• Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)
"Alternative Rock"

Jahrespoll 2017 – Alt und neu (Matthias)

Jahrespoll 2017

Sprüche wie "wie die Zeit rennt…" späre ich mir jetzt mal, obwohl ich's ja durch die Ankündigung, es nicht zu erwähnen, irgendwie grad doch gebracht hab. Was soll's…
Mit zunehmendem Alter erscheinen viele Dinge nicht mehr so starr und ich grenze mich weniger ab, man wird offener und auch genügsamer. Natürlich trifft dies auch auf das Musikhören zu und so kommt es verstärkt vor, dass mich Alben oder ganze Stile begeistern, denen ich vielleicht noch vor zehn Jahren kaum einen Funken Aufmerksamkeit geschenkt hätte. Das bedeutet natürlich auch, dass sich durch die Erweiterung des eigenen musikalischen Spektrums die Vielfalt der zu hörenden Bands und Künstler deutlich erhöht. Und so habe ich 2017 für mich neben etlichen ganz neuen oder bislang noch nicht für mich entdeckten Bands auch eine ganze Menge alten Stoff wiederbelebt. 2017 war für mich ein Jahr, in dem das Früher (alles vor 1990) und Heute (ab 2015) gleichermaßen behandelt wurde und stattgefunden haben. Natürlich habe ich auch Musik aus der Phase zwischen den genannten Zeitangaben gehört, aber der Schwerpunkt lag (unabsichtlich übrigens) auf "alt" und "neu". ⇒ weiterlesen

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Queens Of The Stone Age – "Era Vulgaris"

4. Januar 2018 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Die Königin ist launisch

Queens Of The Stone Age - "Era Vulgaris"Das fünfte Album der kalifornischen Rocker sollte anders werden. Zumindest dachte sich das wohl der ehemalige KYUSS-Wüstensohn und Vordenker Joshua Homme im Vorfeld des Entstehungsprozesses, denn "Era Vulgaris" hebt sich tatsächlich vom starken Vorgänger "Lullabies To Paralyze" ab. Gemeinsam mit seinen Mitstreitern Troy Van Leeuwen und Joey Castillo wurden eine Reihe von Songs geschrieben, die den Hörer nicht nur fordern, sondern stellenweise sogar an seinem Horizont kratzen sollen, gleichzeitig aber auch mächtig ins Bein gehen. Schräg? Paranoia? Anstrengendes Zeugs? Oder doch eher verkannt geile Melodien, die man einfach nur zulassen muss, damit sie richtig wirken? Tatsächlich irgendwie ein bisschen von allem! ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #86

Death Bells - 2017 - Standing At The Edge Of The WorldDeath Bells – "Standing At The Edge Of The World"
Post-Punk (Funeral Party, 2017)

Diese Australier wissen, wie man Post-Punk mit Biss spielt. Mit (natürlich!) angedüstertem Ambiente, schrillen sowie verträumten Gitarrenmelodien, rollendem Bass, kantigen Drumbeats und leicht unterkühltem Gesang schlagen sie genau in die Kerbe, die man mit dem Begriff Post-Punk in Verbindung bringt. Dabei springen einem beim ersten und vielleicht auch beim zweiten Durchlauf nicht unbedingt Hits entgegen und doch besitzt die Musik der Debütanten etwas anziehendes, das man gerne noch einmal auflegt. Ob es die Erinnerungen an die kauzigen End-80er sind oder einfach nur der Umstand, dass DEATH BELLS gut sind, ohne dass man darüber nachdenken muss warum, spielt keine Rolle; Hauptsache es gefällt. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #85

Thee Oh Sees - "A Weird Exits"Thee Oh Sees – "A Weird Exits"
Garage Rock, Alternative Rock (Castle Face, 2016)

