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Sula Bassana & Modulfix – “Brain Wash” (10,00 / 10)
forheksetDas Original ist wunderbar trashig und lebt in meinen Augen auch nur davon, so hanebüchen...
TobiasHallo Bastian, vielen Dank für die geniale Beschreibung ! Finde ich extrem passend ausgedrück und geht auch in...
MEDas hymnische, kratzige, sehr melancholische ‘Atter Pä Malmtings Blodige Voll’ (welches durchaus an...
Magazine
Action
Death Race: Original (1975) vs. Remake (2008)
Wenn die alten Römer das noch miterlebt hätten. Nicht nur lassen die Filmschaffenden immer mal wieder römische Legionen auferstehen, sondern holen auch die Gladiatoren zurück ins Leben. Und manchmal auch in ganz neue Zeiten und Umgebungen, ganz ohne Sandalen und Kolosseum. An ihrer Natur hat sich indes nichts geändert: Sie sind Unfreie, Gefangene, die der Gnade ihrer Herrscher und Herren ausgeliefert sind, sowie der Unbarmherzigkeit ihrer Gegner. In Verbindung mit Gefängnis, Polizeistaat, “Sport” und Freakshow gab es in der Vergangenheit schon einige Filme, die in dieses Raster passen, u.a. Rollerball (1975), The Running Man (1987), Wedlock (1991), The Condemned (2007) und Gamer (2009).
Auch wenn jeder dieser Filme seine ganz eigene Geschichte erzählt, haben alle eines gemeinsam: Sie spielen in einer nicht allzu fernen, dystopischen Welt, in der sämtliche Ideen von Freiheit durch ein faschistisches System hinweggefegt wurde, und moralische Wertvorstellungen obsolet geworden sind. Menschlichkeit ist nur in dieser Welt nur noch ein Etikett der Vergangenheit, ein Luxus, der allein das Überleben scheinbar nicht mehr möglich macht. 
Wanted (2008)
Wenn das Schicksal will, dass Du Profikiller wirst, dann ist es dem Schicksal egal, ob Du eine Weichflöte von Bankangestellter bist, die sich mit Angstkomplexen, fetten Vorgesetzten und untreuen Freundinnen herumplagt. Tja, und so ergeht James McAvoy alias Wesley, dem man wohl eher sämtliche Virginia Woolf Romanzen im englischen Edelfrack zutrauen würde, als eine taffe Actionrolle – und das noch an der Seite der in jeder Sekunde erbarmungslos sexy wirkenden Angelina “ich bin verdammt nochmal sexy” Jolie.
Zusammenfassen lässt sich der Film etwa so: Man nehme je gleiche Teile von Crank, Shoot ‘Em Up, The Professional, präsentiere das in einer möglichst coolen Matrix-Ästhetik und runde es zum Abschluß mit etwas The Da Vinci Code Geheimnis-Würze ab 
The Other Guys (2010)
Highsmith und Danson (brilliant: Samuel L. Jackson und Dwayne Johnson) sind die Stars in New Yorks Polizeibehörde. Sie sind Gaunerschreck und Frauenhelden, erfolgreich in allem was sie tun, selbst wenn sie dabei ganze Straßenzüge in Schutt und Asche legen. Gamble und Hoitz dagegen (ebenso brilliant: Will Ferrell und Mark Wahlberg) sind das genaue Gegenteil: Schreibtischtäter. Aber während Gamble sich in dieser Rolle wohlfühlt, möchte Hoitz endlich auch etwas von der Action der beiden Supercops. Eine überraschende Wendung des Schicksals – und des Films! – sorgt bald für willkommene Abwechslung.
Entgegen der Trailer, die noch eine typische Rivalitätsgeschichte á la Police Academy oder Super Troopers suggerierten, werden Gamble und Hoitz plötzlich zu den alleinigen Hauptdarstellern dieser abgedrehten und witzigen Komödie. 
