• forheksetDas Original ist wunderbar trashig und lebt in meinen Augen auch nur davon, so hanebüchen...
  • TobiasHallo Bastian, vielen Dank für die geniale Beschreibung ! Finde ich extrem passend ausgedrück und geht auch in...
  • MEDas hymnische, kratzige, sehr melancholische ‘Atter Pä Malmtings Blodige Voll’ (welches durchaus an...

Ambient

Petrels – “Haeligewielle”

14. Februar 2012 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Drones, Noises und Glockenspiel

Drone mit Silberblick. Das war eine meiner ersten Assoziationen. Was PETRELS’ Oliver Barrett (BLEEDING HEART NARRATIVE) auf “Haeligewielle” fabriziert hat, erinnert mich an eine ganze Reihe von Dronekünstlern, die beim US-Label Silber Records beheimatet sind. Vor allem Namen wie AARKTICA, REMORA oder SMALL LIFE FORM kommen mir da in den Sinn, aber auch Fans von Aidan Baker oder STARS OF THE LID sollten mal kurz weiterlesen.

Das Album, bereits 2011 als limitierte Auflage beim britischen Label Tartaruga Records erschienen, kennzeichnet sich durch weitläufige Drones, experimentellen Noise und diffuse Klangflächen, die sich trotz einiger Frequenzstörungen wie eine warme Decke über den Hörer legen.

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Strange Attractor – “Everything Is Closer” / “Mettle”

25. Januar 2012 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Niederländische Jazz-Soundtracks

Als Fan der deutschen Industriallegende (ich erhebe sie einfach mal in diesen Status) PHALLUS DEI war ich vor vielen Jahren natürlich daran interessiert, was die Herren sonst noch treiben, wenn sie schon keine neuen Alben unter diesem Namen aufnehmen. Und wie der Zufall es so wollte, stieß ich wenig später auf ein Projekt, welches meine Durststrecke nach dem Verschwinden von Matt Coopers OUTSIDE beendete: STRANGE ATTRACTOR.

Der Name liebäugelt mit Mathematik und Chaostheorie, die Songtitel bisweilen mit Psychologie. Von kalten, maschinellen Klängen ist hier unter den Händen von Richard Van Kruysdijk und Niels van Hoorn jedoch nichts zu spüren, aber die Synthesizer sind quicklebendig.

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Sonores – “Elefanten”

24. Januar 2012 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Schwebende Schweden

Verschwende Sonntags deine Zeit. Bleib liegen oder sitzen, lass alles stehen. Hol dir barfuß die Natur ins Wohnzimmer und hör dir dieses Album an. Was das schwedische Trio hier bespielt und besingt, ist eigentlich nebensächlich. Irgendwo habe ich aufgeschnappt, dass ‘Elefanten’ ein altes, schwedisches Kriegsschiff war. Die Grauhäuter tragen übrigens den gleichen Namen. Die Wirkung ist weniger massiv und schwerfällig, sondern lädt zum Schwelgen ein, frei von Pflichten und Terminen.

“Elefanten” ist ein Sammelsurium akustischer Klänge und kleinen elektronischen Spielereien, die von Anfang an klassische Genregrenzen überschreiten. Ist es Rock? Ist es Ambient? Was die drei mit Piano, Harfe, Saxophon, Streichern und Gitarren hier auf Konserve gebannt haben, ist vor allem bezaubernd.

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Niggas With Guitars – “Ethnic Frenzy”

21. Januar 2012 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Klangcollage als Prinzip

Obskurer Humor für obskure Musik. Liest man NIGGAS WITH GUITARS, wirkt das erstmal wie ein mentaler Stolperstein. Dazu kursieren verballhornende Fotocollagen im Netz, und einige Coverartworks lassen erkennen, dass es sich bei den ominösen Gitarren auch gern mal um schußgewaltige Bordkanonen handelt, mit denen man den Dschungel umpflügen kann. Einen echten Zusammenhang aber scheint es nicht zu geben, weder vom Namen zur Musik, noch zum Artwork oder den einzelnen Titeln. Die Collage ist also nicht nur visuell, sondern das Prinzip.

