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The Pirate Ship Quintet – "Rope For No-Hopers"

4. Juni 2012 | Bastian | Musikrezensionen | 1.048 mal gelesen

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Post-Rock im Streicherozean

Während die meisten Post-Rocker dem vokalen Schweigegelübde treu bleiben, tauchen in den letzten Jahren vermehrt Bands auf, die den verschollenen Mann (oder die Frau!) am Mikro wiederentdeckt haben – und die dann entweder für ganz unterschiedliche, melodische Töne sorgen, oder für krächzendes Gekreische, wie bei diesen Piraten hier. Was man hier im Song "Horse Manifesto" zu hören bekommt, klingt jedenfalls eher wie eine garstige Mixtur aus uralten MANES und noch älteren BURZUM. Ist aber nur ein obskures Detail einer sonst hörenswerten Platte.

Auf dem Debütalbum der Briten, so kernig muss ich das einfach an dieser Stelle ausdrücken, ersaufen CULT OF LUNA und TOOL gemeinsam in einem Ozean aus handgeknüpften Streicherklängen. Mit Unterstützung eines Cellisten aus dem London Symphony Orchestra werden hier bezaubernde wie auch zeitgleich ziemlich energische Instrumentalklangteppiche gewebt, die weit bis in die Bereiche des Alternative und Post-Core ausholen. Wer Bands wie THE EVPATORIA REPORT, GY!BE, GREGOR SAMSA oder MY EDUCATION zu seinem näheren Bekannten- und Favoritenkreis zählt, sollte sich also schon mal den kernigen Titel der schwarzhumorigen Platte merken.

THE PIRATE SHIP QUINTET brillieren vor allem in den rein instrumentalen Passagen, die passend zum Cover wie gemäßigte, harmonische Wellenbewegungen wirken. Wellentäler, Wellenberge, schäumende Gischt – all diese Facetten finden sich in den von fast schon epischer Länge gekennzeichneten Stücken, die jegliches Zeitgefühl wie Zeichen im Sand verwischen. Trotz nahezu 50 Minuten Spielzeit gerät "Rope For No-Hopers" zu einem kurzweiligen Album für genau diese ruhigen Momente des Lebens, in denen das Herz trotzdem etwas lauter schlagen darf.

» The Pirate Ship Quintet

INFO-BOX
Künstler The Pirate Ship Quintet
Titel Rope For No-Hopers
Format Album
Länge 5 Tracks | 48:15
Label Denovali Records
24.05.2012

Leserwertung:

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