The Expendables (2010)
In diesem Sommer gab es ohne Zweifel zwei absolute Action-Highlights: Die Neuauflage vom A-Team, mit der man den Geist der kultigen 80er TV-Serie erfolgreich wiederbelebte, und Sylvester Stallones Mammutprojekt The Expendables, vermutlich dem ersten echten Action-Ensemblefilm der Filmgeschichte. Der Mammutcharakter liegt dabei nicht im Budget, dem Bodycount oder der Zahl der Explosionen, sondern der Aufgabe, echte Actionikonen der Vergangenheit und Gegenwart gemeinsam auf die Leinwand zu bringen. Das Problem solcher Stars liegt nämlich in ihrem Ego: Wenn man es gewöhnt ist, die Hauptrolle zu spielen, fällt das Teilen schwer. Zu einem unlösbaren Problem wurde das z.B. für Steven Seagal oder Jean-Claude Van Damme. Dafür hat man sich allerdings Dolph Lundgren sichern und sogar Arnold Schwarzenegger zu einem kleinen Cameo-Auftritt bewegen können. 
Vantage Point (2008)
Wie verpackt man eine knappe halbe Stunde Handlung in einen Film, der gleich drei Mal so lang ist? Ganz einfach: Man erzählt die Geschichte jeweils aus unterschiedlichen Perspektiven. Für DVDs gibt es ein Feature, welches sich Multi-Angle-View nennt, welches aber fast nie genutzt wird. Vantage Point ist quasi die filmgewordene Variante dieser Funktion. Der Zuschauer startet zunächst aus der Perspektive eines Fernsehsenders, der die Ansprache des US-Präsidenten auf einem Antiterrorkongress überträgt. Plötzlich kommt es zu einem vielfachen Terroranschlag, bei dem der Präsident niedergeschossen wird. Mehrere Explosionen sorgen für Blut und Chaos, in dem die Bodyguards und Polizeikräfte versuchen, die Attentäter zu fassen. Dann dreht sich die Uhr plötzlich zurück, alles zurück auf Anfang, nun aber aus einer anderen Perspektive. 
Inception (2010)
Was kann noch größer sein, als die fantastischen Welten von Pans Labyrinth oder Mittelerde in Lord Of The Rings? Noch gewaltiger, als Science-fiction Universen wie Dune, Star Wars oder Star Trek? Noch fantastischer und unglaublicher ist das, was jeder Mensch jeden Tag erleben kann: Träume. Träume können zu Welten ohne Grenzen und ohne Gesetze werden, weil Träume nicht nur eine Erscheinung des Schlafes sind, sondern ein Abbild dessen, wozu menschliche Vorstellungskraft fähig ist. Und da, wo es keine Grenzen gibt, gibt es auch weder richtig noch falsch, gibt es nichts, was unmöglich wäre. Unterm Strich sind Träume der Ort, wo wir die wahre Freiheit genießen können, die es in der Realität nicht gibt.
All das sind Gedanken, die meine Erwartungen an einen Film, der sich mit menschlichen Träumen beschäftigt, in die Höhe schnellen lassen. Kann Inception solchen Erwartungen standhalten? 
The A-Team (2010)
Ein Panzer hängt an einem Fallschirm, nachdem das Flugzeug, was ihn noch kurz zuvor durch die Luft getragen hat, explodiert ist. Aus dem Geschützturm ragt nun der Kopf eines Mannes, der mit dem Bord-MG die feindlichen Drohnen abschießen will, die gerade das Flugzeug zur Strecke gebracht hatten. Etwas Kurskorrektur auf dem Weg nach unten notwendig? Kein Problem, ein paar Schüsse mit der Kanone sollten ausreichen, um dann zielsicher in einem See abzustürzen. Und das alles über Deutschland!
In keiner anderen Serie wurde seinerzeit in den 80ern soviel Testosteron ausgeschwitzt, wie beim legendären A-Team. Keine Frage also, dass die Neuverfilmung vor allem bei Fans unter schärfsten Kritikfeuer stand, bevor auch nur eine einzige Szene überhaupt abgedreht worden war. 
Crazy Dave Tape 2 (2004)
Manche Leute haben Leichen im Keller. Oder gehen wenigstens zum Lachen dort hin. David und seine Kumpanen Matt Minadeo und J.P. Gamiere sorgen in ihrem heimischen Saustall für Folter und Schrecken von ganz anderer Qualität. Ihre Werkzeuge: Videorekorder. Ihre Quelle: Die gut sortierte Videothek von nebenan; eine dieser schäbigen Spelunken, die ähnlich wie die Apenninische Abtei über geheime Kammern verfügt, nur dass dort nicht jahrhundertealtes Wissen gelagert ist, sondern auf Celluloid gebannte Grausamkeiten.
