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Suffocation – "…Of The Dark Light"

20. August 2017 | Matthias | Musikrezensionen | 182 mal gelesen

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Brutales Gefummel

Suffocation - "...Of The Dark Light"Wenn das alte Schlachtross SUFFOCATION mit einem neuen Album an der Tür klingelt, weiß man im Grunde bereits im Vorfeld, was einen erwartet, denn großartige bzw. mindestens erwähnungswürdige stilistische Veränderungen gab es bei den Brutalo-Tech-Deathern eigentlich noch nie. Die einen wird es freuen und ihre Handflächen vor Aufregung feucht werden lassen, wenn die New Yorker Bastion neue Musik am Start hat, die anderen werden sich, wie auch in den (mittlerweile tatsächlich schon) 27 Jahren zuvor, aus Anerkennung bestenfalls ein freundliches Lächeln rausdrücken und innerlich wohl mit den Schultern zucken. SUFFOCATION halt, immer dasselbe, Gebrülle ohne Ende und haufenweise Riffs, deren Zusammenhang kaum noch nachvollziehbar ist.

Dabei gibt es, wenn auch nicht musikalisch, doch etwas neues zu berichten. Es fanden nämlich mal wieder Besetzungswechsel statt. Nachdem Ur-Drummer Mike Smith nach dem starken "Blood Oath" (2009) die Band erneut verlassen hatte und für "Pinnacle Of Bedlam" (2013) das Komm-und-Geh-Talent Dave Culross (u.a. Ex-MALEVOLENT CREATION, Ex-HATEPLOW, Ex-INCANTATION, Ex-GORGASM) die Stöcke geschwungen hat, sitzt nun Eric Morotti, der bisher in eher kleineren Bands gespielt hat, hinter den Kesseln. Und er macht seinen Job verdammt gut. Der typische SUFFOCATION-Spirit bleibt zu jeder Sekunde erhalten und man möchte gar so weit gehen und behauten, dass der stilistische Unterschied zwischen ihm und Smith wesentlich kleiner ist als der zu Culross. Gut so! Auch an den Gitarren wurde wieder gewechselt. So ist für Guy Marchais nun Charlie Errigo am Start, ein alter Kollege von Neu-Drummer Moretti.

Ansonsten gibt es SUFFOCATION pur zu hören. Das tiefe Gebell von Frank Mullen am Mikro ist natürlich ein Aushängeschild der Band und klingt auf "…Of The Dark Light" so saftig wie eh und je. Die Saiteninstrumente hacken, flitzen und riffen sich kräftig einen ab und man muss schon staunen, dass die Musiker in der Lage sind, all diese zum Teil ähnlich klingenden Parts auseinanderhalten und richtig aneinanderreihen können. Irre!

Auffallend ist, dass die Blastbeatparts nicht nur äußerst brutal wirken, sondern den Anschein erwecken, dass es mehr von ihnen geben würde, obwohl sich ihr tatsächlicher Anteil im Vergleich zu den Vorgängern nicht unbedingt nennenswert erhöht hat. Vielmehr wurde das Songwriting offenbar so ausgerichtet, dass die Songs insgesamt mehr Druck ausstrahlen. Verschnaufspausen gab es bei SUFFOCATION schon immer nur wenige, aber dieses Mal scheint es keine einzige zu geben. Riff an Riff gereiht, schnell ein knackiger, dann wieder ein donnernder und gleich dahinter ein rasender Drumpart, dann schnell mal eine Melodie eingeflochten, nur um sofort wieder fies abzublasten; natürlich alles begleitet von Mullens brutal stumpfem Tieftonorgan. So in etwa lässt sich das Grundgerüst der SUFFO-Songs beschreiben.

Wenn man ihre gesamte Diskografie überblickt, wird es vermutlich für jeden Fan und Hörer ein anderes Highlight geben. Ganz subjektiv gesehen sei deshalb nun an dieser Stelle vermerkt, dass "…Of The Dark Light", nach dem göttlichen "Pierced From Within" (1995) und auf einer Höhe mit "Blood Oath", das wohl zweitbeste Album der Band darstellt.

» Suffocation

INFO-BOX
Künstler Suffocation
Titel "...Of The Dark Light"
Format Album
Länge 9 Tracks | 35:17
Label Nuclear Blast Records
09.06.2017

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