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Underworld – "Oblivion With Bells"

9. Dezember 2009 | Matthias | Musikrezensionen | 1.674 mal gelesen

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Konstante Spitzenqualität

Underworld - "Oblivion With Bells"UNDERWORLD machten sich nicht nur einen Namen mit ihrem 95er Hit "Born Slippy" (der im Soundtrack zum Film Trainspotting verwendet wurde), einem Track, der die meiste Zeit ohne großartige Melodien auskommt und vordergründig rhythmusbasiert ist, sondern überzeugen seit Jahren mit vorzüglichen Live-Events, bei denen sie ihre Songs gerne etwas umarrangieren und ihnen dadurch einen neuen, frischen Anstrich verpassen.

UNDERWORLD sind vermutlich eine der wenigen Techno/- Trance-Kapellen, denen es gelungen ist, ihre Musik auf ein gesundes Maß zu kommerzialisieren. Ein Instrument für diesen Umstand ist wohl, dass die Briten ihrer Musik Gesang beisteuern, was in diesem Genre grundsätzlich nicht unbedingt üblich ist. Sie produzieren seit Beginn mit jedem ihrer Alben qualitativ hochwertige elektronische Musik die definitiv zur Spitzenklasse des Genres zählt.

Auch mit ihrem 2007er Album "Oblivion With Bells" haben UNDERWORLD einmal mehr nicht nur alles richtig gemacht, sondern nach meinem Empfinden sogar eines ihrer besten Alben vorgelegt, das unmittelbar nach ihrem Geniestreich "Second Toughest In The Infants" anzusiedeln ist.

Gleich der Opener "Crocodile" überzeugt mit seinem einlullenden, Trance-artigen Feeling und dem verträumten Refrain, der mit einer elektronisch verstellten Stimme vorgetragen wird. Der Folge-Track "Beautiful Burnout" kann dieses Niveau perfekt halten und ergänzt den Start des Album einwandfrei. Mit dem (im positiven Sinne) leicht statischen "Holding The Moth" und dem entspannten zwischenspiel "To Heal" sorgen UNDERWORLD dann erstmal für Abwechslung, bevor es richtig weiter zur Sache geht.

"Ring Road" überzeugt danach durch seinen genialen Beat und dem fast schon gerappten Gesang ihres Sängers Karl Hyde, der mit seinem britschen Akzent der Musik UNDERWORLDs eine besondere Note verleiht. "Glam Bucket" gilt dann wieder als entspannendes Intermezzo. Es geht weiter mit "Boy, Boy, Boy", dem nächsten Zwischenspiel "Cuddle Bunny Vs. Celtic Villages" und dem mechanisch wirkenden "Faxed Invitation".

Nach dem Piano-meets-Voice-Track "Good Morning Cockerel" folgt der krönende Abschluss "Best Mamgu Ever". Das Stück wirkt mit seinen sinmplen aber eingängigen Beats und Melodien schön entspannt und verträumt. Hauptmerkmal ist jedoch das, was die Band mit dem Gesang angestellt hat. Dieser wurde während des gesamten Stückes zerstückelt, so dass jedes gesungene Wort völlig zerhackt erscheint und nur Bruchstückweise zu verstehen ist, was den Text zwar "ungültig" werden lässt, weil er nicht zu verstehen ist, aber den Gesang in diesem Falle eher zu einem weiteren Instrument werden lässt, was ich persönlich als eine sehr geniale Idee empfinde.

Wer mit UNDERWORLD bislang noch nicht in Kontakt getreten ist, sich leicht zugänglicher elektronischer Musik, die trotzdem kein billiges  Chart-Gedudel ist, nicht verwehrt, sollte und muss "Oblivion With Bells" unbedingt ausprobieren. Und danach am Besten gleich noch "Second Toughest In The Infants", ihr Meisterwerk.

9/10

» Underworld

INFO-BOX
Künstler Underworld
Titel Oblivion With Bells
Format Album
Länge 11 Tracks | 57:30
Label PIAS Records
12.10.2007

Leserwertung:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne6 Sterne7 Sterne8 Sterne9 Sterne10 Sterne (7 Wertungen, Ø 9,29 von 10)
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