• MattHätte man kaum besser ausdrücken können. Fantastisches Album. Hier stimmt alles.
  • MattNach häufigem Hören des Albums muss ich von einer klaren Enttäuschung sprechen. Aalglatte Kompositionen, die...
  • WraithWarum soll das Modell einer Populationskontrolle generell schlecht sein, nur weil es in unseren Gesellschaften...
"Acoustic"

A Dead Forest Index – “Antique”

Licht und Dunkelheit

Zwei Brüder aus Australien auf nächtlichen Streifzügen. So könnte man das vorliegende Kleinod interpretieren, und etwas Wahres ist ja auch dran – sind doch sicherlich einige der Songs nicht nur nachts aufgenommen sondern auch geschrieben worden. Was genau das Duo mit dem obskuren Namen macht, lässt sich nur umrißartig beschreiben. Ein Hauch Post-Punk, eine Prise Indie, viel Akustik und noch mehr subtile Details. Eine Acapella-Anti-Pop EP mit melancholischem Charme.

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Signalsundertests – “Nascent”

Akademiker-Electronica

Elektronische Musik von Promovierten – nein, das soll nicht ironisch verstanden werden, sondern ist gar nicht mal so selten. Peter Green aus England z. B., der mit Mike Dred Acid-Klassiker komponierte, und für seine Soundtrack-Arbeiten schon mit zahlreichen Preisen bedacht wurde. SIGNALSUNDERTESTS ist der Ex-Ire Ricky Graham, der dieses Jahr seine Doktorarbeit abgeliefert hat. Die meisten Musikwissenschaftler zieht es sicherlich mehr in die Gegenden, wo man noch zwischen E- und U-Musik unterscheidet (auch wenn das schon immer vollkommen sinnfrei wie lächerlich war). Aber mitunter gibt es eben auch Ausnahmen wie Graham, der auf seinem neuesten Werk “Nascent” mehr als eine Stunde lang in verschiedenste Klangwelten eintaucht.

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Lönndom – “Till Trevaren”

16. April 2012 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Schwacher Kurzurlaub im Wald

Fast 20 Minuten neue Musik von LÖNNDOM? Naja, eigentlich sind es nur 15, zieht man mal das wirklich überflüssige Intro und Outro ab, welches kaum mehr als das Quietschen einer Tür zu bieten hat. Das man es sich in einer verlassenen Waldhütte gemütlich machen kann, um dann zu später Stunde noch ein paar Lieder auf der Akustikklampfe zum Besten zu geben, ist ja was Feines, aber so inhaltsleere “Stücke” stehen den Schweden überhaupt nicht gut zu Gesicht.

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Sonores – “Elefanten”

24. Januar 2012 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Schwebende Schweden

Verschwende Sonntags deine Zeit. Bleib liegen oder sitzen, lass alles stehen. Hol dir barfuß die Natur ins Wohnzimmer und hör dir dieses Album an. Was das schwedische Trio hier bespielt und besingt, ist eigentlich nebensächlich. Irgendwo habe ich aufgeschnappt, dass ‘Elefanten’ ein altes, schwedisches Kriegsschiff war. Die Grauhäuter tragen übrigens den gleichen Namen. Die Wirkung ist weniger massiv und schwerfällig, sondern lädt zum Schwelgen ein, frei von Pflichten und Terminen.

“Elefanten” ist ein Sammelsurium akustischer Klänge und kleinen elektronischen Spielereien, die von Anfang an klassische Genregrenzen überschreiten. Ist es Rock? Ist es Ambient? Was die drei mit Piano, Harfe, Saxophon, Streichern und Gitarren hier auf Konserve gebannt haben, ist vor allem bezaubernd.

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Sophia – “People Are Like Seasons”

Werk der Tränen

Es ist wahrhaft nicht leicht, unter den Alben von SOPHIA zu definieren, welches am melancholischsten klingt, welches die düsterste, traurigste Stimmung innehat, welches am intensivsten ist. Sänger, Gitarrist und Produzent Robin Proper-Sheppard hat seine Band stets unter dem dunklen Banner der Schwermut geführt und mit jedem Werk auch ein neues, beeindruckend intensives Klagelied vorgetragen. Jedes Album ist eine andauernde Talfahrt, angefangen bei seichter, fast schon süßer Melancholie bis hinein zu schwersten Depressionsschüben, die zwischendurch, wie es bei Depressionen üblich ist, von Hochgefühlen aufgelockert werden. Die Anzeichen sind klassisch und eindeutig.

