• Aquilus – „Griseus“Ein richtig schönes Album (sofern man das überhaupt bei dieser Art Musik so sagen darf), majestätisch, erhaben, schwermütig, aber auch bitter und... (Matthias)
  • Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
"Art Rock"

Kurz notiert #53

Mock Orange - "Put The Kid On The Sleepy Horse"Mock Orange – "Put The Kid On The Sleepy Horse"
Indie Rock, Alternative Rock (Topshelf Records, 2016)

Geil, was die Amis von MOCK ORANGE auf ihrer sechsten Scheiblette fabrizieren. Staaten-geprägter Indie Rock trifft auf bratzigen Alternative der alten Schule und wird durch hippiemäßig erhöhten Gesang abgerundet. Stets mit einem Schwung gut gelaunter Melancholie (ha!) und wohlig wärmender Sonne im wallenden Haar, zelebriert die Band ein wahres Fest an schrabbeligem Gitarrenrock mit dezentem Collegeflair, nur in anspruchsvoll. "Put The Kid On The Sleepy Horse" ist die Platte, die man nicht umgehen oder gar übersehen sollte, wenn man auf gute Musik steht. ⇒ weiterlesen

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Jahrespoll 2016 – Das Jahr der Entdeckungen (Matthias)

Jahrespoll 2016

Und schon wieder ist ein Jahr rum. Ein Jahr, das prall gefüllt war mit guter und vor allem mit neuer Musik. Ich glaube, dass ich noch nie zuvor in 12 Monaten so enorm viele neue und vor allem herausragende Bands gefunden, entdeckt und kennengelernt habe. Es versteht sich dabei von selbst, dass nicht alles, was ich mir erschlossen habe, tatsächlich nagelneu ist. Manche Bands gibt es schon länger, sind jedoch bislang entweder an mir vorbeigegangen oder ich konnte zuvor nichts mit ihnen anfangen. Aber es sind auch einige darunter, die frisch auf dem Markt sind und mit ihren Debüts begeistern konnten. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #16

LoneLady - "Hinterland"LoneLady – "Hinterland"
Post-Punk, Experimental, Indie Rock, Wave Rock (Warp Records, 2015)

Sehr eigenwillig und auch ein wenig schräg schreitet Julie Campbell alias LONELADY auf ihrem zweiten Album, fünf Jahre nach dem Debüt "Nerve Up", zur Tat und macht deutlich, dass es besonders mit minimalem Einsatz gelingt, Ohrwürmer zu platzieren. Ob beispielsweise "Bunkerpop" oder das Titelstück "Hinterland", die Stücke bleiben sitzen und man erwischt sich dabei, plötzlich mitzusummen oder man überrascht sich im Laufe des Tages selbst, indem die Melodien unaufgefordert wieder im Gedächtnis erscheinen. Ein verstohlener Blick nach links und rechts und man geht mit leicht penlich erröteten Wangen weiter einkaufen und hofft dabei, dass niemand das eigene Gesumme mitbekommen hat. Minimalismus pur, straighte Beats, Old School, Funky Feelings, experimentelle Gitarren, eine schöne Stimme und viel Hüftschwung. Coole Scheibe und zudem sehr verwunderlich, dass sie auf Warp erschienen ist, die ansonsten vordergründig für (experimentelle) Elektronik bekannt sind. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #14

HighLow - "Autospy"High/Low – "Autospy"
Alternative Rock, Grunge (Instereo Records, 2016)

