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Exxasens – “Eleven Miles” (10,00 / 10)
valerie renayTake a look! http://www.youtube.com/watch?v =vViinMt156s
MEAuch hier gilt: die Version mit Bonus greifen! ‘Age Of Creation’ ist ein wunderbarer Achterbahn-Track,...
MEAuch für dieses Album gilt: die edle Digifassung mit Bonustrack ‘Tired Bones’ (lässig-schwerer...
Alternative Rock
Pearl Jam – “Binaural”
Marmelade im Wandel
PEARL JAM haben ihre Musik besonders nach den kommerziellen Erfolgen ihres Debüts “Ten” (1991) und dessen Nachfolger “Vs.” (1993) Stück für Stück modifiziert. “Vitalogy” (1994) war eine Mischung aus ungestümen Eruptionen und zerbrechlicher Feinfühligkeit, die Stadionmelodien wurden verabschiedet und mit folgenden Alben stellte die Band eine immer weinger aufdringliche Art von Songwriting und Melodie in den Vordergrund. Mit “No Code” (1996) und “Yield” (1998) war dann endgültig klar, dass es keine Rückkehr zu großen Sounds und packenden, hymnenhaften Songs geben würde. Die Hörerschaft merkte dies und so ist das folgende “Binaural”, trotz der innovativen und interessanten binauralen Aufnahmetechnik, das erste Album der Band, das zwar Gold- aber keinen Platinstatus erreichte. 
Jane’s Addiction – “Strays”
Flippig, rockig und intensiv
Man kann wohl JANE’S ADDICTION als Baby von Sänger Perry Farrell bezeichnen, der die Band ins Leben rief. Definitiv nicht zu verachten ist allerdings Gitarrist Dave Navarro, ohne den JANE’S ADDICTION sicherlich nicht das Gesicht hätten, welches sie heute besitzen. Sein charismatisches Gitarrenspiel ist herausragend und technisch sowie stilistisch sehr versiert und dadurch prägend. An den Drums sitzt Stephen Perkins, der ebenfalls von Anfang an dabei ist und die Band mit seinem Spiel vorzüglich bereichert. Die Position am Bass variiert mit den Jahren gerne mal, was allerdings den Qualitäten der Musik keinen Abbruch tut. 
Pearl Jam – “Ten”
Referenzalbum
Wer kennt sie nicht, die traumhafte Melodie aus “Alive”. Selbst, wenn man das Stück nicht namentlich bennen kann, hat fast jeder die Gitarrenmelodie schon einmal irgendwo gehört oder am Rande wahrgenommen, denn gedudelt wurde das Lied ja eine Zeit lang an jeder öffentlichen Ecke. Natürlich stecken die Seattle-Rocker PEARL JAM dahinter und es ist wohl eher eine Ehrenaussage denn eine Information, wenn ich sage, dass “Ten” zu den wichtigsten Alben der Grunge-Ära gehört und maßgeblich Musikgeschichte geschrieben hat. Eine ganze Bewegung verehrt diese Platte zu recht und selbst Hörer aus eher genrefremden Bereichen konnten und können sich diesem durch und durch überzeugenden Machtwerk nicht entziehen. 
Screaming Trees – “Dust”
Ein Meisterwerk der Grunge-Ära
Im Falle der SCREAMING TREES braucht man für Eingeweihte sicher nicht auf die Grunge-Ära in den 1990er Jahren hinweisen, denn sie gehören ebenso zu den ganz großen Namen dieser Zeit wie PEARL JAM, SOUNDGARDEN, ALICE IN CHAINS oder NIRVANA. Der einzige Unterschied besteht darin, dass es die SCREAMING TREES nicht bis ganz oben geschafft haben, was sicherlich an der sehr bedauerlichen Auflösung der Band nach ihrem letzten Studioalbum “Dust” (1996) lag, da sie an ihre beginnenden Erfolge nicht anknüpfen konnten. Dennoch ist ihr Name auch heute noch nicht verblasst und immer wieder präsent, was einmal mehr aufzeigt, dass hier nicht nur verborgene Talente schlummerten, sondern etwas großes brodelte. Zudem ist ihr Sänger Mark Lanegan mit seinem Solowerk nach wie vor sehr aktiv und besitzt ein beachtliches Ansehen in der alternativen Musikszene. 
Mae’s Lost Empire – “These Words Have Undone The World”
Emo? Nemo!
