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Wintersun – "Time I"

4. November 2012 | ME | Musikrezensionen | 1.094 mal gelesen

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Weder Winter noch Sonne

Nun, ich muss ja gestehen, ich war seit Jahren skeptisch. WINTERSUN verschoben den Veröffentlichungstermin des neuen Albums immer wieder und was sollte da nun kommen nach so viel Produktion und Technikgedöns? Umso erstaunter fallen nun die Reaktionen seitens der metallischen Elite aus. Weltklasse-Album, Super-Opus, von unfassbarer Größe. Tatsächlich? Diese Euphorie ist doch sicher darauf zurückzuführen, dass vielen "Time I" gefallen möchte. Denn wenn man die nur drei neuen Tracks hört, stellt sich schnell Ernüchterung ein. Gut, es erinnert an Auenland und Mordor gleichzeitig, etwas Lagerfeuer und BLIND GUARDIAN, aber Griffigkeit, echte Songstrukturen sucht der Hörer vergebens.

Im Gegenteil, alles wirkt zu Tode produziert, glatt poliert und uninspiriert. "Sons Of Winter And Stars" beginnt noch mit Power und feinem Grollgesang, dann jedoch biegen WINTERSUN ab und kehren nicht mehr zurück. Eigentlich tönen sie stark nach NIGHTWISH, und zwar nicht den Guten vom Anfang der Gezeiten. Chöre, Bombast, Technik, überbordender Kitsch, alles wird aufeinandergehäuft. Unentwegt. Themen und echte Atmosphäre Fehlanzeige. Und die Klarstimmen sind einfach nur gruselig. Nein, mir fällt das Durchhören dieses permanenten Geklappers, Geklickers und Gescheppers sehr schwer. Irgendwie scheinen Finnen ja einiges für Operette übrig zu haben, hier jedoch wird das Uhrwerk überdreht, besteht der Fokus auf der Produktion. Authentisch ist das nicht. Und Filmmusik geht auch anders, wie wir zuletzt ja auf angenehme Art erfahren durften.

Da hatte ich mir viel mehr versprochen. Songs wie "Winter Madness" und "Sleeping Stars" machen auch WINTERSUN nicht auf Anfrage.

» Wintersun

INFO-BOX
Künstler Wintersun
Titel Time I
Format Album
Länge 6 Tracks | 40:03
Label Nuclear Blast Records
19.10.2012

Leserwertung:

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