Spritzigen Indie/Alternative mit Grunge-Einschlag geben HIGH/LOW aus Essex/UK auf ihrem Album zum besten und machen dabei eine erstaunlich gute Fgur. Wer denkt, dass "echter" Grunge-Rock nur den Amis vorbehalten ist, der sollte seine Meinung diesbezüglich wohl nochmal überdenken. HIGH/LOW machen vieles richtig und spielen schmutzigen Rock, allerdings mit nicht so schmutzigem Gesang, denn die Stimme klingt eher Indie-Rock-mäßig. Die Gitarrenschrabbeleien und die Harmonien erinnern manchmal ein wenig an SONIC YOUTH. Es gibt kleinere und größere Hits auf der Platte, jedoch keine Hits im radiokompatiblen Sinne. Wäre diese Band in den 1990ern mit "Autospy" auf den Markt gekommen, würden sie heute da oben mitmischen, wo die FOO FIGHTERS sich gerade befinden. Sehr starke Platte mit einem gehörigen Hauch Atmosphäre in den Songs. Sehr gut. ⇒ weiterlesen

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David Bowie – "The Next Day"

30. November 2015 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Die Rückkehr des 'Thin White Duke'

David Bowie - "The Next Day"An seinem 66. Geburtstag eröffnete DAVID BOWIE, dass er nach 10 Jahren Abstinenz ein neues Album herausbringen wird. Was damals als informelle Sensation begann, bestätigte sich nach Erscheinen von "The Next Day" dann auch tatsächlich als solche. Die Single "Where Are We Now?" ließ die alten berliner Zeiten Bowies revue passieren. Nostalgie, ein weiser Blick zurück und eine Bestandsaufnahme im Hier und Jetzt. Mit tatsächlichem Abstand erscheint alles aus einer anderen Sicht als damals, ohne Reue und Wehmut. Das Album kletterte in den deutschen Charts sogar auf Platz 1 (in den USA immerhin auf Platz 2) und sorgte für einen weiteren Frühling des vielseitigen Künstlers. ⇒ weiterlesen

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The Secret Sits – "Growings"

Artrock für Unentschlossene

The Secret Sits - "Growings"Ein Kölner Quartett in der Zeitschwebe. Anstatt sich halbwegs eindeutiger Schubladen zu bedienen, machen THE SECRET SITS irgendwas mit '70s/80s/90s'. Auf ihrem Debüt-Album "Growings" bedeutet das: Indie, Artrock, Pop und allerlei musikalische Spielereien, die dazwischen passen. Ein paar elektronische Inspirationen hier, ein paar post-rockende Passagen da – die Einflüsse speisen sich aus Bands wie RADIOHEAD, SONIC YOUTH, führen vorbei an Jeff Buckley und zeigen auch auf Ikonen wie CAN. ⇒ weiterlesen

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Crippled Black Phoenix – "No Sadness Or Farewell"

22. Dezember 2014 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Psychedelisches Zwischenstück

Crippled Black Phoenix - "No Sadness Or Farewell"Die Könige der Endzeitballaden aus Bristol/U.K. um Mastermind Justin Greaves haben mit ihren Alben immer wieder kleine und große Höhepunkte in ihrer seit 2006 (den Anfang machte die Debüt-EP "Sharks & Storms / Blizzard Of Horned Cats") andauernden Veröffentlichungskarriere abgeliefert. Bevor sie 2014 mit "White Light Generator" ihr bis dato intensivstes und zugleich auch eingängigstes Werk abgeliefert haben, wurde zwei Jahre zuvor mit "No Sadness Or Farewell" ein Mini-Album in die Runde geschickt, das insgesamt noch ruhiger und entspannter erscheint als die Musik von CRIPPLED BLACK PHOENIX es ohnehin schon ist. ⇒ weiterlesen

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Crippled Black Phoenix – "(Mankind) The Crafty Ape"

Psychedelische Endzeitballaden

Crippled Black Phoenix - "(Mankind) The Crafty Ape"Die Briten von CRIPPLED BLACK PHOENIX um Bandkopf und Gitarrist Justin Greaves benötigten rund eine handvoll Alben um sich an ihr erstes Monumentalwerk zu machen, wobei der Begriff Monumentalwerk hier keinesfalls Angst und Bange machen soll, denn das Doppelalbum "(Mankind) The Crafty Ape" ist keineswegs zu ausladend oder im negativen Sinne überbordend geworden. Vielmehr scheint die Truppe einfach so viele gute Songs am Start gehabt zu haben, dass sie ein umfassendes Konzeptwerk veröffentlichen könnte und es gibt wenig vernüftige Gründe (höchstens finanzielle), die dagegen sprechen, so etwas zu tun. Angesichts der durchweg hohen Qualität der Songs auf dem Album war bzw. ist dies auch die absolut richtige Entscheidung gewesen. ⇒ weiterlesen