Einen wilden Fuß bieten die alten Hasen THEE OH SEES. Alte Hasen nicht nur, weil es die Band schon so lange gibt (seit 1997), sondern weil sie seit 2006 kontinuierlich mehrere Alben und EP's pro Jahr veröffentlicht. "A Weird Exits" reiht sich unter die besten Sachen der Band ein, auch wenn der Rest ganz bestimmt nicht schwach ist. Man hört der Musik Erfahrung, Vielseitigkeit, aber auch den Mut an, eben nicht in eingefahrene Spuren zu rutschen. Der Garage Rock der Band ist roh, auch mal dreckig, experimentell und zwischendurch sogar ein wenig post-psychedelic. ⇒ weiterlesen

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Sonic Youth – "Sonic Nurse"

22. Dezember 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Intensiv, nachdenklich, melancholisch

Sonic Youth - "Sonic Nurse"Darüber, dass diese Band als wichtigster und wohl bekannteste Vertreter des No Wave galt, braucht nicht weiter erwähnt, geschweige denn diskutiert zu werden; das ist ohne Wenn und Aber Fakt! Aber auch SONIC YOUTH hatten sich im Laufe ihrer Karriere hörbar entwickelt und von den anfänglichen Kracheskapaden ist in den letzten Jahren ihres Bestehens nicht mehr ganz soviel übrig geblieben. Zum Glück, muss man angesichts solch toller Alben wie "Sonic Nurse" aus dem Jahre 2004 anmerken. Nein, nein, die Band hatte ihre Roots nicht verlassen, aber sie haben sie erweitert, ergänzt und geschickt modifiziert, sozusagen Essenzen gefiltert. Man hört, dass sie reifer und erfahrener geworden waren, musikalisch wie persönlich und nicht mehr ausschließlich auf Krawall und 'direkt ins Gesicht' setzten. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #83

People Like You - "Verse"People Like You – "Verse"
Indie Rock, Math Rock, Jazz (Topshelf Records, 2017)

Selten haben sich eigentliche Gegensaätze so gut ergänzt wie auf "Verse", dem zweiten Album der Truppe aus Boston. Ihre Mischung aus geschmeidigem Indie Rock und Jazz ist so gut gelungen, dass man fast glauben mag, diese Art Musik gab es schon immer. Sängerin Michi Tassey singt lieblich, zurückhaltend und ohne großartig herausstechende Phrasen. Die Gitarre spielt weitestgehend klar und wenig bis gar nicht verzerrt, sie zockt fast unaufhörlich schnelle, kompliziert wirkende Picking-Muster, die sich dabei schnell ins Ohr schleichen. Der Bass zieht unaufhaltsam seine Runden und der Schlagzeuger achtet förmlich darauf, es nicht zu übertreiben; das hört man ganz eindeutig, denn das Potential ist definitiv da. Hinzu kommt eine wiederkehrende Trompete, die den vertrackten Rhythmen eine jazzige Note verleiht und die Musik letztendlich zu etwas eigenständigem macht. Klasse Platte, die man aufgrund ihrer musikalischen Komplexität auf jeden Fall mehrmals hören muss, damit sie richtig wirken kann. ⇒ weiterlesen

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The Cure – "4:13 Dream"

6. Dezember 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Die Hälfte einer Hälfte

The Cure - "4:13 Dream"Auf ihrem 13ten Album schlagen THE CURE erstaunlich positive Töne an. Sollte Sänger, Bandleader und Kreativkopf Robert Smith auf seine erfahrenen Tage doch noch den Weg aus der Melancholie gefunden haben und der Musik die positiven Nuancen abgewinnen können? Tja, es scheint tatsächlich so, auch wenn dies nicht zu 100% gilt, denn zwischen den Zeilen bleibt die schleichende Schwermut. Smith kann sich noch soviel Mühe geben, fröhlich zu klingen, durch seine charismatische, weinerliche Stimme schwingt einfach immer etwas Dunkelheit mit, vermutlich sogar dann, wenn er laut lachen würde. Aber genau das ist es ja, was die Anhänger von THE CURE an deren Musik so sehr mögen. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #82

Lea Porcelain - "Hymns To The Night"Lea Porcelain – "Hymns To The Night"
Wave, Post-Punk (Lea Porcelain Recordings, 2017)

