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  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)
"Avantgarde"

Swans – "Deliquescence"

30. November 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Vertonte Katharsis

Swans - "Deliquescence"Jeder, der auf die New Yorker Ex-Industrial-nun-Avantgarde-Post-irgendwas-Rocker steht, wird vermutlich versucht haben, sie zumindest einmal im Leben live erleben zu dürfen. All jene, denen es gelungen ist, Michael Gira und seine Truppe live zu sehen, werden Geschichten von extremer Lautstärke, einem abgedrehten Schlagzeuger, der sogar mit dem Kopf spielt, wilden Noise-Orgien und dem über alles thronenden Dirigenten Michael Gira erzählen. Davon, dass sich die Zuschauer wie in Trance zu ohrenbetäubendem Lärm hin und her wiegen, davon, dass die Band gerade mal fünf oder sechs Lieder in über zwei Stunden Spielzeit vorgetragen hat und wohl auch davon, dass es trotz aller Genialität am Ende dann auch gereicht hat, weil Ohren und Körüer völlig erschöpft waren. ⇒ weiterlesen

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Jahrespoll 2016 – Das Jahr der Entdeckungen (Matthias)

Jahrespoll 2016

Und schon wieder ist ein Jahr rum. Ein Jahr, das prall gefüllt war mit guter und vor allem mit neuer Musik. Ich glaube, dass ich noch nie zuvor in 12 Monaten so enorm viele neue und vor allem herausragende Bands gefunden, entdeckt und kennengelernt habe. Es versteht sich dabei von selbst, dass nicht alles, was ich mir erschlossen habe, tatsächlich nagelneu ist. Manche Bands gibt es schon länger, sind jedoch bislang entweder an mir vorbeigegangen oder ich konnte zuvor nichts mit ihnen anfangen. Aber es sind auch einige darunter, die frisch auf dem Markt sind und mit ihren Debüts begeistern konnten. ⇒ weiterlesen

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Nick Cave & The Bad Seeds – "Skeleton Tree"

20. November 2016 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Die Prüfung

Nick Cave & The Bad Seeds - "Skeleton Tree"Es braucht nicht viel, um zu verstehen, dass der Verlust des eigenen Kindes das schlimmste ist, was Eltern passieren kann. Als NICK CAVEs damals 15-jähriger Sohn Arthur am 14. Juli 2015 von einer Klippe fiel und dabei sein Leben verlor, veränderte sich die Welt des Künstlers drastisch und vor allem für immer. Der Tod ist entgültig, er ist leise, er ist im Augenblick des Eintretens schmerzhaft für die, die ihn mitansehen müssen, aber auch schmerzhaft für jene, die lediglich darüber informiert werden, dass ein geliebter Mensch gegangen ist. All dieses Leid, die Eindrücke und Erlebnisse hat NICK CAVE in seinem Album verarbeitet. Was sonst soll ein Mann wie er auch machen, wenn ihm so etwas widerfährt? ⇒ weiterlesen

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Swans – "The Glowing Man"

20. Oktober 2016 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Das grandiose Ende einer Ära

Swans - "The Glowing Man"Als Bandkopf Michael Gira Ende 2015 ein letztes Album und danach das Ende der SWANS ankündigte, war diese Nachricht scheinbar entweder etwas missverständlich ausgedrückt oder noch nicht richtig ausgereift, denn im Frühjahr 2016 verkündete Gira wiederum, dass er die Band weiterführen wird, nur mit geändertem Line-up und einer etwas anderen musikalischen Ausrichtung. Was genau dann kommen mag, weiß zum jetzigen Zeitpunkt vermutlich nicht einmal er selbst, aber das soll uns auch noch nicht interessieren, denn die Schwäne haben uns ja noch etwas großes und aufregendes hinterlassen. "The Glowing Man" stellt also das Ende einer Ära dar, in musikalischer sowie personeller Hinsicht. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #16

LoneLady - "Hinterland"LoneLady – "Hinterland"
Post-Punk, Experimental, Indie Rock, Wave Rock (Warp Records, 2015)

Sehr eigenwillig und auch ein wenig schräg schreitet Julie Campbell alias LONELADY auf ihrem zweiten Album, fünf Jahre nach dem Debüt "Nerve Up", zur Tat und macht deutlich, dass es besonders mit minimalem Einsatz gelingt, Ohrwürmer zu platzieren. Ob beispielsweise "Bunkerpop" oder das Titelstück "Hinterland", die Stücke bleiben sitzen und man erwischt sich dabei, plötzlich mitzusummen oder man überrascht sich im Laufe des Tages selbst, indem die Melodien unaufgefordert wieder im Gedächtnis erscheinen. Ein verstohlener Blick nach links und rechts und man geht mit leicht penlich erröteten Wangen weiter einkaufen und hofft dabei, dass niemand das eigene Gesumme mitbekommen hat. Minimalismus pur, straighte Beats, Old School, Funky Feelings, experimentelle Gitarren, eine schöne Stimme und viel Hüftschwung. Coole Scheibe und zudem sehr verwunderlich, dass sie auf Warp erschienen ist, die ansonsten vordergründig für (experimentelle) Elektronik bekannt sind. ⇒ weiterlesen

