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The Ruins Of Beverast – "Rain Upon The Impure"

14. März 2010 | Matthias | Musikrezensionen | 3.972 mal gelesen

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Von dunklen, abtrünnigen Mächten

The Ruins Of Beverast - "Rain Upon The Impure"Aus den Trümmern NAGELFARs stieg ein dunkler, bedrohlicher Geist auf, der böses Unheil über die Erde brachte. In der schwarzen, tiefen Flut versinkend, tobt der vertonte Wahnsinn in dieser anti-christlichen, beeindruckenden Schöpfung. THE RUINS OF BEVERAST lassen sämtliche Erinnerungen an NAGELFAR verblassen und schaffen den Weg für eine neue musikalische Bewusstseinsebene. Sie bewegen den Black Metal auf ein neues, innovatives Level und zelebrieren ihren eigenen Codex.

"Rain Upon The Impure" ist das zweite vollständige Album von THE RUINS OF BEVERAST, dem Betätigungsfeld des Ex-NAGELFAR-Drummers Alexander von Meilenwald. Die Musik ist ausufernd angelegt und man darf sie keinesfalls mal eben so nebenbei anhören, denn sonst gehen viele Details unter die wichtig sind, um das gesamte Maß des Schaffens aufzusaugen. die Titel sprengen fast alle die zehn-Minuten-Grenze und fordern förmlich dazu auf, sich mit ihnen intensiv auseinanderzusetzen. Dunkel, bedrohlich aber auch von einer unterschwlligen Melancholie begleitet, frisst sich die Musik ins Gehirn des Hörers und verbreitet dort ihre nachhaltige Wirkung. Zwischen rasendem Black Metal, schwerem, schleppendem Black Doom, einer kleinen Prise Avantgarde und etlichen kurzen Samples zur Unterstützung der dunklen Magie pendelt sich die Musik auf "Rain Upon The Impure" ein.

Großspurig angelegte, schwere und bombastische Arrangements, ausladende Funeral-Doom-Zitate, rasender Black Metal und viele atmosphärische Parts runden das Erscheinungsbild des Albums ab und fassen zusammen, worum es bei THE RUINS OF BEVERAST musikalisch geht. Die Vereinigung genannter Metal-Spielarten ist sehr gelungen und zeigt einmal mehr auf, dass Black Metal nicht grundsätzlich für sich alleine stehen muss um eindringlich wirken zu können.

Die Vocals pendeln zwischen satanischem Gekrächze, tiefen Death-Grunts und melodisch klaren, sakralen Kirchengesängen, die mit viel Hall unterlegt wurden. Je nach dem was der entsprechende Part fordert liefert der Gesang die passende Form der verbalen Unterstützung. Selten haben so viele verschiedene Arten des Gesangs einem Black-Metal-Album gut getan. Hier passt es wie als wenn es schon immer so hätte sein müssen.

Leicht verschwommen ausgesteuert bewahren THE RUINS OF BEVERAST den Geist des Underground, klingen dabei aber nie überzogen unterproduziert oder billig. Die Rohheit im Sound untermauert den schmutzigen Geschmack der Musik und das dunkle Feeling, welches auf dem gesamten Album vorherrscht.

THE RUINS OF BEVERAST beschränken sich nicht auf handelsüblichen Black Metal, sondern sie erweitern ihren Sound auf ein attraktiv hohes Maß. Hörbar facettenreich und aufgeschlossen ging Meilenwald an dieses Album heran und vollbrachte ein kleines Machtwerk, das mit fortschreitender Spieldauer immer besser und tiefgründiger wird. Wer die Geduld und den Sinn für etwas anderen Black Metal mitbringt und gewillt ist, in die Unterwelt von THE RUINS OF BEVERAST einzutauchen, der wird mit einem intensiven Hörerlebnis belohnt werden.

» The Ruins Of Beverast

INFO-BOX
Künstler The Ruins Of Beverast
Titel Rain Upon The Impure
Format Album
Länge 7 Tracks | 80:08
Label Ván Records
24.12.2006

Leserwertung:

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