zu TOMBS (mit denen sie passenderweise schon eine Split geteilt haben). Die Nordamerikaner haben mich damals mit ihrem Debüt “Winterhours” absolut umgeblasen. Diese Mischung aus Doom, Black, Sludge und ungezügelter Hardcore-Aggression mit einem derartigen Arschtreter-Sound hatte ich so noch nie gehört. Deshalb schon jetzt danke an euch, PLANKS, dass ihr das genauso geil draufhabt!

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Germ – “Loss”

4. Oktober 2012 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Positive Depressionen

Vor gut einem halben Jahr stellte sich GERM mit “Wish” der Welt vor, nun steht schon das neue Werk in den Startlöchern. Kein Album, eine EP, aber mit gut 35 Minuten wirklich bis zum Rand einer vollwertigen Veröffentlichung gefüllt. Seinen mit “Wish” eingeschlagenen Weg setzt der Australier konsequent fort – und der führt ihn vor allem weg vom Black Metal, weg von aller Finsternis, noch deutlicher als auf seinem Debütalbum. Schon die ersten beiden Stücke “My Only Hope” und “So Lonely, Dead Lonely” geizen nicht melodischer Stärke und regelrechter positiver Energie, auch wenn sich das vermutlich nicht in den Texten niederschlägt. Zu diesem Kontrast gesellen sich auch die extremen Schreie im Gesang, die vor diesem atmosphärischen Hintergrund manchmal schon etwas deplatziert wirken. Aber wenn es positive Aggression gibt, dann wohl auch positive Depression.

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Kråke – “Conquering Death”

8. Juli 2012 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Winter is coming soon II

Auch die Norweger von KRÅKE setzen ganz auf die Schnittmenge früher DIMMU BORGIR, LEGENDA und ähnlich episch-atmosphärischer Kombos. Sehr melodisch, dramatisch und mit wenig aneckenden Geifer-Vocals versucht der Fünfer mit dem Raben im Namen winterliche Atmosphäre heraufzubeschwören. Jetzt in der Julihitze gelingt das auch bisweilen. Im Winter wäre ich da nicht so sicher, da gibt es weit düsterere Vertreter.

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Ereb Altor – “Gastrike”

Winter is coming soon

So episch, melodisch und heldisch wie auf “Gastrike” waren EREB ALTOR noch nie. Die skandinavische Horde erschafft mit Vorliebe schauerliche Atmosphäre, klar. Es schneit, ist kalt, der Weg zum Gipfel voller kantig-rauer Felsgrate. Zudem lauert da etwas. Dennoch, immer ist da auch ein Leitmotiv, eine Strömung, die ins Optimistische hinein rankt. Das Rezept ist natürlich alles andere als neu.
Doch EREB ALTOR erschaffen ganz nette Kompositionen. Das unterscheidet sie von melodischem Black Metal der Neuzeit. Sie überladen die Tracks nicht allzu sehr. Heroische Chöre, Breaks und verspielte Passagen zeigen, dass die bösen Buben diverse Einflüsse verarbeiten und daraus eine eigenartig hymnische Melange zubereiten.

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Draumar – “Gebirge”

Kleine Ode an die Berge

Sieht man ins kunstvoll gestaltete Booklet von “Gebirge” könnte man glatt meinen, “so hat man den Harz noch nicht gesehen”. Kompliment an den Fotografen, der hier wirklich schöne Landschafts- und Gebirgsmotive eingefangen hat. Und sicherlich ist das tatsächlich abgebildete Gebirge ein Stück höher als der Harz, der auf dieser EP besungen wird. Für die musikalische Umsetzung setzen die bayrischen DRAUMAR wie gehabt stark auf orchestrale Elemente und gemäßigten Black Metal mit deutlichem Hang zu Folk und Pagan.

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Goatpsalm – “Erset La Tari”

Pestrituale

Krankheit, Tod und Hölle. In diesem Bermudadreieck fischen GOATPSALM, und ihre Klänge sind alles andere als versöhnlich. Das illustre Kollektiv, dessen Musiker auch in zahlreichen anderen Projekten ihr Unwesen treiben (u.a. KARNA) hat sich selbst dem ‘death industrial’ verschrieben. Nimmt man noch die als Einflüsse zitierten Bands hinzu (In Slaughter Natives, Archon Satani, Karjallan Sissit), ahnt man, was damit gemeint sein könnte.

GOATPSALM entfachen auf ihrem Album “Erset La Tari” eine giftige Melange schwarzer Tonkunst, die man zuletzt u.a. auch auf ADERLATINGs aktuellem Album “Spear Of Gold And Seraphim Bone” hören kann.

