• Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)
"Ambient"

Emma Ruth Rundle – "Electric Guitar One"

4. November 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Improvisierte Gitarrenatmosphäre

Emma Ruth Rundle - "Electric Guitar One"Wenn Künstler ihre ersten alleinigen Gehversuche starten, kann dabei durchaus etwas interessantes herauskommen oder aber es handelt sich um ein Kapitel, dass die Künstler im nachhinein selber und manchmal auch der Hörer gerne überschlagen möchten. "Electric Guitar One" liegt irgendwie in der Mitte dieser beiden Sichtweisen, denn es ist von beidem etwas. Dies liegt begründet im durch und durch experimentellen Charakter der Aufnahmen, denn von regulären Songs mit nachvollziehbaren Strukturen kann absolut keine Rede sein. Vielmehr versucht sich EMMA RUTH RUNDLE in atmosphärischen Klangspielen, die sie ganz allein und rein instrumental mit ihrer Gitarre zelebriert. ⇒ weiterlesen

Tags: , , ,

Kurz notiert #76 – Extrem hörbar

Ion - "Ion"Ion – "Ion"
Black Metal (Eigenproduktion, 2014)

Schweres Geschütz wird von den U.S.-Schwarzmetallern aus San Francisco aufgefahren. Wenn das Trio richtig Fahrt aufnimmt, kommt der schwarze Geist der Musik so richtig schön zur Geltung. Zwischendurch wird das Szenario fast komplett runtergefahren und sehr vorsichtige Ambient-Klänge übernehmen das Zepter. Diese Passagen ("Transcendence") kann man fast schon als reine Klangcollagen bezeichnen, die dazu dienen, eine schwelende Atmosphäre zu erzeugen, die dann wiederum in rasendes Black-Metal-Geschehen gipfelt. ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Kurz notiert #73

Landing - "Complekt"Landing – "Complekt"
Shoegaze, Psychedelic Rock (These Are Not Records, 2016)

Kräftige und leicht bratzig verzerrte Klampfen ebnen den musikalischen Weg bei den aus Connecticut stammenden Shoegazern LANDING. Sie spielen dabei mit Ideen aus der Ambient-Ecke, was keineswegs verwunderlich ist, wirbt die Band selbst doch damit, dass sämtliche Mitglieder professionelle Ambient-Musiker seien. Aber auch wabernder Psychedelic kommt zum Zuge, was vor allem in den abgehoben wirkenden Passagen deutlich wird, in denen die Band mit experimenteller Electronic eine unwirkliche Atmosphäre erzeugt. Eine sehr stimmige und vor allem gelungene Platte. ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Kurz notiert #69

16. September 2017 | Kurz notiert » Musikrezensionen | Keine Kommentare

Wren Kitz - "Dancing On Soda Lake"Wren Kitz – "Dancing On Soda Lake"
Experimental, Ambient, Psychedelic, Folk (NNA Tapes, 2017)

Wenn man sich Musik anhört und sehr schnell merkt, dass sie einen auf besondere Weise herausfordert, dann gibt es selten das Ergebnis, dass sich der 'Like-Faktor' im Mittelmaß einpendelt. Herausfordernde Musik polarisiert meistens. Entweder man geht in der Musik auf oder man hasst sie! Oder aber man hört WREN KITZ und weiß gar nicht so recht, was man damit anfangen soll. Echo- und Hallspiele mit Gitarrenpickings, ausgedehnte Ambient-Collagen, Traumspiele, Akustikgitarren, die Folk-Flair versprühen und ebensolcher Gesang, der mal einsam, mal mehrstimmig seine Runden zur oft -auf den ersten Blick- ziellos wirkenden Musik dreht. "Dancing On Soda Lake" ist ein Album, dem viele Review-Schreiber eine Note verweigern würden, weil sie nicht wissen, wie man so etwas (natürlich wie immer subjektiv) bewertet. Und tatsächlich ist das nicht so einfach… ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Jesu / Sun Kil Moon – "30 Seconds To The Decline Of Planet Earth"

Tagebuchvorträge mit musikalischer Begleitung

Jesu / Sun Kil Moon - "30 Seconds To The Decline Of Planet Earth"Da ist sie, die zweite Kollaboration von Justin Broadrick (JESU) und Mark Kozelek (SUN KIL MOON). Hat das Debüt der 'Gebrüder Seltsam' bereits einige Fragen aufgeworfen, die übrigens immer noch nicht restlos beantwortet bzw. entschlüsselt werden konnten, durfte man sich im Vorfeld des Zweitlings ebenfalls wundern, was einen denn da nun wohl erwarten wird. Nun, das muss man den beiden lassen, sie haben keine Blaupause durchgeführt, sondern ihre Musik auf ein weiteres Level getragen. Wohlgemerkt ihre Musik, denn Kozelek ist nach wie vor ein verdammt sturer und offensichtlich unverbesserlicher Mistbock am Mikro. ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , ,

Kurz notiert #49

Pictures - "Promise"Pictures – "Promise"
Indie Rock (Virgin / Universal, 2017)

