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Sula Bassana & Modulfix – “Brain Wash” (10,00 / 10)
forheksetDas Original ist wunderbar trashig und lebt in meinen Augen auch nur davon, so hanebüchen...
TobiasHallo Bastian, vielen Dank für die geniale Beschreibung ! Finde ich extrem passend ausgedrück und geht auch in...
MEDas hymnische, kratzige, sehr melancholische ‘Atter Pä Malmtings Blodige Voll’ (welches durchaus an...
Magazine
Alternative Rock
Electro Baby – “Evilution”
Staub in der Auslaufrille
Ich kann mir nicht helfen, aber wenn El Matador losröhrt, erinnert mich das irgendwie an ‘Marshl’ von den deutschen Brachialdoomstern UNBOUND. So richtig brachial geht es bei ELECTRO BABYs neuester Platte allerdings nicht zu, dafür eher mit einer Arschcoolness, die nur durch das passende Bandfoto im kultigen 70er BMW getoppt wird. “Speye” war schon ein deftiger Roadmovie-Soundtrack, aber für “Evilution” haben sich die fünf Rocker endlich mal die passende Karre ausgewählt.
Aus den Lautsprechern dampft es derweil in gewohnter Lautstärke. Auch wenn manchen Leuten bei ihnen der spezielle Kick fehlt, so schätze ich an ELECTRO BABY ihre Gesamtwirkung. 
Been Obscene – “Night O’Mine”
Staub, Farben und klarer Nachthimmel
Mit BEEN OBSCENE hatte ich bisher andere Assoziationen als mit psychedelisch angehauchtem Rock. Liegt hauptsächlich daran, dass die Österreicher mit ihrem Debüt 2010 vollständig unter meinem Radar weggetaucht sind. Zwischenzeitlich konnte ich mich allerdings versichern, dass die vierköpfige Band aus Salzburg mit ihrem neuen Album “Night O’Mine” nochmal hörbar einen draufgelegt hat und sich spätestens ab jetzt jeder eindeutigen Kategorisierung entzieht.
Die unheimliche, mysteriöse Stärke, die nicht nur die Atmosphäre dieser Langrille auszeichnet, ist vor allem ihre Vielfalt. 
Seven Sound – “Beautiful Illusion”
Vielversprechende EP
Große Ereignisse werfen bekanntermaßen ihre Schatten voraus – und auch kleine Schatten können durchaus beeindruckend sein. SEVEN SOUND aus Montréal in Kanada jedenfalls haben vor kurzem eine EP ins Netz geworfen, die als Ankündigung für weit mehr verstanden werden kann.
Ihre Heimatstadt war mir bisher eher für präzisen, technischen Death Metal bekannt, doch mit SEVEN SOUND erweitert sich dieses Spektrum spürbar. Brutalität liegt ihnen fern, nicht aber technische Raffinesse, denn da haben es die vier Songs ihrer EP in sich. Geboten wird eine rundum überzeugende Mischung aus Alternative Rock, progressiven Elementen und viel, wirklich viel Gefühl für den richtigen Moment. 
Red Hot Chili Peppers – “I’m With You”
Clouds across the sun, nice guys?
Tatsächlich eine neue RED HOT CHILI PEPPERS ohne den Herrn und Meister Mr. Frusciante? Nun, das macht zu recht stutzig. Denn ohne unseren Vorzeigesunnyboy präsentiert sich die US-amerikanische Band in der Tat weit farbloser als zuletzt. Sicher, das neue Album betitelt “I’m With You” enthält genau die Trademarks, welche wir immer erwarten dürfen, wenn es um die US-Boys geht: basslastigen Funkrock, einschmeichelnde Bläser und Streicher, Kiedis einmalig nölige Art des Ziehens von Vokalen, viel echten Sonnenschein, Strand- und Partylaune sowie die unvermeidliche Portion Stadionflair. 
Dredg – “Chuckles And Mr. Squeezy”
Die Wendeltreppe führt nach unten…
DREDG waren immer eine Band, die sich nie hat einengen lassen, geschweige denn auf der Stelle stand. Besonders ihre früheren Alben, “Leitmotif”, “El Cielo” und besonders “Catch Without Arms” fanden großen Anklang bei der hiesigen Fangemeinde. Selbst wenn bei Letztgenanntem das Lager bereits anfing zu mosern, waren die meisten Stimmen äußerst positiv. Dann kam “The Pariah, The Parrot, The Delusion” und die ersten Fans wandten sich von der Band ab. DREDG begannen nach den Sternen zu greifen, wollten ein größeres Publikum ansprechen und dennnoch ihren Anspruch halten. 