Was hier gemacht wird, könnte man als Pendant zu ‘plunderphonics’ bezeichnen, in letzter Zeit hat sich dafür auch der Begriff ‘mashup’ gefestigt. In der Musik entsteht aus dutzenden von Samples unterschiedlicher Herkunft ein völlig neues Stück. Hier sind es visuelle Samples, clips und Bildframes, manchmal kürzer als eine halbe Sekunde, die in einem wilden Anarcho-Mix zusammengewürfelt und stellenweise neu vertont werden. 
Killshot (2008)
Blackbird (Mickey Rourke) ist nicht gerade das, was man sich unter einem präzise arbeitenden Mafiakiller vorstellt. Unfreiwillige Zeugen scheinen sich wie ein roter Faden durch seine Karriere zu ziehen. Auch bei seinem letzten Auftrag muss er sich einer Beobachterin entledigen, was seinen Arbeitgebern gar nicht gefällt. Doch dann kommt es zu einer verhängnisvollung Verkettung der Ereignisse: Er macht die Bekanntschaft mit Rickie, einem jungen, brutalen Hitzkopf, der sich auf Erpressung und Einbrüche festgelegt hat. Gemeinsam wollen sie einen Immobilienhändler abziehen, doch der Zufall will es, dass sie in dessen Büro auf das Ehepaar Carmen (Diane Lane) und Wayne (Thomas Jane) treffen. Eine Verwechslung, ein Schußwechsel, eine rasante Flucht – Carmen und Wayne kommen mit dem Schrecken davon, doch der Alptraum beginnt erst gerade.
Vom FBI erfahren sie, wer Blackbird wirklich ist und werden umgehend ins Zeugenschutzprogramm gesteckt. Dass sie sich dort nicht sicher fühlen können, zeigt sich schon bald, denn Blackbird setzt alles daran, die unliebsamen Zeugen unter die Erde zu bringen. Ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel beginnt… 
Hell Ride (2008)
Ja, Check, “Tarantino” steht deutlich lesbar auf dem Poster. Der gute Mann “präsentiert” zwar nur, aber er allein reicht aus, damit bei vielen Leuten schon mal die Alarmleuchten angehen. Michael Madsen in der Besetzung ist natürlich Pflicht, kein Pseudo-Tarantino kommt ohne seine knarrig-coole Reibeisenstimme aus. Regie führte der aus der Versenkung aufgetauchte Larry Bishop, der in diesem bedeutungsschwangeren Bikerfilm den Präsident einer Motorradgang spielt.
Was “Pistolero” und seine Kumpanen antreibt, ist ein ziemlich harter Brocken. In den verzweigten Überblendungen von Vergangenheit, Gegenwart und Szenen aus der Zukunft ist es für den Zuschauer nicht gerade leicht herauszufinden, worum es in Hell Ride eigentlich gehen soll. Biker ermorden Biker, die daraufhin als Rache wiederum Biker ermorden. 
The Flyboys (2008)
Ein Kinderfilm mit Action und Mafia-Thrill? Geht alles, und zwar überraschend gut. The Flyboys ist eine hervorragende Indie-Filmproduktion, die leider von großen Studios und Verleihern unnötigerweise ignoriert wurde, weshalb man nicht so leicht an eine DVD dieses Abenteuerfilms kommt. Die Investition und Suche lohnt sich dennoch, denn der Film schafft es, sowohl Kindern als auch Erwachsenen aufregende Unterhaltung zu bieten.
Jason und Kyle kennen sich gerade erst einen Tag, als sie beide plötzlich zu blinden Passagieren an Bord eines Kurierflugzeugs der Mafia gelangen. Als wenn das nicht schon schlimm genug wäre, müssen die beiden wenig später feststellen, dass sie alleine sind – ohne Piloten, tausende Meter in der Luft und zu allem Überfluss: mit einer scharfen Bombe. 
Avatar (2009)
Es muss etwas Besonderes in Avatar stecken, anders kann man sich die Euphorie um den Film nicht erklären. Befragt man Zuschauer, liest man sich Rezensionen durch, so stößt man auf Superlative, die sich selbst eine PR-Agentur nicht hätte besser ausdenken können. Regelmäßig ist vom besten Film aller Zeiten oder wenigstens der letzten Jahrzehnte die Rede, Avatar als Krönung aller cineastischen Erlebnisse, die man in mehr als 100 Jahren Kinogeschichte bewundern durfte.