Bedenkt man, dass "Promise" das Debüt dieser Formation ist, muss man schon dicke Backen machen, denn Ohrwurmmelodien gibt es zu Hauf und entsprechend viele Refrains bleiben entweder gleich nach dem ersten, spätestens aber nach dem zweiten oder dritten Durchlauf hängen. Das Kernduo des Quartetts, Sänger Maze Exler und Schlagzeuger Michael Borwitzky, kennt sich bereits von seiner früheren Band UNION YOUTH. Mit PICTURES haben sie wieder zueinander gefunden und spielen besser denn je auf. Tolle Platte mit lockeren, leicht melancholisch getränkten Indie-Songs, die einem so schnell nicht wieder aus dem Ohr huschen wollen. ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Kurz notiert #40

Meat Wave - "The Incessant"Meat Wave – "The Incessant"
(SideOneDummy Records, 2017)

Drei Typen aus Chicago, eine musikalische Gemeinsamkeit: Post-Punk! Mit eckigen und teils zackigen Rhythmen sowie fast schon nervenaufreibenden Melodien, die manchmal gerade so an der Schrägheit vorbeikratzen, rotzen und holzen sie ihr drittes Album in die Runde. Die Stimme ist dabei ein wichtiger Aspekt. Oft nah am Sprechgesang, wird auch mal geschrien, ein wenig gesungen und gerne rumgestänkert. Rein musikalisch könnte man MEAT WAVE auch in die Noise-(Punk)-Rock-Ecke packen, wobei sie dort nur mit einem Fuß hineingehören. Eigenwillig und fordernd sind sie allemal, aber genau das ist die Musik, mit der man sich öfter auseinandersetzt, wenn man Gefallen daran findet. ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Nick Cave & The Bad Seeds – "Skeleton Tree"

20. November 2016 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Die Prüfung

Nick Cave & The Bad Seeds - "Skeleton Tree"Es braucht nicht viel, um zu verstehen, dass der Verlust des eigenen Kindes das schlimmste ist, was Eltern passieren kann. Als NICK CAVEs damals 15-jähriger Sohn Arthur am 14. Juli 2015 von einer Klippe fiel und dabei sein Leben verlor, veränderte sich die Welt des Künstlers drastisch und vor allem für immer. Der Tod ist entgültig, er ist leise, er ist im Augenblick des Eintretens schmerzhaft für die, die ihn mitansehen müssen, aber auch schmerzhaft für jene, die lediglich darüber informiert werden, dass ein geliebter Mensch gegangen ist. All dieses Leid, die Eindrücke und Erlebnisse hat NICK CAVE in seinem Album verarbeitet. Was sonst soll ein Mann wie er auch machen, wenn ihm so etwas widerfährt? ⇒ weiterlesen

Tags: , , ,

Kurz notiert #17

Human Eye - "4: Into Unknown"Human Eye – "4: Into Unknown"
Post-Punk (Goner Records, 2013)

Eigenwillig schräge Post-Punk-Nummern liefern HUMAN EYE mit ihrem Album ab. Gesang wie aus dem Blechkasten; erinnert an die 1970er Jahre, als Punks das Mikrofon als Spielzeug entdeckt haben. Rockabilly-Hall lässt grüßen. Die Gitarren freaken sich herrlich quietschig durch die Songs und lassen deutlich erkennen, dass diese Platte ein ganz eigenes Gebräu ist. Stellenweise könnte man sogar die Begriffe Space Rock oder Pschedelic verwenden, wäre da nicht diese punkige Rotzigkeit im Sound. Geil auf alt getrimmt, pfeifen HUMAN EYE mit und durch ihre Musik auf alles, was derzeit angesagt ist. Sie rocken sich auf ihre ganz eigene Art und Weise durch ihr Album und gelten als Zeugen dafür, dass es da draußen noch ganz viel Musik gibt, die nicht angepasst ist und dass es Bands gibt, die sich um nichts anderes scheren, als um die Umsetzung ihrer ganz eigenen musikalischen Visionen. Gut so! ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

ISON – "Cosmic Drone"

Atmosphärische Wucht

ISON - "Cosmic Drone"Bei so einer hochkarätigen Besetzung kann eigentlich gar nichts schiefgehen. Die Rede ist von Daniel Änghede, den wir u.a. von CRIPPLED BLACK PHOENIX und HEARTS OF BLACK SCIENCE kennen, sowie Heike Langhans, bekannt durch DRACONIAN und LOR3L3I. Zusammen haben sie ihr neues Projekt ISON aus der Taufe gehoben – in einer kalten Winternacht, in der die Blicke offenbar zum Firmament gingen. Mit ihrer Debüt-EP "Cosmic Drone" empfehlen sie sich für Großes. ⇒ weiterlesen

Tags: , , ,

Aun – "Alpha Heaven"

Himmlische Reise

Aun - "Alpha Heaven"Wenn das kanadische 'cosmic industrial duo' aus Montreal seit ihrer Gründung 2007 eins bewiesen hat, dann seine Wandlungsfähigkeit, die immer wieder für Überraschungen sorgt. Mittlerweile kann man sich bei AUN darauf verlassen, dass kein Album wie das andere klingt. Nach dem futuristischen Soundtrack "Black Pyramid" und dem Shoegaze-Ausflug "Phantom Ghost" kam mit "Alpha Heaven" wieder eine neue Seite zum Vorschein.

