• Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)
"Black Metal"

Kurz notiert #80 – Extrem hörbar

Erebus Enthroned - "Temple Under Hell"Erebus Enthroned – "Temple Under Hell"
Black Metal (Seance Records, 2014)

Es ist ein Kreuz mit den guten Bands. EREBUS ENTHRONED aus Australien lösten sich im Jahre 2015 auf, nicht aber ohne zuvor noch ein verdammt gutes Album auf den Markt zu bringen. Auch wenn bekannte Formen des Black Metal stets erkennbar sind, haben die meisten Bands aus Down Under etwas ganz eigenes an sich. Man nehme zum Beispiel RUINS oder NAZXUL, die ebenfalls hervorstechen mit ihrer Art, diesen Stil zu zelebrieren. So auch EREBUS ENHRONED, die mit guter, an RUINS erinnernder Produktion glänzen und musikalisch kräftig Druck machen. Der Stoff springt dir direkt ins Gesicht. Es wird viel im High Speed geblastet, es gibt aber auch ebenso viele atmosphärische Midtempoparts, die manchmal mit beschwörenden Vocals untermalt werden. Ein starkes Album und ein Trauerspiel, dass es die Band nicht mehr geben soll. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #79 – Extrem hörbar

Baring Teeth - "Ghost Chorus Among Old Ruins"Baring Teeth – "Ghost Chorus Among Old Ruins"
Technical Death Metal, Progressive Death Metal (Willowtip Records, 2014)

Heiliger Falter, diese Texaner wollen es aber wissen! Auf ihrem zweiten Full-Length gehen BARING TEETH noch einen Schritt weiter als auf ihrem vorzüglichen Erstling "Atrophy" und stellen sämtliche Regler auf anspruchsvoll, vertrackt, sperrig, abgefahren und grundsätzlich extrem. Sie riffen sich durch schwierige Parts, gehen über in einen kurzen Blast-Ausflug, brechen diesen abrupt ab und verschachteln ihre Musik wieder dermaßen, dass man die Konzentration beim Hören niemals aufgeben sollte, sonst wird alles Positive ins Gegenteil gewendet und die Scheibe nervt ultra ab. BARING TEETH polarisieren, ganz klar, aber dafür ist ihre Musik auch einzigartig. GORGUTS auf Drogen! ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #78 – Extrem hörbar

Tehom - "The Merciless Light"Tehom – "The Merciless Light"
Death Metal (Blood Harvest, 2017)

TEHOM ist ein dynamisches Duo aus Schweden. Allerdings spielen sie keinen typischen Elchtod-Sterbestahl, wie man es vielleicht aufgrund ihrer Herunft erwartet. Ihre Musik ist düster, aber oft auch schnell und treibend. Der Sound, die Produktion, ist leicht rau und erinnert an amerikanische Death-Metal-Klassiker à la MORBID ANGEL oder auch AUTOPSY, wobei TEHOM etwas flotter zur Sache gehen als letztgenannte Rotzlöffel. Der röhrende Gitarrensound lässt die Musik natürlich und sympathisch erscheinen. Von Glanz und Gloria keine Spur, was in Zeiten von ultrasterilen Deathcore-Alben sehr erfrischend ist. Zum Abschädeln vorzüglich geeignet. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #76 – Extrem hörbar

Ion - "Ion"Ion – "Ion"
Black Metal (Eigenproduktion, 2014)

Schweres Geschütz wird von den U.S.-Schwarzmetallern aus San Francisco aufgefahren. Wenn das Trio richtig Fahrt aufnimmt, kommt der schwarze Geist der Musik so richtig schön zur Geltung. Zwischendurch wird das Szenario fast komplett runtergefahren und sehr vorsichtige Ambient-Klänge übernehmen das Zepter. Diese Passagen ("Transcendence") kann man fast schon als reine Klangcollagen bezeichnen, die dazu dienen, eine schwelende Atmosphäre zu erzeugen, die dann wiederum in rasendes Black-Metal-Geschehen gipfelt. ⇒ weiterlesen

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Enslaved – "E"

19. Oktober 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Of forests, hidden landscapes and memories of mystery

Enslaved - "E"Eine neue ENSLAVED ist wie Weihnachten und Geburtstag zusammen. Die norwegische Band hat zuletzt ja eigentlich nur grandiose Alben produziert. Ihr gelang spätestens seit "Isa" stets, was andere sich nicht trauten oder was sie gar nicht erst umsetzen konnten, Innovation, Komplexität und harte Klänge zu verschmelzen. Sie setzt archaischen Black Metal wuchtig und kontrastreich in Szene, flankiert von harmonischen, flächigen, pyschedelischen Keys und nebulösem Gitarrengewaber. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #74 – Extrem hörbar

Selbst - "Selbst"Selbst – "Selbst"
Black Metal (Sun & Moon Records, 2017)

