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The Cure – "4:13 Dream"

6. Dezember 2017 | Matthias | Musikrezensionen | 90 mal gelesen

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Die Hälfte einer Hälfte

The Cure - "4:13 Dream"Auf ihrem 13ten Album schlagen THE CURE erstaunlich positive Töne an. Sollte Sänger, Bandleader und Kreativkopf Robert Smith auf seine erfahrenen Tage doch noch den Weg aus der Melancholie gefunden haben und der Musik die positiven Nuancen abgewinnen können? Tja, es scheint tatsächlich so, auch wenn dies nicht zu 100% gilt, denn zwischen den Zeilen bleibt die schleichende Schwermut. Smith kann sich noch soviel Mühe geben, fröhlich zu klingen, durch seine charismatische, weinerliche Stimme schwingt einfach immer etwas Dunkelheit mit, vermutlich sogar dann, wenn er laut lachen würde. Aber genau das ist es ja, was die Anhänger von THE CURE an deren Musik so sehr mögen.

Nun, ohne Umschweife sei gesagt, dass "4:13 Dream" die für die Band typische Düsternis fast gänzlich vermissen lässt. Das Album deshalb als minderwertig oder gar schlecht zu bezeichnen, wäre allerdings falsch, denn THE CURE haben im Verlauf ihrer Karriere ihren Stil einige Male variiert und modifiziert und so dürfte der Wandel auf dem Album kein Grund zum Maulen sein. Man erinnere sich an "Wild Mood Swings" aus dem Jahre 1996, das wohl zu Recht bei vielen Anhängern Fragezeichen und sogar Ablehnung hervorrief oder aber an den selbstbetitelten Vorgänger aus 2004, auf dem die Band während des Entstehungsprozesses der Musik ihren natürlichen Flow ließ, was in einem leicht sperrigen, aber nicht minder spannenden Resultat gipfelte.

Rob Smith gab im Vorfeld bekannt, dass die Scheibe ursprünglich als Doppelalbum geplant war, die Band sich letztendlich jedoch ausschließlich für die leichten, pop-rockigen und eingängigeren Stücke entschieden habe. Es gäbe einen weiteren Schwung an tiefgründigeren, schwermütigeren Songs, die man sich für eine eventuelle spätere Veröffentlichung aufheben wolle. Somit haben wir es also mit der Hälfte einer Hälfte zu tun. Die eine, musikalisch leichtere Hälfte des Songwritingprozesses zum vorliegenden Album sowie die grundsätzlich flippigere, lockere Hälfte von THE CURE. Also nur ein Viertel THE CURE? Who knows…

Tanzbar ist das Album deswegen zwar nicht und wer nun denkt, dass es sich hier um belanglosen Pop handelt, der irrt zum Glück. THE CURE spielen immer noch Rock und sie zelebrieren ihre Mischung aus Indie- und Alternative Rock, ein paar poppigen Refrains mit einer (zumindest gesanglich) kleinen Goth-Schlagseite, äußerst hörenswert. Smith und seine Truppe waren in der Vergangenheit für einige Überraschungen gut und "4:13 Dream" führt diesen Eindruck fort. Es gilt also, die Facetten des Albums zu entdecken und mit dem, was man bislang von den Briten kennt und liebt, in Verbindung zu bringen.

Man kann nun eigentlich nur noch hoffen, dass es keine zehn Jahre dauert, bis der zweite Teil bzw. überhaupt ein neues Album von THE CURE erscheint. Da wir uns allerdings bereits im Jahre 2017 befinden, neun Jahre nach Veröffentlichung, darf angenommen werden, dass diese Hoffnung leider nicht erfüllt wird.

» The Cure

INFO-BOX
Künstler The Cure
Titel 4:13 Dream
Format Album
Länge 13 Tracks | 52:47
Label Geffen Records
27.10.2008

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