• Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)
"Alternative Rock"

Kurz notiert #77

Amber Arcades - "Fading Lines"Amber Arcades – "Fading Lines"
Indie Rock, Indie Pop, New Wave (Heavenly, 2016)

Die Niederländerin Annelotte De Graaf kramt alte New-Wave- und Indie-Sounds raus und schreibt mal eben ein Album, das von Anfang bis zum Ende eben diesen roten Faden verfolgt; eng gestrickt und weitestgehend ohne Seitenblicke in andere Ecken. Sie streift dabei höchstens ab und an die Grenze zum Dream Pop, was vordergründig an ihrer vorsichtigen, etwas ungekonnten, aber lieblich verschlafenen Gesangsstimme, die keinem etwas Böses will, liegen dürfte. Die Musik selbst ist dabei klar gestaltet und besticht durch leichte, einfache Strukturen. Ob ihr beim Einfangen des Spirits für die Platte New York als Aufnahmeort geholfen hat, lässt sich nur vermuten; Fakt ist, dass ihr "Fading Lines" gut gelungen ist. ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Mark Lanegan Band – "Phantom Radio"

24. Oktober 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
App-solut hörbar

Mark Lanegan Band - "Phantom Radio"Wenn der Bariton-König aus der Seattle-Grunge-Ära der '90er ansetzt und dem Schwermut in Stimme und Texten freien Lauf lässt, kann man sich nicht ernsthaft gegen die Wirkung dessen stemmen. MARK LANEGAN hat einfach dieses gewisse Etwas in seinem Gesang, seiner dunklen, leicht verrauchten Stimme und natürlich in seinen Texten. Er nimmt den Hörer mit in seine Welt, enführt ihn in einen Gefühlsschwall und begleitet ihn am Ende auch wieder sanft hinaus. ⇒ weiterlesen

Tags: , , , ,

Kurz notiert #72

Drab Majesty - "The Demonstration"Drab Majesty – "The Demonstration"
Gothic, New Wave, Dark Wave (Dais Records, 2017)

Wir lassen die Fantasie spielen… Man stelle sich ganz alte DEPECHE MODE vor, mit ihren elektronisch-mechanischen Rhythmen, teils langsam und schwer, teils tanzbar und treibend; man mische dazu ein paar Gothic-Gitarren, die sich auf leicht verhalltes Picking beschränken oder eher einfache Riffs beisteuern. Kurzum: DRAB MAJESTY haben mit ihrem zweiten Album ein sehr cooles Teil abgeliefert, das einerseits im New- und Dark Wave stöbert, andererseits aber auch die nahe liegende Goth-Ecke bedient. Wer also mal wieder ein gelungenes Düsterwerk hören möchte, das nicht in blauer Langeweile untergeht, der sollte sich mit "The Demonstration" beschäftigen. ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Kurz notiert #69

16. September 2017 | Kurz notiert » Musikrezensionen | Keine Kommentare

Wren Kitz - "Dancing On Soda Lake"Wren Kitz – "Dancing On Soda Lake"
Experimental, Ambient, Psychedelic, Folk (NNA Tapes, 2017)

Wenn man sich Musik anhört und sehr schnell merkt, dass sie einen auf besondere Weise herausfordert, dann gibt es selten das Ergebnis, dass sich der 'Like-Faktor' im Mittelmaß einpendelt. Herausfordernde Musik polarisiert meistens. Entweder man geht in der Musik auf oder man hasst sie! Oder aber man hört WREN KITZ und weiß gar nicht so recht, was man damit anfangen soll. Echo- und Hallspiele mit Gitarrenpickings, ausgedehnte Ambient-Collagen, Traumspiele, Akustikgitarren, die Folk-Flair versprühen und ebensolcher Gesang, der mal einsam, mal mehrstimmig seine Runden zur oft -auf den ersten Blick- ziellos wirkenden Musik dreht. "Dancing On Soda Lake" ist ein Album, dem viele Review-Schreiber eine Note verweigern würden, weil sie nicht wissen, wie man so etwas (natürlich wie immer subjektiv) bewertet. Und tatsächlich ist das nicht so einfach… ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Kurz notiert #68

12. September 2017 | Kurz notiert » Musikrezensionen | Keine Kommentare

Thunder Dreamer - "Capture"Thunder Dreamer – "Capture"
Indie Rock (6131 Records, 2017)

THUNDER DREAMER aus Indiana vermischen Indie- und Post-Rock mit etwas Pop, gekleidet in ein vorsichtig schwermütiges Gewand aus Molltönen mit größtenteils eher zurückhaltendem Gesang. Sie halten ihre Musik leicht und unkompliziert und setzen vordergründig auf die Wirkung der Atmosphäre. Unverzerrtes Gitarrenpicking und locker-flockige Drumbeats, die sich niemals in den Vordergrund drängeln, bilden dabei das Haupterscheinungsbild. Am Rande zum Easy-Listening birgt "Capture" vielleicht nicht soviel an Tiefe, als dass man es unzählige Male genießen könnte, als gelegentliche Beschallung für entspannte Momente am frühen Abend aber durchaus geeignet. Wohlfühlen inklusive. ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Kurz notiert #65