The Smashing Pumpkins – “Siamese Dream”
Alternative Rock in Perfektion
Es gibt in der Musikgeschichte nicht allzu viele Alben, die ich persönlich als rundum perfekt einstufen würde. Natürlich ist dies immer eine Geschmacksfrage und jeder muss seine Vorzüge selbst und für sich ausloten. Eines meiner Favoritenalben aus dem alternativen Rock-Bereich ist definitiv “Siamese Dream” von THE SMASHING PUMPKINS. Ich habe selten ein insgesamt so atmosphärisch dichtes Album gehört, bei dem die Musik, der eigentümliche Sound, die Texte und die Ausstrahlung der Band im allgemeinen dermaßen stimmig sind und ineinander greifen. Im Falle der Kürbisse erschien dieses Album zudem zu einem Zeitpunkt, an dem die Welt (der Band) noch in Ordnung war… 
King’s X – “Live All Over The Place”
Live und ehrlich
“Live All Over The Place” ist das erste Live-Album des Dreiergespanns um Doug Pinnick, Ty Tabor und Jerry Gaskill. Drei ehrliche Musiker, die sich einst in der Standardbesetzung Gitarre, Bass, Schlagzeug aufgemacht haben, um die Groove-Rock-Gefilde zu erobern, präsentieren uns einen vorzüglichen Querschnitt durch ihre Schaffensperioden und vor allem durch ihr sehr vielseitiges Songwriting. Auch wenn bei jedem Track Sonnenklar ist, wer ihn geschrieben hat, sind die Einflüsse durchaus verschieden. Es werden im Zusammenhang mit KING’S X immer wieder THE BEATLES genannt, was sicherlich auch bedingt stimmen mag. 
Pearl Jam – “Vs.”
Meilenstein des Grunge Rock
Ihr Debüt “Ten” war, bzw. ist definitiv eines der wichtigsten Alben der Grunge-Ära und überhaupt ein einschneidender Moment in der modernen, alternativen Rockmusik. Der direkte Nachfolger “Vs.” ist keineswegs weniger großartig, selbst wenn die stilistische Auslegung und die Umsetzung des gespielten Stils ein wenig anders gelagert ist. Das Album ist sozusagen als das Juwel in der Krone zu bezeichnen. “Ten” war der Sprung in die Öffentlichkeit, der Griff nach den Sternen, die erhabene Glanztat und “Vs.” sozusagen die gekonnte Erweiterung, das logische Folgestück, der Beweis, dass PEARL JAM keine Eintagsfliege waren und sind. 
Sophia – “People Are Like Seasons”
Werk der Tränen
Es ist wahrhaft nicht leicht, unter den Alben von SOPHIA zu definieren, welches am melancholischsten klingt, welches die düsterste, traurigste Stimmung innehat, welches am intensivsten ist. Sänger, Gitarrist und Produzent Robin Proper-Sheppard hat seine Band stets unter dem dunklen Banner der Schwermut geführt und mit jedem Werk auch ein neues, beeindruckend intensives Klagelied vorgetragen. Jedes Album ist eine andauernde Talfahrt, angefangen bei seichter, fast schon süßer Melancholie bis hinein zu schwersten Depressionsschüben, die zwischendurch, wie es bei Depressionen üblich ist, von Hochgefühlen aufgelockert werden. Die Anzeichen sind klassisch und eindeutig. 
Mother Love Bone – “Apple”
Die Wurzeln des Grunge
Seattle, im Westen der U.S.A., ist bekanntlich die Geburtsstätte des Grunge Rock. Szene-Helden Wie NIRVANA, PEARL JAM und SOUNDGARDEN wurden dort gegründet und verzeichneten besonders in den 1990er Jahren erstaunlich große Erfolge. Doch es gab noch ein Vorleben zu genannten Bands, die fast alle aus GREEN RIVER und MOTHER LOVE BONE hervorgingen. Letztere strebten eine große Karriere an und hätte sich ihr charismatischer Sänger Andrew Wood, der seinerzeit mit Chris Cornell von SOUNDGARDEN in einer Wohngemeinschaft lebte, nicht wenige Tage vor der Veröffentlichung des Albums durch eine Überdosis Heroin umgebracht, wären MOTHER LOVE BONE heute sicherlich eine noch größere Nummer im Rock-Geschäft als es beispielsweise PEARL JAM sind. 