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Swans – "The Gate"

16. Februar 2016 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Auftakt zum letzten Akt?

Swans - "The Gate"Mit "The Gate" erscheint der Auftakt zum finalen Werk der jetzigen personellen Formation der SWANS, welches für die Veröffentlichung im Mai 2016 angekündgt ist. Erneut soll vorliegendes Pre-Album, ebenso wie seinerzeit auch schon "I Am Not Insane" als Vorbote zu "My Father Will Guide Me Up A Rope To The Sky", "We Rose From Your Bed With The Sun In Our Head" als Stimmungsmacher für "The Seer" und "Not Here / Not Now" als Vorspiel zu "To Be Kind", Geschmack auf das kommende, noch unbetitelte Werk der New Yorker Avantgardisten um Michael Gira machen. Ob dies dann, wie eingangs angedeutet, tatsächlich das letzte offizielle Album sein wird, das die Band veröffentlicht, bleibt abzuwarten. ⇒ weiterlesen

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Pop. 1280 – "The Horror"

18. November 2015 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Gegen den Strom

Pop.1280 - "The Horror"Etwas kauziger Post-Punk gefällig? Nicht auf die unspektakuläre, lahmarschige Art, wie es GRAVE PLEASURES zuletzt versuchten? Mal wieder eine Band hören, die ihren Sound auf die ganz eigene, kantige und knorrige Art zelebriert? Ja, einmal wieder abrocken und gegen den Strom schwimmen! Einmal nicht Musik hören, die Radiokompatibel ist sondern die durch ihre Ecken und Kanten durchaus aufreibt sowie besondere Aufmerksamkeit erfordert, weil sie sonst, bei nebensächlichem Hören, extrem nerven würde. Genau das wollen wir nun! Und genau das bieten POP. 1280 aus Brooklyn/New York auf ihrem 2012er Album "The Horror". Unkonventionell, eigenwillig, verquer, schräg, manchmal auch gewollt schief und eben stets gegen den Strom gerichtet, rockt sich der Vierer durch sein Debütalbum, welches den Geist von THE VELVET UNDERGROUND, frühen SONIC YOUTH, THE BIRTHDAY PARTY und eventuell noch JOY DIVISION zu WARSAW-Zeiten gekonnt vermischt und entsprechend wiedergibt. ⇒ weiterlesen

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Arcturus – "Arcturian"

Cooler Trip

Arcturus - "Arcturian"Eigentlich war schon nach dem vorab veröffentlichten Track "The Arcturian Sign" klar, die neue ARCTURUS wird richtig geil. Und sie ist es geworden, soviel vorweg. ARCTURUS um Simen "ICS Vortex" Hestnæs (Vox), Steinar "Sverd" Johnsen (Keys), Knut Magne Valle (Guitars), Hugh "Skoll" Mingay (Bass) und den legendären Jan Axel "Hellhammer" Blomberg veranstalten auch zehn Jahre nach dem letzten Opus wieder ein Fest norwegisch-progressiver Dunkeltonkunst vom Besten. Der flotte Opener "The Arcturian Sign" gerät opulent, schwelgerisch, überdreht und legt die Messlatte verdammt hoch. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #6.66 – Frühstück bei Satan's

Carpe Noctem - "In Terra Profugus"Carpe Noctem – "In Terra Profugus"
Black Metal (Code666, 2013)

Die Island-Blackies hatte ich nur sehr, sehr schwach in Erinnerung, was sicherlich auch an ihrem wenig spektakulären Debüt lag. Ganze vier Jahre hat die Band dann gebraucht, um "In Terra Profugus" fertigzustellen, aber alle Achtung: Das Ding kann was! Schon die windschiefen Akkorde zu Beginn läuten die Orgie orthodoxen Black Metals ziemlich festlich ein. Wer Bands wie OFERMOD und ONDSKAPT schätzt, sollte CARPE NOCTEM unbedingt mal antesten. Fünf ausufernde Songs, meist jenseits der 10-Minuten-Grenze, mit leichten Doom-Einflüssen, herrlich morbider Atmosphäre, und mit reichlich Akzenten und Höhepunkten gespickt. Lohnt sich allein schon wegen solcher Songs wie "VITRIOL". ⇒ weiterlesen

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Matthias' Alben des Monats: Oktober 2014

2. November 2014 | Alben des Monats » Polls | Keine Kommentare

Godflesh - "A World Lit Only By Fire"GODFLESH – A World Lit Only By Fire
Avalanche Recordings, 2014

Es hat mich mehrere Anläufe gekostet, bis ich das Album schätzen gelernt habe, denn die alten Sachen von GODFLESH klingen trotz des Drumcomputers lebendiger und emotional noch etwas tiefer. Die Gitarren hatten mehr Leben und Raum. Heutzutage geht durch die sterilen Direkt-Ins-Board-Produktionen viel verloren, zugunsten der Durchschlagskraft. Leider aber ist es in härteren Musikbereichen fast schon zur Pflicht geworden, diese Technik zu nutzen. Dennoch haben GODFLESH hier ein würdiges und richtig gutes Comeback abgeliefert, selbst wenn ich den Eindruck habe, dass das nächste Album (es wird doch wohl hoffentlich noch mindestens ein weiteres geben!) noch besser werden wird. Wie dem auch sei, die Kaiser des Industrial-Metals sind zurück.