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Birds Of Passage – “Winter Lady”

13. Januar 2012 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Winterlicher Purismus

Alicia Merz sei so etwas wie eine Songschreiberin für die Leute, die selbst nicht auf diese Gattung Musiker stehen – hatte ich mal gelesen. Angesichts des stilistisch schwer greifbaren Begriffs ‘Singer-songwriter’ sehe ich jedoch einen anderen Unterschied. Während Songschreiber normalerweise Musik komponieren und dann vertexten, scheint Merz diesen Modus für sich umgedreht zu haben. Die Musik folgt der Stimme, hauchzart und mystisch, engelsgleich möchte man meinen.

Wer mit BIRDS OF PASSAGE schon Bekanntschaft machen konnte, kann sich sicher sein, was ihn erwartet. Der Weg, den Merz zuvor auf “Without The World” eingeschlagen und mit Leonardo Rosado auf “Dear And Unfamiliar” fortgesetzt hatte, geht weiter.

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Final – “The Apple Never Falls Far From The Tree”

24. Dezember 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Es ist Zeit für eine Traumreise

Neben GODFLESH und JESU, seinen bekanntesten Spielwiesen, hat Kreativkopf Justin Broadrick noch weitere Projekte am Start, die es verdient haben, erwähnt zu werden. Da gab und gibt es noch TECHNO ANIMAL, WHITE STATIC DEMON sowie viele mehr, und es gibt noch FINAL, sein Ambient-/Dark-Ambient-Projekt, welches er einst mit Andy Swan von IROHA ins Leben gerufen hat und seit vielen Jahren nunmehr völlig alleine am Leben erhält. Verschrieben hat sich Broadrick finsteren, zum Teil beängstigenden Klangcollagen, die im richtigen oder auch falschen Augenblick gehört, wahrhafte (bitte passendes Wort selbst einfügen)-Zustände in einem entfachen können.

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Dale Cooper Quartet and The Dictaphones – “Métamanoir”

13. Dezember 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Licht ins Dunkel

Vor einem Jahr haben uns Denovali bereits zum Vorglühen gebracht, nun ist fünf Jahre nach “Parole De Navarre” endlich das zweite Album vom DALE COOPER QUARTET erschienen. Dark Jazz und Ambient lautete einst die Losung, der die Franzosen auch heute noch treu sind. Doch das Leben ist nicht ohne Veränderungen, und so ist es auch die Musik. Schon die ersten Töne von “Métamanoir” lassen erkennen, dass sich das Kollektiv vom düster zelebrierten Cool Jazz entfernt hat und nun auf gewisse Weise wesentlich aufgeschlossener klingt.

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Thisquietarmy – “Resurgence”

9. Dezember 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Ein blubbernder, musikalischer Kreativ-Vulkan

Wer schon schlechte Erfahrungen mit Post-Rock gemacht hat, und dabei eher an Würfelmusik mit Plätschercharakter denken muss, der darf jetzt die Lauscher aufspannen. Zwar ist Eric Quach alias THISQUIETARMY aus Montréal kein selbsterklärter postmoderner Gitarrero, aber er streift die Gefilde, die in den letzten Jahren immer inflationärere Ausmaße angenommen haben. Quach widerstrebt es allerdings, szenekonforme Klanggebilde mit dem Charme eines Endlosreims zu entwerfen, sondern experimentiert an den Seiten mit einer Spielfreude und Verve, der ausgesprochen erfrischend ist.

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Kuedo – “Severant”

26. November 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Dubstep Synthesizer im Blade-Runner-Grid

Dubsteb goes retro? Oder doch futuro? Jamie Teasdale war (und ist immer noch) zu 50% VEX’D, die einst das stumpf-stupide Mainstreamgebolze auf die dunkle Seite der Macht zogen. Beats bekamen endlich Atmosphäre, und die hatte es auch dank des feiner definierten Einsatzes von Synthesizern in sich. Teasdale heißt nun KUEDO und hat mit “Severant” einen Entwurf vorgestellt, wie sich die Zukunft anhören könnte. Und wie so oft, liegt bei post-modernen Pionierarbeiten die Wahrheit in der Vergangenheit. Nicht, weil sich alles wiederholt, aber weil eben auch die zartesten Bäume irgendwo und irgendwann erst einmal Wurzeln schlagen.

