• Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)

Tenth Planet – "Pieces"

16. März 2017 | Matthias | Musikrezensionen | 270 mal gelesen

Tags: , ,

Back in Time

Tenth Planet - "Pieces"Nach wie vor gibt es Bands, die sich dem Alternative (Hard) Rock im Stile der 1990er Jahre verschreiben, aber es gibt darunter nicht viele, die dabei eigenständig klingen oder ihre Sache so außerordentlich gut machen, dass sie im Gedächtnis hängen bleiben. TENTH PLANET aus Toronto gehören nicht zu ersteren und auch nicht wirklich zu letzteren Bands, sie sind irgendwo dazwischen einzuordnen. Hört man ihre Musik, ist man mit deren Klang sofort vertraut und weiß, was einen erwartet. Man hat gleich beim Erstkontakt das Gefühl, die Band schon ewig zu kennen. Ob das nun gut oder schlecht ist, bleibt jedem selbst überlassen. Fakt ist, dass sie trotz fehlender Individualität und ausbleibendem Pioniergeist das gewisse Etwas innehaben. Was also tun mit einer Band, die kaum etwas eigenes präsentiert und wie eine (zugegeben durchaus gelungene) Blaupause aus allen Vorzügen der alternativen, melodischen Hard-Rock-Szene der '90er klingt?

Ihrem Sänger Ähnlichkeiten zu Chris Cornell zu unterstellen, ist fast schon Pflicht, denn seine Stimme und die Art des Gesangs sind mehr als verdächtig. Ausreden zwecklos. Rein Musikalisch kann man Bands wie SOUNDGARDEN, THORNLEY (kent die noch jemand?), frühe CANDLEBOX und und und anführen – die Liste ließe sich fast endlos weiterführen – und doch spielt dabei keine Abfälligkeit mit, denn einen wichtigen Vorteil haben TENTH PLANET in ihrer Position: Sie machen ihre Sache einfach richtig gut!

Nostalgiker dürfen "Pieces" als eine gelungene Wiederauferstehung des Genres sehen. Ob die Musik auch heute noch so ankommt wie damals, sei dahingestellt. Letztendlich ist das aber auch egal, denn wer nicht will, muss ja nicht. Wer jedoch gerne eine Zeitreise vornehmen möchte und bereit ist, sich mit dem 'echten' Alternative Rock und Melodic Hard Rock der alten Schule auseinanderzusetzen, der bekommt einige sehr starke Songs zu hören, inklusive einem charismatischen Sänger, der, blendet man die weiter oben erwähnten Ähnlichkeiten aus, ein Glücksgriff für die Band ist, denn er setzt mit seinem ausdrucksvollen Gesang genau die Akzente, die der Musik gut tun und dem Stil entsprechen.

» Tenth Planet

INFO-BOX
Künstler Tenth Planet
Titel Pieces
Format Album
Länge 11 Tracks | 55:07
Label Eigenproduktion
Januar 2017

Leserwertung:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne6 Sterne7 Sterne8 Sterne9 Sterne10 Sterne (Noch keine Leserwertungen vorhanden)
Loading...


Ähnliche Artikel:
» Filter – "Anthems For The Damned"
» Esoterica – "The Fool"
» Filter – "Anthems For The Damned" / "Remixes For The Damned"
» Jolly – "The Revolutionary Cult Demo Finally Hits The US"
» Audrey Horne – "No Hay Banda"
» Alice In Chains – "Black Gives Way To Blue"
» The Tragically Hip – "We Are The Same"

No comments yet.

Leave a comment

* Copy This Password *

* Type Or Paste Password Here *