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Anneke Van Giersbergen with Agua De Annique – “Pure Air”

12. Dezember 2010 | Musikrezensionen | 2 Kommentare
Entspannte Neuinterpretation ihres Debüts

Anneke Van Giersbergen - "Pure Air"Nachdem die gute Anneke 2007 bei THE GATHERING ausgestiegen ist, wurde es ein wenig stiller um die talentierte Holländerin. Ihre Karriere erlebte einen (durchaus selbst herbeigeführten) Umbruch und musste neu konzipiert werden. Anneke fing zwar nicht wieder ganz von vorne an, aber es ist ihr als Solokünstlerin, bzw. mit ihrer neuen Band AGUA DE ANNIQUE, bislang auch nicht gelungen ein gleichermaßen hohes Aufsehen zu erregen, geschweige denn zu erhalten, wie es mit THE GATHERING der Fall war. Schade eigentlich, denn sie hat eine wirklich wunderschöne Stimme, die Emotionen ausstrahlt und Stimmungen erzeugt und im Grunde in viele Musikrichtungen hineinpasst.

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Imaad Wasif – “The Voidist”

27. Oktober 2010 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Vertontes Glück

Imaad Wasif - "The Voidist"Mit den YEAH YEAH YEAHS kann er gut, ebenso mit den RACONTEURS oder DEAD WEATHERS, und noch mindestens ein anderes Dutzend klangvoller Namen, die in dem in Los Angeles beheimateten Singer-Songwriter IMAAD WASIF so etwas wie einen Seelenverwandten gefunden haben. Kein Wunder also, dass er sich mit Dale Crover (MELVINS), Greg Burns (RED SPAROWES) und Mathias Schneeberger (THE OBSESSED, GUTTER TWINS) illustre Gäste für sein drittes Album an Bord geholt hat. Und was kommt bei dieser Konstellation heraus? Ein fantastisches Album, mit dem Wasif seine psychedelische Zeitreise fortsetzt.

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Perry O’Parson – “Borderline & Field”

24. Oktober 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Akustik für die Seele

Perry O'Parson - "Borderline & Field"Da musste ich glatt zweimal hingucken: Neo-Folk? Nun, mit den düsteren und teils martialischen Klängen dieser Zunft haben PERRY O’PARSON aus Karlsruhe gewiss nichts zu tun. Folk steckt allerdings tatsächlich in dieser feinen EP, für die jemand auf last.fm das tag “Nachmittagsmusik” ausgewählt hat. Ob das nun ernst oder eher spaßig gemeint war, ist nicht so wichtig, denn “Borderline & Field” strahlt tatsächlich eine innere Harmonie und Gelassenheit aus, die man jeden Tag mal gebrauchen kann.

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Sophia – “Technology Won’t Save Us”

10. Oktober 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Ein Meisterwerk der Schwermut

Robin Proper-Sheppard, kreativer Kopf bei SOPHIA, hatte Anfang der 90er als Sänger und Gitarrist bei THE GOD MACHINE einen wesentlichen Anteil zu “Scenes From The Second Storey” und “One Last Laugh In A Place Of Dying”, den beiden einzigen Alben der Band, beigetragen. “Technology Won’t Save Us” ist das fünfte vollständige Album von SOPHIA, mit denen er sich seit einigen Jahren in der Szene einen zweiten Namen erarbeitet hat. Verwurzelt im Independent erzeugt diese Band ein tiefgründiges musikalisches Zeichen, welches sich durch enorme Schwermut und vor allem durch den Einsatz zumeist unverzerrter Klänge auszeichnet, was wiederum einen wohlklingenden Kontrast zu den immer mehr in Mode kommenden harten Sounds setzt.

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Josefine Cronholm – “Songs Of The Falling Feather”

Sanftmütig und nachdenklich

Die Schwedin JOSEFINE CRONHOLM hat sich seit längerem dem Modern Jazz verschrieben, wobei sie es zwischendurch immer wieder mag, auch einen kleinen Blick nach außen zu werfen und diesen Stil zu modifizieren. So auch auf ihrem Album “Songs Of The Falling Feather”, auf dem sie ausschließlich in die einfach aber wirksame Richtung Singer-Songwriter vordringt, ein Genre, bei dem es aufgrund der reduzierten Instrumentierung nicht leicht fällt, über eine Albumlänge interessant zu bleiben und den Hörer/die Hörerin zu fesseln.