Avatar ist gewaltig. Bildgewaltig. Was der Zuschauer hier erleben darf, ist state-of-the-art Filmkunst, bei der das derzeit technisch Mögliche voll ausgereizt wurde, so wie es James Cameron schon mit Terminator 2 gemacht hat 
2012 (2009)
“We were warned” – wir waren gewarnt. Wir wussten, was mit diesem Film auf uns zukommt. Wenn Roland Emmerich einen Film produziert, dann erwarten wir keine narrativen Höhepunkte und intellektuellen Tiefgang. Wir erwarten ein Spektakel, eine Orgie von Spezialeffekten, auf Celluloid gebanntes Adrenalin. Zusammen mit seinem katastrophenerfahrenen Partner Harald Kloser hat Emmerich mit “2012″ nun das geschaffen, was von einigen Filmkritikern bereits als “Mutter aller Katastrophenfilme” emporgelobt wurde. Und sie haben recht.
Das Spektakel
“2012″ ist ein großartiger Film, der beinahe zur Perfektion führt, was in diesem Genre möglich ist und was wir uns als Zuschauer vorstellen können. “2012″ ist nicht nur eine Orgie, es ist eine atemberaubende Bildsymphonie der Apokalypse. Doch um mit einem großen Mißverständnis ganz zu Beginn aufzuräumen: “2012″ ist großartig im Kontext der Spezialeffekte und Computeranimationen, die einen dreistelligen Millionen-Dollar-Betrag aufgefressen haben, und mit denen Emmerich überzeugend die Erde in Schutt und Asche legt. Warum sonst will man sich so einen Film ansehen? 
The Taking of Pelham 123: Original (1974) vs. Remake (2009)
Bei manchen Remakes hat man das Gefühl, dass die Regisseure und Produzenten wie Schönheitschirugen agieren. Hier ein bißchen Frischzellenkur, da ein paar Fettpölsterchen absaugen und dort ein paar Falten straffen. In den Film übersetzt: Moderne Bildsprache, neuer Soundtrack also quasi die aufwändigere Alternative zur Bild- und Tonrestaurierung des angestaubten Originals. Mit einem Unterschied: Das Original ist keine abgehalfterte Schönheit, die eine Generalüberholung braucht.
The Taking Of Pelham 123, der in Deutschland den herrlich überzogenen Titel “Die Todesfahrt der U-Bahn 123″ bekommen hat, basiert auf dem gleichnamigen Roman von Morton Freedgood. Joseph Sargent hat damit seinerzeit sein Meisterstück abgeliefert, ebenso wie Soundtrackkomponist David Shire. Die Geschichte ist ein packender Gangsterthriller: Vier bewaffnete Männer entführen eine U-Bahn, nehmen die Passagiere als Geiseln und erpressen die Stadt New York um eine beträchtliche Summe Geld. Sollte die Polizei das Geld nicht innerhalb einer Stunde beschaffen können, so drohen sie, werden sie jede Minute eine Geisel erschießen. Während die Behörden eilig das Geld auftreiben, rätselt die Polizei, was der Plan der Gangster sein könnte. Wie wollen sie aus dem U-Bahn-Tunnel fliehen, wo er doch durch die Einsatzkräfte nahezu hermetisch abgeriegelt ist? 
District 9 (2009)
Am Anfang war ein unglücklicher Zufall, ein Zusammentreffen zweier unterschiedlicher Welten, ein Unfall der Geschichte, mitten im Universum. Ein Mißverständnis. 20 Jahre später sind es außerirdische Wesen, die auf der Erde unter unwürdigen Bedingungen hausen, verdammt zum Nichtstun, zum Ausgeliefertsein.
Wer Neill Blomkamps Kurzfilme “Tetra Vaal” und vor allem “Alive in Joburg” zuvor gesehen hat, kennt das Fundament, auf dem die Geschichte von District 9 basiert. Doch auch ohne dieses Vorwissen offenbart sich ziemlich schnell eine der Hauptbotschaften des Films, die eindeutige Gleichung: “illegal aliens” + Südafrika = Apartheid. Außerirdische als Metapher für Diskriminierung und Ausgrenzung unter Menschen; ein Spiegel, in dem man erschreckenderweise kaum das Spiegelbild vom Original unterscheiden kann, möchte man meinen. 