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Borknagar – “Urd”

27. März 2012 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Ode an Jotunheimen

Der Opener “Epochalyse” fuhrwerkt bereits mit allen Stilmitteln durchs nordisch-kahle Geäst, majestätisch, bombastisch, opulent. Die Norweger BORKNAGAR huldigen der ungezähmten Natur mit ihrer neuen Veröffentlichung “Urd” wieder einmal in Form dieser eigentümlichen Mixtur aus Psychedelic, Seventies Rock, Prog und Black Metal. Die diesmal aufgebotenen drei Vocalisten Simen “ICS Vortex” Hestnæs, Andreas “Vintersorg” Hedlund und Lars “Lazare” Nedland liefern sich von Anfang an packende Gesangsduelle. Auffallend ist der monumentale Touch, Klassik tönt im Hintergrund, man hat den Eindruck, direkt vor einen Lawinensteilhang auf die Nordseite eines Bergmassivs ungeheuren Ausmaßes versetzt zu werden.

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Germ – “Wish”

21. März 2012 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Atmosphärischer Black-Metal-Synth-Rock

Ich habe “Wish” erstmal eingeworfen, bevor ich mich überhaupt damit beschäftigt habe, wer GERM eigentlich sein soll. Äußerst vertraute Klänge leiteten dann meine Vermutung aber auf die todsichere Fährte: Wenn jemand mit atmosphärischen Klängen Black Metal Kälte und analoge Rockwärme so charakteristisch verbinden kann, dann nur jemand aus dem australischen Kollektiv, in dem auch AUSTERE und GREY WATERS unterwegs sind. “Wish” klingt wie die aurale Vermählung dieser Acts, und so verwundert es nicht mehr, dass hinter GERM kein geringerer (und auch kein anderer) als Tim Yatras steht.

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Swallow The Sun – “Emerald Forest And The Blackbird”

6. Februar 2012 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Frostmortem

“Swallow”, “Unhallow” und “Shallow” sind ihre lyrisch klingenden Lieblingswörter an Zeilenenden; das haben sie mit Kombos wie PARADISE LOST oder OPETH gemeinsam. Sie zelebrieren eine atmosphärische Mischung aus Doom, Death, Black, Gothic, Akustik und Rock, wobei sie immer die Balance zwischen Tradition und Moderne halten. Es setzt Flüstergesänge, Wispern, Growls, Gefauche und Klarstimmen, manchmal auch zweistimmige; auch sparsam akzentuierte Female-Vocals bereichern manch eine Komposition. Wir werden an PORCUPINE TREE ebenso erinnert wie an die bereits eingangs zitierten OPETH, PARADISE LOST oder KATATONIA. Auch IRON MAIDEN in ihrer frühesten Phase schwingen im ein- oder anderen Akkord mit. Nach diesem opulenten Intro kann es sich, der Leser hat es längst erraten, nur noch um die neueste Veröffentlichung der finnischen Trauerweiden SWALLOW THE SUN handeln, welche jüngst ihr neuestes Opus “Emerald Forest And The Blackbird” veröffentlichten.

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Oranssi Pazuzu – “Kosmonument”

31. Oktober 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
The Ace Of Space

Nach zahlreichen durchschnittlichen Black Metal-Veröffentlichungen der letzten Wochen und Monate, nehmen wir als Beispiel TSJUDER, TAAKE oder FORGOTTEN TOMB, welche an Althergebrachtem festhalten und kaum über den schwarzen Tellerrand lugen, gibt es genau zur richtigen Zeit, wenn der Herbst-Blues den Hörer unaufhaltsam einholt, glücklicherweise auch Alben aus dem Düster-Genre, welche an Hörgewohnheiten, Toleranz und Neugier seitens des Rezensenten einige Ansprüche stellen. Die spleenigen finnischen Kosmonauten ORANSSI PAZUZU melden sich nämlich zwei Jahre nach ihrem starken Debüt “Muukalainen Puhuu” mit einem weiteren dunklen Opus zurück.

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ICS Vortex – “Storm Seeker”

23. Oktober 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Der den Sturm sucht

Ich muss es gleich zu Anfang sagen: ICS Vortex alias Simen Hestnæs ist mit seinem “Soloalbum” ein wirklich vortreffliches Kleinod gelungen! Der ehemalige BORKNAGAR- und DIMMU BORGIR-Mitstreiter mit der pathosgeschwängerten eigenwilligen Stimmlage hat, unterstützt von BORKNAGAR-Musikern, ein richtig gutes Album eingespielt. Dabei setzt er auf seinen sehr ausdrucksstarken, etwas nasalen Gesang, sehr melodische, jedoch immer neugierig und somit unerwartet ausschweifende Akkorde sowie eine druckvolle Produktion, welche schon an die Siebziger erinnert, als spaciger Pomp noch als “Instrument” Verwendung fand.

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