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Anathema – "Distant Satellites"

Melancholischer Entspannungstrip

Anathema - "Distant Satellites"Zwei Jahre haben sich die Melancholic Progressive Rocker ANATHEMA Zeit gelassen um den Nachfolger zu ihrem grandiosen Album "Weather Systems" ins Rennen zu schicken. In vorab geführten Interviews mit Kreativkopf Danny Cavanagh, der verantwortlich für die meisten der Kompositionen und Arrangements ist, konnte man lesen, dass die Band nicht stillstehen möchte, sich einmal mehr weiterentwickelt und nun auch elektronische Elemente in ihren Sound eingebaut hat. Sein Bruder, Gitarrist und Sänger Vincent Cavanagh hatte aus eigenem Gefallen und Interesse schon länger darauf plädiert, diese Ideen auch bei ANATHEMA einzuflechten und nun sei es endlich soweit. Doch wie stark oder besser gesagt gravierend sind diese neuen Elemente und klingt ihr zehntes Album "Distant Satellites" wirklich so viel anders als "Weather Systems"? ⇒ weiterlesen

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Crippled Black Phoenix – "White Light Generator"

20. Mai 2014 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Neuer Sänger, neues Album, neue Topform

Crippled Black Phoenix - "White Light Generator"Mittlerweile scheint es so, dass das Genre des Post-Rock nur noch wenig innovatives zu bieten hat und die Bands, die sich in diesem Bereich herumtollen, nicht mehr viel Neues zu sagen haben; derzeit jedenfalls nicht. Entweder liefern sie immer wieder dieselben Ideen anders zusammengesetzt ab,  oder verirren sich in gänzlich andere Gefilde und verstricken sich dabei hilflos in unhörbaren Geräuschkulissen. Eine weitere Variante ist, konsequent Gesang hinzuzunehmen um zu versuchen, den Liedern eine frische Nuance zu verpassen und den Post-Rock somit zu erweitern. Und dann gibt es noch diese bestimmte Sorte von Bands, die von Anfang an mit Gesang gearbeitet und immer schon genreübergreifend agiert haben, selbst wenn der Spielraum begrenzt klang und man noch den Begriff Post-Rock nutzen durfte. CRIPPLED BLACK PHOENIX aus Bristol / U.K. gehören sicherlich zu dieser Sorte eigenständig klingender Bands, auch wenn sie nie sonderlich herausragend klangen. Klingt komisch? Ist es nicht! ⇒ weiterlesen

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Kapnorth – "Thunder Lightning Storm"

6. November 2013 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Schweizer Artrocker auf dem Island-Trip

Kapnorth - "Thunder Lightning Storm"KAPNORTH könnten tatsächlich aus dem hohen Norden kommen, liegen aber ziemlich in der Mitte Europas, zuhause in Luzern. Für die Aufnahmen ihres Debütalbums hat es die Band dennoch weit in den Norden verschlagen. Im Sommer letzten Jahres begab man sich nämlich in das Sundlaugin-Studio in Island, jener Klangschmiede, die keiner geringeren Band als SIGUR RÓS gehört. Zusammen mit Tontechniker Birgir Jón Birgisson hat man dort das auf Platte gebannt, was die Schweizer selbst als "Art Rock" bezeichnen. Verträumt, malerisch, märchenhaft, so wie das bildschöne Covermotiv, das aus einem alten Sagenbuch stammen könnte. ⇒ weiterlesen

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Lou Reed & Metallica – "Lulu"