⇒ weiterlesen

Tags: , ,

Empusae & Marc T. – "Deugden Van Angst En Het Kwaad"

Experten für vertonte Dunkelheit

Empusae & Marc T. - "Deugden Van Angst En Het Kwaad"Nicolas Van Meirhaeghe alias Sal-Ocin ist nicht nur als Livemusiker für AH CAMA-SOTZ und IN SLAUGHTER NATIVES tätig, sondern tanzt auch noch auf ein paar anderen Hochzeiten. Mit seinem Hauptprojekt EMPUSAE veröffentlicht er seit 2002 regelmäßig Alben für namhafte Industriallabels. Auf seinem aktuellen Werk begegnet uns Marc Titolo, den man vor allem von DIRGE kennt, und der sich für einige Jahre nebenbei noch bei seinem Elektronikprojekt DITHER ausgetobt hat.

Nachdem sich die beiden passenderweise für den Track "Dirge" auf EMPUSAEs Album "Sphere From The Woods" getroffen hatten, war es an der Zeit für eine umfangreichere Zusammenarbeit. ⇒ weiterlesen

Tags: , , , ,

Kurz notiert #10

MAЇAK - "A Very Pleasant Way To Die"Maïak – "A Very Pleasant Way To Die"
Post-Rock (Fluttery Records, 2015)

Fukushima. Tschernobyl. Das dürften wohl die ersten Assoziationen sein, die die meisten Menschen zum Thema Atomunfälle herstellen. Weniger bekannt, dank jahrzehntelanger sowjetischer Geheimhaltung, ist die Atomanlage Majak, in der sich vor nunmehr fast 60 Jahren der sog. 'Kyschtym-Unfall' ereignet hat. Laut INES-Skala der drittschwerste, aber wenn man noch an die Problematik des Karatschai-"Beton"-Sees denkt, dann kann einem sehr unwohl werden. Die Schweizer Postrocker haben sich diesen symbolträchtigen Namen verpasst, der zusammen mit dem Albumtitel mehr als ironisch wirkt. Ironie beherrscht auch die Titel der fünf Instrumentalstücke, wie z.B. "We All Live In A Yellow Kursk". Das Quartett spielt astreinen, atmosphärischen Post-Rock, der alle Kontraste von fast kammermusikartigen Sequenzen über elegische Ambientpassagen bis hin zu aggressiven Powerchord-Attacken ausleuchtet – bisweilen ungestüm und roh. Unkontrollierte Ausbrüche – da wären wir auch wieder beim passenden Namen. ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , ,

Makeup And Vanity Set – "88:88" / "7.25.2148" / Remixes

11. April 2015 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Tron 3.0

Makeup And Vanity Set - "88:88"Matthew Pusti aus Nashville hat sich in den letzten Jahren zu einer festen Größe der Retro/Synthwave-Szene etabliert. Unter dem Namen MAKEUP AND VANITY SET hat er bereits THE PROTOMEN remixt und vor allem mit seinen Alben der Charles Parker Trilogie auf sich aufmerksam gemacht. Neben seiner Liebe zu Trackermusik und 8-Bit-Chiptunes hat er nämlich auch ein Faible für die Synth-Soundtracks von 80er-Jahre-Horror- und Sci-Fi-Filmen. Väter im Geiste wie John Carpenter lassen freundlich grüßen.

Ein unbestrittenes Highlight seines Schaffens ist das 2012 veröffentlichte Album "88:88", der erweiterte und offizielle Soundtrack zu Joey Ciccolines gleichnamigen Kurzfilm. ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , ,

Northaunt – "Istid I-II"

Eisig-schöner Ambient-Isolationismus

Northaunt - "Istid I-II"Es sind tatsächlich schon neun Jahre seit "Horizons" vergangen, dem letzten Album des Norwegers Hærleif Langås. 2013 traf er sich zwar mit SVARTSINN auf einer Split, aber neun Jahre sind eben neun Jahre, in denen es von NORTHAUNT bis auf einige Compilationbeiträge nicht viel neues gegeben hat. Doch untätig war er nicht, denn abgesehen von diversen Nebenprojekten wie THERRADAEMON sind in mehr als zehn Jahren die Tracks entstanden, die nun sein neues Album füllen. Mit dem neuem Werk geht es dorthin, worin uns einige Naturwissenschaftler noch vermuten, während andere unken, dass sie uns demnächst wieder bevorsteht: "Istid", zu deutsch Eiszeit(alter). ⇒ weiterlesen

Tags: , ,

Seite 1 von 1112345...10...Letzte »