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Solstice – "Solstice"

28. August 2017 | Matthias | Hall of Fame » Musikrezensionen | 165 mal gelesen

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Die Death-Thrash-Abrissbirne

Solstice - "Solstice"In den frühen und mittleren 1990er Jahren war die Aufbruchstimmung im Metal-Genre mit fast jeder neuen Veröffentlichung zu spüren. Junge Bands und (Sub-)Genres schossen wie Pilze aus dem Boden. Besonders aber der Death Metal erfreute sich einer zunehmenden Beliebtheit und die Bands fingen an, das Genre auszuloten, die Grenzen neu zu setzen und unverbrauchtes Territorium zu erobern. Manche wollten so extrem wie nur möglich sein, andere so schnell wie es geht und wieder andere das Maximum an Aggression mit ihrer Musik transportieren. Zu Letzteren gehör(t)e der Florida-Vierer SOLSTICE; eine Band, die damals mit Gitarrist Rob Barrett (CANNIBAL CORPSE), der ebenfalls das Mikro angeschrien hat, Bassist Mark Van Erp (Ex-MONSTROSITY, Ex-MALEVOLENT CREATION, Ex-CYNIC), Drum-Hero Alex Marquez (u.a. MALEVOLENT CREATION, DEMOLITION HAMMER, RESURRECTION…) und dem seinerzeit noch recht unbekannten Gitarristen Denis Munoz namhafte Musiker am Start hatte.

Leicht abweichend des seinerzeit angesagten Death-Metal-Hypes hat sich die Band einer sehr schnellen Variante des Death-Thrash verschrieben. Typische bzw. traditionelle Death-Metal-Parts blieben fast außen vor, stattdessen wurden schnelle und zackige Thrash-Riffs gezockt und lediglich während der langsameren Momente überschritt man die Grenze hin zum Death Metal. Aggro-Granaten wie "Survival Reaction" und "Plasticized", der Schädelspalter und gleichzeitiges Album-Highlight "Eternal Waking", der vielseitige Killer "Netherworld" oder das CARNIVORE-Cover "S.M.D." sprechen dabei Bände. In rund 32 Minuten bieten SOLSTICE das volle Brett und legen einfach alles in Schutt und Asche.

Mit einem stimmigen Coverartwork des beliebten Künstlers Ed Repka (gestaltete u.a. Cover für DEATH, ATHEIST, MEGADETH, EVILDEAD und MASSACRE) und einer super aggressiven Produktion unter Mitwirkung von Scott Burns, ähnlich klingend wie seine Arbeit bei MALEVOLENT CREATIONs "Retribution", welches übrigens nahezu parallel aufgenommen wurde und an dem Rob Barrett und Alex Marquez ebenfalls beteiligt waren, hat die Band unterm Strich alles richtig gemacht. Nicht umsonst ist "Solstice", das ursprünglich "The Sentencing" heißen sollte, eines der wichtigsten Veröffentlichungen der Florida-Szene aus den 1990er Jahren.
No fillers, only killers!

The Mescaline Injection Hall of Fame

» Solstice

INFO-BOX
Künstler Solstice
Titel Solstice
Format Album
Länge 9 Tracks | 32:45
Label Steamhammer Records
1992

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