Paatos – “Breathing”
Wunderschöne Melancholie
Fünf Jahre nach ihrem letzten Album “Silence Of Another Kind” kehren die Schweden PAATOS zurück auf ins Geschehen. Die Arbeit am neuen Album “Breathing” stellte so etwas wie einenen kleinen Neuanfang dar. Viel ist passiert, Menschen sind gegangen und gekommen, ebenso wie Ideen und (wenn auch nur kleine) Veränderungen die Szenerie beeinflusst haben. Trotz allen bandinternen Problemen ist “Breathing” der beeindruckende Beweis, dass sich diese Band nicht unterkriegen lässt und auch aus einer schwierigen Lage heraus noch dazu imstande ist, etwas großes zu vollbringen. 
Pearl Jam – “Binaural”
Marmelade im Wandel
PEARL JAM haben ihre Musik besonders nach den kommerziellen Erfolgen ihres Debüts “Ten” (1991) und dessen Nachfolger “Vs.” (1993) Stück für Stück modifiziert. “Vitalogy” (1994) war eine Mischung aus ungestümen Eruptionen und zerbrechlicher Feinfühligkeit, die Stadionmelodien wurden verabschiedet und mit folgenden Alben stellte die Band eine immer weinger aufdringliche Art von Songwriting und Melodie in den Vordergrund. Mit “No Code” (1996) und “Yield” (1998) war dann endgültig klar, dass es keine Rückkehr zu großen Sounds und packenden, hymnenhaften Songs geben würde. Die Hörerschaft merkte dies und so ist das folgende “Binaural”, trotz der innovativen und interessanten binauralen Aufnahmetechnik, das erste Album der Band, das zwar Gold- aber keinen Platinstatus erreichte. 
Jane’s Addiction – “Strays”
Flippig, rockig und intensiv
Man kann wohl JANE’S ADDICTION als Baby von Sänger Perry Farrell bezeichnen, der die Band ins Leben rief. Definitiv nicht zu verachten ist allerdings Gitarrist Dave Navarro, ohne den JANE’S ADDICTION sicherlich nicht das Gesicht hätten, welches sie heute besitzen. Sein charismatisches Gitarrenspiel ist herausragend und technisch sowie stilistisch sehr versiert und dadurch prägend. An den Drums sitzt Stephen Perkins, der ebenfalls von Anfang an dabei ist und die Band mit seinem Spiel vorzüglich bereichert. Die Position am Bass variiert mit den Jahren gerne mal, was allerdings den Qualitäten der Musik keinen Abbruch tut. 
Pearl Jam – “Ten”
Referenzalbum
Wer kennt sie nicht, die traumhafte Melodie aus “Alive”. Selbst, wenn man das Stück nicht namentlich bennen kann, hat fast jeder die Gitarrenmelodie schon einmal irgendwo gehört oder am Rande wahrgenommen, denn gedudelt wurde das Lied ja eine Zeit lang an jeder öffentlichen Ecke. Natürlich stecken die Seattle-Rocker PEARL JAM dahinter und es ist wohl eher eine Ehrenaussage denn eine Information, wenn ich sage, dass “Ten” zu den wichtigsten Alben der Grunge-Ära gehört und maßgeblich Musikgeschichte geschrieben hat. Eine ganze Bewegung verehrt diese Platte zu recht und selbst Hörer aus eher genrefremden Bereichen konnten und können sich diesem durch und durch überzeugenden Machtwerk nicht entziehen. 
Screaming Trees – “Dust”
Ein Meisterwerk der Grunge-Ära
Im Falle der SCREAMING TREES braucht man für Eingeweihte sicher nicht auf die Grunge-Ära in den 1990er Jahren hinweisen, denn sie gehören ebenso zu den ganz großen Namen dieser Zeit wie PEARL JAM, SOUNDGARDEN, ALICE IN CHAINS oder NIRVANA. Der einzige Unterschied besteht darin, dass es die SCREAMING TREES nicht bis ganz oben geschafft haben, was sicherlich an der sehr bedauerlichen Auflösung der Band nach ihrem letzten Studioalbum “Dust” (1996) lag, da sie an ihre beginnenden Erfolge nicht anknüpfen konnten. Dennoch ist ihr Name auch heute noch nicht verblasst und immer wieder präsent, was einmal mehr aufzeigt, dass hier nicht nur verborgene Talente schlummerten, sondern etwas großes brodelte. Zudem ist ihr Sänger Mark Lanegan mit seinem Solowerk nach wie vor sehr aktiv und besitzt ein beachtliches Ansehen in der alternativen Musikszene. 







