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Underworld – "Barking"

8. Januar 2011 | Matthias | Musikrezensionen | 3.039 mal gelesen

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Eingängig, chillig, technoid

Underworld - "Barking"Die britischen Elektronik- und Techno-Experten Karl Hyde und Rick Smith haben sich nicht erst zuletzt mit UNDERWORLD einen Namen gemacht. Ich denke, man kann ohne zu zögern behaupten, dass das dynamische Duo (zwischenzeitlich um den einen oder anderen Helfer, beziehungsweise Mitstreiter ergänzt) seit Jahren zur absoluten Speerspitze tanzbarer elektronischer Musik gehört. Wir erinnern uns an Glanztaten wie "Born Slippy", das den perfekten Soundtrack zum schrägen Junkie-Film Trainspotting bot, das zugehörige Album "Second Toughest In The Infants" oder auch "Beaucup Fish" und natürlich "Oblivion With Bells", allesamt Sternstunden moderner technoider Musik; verspielt, chillig, einlullend und dennoch eingängig, mitreißend, mit gut nachvollziehbaren Strukturen versehen und dem richtigen catchy Faktor.

Nun kommen die Zwei mit "Barking" um die Ecke und ich muss gestehen, dass die ersten zwei Durchläufe den geneigten UNDERWORLD-Anhänger erst einmal ins Wanken bringen, oder besser gesagt ihn auf eine kleine Probe stellen dürften. Der erste Eindruck vermittelt zunächst leichtfüßigen Eurodance mit simplen, eingängigen Melodien und schnelllebigen Refrains zum Mitsingen. Musikalisches Niveau runtergeschraubt zugunsten der Chart-Kompatiblität? Mitnichten! Zum Glück ist der erste Eindruck kein verbleibender, denn mit weiteren Durchläufen entpuppen sich Songs wie beispielsweise der Opener "Bird 1", die beiden nachfolgenden Stücke "Always Loved A Film" und "Scribble" oder das mittig angesiedelte "Diamond Jigsaw" oder auch die schöne Ballade "Louisiana", die das Album abschließt und ein rundes und wohliges Ende bereitet, zu echten reißern und Ohrwürmern, die eben nicht nur eingängige Melodien mit tollem Refrain transportieren, sondern auch auf musikalisch-technischer Ebene vollkommen überzeugen und dazu noch amtlich ins Bein gehen.

Auch einer Band wie UNDERWORLD sollte, nein, muss es gestattet sein sich zu verändern und wenn die beiden Herren Bock auf etwas flüssigere und vermeintlich leicht verdaulichere Musik haben, warum sollen sie diese dann nicht auch bringen? Ich jedenfalls möchte kein weiteres "Born Slippy", denn das gibt es bereits und ist inhaltlich nicht nur durch die unzähligen Mixe bereits völlig ausgereizt. Insofern erfreuen wir uns einfach an dem, was UNDERWORLD heute machen: Fantastische, tanzbare, immer noch technoide Musik auf sehr hohem Niveau inklusive leichtem Pop-Appeal, ohne dabei aber billig oder zu simpel zu klingen. Sie haben auf "Barking" die perfekte Linie zwischen den Schlagwörtern 'Massenkompatibel' und 'atmosphärischer Dichte' gefunden und ein zugängliches, mitreißendes und schlichtweg tolles Album erschaffen.

9/10

» Underworld

INFO-BOX
Künstler Underworld
Titel Barking
Format Album
Länge 9 Tracks | 53:43
Label underworldlive.com
12.09.2010

Leserwertung:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne6 Sterne7 Sterne8 Sterne9 Sterne10 Sterne (8 Wertungen, Ø 8,88 von 10)
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