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Aun – “Phantom Ghost”

26. Oktober 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Willkommen im neuen Universum

WOW. Das war mein erster Eindruck, aber nicht etwa nach Hören dieser Platte, sondern bereits nach den ersten Sekunden. Sekundenbruchteile fragte ich mich noch, ob dies wirklich das neue Album von AUN ist, doch dieser Gedanke war sinnfrei wie überflüssig: Da lag sie vor mir, die edel gestaltete Digihülle, auf der unmißverständlich der Name des kanadischen Duos steht. AUN konnten mich zuletzt vor einem Jahr mit ihrem cinematischen Konzeptalbum “Black Pyramid” begeistern – jetzt, ein Jahr später sind sie wirklich ganz woanders. Weg aus New York 2095, ohne Raumschiffe und außerirdische Gottheiten.

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Birds Of Passage and Leonardo Rosado – “Dear And Unfamiliar”

20. Oktober 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Träume im Äther

Kennt noch jemand die großartigen TRANSIENT WAVES? Mehr als zehn Jahre lang habe ich mich gefragt, ob es jemals eine Band schaffen könnte – wenn es schon das Trio aus Dearborn nicht mehr tut – noch einmal so bezaubernd schöne, regelrecht himmlische Musik voll engelsgleicher Anmut auf einem Tonträger festzuhalten. Wer das letzte, im Nachhinein betrachtet viel zu kurz geratene Werk “Sonic Narcotic” noch in guter Erinnerung hat, weiß, dass derlei spirituell angehauchte Superlative kein bisschen übertrieben sind. Mehr als zehn Jahre lang – und dann kommt ein Album wie “Dear And Unfamiliar” um die Ecke.

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Sula Bassana & Modulfix – “Brain Wash”

14. Oktober 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Psychedelischer Wäschezauber

Gehirnwaschanlage auf Schleudergang, dazu psychedelische Tabs und noch ein Tröpfchen Glück – und sobald sich die Trommel dreht, entsteht ein kirmesbunter Wirbel mit der Energie eines schwarzen Loches. Saugt dich ein und spuckt dich aus in Narnia. Oder wo auch immer die Socken ständig verschwinden, bis sie die Erde in einer lang geplanten, groß angelegten Invasion wieder heimsuchen.

Wenn SULA BASSANA zusammen mit Modulfix (ZONE SIX) und Frau Komet musizieren, muss der aurale Waschgang zwangsweise das Gehör verfärben. Der resultierende Gehirnsalat dekoriert sich dann irgendwo zwischen Schulze, Namlook und ELECTRIC MOON.

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Sankt Otten – “Gottes Synthesizer”

22. September 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Wir fahren auf Gottes Autobahn

Es ist nicht alles Gott was glänzt, aber ist möglicherweise das, was SANKT OTTEN fabriziert haben, göttlich? Soweit möchte ich mich dann doch nicht aus dem Gebetsturm lehnen, zumindest was den religiösen Teil der Semantik betrifft. Denn natürlich ist es mittlerweile völlig legitim, beim deutschen Synthesizer-Duo zu solch sakralen Superlativen zu greifen. Sie füllen eine Lücke in der hiesigen Musiklandschaft, eine Leerstelle, die nicht mal durch Dinosaurier wie Klaus Schulze oder Pete Namlook besetzt werden konnte – und SANKT OTTEN mussten dafür nicht mal 10 Alben pro Jahr veröffentlichen.

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Psychomanteum – “Oneironaut”

17. September 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Der Traumreisende

Eigentlich war es längst an der Zeit, dass sich ein Ambientkünstler diesem Thema verschreibt. Nun sind Träume zwar schon oft Gegenstand oder wenigstens eine Assoziation von Alben in diesem weitläufigen Genre gewesen, aber das Duo PSYCHOMANTEUM aus Pennsylvania legt sich auf seinem Debütalbum ganz eindeutig fest: “Oneironaut”.

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Parhelion – “Midnight Sun”

16. September 2011 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Ode an die mystischen Landschaften des Nordens

Kein schlechter Zufall – bei TRIANGULAR ASCENSIONs “Leviathan Device” sangen die Wale ihr Requiem, auf “Midnight Sun” wird ihnen selbst ein Stück gewidmet. Hinzu kommen noch Erinnerungen an die Expedition der Nord-West-Passage durch schwedische Schrägmusiker, und das Bild ist perfekt.

PARHELION ist das Ergebnis von nächtelangen Studiosessions, in denen sich die entstandenen Klänge irgendwann von ihrer kanadischen Ursprungsband TUNTURIA lösten.

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