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Marissa Nadler – “Ballads Of Living And Dying”

Melancholisch und verzaubernd

Ehemals widmete die in Washington geborene MARISSA NADLER ihre volle künstlerische Leidenschaft der Malerei. Die Kunst wurde ihr sozusagen schon in frühester Kindheit aus dem Elternhaus mitgegeben; ihre Mutter ist eine abstrakte Malerin, ihr Bruder Gitarrist und Schriftsteller. Später während ihres Kunststudiums in New York entdeckt sie ihre Liebe zur Musik, wendet sich den gefühlvollen Klängen der Akustikgitarre zu und erkundet ihre liebliche Gesangsstimme. Sie überträgt ihre bisherigen künstlerischen Erfahrungen in ihr Songwriting und wird eine feinfühlige und äußerst talentierte Song-Schreiberin, die seit 2004 hochklassige Musik veröffentlicht.

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Lönndom – “Viddernas Tolv Kapitel”

18. März 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Folk, diesmal ganz ohne Metal

Lönndom - "Viddernas Tolv Kapitel"Dass S. Sandström und A. Petterson der Schwarzwurzelkapelle ARMAGEDDA auch anders können, bewiesen die beiden Schweden bereits 2007 mit ihrem Debüt unter dem neuen Namen LÖNNDOM. “Fälen Fran Norr” zeigte, dass Folk Metal im neuen Jahrhundert auch ohne Klischees und Runenspielerei auskommt. Sollte man gehört haben, wenn man zurück in die Zeit von STORM oder entfernt auch ISENGARD zurück will. Das neue Album allerdings zeigt, dass Sandström und Petterson sich keinesfalls nur auf eine Richtung festlegen wollen und offen für andere Klänge sind. So gerät ihr neuestes Werk “Viddernas Tolv Kapitel” zu einer kleinen Überraschung, denn metallisches hört man hier in keiner Minute.

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VAST – “Me And You”

10. März 2010 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Musik für den Supermarkt

Vast - "Me And You"Nachdem Jon Crosby im Jahre 2004 das sehr geniale Album “Nude” veröffentlichte, er seiner Drogensucht abschwor und insgesamt etwas zurückgefahren hat, sollte es lange dauern, bis endlich wieder ein Album seiner Band VAST veröffentlicht wird. Zwischendurch gab es mit “Turquoise & Crimson” ein Release, worauf alternative Versionen bekannter Tracks zu finden sind, danach erschien 2007 “April” und man bemerkte bereits hier eine Veränderung in der Musik VASTs, die sich auf “Me And You” noch stärker herauskristallisieren sollte.

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Marissa Nadler – “Little Hells”

Sensibel und schwermütig

Die amerikanische Künstlerin MARISSA NADLER hat eine interessante Wandlung hinter sich. Sie startete ihre künstlerische Expression als Malerin und wandelte im Laufe der Zeit zur Musikerin. Sie vertont nun kleine Geschichten und verschönert sie mit ihrer beeindruckend ergreifenden und sensiblen Stimme. Sie haucht, jauchzt und singt eine melancholische Form der Sehnsucht in ihre Songs, die einerseits durch simple aber auch gezielt stimmungsaufbauende Arrangements getragen werden. Manchmal erinnert ihre Stimme an Hope Sandoval von MAZZY STAR, allerdings ohne die Gefahr als Plagiat abgestempelt zu werden, denn dazu hat sich MARISSA NADLER in den letzten Jahren viel zu sehr in ihre eigene Richtung und Ausdrucksform entwickelt.

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Custom Blue – “All Will Be Well”

13. Februar 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Alles wird anders

Custom Blue - "All Will Be Well"Lange war es still um CUSTOM BLUE. Nach dem 2002 veröffentlichten “All Follow Everyone” war erstmal Schicht im Schacht, 2006 folgte die Single “Under Your Counter / You’re On Your Own” auf dem Londoner Label Far Out Recordings, welches vor allem für seine Jazz- und Latinveröffentlichungen bekannt ist. Danach wieder Pause und stilles, heimliches, kreatives Schaffen. Es ist ja nicht so, dass CUSTOM BLUE das einzige Betätigungsfeld für Alex Pilkington, Simon Shippey und Mark Tucker wären, sind die Herren doch schon seit Jahren auf vielfältige Weise in der Musikindustrie tätig.
2008 wurde dann das eigene Label Ho Hum Records aus dem Boden gestampft, und kurz darauf gelangten die Arbeiten zum zweiten Album “All Will Be Well” endlich zum Abschluß. Das Ergebnis dürfte Kenner der ersten Platte mächtig überraschen.

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