Endlich erscheint das Album des schwarzen Duos, das bereits seit 2010 aktiv ist, jetzt aber erst ihr Debüt veröffentlicht hat. Die Formation, die in Venezuela gestartet ist und mittlerweile in Chile beheimatet ist, bietet uns auf sechs Liedern ausladend arrangierten Black Metal mit viel Stimmung und melancholisch-düsteren Melodien. Neben feinen Gitarrenlinien, die eindeutig in der alten Schule verwurzelt sind, gibt es schwere Midtempogrooves und wilde Raserei, die von einem Sänger ergänzt werden, der irgendwo in der Mitte zwischen Growls und Schwarzmannkreischerei anzusiedeln ist. DIe Stücke sind interessant gestaltet und bieten einige dynamische Wendungen, an denen man sich wunderbar satthören kann. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #71 – Extrem hörbar

28. September 2017 | Kurz notiert » Musikrezensionen | Keine Kommentare

Icon Of Phobos - "Icon Of Phobos"Icon Of Phobos – "Icon Of Phobos"
Black Metal (Baneful Genesis Records, 2011)

Tief in die Hasskiste greifen die aus Los Angeles stammenden ICON OF PHOBOS auf ihrem Debütalbum. Zumindest ihr Sänger, der mit einer wahrhaft fiesen Stimme glänzt. Musikalisch knüppeln sich die Jungs vorwiegend durch ihre Songs und nutzen Mid- und Downtempoparts eher zur Auflockerung bzw. als Ausgleich. Dabei besitzen sie besonders bei den langsameren Passagen eine Eigenart der Melodieführung, die heraussticht und die Sympathie versprüht, da diese Melodien aufzeigen, dass ICON OF PHOBOS gewillt sind, ihren Songs Seele zu verpassen und sie als Band nicht im Einheitsbrei untergehen möchten. ⇒ weiterlesen

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Satyricon – "Deep Calleth Upon Deep"

21. September 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Quintessenz satyrischer Kunst

Satyricon - "Deep Calleth Upon Deep""Als ich an dieses Album herangegangen bin, habe ich immer im Hinterkopf behalten, dass es entweder der Beginn von etwas Neuem oder mein letztes Album sein würde."

So Bandleader Satyr, als er das neue SATYRICON-Album "Deep Calleth Upon Deep" beschrieb. Das machte natürlich neugierig. Veränderungen hatte es ja stets gegeben, zuletzt schienen sie sich jedoch im hymnischen, treibenden, einfach-rifforientierten Nacht- und Nebelsound eingerichtet zu haben. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #70 – Extrem hörbar

20. September 2017 | Kurz notiert » Musikrezensionen | Keine Kommentare

Order Ov Riven Cathedrals - "The Discontinuity's Interlude"Order Ov Riven Cathedrals – "The Discontinuity's Interlude"
Technical Death Metal (Eigenproduktion, 2017)

Heiliges Feuer, was für ein Geschoss! Nach einem kurzen Gefühl der Sicherheit (Intro) zeigen die Italiener schnell ihr wahres Gesicht. Schwindelerregend schnell und trotzdem nie stumpf rast das Duo um den Multiinstrumentalisten mit dem kryptischen Synonym 12 und seinem Mitstreiter und Sänger En Sabah Nur durch sein erstes Album. Die Lyrics behandeln Themen wie Aliens, Astronomie, Ägypten und Mesopotamische Geschichte, was sich auch in den Melodien spiegelt. Wer nun denkt, dass es wieder einen NILE-Abklatsch zu hören gibt, der irrt, denn ORDER OV RIVEN CATHEDRALS klingen nur im Ansatz vergleichbar. Sie bauen zudem spacige Keyboards ein, die keineswegs störend oder übertrieben künstlich wirken. Eine erstaunlich coole Scheibe, die einem schön die Schuppen aus den Haaren knüppelt. ⇒ weiterlesen

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Ensiferum – "Two Paths"

17. September 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Tomorrow I'll Drink

Ensiferum - "Two Paths""Ajattomasta Unesta" führt atmosphärisch in die aktuelle CD "Two Paths" von ENSIFERUM. Ein Intro mit Elbenstimme und Fanfaren im Hintergrund. Das konnte man erwarten. "For Those About To Fight For Metal" eröffnet in AC/DC-Manier, Ennio Morricone gesellt sich dazu, dann faucht Petri. "Fire, Fiiire, Fiiiiiiire" und "Hardeeeer" schrauben sich die Finnen zum Höhepunkt, dem mächtigen, überkitschigen, typischen ENSIFERUM-Chorus. Es klackert, rumst und böllert. Und wie immer zuletzt, halten sie sich nicht ans Strophe-Chorus-Schema, zumindest nicht wirklich. Ein Break, kurze Silence, Trinkhörner kreisen, "Ooohoooo" und noch einmal Refrain. Finito. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #67 – Extrem hörbar

En Satan - "Nous Croyons"En Satan – "Nous Croyons"
Black Metal (Eigenproduktion, 2015)

