• U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)
  • Amorphis – „Under The Red Cloud“Das Album geht vom ersten Hör an dermaßen geil rein, daß man befürchtet, daß es sich ebenso schnell wieder abnutzt. Aber das Gegenteil ist... (Ghosti)
"Black Metal"

Kurz notiert #52 – Extrem hörbar

Code Orange - "Forever"Code Orange – "Forever"
Hardcore Metal (Roadrunner Records, 2017)

Als 2014 aus CODE ORANGE KIDS nur noch CODE ORANGE wurde (man wird ja auch mal erwachsen) und mit "Forever", dem dritten Album der Truppe aus Pittsburgh, der Wechsel zu Roadrunner Records vollzogen wurde, fürchteten manche einen Ausverkauf. Aber weit gefehlt. CODE ORANGE hauen sich gnadenlos durch ihr Album und brüllen ihre ganze Wut raus. Es gibt feinen Hardcore-Metal auf die Lauscher, mit gelegentlichen Ausflügen in alternative Gefilde, wie zum Beispiel bei "Bleeding In The Blur", wo dann in Sachen Gesang doch auch nochmal die 'Kids' durchsickern. Ansonsten regieren harte Riffs und schwere, saftige Drumparts. Manchmal ist die Schose vielleicht etwas eintönig, aber auch dafür muss es wohl eine Nische geben. ⇒ weiterlesen

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Jahrespoll 2016 – Das Jahr der Entdeckungen (Matthias)

Jahrespoll 2016

Und schon wieder ist ein Jahr rum. Ein Jahr, das prall gefüllt war mit guter und vor allem mit neuer Musik. Ich glaube, dass ich noch nie zuvor in 12 Monaten so enorm viele neue und vor allem herausragende Bands gefunden, entdeckt und kennengelernt habe. Es versteht sich dabei von selbst, dass nicht alles, was ich mir erschlossen habe, tatsächlich nagelneu ist. Manche Bands gibt es schon länger, sind jedoch bislang entweder an mir vorbeigegangen oder ich konnte zuvor nichts mit ihnen anfangen. Aber es sind auch einige darunter, die frisch auf dem Markt sind und mit ihren Debüts begeistern konnten. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #20 – Extrem hörbar

10. September 2016 | Kurz notiert » Musikrezensionen | Keine Kommentare

The Lion's Daughter - "Existence Is Horror"The Lion's Daughter – "Existence Is Horror"
(Season Of Mist, 2016)

Schwer einzuordnen sind diese Extrem-Metaller aus St. Louis/USA. Irgendwo zwischen Sludge, nur in flotter Variante, ein paar Black-Metal-Einflüssen, nur in schwerer Variante sowie etwas Post-Metal und Hardcore, nur in… OK, lassen wir das. Der Sänger klingt saumäßig angepisst. Es kratzt und kokelt im Mikro, so angefressen tönt es aus den Boxen. Immer wieder werden dabei kleine aber feine Melodien eingeflochten, die dem Ganzen die Schnittmenge zwischen Post- und -Metal ermöglichen. Erinnert manchmal an TOMBS, nur in garstig. Keine einfache Scheibe, aber dafür auch eine mit hohem Wiedererkennungswert. Öfter gehört, entfaltet diese Platte viele starke Momente, die man auch durch häufiges Hören nicht klein kriegt. ⇒ weiterlesen

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Necrophobic – "Hrimthursum"

26. Februar 2016 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Schwarzer Todesstahlmix

Necrophobic - "Hrimthursum"Was wurden NECROPHOBIC seinerzeit bereits im Vorfeld der Veröffentlichung dieser Scheibe gelobt und hochgejubelt. Wie frühe DISSECTION würde das Album klingen, Revival und so weiter. Ehrlich gesagt finde ich nicht, dass eine Band wie NECROPHOBIC es nötig hat(te), sich mit anderen vergleichen zu lassen. Auch wenn sie bisher nicht unbedingt als die Innovatoren schlechthin agiert haben, hatten alle bisherigen Alben diesen gewissen Stempel, auf dem halt nur NECROPHOBIC stehen kann. Auch "Hrimthursum" entgeht dieser Stempel nicht, mit dem Zusatz, dass dieses Album gefühlt als eine der besten Veröffentlichungen der Band gilt ⇒ weiterlesen

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Kampfar – "Profan"