Smidley - "Smidley"Smidley – "Smidley"
Indie Rock, Indie Pop (Triple Crown Records, 2017)

Das als Spielwiese ins Leben gerufene Projekt des FOXING-Sängers Conor Murphy hat er nach seinem Hund benannt. Gemeinsame Sache macht er dabei mit Leuten von SORORITY NOISE, DR DOG und TIGERS JAW. Die Mischung aus Indie Rock mit vielen poppigen Melodien und Ideen ist durchaus gelungen. Der Gesang ist allerdings stellenweise etwas gewöhnungsbedürftig, da Murphy gerne mal in Falsett singt, was leider nicht zu seinen Stärken zählt, da seine Stimme dabei nicht sonderlich einladend, sondern auf längere Dauer nervig klingt. Wer leichte Kost bevorzugt und Musik gerne hört, ohne sich großartig darum zu kümmern, was passiert und einfach nur die Stimmung aufsaugen möchte, dürfte mit SMIDLEY gut bedient werden. ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Sonic Youth – "Bad Moon Rising"

24. August 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Das Transitionsalbum

Sonic Youth - "Bad Moon Rising"Für viele Fans gelten SONIC YOUTH bis heute als eine Art Inbegriff der musikalischen Extravaganz. Sie seien der wahre Alternative Rock, eben die Alternative zu allem Üblichen. Es ist dabei sicher unbestreitbar, dass die vier Ex-New-Yorker einen enormen Wandel im Laufe ihrer Karriere durchlebt haben. Begonnen hat alles mit, man verzeihe diesen harten Ausdruck, fast schon dilettantischem Spiel und scheinbar unkontrolliertem Herumhacken auf den Instrumenten. Als diese Experimente Form annahmen, entstanden tatsächlich Songs und die Erfolgsgeschichte der Band nahm ihren Lauf. So in Etwa lautet die Ultrakurzfassung der Entstehung des SONIC-YOUTH-Kults. ⇒ weiterlesen

Tags: , ,

Kurz notiert #61

Parlor Walls - "Opposites"Parlor Walls – "Opposites"
Experimental, Psychedelic Rock, No Wave (Northern Spy Records, 2017)

Und da behaupte noch einmal jemand, es gäbe keine wirklich experimentelle Musik mehr, die man tatsächlich auch noch hören kann. Doch, gibt es! Das Trio aus Brooklyn reizt den Bereich zwischen Free Rock und Free-irgendwas komplett aus, ohne dabei jedoch den Faden für den Song an sich zu verlieren. In der Mitte nisten sie sich gern mal im No Wave ein (SONIC YOUTH winken herüber), wechseln dann aber sofort wieder in experimentelle Gefilde und kreieren Noise-Gitarren, welche die Boxen zum Bersten bringen. Die Girlie-Stimme von Sängerin Alyse Lamb wird stets non-konform gehalten und beinhaltet, wie die Musik, ein deutlich eigensinniges Element. Trotzdem aber ist sie greifbar und schreckt nicht ab. Im Grunde unglaublich, was PARLOR WALLS hier geschaffen haben. Avantgarde pur und doch absolut hörbar und angenehm fordernd. ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Kurz notiert #60

Surf Curse - "Nothing Yet"Surf Curse – "Nothing Yet"
Indie Rock, Alternative Rock (Danger Collective Records, 2017)

Geht flotter Chill-out? Ja, geht! SURF CURSE kombinieren musikalische Energie mit entspannten Gitarrenparts (verträumtes Picking, lockeres Geschrabbel) und wave-artigen, zackigen Beats. Dabei wirken sie so herrlich echt und unverbraucht, dass es regelrecht Spaß bereitet, die Musik zu hören. Man könnte für die Produktion auch die aktuelle Bezeichnungsform Lo-Fi benutzen, obwohl diese bei manchen auf unterproduzierte Musik schließen lässt, was im Falle von "Nothing Yet" einfach nicht richtig wäre. Selbst, wenn sie fröhlich drauflos scheppern, simpel umher brummeln und gern auch mal schäbig rocken, besitzen SURF CURSE eine Art elegante, gehobene Einfachheit, die sie mit unterschwelliger Melancholie anreichern. Wir bleiben lebendig! SURF CURSE helfen dabei. ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Kurz notiert #59

Pulled Apart By Horses - "The Haze"Pulled Apart By Horses – "The Haze"
Alternative Rock (Caroline International, 2017)

Ordentlich Stimmung verbreiten die Briten aus Leeds auf ihrem Album "The Haze". Das stilistische Spektrum rangiert um alles herum, was man als Alternative bezeichnen kann, inklusive einem Hauch Punk Rock und kleinen Ausflügen in den Hard- und sogar in den Stoner-Rock-Bereich. Die Laune sollte beim Hören der Platte jedenfalls schnell steigen, denn der flockig rockige Sound reißt einfach mit. Ab und an trauen sich die Jungs sogar, ein wenig psychedelisch zu klingen und sogar eigenwillig krautig zu sein; gut so! Ein erstaunlich frisches und spielfreudiges Werk, das man immer mal wieder durch die Anlage jagen kann. ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Kurz notiert #58