Die kanadischen Black Metaller bewegen sich auf ihrem Debütalbum angenehm ausladend. Ihre Songs pendeln sich mit wenigen Ausnahmen zwischen fünf und sieben Minuten ein. Dabei wird nicht nur im donnernden Doublebass-Midtempo gepredigt, sondern auch langsame, mit Keyboards untermalte, atmosphärische Parts finden den Weg in den Vordergrund. Vorsichtig spärlich, aber keineswegs schlecht produziert, benutzen sie dabei die typische Herangehensweise des Genres. Allein der äußerst eintönige, heisere Krächzgesang ist auf Dauer regelrecht anstrengend bis extrem langweilig, was sehr schade ist, denn die Musik selbst hat absolut ihren Reiz. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #66 – Extrem hörbar

Acrimonious - "Eleven Dragons"Acrimonious – "Eleven Dragons"
Black Metal (World Terror Committee, 2017)

Bereits der über neunminütige Opener lässt erahnen, dass die Griechen ihren Songs Raum zur Entwicklung lassen möchten. Und selbst, wenn nicht jedes der elf Stücke so weitläufig arrangiert ist, besitzen sie alle die Ausstrahlung, dass sie nicht mal eben schnell gehört werden können und wollen. Man muss sich Zeit nehmen, um die elf Drachen zu verinnerlichen. ACRIMONIOUS setzen dabei keineswegs nur auf Raserei, ganz im Gegenteil. Sie variieren die Geschwindigkeit oft und wälzen sich gerne auch mal in atmosphärischen, traditionell anmutenden Midtempoparts. Ein Album, das zwar zu keiner Sekunde überrascht, trotzdem aber einen recht guten Eindruck hinterlässt. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #64 – Extrem hörbar

The Vomiting Dinosaurs - "Exoplanets"The Vomiting Dinosaurs – "Exoplanets" EP
Death Metal, Thrash Metal, Sludge Metal, Grindcore (Grimoire Records, 2017)

Was erbrechende Dinosaurier mit Exoplaneten zu tun haben, wissen wohl nur die aus aus Winchester/Virginia stammenden Musiker selbst. Soll uns aber auch nicht weiter stören, denn ihre Neun-Track-EP ist mit rund 15 Minuten Spielzeit ein herrlich altbackener Mix aus Rumpel-Death-Metal, etwas Thrash, Sludge und Grindcore. Roh und ungeschliffen und speedmäßig trotz allem stets überschaubar, rappeln sich die Jungs durch die Platte. Alles ist recht simpel gehalten und nichts davon musikalisch unbekannt, trotzdem besitzt die Musik bzw. versprüht die Band eine angenehme Sympathie, die es einfacher macht, sich dem Stoff zu nähern und ihn gut zu finden. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #63 – Extrem hörbar

Escarre - "Une Voûte Sans Clef"Escarre – "Une Voûte Sans Clef"
Post-Black Metal (Dusktone, 2015)

Innovation wird groß geschrieben bei den Québec-Kanadiern ESCARRE. Wobei das innovative Element auf dem Debütalbum mit Bedacht gewählt ist. Natürlich gibt es kaum mehr wirklich neues an der schwarzen Front und die hier gebotene Mischung aus Post-Black-Metal inklusive einer gehörigen Menge an Experimentierfreude ist grundsätzlich nichts frisches, in dieser speziellen Ausführung jedoch einmalig. Das Trio baut fantastische Stimmungen auf, die besonders vom disharmonischen Gesang her ein wenig an frühe CYNIC erinnert. Dabei verlieren sich die Musiker jedoch nie in unnötiger Zuschaustellerei ihrer Fähigkeiten und bleiben stets auf dem atmosphärischen Level. Wenn dunkle Raserei auf unheilvolle Klavier- und Keyboardtöne sowie den stets klagenden Gesang trifft, bewegt sich "Une Voûte Sans Clef" auf höchstem Niveau. Unbedingt häufiger anhören, denn beim ersten Durchlauf dürfte sich diese Musik kaum erschließen. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #52 – Extrem hörbar

Code Orange - "Forever"Code Orange – "Forever"
Hardcore Metal (Roadrunner Records, 2017)

Als 2014 aus CODE ORANGE KIDS nur noch CODE ORANGE wurde (man wird ja auch mal erwachsen) und mit "Forever", dem dritten Album der Truppe aus Pittsburgh, der Wechsel zu Roadrunner Records vollzogen wurde, fürchteten manche einen Ausverkauf. Aber weit gefehlt. CODE ORANGE hauen sich gnadenlos durch ihr Album und brüllen ihre ganze Wut raus. Es gibt feinen Hardcore-Metal auf die Lauscher, mit gelegentlichen Ausflügen in alternative Gefilde, wie zum Beispiel bei "Bleeding In The Blur", wo dann in Sachen Gesang doch auch nochmal die 'Kids' durchsickern. Ansonsten regieren harte Riffs und schwere, saftige Drumparts. Manchmal ist die Schose vielleicht etwas eintönig, aber auch dafür muss es wohl eine Nische geben. ⇒ weiterlesen

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