Ein ziemlich cooles Debüt liefern die Briten MAE’S LOST EMPIRE mit “These Words Have Undone The World” ab. Ich bin kein Emo-Freak, auch niemand, der eine Laudatio hält auf junge Bands, welche sich pseudo-alternativ vermarkten lassen. Hier jedoch haben wir auch eine ganz anders vorgehende Band. MAE’S LOST EMPIRE aus Sheffield verbinden Progrock mit Alternative, kreieren eigenwillige Breaks, kontrastieren Shouts und schräge helle Gesänge mit vielen bunten Melodien, welche sie sich lässig aus dem Ärmel schütteln. Es ist dies so ein Album, dass in der Flut der Veröffentlichungen unterzugehen droht, jedoch zu Unrecht, denn hier haben wir ein kleines Juwel in den Händen. Einmal gehört, fällt die Klasse noch nicht so auf, beim zweiten mal stellt sich Verwunderung ein, dann, zumindest bei mir, purzeln die Pluspunkte. 
Blind Melon – “Blind Melon”
Eigenständiges, hochkarätiges Debüt
Der Name BLIND MELON Band wurde durch den Vater des Bassisten Brad Smith gefunden, der die örtlichen Hippies als blinde Melonen bezeichnete, woraufhin sich die Musiker schnell entschlossen, diesen Ausdruck für sich zu verwenden. Angesichts ihres Outfits, ihrer Musik und der darin gebotenen Stimmung sowie der weiteren Geschichte der Band, die einen tragischen Drogentod beinhaltet, hätten sie sich keinen besseren Namen zulegen können. 
The Gracious Few – “The Gracious Few”
Allstarband: CANDLEBOX und LIVE vereint
Mit Patrick Dahlheimer (Bass), Chad Taylor (Gitarre), Chad Gracey (Schlagzeug) von LIVE und Sean Hennesy (Gitarre) und Kevin Martin (Gesang) von CANDLEBOX hat sich unter dem Banner THE GRACIOUS FEW eine neue Allstarband zusammengetan. die auf ihrem gleichnamigen Debütalbum den ursprünglichen Sound ihrer Stammbands vereint und um ein paar kleine aber feine Nuancen erweitert.
Die Songs sind vornehmlich eher seicht und entspannt gehalten, was an dieser Stelle jedoch keineswegs mit ‘langweilig’ gleichzusetzen ist. 
Blind Melon – “For My Friends”
In Gedenken an Shannon Hoon
Die Geschichte von BLIND MELON ist eine sehr tragische aber leider auch typische für Rockbands, die dem weitläufigen Genre Alternative Rock zugehören. Einmal mehr geht es um den talentierten, charismatischen Frontman, der einerseits eine sehr große Wirkung auf die Musik und das Publikum hatte, andererseits aber auch ein Drogenwrack war und seiner Sucht letztendlich zum Opfer fiel. Shannon Hoon starb am 21. Oktober 1995 an einer Überdosis Kokain, die er sich in einem Hotelzimmer während der Tour zu ihrem zweiten Album “Soup” verabreichte. Die Band verfiel in eine Art Schockzustand, veröffentlichte Posthum noch ein Album mit Überbleibseln und halbfertigen Aufnahmen (“Nico”) und dann wurde es viele Jahre still um sie… 
Sophia – “Technology Won’t Save Us”
Ein Meisterwerk der Schwermut
Robin Proper-Sheppard, kreativer Kopf bei SOPHIA, hatte Anfang der 90er als Sänger und Gitarrist bei THE GOD MACHINE einen wesentlichen Anteil zu “Scenes From The Second Storey” und “One Last Laugh In A Place Of Dying”, den beiden einzigen Alben der Band, beigetragen. “Technology Won’t Save Us” ist das fünfte vollständige Album von SOPHIA, mit denen er sich seit einigen Jahren in der Szene einen zweiten Namen erarbeitet hat. Verwurzelt im Independent erzeugt diese Band ein tiefgründiges musikalisches Zeichen, welches sich durch enorme Schwermut und vor allem durch den Einsatz zumeist unverzerrter Klänge auszeichnet, was wiederum einen wohlklingenden Kontrast zu den immer mehr in Mode kommenden harten Sounds setzt. 
LaminiusX – “Vitamin”
Trilingualer Alternative Rock mit Gütesiegel
Nach der “One Man Show” nun der vitaminreiche Doppelwhopper: Die Osnabrücker Rocker LAMINIUSX stellen dieser Tage ihr neues Album “Vitamin” vor und scheinen noch mal eine ganze Schippe draufgeladen zu haben. Das zweite Heimspiel bei Timezone ist jedenfalls eine energetische Rockplatte mit Tiefgang geworden, soviel kann man jetzt schon verraten. Denn wo in Deutschland gerade wieder heiß über gern vernachlässigte Themen wie Integration und soziale Gerechtigkeit debattiert wird, zeigt diese Band, wie multikulturelle Einflüsse ganz wunderbar miteinander harmonieren, und wie dadurch Völkerverständigung erreicht werden kann. 