Waldschrate zum Kampfe

4 Ohren 2 Meinungen

Kampfar - "Profan"Nächstes Jahr, 2016,  sind es 20 Jahre, in denen KAMPFAR Musik veröffentlichen und ihrer dunklen, naturbeeinflussten Kunst freien Lauf lassen. Einst waren sie die Rohlinge aus den hart umkämpften Wäldern des hohen Nordens. Ungeschliffen und ungezähmt waren die ersten drei Alben "Mellom Skogkledde Aaser", "Fra Underverdenen" und "Kvass", bis sich mit "Heimgang" langsam abzeichnete, dass sich zukünftig etwas verändern würde auf dem Schlachtfeld KAMPFARs. "Mare" läutete eine neue Ära ein, die einerseits eine moderne Produktion mit sich zog und andererseits die Musik griffiger zeigte, aber auch mit neuen Akzenten noch mächtiger erscheinen ließ. "Djevelmakt" hat diesen Wandel bestätigt und nun donnert uns das Schlachtwerk "Profan" entgegen. KAMPFAR erbauen die Brücke zwischen der alten und neuen Welt. Rohe Unbeugsamkeit trifft auf schwarze Epik. ME und Matt nahmen sich des Albums an und berichten von Ungeheuern, kultischen Beschwörungen, Hassorgien und bösen Buben… ⇒ weiterlesen

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O Graceful Musing's Burden – "Im Draußen bricht sich das Drinnen"

Wuchtige Überraschung

O Graceful Musing's Burden - "Im Draußen bricht sich das Drinnen"Seit ihrem letzten Album "Two" sind drei Jahre vergangen, und aus dem Leipziger Duo ist wieder ein Trio geworden. Das sind allerdings nur nebensächliche Details im Vergleich zu den musikalischen Veränderungen, die sich im neuen Album manifestieren. Auf den Vorgängern wandelten sie vorzugsweise auf den Pfaden des Post-Rocks und experimentellen, instrumentalen Klängen. Entsprechende Erwartungen erfüllen dann auch die ersten Momente – bis die Band ihre volle, aurale Wucht über dem Zuhörer entlädt. ⇒ weiterlesen

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Thornesbreed – "GTRD"

Auf Krawall gebürstet

Thornesbreed - "GTRD"Um mich an THORNESBREED zu erinnern, hat es ein paar tiefere Blicke in die Diskographie der Band aus Zwickau gebraucht. Tatsächlich hatte ich von den Death-Metallern schon etwas gehört, auf Heft-CDs von Underground-Zines – aber das ist über zehn Jahre her, genauso wie ihr Debütalbum "The Splendour of the Repellent". Es müssen sich wahrlich große Wackersteine und Falltüren auf ihrem Weg befunden haben, die so große Zeitlöcher hineingerissen haben. Die letzte EP "273.15 Degrees Below Zero" ist nach mehr als sieben Jahren auch schon restlos out-of-print. Mit "GTRD" können sich THORNESBREED allerdings lautstark zurückmelden. ⇒ weiterlesen

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Groteskh – "Code: End"

Selbstkorrektur

Groteskh - "Code: End"Die österreichischen GROTESKH entstanden 2010 in einem Kreis äußerst umtriebiger und vielbeschäftigter Musiker, die u.a. auch bei HELLSAW, OBSCURE, VOMITION, FEANOR OMEGA und IRDORATH werkeln. Dass die Band nicht eins dieser Nebenprojekte ist, bei dem nur B-Ware abgeliefert wird, stellt sie mit ihrem zweiten Album "Code: End" hörenswert unter Beweis.

Das vor zwei Jahren erschienene Debüt "Unconsciousness" ist leider an mir vorbeigegangen, daher muss ich in punkto Veränderungen, Stiltreue, etc. passen – auf "Code: End" gibt es jedenfalls variationsfreudigen Black Metal in modernem Gewand. ⇒ weiterlesen

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Outre – "Ghost Chants"

18. April 2015 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Moderne Black Metal Rituale

Outre - "Ghost Chants"Nach einer EP und der Split mit ihren Landsleuten von THAW stellt die Band aus Krakau nun ihr Debütalbum vor. Wer sie bis dahin noch nicht kannte, kann sich also spätestens jetzt davon überzeugen, dass sich die jüngste Generation polnischer Black Metal Bands den altgedienten Genrekonventionen entledigt hat. Grenzüberschreitend, aufgeschlossen, meinetwegen auch 'post-modern' ist das Klanggewand von OUTRE, welches sie in sieben Passagen der Geisterbeschwörung manifestieren. ⇒ weiterlesen

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Grimoire – "L'aorasie des spectres rêveurs"