Jaws - "Simplicity"Jaws – "Simplicity"
Indie Rock, Shoegaze (JAWS / Eigenproduktion, 2017)

Das zweite Album der britischen Dream Rocker kann was. Immer noch alles im Alleingang machend, können die Birmingham-Jungs sogar noch eine Steigerung zu ihrem schon ziemlich gelungenen Debüt "Be Slowly" aus 2014 vorweisen. Ihr eingängiger Indie Rock wird mit Shoegaze- und Dream-Pop-Elementen bereichert und kann auch den einen oder anderen Ohrwurm vorweisen. Viele werden überrascht sein von der Band, die auf "Simplicity" fast schon jugendlich beginnt und mit zunehmender Spieldauer erwachsener und besser wird. Klasse! ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

The Cure – "Bloodflowers"

Melancholischer Eskapismus in Perfektion

The Cure - "Bloodflowers"Nicht wenige erwarteten seinerzeit, nach dem eher durchwachsenen bis schwachen "Wild Mood Swings" (1996), eine Rückkehr zu den Tugenden der südenglischen Schwarzmaler. Frontmann Robert Smith hatte sich diese direkte Kritik offensichtlich zu Herzen genommen, denn der vier Jahre später erschiene Nachfolger schob mal eben alles beiseite, was die Band mit "Wild Mood Swings" versemmelt hatte. Wenn man beim Hören von "Bloodflowers" das von den Medien damals als bedeutungsschwanger bezeichnete Erscheinungsdatum ausblendet und seinen Fokus allein auf die Musik legt, kann es problemlos gelingen, das Album mit den älteren Veröffentlichungen der Band in Verbindung zu bringen. Die Anhänger der Alternative Wave Goths haben also das bekommen, was sie sich wünschten. Gut so? Gut so! ⇒ weiterlesen

Tags: , , ,

Kurz notiert #57

Pillow Talk - "This Is All Pretend"Pillow Talk – "This Is All Pretend"
Indie Rock, Post-Punk (Animal Style Records, 2017)

Weinerlich melancholisch ist der Rock von Sänger Joshua Cannon und seiner Truppe aus Memphis. Dabei wird nahezu in jedem Lied der Gesang elektronisch akzentuiert, was man in der Regel von angesagten Pop- und sogenannten R'n'B-Künstlern her kennt. Dieser Vocal-Effekt kann manchmal nett wirken, in jedem Lied eingesetzt überstrapaziert er allerdings ein wenig den Kitschfaktor. Musikalisch ist die Indie-Seite schön ausgelotet und gerne streifen PILLOW TALK auch mal ein ganz klein wenig die Shoegaze-Ecke, ohne jedoch tatsächlich darin aufzugehen. ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Kurz notiert #56

Post War Glamour Girls - "Swan Songs"Post War Glamour Girls – "Swan Songs"
Indie Rock, Post-Punk (Hide & Seek Records, 2017)

Die Engländer haben ihren Indie Rock bislang mit Post-Punk-Elementen verfeinert und auch auf "Swan Songs", das übrigens alles andere als ein Schwanengesang geworden ist, spielt dieser Umstand wieder eine wichtige, tragende Rolle, auch wenn das Verhältnis dieses Mal deutlich mehr in die Indie-Richtung tendiert. Die Stücke sind tiefgründig,  somit definitiv nicht oberflächlich gehalten und bleiben auch nach mehrmaligem Hören interessant. Der leicht düstere Aspekt ist erhalten geblieben und fesselt den geneigten Hörer. Wer sich nach dunkler Melancholie sehnt, die eher beiläufig erscheint, trotzdem aber das ganze Album über präsent ist und entsprechend wirkt, kommt an dieser tollen Band nicht vorbei. Und an alle Fans von PROTOMARTYR: Zuschlagen! ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Kurz notiert #53

Mock Orange - "Put The Kid On The Sleepy Horse"Mock Orange – "Put The Kid On The Sleepy Horse"
Indie Rock, Alternative Rock (Topshelf Records, 2016)

Geil, was die Amis von MOCK ORANGE auf ihrer sechsten Scheiblette fabrizieren. Staaten-geprägter Indie Rock trifft auf bratzigen Alternative der alten Schule und wird durch hippiemäßig erhöhten Gesang abgerundet. Stets mit einem Schwung gut gelaunter Melancholie (ha!) und wohlig wärmender Sonne im wallenden Haar, zelebriert die Band ein wahres Fest an schrabbeligem Gitarrenrock mit dezentem Collegeflair, nur in anspruchsvoll. "Put The Kid On The Sleepy Horse" ist die Platte, die man nicht umgehen oder gar übersehen sollte, wenn man auf gute Musik steht. ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Seite 1 von 1412345...10...Letzte »