Clouds – “We Are Above You”
Zwischen den Stühlen
CLOUDS aus Boston verschreiben sich einer Mischung aus Alternative Rock, etwas Stoner Rock, bissel Punk-Feeling und einem Schuss klassischem Rock. Das Ganze verweben sie zu einem funktionierenden Geflecht, das ineinander greift und jedem der genannten Stile für sich den Raum gibt, sich zu entfalten. Andersherum fabrizieren sie auch eine spannende Aneinanderreihung aus genannten Zutaten und wechseln fröhlich von Part zu Part unter den Stilen hin und her. Dabei gehen CLOUDS allerdings überhaupt nicht so wolkig vor, wie es ihr Name vielleicht suggerieren mag, sondern mitunter laut und ungestüm, ab und an etwas ruhiger aber nicht leise und oftmals kernig und vollmundig. 
Jerry Cantrell – “Boggy Depot”
Kein Depot für Kettenmusik
Das 1998er Soloalbum des ALICE-IN-CHAINS-Gitarristen und Co-Sängers JERRY CANTRELL wird unter Fans oft als eigentliches ALICE-IN-CHAINS-Album gehandelt, denn es erschien in einer Periode, in der Sänger Layne Staley († 2002) aufgrund seiner nicht zu beherrschenden Drogensucht nicht in der Lage war, an neuer Musik zu arbeiten, geschweige denn überhaupt aufzunehmen. Zudem spielten seine verbliebenen beiden Band-Kollegen auf “Boggy Depot” eine nicht unwesentliche Rolle. Drummer Sean Kinney trommelte das komplette Album ein, während Mike Inez immerhin auf drei Stücken den Bass bediente. Auf den anderen Liedern halfen Rex Brown (PANTERA) und Les Claypool (PRIMUS) an den vier Saiten aus. JERRY CANTRELL selbst übernahm natürlich die Gitarren und den kompletten Gesang. 
OneSideZero – “Is This Room Getting Smaller?”
Forgotten Nu Stuff – Teil XII
ONESIDEZERO ist eine der Bands, die das Zeug zum ganz großen Durchbruch hatten. 1997 in Los Angeles gegründet bewiesen sie schon sehr bald auf ihren ersten Demos ein ungeheures Talent und unbändige Energie. Die mehr als überzeugende Mischung aus Alternative Rock mit Elementen aus dem Grunge und Nu Metal ging auch an den A&R Leuten von Maverick Records nicht vorbei, und so ergatterten sie quasi auf Anhieb einen Majordeal.
Auf dem Debüt hört man melodischen, kraftvollen Rock vom Feinsten, der vor – man muss es einfach so deutlich sagen – geilen Hooks und Riffs nur so strotzt. Und dann der Sänger! Jasan Radfords Stimme, die von einfühlsam bis aggressiv alle Register zieht, ist fast schon zum Verlieben, was vor allem Fans vom TOOL-Maynard anziehen dürfte, trifft Radford doch dessen markante Phrasierung verblüffender Weise ein ums andere Mal. 
Dredg – “Catch Without Arms”
Ein perfektes Konzeptalbum
Bevor “Catch Without Arms” veröffentlicht wurde, überzeugten DREDG ihre Fans mit Musik, die deutlich in eine progressive Richtung ging, trotzdem aber nicht als Progressive Rock oder dergleichen bezeichnet werden konnte. Grobe Parallelen konnte man zu OCEANSIZE ziehen, die ihre Musik in ähnlicher Form veredelten. DREDG zeigten sich zwar nicht wirklich sperrig, aber auch nicht leichtfüßig und unbedacht, sie pendelten sich in einer gehobenen Klasse ein, spieltechnisch jedoch weder übertrieben kompliziert noch zu vertrackt. Die Musik vermittelte Tiefgang ohne anstrengend oder eben übertrieben schwierig zu wirken und dennoch hörte man einen spieltechnischen Anspruch heraus. Mit ihren ersten beiden Alben “Leitmotif” (1999) und “El Cielo” (2002) haben sie sich jedenfalls eine kleine aber nicht unerhebliche Fanbase erschaffen, die der Band treu ergeben war. 
From Zero – “One Nation Underground”
Forgotten Nu Stuff – Teil XI
Nu Metal war ursprünglich nichts anderes als Metal mit Hip Hop Elementen, und Metalcore auch nichts spektakuläreres als Metal mit Hardcore. Wenn man als junge Band aus solchen einfach gesteckten Definitionen herausfällt, verschwindet man entweder aus dem Blickfeld der möglichen Zielgruppe oder man erarbeitet sich einen Ausnahmestatus. FROM ZERO, die 1998 in Chicago starteten, waren die einfachen Raster zu öde, und so kombinierten sie ihren Metal gleich mit mehreren Stilen. Auf ihrem Debüt “One Nation Under” begegnen uns einerseits gewohnt harte Gitarrenklänge, Mosh-Riffs, typische Songstrukturen und aggressive Shouts – aber die Medaille hat eben noch eine andere Seite. 








