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Vigri – "Pink Boats"

3. Juni 2012 | Bastian | Musikrezensionen | 1.071 mal gelesen

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Schiffe am Horizont

Bei manchen Alben fühlt man sich irgendwie gleich wie zuhause. Bei den Isländern VIGRI liegt das ganz einfach an der muttersprachlichen Färbung ihres (englischen) Gesangs und der Tatsache, dass es irgendwie keine Band von dieser großen Insel zu geben scheint, die musikalisch nicht diese bezaubernde Wirkung entfaltet, wie man sie von den ganz großen Namen kennt.

"Pink Boats" beschreibt ein Bild, welches dem ganzen Album seine Stimmung aufdrückt. Versinkt die Sonne abendlich am Horizont, lässt ihr Scheine die Boote auf dem Mehr in einem besonderen Licht schimmern, aus Weiß wird plötzlich Pink. Da weht ein gehöriger Hauch von Melancholie mit, der auch auf dem Album zu spüren ist. Doch VIGRI sind keine Band, die sich selbst in Gedanken versenkt – zu verspielt ist das Album, zu entdeckungsfreudig. Die Isländer hangeln sich von Alternative zu Indie Rock, der mit einer deutlichen Pop-Note gewürzt ist. Leichtherzig und verträumt sind ihre Kompositionen, mal in ausladenden Melodiebögen schwelgend, mal sehr forsch und experimentierfreudig. Dass die Band auf der Bühne auch gern mal die Instrumente wechselt, hört man auch auf dem Album, welches mit vielen Details aufwarten kann.

VIGRI zelebrieren auf "Pink Boats" nicht einfach nur Gitarrenrock, sondern weben gekonnt Streicher- und Pianoklänge in ihre Arrangements. Für die nächste mentale Schiffsreise als Begleitmusik zu empfehlen, jedoch nicht für hohen Wellengang geeignet. Die schnellen Hits und Ohrwürmer überlassen sie anderen Acts. Wer durch das ganze Land reist, um seine Musik in alten Kirchen aufzunehmen, der hat auch verdient, dass man sich etwas mehr Zeit mit seiner Musik nimmt.

» Vigri

INFO-BOX
Künstler Vigri
Titel Pink Boats
Format Album
Länge 10 Tracks | 45:10
Label Eigenproduktion
06.01.2011

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