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Manes – "Be All End All"

19. Oktober 2014 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Auferstanden

Manes - "Be All End All"Es ist wohl eins der Alben mit dem längsten Vorlauf, nicht nur für MANES allein. Und gleichzeitig hat man die Genese eines Albums sowie die persönliche und musikalische Entwicklung einer Band so umfangreich über die Jahre verfolgen können, wie im Fall von "Be All End All". Das vierte Werk hätte schon viel früher erscheinen sollen, doch MANES waren schon immer eine Band, die sich nicht nach Erwartungen richteten, sondern konsequent ihr eigenes Ding durchzogen – selbst wenn das am Ende bedeutete, dass sich MANES zeitweise (mehrfach) auflösten und das Projekt "Be All End All" komplett begruben. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #3

Holy Barbarians - "Cream"Holy Barbarians – "Cream"
Alternative Rock (Beggars Banquet, 1996)

Auf nur ein einziges Album kam die Musikervereinigung HOLY BARBARIANS, eine Band, die vom britischen THE-CULT-Frontman Ian Astbury sowie den U.S.-Amerikanern Patrick Sugg an der Gitarre und den Brüdern Matt und Scott Garrett gegründet wurde. Der Sound geht entgegen der Hauptband Astbury's stärker in die alternative Richtung. Wäre nicht der etablierte Hintergrund Astbury's, könnte man vermuten, es hier mit einer jungen, noch unbescholtenen Band, bzw. mit unbeschrifteten Musikern zu tun zu haben, aber die Realität besagt anderes. Ist man als Hörer in der Lage, diesen Aspekt beiseite zu schieben, bleibt ein gutes Album, das man im wahrsten Sinne als Alternative zu THE CULT durchaus von Zeit zu Zeit in den Player schieben kann. ⇒ weiterlesen

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Swans – "To Be Kind"

Ein dynamisches, forderndes Meisterwerk

Swans - "To Be Kind"Die Zeiten, in denen Bands Doppelalben bzw. Doppel-CDs veröffentlichen ist eigentlich schon lange vorbei, denn heutzutage passiert es nur noch selten, dass sich Musiker und Label wagen, die Kosten für ein solches Produkt aufzuwenden und bereitzustellen. Umso spannender ist es, dass gerade Bands, die DIY ("Do It Yourself") arbeiten, also alles selbst in die Hand nehmen, dazu neigen, auch für heutige Verhältnisse eher weniger angesagte Formate zu nutzen um sich künstlerisch frei und ungezwungen entwickeln und bewegen zu können. Die New Yorker SWANS gehören mittlerweile zu dieser Kategorie an Künstlern, die sich nicht mehr reinreden lassen und sämtliche Verantwortlichkeiten rund um eine Veröffentlichung selbst in die Hand nehmen. So erscheint ihr neues Werk "To Be Kind" als Doppel-CD in einem schick aufgemachten, mehrfach aufklappbaren Digipak in naturfarbener Pappe, als Deluxe Edition mit zusätzlicher DVD sowie als 3 LP inklusive Download-Code für sämtliche Songs im mp3-Format. Für Anhänger der Band also neben der Musik ein zusätzlicher Kaufanreiz. ⇒ weiterlesen

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Helium Horse Fly – "Helium Horse Fly"

Chaos ummantelt von melancholischer Träumerei

Helium Horse Fly - "Helium Horse Fly"Hört man die ersten Takte von "Surgery Plains", könnte man schnell denken: das wird eine harte Tour. HELIUM HORSE FLY machen mit ihrer rabiaten Art, die sie dem Hörer gleich zu Beginn lautstark um die Ohren pfeffern, wahrlich keine Gefangenen. Doch die Band aus dem belgischen Liège kann noch mehr. Das chaotische Noise-Avantgarde-Geriffe war erst der Anfang. Das folgende "Titanium Tea" präsentiert sich teils ruhig, teils verwegen, teils spannend – ein Stück voll berstender Unruhe, die sich mit eiserner Disziplin im Zaum hält, um am Ende doch noch auszubrechen. ⇒ weiterlesen

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Cocks Arquette – "Cocks Arquette"

27. September 2012 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Maximale Zerstörung

Oha, die wollen's aber wissen. COCKS ARQUETTE bedienen eine meinerseits freizügig ausgelegte Version modernen (Post-) Punk Rocks, ohne allerdings, dass man das "Post" in Bezug auf atmosphärische und verträumte Sounds nimmt.

Äußerst schwer zugänglich wirkt der Noise Rock auf diesem Vier-Tracker und fordert den Hörer auf eine ganz besondere Weise. Das klassische Hörvergnügen ist definitiv nicht gegeben, sondern vielmehr das Auseinandersetzen mit Collagen und dem Brechen von üblichen Strukturen. ⇒ weiterlesen

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