Dem (Wahl-)Berliner Duo Julien Bracht und Markus Nikolaus ist auf ihrem Debütalbum etwas gelungen, das nicht viele Künstlern schaffen, zumindest nicht in dieser hohen Qualität, wie auf "Hymns To The Night". Sie verweben den Spirit von JOY DIVISION und frühen NEW ORDER mit einem modernen Post-Punk-Gefühl und kleiden alles in elektronische Wave- und Shoegaze-Klänge. Dabei ist viel Weite und Melancholie spürbar, aber angenehm, nie erdrückend oder niederschmetternd. Die Beats sind stets präsent und treiben die Songs voran, oftmals auch mit pumpendem Bass, maschinellem Brodeln und stimmungsvollen Synthie-Flächen. Der Gesang ist nüchtern und schwermütig und trägt dadurch viel zur Gesamtwirkung bei. Ein tolles Album, das man fast schon als Pflichtstoff bezeichnen kann. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #77

Amber Arcades - "Fading Lines"Amber Arcades – "Fading Lines"
Indie Rock, Indie Pop, New Wave (Heavenly, 2016)

Die Niederländerin Annelotte De Graaf kramt alte New-Wave- und Indie-Sounds raus und schreibt mal eben ein Album, das von Anfang bis zum Ende eben diesen roten Faden verfolgt; eng gestrickt und weitestgehend ohne Seitenblicke in andere Ecken. Sie streift dabei höchstens ab und an die Grenze zum Dream Pop, was vordergründig an ihrer vorsichtigen, etwas ungekonnten, aber lieblich verschlafenen Gesangsstimme, die keinem etwas Böses will, liegen dürfte. Die Musik selbst ist dabei klar gestaltet und besticht durch leichte, einfache Strukturen. Ob ihr beim Einfangen des Spirits für die Platte New York als Aufnahmeort geholfen hat, lässt sich nur vermuten; Fakt ist, dass ihr "Fading Lines" gut gelungen ist. ⇒ weiterlesen

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Mark Lanegan Band – "Phantom Radio"

24. Oktober 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
App-solut hörbar

Mark Lanegan Band - "Phantom Radio"Wenn der Bariton-König aus der Seattle-Grunge-Ära der '90er ansetzt und dem Schwermut in Stimme und Texten freien Lauf lässt, kann man sich nicht ernsthaft gegen die Wirkung dessen stemmen. MARK LANEGAN hat einfach dieses gewisse Etwas in seinem Gesang, seiner dunklen, leicht verrauchten Stimme und natürlich in seinen Texten. Er nimmt den Hörer mit in seine Welt, enführt ihn in einen Gefühlsschwall und begleitet ihn am Ende auch wieder sanft hinaus. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #72

Drab Majesty - "The Demonstration"Drab Majesty – "The Demonstration"
Gothic, New Wave, Dark Wave (Dais Records, 2017)

Wir lassen die Fantasie spielen… Man stelle sich ganz alte DEPECHE MODE vor, mit ihren elektronisch-mechanischen Rhythmen, teils langsam und schwer, teils tanzbar und treibend; man mische dazu ein paar Gothic-Gitarren, die sich auf leicht verhalltes Picking beschränken oder eher einfache Riffs beisteuern. Kurzum: DRAB MAJESTY haben mit ihrem zweiten Album ein sehr cooles Teil abgeliefert, das einerseits im New- und Dark Wave stöbert, andererseits aber auch die nahe liegende Goth-Ecke bedient. Wer also mal wieder ein gelungenes Düsterwerk hören möchte, das nicht in blauer Langeweile untergeht, der sollte sich mit "The Demonstration" beschäftigen. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #69

16. September 2017 | Kurz notiert » Musikrezensionen | Keine Kommentare

Wren Kitz - "Dancing On Soda Lake"Wren Kitz – "Dancing On Soda Lake"
Experimental, Ambient, Psychedelic, Folk (NNA Tapes, 2017)