28. März 2015 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Schwarzmetallische Naturgeister

Grimoire - "L'aorasie des spectres rêveurs"Atmosphärischer Black Metal aus Kanada – da betritt man wie in Australien irgendwie eine ganz andere Welt, als in Europa. Zumindest nach meinen Erfahrungen. Vielleicht liegt's am Klima, der Mentalität, der natürlichen Umgebung – vielleicht ist es auch die Summe des Ganzen, die Bands wie GRIMOIRE eine ganz spezielle Aura verleiht. Auch wenn es in diesem speziellen Fall ein Soloprojekt ist, und zwar von Fiel, der auch bei CSEJTHE, EPHEMER und FORTERESSE aktiv ist. Der Mann kennt sich aus und konnte bereits mit seinem Debüt "À La Lumière Des Cendres" ein Achtungszeichen setzen. ⇒ weiterlesen

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Himinbjorg – "Wyrd"

15. März 2015 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Im Schatten des Raben

Himinbjorg - "Wyrd"Warum die Blackies aus Frankreich HIMINBJORG nicht bekannter sind, erschließt sich mir nicht. Denn im Nachbarland gibt es zwar DANTALION und ALCEST, aber HIMINBJORG sind noch besser. Sie mischen Viking, Black, Pagan und atmosphärische Facetten zu einem einzigartigen Gebräu. "Chants d'Hier, Chants de Guerre, Chants de la Terre" (2010) war ja eher ruhiger, dennoch sehr düster gehalten, umso gespannter konnte man sein, wohin die Reise nun gehen würde.

"Wyrd" besinnt sich in der Tat (wie von Zahaah vorab angekündigt) der Anfangstage der Band, als schamanische Elemente in typisch französischen Black Metal so genial integriert wurden. ⇒ weiterlesen

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Melechesh – "Enki"

Osiris, Anubis, The Underworld Is Yours

Melechesh - "Enki"Schräg tönt das Intro von "Tempest Temper Enlil Enraged", Gitarrenthrash schreddert durch Mesopotamien. Im Dunklen natürlich. Das ist selbst altgedienten Mumien zu heftig, die bleiben erstmal liegen. Das Riffing dann ist eines der Art, weswegen meine Wenigkeit beim Hören über Kopfhörer die CD sofort gekauft hätte, ohne weiter reinzuhören. Sind das Schreie von pyramidenbauenden Sklaven, welche eingemauert in der Kammer des Horus qualvoll auf das Ende warten, forever in darkness? ⇒ weiterlesen

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Au-Dessus – "Au-Dessus"

20. Februar 2015 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Post? Modern? Hauptsache Black Metal

Au-Dessus - "Au-Dessus"Modern, Post oder beides? Ich habe schon seit längerem das Gefühl, dass bei der Einordnung von Bands auf allen Seiten große Schlamperei betrieben wird, was die Definitionsschärfe langfristig zunichte macht und derlei Begrifflichkeiten ad absurdum führt. Mal ganz abgesehen von der diskutablen Notwendigkeit solcher Einordnungen. Aber so ungeliebt Schubladen sein können, irgendwie braucht man sie ja doch, wenn auch nur die ganz großen. Die Litauer AU-DESSUS zählen zum Post-Black-Metal, und damit kann ich leben. Ihr Sound ist modern, und ihr Mini-Debüt kann vom Fleck weg überzeugen. ⇒ weiterlesen

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Ur Draugr – "The Wretched Ascetic"

20. Januar 2015 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Was vom Festplattencrash übrig blieb

Ur Draugr - "The Wretched Ascetic"Wenn es kommt, dann richtig dicke – eine böse Neujahrsüberraschung hat das australische Trio UR DRAUGR erlebt, als ihm sämtliche Festplatten inkl. Backups abgeraucht sind. Dort befand sich ausgerechnet das, was die Band für ihr Debütalbum zusammenführen wollte, und dieses Vorhaben deshalb auf unbestimmte Zeit verschieben musste. Was dieser Hardware-Alptraum nicht erwischt hat, hört man auf der vorliegenden EP "The Wretched Ascetic". ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #6.67 – Forstinferno

WINTERFYLLETH - "The Divination Of Antiquity"Winterfylleth – "The Divination Of Antiquity"
(Candlelight Records, 2014)

Orchestral, opulent und mit reichlich Bombast kommen WINTERFYLLETH aus Great Britain mit "The Divination Of Antiquity" durch den Irrgarten gelichtert. Eher Frankenstein als karstiger Frost, Kamin statt Kälte, könnte man auch sagen. Okay, Melancholie wird großgeschrieben, es tönt nach Landschaft, Reise, Fernweh und Heimgang zugleich. Die Musik ist fein arrangiert, das Album enthält überlange Tracks, zumeist in Midtempo. Akustische Spielereien, welche in "Careworn Heart" stark an ihre Kollegen von HIMINGBJORG erinnern, lassen innehalten. Nicht schlecht, rauscht vorbei und hinterlässt herabgefallenes Laub. ⇒ weiterlesen

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