25. Oktober 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Lou and Lulu

Die haarsträubende Story von Wedekinds 'Lulu' ist sehr abenteuerlich und dem ein oder anderen Philosophen und Theaterwissenschaftler sicherlich bekannt. Die junge Lulu, auf den Straßen Berlins von einem Gönner aufgegriffen, der sich dabei auch gleich mal eine Menge gönnt, nämlich unsere junge Freundin, hat daraufhin im Laufe ihres bunten Lebens in der künstlerisch-intellektuellen Bohème von Berlin und Paris zahlreiche Verhältnisse, es kommt zu Irrungen und Wirrungen, zu Mord- und Totschlag, vorgetäuschter  Krankheit, Gefängnis und zur Flucht aus Paris nach London, wo Jack The Ripper das Schlusswort spricht. Soweit, so gut. Oder auch nicht. ⇒ weiterlesen

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Paatos – "Breathing"

26. April 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Wunderschöne Melancholie

Fünf Jahre nach ihrem letzten Album "Silence Of Another Kind" kehren die Schweden PAATOS zurück auf ins Geschehen. Die Arbeit am neuen Album "Breathing" stellte so etwas wie einenen kleinen Neuanfang dar. Viel ist passiert, Menschen sind gegangen und gekommen, ebenso wie Ideen und (wenn auch nur kleine) Veränderungen die Szenerie beeinflusst haben. Trotz allen bandinternen Problemen ist "Breathing" der beeindruckende Beweis, dass sich diese Band nicht unterkriegen lässt und auch aus einer schwierigen Lage heraus noch dazu imstande ist, etwas großes zu vollbringen. ⇒ weiterlesen

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Pearl Jam – "Binaural"

22. April 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Marmelade im Wandel

PEARL JAM haben ihre Musik besonders nach den kommerziellen Erfolgen ihres Debüts "Ten" (1991) und dessen Nachfolger "Vs." (1993) Stück für Stück modifiziert. "Vitalogy" (1994) war eine Mischung aus ungestümen Eruptionen und zerbrechlicher Feinfühligkeit, die Stadionmelodien wurden verabschiedet und mit folgenden Alben stellte die Band eine immer weinger aufdringliche Art von Songwriting und Melodie in den Vordergrund. Mit "No Code" (1996) und "Yield" (1998) war dann endgültig klar, dass es keine Rückkehr zu großen Sounds und packenden, hymnenhaften Songs geben würde. Die Hörerschaft merkte dies und so ist das folgende "Binaural", trotz der innovativen und interessanten binauralen Aufnahmetechnik, das erste Album der Band, das zwar  Gold- aber keinen Platinstatus erreichte. ⇒ weiterlesen

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David Bowie – "Lodger"

Berliner Trilogie: Part 3/3 – Exotik und Pop

David Bowie - "Lodger"Nachdem DAVID BOWIE mit IGGY POP im Schlepptau nach Berlin gezogen war und im Zuge dessen seinen Hang zum Drogenkonsum nicht mehr wirklich verheimlichen konnte (und vermutlich auch nicht wollte), was sich nicht zuletzt in seiner teilweise sehr experimentellen Musik wiederspiegelte, die durch den Zeitgeist 'Kalter Krieg' und einer neugewonnenen Freizügigkeit bezüglich eben des Drogenkonsums entscheidend geprägt war, verhielt er sich als Künstler auf eine etwas andere Art extravagant und besonders. Zwar war er die vielen Jahre vorher auch schon bekannt als eine Art schillernder Paradiesvogel, der durch seine bunten und exotischen Outfits viel Aufsehen erregte, jedoch gab die Berliner Phase seinem Erscheinungsbild als Künstler noch einmal einen neuen, in gewisser Hinsicht gefährlichen und auch fragwürdigen Anstrich. Aus heutiger Sicht kann man sagen, dass DAVID BOWIE diese, nennen wir sie mal vorsichtig 'künstlerische Phase', unterm Strich mit drei Meisterwerken abgeschlossen hat; "Low", "Heroes" und "Lodger". ⇒ weiterlesen

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