Wenn man sich Musik anhört und sehr schnell merkt, dass sie einen auf besondere Weise herausfordert, dann gibt es selten das Ergebnis, dass sich der 'Like-Faktor' im Mittelmaß einpendelt. Herausfordernde Musik polarisiert meistens. Entweder man geht in der Musik auf oder man hasst sie! Oder aber man hört WREN KITZ und weiß gar nicht so recht, was man damit anfangen soll. Echo- und Hallspiele mit Gitarrenpickings, ausgedehnte Ambient-Collagen, Traumspiele, Akustikgitarren, die Folk-Flair versprühen und ebensolcher Gesang, der mal einsam, mal mehrstimmig seine Runden zur oft -auf den ersten Blick- ziellos wirkenden Musik dreht. "Dancing On Soda Lake" ist ein Album, dem viele Review-Schreiber eine Note verweigern würden, weil sie nicht wissen, wie man so etwas (natürlich wie immer subjektiv) bewertet. Und tatsächlich ist das nicht so einfach… ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #68

12. September 2017 | Kurz notiert » Musikrezensionen | Keine Kommentare

Thunder Dreamer - "Capture"Thunder Dreamer – "Capture"
Indie Rock (6131 Records, 2017)

THUNDER DREAMER aus Indiana vermischen Indie- und Post-Rock mit etwas Pop, gekleidet in ein vorsichtig schwermütiges Gewand aus Molltönen mit größtenteils eher zurückhaltendem Gesang. Sie halten ihre Musik leicht und unkompliziert und setzen vordergründig auf die Wirkung der Atmosphäre. Unverzerrtes Gitarrenpicking und locker-flockige Drumbeats, die sich niemals in den Vordergrund drängeln, bilden dabei das Haupterscheinungsbild. Am Rande zum Easy-Listening birgt "Capture" vielleicht nicht soviel an Tiefe, als dass man es unzählige Male genießen könnte, als gelegentliche Beschallung für entspannte Momente am frühen Abend aber durchaus geeignet. Wohlfühlen inklusive. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #65

Smidley - "Smidley"Smidley – "Smidley"
Indie Rock, Indie Pop (Triple Crown Records, 2017)

Das als Spielwiese ins Leben gerufene Projekt des FOXING-Sängers Conor Murphy hat er nach seinem Hund benannt. Gemeinsame Sache macht er dabei mit Leuten von SORORITY NOISE, DR DOG und TIGERS JAW. Die Mischung aus Indie Rock mit vielen poppigen Melodien und Ideen ist durchaus gelungen. Der Gesang ist allerdings stellenweise etwas gewöhnungsbedürftig, da Murphy gerne mal in Falsett singt, was leider nicht zu seinen Stärken zählt, da seine Stimme dabei nicht sonderlich einladend, sondern auf längere Dauer nervig klingt. Wer leichte Kost bevorzugt und Musik gerne hört, ohne sich großartig darum zu kümmern, was passiert und einfach nur die Stimmung aufsaugen möchte, dürfte mit SMIDLEY gut bedient werden. ⇒ weiterlesen

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Sonic Youth – "Bad Moon Rising"

24. August 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Das Transitionsalbum

Sonic Youth - "Bad Moon Rising"Für viele Fans gelten SONIC YOUTH bis heute als eine Art Inbegriff der musikalischen Extravaganz. Sie seien der wahre Alternative Rock, eben die Alternative zu allem Üblichen. Es ist dabei sicher unbestreitbar, dass die vier Ex-New-Yorker einen enormen Wandel im Laufe ihrer Karriere durchlebt haben. Begonnen hat alles mit, man verzeihe diesen harten Ausdruck, fast schon dilettantischem Spiel und scheinbar unkontrolliertem Herumhacken auf den Instrumenten. Als diese Experimente Form annahmen, entstanden tatsächlich Songs und die Erfolgsgeschichte der Band nahm ihren Lauf. So in Etwa lautet die Ultrakurzfassung der Entstehung des SONIC-YOUTH-Kults. ⇒ weiterlesen

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