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Testament – "Brotherhood Of The Snake"

30. Oktober 2016 | ME | Musikrezensionen | 802 mal gelesen

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Trve American Hate, Haaaaate!

Testament - "Brotherhood Of The Snake"Nach dem epischen, düsteren, mächtigen und schweren "Dark Roots Of Earth" in gleicher Qualität nachzulegen, muss große Kunst sein. TESTAMENT lassen sich nicht lumpen, das sei gleich verraten. Die Eröffnung "Brotherhood Of The Snake" entführt nach Ägypten. "Serpents Eyes Are Watching" und schnüren uns die Kehle ab. Ist da der Alte vom Berge zurückgekehrt, Osiris oder Anubis? TESTAMENT holzen, riffen und schmirgeln sich durch unwegsames Gelände. Skolnick und Petersen wissen, wie man Spannung erzeugt, verzichten auf Riffgeschiebe. Stattdessen gibt es Muckis, maskuline Ansagen, in Dauerschleife. Steve DiGiorgio begleitet hier nicht nur, er ackert wie eine Furie.

Live werden AMON AMARTH dagegen aussehen wie die FISCHER CHÖRE. "The Pale King" ist ein Thrasher mit verschiedenen Nuancen, Härte, Melodik, tollen Soli und Narration. Hammer. Geht das jetzt so weiter? Klar, "Stronghold" ballert uns im Chorus Growls um die Ohren, fein, dass dieser Gesang nicht nur im Titeltrack vorkommt.

Irgendwie haben sie mehr Groove als auf dem letzten Album, wirken sie kompakter. Es gibt seltener die Akustikklampfe, dafür kleine Details. Chuck bietet eine Schau durch seine Gesangskunst. Mal klingt er wie auf dem Debüt, dann wieder wie auf "Low" oder "Souls Of Black". Eine Quintessenz, könnte man sagen.

"Seven Seals" zeigt, TESTAMENT lieben Dramatik. Und Steigerung. Chuck leidet, die Leads sicheln, die Hooks bestimmen die Marschgeschwindigkeit. Die Soli sind so verdammt sauber gespielt. Ein Uhrwerk nahezu, beängstigend tackert sich die Band durch Feuer, Rauch und Geröll.

"Born In A Rut" eröffnet über eine Minute mit schwerem Stahl, wird dann melodischer, beinahe rockig und, zunächst fast übersehen, ein kleiner Hit.
Dann bricht die Hölle los. "Centuries Of Suffering" bringt Adrenalin auf die Piste, Overdrive und einen mördrischen Chorus, pure Metal. Geil! Und "Neptune's Spear macht da weiter. Die Songs sind eine Minute kürzer als auf der Letzten, aber haben dafür von Anfang an Dampf. Und das auch, wenn nachgetankt wird.

"Black Jack", "Canna Business" und der hammerharte Rausschmeißer "The Number Game" geben noch einmal volle Kante. Manches kennen wir, aber mal ehrlich, schmeckt guter Rotwein nicht auch deshalb so sehr, weil wir Erinnerungen an gute Momente mit ihm verbinden? Mögen wir nicht auch Zitate, vor allem Treffliche?

9/10

» Testament

INFO-BOX
Künstler Testament
Titel Brotherhood Of The Snake
Format Album
Länge 10 Tracks | 45:36
Label Nuclear Blast
28.10.2016

Leserwertung:

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